Was Dich hier erwartet:
Zu wissen, dass eine Aktie Dividende ausschüttet und sie dann wirklich auf dem Konto zu haben, sind zwei Paar Schuhe.
Im letzten Jahr legte ich mir mit Taylor Wimpey in zwei Käufen einen europäischen Hochdividendenwert ins Depot. Mit Dividendenrenditen beim Kauf von 10,1 % und 11,4 % ist die Aktie mein ausschüttungsstärkster Depotwert.
Aber diese Rendite steht nur auf dem Papier bis wirklich eine Dividende ausgeschüttet wird. Und was soll ich sagen: Jetzt ist es passiert!
Alle Infos dazu und warum die Aktie weiterhin auf meiner Nachkaufliste steht, liest Du in diesem Beitrag.
1.000 Aktien von Taylor Wimpey befinden sich im Divantis-Depot. 3-mal jährlich gibt es Dividende in unterschiedlicher Höhe. Im Mai gibt es die erste Zahlung, sie liegt bei 3,8 Pence. Weitere Zahlungen folgen im Juli und November. Nach den drei Zahlungen ergibt sich dann eine zweistellige Dividendenrendite. Wie wichtig bzw. unwichtig mir eine hohe Dividendenrendite ist, habe ich hier beschrieben.
Ich erhielt also eine Brutto-Dividende von 38,00 britischen Pfund (GBP). Sie wurde von der Consorsbank zum Kurs von 0,8775 in Euro umgerechnet. Nach Abzug der deutschen Steuern (Dividenden aus Großbritannien sind quellensteuerfrei!) verbleibt eine Netto-Dividende von 31,88 €. Sie wird rückwirkend mit Wertstellung 17.05.2019 überwiesen.

In meinem Beitrag über den ersten Kauf habe ich Taylor Wimpey übrigens vorgestellt.
Der Markt für Hypotheken in UK
Der Brexit oder eine konjunkturelle Abkühlung macht sich auch in den Hypotheken für Hauskäufe bemerkbar. Im Februar 2019 gab es mit 35.299 neuen Hypothekeneintragungen die niedrigste Zahl seit April 2013. Da Banken gleichzeitig mit neuen Produkten an den Markt gegangen sind, deutet dies auf substanzielle Probleme hin. Die Hauspreise dürften weiter unter Druck geraten und damit – bei steigenden Kosten – die Margen für die Hausbauer sinken.
Investiert Warren Buffett?
Das britische Aktienmagazin Shares hat in seiner Mai-Ausgabe die Aussage von Warren Buffett aufgegriffen, dass ihm der Brexit völlig egal sei und er selbstverständlich in Großbritannien investieren würde. Die Redaktion hat dabei 3 britische Aktien unter die Lupe genommen, die nach ihrer Sicht Warren Buffett Kriterien für eine Akquisition erfüllen. Dabei unterstellt die Redaktion, dass Buffett über Berkshire Hathaway eine große Gesellschaft mit mindestens 100 Millionen US$ Vorsteuergewinn kaufen will. Bekanntlich legt Buffett großen Wert auf freien Cash-Flow und langfristig stabile Gewinne. Die Kriterien erfüllt zunächst Unilever – ein Kauf sei aber unwahrscheinlich, da Buffett mit KraftHeinz und 3G Capital daran ja schon gescheitert sei. Übrig blieben damit eigentlich nur noch 2 Unternehmen: The Berkeley Group Holdings und Taylor Wimpey. Beide sind Hausbauunternehmen und würden damit hervorragend in das Portfolio von Buffett passen. Denn in den USA habe er mit seinem Unternehmen Clayton Homes bereits einen Marktanteil von 49% bei Fertighäusern.
Was an der Spekulation dran ist, weiß ich natürlich nicht. Ich finde den Artikel auch nur deshalb erwähnenswert, da er unterstreicht, dass mein Investment nicht so riskant ist wie es auf den ersten Blick scheint. Taylor Wimpey hat eine überzeugende Historie und wird auch langfristig abliefern.
The Berkeley Group Holdings setzt übrigens anders als Taylor Wimpey statt auf hohe Ausschüttungen auf Aktienrückkäufe. Das ist steuerlich besser für die Anleger, entspricht aber nicht meinem Cash-Flow-Ziel bei einer Aktienanlage. Ich bevorzuge Aktien, bei denen neben einer attraktiven Dividende auch Aktien zurückgekauft werden oder die – wie Taylor Wimpey – eine hohe Dividende auszahlen.
Meine Strategie
Ich bin mit beiden Käufen der Taylor Wimpey-Aktie deutlich im Plus. Inzwischen notiert die Aktie – nachdem sie einige Woche solide über der 2,00 €-Marke lag – wieder etwas unter der Marke. Durchschnittlich habe ich inkl. Gebühren aber nur 1,67 € pro Aktie bezahlt.
Meinen persönlichen Durchschnittskaufpreis werde ich voraussichtlich demnächst erhöhen. Ich plane nämlich den Kauf von weiteren 1.500 Aktien. Mit dann 2.500 Aktien werde ich dann die Positionsgröße erreicht haben, die gut in mein Gesamtdepot passt.
Warum ich nachkaufe? Ich glaube einfach, dass Taylor Wimpey einen Boden gefunden hat. Durch die Dividendenzahlungen ist der Aktienkurs einigermaßen gut nach unten abgesichert. Alle schlechten Nachrichten (Brexit, Immobilienblase, Konjunkturcrash) sollten bereits eingepreist sein.
Auf einen Blick:
| Unternehmen: | Taylor Wimpey |
| ISIN: | GB0008782301 |
| Im Divantis-Depot seit: | 19.10.2018 |
| Letzter Nachkauf am: | 13.12.2019 |
| Stückzahl im Divantis-Depot: | 3.000 |
| Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren: | 1,88 € |
| Gesamtkaufpreis: | 5.650,90 € |
| Bisher erhaltene Netto-Dividenden: | 1.018,35 € |
| Aktuelle Strategie: | Halten und Dividende kassieren |

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