Was Dich hier erwartet:
Das Thema ETF kommt bisher praktisch nicht vor im Divantis-Blog. Manchmal wurde ich in Kommentaren zu ihnen befragt. Heute möchte ich einmal ausführlicher begründen, warum ich lieber in Aktien als in ETFs investiere.
Zunächst aber ein paar Worte zu den Grundlagen, damit wir ein gemeinsames Verständnis von der Thematik haben.
Was sind ETFs?
ETF steht für Exchange Traded Fund. Darunter sind passiv gemanagte Fonds zu verstehen, die in der Regel einen Index von Aktien nachbilden. Entweder indem sie die darin enthaltenen Aktien kaufen oder über Swap-Geschäfte die Wertentwicklung nachvollziehen.
Wer bietet ETFs an?
Weltgrößter Anbieter von ETFs ist BlackRock mit seinen iShares-Fonds. BlackRock selbst habe ich übrigens in Aktienform in meinem Depot und profitiere damit vom ETF-Boom. Andere große Anbieter sind z.B. Vanguard, Comstage, Amundi oder DB x-trackers.
Auf welchen Index werden ETFs emittiert?
Die Auswahl ist nahezu unendlich. Auf die großen bekannten Indizes wie MSCI World, MSCI Emerging Markets, S&P 500 oder DAX gibt es natürlich ETFs. Aber auch auf jede Menge Länder- oder Branchen-Indizes.
Sind ETFs jetzt besser als einzelne Aktien oder nicht?
ETFs sind zunächst einmal kostengünstiger als aktiv gemanagte Investmentfonds. Die Emittenten haben weniger Arbeit im Research und begnügen sich deshalb auch mit einer niedrigeren Fee. Der günstigste ETF, den ich bisher gesehen habe, berechnet lediglich 0,04% Gebühren. Der Durchschnitt bewegt sich allerdings im Bereich von 0,60%.
Zahlreiche Studien habe zudem belegt, dass es selbst erfolgreichen Fondsmanagern nicht dauerhaft gelingt, besser als der Markt abzuschneiden. Deshalb ist es populär, durch einen kostengünstigen ETF einfach den Markt zu kaufen. Die Performance ist dann zwar nie besser als der Markt selbst, aber immer noch besser als bei einem Fondsmanager.
Ein Vorteil von ETFs ist auch die breite Streuung. Mit dem Kauf eines Produkts hat man sofort in eine Vielzahl von Aktien bzw. deren Entwicklung investiert. Das ist einfach, bedarf wenig Detailwissen und spart sehr viel Zeit.
…weiter geht es im zweiten Teil dieser Artikelserie, der schon morgen erscheint! Dort stelle ich Euch dann meine persönliche Strategie vor.


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