Dezember 2017 in der Zusammenfassung

Ein paar Tage früher als sonst gibt es diesmal den Monatsrückblick. Der Grund ist das bevorstehende Jahresende: Ich werde auch noch einen Jahresrückblick veröffentlichen und der wird vermutlich spannender. Dazu warte ich noch die Jahresschlusskurse ab und werde mich dann an die Analyse und Performancemessung machen.

Ich hatte dieses Jahr das Gefühl, dass der Dezember nur ein halber Monat an der Börse war. Schon ziemlich früh gingen die Umsätze zurück und es gab auch kaum noch spannende Unternehmensmeldungen. Hoffentlich haben sich alle Marktteilnehmer gut über die Weihnachtstage erholt und kommen dann mit neuem Elan im Januar zurück!

Im Dezember habe ich  1 Kauf getätigt und dafür insgesamt 1.325,35 € investiert:

20 Aktien von IBM für 1.325,35 €

Verkäufe gab es keine.

Aus 8 Ausschüttungen erhielt ich insgesamt 229,44 € Dividenden:

Johnson & Johnson zahlte 71,56 €

3M überwies 37,05 €

Unilever bewilligte 13,36 €

Microsoft schüttete 26,37 € aus

Coca-Cola spendierte 23,29 €

McDonald’s erfreute mit 9,54 €

Kellogg war mit 16,99 € dabei

BlackRock schloss das Dividendenjahr mit 31,28 € ab.

Damit war der Dezember ein sehr schwacher Dividendenmonat – nach dem Januar und Oktober der drittschwächste Monat des Jahres. In der Vorschau für das nächste Jahr überholt der Januar den Dezember sogar.

Der beliebteste Beitrag im Dezember war mit klarem Abstand meine Anlagestrategie für das Jahr 2018. Zur ersten Umsetzung startete ich die Umfrage, welche Aktie ich im Januar kaufen soll. Die Umfrage läuft noch bis zum 2. Januar 2018 – wer noch nicht mitgemacht hat, hat also noch ein bißchen Zeit zur Abstimmung! Ich bin wirklich gespannt, welcher Titel das Rennen macht.

Die Investition soll dann auch wieder etwas höher als im Dezember ausfallen. Nachdem die Nettoneuanlage in den letzten 3 Monaten des Jahres 2017 „nur“ bei durchschnittlich 1.216 € lag, will ich im Januar mehr investieren. Traditionell sind die ersten Januartage gute Investitionszeitpunkte – jedenfalls unter kurzfristigen Aspekten. Und es macht ja mehr Spaß, wenn man das Gefühl hat, „günstig“ eingekauft zu haben.

Frage an Euch zum Schluss: Hat jemand von Euch Bitcoins oder andere Kryptowährungen? Ich habe keine und werde auch nicht auf den Zug aufspringen. Mir ist das viel zu volatil und zu wenig Substanz dahinter. Aber manche Value-Investoren sind früh eingestiegen und denen gilt irgendwie auch mein Respekt!

2 Gedanken zu „Dezember 2017 in der Zusammenfassung“

  1. Hallo Ben,

    meine Meinung zu Kryptowährungen sind die selben wie deine. Mag sein, dass der Preis für Bitcoin noch bis 100.000€ US-Dollar steigt. Mag aber auch sein, dass dieser kurzfristig stark fällt und auf einem niedrigen Niveau verharrt. Meines Erachtens werden die Kryptos nur deshalb so nachgefragt, weil sie nicht durch eine Zentralbank reguliert werden. Außerdem wird bei der Blockchain Technologie viel Potential erwartet.

    Kryptowährungen haben keinen substanziellen Gegenwert, daher für mich kein Investment-Case. Zum Traden (auf Tage, auf Monate) ist das sicher denkbar. So habe ich das zeitweise über die Socialtrading-Plattform eToro gemacht.

    Will man vom Kryptomarkt mit profitieren, wäre ein Investment in die Grafikkartenhersteller NVIDIA oder AMD denkbar. Hier hat man echte Unternehmen.

    Wahrscheinlich fallen die oben genannten Unternehmen aus dem Raster deiner Dividendenstrategie, oder?

    Viele Grüße und einen guten Rutsch !
    Patrick

  2. Hallo Ben,

    auf deinen Beitrag zum Jahresabschluss freue ich mich schon. Wie berechnest du üblicherweise die Rendite? Nutzt du dafür ein Tool wie Portfolio Performance oder hast du eine eigene Excel-Berechnung entwickelt? Ich zeichne mittlerweile auch auf, welchen Anteil an der Investition in ein spezifisches Unternehmen habe ich über dessen Dividendenzahlungen bereits zurückbekommen. Auch schaue ich mir die Kennzahl Verhältnis Eigenkapital zu Dividendenreinvestition (kumuliert) an. So wird mit der Zeit z.B. für eine Investition in Höhe von 1.000 € irgendwann nur noch 800 € Eigenkapital notwendig und 200 € stammen bereits aus diversen Dividendenzahlungen. :-) Und wie entwickelt sich das Verhältnis über die Jahre…

    Zum Thema Bitcoins und Kryptowährungen habe ich kürzlich ein sehr gutes Interview im Geldbildungs-Podcast mit Prof. Dr. Thomas Mayer gehört, welches ich sehr empfehlen kann. Entgegen der Meinung von Patrick sieht Prof. Mayer beim Bitcoin und anderen Kryptowährungen doch einen inneren Wert, nämlich in Höhe der Zeit- und Kostenersparnis, welche beim Transfer erzielt wird. Überweisungen innerhalb von Deutschland sind meist kostenfrei und innerhalb von 1-2 Bankarbeitstagen erledigt. Jedoch fallen bei Überweisungen in andere Länder, z.B. mit weniger gut ausgestatteten Bankennetz (z.B. in Afrika) teilweise erhebliche Kosten und auch Zeitverzögerungen an. Diese Kosten- und Zeitersparnis stellt in gewisserweise somit einen inneren Wert der jeweiligen Kryptowährung dar.
    Jedoch ist für einen Laien schwer vorherzusagen, ob und wenn ja welche Kryptowährung sich tatsächlich durchsetzen wird. Hier sprechen wir ganz klar von einer Spekulation und nicht von einer Investition.

    Abseits der verschiedenen Kryptowährungen finde ich jedoch die dahinterliegende Technologie – die Blockchain – viel interessanter. Diese kann wie ein digital-verteiltes Grundbuch verstanden werden. Dieses eröffnet neben dem Finanzsektor auch dem Verwaltungs- und Industriesektor ganz neue Möglichkeiten. Wenn sich beispielsweise SAP dazu entscheidet auf diesen Zug aufzuspringen, dann könnte der Lebensweg eines Produktes vom ersten Rohstoff bis zum Recycling exakt nachvollzogen werden. Dies vereinfacht dann z.B. die Berechnung des CO2-Footprint eines Produktes über den kompletten Lebenszyklus hinweg enorm.

    Und zumindest sind wir über IBM schon mal indirekt bei dieser Technologie involviert. Getreu dem Motto: „Im großen Goldrausch sind auch nicht unbedingt die Goldschürfer reich geworden, sondern die Verkäufer von Spitzhacke und Schaufel.“ ;-)

    In diesem Sinne wünsche ich Dir einen schönen Freitag.
    Viele Grüße,
    Danny.

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