Bisher hat es nur eine japanische Aktie in mein Dividendendepot geschafft. Und mit ihr bin ich auch weitgehend zufrieden. Die Geschäftszahlen stimmen wieder und auch die Dividende soll demnächst wieder angehoben werden.
Alle Infos dazu erfährst Du in diesem Beitrag. Und ich beantworte die Frage, warum ich bisher keine weitere japanische Aktie hinzugekauft habe. Und warum ich nun ernsthaft über den Kauf eines Japan-ETF nachdenke.
Außerdem gibt es natürlich die detaillierte Dividendenabrechnung der Aktie.
Sekisui House stellt mich von der Performance seit meinem Kauf bisher zufrieden. In diesem Jahr ist die Aktie sogar zweistellig im Plus – nach einem schwachen Vorjahr. Hier habe ich den japanischen Hausbauer ausführlich vorgestellt.
Dividende
Sekisui House zahlt zweimal im Jahr eine Dividende (April und September). Das exDividende-Datum liegt dabei – wie häufig in Japan – ganze 2 Monate zurück.
Vor einem Jahr gab es im September eine Dividende von 45 Yen. Darin war allerdings ein Jubiläumsbonus von 5 Yen enthalten. Nun gibt es eine Dividende von 43 Yen je Aktie. Ohne Berücksichtigung des Bonus ist das also eine Dividendenerhöhung um 7,5%, faktisch aber eine Reduzierung um 4,4%. Für die 100 Aktien in meinem Depot ergibt das jedenfalls eine Brutto-Dividende von 4.300 Yen. Sie wurde vom S Broker zum Kurs von 130,05 in Euro umgerechnet. Nach Abzug der Steuern ergibt sich eine Netto-Dividende von 24,51 €. Sie wurde mit Wertstellung 30.09.2021 überwiesen.

Perspektiven
Im Ergebnis habe ich mit dieser Dividendenzahlung nun in diesem Jahr weniger Dividende als in 2020 erhalten. Letztes Jahr waren es 86 Yen, nun lediglich 82 Yen. Das ist schade, aber der Jubiläumsbonus von 5 Yen war halt wirklich nur ein einmaliger Bonus.
Aber es gibt Licht am Horizont: Das Management hat den Plan für die im nächsten April zu zahlende Dividende soeben angepasst: Statt 43 Yen sollen dann 45 Yen gezahlt werden. Und damit ist Sekisui House für 2022 auf dem besten Weg, die Dividende aus 2020 zu übertreffen. Langfristig stimmt die Richtung also.
Und auch die Geschäftszahlen stimmen positiv. Mit der geplanten Dividendenanhebung wurden auch die Ergebnisse für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres (per Ende Juli) bekannt gegeben.
Dabei konnten die Verkäufe um 4,8% gesteigert werden, angetrieben durch ein starkes Entwicklungsgeschäft (+18%) und Steigerungen außerhalb Japans (+6,4%).
Der operative Gewinn legte dabei um 18,4% zu. Und auch das Orderbuch ist gut gefüllt (+8,7%).
Und so konnte zum Halbjahresstichtag auch die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr angehoben werden: Der Gewinn je Aktie soll nun statt 200,62 Yen einen Wert von 218,65 Yen (+9,6%) erreichen. Damit würde nicht nur das vorherige Geschäftsjahr (181,18 Yen), sondern auch das Vor-Corona-Geschäftsjahr (205,79 Yen) deutlich übertroffen werden.
Insgesamt ist das ein sehr gutes Ergebnis, vor allem wenn man bedenkt, dass sich Japan noch weitgehend im Pandemie-Modus befindet. Das Management berichtet selbst davon, dass sich die Ansprüche an das Wohnen in der Pandemie verändert haben und die Hausverkäufe von Sekisui House davon profitieren konnten.
Sekisui House trifft mit seinen emissionsarmen (bis hin zu emissionsfreien) und smarten Häusern offenbar den Zeitgeist und versucht das Konzept weltweit auszurollen. Dabei sind offenbar Fortschritte in den USA und Australien zu verzeichnen, während sich das Unternehmen in China schwer tut.
Mit meinen 100 Aktien hat Sekisui House nur einen kleinen Anteil an meinem Dividendendepot. Da der Hausbau aber konjunktursensitiv und zyklisch ist, bin ich insoweit vorsichtig. Mit Taylor Wimpey habe ich ja noch einen britischen Hausbauer im Depot und auch die französische VINCI ist groß im Baugeschäft (wenn auch mehr in Infrastrukturprojekten) tätig.
Ich werde Sekisui House deshalb aktuell nicht weiter ausbauen. Die Aktie ist für mich eine interessante Beimischung und es macht mir Spaß, die Entwicklung des Immobilienmarktes in Japan zu beobachten.
Weiterhin ausbauen möchte ich allerdings mein Engagement in Japan. Hier schaue ich mir immer wieder Aktien an, kann mich aber noch nicht für einen neuen Titel begeistern. Vielfach handelt es sich um Konglomerate, die ich aufgrund der fehlenden Fokussierung ungerne im Depot habe. Oder die Dividendenkontinuität ist zweifelhaft. Und von meinen Anlageprinzipien möchte ich auch in Japan nicht abweichen. Inzwischen bin ich tatsächlich so weit, dass ich ernsthaft überlege, ob nicht ein Japan-ETF für mich die bessere Wahl wäre.
Sollte ich mich dazu entscheiden, werde ich die Aktie von Sekisui House trotzdem behalten. Denn die Richtung stimmt und ich kann mir gut vorstellen, dass wir in absehbarer Zeit auch die Höchststände von Anfang 2020 bei etwas über 20 € wieder erreichen. Das ist auf jeden Fall eine realistische Zielmarke für 2022.
Auf einen Blick:
| Unternehmen: | Sekisui House Ltd. |
| ISIN: | JP3420600003 |
| Im Divantis-Depot seit: | 24.01.2019 |
| Letzter Nachkauf am: | — |
| Stückzahl im Divantis-Depot: | 100 |
| Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren: | 13,63 € |
| Gesamtkaufpreis: | 1.363,35 € |
| Bisher erhaltene Netto-Dividenden: | 348,72 € |
| Aktuelle Strategie: | Halten und Dividende kassieren |

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