Warum ich lieber in Aktien als in ETFs investiere – zum Schluss

ETF Schriftzug

Nach den ersten beiden Teilen der Artikelserie, warum ich lieber in Aktien als in ETFs investiere, folgt nun der dritte und letzte Teil. Nach der Funktionsweise und den Vorteilen von ETFs, habt Ihr meine persönliche Strategie kennen gelernt und erfahren, warum ich ein Direktinvestment in Aktien bevorzuge.

Heute beantworte ich die Frage, ob es Situationen gibt, in denen ich in ETFs investieren würde und in welchen Fällen sie eine gute Alternative zu einzelnen Aktien darstellen.

Gibt es Situationen, in denen ich in ETFs investieren würde?

Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich in der Vergangenheit immer mal wieder auch in ETFs investiert habe. Seit ich meine Anlagekriterien aufgestellt habe und sie konsequent verfolge, habe ich das nicht mehr getan. Ich habe mir aber selbstverständlich auch immer mal wieder ETFs angeschaut und überlegt, in sie zu investieren.

Ich finde dabei insbesondere Länder-ETFs spannend. Sie sind eine gute Gelegenheit, sich einen regionalen Aktienmarkt zu erschließen. Spannend finde ich dabei z.B. Japan und Indien. Leider habe ich bei meinen Recherchen immer wieder feststellen müssen, dass die Länder-Indizes, die durch die ETFs abgedeckt werden, sehr finanzlastig sind. Und gerade Banken möchte ich einfach nicht in meinem Depot haben. Weder als Direktanlage noch schwergewichtig in einem ETF. Das liegt vor allem an meiner kritischen Einstellung zur Stabilität des Finanzsystems. Und oft sind es ja Finanzkrisen, die einen Einbruch eines Aktienmarkts auslösen. Und dann hat man ein doppeltes Risiko in diesem ETF: erst verlieren die Finanzwerte kräftig, dann wird der Rest der enthaltenen Titel mitgerissen.

Was ich mir aber vorstellen kann, sind Renten- oder Rohstoff-ETF, mit denen ich diese Asset-Klassen abdecken kann. Aktuell sehe ich aber gerade bei Renten keinen Sinn in einem Investment, da wir uns in einer Zinserhöhungsphase befinden. Aber das wäre etwas, was ich mir gut vorstellen könnte.

Wann sind ETFs eine gute Alternative zu einzelnen Aktien?

ETFs bieten den riesigen Vorteil, dass man mit einem Invest eine große Anzahl von Aktien kauft. Gründe für den Kauf gibt es natürlich schon:

  • kein aufwändiges Research zu einzelnen Aktien notwendig
  • gerade bei kleinen Anlagebeträgen sinnvolle Sparpläne möglich
  • Diversifikation in verschiedene Regionen und/oder Branchen

Diese Gründe treffen auf viele Anleger zu. Und ich bin da auch nicht dogmatisch und verteufele ETFs. Für viele Anleger sind sie das beste Instrument.

Es ist viel besser in ETFs zu investieren als überhaupt nicht!

Nur für mich persönlich sind Direktanlagen in Aktien die bessere Wahl. Ich habe bereits ein überdurchschnittliches Vermögen angespart und brauche für mich auch keinen Sparplan mehr. Die Beträge, die ich in Aktien investiere, sind groß genug, um gebühreneffizient anlegen zu können. Und ich beschäftige mich gerne mit einzelnen Titeln.

Wem ich ETFs empfehle

Für Börseneinsteiger oder Freunde in meinem Umfeld, die bisher keine Aktien haben und sich auch nicht intensiver damit beschäftigen wollen, empfehle ich tatsächlich immer wieder den Abschluss eines ETF-Sparplanes mit monatlichen Raten. Da macht man als Sparer eigentlich nichts falsch. Jedenfalls wenn man einen bzw. mehrere Standard-ETF auswählt.

Genauso sehe ich es bei einem Depot für Kinder. Wenn man hier dem Kind etwas Gutes tun will und z.B. das Kindergeld sparen will, dann bietet sich auch da ein monatlicher ETF-Sparplan an.

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Und inzwischen gibt es ja auch einige Anbieter, die für solche Konstellationen eine Vermögensverwaltung mittels ETFs anbieten. Da werden dann über einen wirklich langfristigen Zeitraum auch die sinnvollen ETFs sich ändernden Marktgegebenheiten angepasst. Auch sowas finde ich sinnvoll. Nicht jeder hat so viel Zeit, sich mit einzelnen Aktien zu beschäftigen! Warum also nicht für „kleines Geld“ diese Zeit einsparen und durch einen Dienstleister die ETFs auswählen lassen?

Zum Schluss

Es gäbe noch sehr viele schlaue Worte zu ETFs zu sagen. Z.B. zur Frage, ob man wirklich als Direktinvestor daran scheitern wird, den Markt zu schlagen. Oder wieviel Gebühren man sparen kann, wenn man mit einem großen Depot in direkte Aktien investiert (bei mir sind das rund 2.000 € im Jahr). Oder welche Gefahren von den Indexinvestments ausgehen, ob sie vielleicht ein Brandbeschleuniger in einer Krise sind. Aber all das sind Themen, die heute hier und an dieser Stelle zu weit führen werden. Vielleicht schreibe ich dazu mal ein Buch oder einfach noch mehrere vertiefende Beiträge…

Für heute eröffne ich die Diskussion mit Euch. Wie haltet Ihr es mit ETFs? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder seid Ihr disziplinierter?

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2 Gedanken zu „Warum ich lieber in Aktien als in ETFs investiere – zum Schluss“

  1. Schöne Artikelserie 👍
    Jeder wie er möchte. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Ich bin ein riesiger ETF Fan und hab an Einzelaktien überhaupt kein Interesse, ist mir viel zu viel Arbeit 😉
    Bei meinem Glück hätte ich die Telekom und deutsche Bank im Portfolio 😂

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