Warum ich trotz Ostern immer noch keine Schokolade im Depot habe

Divantis wünscht Frohe Ostern mit Lindt

Vor einem Jahr habe ich in einem Beitrag geschrieben, warum ich trotz Ostern keine Schokolade im Depot habe. Jetzt – 1 Jahr später – ist wieder Ostern und ich habe immer noch keine Schokolade im Depot.

Ostern ist für den Schokoladenverkauf noch wichtiger als Weihnachten. Und Schokoladen- bzw. Kakaoproduzenten gibt es einige. Wenn ich an Schokolade denke, dann sind 5 verschiedene Aktien von Relevanz.
Natürlich gibt es noch weitere Titel, aber das sind die großen Player im Markt.

Meine Einschätzungen habe ich nachfolgend aktualisiert und es gab einige spektakuläre Entwicklungen innerhalb der letzten 12 Monate. Eine Aktie schafft es sogar neu in meine Watch-List.

Grundsätzlich ist die Schokobranche immer gefährdet, in Negativschlagzeilen zu geraten. Im Kakaoanbau werden gerade in Afrika häufig Kindersklaven eingesetzt. Die Plantagen gehören in der Regel aber nicht den Schokoladenproduzenten, sie kaufen den Kakao über Rohstoffbörsen.

Barry Callebaut (WKN: 914661) ist der weltweit größte Schokoladenproduzent und sitzt in der Schweiz. Die Dividende ist schwankend, eine nachhaltige Entwicklung kann ich nicht feststellen. Der Wert ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 33,6 auch sehr teuer. Aber: Innerhalb der letzten 12 Monate hat die Aktie 30% Plus gemacht. Das wäre also ein tolles Investment von Ostern bis Ostern gewesen.

Hershey (WKN: 851297) ist auf den US-Markt konzentriert und steht seit einer versuchten Übernahme durch Mondelez im Jahr 2016 im Fokus der Börse. Die Aktie finde ich generell attraktiv, aber der Kurs ist mir seit der Attacke von Mondelez immer zu hoch gewesen. Mittlerweile notiert die Aktie erstmals seit langer Zeit wieder unter 100 US$. Auf Jahressicht hat die Aktie – auch bedingt durch den schwachen US-Dollar – 21% verloren. Ich hatte sie – ehrlich gesagt – aus den Augen verloren.  Sie kommt jetzt wieder auf meine Watch-List.

Mondelez (WKN: A1J4U0) selbst hat u.a. Milka im Programm. Wer kennt den Milka-Schmunzelhasen nicht? An Mondelez stört mich, dass Wachstum nur durch Übernahmen und aggressive Kostensenkung erreicht wird. Umsatzwachstum der eigenen Marken findet kaum statt. Die Aktie ist auf Jahressicht 17% im Minus.

Nestlé (WKN: A0Q4DC) ist der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern aus der Schweiz. Natürlich sind auch Schokoriegel wie z.B. Lion oder KitKat im Portfolio. Nestlé ist ein Titel, in den ich bedenkenlos investieren würde. Jedenfalls dann, wenn ich keine anderen Ideen hätte. Die Dividende wird jährlich moderat erhöht. Der Titel ist sehr langweilig. Das ist ja auch in Ordnung. Da ich aber noch genügend andere spannendere Ideen habe, steht Nestlé derzeit nicht auf meiner Kaufliste. Auf Jahressicht steht bei Nestlé ein Minus von 10% in den Charts.

Lindt & Sprüngli (WKN: 870503) ist der Erfinder des Goldhasen und damit die Osteraktie schlechthin. Was mich vom Kauf abhält? Der extrem hohe Kurs! 1 Aktie kostet rund 69.500 Schweizer Franken – dann gibt es noch den Partizipationsschein. Damit hat man ein Zehntel der Aktie, aber keinen Zutritt zur jährlichen Generalversammlung. Aber auch dieser Partizipationsschein kostet über 5.900 Schweizer Franken. Auf der Generalversammlung soll es jedes Jahr ein schönes Schokoladenpaket im Wert von rund 200 Schweizer Franken als Geschenk für jeden anwesenden Aktionär geben. Auf Jahressicht hat sich Lindt & Sprüngli auf CHF-Basis positiv entwickelt, in € besteht ein Minus von 10%.

Das sind die Gründe, warum ich trotz Ostern keine Schokolade im Depot habe. Mir bleibt also nichts anderes übrig, als die Schokolade in Hasen-, Eier- oder Tafelform zu kaufen, zu verschenken und/oder selbst zu essen. Auch keine schlechte Alternative!

In diesem Sinne wünsche ich Euch Frohe Ostern und erholsame Feiertage!

2 Gedanken zu „Warum ich trotz Ostern immer noch keine Schokolade im Depot habe“

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