Was Dich hier erwartet:
Am heutigen Freitag sieht man, wozu die Börse fähig ist. Die Tiefstkurse sind erst mal Geschichte und es geht mit Riesen-Schritten wieder nach Oben.
Am Beispiel der Unilever-Aktie, die gerade ihre Dividende bezahlt hat, sieht man, dass man stahlharte Nerven braucht, um Schnäppchen ins Depot zu legen.
Aber wie tragfähig ist die Erholung? Oder ist alles vielleicht nur dem dreifachen Verfallstag an der Terminbörse geschuldet?
Meine Meinung zum Tagesgeschehen und zu Unilever erfährst Du in diesem Beitrag.
Unilever
Den niederländisch-britischen Konsumgüterkonzern Unilever habe ich hier ausführlich vorgestellt.
Dividendenzahlung
Unilever zahlt wieder eine Quartalsdividende von 0,4104 € pro Aktie. Für die 100 Aktien in meinem Depot ergibt das eine Brutto-Dividende von 41,04 €. Entgegen anderslautender Meldungen wurde weiterhin niederländische Quellensteuer berechnet. Da diese voll auf die deutsche Kapitalertragsteuer angerechnet wird, ergibt sich für mich sogar ein kleiner Vorteil beim Solidaritätszuschlag. So verbleibt schlussendlich eine Netto-Dividende von 30,56 €. Sie wurde von der comdirect bank rückwirkend mit Wertstellung 18.03.2020 überwiesen.


Perspektiven
Im Rahmen des Corona-Crashs notierte Unilever in dieser Woche (16. März) bei 40 €. Einen Monat vorher (17. Februar) lag der Aktienkurs noch bei 55 €. Und heute am Freitag sind wir im Tagesverlauf schon wieder bei 47 €.
So schnell kann es also gehen! Wer mutig war, hat zu 40 € gekauft. Denn an sich ist Unilever in defensiven Geschäftsfeldern aufgestellt. Trotz Corona müssen die Menschen Essen kaufen und sich mit Putzmitteln, feuchtem Toilettenpapier und Deodorant versorgen.
Fun Fact am Rande: Wusstest Du, dass Unilever auch Zahnpasta herstellt? Ich nicht und besonders beliebt scheint sie auch nicht zu sein (oder Unilever war als Einziger lieferfähig!). Im Drogeriemarkt suchte ich in leeren Regalen nach Zahnpasta und fand dort nur noch die dm-Eigenmarke und „Signal“. Alle anderen Marken waren ausverkauft und offenbar von Hamsterkäufern zum Toilettenpapier auf Vorrat gelegt worden. So kaufte ich mir eine Tube Signal und freute mich, dass wenigstens das Unilever-Siegel an der Seite prangte.
Bei Unilever ist meine Strategie bisher aufgegangen – zwar ging es mit dem Markt runter, prozentual aber war das sogar unterdurchschnittlich. Und jetzt ist die Erholung da und die Aktie schon nicht mehr so billig.
Da es aber noch unheimlich viele Aktien gibt, die deutlich unter ihren „früheren“ Kursen notieren, kaufe ich Unilever derzeit nicht nach. Ich halte mein Cash lieber beisammen.
Aus meiner Sicht haben wir bisher erst die erste Welle der Corona-Börsen-Panik erlebt. Spannend wird es gegen Monatsende, wenn die ersten Unternehmen keine Löhne mehr auszahlen. Und die Arbeitnehmer dann ihre Mieten nicht mehr zahlen können. Und dann die Vermieter ihre Kredite nicht mehr bedienen können.
Ob das alles so schnell geht? Ich weiß es nicht, vielleicht realisiert sich das auch erst im April oder Mai. Dann kommen auch die grottenschlechten Quartalszahlen vieler Aktiengesellschaften dazu.
Es wird also noch viele Kaufgelegenheiten geben und mit meinen 100 Unilever-Aktien bin ich aktuell ausreichend investiert.
Ich bin trotzdem weiterhin optimistisch für die Aktienanlage und glaube, dass wir im Herbst eine Erholungsrallye sehen könnten. Aber bis dahin ist noch viel Zeit und es kann viel passieren.
Das Wichtigste zum Schluss: Bleib gesund!
Auf einen Blick:
| Unternehmen: | Unilever |
| ISIN: | GB00B10RZP78 |
| Im Divantis-Depot seit: | 01.11.2017 |
| Letzter Nachkauf am: | 07.02.2018 |
| Stückzahl im Divantis-Depot: | 100 |
| Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren: | 47,39 € |
| Gesamtkaufpreis: | 4.739,09 € |
| Insgesamt erhaltene Netto-Dividenden: | 444,69 € |
| verkauft am: | 20.07.2021 |
| Durchschnittsverkaufserlös abzgl. Gebühren und Steuern: | 49,62 € |
| Gesamtverkaufserlös: | 4.962,14 € |
| Gewinn/Verlust: | 667,74 € |
| Gewinn in Prozent: | 14,09% |


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