Gute 2 Jahre ist dieser Spin-off aus dem Pharmasektor nun an der Börse. Abgespalten von vom Schweizer Novartis-Konzern hatten damals die Aktionäre die Aktien zusätzlich in ihr Depot gebucht bekommen.
Ich fand das Geschäft mit Generika schon damals interessant und entschied mich, die Aktien im Depot zu behalten. Und ich war so überzeugt, dass ich sogar meine Novartis-Position noch erhöhte, um mehr vom Spin-off abzubekommen.
Nun ist es Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Und die kann sich sehen lassen: der Aktienkurs hat sich innerhalb dieser 2 Jahre nahezu verdoppelt.
Und so ist aus dem dreistelligen Investment mittlerweile ein vierstelliger Depotwert geworden.
Wie ich die weiteren Perspektiven einschätze, erfährst Du in diesem Beitrag.
Wie der Spin-off genau ablief und welches Geschäftsmodell Sandoz verfolgt, habe ich in diesem Beitrag ausführlich erörtert. Ich entschied mich damals für die Aufstockung meiner Novartis-Aktien von 80 auf 100, um dann steuerfrei 20 Sandoz-Aktien zu erhalten.
Sandoz ist einer der größten Generikahersteller der Welt, bekannte Vorgänger bzw. Aufkäufe in der Unternehmensgeschichte sind Ciba-Geigy und Hexal.

Den ersten Aktienkurs von Sandoz gab es am 03.10.2023 mit 29,50 CHF. Schon am nächsten Tag sank der Kurs allerdings auf 24,35 CHF. Verkaufen hätte ich da aber noch nicht können, da die Einbuchung des Spin-offs mit einigen Tagen Verzögerung erfolgte. Den tiefsten Kurs gab es dann am 31.10.2023 mit 23,65 CHF. Seitdem ging es jedoch im Ergebnis kontinuierlich aufwärts:

Ihren bisherigen Höchstkurs erreichte die Aktie am 07.08.2025 mit 50,52 CHF.
Dividende
Sandoz hat bereits im April seine Dividende bezahlt. Erfreulicherweise gab es 2024 eine erste Dividendenzahlung von 0,45 CHF je Aktie. 2025 wurde die Dividende dann auf 0,60 CHF erhöht. Das ist eine Erhöhung um 33,3%.

Die aktuelle Dividendenrendite beträgt damit bei einem Aktienkurs von 47,29 CHF (Schlusskurs vom 08.08.2025) 1,3%. Eine persönliche Einstandsrendite kann ich nicht wirklich berechnen. Denn eigentlich habe ich ja nichts für die Aktien bezahlt. Steuerlich wurde mir jedoch durch den Spin-off ein 1.289,90 € eingebucht. Um den gleichen Betrag wurde damals mein Einstand bei Novartis reduziert. Nehme ich das jedoch als Basis, dann erhalte ich eine Bruttodividende von 12,72 € und damit einen Yield on Cost von 0,99%.
Perspektive
Die Entwicklung des Aktienkurses ist bisher tatsächlich eine Erfolgsgeschichte. Als ich beim Spin-off die steuerliche Buchung des Einstandskurses sah, war ich auf der einen Seite sehr zufrieden. Der Betrag für Sandoz war vergleichsweise hoch. Da ich Novartis als absolutes Dauerinvestment betrachte, freute ich mich darüber. Denn wenn ich eine Position verkaufen würde, dann eher Sandoz. Und dann könnte ich steuerliche Verluste generieren, die ich mit anderen Aktiengewinnen verrechnen könnte.
Auf der anderen Seite störte mich, dass ich – bei einem anfänglichen Minus von über 60% – wahrscheinlich jahrelang oder für immer auf einen roten Depotwert würde schauen müssen.
Doch inzwischen hat sich das Minus (das ja nur ein steuerliches ist!) so stark abgebaut, dass ich mit den erhaltenen Dividenden nur noch bei -19,5% liege.
Die Entwicklung des Aktienkurses wird aber auch durch die Geschäftsentwicklung von Sandoz gestützt. Im ersten Halbjahr 2025 legte der Umsatz in US$ um 6% zu. Wachstumstreiber waren dabei aber nicht die Generika (nur +1%), sondern die Biosimilars. Sie legten um 11% zu und stehen nun für 28,6% des Umsatzes. Im 2. Quartal erreichten sie sogar die 30%-Marke. Im 1. Halbjahr 2024 lag der Umsatzanteil noch bei 27%.
Biosimilars sind Nachahmerpräparate von komplexen, biologischen Arzneimitteln, die mithilfe lebender Zellen hergestellt werden und dem Original sehr ähnlich, aber nie komplett identisch sind. Sie werden oft verwendet, um schwere chronische Krankheiten kostengünstiger zu behandeln.
Sandoz bietet derzeit acht Biosimilars für verschiedene Erkrankungen an, darunter Rheuma, Krebs und chronisch-entzündliche Krankheiten.
Dieser Bereich ist auch der, der die Phantasie bei Sandoz bringt. Generika sind zwar bisher der größte Umsatzbringer, aber ihre Margen sind niedrig und der Wettbewerb groß.
Für Biosimilars wird ein weltweiter Markt von 300 Milliarden US$ in den nächsten 10 Jahren prognostiziert. Um die Kapazitäten auszubauen, befindet sich Sandoz aktuell in Verhandlung mit Evotec, um die Entwicklungs- und Produktionskapazitäten von Just-Evotec Biologics in Toulouse, Frankreich, zu erwerben.
Zum Halbjahr hat sich die EBITDA-Marge von Sandoz um deutliche 2,5-Prozentpunkte auf 30,0% verbessert. Die Prognose für 2025 strebt einen Wert von 21% an. Da die Prognose bestätigt wurde, gehe ich davon aus, dass sich der Umsatzanteil der Biosimilars weiter vergrößern wird. Eine erfreuliche Entwicklung!
Auch wenn sich das alles gut anhört, bleibt Sandoz bei mir erst mal auf dieser Depotgröße. Im Pharmabereich setze ich weiter auf Johnson & Johnson, Kenvue, Novartis und Novo-Nordisk. Sandoz ist für mich eine kleine Beimischung, die ich ohne eigenen Kapitaleinsatz erhalten habe und die sich erfreulich entwickelt. Ich lasse die Position einfach in meinem Depot liegen und freue mich über die jährlichen Dividendenzahlungen. Aber die Dividendenrendite ist bisher zu niedrig, um mehr Geld zu investieren. Und auf der anderen Seite ist ein Wachstum zwar vorhanden, aber auch zu niedrig, um Sandoz jetzt als klassischen Wachstumswert zu sehen. Und vermutlich war genau diese schwierige Einordnung auch ein Grund, warum Novartis sich zum Spin-off entschieden hatte.
Mit nun 1.000 € Depotwert und einem Depotgewicht von 0,2% lasse ich die Aktie einfach liegen. „Gefühlt“ kann ich nichts verlieren und das Geld brauche ich jetzt auch nicht dringend, um damit andere Aktien zu kaufen.
Mich interessiert Deine Meinung! Hast Du Sandoz auch durch den Spin-off eingebucht bekommen und dann einfach liegen gelassen? Oder aber direkt verkauft oder aufgestockt? Wie ist Deine Herangehensweise gewesen und welche Strategie fährst Du mit Sandoz? Lass uns darüber diskutieren! Und auch wenn Du bisher kein Sandoz-Aktionär bist: Hast Du das Unternehmen im Pharma-Bereich auf dem Schirm? Schreib gerne einen Kommentar!
Auf einen Blick:
| Unternehmen: | Sandoz Group AG |
| ISIN: | CH1243598427 |
| Im Divantis-Depot seit: | 09.10.2023 |
| Letzter Nachkauf am: | — |
| Stückzahl im Divantis-Depot: | 20 |
| Durchschnittseinstand (steuerlich): | 64,50 € |
| Steuerlicher Einstand: | 1.289,90 € |
| Bisher erhaltene Netto-Dividenden: | 14,24 € |
| Aktuelle Strategie: | Halten und Dividende kassieren |
| für diesen Beitrag verwendete Quellen: |
| H1 2025 Media Release |


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