Mitte des Jahres hat ein australisches Unternehmen seinen Weg in mein Dividendendepot gefunden, das sich auf einem spannenden Transformationsprozess befindet.
In der Zukunft wird es grünen Wasserstoff produzieren und u.a. nach Deutschland exportieren. Aber das Unternehmen ist kein Hoffnungswert, sondern schreibt schon seit langem satte Gewinne als Rohstoffproduzent.
Und schüttet aus den Erträgen eine hohe Dividende aus. Wer die Aktie schon länger hat, erzielte im letzten und in diesem Jahr jeweils eine zweistellige Dividendenrendite.
Für mich ist es nun die erste Dividendenzahlung und sie erfüllt meine Erwartungen. Mit ihr katapultiert sich die Aktie zu meinen Top-Dividendenwerten im Depot.
Wie meine weitere Strategie aussieht und wann ich nachkaufen will, erfährst Du in diesem Beitrag.
Eine meiner letzten Neuerwerbe im Dividendendepot war die Fortescue Metals Group, ein australischer Eisenerzförderer mit Transformation zum grünen Wasserstoff. Hier habe ich die Aktie ausführlich vorgestellt.
Den längerfristigen Aktienchart habe ich in meiner Aktienvorstellung dargestellt und kommentiert. Kurzfristig hat sich die FMG innerhalb der letzten 6 Monate recht durchwachsen gezeigt. Zuletzt war aber auch der kräftige Dividendenabschlag zu berücksichtigen:

Dividendenzahlung
Erstmals seit Aufnahme in mein Depot zahlt die Fortescue Metals Group (FMG) nun eine Dividende. Prinzipiell zahlt sie zweimal im Jahr aus, im März gibt es eine Zwischendividende und im September/Oktober dann die Schlussdividende.
Die FMG zahlt in diesem Jahr eine Schlussdividende von 1,21 AUD je Aktie. Für die 70 Aktien in meinem Depot ergibt das eine Brutto-Dividende von 84,70 AUD. Sie wurde vom Smartbroker zum Kurs von 1,5581 in Euro umgerechnet. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 40,03 €. Sie wurde rückwirkend mit Wertstellung 29.09.2022 überwiesen.

Perspektiven
Im letzten Jahr lag die September-Dividende übrigens noch bei 2,11 AUD. Aber das hatte ich bereits bei der Vorstellung geschrieben, dass diese Ausschüttung sich angesichts des gesunkenen Eisenerzpreises mit Sicherheit nicht wiederholen würde.
Gemeinsam mit der Zwischendividende von 0,86 AUD hat die FMG damit in diesem Jahr 2,07 AUD an ihre Aktionäre ausgeschüttet. 2021 waren es 3,58 AUD.
Aber selbst die 2,07 AUD ergeben bei einem Kurs von 16 AUD (Anfang September nach dem Dividendenabschlag) eine Dividendenrendite von 12,9%.
Mein persönlicher Einstandskurs liegt bei 18,68 AUD. Und ich habe nur die September-Dividende von 1,21 AUD erhalten. So habe ich eine Dividendenrendite auf meinen Einstand (Yield on Cost) von 6,5% erzielt. Und das für eine Investitionsdauer von nur 3 Monaten.
Meine kurzfristigen Erwartungen sind damit aufgegangen und ich werde mein Investment in FMG weiter ausbauen.
Denn mein Investmentcase ist ja, in den nächsten Jahren den Großteil meines Investments durch Dividendenausschüttungen zurückzuerhalten, um dann quasi gratis in ein klimaneutrales Unternehmen investiert zu sein.
Denn FMG wandelt sich zum Produzenten von grünem Wasserstoff und wird bereits 2030 CO2-neutral produzieren und damit einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten.
Ende August hat FMG nun seine Zahlen zum Geschäftsjahr 2021/22 vorgelegt. Dabei wurde mit 189 Mio. Tonnen ein Rekord an Eisenerz gefördert. Das führte zum zweithöchsten Ergebnis in der Unternehmensgeschichte. Das EBITDA erreichte 10,6 Mrd. US$ und führte zu einem Nachsteuergewinn von 6,2 Mrd. US$.
Der Gewinn je Aktie lag bei 2,77 AUD. Das führt bei meinem persönlichen Einstandskurs von 18,68 AUD zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 6,7. Bezogen auf den aktuellen Aktienkurs liegt es noch ein Stück niedriger.
Zum Ende des Geschäftsjahres verfügte FMG über eine Cash-Position von 5,2 Mrd. US$ bei einer Netto-Verschuldung von gerade einmal 0,9 Mrd. US$.
Prognosen für das neue Geschäftsjahr sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, da niemand die Preisentwicklung für Eisenerz verlässlich vorhersagen kann. Und davon wiederum hängt das Ergebnis von FMG wesentlich ab. Das ist auch der Grund, warum der Umsatz im letzten Geschäftsjahr trotz einer Rekordproduktion um 22% gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Gleichzeitig sind die Kosten für den Abbau um 14% auf 15,91 US$ je Tonne gestiegen.
Planbar ist insoweit immerhin die Abbaumenge, sie soll bei 187-192 Mio. Tonnen Eisenerz liegen. Die Abbaukosten werden weiter auf voraussichtlich 18-18,75 US$ je Tonne steigen.
Ich bin weiterhin fest entschlossen, meine Position in der Fortescue Metals Group weiter auszubauen. Zur nächsten Dividendenzahlung im März 2023 möchte ich dann eine dreistellige Aktienanzahl besitzen, um entsprechend von der Ausschüttung profitieren zu können. Da der Aktienkurs stark mit dem Eisenerz-Preis korreliert, hätte ich nichts gegen eine zwischenzeitliche Schwäche einzuwenden. Dann könnte ich günstiger nachkaufen.
Auf einen Blick:
| Unternehmen: | Fortescue Metals Group |
| ISIN: | AU000000FMG4 |
| Im Divantis-Depot seit: | 06.06.2022 |
| Letzter Nachkauf am: | 29.08.2024 |
| Stückzahl im Divantis-Depot: | 224 |
| Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren: | 13,10 € |
| Gesamtkaufpreis: | 2.935,03 € |
| Bisher erhaltene Netto-Dividenden: | 523,73 € |
| Aktuelle Strategie: | Halten und Dividenden reinvestieren |

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