Bei diesem Kurs werde ich 3M nachkaufen

3M Klebebandrolle in einer Arztpraxis
4.5
(32)

3M hatte ich ja erst Ende Februar nachgekauft. Und seitdem hat sich an der Börse bekanntlich eine Menge getan.

Die aktuelle Dividendenzahlung der Aktie gibt mir Gelegenheit, einen Blick auf den Aktienkurs zu werfen und mich zu fragen, ob ich jetzt einen weiteren Nachkauf tätige. Außerdem natürlich alle Details zur Dividendenerhöhung!

Vorgestellt habe ich das Unternehmen hier. Die nachgekauften 10 Aktien sind noch nicht dividendenberechtigt gewesen.

Dividendenzahlung

Für die davor schon gehaltenen 60 Aktien von 3M gibt es eine Quartalsdividende von 1,47 US$. Das ist eine Erhöhung um 3 Cent oder 2,1%. Die Brutto-Dividende von 88,20 US$ wurde von der comdirect bank zum Kurs von 1,1268 in Euro umgerechnet. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 58,27 €. Sie wird mit Wertstellung 16.03.2020 überwiesen.

Dividendenabrechnung 3M im März 2020
Dividendenabrechnung 3M (Steuern) im März 2020

Perspektiven

Die Dividendenerhöhung war spärlich. Aber angesichts des Sparprogramms, das sich der Konzern verordnet hat, durchaus nachvollziehbar.

3M hat sich in der Corona-Krise seit meinem Nachkauf eigentlich ganz gut geschlagen. Die Aktie hatte den Stempel “Krisen-Gewinner” bekommen, da sie Atemschutzmasken und zahlreiche medizinische Hilfsmittel herstellt. Im Rahmen der weiteren Eskalation des Börsenbebens war das dann aber auch nicht mehr genug und die Aktie ging auf Tauchstation.

Mit aktuell 141 US$ ist sie angesichts der ohnehin schon schwachen Geschäftszahlen aber immer noch relativ teuer. Relativ deshalb, weil ich 3M jetzt einfach mit den anderen US-Titeln in meinem Depot vergleiche und sehe, wie günstig diese in den letzten Tagen geworden sind.

Die Risikoprämie, die derzeit für die 3M-Aktie gezahlt wird, ist aus heutiger Sicht zu gering. Nicht dass Du mich falsch verstehst – ich bin weiterhin von 3M unter langfristigen Aspekten überzeugt. Und denke auch nicht an einen Verkauf meiner 70 Aktien. Die sollen im besten Fall für die Ewigkeit in meinem Depot bleiben.

Ich bin überzeugt davon, dass das Management die Probleme in den Griff kriegen und auf den Wachstumspfad zurückkehren wird. Und als Dividendenaristokrat wird 3M auch in den nächsten Jahren seine Dividende weiter erhöhen.

Aktuell liegt die Dividendenrendite bei 4,2%. Das ist historisch außerordentlich attraktiv. Aber trotzdem ist es mir für einen weiteren Nachkauf zu wenig. Ich will auch hier die 5%-Marke sehen! Das wäre bei einem Kurs von 117,50 US$ der Fall. Und das ist meine neue Zielmarke, bei deren Unterschreiten ich weitere 10 3M-Aktien ins Depot nehmen würde.

Und wenn es nicht dazu kommt? Dann habe ich bei einer Aktienposition meines Depots eben nicht zu sehr niedrigen Kursen zugekauft! Bei einigen anderen habe ich das ja schon getan und werde das wahrscheinlich in den nächsten Tagen und Wochen auch noch fortführen.

Auf einen Blick:

Unternehmen:3M
ISIN:US88579Y1010
Im Divantis-Depot seit:12.01.2017
Letzter Nachkauf am:25.02.2020
Stückzahl im Divantis-Depot:70
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:163,44 €
Gesamtkaufpreis:11.440,50 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:739,22 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

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23 Gedanken zu „Bei diesem Kurs werde ich 3M nachkaufen“

  1. Lufthansa hat die Dividende abgesagt. Ja, in Ihrem Depot ist keine Lufthansa, aber es ist doch durchaus möglich, das Firmen global weltweit die Dividenden kürzen bzw stornieren. wie ist Ihre Meinung dazu? Aber vlt. gibt es ja größerere Ausfälle nur für ein oder zwei Quartale.

    1. Sie müssen hier klar zwischen deutschen und ausländischen Unternehmen unterscheiden. Die wenigsten deutschen Unternehmen machen Dividendenpolitik im Sinne des Aktionärs. Hier in Deutschland erhält der Vorstand der Lh von der Politik und Öffentlichkeit für diese Aktion Applaus.
      In den USA oder UK wäre so etwas undenkbar. Dort gilt in erster Linie der Shareholder Value. Vorstände, die in den USA die Dividende kürzen, können Ihre berufliche Karriere als beendet ansehen.
      Daher lasse ich mit Ausnahme von SAP die Finger von deutschen Aktien, das mir hier das politische und mediale Risiko einfach zu hoch ist.

  2. Hallo Thomas,

    das schreibe ich doch hier die ganze Zeit, es interessiert nur keinen. Jetzt hat Lufthansa als erstes diesen Schritt gemacht. Als nächstes werden sich die Tui Aktionäre wundern… sowas aber auch ;-)

    Hier wird so getan als sei die Dividende sicher, ja sogar für 2021 wird schon die Rendite berechnet. Dabei steht völlig in den Sternen ob eine Lufthansa, Swiss Re, 3M oder eben auch Allianz in den kommenden 3 Jahren überhaupt eine Dividende zahlen wird. Und das sage ich obwohl ich 3M und Allianz im Depot habe. Nur verschließe ich mich nicht der Realität.

    VG Tom

    1. Hej Tom, also ich finde es nicht normal, dass LH die Dividendenzahlung streicht. Schliesslich handelt es sich um eine Teilhabe der Eigentümer am Erfolg von 2019. Dividenden sind doch auch oft Einkommen im Ruhestand. Man streicht doch auch nicht die Zahlungen an Lieferanten oder Beschäftigte (für geleistete Arbeit) mit der Begründung, die Liquidität zu schonen. Also für mich ist das keine seriöse Dividendenpolitik,

  3. Das ist doch Quatsch,

    Du kannst eine Lufthansa, die extremst betroffen ist nicht mit 3M oder auch Allianz vergleichen.
    Wer kündigt in der zeit seine Versicherung z.B.? Die Einnahmen wurden 2019 gemacht.. Daher Ausschüttung jetzt..Lufthansa ist ein Extrembeispiel, die haben die Auswirkungen nun komplett zu spüren – daher machen die das auch als Vorsichtsmaßnahme, können ja nicht zeitgleich Dividende zahlen und Kurzarbeit etc ankündigen.

    Zu Tui – die haben schon ausgeschüttet – und ja, wenn Sie mal ein Jahr nicht ausschütten..dann ist es so..damit muss man in so einer Branche halt mal rechnen, aber wer ein Dividendendepot hat, wird meist langfristig denken, und langfristig habe ich damit kein Problem, wenn Tui in 4-5 Jahren auf 10 oder 15 steht, hat sie sich verdreifacht und die Dividende die dann 1-2 x ausgefallen ist zieht man sich dann bei nem prozentualen Anteilsverkauf einfach raus. Man muss nur ansatzweise überzeugt sein von seinen Unternehmen.

    Klar kann eine Lufthansa 2-3 Jahre jetzt unten rumdümpeln – aber sie wird sich eben auch erholen – wenn nicht? hat man normalerweise 30 weitere Werte die das ausgleichen.

    Persönlich rechne ich natürlich auch mit Dividendenaussetzungen/Stagnation oder Kürzung. Aber das macht dann eben ein gut diversifiziertes Depot aus. Alle werden eben nicht kürzen/stagnieren/aussetzen , sondern eventuell sogar erhöhen.

    Ich werde noch in Allianz und Münich Re reingehen mit ner kleinen Position – bei weiteren 10-20% geh ich halt nochmal mit ner kleineren Posi rein.

    Das wesentliche dabei ist doch ” Fühle ich mich persönlich wohl damit “? Wenn ja, einfach machen – wenn nein, es sein lassen oder kleinere tranchen kaufen

    LG

    David

    1. 3M steigert seit 62 Jahren durchgehend die Dividende. Was in 62 Jahren alles an den Börsen passiert ist, könnt ihr unter den Links nachlesen.
      Hier halte ich besonders den letzten Absatz “Lehren aus der Crash-Geschichte” für erwähnenswert.
      https://www.boerse-am-sonntag.de/aktien/markt-im-fokus/artikel/der-corona-crash-vernichtet-bereits-fuenf-billionen-euro.html
      Bei Wikipedia gibt es einen kurzen Eintrag über Börsenkrach. Der Abschnitt “Börsenkrisen nach Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems” ist interessant.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Börsenkrach

      Die Anleger die nicht so abgebrüht wie Buffet sind, sind verständlicherweise nervös. Geht mir nicht anders. Aber die Zeit arbeitet für alle langfristig orientierten Anleger. Das steht für mich fest.
      Und vor allem hat mir dieser Crash gezeigt, wo ich an meinem Depot noch arbeiten muss. Aktien bei denen man sich nicht wohl fühlt, sollte man auch nicht nur einen Tag im Depot haben. Das wurde mir in den letzten Tagen wieder ins Bewusstsein gerufen.

  4. Nach wie vor für mich unverständlich wie man sich mit einer Lufthansa oder TUI persönlich wohl fühlen kann. Naja, das wird Euer Geheimnis bleiben. War sch……, ist sch…… und wird vermutlich immer sch…….. bleiben. Wer jetzt denkt, naja dann warte ich halt 3 Jahre, dann hat sich die Lufthansa wieder erholt, kann mal als warnendes Beispiel eine Commerzbank Aktie anschauen nach der gefühlenden 100sten Kapitalerhöhung. Vielleicht droht das auch bei der Lufthansa. Jetzt haben sie nach Staatshilfe gefragt. Da kann auf Jahre die Dividende weg sein, wenn man erst Kredite zurückzahlen muss. Vielleicht gibt es eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss der Altaktionäre und der Staat steigt ein. Das verwässert Euren Anteil. Und dann die Dividende.

    Also eine der dümmsten Ideen welche mir einfällt ist, als Kaufargument nur in eine Firma zu investieren deren Aktie stark gefallen ist und darauf zu hoffen, dass diese wieder steigt.

    Macht es nicht mehr Sinn, Geld in erstklassige Topunternehmen zu investieren?

    Wenn diese Topunternehmen zu einem Discount zu haben sind, dann sollte man investieren.

    Ist TUI oder Lufthansa so ein erstklassiges Topunternehmen?

    Sind das einzigartige Unternehmen mit einer Topstellung und Wettbewerbsvorteil in der Welt?
    Sind das Unternehmen welche kaum beeinflusst sind von Wirtschaftskrisen?
    Sind das Unternehmen welche kaum politischen Risiken unterworfen sind?
    Sind das Unternehmen welche kaum von Streiks oder ähnlichem betroffen sind?
    Sind das Unternehmen welche Ihre Topstellung in den letzten Jahren beweisen konnten? Oder sind das Unternehmen, welche alle paar Jahre wieder irgendwelche Probleme haben, Verluste schreiben und die Dividende kürzen oder sogar total ausfallen lassen?

    Naja, keine Ahnung wie Ihr meine Fragen beantwortet. Das einzige bei welchem wir der gleichen Meinung sein werden ist, dass diese Aktien sehr stark gefallen sind. Wenn das Euer einziges Kaufargument ist, dann bitte kauft und lebt in der Hoffnung.

    Und genauso dumm ist es in eine Aktie zu investieren, welche eine vermeintlich hohe Dividendenrendite suggeriert.

    Macht es also wirklich Sinn Geld in ein zweit- oder drittklassiges Unternehmen zu investieren? Macht es nicht mehr Sinn das Geld in ein Topunternehmen zu investieren? Ja ich weiß, diese Topunternehmen sind immer so teuer und selbst in einer Situation wie jetzt verlieren diese Unternehmen nicht so stark. Eine Visa, Microsoft, Apple, Nestle, Bechtle, Blackrock, LÓreal, Canadian National Railway, Coloplast, Compugroup, CSL, Eurofins, Mastercard, McDonalds (obwohl diese mit Schließung von Restaurants mit Sicherheit sehr leiden wird) Merck, SAP, Nike, Novo Nordisk, Novozymes, Paypal, Pepsi, Procter&Gamble, Reckitt Benckiser, Resmed, Swedish Match, Accenture, Unilever usw. gibt es leider immer noch nicht mit 5% Dividendenrendite. Da würde ich sonst sofort zuschlagen und eine Ausnahme machen und voll in das fallende Messer greifen.

    Was gibt es bei diesen Firmen dann?

    Ein Chart welcher im Langfristchart von links unten nach rechts oben unter Schwankungen geht. Und in der 10 Jahresansicht ist oben ein kleiner Haken nach rechts unten, bis jetzt noch kaum sichtbar.

    Man bekommt Topunternehmen, welche Ihre Leistungsfähigkeit in den vergangenen Jahrzehnten unter Beweis stellen konnten. Man kauft Aktien von Unternehmen, welche die letzten Jahre und auch in Krisen, keine Verluste gemacht haben. Man kauft Aktien von Unternehmen, welche auch in den letzten Jahren in den Krisen die Dividende konstant gehalten haben oder sogar erhöhen konnten.
    Man kauft keine Aktien mit 5% Dividendenrendite und der Hoffnung, dass man diese auch noch nächstes Jahr bekommt.

    Was bekomme ich bei Lufthansa oder TUI oder ähnlichen Aktien? Ein Cartbild welches seit Jahren zum Grausen ist.

    Hat schon einmal jemand über Gesamtrendite nachgedacht? Also ausbezahlte Dividende + Kurssteigerungen? Ich würde den meisten ein ETF in den S&P empfehlen. Schaut Euch da mal den Chart an. Ich habe einen Langfristchart seit 1951 und dieser geht unter Schwankungen von links unten nach rechts oben.

    Hier würde sich als ETF z.B. der iShares Core S&P 500 UCITS ETF USD WKN A0YEDG anbieten. Das ist ein Total Return ETF auf den S&P.

    Sollte der eine oder andere natürlich andere Beweggründe haben, als eine ordentliche Gesamtrendite zu erreichen, dann bitte ich um Entschuldigung. Ich lege also mein Geld an der Börse an um eine gute Rendite zu erzielen.

    Wenn Ihr Euer ganzes Geld nur in eine oder zwei Firmen investieren dürftet, würdet Ihr dann eine Lufthansa oder TUI kaufen? Aha ertappt, das würdet Ihr nicht. Warum sollte man dann überhaupt etwas Geld in solche Aktien investieren?

    Wenn ich nur 1 oder 2 Aktien kaufen dürfte, dann würde ich mir auf jeden Fall eine Nestle kaufen und vielleicht noch einen Pharmawert. Novo Nordisk, Novartis, Roche oder Amgen oder irgend etwas anderes. Sind zwar nicht die Renner und langweilig aber einigermaßen stabil. Man könnte auch anstatt einer Nestle über eine Unilever nachdenken.

    Übrigens ich glaube der Covid-19 löst überhaupt keine Lungenentzündung aus sondern irgendeine Gehirnkrankheit. An der Börse herscht Verkaufspanik in den Einzelhandelsläden herscht Kaufpanik. Seid Ihr heute einkaufen gewesen?

    Ich wollte gestern schon Mehl kaufen um frische Späzzle am Sonntag zu machen. Das gab es aber gestern weder bei Lidl noch Kaufland. Bei Lidl gab es nur ein 5kg Paket. Aber was soll ich mit 5kg? Heute gab es aber überhaupt kein Mehl mehr. Weder 1kg noch 5kg. O.k. dann gibt es halt morgen keine frische Späzzle sondern welche aus der Tüte. Fehlanzeige, es gab fast überhaupt keine Teigwaren mehr. Aber selbst wenn es welche gegeben hätte, Nudelwasser zu salzen wird schwierig. Auf dem Einkauszettel stand auch noch 1 Salz. Das gab es aber bei Kaufland leider nicht mehr. Als dann nochmal ab zu Lidl.

    Da habe ich ein Bad Reichenhaller Jodsalz gekauft zum 4fachen Preis. Ach wie gut, dass ich Südwestdeutsche Salzwerke habe. Dazu gehört nämlich auch die Bad Reichenhaller Saline. Und welcher Kurssturz? Das ging nahezu an der Aktie komplett vorbei.

    Und noch ein Tolettenpapier stand auf dem Einkaufzettel. Aber auch hier Fehlanzeige. Bei Kaufland kein einziges Toilettenpapier im Regal, keine Kuchentücher, keine Papiertaschentücher, weder die No Name Produkte noch Hakle.

    Und hier mein nicht so ernst gemeinter Aktientipp. Kimberly Clark ist der Hersteller von Hakle Tolettenpapier. Wenigstens diese Branche scheint gut zu laufen.

    Übrigens Milch gab es weder gestern Abend noch heute. Weder bei Lidl noch bei Kaufland. Mehr Läden wollte ich nicht abklappern. Gibt es halt am Montag morgen kein Müsli. Also ich glaube bei manchen setzt sowohl an der Börse als auch im Laden etwas im Gehirn aus.

    Aber denkt mal darüber nach, welche Branchen vielleicht profitieren. Nestle?

    1. @Star

      Eine Frage zu einer deiner Fragen:

      An welchen Faktoren machst du den Beweis fest, das ein Unternehmen in der Vergangenheit erfolgreich war?

  5. Ich auch nicht ;) Nur wenn man die vor dem Crash gekauft hat und sich den Langfristchart anschaut, so gibt es eben bei dieser immer “Auf und abs” wobei “historisch” gesehen dieser Kurs gerade nicht schlecht ausschaut. Auch eine RWE oder eine EON hat es schon zerpflückt als Versorger, oder wo das Thema erneuerbare und raus aus Atomstrom rumging, wer da zur falschen zeit investiert hat..wars das..

    Oder reden wir von Telekomunikation ;) Auch realtiv krisensicher :) Aber wer zur falschen Zeit in Telekom investiert war..^^ tjaaa

    Ich sehe Tui z.B. als eine der Topfirmen in der Branche. Und durch den Wegfall durch den völlig überschuldeten 2t platzierten Thomas Cook, sogar noch weiter entfernt. Klar werden die jetzt richtig bluten, aber ich denke eben langfristig- werden die Menschen wieder Urlaub machen? Reisen buchen? Wer setzt sich durch? Irgend eine kleine Klitschenfirma oder eine der Topfirmen in dem Segment..

    Ps. Ich sagte ja auch Diversifikation ist alles. Klar kann man in ETFs , oder Fonds gehen um das Risiko zumindest zu minimieren.
    Beim nächsten Crash haben wir eventuell keinen Virus.. SOndern sonstwas, wo genau andere Unternehmen betroffen sind. Eine Kraft Heinz hätte auch keiner für möglich gehalten, dass sie die Dividende kürzen oder sich Vierteln – übrigens wie Nestle oder Unilever ein Versorger ;) Man kann immer alles auch in einer anderen Perspektive sehen.

    Ich für meinen Teil schlafe ruhig, habe gut diversifiziert und ja ich habe Tui im Depot, aber eben nur zu einem kleinen Prozentsatz.
    Soll ich , weil Shell jetzt gefallen ist , sie nicht nachkaufen? Oder Mowi oder oder. Ich schaue gewiss nicht nur auf die Dividendenrendite, aber ja sie gehört für mich dazu.

    Auch vermeintlich Super Firmen die nur eine Divirendite von aktuell 1% haben können die Dividende aussetzen oder neu ansetzen oder ins strudeln kommen. Und für “meine” Dividendenstrategie brauch ich ein Unternehmen nicht , dass nur 1% zahlt. Eh das auf 5% angewachsen ist vergehen Jahre und einige Crashs, besonders wenn es sich schon um sogenannte “große Firmen” handelt, wo es exponentiell nicht mehr ganz so schnell hochgeht.
    Aber da hat jeder seine eigene Strategie.

    Das Depot von Ben halte ich für gut aufgestellt mit einer guten Diversifikation. Die ein oder andere Firma habe ich auch, manche eben nicht. Wobei ich für meinen Teil diese Steuerrückerstattungen eher vermeiden will oder zumindest minimal beschränken. Daher habe ich auch nur ein Land im Depot mit drinne wo ich das machen muss (Norwegen).

  6. Hallo zusammen,

    die Hauptversammlungen der Deutschen Firmen werden reihenweise verschoben, dementsprechend gibt es auch erstmal kein Dividende. Ob die HVs dann im Juli/August wirklich nachgeholt werden ist unsicher. Ob auf diesen HVs dann eine Dividende für das Jahr 2019 beschlossen wird ist ebenfalls unsicher. Soviel zu den Deutschen Unternehmen.

    Nochmal die Dividende auch von seriösen deutschen Unternehmen wie Allianz oder Muenchner Rueck sind alles andere als sicher.

    In USA sieht die Lage (noch) anders aus. Ein P&G, Johnson Jonhnson oder auch 3M sind ungleich besser aufgestellt. Die Zahlung der Dividende muss nicht auf der HV freigegeben werden und die Firmen sind finanziell deutlich besser aufgestellt als viel Deutsche.

    VG Tom

    1. So ein Schwachsinn…
      Ja Hauptversammlungen können verschoben werden, aber nur bis zu einem bestimmten Zeitraum. Einfach mal mit den entsprechenden Gesetzen dazu beschäftigen…

      Was wird passieren? Entweder die Versammlungen werden um 2 Monate verschoben und dann spricht keiner mehr über das Virus weil es interessantere Nachrichten gibt oder die Unternehmen sich ein Bsp und führen die Versammlung online ab.
      Man muss sich vor Augen führen, dass der Großteil der Aktien von den meisten Unternehmen in wenigen Händen liegen. (Fonds, Family Office oder Gründer geführt)
      Die wollen alle ihre Dividende sehen, also werden wir hier in den nächsten Wochen schnelle Lösungen sehen.

      Teure HVś im digitalen Zeitalter sind eh eine Geldverschwendung, vllt bringt dass Virus da ja eine grundsätzliche Erkenntnis und man spart da zukünftig gutes Geld.

    2. Deswegen ist man gut diversifiziert und gerade amerikanisch Firmen mit der Quartals oder Monatszahlweise gehören in jedes Dividendendepot. P&G hab ich verkauft und bisher weil persönlich zu teuer nicht nachgekauft. Johnson&Johnson sowie 3M halte ich auch. Ich sehe es aber nüchtern. Man kann ruhig das ein oder andere gute/solide deutsche Unternehmen haben. Klar wenn eine Jahrhundertflut/Jahrtausendflut, Erdbeben usw kommen sind dann eben die Versicherer dran. Ist es ausgeschlossen? Nein. Aber ich halte diese trotzdem für relativ solide und stark.

  7. Hallo zusammen,

    ich sehe das ähnlich wie „Star“.
    Die von ihm gestellten 5 Fragen sollte sich jeder hinsichtlich seiner persönlichen Strategie mal selbst beantworten.
    M.E. sind LH und Tui nur kurzfristig zum Traden geeignet, diese Aktien sind seit Jahrzehnten sehr volatil, reagieren schon auf kleinste Schwankungen im Weltgeschehen oder werden wie bei der LH mit schöner Regelmäßigkeit durch interne / externe Streiks ( Lotsen, Piloten, Luftkellner, Bodenpersonal ) ausgebremst. Außerdem gibt es zu viele Airlines europaweit. Nur die Slots weltweit bieten da einen gewissen, wenngleich kleineren Burggraben. Die Chance, nach 10 Jahren Haltedauer wieder auf seinen Einstiegskurs blicken zu müssen, ist hoch.

    Anders bei den Topplayern mit eher niedriger Dividendenausschüttung, aber einer gleichmäßigen Chartlinie nach oben. Lieber eine geringere Dividende, wobei das dadurch eingesparte Kapital sinnvoll investiert werden sollte und der Kurs in den Jahren dadurch steigt ( Beispiel Amazon, Alphabet, Alibaba, Rentokil, P&G etc. ) als dahin dümpelnde Aktien mit hohem Pay out ( Beispiel Iron Mountain ( Reit ), fast alle Ölwerte….)
    Die Kurssteigerungen holen die zu niedrige Dividendenrendite überproportional beim späteren Verkauf wieder rein, langfristig gesehen keine Frage.
    Ich achte auch auf eine beständige Dividende, habe aber gleichzeitig auch die Wachstumswerte und Turnarounds und die so genannten Mega Caps im Depot.
    Die Mischung macht‘s, aber nur auf vermeintlich hohe Dividenden zu achten, das muß jeder für sich im Hinblick auf den Total Return selbst entscheiden.

    In deutsche Aktien bin ich sehr wenig investiert, die Aktienkultur sowohl der Anleger als auch der Unternehmen ( Shareholder Value ) ist in Deutschland schon eher mau bzw. nicht sonderlich entwickelt. Und wenn unser oberster Finanzhüter Olaf Scholz lieber ein Sparbuch präferiert als Aktien – oder sonstige Anlageformen, spricht das ja schon für die enorme Kompetenz und finanziell – wirtschaftliche Weitsicht von diesem Verwaltungsbeamten. Schade, dass wir solche Hochkaräter in der Regierung haben.
    Da investiere ich doch lieber in die USA oder China, die sind im Gegensatz zum schläfrigen Deutschland ( wirtschaftlich sind wir auf einem absteigenden Ast, siehe Energie, Auto, Tech u.a.m.), die sind wirtschaftlich gesehen ordentlich auf Zack.

  8. Man muss hier klar zwischen deutschen und ausländischen Unternehmen unterscheiden. Die wenigsten deutschen Unternehmen machen Dividendenpolitik im Sinne des Aktionärs. Hier in Deutschland erhält der Vorstand der Lh von der Politik und Öffentlichkeit für diese Aktion Applaus.
    In den USA oder UK wäre so etwas undenkbar. Dort gilt in erster Linie der Shareholder Value. Vorstände, die in den USA die Dividende kürzen, können Ihre berufliche Karriere als beendet ansehen.
    Daher lasse ich mit Ausnahme von SAP die Finger von deutschen Aktien, das mir hier das politische und mediale Risiko einfach zu hoch ist.

  9. Hallo Hurtz, da hast Du natürlich nicht Unrecht. Die britischen oder vor allem amerikanischen Unternehmen, haben hier einen anderen Shareholder Value Gedanken als deutsche Unternehmen. Das hat aber nicht nur Vorteile. Was gut für die Aktionäre ist, ist nicht unbedingt gut für die Mitarbeiter. Also ich möchte nicht unbedingt bei einem amerikanischem Unternehmen arbeiten. Solange alles läuft und Umsatz und Gewinn stimmen, ist alles kein Problem und alles ist gut. Wenn nicht, wird halt der Standort geschlossen.
    Also ich wäre tatsächlich bereit hier auf manche Dividendenerhöhung zu verzichten. Ich bin zwar nicht das Sozialamt, aber Geld nur auf Kosten der Mitarbeiter finde ich auch nicht richtig.

    Und im Übrigen müssen mitunter auch amerikanische Unternehmen die Dividende kürzen oder streichen. Wenn nichts mehr da ist zum verteilen, können auch amerikansiche Unternehmen nichts mehr verteilen. Ansonsten wären ja alle amerikanischen Unternehmen Dividendenaristokraten. Ohne Zweifel ist es richtig, bevor die Dividende gekürzt wird, werden erst mal die Mitarbeiter gefeuert. Auf die Lufthansa übertragen heißt das, Kurzarbeit? Nein, alle gleich feuern welche jetzt nicht benötigt werden und Dividende weiterbezahlen. Gott Sei Dank ist die Lufthansa ein deutsches UNternehmen. Nur investieren werde ich trotzdem nicht in LH.
    Im übrigen hatte GM trotz einer Verschuldung zum Schluß von über 150% vom Umsatz immer noch Dividende bezahlt. Aber letztendlich haben die Aktionäre trotzdem alles verloren. Wie gesagt, wenn nichts mehr da ist zum verteilen, ist nichts da. Auch nicht für amerikanische Unternehmen.

    Auch ich habe rund 35% nur amerikanische Unternehmen. Da hat man aber dafür das Dollarrisiko im Rücken. Ja es in der Tat schwierig, deutsche Unternehmen mit guter Dividendenhistorie zu finden. Aber es gibt ein paar mehr als nur SAP. Es gibt z.B auch noch eine Merck. Aber da sind die Ausschüttungsquoten nicht so hoch. Und da sind wir wieder beid er Grundsatzdiskussion. Hohe Ausschüttungsquote und hohe Dividende, dafür aber unsicher, oder niedrigere Ausschüttungsquote, mindestens stabile Zahlungen oder Erhöhungen. Nicht spektakulär aber kontinuierlich. Eine Merck inkl. Dividende im Vergleich über 1 Jahr, 2 Jahre, 5 Jahre, 10 Jahre 15 Jahre, 20 Jahre oder 24 Jahre schlägt den Vergleichsindex DAX locker. Geringe Dividende , nicht spektakulär aber kontinuierlich. Andere mögen lieber in eine Lufthansa investieren, da diese eine hohe Dividende suggeriert. Beim 1 Jahres und 2 jahresvergleich, hinkt eine LH inkl. Dividende sogar dem DAX deutlich hinterher. Eine Merck zieht weit davon in der Gesamtperformance. Im Fünfjahresvergleich ist die LH auf dem Niveau vom DAX. Im 10 Jahresvergleich hinkt die LH allem hinterher. Und auch auf Sicht von 20 und 30 jahren hinkt die LH dem DAX deutlich hinterher.

    Aber wie ich erfahren musste, ist für manche Anleger die Gesamtperformance nicht entscheidend. Nur die absolute versprochene Dividende und die sich daraus ergebende Dividenderendite steht im Vordergrund.

    Aber es gibt noch ein paar mehr unspektakuläre deutsche Aktien.

    Und Michael hat Recht. Was nützt ein dahinsiechender Aktienkurs, aber eine vermeintlich hohe Ausschüttung. Die Topunternehmen sind halt auch teurer.

    Das ist halt wie im richtigen Leben. Wer nur das billigste Auto fahren möchte und meint er hat das Beste, wer sein Werkzeug bei Obi kauft und da nur die billigsten No-Name Werkzeuge kauft, wer nur eine Currywurst isst und der Meinung ist, das war ein Gourmetessen, wer nur Dinge kauft, wenn ein Preisschild einen Rabatt von 50% suggeriert, der kauft auch die günstigsten Aktien wenn ein hoher Prozentsatz an Dividende in der Forecast für 2021 steh und glaubt er hat das ultimative Schnäppchen. Aber auch das ist wirklich wie im richtigen Leben. Nicht jede Aktie mit einer hohen Dividende ist auch wirklich ein Schnäppchen. Unter Umständen hat man einen Rohrkrepierer oder eine Bleiente im Depot. Und eine Bleiente macht nicht mal in der Badewanne Spass wenn diese nur untergeht……………………..

  10. Hi Ben,

    117 UDS könnte heute kommen, dann geh mal all-in…. oder vielleicht doch lieber Gold?

    Bei Gold braut sich was zusammen. Die physischen Kosten liegen weit über den Preisen für ETC Gold und die physischen Händler machen nach und nach zu… das könnte spannend werden.

    VG Tom

  11. Hi Ben,

    wenn sogar du dich zurückhalten willst, dann haben wir gute Chancen das es heute der finale Ausverkauf ist. ;-)

    Es werden wieder bessere Zeiten auf uns Börsianer zukommen, davon bin ich überzeugt. Aber es kann nochmal 20% tiefer gehen… keiner kann das sagen.

    Wie stehst du eigentlich zu Gold? Man kann kaum noch Münzen und Barren kaufen und die phy. Preise scheinen sich von den ETC Preisen abzukoppeln. Hast du dazu eine Meinung?

    VG Tom

    1. Hallo Tom J.

      ich habe physisches Gold, kaufe aber nicht nach. Notfalls würde ich das auch demnächst verkaufen, um Liquidität zu generieren. Aber so weit ist es noch lange nicht. Ich habe aktuell keine Ängste vor einem Systemkollaps. Dafür habe ich das Gold einst angeschafft.

      Viele Grüße Ben

    1. Hallo HDR,

      nein, ich habe den Zeitpunkt verpasst. Habe den Kurs erst nach Börsenschluss gesehen. Aber vielleicht kommt es ja noch mal zu einem Kursrückgang. Ich habe keine Eile!

      Viele Grüße Ben

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