Okay, eigentlich müsste ich jetzt gratulieren. Eine weitere Aktie aus meinem Depot hat es in den erlauchten Kreis der Dividendenaristokraten geschafft. Dafür sind 25 Jahre Dividendenerhöhungen am Stück erforderlich.
Wirklich zu feiern gibt es aber nichts. Die letzte Erhöhung hat die Aktie nur mit Ach und Krach geschafft. Eigentlich wäre sie kaum erwähnenswert. Da die Dividende in den letzten Jahren aber das einzig Positive bei dem Wert war, ist die minimale Erhöhung nun besonders enttäuschend.
Welche Konsequenzen ich daraus ziehe und wie die Dividendenabrechnung ausgefallen ist, erfährst Du in diesem Beitrag.
IBM ist einer von drei Techwerten in meinem Dividendendepot und gleichzeitig derjenige mit der höchsten Dividendenrendite. Was in diesem Sektor nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal ist…
Dividendenzahlung
Als neu gebackener Dividendenaristokrat erhöht IBM auch in diesem Jahr wieder die Dividende. 25 Jahre in Folge sind es jetzt. Die Quartalsdividende beträgt nun 1,63 US$ pro Aktie. Das ist gegenüber dem Vorquartal eine Erhöhung um 0,6% oder exakt 1 Cent. Für die 25 Aktien in meinem Depot bedeutet das eine Brutto-Dividende von 40,75 US$. Sie wurde von Trade Republic (hier alle Infos zum Depot *) zum Kurs von 1,131 in Euro umgerechnet. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Brutto-Dividende von 26,82 €. Sie wurde mit Wertstellung 10.06.2020 überwiesen.

Perspektiven
Wirklich glänzen konnte IBM seit der Aufnahme in mein Depot nicht. Immerhin: die Dividenden fließen!
2018 wurde Red Hat für 34 Mrd. US$ übernommen und sollte den Umsatz ankurbeln. In seinem Teilbereich ist das auch gelungen, der Einfluss auf den Gesamtkonzern ist aber (noch) zu klein.
Seit April ist nun Arvind Krishna neuer CEO von IBM und soll im Cloud-Bereich und bei Künstlicher Intelligenz für mehr Wachstum sorgen.
IBM konnte Ende 2019 aber auch im globalen Servermarkt gegenüber den Konkurrenten Dell und Hewlett Packard aufholen und kommt nun auf einen Marktanteil von etwa 10%.
Im ersten Quartal musste insgesamt ein Umsatzrückgang von 3,4% auf 17,6 Mrd. US$ ausgewiesen werden. Dabei legte das Cloudgeschäft immerhin um 19% auf 5,4 Mrd. US$ zu. Der bereinigte Gewinn je Aktie sank um 18% auf 1,84 US$.
Im Ergebnis ist es also tatsächlich nur die Dividende, die ein Engagement in IBM-Aktien halbwegs erträglich macht. Ich wünsche mir weiter, dass sich das in absehbarer Zeit ändert und auch das operative Geschäft Lust auf ein Investment macht. Mit einer Dividendenerhöhung von lediglich 0,6% geizt IBM nun leider ziemlich mit einer Erhöhung. Die Erhöhung liegt unterhalb der langjährigen Inflationsrate und ist wohl nur pro-forma erfolgt, um den Status des Dividendenaristokraten zu schaffen. Aufgrund des leicht veränderten Dollarkurses ist die Quartalsdividende in Euro exakt identisch mit der letzten.
Wenn IBM operativ endlich nachhaltig wächst, dann kaufe ich auch gerne weitere Aktien in mein Depot. Bis dahin bleibt IBM eine Halteposition bei mir.
Auf einen Blick:
| Unternehmen: | IBM |
| ISIN: | US4592001014 |
| Im Divantis-Depot seit: | 04.12.2017 |
| Letzter Nachkauf am: | 18.04.2018 |
| Stückzahl im Divantis-Depot: | 25 |
| Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren: | 125,66 € |
| Gesamtkaufpreis: | 3.141,45 € |
| Bisher erhaltene Netto-Dividenden: | 402,18 € |
| Aktuelle Strategie: | Bei nächster Gelegenheit Verkaufen |


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