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Kündigen oder ruhen lassen – wie würdest Du entscheiden?

Extrudierte 3D‑Illustration zur ERGO‑Rentenversicherung. Im Vordergrund ein silbernes Schild mit rotem „ERGO“‑Schriftzug und dem Wort „Rentenversicherung“ in erhabenen weißen Buchstaben. Daneben ein goldener Sparschwein‑Symbol, gestapelte Münzen, ein kleines Haus mit rotem Dach, eine Sanduhr sowie Liegestuhl und Sonnenschirm als Zeichen für Altersvorsorge und Freizeit. Im Hintergrund steigt ein grüner Aktienkurs‑Pfeil über blaue Balkendiagramme – Symbol für wachsende Renditen und finanzielle Sicherheit. Moderne, kontrastreiche Lichtführung mit warmen Gold‑ und kühlen Blau‑Tönen.
4.5
(43)

Teil meines mit Abstand höchstgewichteten Depotwertes ist die ERGO-Versicherung. Sie hat in den letzten Jahren ihre Erträge deutlich gesteigert und trägt inzwischen einen spürbaren Anteil zum Konzernergebnis der Munich Re bei. Darüber freue ich mich natürlich sehr.

Auf der anderen Seite bin ich selbst kein Kunde von Lebens- oder Rentenversicherungen, die ein wichtiges Standbein der ERGO – wie auch anderen großen Versicherern – darstellen. Ich habe immer einen großen Bogen um diese Produkte gemacht und lieber direkt in Aktien investiert.

In meinem persönlichen Umfeld existieren solche Kundenverhältnisse jedoch. Und da liegt die Frage an mich nahe, wie ich denn mit einer bestehenden Rentenversicherung umgehen würde. Sie läuft noch 20 Jahre und damit würde sich noch genügend Zeit bieten, in eine Alternativanlage zu wechseln.

Ich stelle das echte Beispiel anhand der Orginal-Renteninformation vor, die in diesen Tagen versandt wurde. Und möchte mit der Divantis-Community diskutieren, welche Empfehlung Ihr an meiner Stelle geben würdet.

Zunächst zur Ausgangslage: Die Versicherungsnehmerin hat die Versicherung zum 01.09.2005 abgeschlossen. Als Rentenbeginn ist der 01.09.2046 festgelegt (Alter dann: 65 Jahre). Der Vertrag hat also eine Ansparphase von 41 Jahren. Die Versicherung ist aber inzwischen beitragsfrei gestellt. Stattdessen werden die Beiträge per ETF-Sparplan in den MSCI All Country World investiert.

Umso schöner lässt sich nun ermitteln, welche Optionen bestehen. Der Vertrag könnte jetzt gekündigt werden. Dann würden 12.003,48 € ausgezahlt. Nehmen wir der Einfachheit halber an, dass die Auszahlung ohne Abzug von Kapitalertragsteuer erfolgt (ein enthaltener Gewinn könnte mit dem Freistellungsauftrag verrechnet werden).

Oder der Vertrag bleibt einfach unangetastet liegen. Dann würden am 01.09.2046 nach heutigem Stand 22.624,14 € ausgezahlt. Die Hälfte des Gewinns wäre steuerfrei. Alternativ könnte eine Rente in Höhe von 85,21 € genommen werden, bei der nur ein geringer Ertragsanteil besteuert würde.

Die Jährliche Renteninformation der ERGO Versicherung
Die Jährliche Renteninformation der ERGO Versicherung

Diese Rentenversicherung hat noch einen Garantiezins von 2,25%. Die Differenz zwischen der heutigen Auszahlung bei einer Kündigung und der erwarteten Kapitalabfindung entspricht „sogar“ einer jährlichen Rendite von 3,14%.

Und das ist genau der Punkt, der es aus meiner Sicht nicht so einfach mit einer Entscheidung macht. Die hohen Abschlusskosten eines solchen Produkts liegen ja schon in der Vergangenheit. Und mit der Beitragsfreistellung hat die Versicherungsnehmerin wenigstens schon dafür gesorgt, dass dem „schlechten“ Geld kein „gutes“ Geld mehr hinterhergeworfen wird.

Die prognostizierte Rente von 85,21 € ist zudem nicht entscheidend. Die Altersrente und eine betriebliche Zusatzrente werden sich auf rund 1.400 € addieren. Das ist so oder so nicht ausreichend, um davon leben zu können.

Das Vermögen in ETFs beträgt aktuell rund 25.000 €, monatlich werden 150 € angespart. Bei einer jährlichen Rendite von 8,0% ergibt sich in 20 Jahren ein Depotwert von etwa 200.000 €.

Ist es in dieser Konstellation nun besser, die sicheren 3,14% zu nehmen und dann in 20 Jahren bei einem Vermögen von 220.000 € eben 10% in dieser Rentenversicherung zu haben?

Oder aber lieber jetzt die 12.000 € auszahlen lassen und sie selbst mit 8,0% p.a. für 20 Jahre anlegen? Dann würden sich 56.000 € vor Steuern ergeben. Wenn es dann immer noch eine Kapitalertragsteuer von 25% gäbe und der Soli immer noch nicht abgeschafft wäre, würden vom Gewinn von 44.000 € zwar 11.600 € Steuern fällig. Aber der Endwert von 44.400 € wäre rund doppelt so hoch wie die sichere Variante.

Aber natürlich funktioniert diese Rechnung nur mit einigen Einschränkungen: die 8,0% p.a. Rendite sind keineswegs garantiert und in den nächsten 20 Jahren wird es sicherlich zu einigen Schwankungen kommen. Die Gefahr ist dann – zumindest potentiell – immer, dass die Anlegerin schwach wird und das Geld aus dem Depot abzieht. Genauso könnten größere Anschaffungen Reize ausüben, an diesen Teil der Ersparnisse heranzugehen. Also das nächste Auto z.B. größer ausfallen als sonst. Denn ein ETF ist mit einem Klick verkauft, die Kündigung einer Versicherung ist da schon aufwändiger.

Auch wenn es für mich als Munich Re-Aktionär nachteilig ist, tendiere ich trotzdem dazu, die Kündigung zu empfehlen. 20 Jahre sind eine wirklich lange Zeit. Das Geld kann da sehr gut arbeiten. Und ich habe keine Bedenken, dass in dieser Zeit Aktien weiterhin eine vergleichbar hohe Rendite wie in der Vergangenheit abwerfen werden. Ausklammern würde ich hier nur das Totalverlustrisiko. Denn wenn es einen Zusammenbruch des Finanzsystems geben würde, dann wäre auch die Versicherung bei der ERGO davon betroffen. Ich kann mir kein Szenario vorstellen, in dem das andere wäre.

Am Ende bleibt es natürlich die Entscheidung der Versicherungsnehmerin. Aber gerade weil sie eine Rentenlücke hat, die sie durch ihr angespartes Vermögen im Alter schließen muss, sollte dieses Vermögen optimiert werden. Und dazu gehört auch eine volatilere, aber renditestärkere Anlage in Aktien-ETFs.

Wie siehst Du das? Würdest Du auch in diese Richtung Dein Umfeld „beraten“? Oder hältst Du diese Rentenversicherung aufgrund der Renditeerwartung und der Steuervorteile für gar nicht so schlecht?

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Kommentare

42 Kommentare zu „Kündigen oder ruhen lassen – wie würdest Du entscheiden?“

  1. Avatar von Andrew Klaas
    Andrew Klaas

    Hi Ben, da beitragsfrei und das Produkt einen sinnvollen Beitrag zur Diversifikation der Finanzprodukte leistet, erscheint mir das Beibehalten des Vertrags aus meiner Sicht die sinnvollere Option.

  2. Avatar von Franklin
    Franklin

    HI Ben, ich würde das auch mal aus steuerlicher Sicht betrachten. Ggf. ist es günstiger alles so zu lassen wie es ist (also beitragsfrei), falls der oder die Vertragsinhaberin sterben sollte o.ä., bleibt da ggf. ein Vorteil mehr, Verträge vor oder bis 2005 sind bzw. erden ja auch nochmal etwas gehandhabt. Und das mit der Erbschaftssteuer ist so ggf. wie es ist noch etwas günstiger, ohne das jetzt zu schwarz sehen zu wollen.

  3. Avatar von Katharina
    Katharina

    Mich würde noch interessieren, ob es ein Eigenheim gibt? Wenn ja: Wird es zur Rente abbezahlt sein? Wenn nein, tendiere ich auch zur Diversifikation, also behalten.

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Katharina,

      aktuell wohnt sie zur Miete und hat kein Immobilieneigentum. In 20+ Jahren könnte aber ein Erbfall eingetreten sein, der sie zur Immobilieneigentümerin macht. Wobei realistischerweise dann auch eher ein Verkauf der Immobilie anstünde. Aber das ist heute noch alles Spekulation.

      Viele Grüße Ben

  4. Avatar von Sylvia
    Sylvia

    Niemals alle Eier in einen Korb. Daher würde ich die Versicherung beibehalten. Beitragsfrei gestellt oder bei Verbesserung der individuellen finanziellen Lage sogar wieder bespart. Ich bin letztes Jahr in Rente gegangen und war sehr froh dass ich beides hatte, ein gutes Depot und eine gute ausgezahlte Lebensversicherumg (die jetzt Dividenden bringt). Das Argument steuerfrei zählt leider nicht, da der Abschluß nach dem 31.12.2004 erfolgte.

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Sylvia, meine LV war steuerfrei aber die KV (hat einen Freibetrag) und PV (hat keinen Freibetrag) schlägt zu: 17,x% + 4,x%, wenn ich dann in Rente gehe. Die LV wurde ausbezahlt.
      Da ich frühzeitig die Auszahlung veranlasste, sind es nur 3 Jahre für die Abzüge. Aber eigentlich sind sie eine Frechheit.

  5. Avatar von Thomas
    Thomas

    Schön, das Ben auch mal ein anderes interessantes Thema hat.

    wie die steuerlichen Belastung bei Aktien/ETF´s genauso wie bei Renten/Lebensversicherungen etc. in Zukunft aussehen wird, wissen wir alle nicht.
    Kapitalertragssteuer/Freibeträge etc etc.
    Finanzminister waren immer kreativ. Egal welche.
    Inflation ist garantiert.

    Meine Frau hat Schatzbriefe bei der Allianz, die haben den Charme, das man auch anteilig entnehmen kann oder wieder einzahlen kann ja nach Gusto
    ohne das Produkt gleich aufzulösen.

    Ohne jetzt vollständiges Produktresearch zu machen, es müßte doch auch bei der Ergo eine Teilentnahme möglich sein.
    Die diplomatische (aber entscheidungsschwache) Lösung, wäre zum Beispiel die Hälfte zu entnehmen in Aktien und ETFs zu packen und die Hälfte stehen zu lassen.

    Meine persönliche Meinung, ohne jetzt aufs Komma zu rechnen:

    Mit Aktien ETF`s ist man auf der Unternehmerseite. Da ist man an der echten Wirtschaft beteiligt und Unternehmen leisten das was zum Leben gebraucht wird.

    Mit solchen Versicherungen wie oben ist man auf der Geldseite, die chronisch notorisch entwertet, abgewertet und schwindsüchtig wird.
    Inflation lacht aus allen Ecken.

    Wieviel Kaufkraft haben denn die ausgelobten 22.624,14 € in 2046 denn noch? Was kann man sich denn dann überhaupt noch dafür kaufen?
    Bei einer vorsichtigen (eher zu niedrig angesetzt) Schätzung von 4% Inflation ist die Kaufkraft in zwanzig Jahren halbiert. exakt 54,4% Verlust.

    Das gilt für Einmalzahlung genauso wie für Rente.

    Mit Aktien ist man Gewinner der Inflation, mit der Geldseite ist man Verlierer der Inflation.

    Habe selber Aktien Long only und die Wohnimmo(Haus), etwas Gold und Nothing else. Ich würde auf Aktien umswitchen.

    Tue mich aber mit Empfehlungen sehr schwer. Das muß jeder für sich selbst entscheiden.
    Keine Empfehlung !

  6. Avatar von Andreas P.
    Andreas P.

    Zwanzig Jahre Anlagedauer ist für die Börse schon eine relativ lange Zeit. Temporäre Finanzkrisen wurden bisher stets ausgebügelt. Mehr oder weniger schnell. Anschließend ging es weiter aufwärts. Auch ohne Glaskugel lässt sich allgemein prognostizieren, dass sich die Weltwirtschaft in diesem Zeitraum insgesamt positiv weiterentwickeln wird.

    Ein Risiko besteht meiner Ansicht darin, dass gerade zum Zeitpunkt der geplanten Entnahme die Aktienmärkte weltweit (temporär) einbrechen. Für die Überbrückung dieser Phase sollte man einen „Plan“ haben.

    Mit der Fortsetzung der aktuellen Anlage wird m.E. eher Kapital vernichtet statt geschaffen. Wie Thomas bereits zu Inflation und Kaufkraft ausführte.

    Was noch interessant zu wissen wäre: Ist die betreffende Person jemand, der mit der Börsenpsychologie zurecht kommt und mit Aktien ruhig schlafen kann?

    Viele Grüße

    Andreas P.

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Andreas P.,

      man weiß ja nie, wie sich etwas entwickelt. Aber in der Vergangenheit hat sie sich nicht von Börsenturbulenzen beeinflussen lassen und stur den Sparplan laufen lassen und nicht ins Depot geschaut. Das traue ich ihr auch zukünftig zu.

      Viele Grüße Ben

    2. Avatar von Andreas P.
      Andreas P.

      Lieber Ben,

      das sind eigentlich gute persönliche Voraussetzungen, um Kapital an der Börse anzulegen. Man sollte das notwendige Nervenkostüm nicht unterschätzen.

      Übrigens, vor gut 20 Jahren stand ich vor der Entscheidung, aus einem Erbfall einen Betrag meiner minderjährigen Tochter langfristig anzulegen. Ich habe mich damals für den Kauf einer Mischung aus Einzelaktien und einem World ETF entschieden. Wobei der ETF einen größeren Wertzuwachs erzielt hat als die Aktien. Der ursprüngliche Anlagebetrag hat sich bis heute vervierfacht. Natürlich ist auf Entwicklungen in der Vergangenheit kein Verlass in der Zukunft.
      Long story short für mich: Keep it simple mit einem World ETF. Anlegen und dann vergessen.

      Noch ein abschließender Gedanke: Wenn man die Zeit 20 Jahre zurückdrehen könnte, würde man sich dann heute erneut für die Anlage bei der ERGO entscheiden?

      Alles nur persönliche Meinung.

      Viele Grüße

      Andreas P.

  7. Avatar von Thomas
    Thomas

    Als Ergänzung noch folgender Dialog mit Grok(AI)

    Anm. die 12000 Euro kommen oben aus Bens Post bei sofortiger Kündigung der Versicherung

    Frage :
    „wieviel kann man mit 12000 € Anlage in einem gut diversifizierten Aktiendepot mit Schwerpunkt auf Value und hauptsächlich guter Dividenzahlung und konsequenter Wiederanlage von Dividenden in zwanzig Jahren als Depotgröße erreichen?“

    Antwort Grok:
    7 % (konservativ)ca. 46.400 €Sehr vorsichtige Schätzung
    8 % (realistisch)ca. 55.900 €Gute Basisannahme für Value + Dividenden
    9 % (wahrscheinlich)ca. 67.300 €Meine Haupt-Empfehlung
    10 % (optimistisch)ca. 80.700 €Starke historische Performance
    12 % (sehr optimistisch)ca. 115.800 €Entspricht etwa der Historie von SCHD
    (CHD (Schwab US Dividend Equity ETF).

    Zitatende

    Selbst bei sehr konservativer Annahme der Aktien- Rendite mit Wiederanlage ist es doppelt so viel wie die 22.000,- die die Ergo für 2046 auslobt/verspricht.

    keine Empfehlung!

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Thomas,

      ich persönlich rechne mit sehr konservativen Werten, die langfristig „garantiert“ erzielt werden. Die 7% „konservativ“ von Grok mag für heute minus 30 Jahre gelten, aber es gab Zeiten, wo durchaus nur 5% über Jahre hinweg erzielt wurden. Aber selbst die 5% schlagen die 3,x% locker.

      Seit 2008 gab es eine sehr investitionsfreundliche Umgebung.
      Ist heute eine Höhepunkt erreicht? Geht es jetzt so richtig abwärts?
      Keiner weiß es.

      Ich schaue lieber sehr konservativ in die Zukunft und freue mich, dass das Ergebnis deutlich besser ist, als die Glaskugel sagte. Und ich freue mich wie Bolle ;)

  8. Avatar von BörsenHai
    BörsenHai

    Hallo Ben,

    rein nach Renditebetrachtung sollte die Wahl klar sein: verkaufen!

    Das ist allerdings Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Die Rentenversicherung bietet Todesfall (Summe ist nicht wirklich viel) und könnte komplett ohne Sozialleistungen sein. Es gibt einen Freibetrag der Sozialbeiträge für zusätzliche Rentenverssicherungen/Lebensversicherungen, wenn man das Rentenalter erreicht. Das ist gesetzlich geregelt (Bezugsgrenze). Dazu müsste man allerdings die kompletten Zusatzrenten der Person kennen. (Das Alles Stand heute! In 20 Jahren kann es anders aussehen.)

    Eine Finanzkrise würde meiner Meinung nach alle Investments betreffen: Versicherungen und Aktien; was in welchem Maße steht in den Sternen.
    Und hochgerechneten Überschußbeteiligungen traue ich nicht, ich war davon auch schon mal betroffen. Man sollte also mit 18.000 plus rechnen und nicht mit 22.000€.

    Äpfel und Birnen = Äpfirnen:
    Zum Aufzeigen würde ich 3 Szenarien rechnen mit 3% (worst case), 5% (normal) und 7% (gut) Rendite.
    In 20 Jahren wird der ausgezahlte Wert dem heutigen Wert (wenn es gut läuft) entsprechen bzw. (meine Meinung) geringer sein als der heutige Geld-Wert.

    Wie in Zukunft Zusatzeinkommen besteuert wird steht in den Sternen.
    Wäre eine BU in der Versicherung sieht es deutlich besser aus für die Versicherung, dies lässt sich aus den gegebenen Vertragszahlen aber nicht ableiten.

    Schlecht gerechnet sind in 20 Jahren aus 10000€ 18.000€ zu machen gelinde gesagt ein Draufzahlgeschäft mit Ansage. Die Todesleistung entsprechend dem Vertrag relativ hoch, aber zu gering, um das Ergebnis ggfls. zu verbessern, falls Sie frühzeitig verstirbt.

    Ich habe wenn möglich meine Verträge gekündigt zum frühestmöglichen Zeitpunkt, wenn keine Verluste entstehen oder hohe Steuern anfallen. Aber Steuern aus dem Verkauf der Versicherung hast Du erstmal außen vor gelassen.

    Szenario: Sie kauft heute für 11.000€ Munich Re (einfachkeit halber: 550€ also 20 Stück), dann erhält Sie ca. 3,2% Nettodividende. Das entspräche dem Garantiezins aus der Versicherung. Und die Dividenden werden steigen und dürften gesichert sein (alles meine Meinung). Munich Re habe ich nur deshalb genommen, da es ja die Mutter der Ergo ist. Sie würde also mit den Nettodividenden bereits das „Zusatz“-Bruttoergebnis der Versicherung erreichen, ohne dass man Reinvestitionen der Dividenden einrechnet.
    Der Todesfall wäre über einen (Teil?)Verkauf ebenfalls abgedeckt. Wäre bei der Versicherung aber ebenfalls die Situation.

    Ich würde empfehlen die Versicherung zu verkaufen/aufzulösen und in ausschüttende Papiere oder ausschüttende ETFs zu investieren. Ich persönlich würde Aktien kaufen, aber das ist eben mein Steckenpferd.
    Warum ETF ausschüttend? Man erhält „Cash back“ zu den Regeln von heute. Wie ETFs in Zukunft gehandhabt werden steht in den Sternen. Man kann (meine Meinung!) besser auf gesetzliche Änderungen reagieren.

    Die Versicherung bietet laut den gegeben Daten keinen Vorteil in problematischen Situationen im Vergleich zu Investition in Aktien/ETFs. Es muss natürlich klar sein, dass ein ausschüttender ETF nicht 3,2% netto „garantiert“. Und bevor jemand sagt, „aber der High Dividend Yield … “ kann es, müsst Ihr auch die 0,x% Verwaltungskosten je Jahr abziehen. ;) Ich rede oben von netto (!).

    Die Einwände „nicht Alles in einen Topf“ halte ich für fehlgeleitet. Es gibt viele Arten von Investments nur leider sind interessante Unternehmensanleihen für uns unerreichbar (Einsatz: 100.000€ oder 500.000€), von Staatsanleihen halte ich persönlich mich fern.
    Und andere Investments stehen Ihr weiterhin offen.

  9. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Alles auszahlen und selbst managen!

    Begründung:

    Erstens: Statistisch ist in 20 Jahren die Rendite in Aktien die beste Lösung.

    Zweitens: Das Leben ist doch sehr zufällig. Negativ, es geht mit einem gesundheitlich bergab, dann kann man das Geld gut z.B. an seine Liebsten vererben oder spenden. Ist das mit der Versicherung möglich? Hat ein das Glücksrad nach oben geholt und man ist gerade in einer Hausse, mache einen Teilverkauf und gönne dir was. Man setzt bei der Versicherung darauf, dass das Leben über Jahrzehnte planbar ist. Das ist es nicht. Gesundheit, Partnerschaft, Beruf, muss alles laufen wie bisher, naja.

    Drittens: Steuerliche Aspekte sind bei Langfristanlagen stets nachrangig zu behandeln. Ein Investment selbst muss es an sich bringen. Dass die Steuern auf Aktienerträge in den kommenden Jahren erhöht werden, werden schon ausländische Investoren nicht gut heißen.

    Viertens: Thomas hat es schon gesagt, dass in unserer Zeit nicht Verbriefungen was taugen, sondern Rechte und Produktionsvermögen.

    Fazit: Bens Block hat mich eins gelehrt. Achte auf Ertrag durch Dividenden. Aktienwerte gut diversifiziert (ETFs wenn es sein muss) können fallen und steigen wie der Wert der eigengenutzten Immobilie, was mich ja auch nicht interessiert. Aber die Kontrolle über die laufenden Einnahmen und Kosten sind das A und O des Wohlstand.

    Heute schon gelesen?

    https://www.wiwo.de/politik/ausland/usa-am-tiefpunkt-ueber-das-hohle-imperium/100217880.html

    Gruß Frank

  10. Avatar von Torsten Hornschu
    Torsten Hornschu

    Hallo Ben,

    ausgehend von den genannten Daten ist die Frau aktuell 45 Jahre alt. Ich unterstelle, dass neben den ETFs noch ein Notgroschen vorhanden ist. Die ETF machen bei der erwartenden Rentenhöhe ungefähr ein Nettojahresgehalt aus.

    Ich würde in der Konstellation die RV als Sicherungsanker behalten. Zwar sind nur rund 18 T€ in 20 Jahren garantiert, aber ein Wertverlust auch zwischenzeitlich ist bis auf die 144 € Schlussüberschussanteile ausgeschlossen. Der mögliche Mehrertrag von 25.000 € ist zwar nominal viel Geld, aber welche Probleme/Anforderungen in 2046 erfüllt er?
    So ganz ohne Stabilität im Vermögen zur „Lebensmitte“ halte ich es bei dem „geringen“ Gesamtvermögen ohne abbezahltes Wohneigentum für zu viel Spekulation. Wenn für irgendetwas der halbe Notgroschen benötigt wird, geht es schnell an die Substanz und die Sparrate von 150 € fängt hier zuwenig auf, um in kurzes Zeit die wieder aufzufüllen.
    Den größten Wert bildet natürlich die Arbeitskraft.

    Alternativ würde ich eher dazu raten, zu überlegen, wie ich die Sparrate sofort um 50 € erhöhen kann? Dies ergäbe vor Steuern 28.633 € Erwartungswert bei 8 % p.a.

  11. Avatar von Matthias von Mitzlaff

    Vielen Dank für den Anwendungsfall, um mal eine „Kollegiale Fallberatung“ durchzuführen ;-).
    Meine Erwiderung zweiteilt sich…

    FACHLICH:
    Vor über 10 Jahren hatte ich UrsprungsFranks Gedanke („Alles verkaufen und selbst managen“), was meinen Riestervertrag betraf. Im Zuge der Rückabwicklung musste ich erkennen, wieviel Zuschüsse ich dem Staat zurückzuzahlen hatte.

    [Exkurs: War sehr kurios damals! Ich war bei einem innovativen Riesteranbieter (fairr), der meine Kohle in ETFs investierte. In einer Krise verkaufte fairr alle meine ETFs, da ja das garantierte Kapital an mich zu zahlen war, bei Rentenbeginn. Ergebnis: Meine ETF-Rendite war futsch und mein Vertrauen in das Riesterprodukt nachhaltig zerstört. Mir war es dann auch sch***egal, dass mich die Rückabwicklung viel Geld kostete. Ich dachte damals nur: „Rette sich wer kann. DAS kann ich besser!“].

    Glücklicherweise hatte ich nach Abwicklung des Riestervertrages noch einen ordentlichen Zeithorizont (über 15 Jahre bis zur Rente) und genügend Mut, um selber an der Börse aktiv zu werden.

    Meine eigenen Erfahrungen veranlassen mich, dem Großteil der Foristen hier zu folgen und zu empfehlen:
    Stilllegen und Vertrag behalten. Weitere verfügbare Mittel dann selber an der Börse klug anlegen.

    Auf der METAebene:
    Gerade wenn es um Geld geht, würde ich abraten, etwas zu empfehlen.
    Deiner „Zielperson“ würde ich höchstens mit Fakten verschiedene Optionen darlegen und mit offenen Fragen hinterlegen. Die Entscheidung muss diese Person stets selber treffen.
    So arbeite ich als Coach übrigens auch ;-).

  12. Avatar von Florian
    Florian

    Hi Benjamin!

    Exakt diese Frage stelle ich mir auch, bin nahezu all-in in Aktien. Verdiene gut und habe das Eigenheim zeitnah abbezahlt. Dennoch habe ich ein ähnliches Ergo-Produkt, auch ähnlich alt, welches ich bewusst behielt, weil es sich vielversprechend liest. Soll ich dir die Datei mal scannen und schicken? Bin 42 Jahre alt, ist somit ggf für Einige hier repräsentativ.

  13. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Hallo Mathias,

    gut das es hier Stimmen und Gegenstimmen gibt. So ist meine Aussage sehr wohl einzuschränken, dass jegliche Finanzplanung von der Person, die ja schließlich die Entscheidung selbst zu tragen hat, auszugehen ist. Hier gibt es zwei Extrema. Anleger/innen, die partout von Vermögensverwaltung unbehelligt bleiben wollen, und denen wie die hiesigen Diskutanten. Sofern Ben seine Empfehlungen für eine/n Finanzmuffel abgeben sollte, so wäre wohl diese erforderlich wie die eines Fahrplan der Schweizer Bahnbetriebe. Man gebe sich als Coach nicht der Illusion hin, plötzlich in Finanzdingen aus einem Saulus ein Paulus zu machen. Da sind intrinsische Hardcodierungen häufig unüberwindbare Hindernisse. Allerdings gibt es zwischen den genannten Extrema durchaus vielfältige Persönlichkeiten, die für den/die Berater/in sehr angenehm herausfordernd sind. Kurzum, wir verstehen uns schon richtig, unsere Einwürfe gleichen Skizzen.

    Gruß Frank

  14. Avatar von Falk
    Falk

    Haue das Geld auf den Kopf für etwas Schönes. Hobby. Ausflug. Urlaub. Irgendetwas, was dich glücklich macht.

    1. Avatar von Andreas P.
      Andreas P.

      😂😂😂
      Falsches Forum.
      Der Blog für Hedonisten befindet sich woanders.

      Sorry Falk, das musste jetzt sein.

      Viele Grüße

      Andreas P.

  15. Avatar von Volker Mühlhausen
    Volker Mühlhausen

    Ich würde die Ausgestaltung der neuen Altersvorsorgemöglichkeit in der Rentenversicherung vor der Entscheidung abwarten. Ist die Person verheiratet, so dass sie bzw. die Partnerperson von einer „übertragbaren Rente“ profitieren könnte ?

    Wie lange ist der Zeitraum zwischen Kündigung und Auszahlung der Mittel ?

    Wenn der recht kurz ist, würde ich tendenziell das Weiterlaufen der Rentenversicherung bis zum nächsten Börsen Crash empfehlen, dann auflösen und in eine eher risikobereite Mischung von Aktien (Technologie/Qualität/Dividenden) – wohl per ETF für diese Person – einsteigen. So steht eine aktivierbare Mittelposition für den Fall der Fälle zur Verfügung zur Verfügung, die dann aggressiver eingesetzt werden könnte, als die derzeitige Ansparrate (Annahme). Kommt nun der nächste Crash nicht so schnell, gibt es zumindest eine Verzinsung aktuell über dem Niveau Deutscher 10 jähriger Staatsanleihen.

    Ich stand 2019 vor der Entscheidung in ein entsprechendes Vorsorgeprodukt zu investieren, habe mich aber angesichts des damaligen Standes der Börsen für Cash entschieden. Wenig später kam der Crash und ich konnte selbst tief einsteigen – Glück gehabt.

    Die Glaskugel besitze ich nun auch nicht; Haftung für – kostenlosen – Rat gibt es nicht, also deswegen bin ich vorsichtig bei Empfehlungen.

    Für mich selbst habe ich mich entschieden:

    ich wurschtel selber in eigener Verantwortung weiter…..

    Gruß
    Volker

  16. Avatar von Chrischaan
    Chrischaan

    Lieber Ben,

    sehr interessante Frage. Dazu hätte ich eine Idee über das oben schon geschriebene hinausgehend.

    Aber zuvor eine wichtige Frage, die in Mathias von Mitzlaffs Kommentar schon anklingt: Ist das ein Riestervertrag und wenn ja, sind die 12k dann der Betrag den sie bekommen würde nachdem die Förderung zurückgezahlt ist?

    Falls ja, dann folgender Gedanke:

    Ab kommenden Jahr soll es das Altersvorsorgedepot geben. Hier sind massive staatliche Födrerungen geplant. Bis 360 EUR/a Einzahlung gibt es 50% Förderung, Für weitere 1440 EUR/a gibt es 25%. Wenn deine Bekannte Kinder hat, kann sie zusätzlich (!) für die ersten 300 EUR/a nochmal 300 EUR bekommen (=100%)! Dies wären also bei 1800 EUR/a Einzahlung Förderungen von 540 EUR/a ohne Kind (=30% Verzinsung im ersten Jahr) oder gar 840 EUR/a (=46% im ersten Jahr).

    Ich würde somit die 12.000 EUR auszahlen lassen. Die ersten 1.800 EUR dann für das Altersvorsorgedepot in 2027 in Cash behalten. Und den Rest in abestuften Festgeldlaufzeiten anlegen, sodass im Idealfall jedes Jahr 1.800 EUR zur Verfügung stehen. Dieses Festgeld bringt dann fast die Mindestverzinsung des Rentenvertrags während der Parkphase und danach wenn es eingezahlt wird ins Altersvorsorgedepot erstmal einen mind. 30% Booster.

    Im AVD würde ich es dann in einen FTSE All World oder so einzahlen.

    Man müsste beim AVD darauf achten, dass man sich eines mit geringen Gebühren einrichtet.

    Dies hätte folgende Vorteile:

    Man bekommt die Renditen des Kapitalmarkt (FTSE All Wolrd bspw.).

    Man bekommt massive Förderung on top.

    In der Parkphase bekommt man fast die Mndestrendite des Rentenvertrags.

    In der Auszahlungsphase dürfte man flexibler sein, als mit dem Rentenvertrag (entweder alles oder monatliche Rente).

    Nachteile wäre natürlich, dass man wieder ein staatlich gebundenes Produkt hat. Grad wenn sich jemand die Option offen halten will, auszuwandern, wäre das wahrscheinlich nicht sinnvoll.

    Beste Grüße,
    Chrischaan

    https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/reform-der-privaten-altersvorsorge.html

    1. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      Nochmal ein Satz zum AVD:

      „Während der Ansparphase erfolgt keine Besteuerung von Wertsteigerungen und Erträgen in den Altersvorsorgeverträgen. In der Ansparphase fallen somit keine steuerpflichtigen Kapitalerträge an. Besteuert werden die Leistungen aus diesen Verträgen erst nachgelagert – also während der Auszahlungsphase.“

      Das entspricht genau dem Compoundgedanken von Warren Buffett. Ben bezahlt jedes Jahr ziemlich viele Steuern. Das wäre im AVD nicht der Fall. Und über 20 Jahre dürfte das einen signifikanten Effekt haben.

    2. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      Noch ein letzter Zusatz:

      Der Vorschlag war erstmal nur ein Gedanke um evtl. die Rendite zu maximieren. Man muss natürlich verschiedenste Dinge berücksichtigen. Will ich flexibel sein, gibt es Probleme im Falle einer vorzeitigen Vererbung, plane ich einen Hauskauf, benötige ich evtl. mal den Vorteil, dieses Vermögen in Arbeitslosigkeit nicht antasten zu müssen, etc.

      In manchen Fällen wäre dann die Auflösung des Rentenvertrags und schnöde Anlegen in einen jederzeit zugänglichen ETF vielleicht besser.

      Das oben angesprochene Thema der Diversifizierung sehe ich bei diesen Beträen noch nicht so sehr wichtig. Wenn man in den Bereichen von Ben liegt (Depot + Immobilien Netto + sonstiges dürften ja schon fast 7-stellig sein), dann ist das notwendig, aber bei 5-stelligen Beträgen würde ich nur zwischen Cashreserve (1 Jahr Basisausgaben), etwas Gold und Rest Aktien diversifizieren.

    3. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Chrischaan,

      der Staat sagte auch eine Lebensversicherung ist nach 12 Jahren steuerfrei. Und dann kamen die KV und PV Beträge.
      Riester, etc. war alles ein Betrug am Arbeitnehmer.

      Ich vertraue diesem Staat was Eigenvorsorge betrifft keinen Meter. Er bedient sich immer!

    4. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      @Börsenhai: Ich bin ganz klar auf deiner Seite, was die Skepsis hinsichtlich staatlicher Übergriffigkeit angeht. Und ich hab mich noch nicht in der letzten Tiefe mit dem AVD auseinandergesetzt.

      Aber: Der Staat greift heute schon kräftig zu:

      Kapitalertragssteuer auf relailiserte Gewinne ist das offensichtlichste. Dem würde ein normaler ETF unterliegen.

      Aber da hört die Fantasie ja nicht auf. Um auch auf thesaurierende Vermögen zuzugreifen hat man die Vorabpauschale erfunden. Auch dies greift heute schon.

      Vorschläge stehen im Raum Kapitalerträge mit Sozialabgaben zu belasten.

      Auch liegen schon die ersten Forderungen auf dem Tisch die Wertsteigerungen (!) von Immobilien zu besteuern. https://www.diw.de/de/diw_01.c.1002952.de/nachrichten/es_gibt_bessere_wege__vermoegen_zu_besteuern.html

      Fazit: Egal wo, wenn der Staat zureifen will, wird er eine tolle Formulierung finden und zugreifen.

      Wenn ich einen Anbieter finde, bei dem die ährlichen Kosten gering sind (sag mal unter 1% besser 0,5% in Summe), dann kann ich, wenn es dem Staat einfällt doch zu besteuern, wahrscheinlich nur auf das Niveau zurückfallen, welches ich mit einem ungebundenen ETF sowieso hätte. Und bis dahin hätte ich halt die Förderung und Steuerfreiheit genossen.

      Die Frage die ich mir eher stellen würde ist: Will ich flexibel sein und ggf. mal das Land verlassen wollen? Falls ich hier ein klares Nein finde, dann schätze ich mal, kann ich mit dem AVD nicht unbedingt schlechter liegen als mit ungebundenen ETFs.

      Außerdem hatte ich das AVD gedanklich eher mit dem bestehenden Rentenvertrag verglichen. Und da ist dann bei ähnlicher Flexibilität usw. das AVD vielleicht rentabler.

      Aber wie gesagt, ich will das nicht promoten. Es war nur eine Variante, die Ben mit seiner Bekannten diskutieren kann.

  17. Avatar von Matthias von Mitzlaff

    Richtig BörsenHai,
    selbst meine Tante muss auf ihre Witwenrente 21% Steuern zahlen (auch KV ;-(.

    Als ich vor Jahren checkte, dass mein „Steuersatz“ auf Aktien bei ungefähr 25% liegt (bei ETFs sogar niedriger), was bisher jede meiner Steuersätze als Arbeitnehmer schlägt, begann ich ernsthaft zu investieren.
    Ein weiterer Grund, warum die Reichen immer reicher werden: Sie zahlen weniger Steuern.

    Zum Altersvorsorgedepot ab 2027:
    Für alle über 50 besonders attraktiv, denn, so wie es aussieht, werden die staatlichen Zuschüsse wesentlich höher ausfallen als bei Riester. Wer als Ü50 oder Ü55 nun noch eine begrenzte Zeit einzahlt, wird proportional/anteilig recht hohe staatliche Zuschüsse erhalten (können).
    Die Kunst wird es nur sein, einen Anbieter bzw. ein Produkt zu finden, das eine möglichst niedrige Kostenstruktur aufweist.
    Schon 1% ist ja enorm viel/hoch (ETFs mit einer TER von über 0,4% schaue ich mir in der Regel gar nicht mehr an…).

    1. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      Ich habe mal ein Excelsheet bemüht. ;-) Und mit nachfolgenden Angaben mal gerechnet. Dies kann natürlich immer nur ein Anhaltspunkt sein um eine möglichst rationelle Entscheidung zu treffen. Gesichert ist es natürlich nicht.

      Entwicklung Basiswert (z.B. Welt-ETF): 7% pro Jahr
      Gebühr „normaler“ ETF: 0,2% pro Jahr
      Gebühr AVD insgesamt: 0,5% / 1% pro Jahr
      Einzahlung AVD: 1.800 EUR/a bis die 12003 EUR + erhaltene Parkzinsen voll investiert sind.
      Einzahlung „normal“: Sofort alles
      Kinderzuschlag: Mit/ Ohne
      Parkzinsen für Festgeld habe ich mit 1,6% bis 2,6% angenommen. Mit 0,2%-Schritten pro 1 Jahr längerer Laufzeit.
      Nachdem das Geld aus dem Rentenvertrag inkl. erhaltener Parkzinsen eingezahlt wurde, erfolgt keine Einzahlung mehr.

      Ergebnis (alles Brutto):

      Rente Grantiert: ca. 18.000 EUR
      Rente geschätzt: ca. 23.000 EUR
      ETF ungebunden: ca. 42.000 EUR
      ETF AVD ohne Kind 1% Gebühr: ca. 42.500 EUR
      ETF AVD ohne Kind 0,5% Gebühr: ca. 46.000 EUR
      ETF AVD mit Kind 1% Gebühr: ca. 48.000 EUR
      ETF AVD mit Kind 0,5% Gebühr: ca. 52.000 EUR

      Theoretisch ist die Wertpapieranlage besser als die Lebensversicherung (hier sind ja nur ca. 18.000 EUR garantiert). Theoretisch, weil man die Wertentwicklung nicht so linear vorraussagen kann (wie Ben ja auch schon schrieb).

      Innerhalb der Wertpapieranlage würde sich nur lohnen über ein AVD nachzudenken, wenn man entweder einen günstigen Anbieter findet (0,5% oder weniger) oder wenn Bens Bekannte für die 7 Jahre Einzahlung ein Kind geltend machen kann (herrliches Bürokratendeutsch).

  18. Avatar von Maik Bettin
    Maik Bettin

    Hallo Ben..,
    du als Besitzer der MunRE Aktie überlegst?
    Schau Dir den Chart der letzten 20 Jahre an… und die Entscheidng ist gefallen.
    500% Plus und dazu jährliche Dividenden… trotz
    -Immobilienblase 2008
    -Eurokriese 2011
    -Chinacrash 2015
    -Corona
    -Ukraine Krieg
    -Iran Krieg
    Fazit: Kündigen und in die genannte Aktie investieren.

    Steuerfrei hin oder her ist die Aktie die unschlagbare Alternative.

    Gruß Maik der Kellog-Fan

  19. Avatar von Andreas
    Andreas

    Das mit dem „entscheiden“ für andere ist so eine Sache – wenn es gut geht bist du der Held, wenn es dann nicht so läuft bist du ständig in der (moralischen) Verantwortung. Das würde ich sein lassen!

    Tipps geben, Optionen aufzeigen, JA, aber Entscheiden muss der andere für sich.

    Das kann leider auch dafür sorgen, dass sich nicht entschieden wird. Denn das Kündigen eines Vertrages zum Beispiel ist eine große mentale Hürde.

    Für den spezifischen Fall: Ich empfinde den obigen Kommentar zu „niemals alle Eier in einen Korb legen“ ganz passend. Wer weiß was alles im Leben der Mandantin oder durch den Staat passiert. Der Geld in den Vertrag sollte Arbeitslosen- und Renten-geschützt sein. Auch Todesfälle könne für den Vertrag sprechen. Die ganzen Abschlussgebühren sind schon gelaufen, Vertrag ist beitragsfrei. Jetzt so lassen.

    Neuinvestitionen in einen ETF weltweit, primär oder komplett nach Marktkapitalisierung: World, ACWI, AWCI IMI, FTSE AllWorld oder WeltA oder ein RoboAdvisor (quirion kennst du selbst) sehe ich da als Kandidaten. Auch deswegen, weil das „Begründungskonzept“ dahinter für jemanden der nicht immer da dabei ist, einem gedanklich/mental durch die schlechten Jahre helfen kann.

    Also willst du deine „gute Rede zu Aktien“ im Krisenfall selbst machen oder der Marketingabteilung von z.B. Gerd Kommer oder quirion überlassen? ;-) Das kann auch für dich auch ein Argument sein. Und das mit IMHO gutem Gewissen – du empfiehlst dann ja keinen Schrott, sondern etwas was du vertreten kannst.

    Im Falle von Aktien und ETF: Auch wenn es etwas renditeschädlich sein kann: Ich empfehle dann immer auch die Frage nach (abgeschwächtem) ESG zu stellen. Manche wollen keine Tabak-, Glückspiel-, Waffengewinne – denken aber bei einem Aktienindex nicht dran. Wenn also jemand keine Streumunition als Aktie kaufen würde, dann hilft ein ESG-Filter. Der kann auch schwach sein (was mich zum Welt A wieder bringen würde). Das soll deine Mandantin aktiv entscheiden. Das ist natürlich legitim so zu machen wie Sie das will. Nur anfragen sollte man das aus meiner Sicht – eben weil die Entscheidung dann 20 Jahre tragen soll.

    Es hilft sich ein WENN-DANN-Prozess vorher auf Papier aufzumalen und dann durchzuhangeln.

    Das als meine Eindrücke dazu.

    Viel Erfolg und ich bin gespannt wie es ausgeht.

  20. Avatar von Tiefstapler
    Tiefstapler

    Ich war früher ca. 10 Jahre selbständig und habe in die freiwillige gesetzliche RV einbezahlt. Darüber haben andere Selbständige den Kopf geschüttelt. Heute kriege ich ein Rente, die anderen nicht. Ich habe als ich vor knapp 6 Jahren in Rente ging mal mit einem Inflationsrechner ausgerechnet wieviel Kaufkraft das Geld zu diesem Zeitpunkt hatte und wieviel ich mit geschätzen Rentensteigerungen an Kaufkraft zurückerhalte. Das sind ca. 6,5 % pro Jahr und man kriegt bis zum Erreichen der statistischen Lebenserwartung alles zurück, mit Anpassungen an die Lohnsteigerung. Wenn man älter wird oder die Ehefrau noch eine Hinterbliebenenrent erhält, kriegt man mehr raus als man jemals einbezahlt hat. Das will mir kaum einer glauben, hier vielleicht auch nicht. Ich habe auch ältere Kollegen im Alter von 90.
    Das Problem ist: Man kann bei einer 45-jährigen Person keine Kapitalanlage vorhersehen die auch noch mit 85 eine gute Rendite hat.
    Übrigens hatten wir in den vergangenen 5 Jahren zusammengerechnt knapp
    20 % Inflation.
    Euch Allen viel Erfolg mit Euren Invests.
    Tiefstapler

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Tiefstapler,

      leider ist die private Vorsorge nur mit den Gewinnanteilen verknüpft. Also kein stetiger 5% oder 6,5% Anstieg pro Jahr.

      Nur zur Orientierung (statistische Lebenserwartung):
      Nehmen wir an es werden 22.000 angesetzt und 85€ Rente bezahlt, dann müsste die Frau 21,5 Jahre Rentnerin sein, um Ihren Einsatz zurückzuerhalten. Sie wäre dann 87,5 Jahre alt.

      Vorsicht: Inflation mal nicht eingerechnet!!! mit Inflation wären es wahrscheinlich ca. 36 Jahre, ich war zu faul zu rechnen; das Verhältnis wäre aber überschlag 12.000 zu 27.000 was Kaufkraft angeht, sie hatte aber bereits jetzt eingezahlt, dürfte faktisch also höher liegen in Richtung 35.000 oder mehr. Sie müsste also mindestens 100 Jahre alt werden.

      @alle: In meinem Beispiel habe ich weder Reinvestition der Dividende noch Kursplus gerechnet. Wo in 20 Jahren ein Kurs steht – keine Ahnung.
      Die letzten 20 Jahre legte ich schon dar war investorenfreundlich, wenn man Phasen überwunden hat, darf aber niemals als Vergleichszeitraum angenommen werden. Das Kursplus oder das Reinvestment wäre also die Sahne auf der Torte.

      Mein Ansatz basiert auch nicht auf Verkauf der Anlage sondern lediglich auf der Performanz der 3,12% der Versicherung.

      Mit 4% Wachstum der Aktie wären nach 20 Jahren 27.000€ im Depot. Diese mit 3% verzinst (netto!) wären also ca 900€ = 75€ je Monat ohne die Basis anzugreifen. (hier ohne Reinvestment in den 20 Jahren „Ansparphase“). Es muss ja nicht wie rückblickend (!) ein Div-Wachstum von 10% angenommen werden, lassen wir es 2% sein. Dann wären es in 20 Jahren für Munich Re 35€ pro Aktie Dividende (brutto). Wenig genug!
      Zusammen würde die Kaufkraft wahrscheinlich gehalten werden. Ich befürchte aber nein.
      Das ist alles konservativ gerechnet.
      Mit 3% Div-Wachstum wären es übrigens 45€ (brutto) in 20 Jahren. Und wenn bei 3% reinvestiert wird, wären 42.000 im Depot und mindestens 10 Aktien (alle 2 Jahre eine zusätzliche) mehr mit der entsprechenden zusätzlichen Dividendenhöhe, die weit über den 85€/Monat liegen.

      Ich weiß selbst, dass ich derzeit weit über 10% auf die Munich Re erhalte, was an der langen Haltedauer liegt. Damit in Zukunft zu rechnen halte ich aber für vermessen bzw. gefährlich!

      Kommen KV und PV dazu, hilft nur die Flexibilität des Aktienverschiebens, falls das bei der privaten Rente ebenfalls zuschlägt, ist es pari.
      Wie man es dreht und wendet, genau deswegen suche ich die Flexibilität. Deswegen auch ausschüttend!!!

      Nicht zu vergessen: Auch Mieten und Nebenkosten steigen. Das kann jemandem im Alter durchaus ein richtiges Problem bereiten.

      Letztendlich muss man die Szenarien in einem Excel abbilden, damit jemand sieht, was mit dem Geld von heute möglicherweise in der Zukunft passiert. Und für verschiedene Szenarien muss man Annahmen treffen (Wahrscheinlichkeit).

      @Ben: Danke für das spannende Beispiel. Vielleicht verstehen jetzt die Leute warum ich gerne in 2+2 gerne investiere (in 10 Jahren Kurs und Dividende verdoppelt) oder in Papiere, die jedes Jahr mindestens 5% Dividendenwachstum (über 10 Jahre) gezeigt haben.

    2. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Statistische Lebenserwartung nach Geburtsjahr.
      (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/273406/umfrage/entwicklung-der-lebenserwartung-bei-geburt-in-deutschland-nach-geschlecht/)

      Die Dame hätte also ca. 76 Jahre zu erwarten (GJ1980).
      Es sei hinzugefügt, dass sie mit 45 Jahren eine höhere Lebenserwartung hat, da Säuglingssterblichkeit und Unfallopfer nicht mehr zuschlagen. Die Statistik gilt nur für „Neugeborene“.

  21. Avatar von Chrischaan
    Chrischaan

    Und noch eine Idee für ein pessimistisches Szenario indem man mit höherer Wahrscheinlichkeit von starken, evtl. langfristigen Verwerfungen am Kapitalmarkt ausgeht.

    Rentenvertrag auflösen. Die Auszahlung, wenn sie denn noch erfolgen würde, hätte dann eh stark reduzierte Kaufkraft, da Probleme oft weginflationiert werden.

    Und 3 Unzen physisches Gold dafür zulegen.

    Kombiniert mit dem sowieso laufenden ETF Sparplan vielleicht sogar die stabilisierendste Variante.

  22. Avatar von Hoestwalther
    Hoestwalther

    Hi Ben,

    als Aktionär von Allianz und MunichRe finde ich es prinzipiell super, wenn andere Menschen möglichst viele Versicherungen habe. Am besten sollen sie alles versichern: ihre Handys, ihre Autos, ihr Leben, BUs für Neugeborene :-).

    Aber im Ernst.

    Im vorliegende Fall ist es finanziell ein no brainer: 12k€ jetzt ist doch viel besser als 22k€ in 20 Jahren. Warum? a) weil per MSCI World mehr daraus wird; b) man sein eigener Herr/Frau ohne Ergo;
    c) wenn man gegen Renteneintritt mehr Sicherheit möchte, kann man immer noch in Anleihen oder Festgeld umschichten.

    Im Falle eines Riesencrashs an der Börse hätte ich vermutlich immer noch lieber einen breitgestreuten ETF als ein Rentenversprechen eines einzelnen Versicherungsunternehmen, das dann auch kollabiert, oder lgerettet“ wird indem man es vor Zahlungspflichten befreit.

    Klar für Kündigen.

  23. Avatar von Manfred
    Manfred

    Hi Ben !
    Mach s wie der Warren Buffet : bleib in der versicherung drin, bis es mal an der boerse so richtig rumpelt. Verkaufe dann, und kauf dir dann von dem geld hochprozentige, aber sichere, div- aktien oder etf s billig ein

  24. Avatar von Hansi
    Hansi

    Kapitalversicherungen in den verschiedensten Varianten sind undurchsichtige Gebührenmonster.
    Ganz wichtig: Immer mit garantierter Kapitalabfindung kalkulieren. Die Überschussbeteiligung ist ein nicht garantierter Sahnehäubchen on top. Sammelt mal alle jährlich Abrechnungen einer Kapitallebensversicherung vom Abschluss bis Auszahlung am Ende und betrachtet nur die prognostizierte Überschussbeteiligung z.b. im Laufe der 40 Jahre. Vermutlich wird in vielen Fällen die Entwicklung gleich sein und die Prognosen sinken je näher der Tag der Auszahlung kommt. Ob das Sicherungssystem Protektor auch ein Fels in einer Brandung sein wird, möchte ich nicht beurteilen.

  25. Avatar von Horstwalther
    Horstwalther

    Kurzfassung: Aktionär von MunichRe zu sein ist besser, als bei der Ergo versichert zu sein ;-)
    Gilt auch für Allianz.

    Verkaufen. 6000€ in MunichRe, 6000€ in Allianz, fertig ist die Versicherung.

  26. Avatar von Thomas
    Thomas

    Möchte mich doch kurz (begeistert) über den neuen CSV Export von Trade Republic zu Portfolio Performance äußern.
    Habs grad selber getestet.

    Man findet den CSV Export einfach in TR unter Cash, dann dem Button Account Avatar ganz rechts oben in der Ecke unter Kontoauszüge.
    Man kann ganz einfach auch den Zeitraum auswählen, den man exportieren möchte. Das bisherige Exportieren jedes einzelnen PDFs fand ich bei manchmal über 10 Sparplänen die Woche plus extra Käufe ziemlich lästig.

    So hat man alle Buchungen der letzten/gewählten Zeit auf einen Rutsch. Diese Datei an einem geplanten Ort auf dem PC/Laptop zwischenspeichern, in PP importieren und man hat alle Buchungen der letzten gewählten Zeit auf einen Rutsch in Portfolio Performance.
    Das erspart viel Zeit und Arbeit. Cool.

  27. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Hallo Thomas,

    kannst Du der bereits im Forum des hiesigen Blocks gestellten Frage noch eine Antwort hinzugesellen?

    Was ist der zusätzliche Mehrwert von PP, wenn man gleichzeitig Divydiary füttert?

    Gruß Frank

    P.S. Ich habe mal versucht, die CSV-Datei von DeGiro scriptbasiert auszuwerten, weil dort pdfs nicht für den Bedarf generiert werden. Kurzum, DeGiro liefert leider diesbezüglich nur schlechte Datenaggregationen. Da wird auch PP nix machen können.

  28. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hi Ursprungsfrank.
    Ich „füttere“ eigentlich nur Portfolio-Performance.
    Diese Daten gehen dann 1:1 über die Exportfunktion(API Schlüssel) von PP zu Divvy.
    das ist quasi ein Aufwasch.
    Bin auch nur Sparfuchs bei Divvy und nutze das zum Dividendenforecast /Kalender und Sektoranalyse. Alles andere über PP. Monats, Quartal, Jahreseingänge an Zahlungen, Return on Invest, Dividendenrendite und und und.
    Zusammenfügung mehrerer Depots an einem Ort etc.etc.
    PP liefert sehr viele Zahlen und Infos.

    Die meist gesehene Zahl von mir bei PP ist mein IZF. Der liegt aktuell über die gesamte Zeit bei etwas über +11%. Kanns manchmal gar nicht glauben, ist aber so. Bin zufrieden.
    Pflege jede Buchung ein . Ist Arbeit, aber man hat den Überblick.

    Es ist keine zusätzliche Arbeit und keine zusätzlichen Kosten/Zeit, beide Programme zu nutzen.
    Beide Betreiber entwickeln die Programme auch schnell weiter. Wobei Divvy einen Zacken schneller geht und sicher auch zukünftig kommerziell intendiert ist, aber im Moment nutze ich beide kostenlos.

    Die Divvyleute sind bestimmt auch jünger, aber ziemlich gut und haben bestimmt auch noch einiges vor im Leben.

    1. Avatar von Ben Warje

      Ich mache es wie Thomas, pflege wirklich alles in PP ein. Ich mag daran, dass die Daten komplett bei mir liegen und ich keine Gebühren dafür zahlen muss. Trotzdem besteht natürlich eine gewisse Abhängigkeit gegenüber dem Entwickler. Aber immerhin ist es Open Source und hat eine lebendige Community.

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