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Wer schnappt sich den Titel des fairsten Brokers des Jahres für US-Dividenden?

3D-Illustration zur Divantis-Studie 2026 mit Balkendiagramm, steigender grüner Pfeilkurve, goldener Dollar-Münze und Checkliste auf Klemmbrett vor blauem Hintergrund. Symbolisiert Brokervergleich und faire US-Dividendenabrechnung.
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Bereits zum 3. Mal veröffentliche ich nun die große Studie zur Frage, welche Bank die Dividenden von US-Unternehmen am fairsten umrechnet. 2024 zeigte die Studie erstmals deutliche Unterschiede im Umgang mit US-Dividenden. 2025 konnten die Ergebnisse bestätigt und validiert werden.

Nun im Jahr 2026 wächst die Datenbasis weiter. Erneut sind einige Banken hinzugekommen, aber auch 2 Abgänge zu verzeichnen. Die onvista Bank stellte ihren Geschäftsbetrieb ein und Scalable wechselte von der Baader Bank zu einer eigenen Lösung.

Im Dezember 2025 sind damit insgesamt 20 Banken in die Wertung gekommen. Bei ihnen habe ich die identische Aktie in den Depots gehalten und monatlich eine Dividende kassiert. Die Umrechnungskurse sind damit absolut vergleichbar und geben Aufschluss, wer am fairsten umrechnet. Und nicht nur das, auch die Wertstellung der Dividende unterscheidet sich.

Das exakte Ergebnis für 2025 steht nun fest:

Hinweis
Die nachfolgend dargestellte Studie, deren Methodik und die Auswertung sind urheberrechtlich geschützt. Zitate daraus sind nur unter vollständiger Quellenangabe und Verweis auf Divantis zulässig.

Die Titelverteidiger

Das ausführliche Ergebnis des ersten Studienjahres kannst Du Dir hier noch mal anschauen. Und das zweite Studienjahr ist hier veröffentlicht worden.

Trade Republic und flatex haben sich in den ersten beiden Studienjahren als Sieger abgewechselt und standen im jeweils anderen Jahr zumindest auf dem Treppchen:

StudienjahrSieger2. Platz3. Platz
2023Trade Republiconvista bankflatex
2024flatexTrade RepublicBaader Bank

Die Methodik der Studie

Ich habe mittlerweile 220 Anteile von Realty Income erworben. Hier gibt es die Besonderheit, dass dieser REIT aus den USA monatlich eine Dividende in US-Dollar zahlt. Aufgeteilt habe ich die Position in jeweils 10 Anteile, die ich in 20 unterschiedlichen Depots halte. In 2 Depots haben sich durch Depotüberträge von der onvista bank und Scalable (Baader) inzwischen 20 Aktien angesammelt.

So erhalte ich monatlich 20 Dividendenabrechnungen mit einem Wechselkurs von US-Dollar zu Euro, der dann in die Studie eingeht.

Gegenüber dem Vorjahr sind in 2025 Scalable Capital (zusätzlich zum von der Baader Bank betreuten Scalable Broker), der GENO Broker und Santander hinzugekommen. Letztmals im April 2025 war die onvista bank dabei und der Scalable Broker beendete im November seine Mitwirkung.

Die Datengrundlage ist damit weiter angestiegen: Nach „nur“ 145 Dividendenzahlungen im Jahr 2023, waren es in 2024 schon 213 Dividendenzahlungen, die ich analysieren konnte. 2025 steigerte sich auf 241 Dividendenzahlungen.

Jede einzelne Buchung habe ich manuell ausgewertet und den Wechselkurs erfasst.

Die untersuchten Broker

Ich habe versucht, alle für den deutschen Markt relevanten Banken und Broker zu berücksichtigen. Die 22 Teilnehmer des Jahres 2025 sind damit:

MarkenauftrittBank
1822direktFrankfurter Sparkasse
comdirectCommerzbank
ConsorsbankBNP Paribas
DKBDeutsche Kreditbank
finanzen.net zeroBaader Bank
flatexflatexDEGIRO Bank
GENO BrokerGENO Broker
INGING-DiBa
justTRADESutor Bank
maxblueDeutsche Bank
Merkur PrivatbankMerkur Privatbank
onvista bankCommerzbank
PostbankDeutsche Bank
SantanderSantander Consumer Bank
S BrokerS Broker
Scalable BrokerBaader Bank
Scalable CapitalScalable Capital
Smartbroker+Baader Bank
TargobankTargobank
tradegate.directTradegate AG
Trade RepublicTrade Republic Bank
Traders PlaceBaader Bank

Die Auswertung

Realty Income zahlt seine Dividende jeweils zur Monatsmitte. Fällt der 15. auf ein Wochenende oder einen Feiertag, dann ist der offizielle Zahltag der vorherige Bankarbeitstag. Benchmark ist daher der jeweilige EZB-Referenzkurs am Zahltag. Dieser Kurs wird von der Europäischen Zentralbank durch eine Abfrage bei den Geschäftsbanken als Durchschnittsumrechnungskurs gegen 14.00 Uhr ermittelt und um 16.00 Uhr veröffentlicht. Er gilt dann auch für die Finanzämter als der offizielle Wechselkurs des jeweiligen Tages.

Für die Studie gewertet wird die jeweilige Abweichung der Dividendenabrechnung vom EZB-Referenzkurs. Banken, die die Dividende vor der Veröffentlichung des EZB-Referenzkurses gutschreiben, haben deshalb systemimmanent eine Abweichung.

Die Gewinner

Fairster Broker für US-Dividenden des Jahres 2025 ist Trade Republic. Der Neobroker holt sich damit die Krone von flatex zurückDer Vorjahressieger landet nun – knapp geschlagen – auf dem 2. Platz. Im Durchschnitt rechnete Trade Republic gegenüber dem EZB-Referenzkurs sogar mit 0,149% besser ab. Flatex gelang es ebenfalls, den EZB-Referenzkurs zu unterbieten, aber im Durchschnitt nur mit 0,085%.

Außer Konkurrenz lief die onvista bank, da sie nur bis April 2025 Dividenden abrechnete und dann ihren Geschäftsbetrieb einstellte. In den ersten vier Monaten des Jahres rechnete sie ebenfalls besser als der EZB-Referenzkurs ab (-0,182%).

Auf dem dritten Platz landete – für mich durchaus überraschend – Scalable Capital mit einem durchschnittlichen Aufschlag von 0,16% auf den EZB-Referenzkurs. Dabei gibt es aber einen großen Haken zu beachten, der eigentlich zu einer Disqualifikation beim Thema Fairness führen müsste: Scalable Capital schreibt die Dividendenzahlungen mit einem deutlich abweichenden (späteren!) Wertstellungsdatum gut. Das ist nicht nur eine völlig intransparente Handhabung, sondern widerspricht jeglicher Fairness. Die Verzinsung des Guthabens startet damit später und wer für sein Depot einen Wertpapierkredit in Anspruch genommen hat, zahlt Sollzinsen, da die Dividende so spät gutgeschrieben wird.

Sowohl Trade Republic als auch flatex schreiben die Dividende hingegen am Zahltag auch wortstellungsmäßig gut. Beide verwenden dabei zur Umrechnung den EZB-Referenzkurs. Da die Dividendenabrechnung in der Regel vor 16.00 Uhr erfolgt (dem Zeitpunkt der Veröffentlichung des EZB-Referenzkurses), nehmen beide Banken den Kurs vom Vortag.

Die Abschläge ergeben sich deshalb aus den durchschnittlichen Wechselkursveränderungen über das Jahr zwischen dem Vortag und dem Dividendenzahltag. Den Sieg sicherte sich Trade Republic deshalb, weil flatex im September und November etwas später abrechnete und dann den EZB-Referenzkurs des Zahltages nahm. Der an sich fairste Umrechnungskurs war hier aber jeweils ein Stückchen schlechter als der Umrechnungskurs des Vortages.

Im Ergebnis lässt sich festhalten – und das ist keine Werbung, sondern einfach Fakt: Trade Republic hat über das gesamte Jahr 2025 die Dividenden verlässlich am Zahltag mit dem EZB-Referenzkurs des Vortages gebucht und die Wertstellung jeweils am Zahltag vorgenommen. Besser (bezogen auf diese Aspekte) geht es nicht!

Die Verlierer

2023 und 2024 belegte die Merkur Privatbank mit einem durchschnittlichen Aufschlag von 0,611% bzw. 0,521% auf den EZB-Referenzkurs jeweils den letzten Platz im Ranking.

Und nun bitte einen Trommelwirbel: Auch 2025 ist die Merkur Privatbank wieder auf dem letzten Platz gelandet! 0,591% war nun der durchschnittliche Aufschlag.

Erneut hat sich die Merkur Privatbank den letzten Platz als für Anleger nachteiligster Broker beim Umrechnungskurs durch Abweichungen gegenüber den anderen von der DWP Bank betreuten Banken „erkämpft“. Die DWP Bank ist neben der Merkur Privatbank auch der Dienstleister für die Sparkassen-Gruppe (1822direktDKB und S Broker) sowie den GENO Broker und Santander. Obwohl in den meisten Monaten identische Abrechnungen vorgenommen werden, gibt es immer wieder kleinere Abweichungen beim Umrechnungskurs. Interessanterweise allerdings bei der Merkur Privatbank dreimal zu Lasten der Anleger und nur zweimal marginal zu ihren Gunsten.

Das führt dann eben dazu, dass die Merkur Privatbank einen durchschnittlichen Aufschlag von 0,591% hat, während die drei Broker aus dem Sparkassenlager mit 0,532% Aufschlag agierten.

Zwischen die letztplatzierte Merkur Privatbank und die Sparkassengruppe platzierte sich in diesem Jahr die ING mit einem durchschnittlichen Aufschlag von 0,546%.

Das komplette Ranking

Im Jahr 2025 ergab sich aus den Dividendenabrechnungen das folgende Ranking:

PlatzBrokerdurchschnittlicher Aufschlag
1.Trade Republic-0,149%
2.flatex-0,085%
3.Scalable Capital0,160%
4.comdirect0,306%
5.Consorsbank0,337%
6.finanzen.net zero0,351%
6.Smartbroker+0,351%
6.Traders Place0,351%
9.justTRADE0,429%
10.Targobank0,432%
11.Santander0,482%
12.tradegate.direct0,486%
13.maxblue0,516%
13.Postbank0,516%
15.1822direkt0,532%
15.DKB0,532%
15.S Broker0,532%
18.ING0,546%
19.GENO Broker0,574%
20.Merkur Privatbank0,591%
ohne Wertungonvista bank-0,182%
ohne WertungScalable Broker0,321%

Neue Teilnehmer sind der GENO Broker seit Juni 2025 und Santander seit Juli 2025. Nicht mehr gewertet wurden die onvista bank und Scalable Broker, die beide ihren Geschäftsbetrieb im Laufe des Jahres 2025 einstellten.

Auf dieser Übersicht sind alle ausgewerteten Abrechnungen und die jeweiligen Umrechnungskurse des Jahres 2025 dargestellt:

Die in der Studie ausgewerteten Umrechnungskurse des Jahres 2025
Die in der Studie ausgewerteten Umrechnungskurse des Jahres 2025

Der Vergleich über 3 Jahre

Mit fortschreitender Zeit bietet die Studie auch die Möglichkeit, einen noch längeren Vergleichshorizont zu betrachten. Und so habe ich auch eine Gesamtauswertung für die Jahre 2023, 2024 und 2025 erstellt. Insgesamt habe ich in den 3 Jahren 599 Dividendenzahlungen von Realty Income erhalten und ausgewertet.

Langzeitgewinner ist dabei Trade Republic, dicht gefolgt von flatex. Die beiden Broker schaffen es sogar, durchschnittlich günstiger als der EZB-Referenzkurs umzurechnen. Ein Hoffnungsschimmer hat sich allerdings für die Merkur Privatbank aufgetan: sie landet nur auf dem vorletzten Platz. Denn der seit Juni 2025 neu in die Studie aufgenommene GENO Broker hat einen marginal höheren durchschnittlichen Aufschlag als die Merkur Privatbank zu verzeichnen. Das bezieht sich jedoch bisher nur auf 7 Messungen, während bei der Merkur Privatbank 32 Umrechnungen ausgewertet wurden.

PlatzBrokerdurchschnittlicher Aufschlag
1.Trade Republic-0,041%
2.flatex-0,004%
3.Scalable Capital0,160%
4.Scalable Broker0,225%
5.onvista bank0,230%
6.finanzen.net zero0,239%
7.Traders Place0,263%
8.Smartbroker+0,288%
9.comdirect0,329%
10.Consorsbank0,368%
11.Targobank0,375%
12.justTRADE0,418%
13.tradegate.direct0,470%
14.ING0,479%
15.Santander0,482%
16.Postbank0,507%
17.S Broker0,524%
18.maxblue0,536%
19.1822direkt0,543%
19.DKB0,543%
21.Merkur Privatbank0,566%
22.GENO Broker0,574%

Und hier alle 599 Umrechnungskurse auf einen Blick:

Die in der Studie ausgewerteten Umrechnungskurse von 2023 bis 2025
Die in der Studie ausgewerteten Umrechnungskurse von 2023 bis 2025

Wertstellungsdatum

In meiner Analyse der Bankenmethoden hatte ich neben dem Umrechnungskurs auf das Wertstellungsdatum hingewiesen. Manche Banken verbuchen die Dividende auf dem Konto der Anleger nicht zum Zahltag, sondern 2 Bankarbeitstage später. Dadurch ziehen sie sich einen weiteren Vorteil. Denn der Anleger erhält entweder keine Zinsen für diese beiden Bankarbeitstage oder muss – bei Inanspruchnahme eines Wertpapierkredits – sogar selbst Sollzinsen bezahlen. Und 2 Bankarbeitstage können, wenn ein Wochenende oder die Weihnachtsfeiertage dazwischen liegen, auch schon mal bis zu 5 Tage sein.

Als Nebeneffekt meiner Studie habe ich den Beleg, wie die 20 Broker abrechnen. Und auch das ist eine Frage der Fairness. Es geht dabei nicht darum, wann die Dividendenabrechnung erfolgt. Sondern darum, mit welchem Datum sie gutgeschrieben wird. Regelmäßiger Nachzügler sind z.B. die ING und die Consorsbank. Sie lassen sich jeden Monat mehrere Tage nach dem Zahltag Zeit mit der Dividendenabrechnung. Aber die Gutschrift erfolgte rückwirkend zum Zahltag. Für die Anleger war es also kein Nachteil.

Anders ist es hingegen – wie oben schon angerissen – bei Scalable Capital. Zunächst dachte ich, es seien nur Anlaufschwierigkeiten des frisch aufgestellten Setups. Aber nach inzwischen 9 Monaten und 9 Dividendenabrechnungen ist es eine systematische Schlechterstellung der Kunden. Ich bin sogar der Meinung, dass es sich um ein rechtlich nicht akzeptables Verhalten handelt. Denn Scalable Capital schreibt die Dividende frecherweise mit deutlich späterem Wertstellungsdatum gut. Dem Kunden entgeht dadurch eine Guthabenverzinsung oder – bei in Anspruch genommenen Wertpapierkredit – muss er Sollzinsen zahlen. Die folgende Tabelle zeigt das plastisch auf:

offizieller ZahltagScalable Capital WertstellungKundennachteil
15.04.202522.04.20257 Tage
15.05.202520.05.20255 Tage
13.06.202518.06.20255 Tage
15.07.202518.07.20253 Tage
15.08.202520.08.20255 Tage
15.09.202518.09.20253 Tage
15.10.202520.10.20255 Tage
14.11.202519.11.20255 Tage
15.12.202518.12.20253 Tage

Ein Blick in den Kalender und Analyse der Feiertage und Wochenenden ergibt, dass Scalable Capital jeweils 3 Bankarbeitstage nach dem Zahltag die Wertstellung vornimmt. Damit ist Scalable Capital im negativen Sinn ein Unikat, denn keine andere Bank erlaubt sich das.

Die Wertstellungen von US-Dividenden bei deutschen Banken erfolgen insgesamt nach folgendem Schema:

WertstellungBanken
am ZahltagConsorsbank, finanzen.net zero, flatex, ING, justTRADE, Smartbroker+, Targobank, tradegate.direct, Traders Place und Trade Republic
Zahltag + 1 Bankarbeitstag1822direkt, DKB, GENO Broker, Merkur Privatbank, Santander und S Broker
Zahltag + 2 Bankarbeitstagecomdirect, maxblue und Postbank
Zahltag + 3 BankarbeitstageScalable Capital

Völlig korrekt und fair ist die Wertstellung am offiziellen Zahltag. Die Anzahl der verschiedenen Banken zeigt auch, dass es technisch möglich und praktikabel ist. Der 1 Tag Verzögerung bei den von der DWP Bank betreuten Banken ist hingegen schon ärgerlich. Wirklich unfair wird es dann aber bei den Großbanken Commerzbank und Deutsche Bank mit 2 Tagen späterer Wertstellung und einfach nur noch dreist ist dann Scalable Capital.

Schlussfolgerung

Nach drei Studienjahren hat sich nun ein sehr klares Bild herausgebildet: Bezogen auf Dividenden von US-Unternehmen führt kein Weg an Trade Republic und flatex vorbei. Sie schreiben die Dividenden durchgängig am Zahltag mit Wertstellung an eben diesem Tag gut und nehmen dafür den letzten veröffentlichten EZB-Referenzkurs zur Umrechnung. Fairer geht es nicht!

Ob sich deshalb ein Wechsel des Depots lohnt, ist hingegen eine andere Frage. Denn bei der Beurteilung des richtigen Depotanbieters zählen ja auch noch einige andere Aspekte. Für Buy-and-Hold-Anleger kann sich aus der Studie aber ein Optimierungspotenzial ergeben. Denn ein einfacher Depotübertrag größerer Aktienpositionen, die ansonsten unangetastet im Depot liegen, kann einen dauerhaften Zusatzertrag bringen.

Theoretisch sind so bis zu 0,6% höhere Dividendenerträge aus US-Aktien möglich.

Ab wann sich ein solcher Wechsel lohnt, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Bei z.B. 20.000 € Dividenden aus dem Dollar-Raum ergibt die Wahl eines faireren Brokers einen Vorteil von bis zu 120 € im Jahr. Und das jedes Jahr.

Unabhängig von dem finanziellen Vorteil ist es für mich aber auch eine Frage des Vertrauens. Ich will, dass meine Dividenden fair abgerechnet werden. Und die beiden Gewinnerbanken haben durch ihren Bezug zu einem amtlich ermittelten Kurs als Einzige eine nachvollziehbare Referenz. Bei allen anderen Banken ist die Umrechnung eine Black Box und am Ende bin ich der Willkür ausgesetzt. Und wenn dann auch noch bei der Wertstellung getrickst wird, scheidet für mich die Bank als seriöser Geschäftspartner aus.

Die spannendste Erkenntnis der Studie ist für mich, dass es keinen Gleichlauf zwischen hohen Provisionen und fairen Umrechnungskursen oder umgekehrt gibt. So agieren die beiden bekanntesten Neobroker Trade Republic und Scalable Capital konträr zueinander. Und die Sparkassengruppe stellt sich als fairer als die Deutsche Bank dar.

Ich gebe allerdings die Hoffnung nicht auf, dass das Beispiel von Trade Republic und flatex die anderen Banken zu einer Veränderung animiert. Deshalb wird die Studie dauerhaft fortgeführt. Jede Bank hat jeden Monat die neue Chance, es besser zu machen!

Es kann ja nicht nur darum gehen, wer den 3. Platz hinter den Platzhirschen Trade Republic und flatex erreicht. Die Ansatzpunkte für eine Verbesserung habe ich klar aufgezeigt – nun liegt es an den Banken ihr Verhalten zu verbessern!

Und 2027 wird dann wieder der fairste Broker für US-Dividenden gekürt. Weitere Depotbanken nehme ich übrigens gerne in die Wertung auf. Wenn Du Vorschläge hast, dann schreib gerne einen Kommentar.

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Kommentare

45 Antworten zu „Wer schnappt sich den Titel des fairsten Brokers des Jahres für US-Dividenden?“

  1. Avatar von Timo
    Timo

    Hallo Ben,

    ich bin hier regelmäßiger Mitleser und möchte mich für deine aufwendige und akribische Untersuchung zur Umrechnung von UD-Dividendenwerten bedanken. Tolle Arbeit! Die Ergebnisse sind für mich tatsächlich ernüchternd und für Kunden nur durch deine andere eigene Untersuchungen feststellbar.
    Ich hoffe nur, dass möglichst viele Mitleser mal bei ihren Depotbanken „anklopfen“ und auf die Divergenzen hinweisen, so dass dort ein Umdenken passiert. Bis zu 0,6% finanzieller Nachteil pro Jahr ist schon ein großer Unterschied!

  2. Avatar von Armin
    Armin

    Hallo Ben,

    möchte mich auch ganz herzlich für deinen Aufwand bedanken. Leider findet das wiederholt gute und mehrwertbringende Ergebnis von Trade Republic in keinem Forum Erwähnung. Da wird immer nur wegen dem schlechten Support drauf losgeprügelt.

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Armin,

      in den Bewertungen geht es ja um Zufriedenheit mit dem Anbieter. Aber auch hier im Blog wurde der Service bereits kritisiert. Bitte selbst suchen um welche Themen es ging.
      Wenn ich schnell Geld brauche oder einen Aktienübertrag anstoße, ist aus meiner Sicht die Kritik durchaus berechtigt. Der mögliche Schaden und die eigenen Nerven sind mehr Wert als 120€ bei 20000€ Dividende aus den US (wer hat die schon?). Das ist aber nur meine Meinung. Bei Fragen oder Wünschen hätte ich halt gerne kurzfristig eine (zielgerichtete) Antwort.
      Gilt für meine US-Aktien: Aktien mit geringen Dividenden liegen bei den teuren Banken, Aktien mit hohen Dividenden eben bei günstigeren.
      CH-Aktien eben der möglichst Günstigsten mit Tax-Voucher für 0€.

      Ben: Ich habe eine Frage: irgendeine Bank verlangt für Dividendenzahlungen auch einen Obulus. Ich gebe zu ich bin zu faul jetzt nachzuschauen. Trifft das für eine der Banken zu?

    2. Avatar von Ben Warje

      Hallo BörsenHai,

      alle Banken in der Studie zahlen die Dividenden gebührenfrei und ohne Abzug aus.

      Viele Grüße Ben

  3. Avatar von Thomas
    Thomas

    bin schon Kunde der ersten Stunde(n) bei Trade Republic und habe alle Entwicklungen und Höhen und Tiefen mitgemacht. War skeptisch am Anfang und bin eigentlich stockkonservativ, aber dachte, probierst Du es mal und bin dabei geblieben. Sie haben sich gut entwickelt. Entscheidend ist gerade für Neueinsteiger und jüngere App-Affine die niedrigen Handelskosten. Man kommt nicht aus dem Knick, wenn für jeden Trade 10 Euro oder mehr aufgerufen werden. Der Depot-Aufbau am Anfang und das dabeibleiben ist das schwerste. Der breite Aktienmarkt lebt auch und gerade von der großen und nachwachsenden Teilnehmerzahl, also sollte jeder Neuling auch am Markt freundlich willkommen geheißen werden und nicht mit Elitedünkel und horrenden Kosten abgeschreckt werden. Laufen lernen muß dann jeder selber.
    Was in USA Robin Hood Markets macht, macht in Europa Trade Republic. Gut so.
    Kein Wertpapierkredit, kein Schickschnack, keine Verschuldung. Nur Habenbasis.

    Sie sind mir nie einen Cent Dividende schuldig geblieben. Sparpläne Null Euro. Ausführung wöchentlich, wenn gewollt und ich nutze das gerade zu exzessiv.

    Ja es gab kleinere Problemchen, die in Foren groß aufgeblasen wurden, aber ich hatte komischerweise nie Probleme, die mich zu einer Kündigung veranlasst hätten.
    Service erwarte ich von dort nicht und es geht auch ohne.
    Wenn ich zu Aldi gehe, erwarte ich auch nicht, das sie mir meinen Einkaufskorb zum Auto tragen.
    Depotüberträge bei TR rein und raus inzwischen aus der App heraus und Rücküberweisungen aufs Giro per Sofortüberweisung in der selben Sekunde. Gutschriften sind sofort verfügbar, es gibt keine Überziehungszinsen. Guthaben werden schwach marktüblich verzinst.
    schwunghafter Bruchstückhandel, Zusammensetzung zu ganzen Stücken, wer rechnen kann, alles möglich. Ich stoppel mir nebenbei gerade eine SNB zusammen.

    Dividenden meistens pünktlich, aber nicht immer. Dann eben einen Tag später. Auch gut.

    Alles kann man Trade Republic logisch nicht anvertrauen, dieses Vertrauen sollte man zu keinem Broker haben.

    Und nein, ich leiste keine Lobbyarbeit für Trade Republic, werde nicht für diesen Kommentar bezahlt , bin nur ein kleiner halbwegs zufriedener Kunde.

    1. Avatar von Martin
      Martin

      „Guthaben werden schwach marktüblich verzinst.“
      Ist das Ironie? Welche Sparkasse bietet denn diese Zinsen?

  4. Avatar von busico
    busico

    tradegate.direct könnte man vielleicht noch aufnehmen. Nach vielen positiven Aussagen hier und auch in anderen Foren habe ich die langfristig ins Auge gefasst. Da die auch irgendwie Geld verdienen müssen, wäre es sinnvoll, das im Details zu durchleuchten..

    1. Avatar von busico
      busico

      Wer lesen kann, ist klar im Vorteil … sorry, sind ja schon dabei.

  5. Avatar von Andre
    Andre

    Vielen Dank wieder für den tollen Vergleich!

    Bin gespannt was dieses Jahr noch passiert. Die DKB Bank verlässt ja DWP und für Neukunden soll ja dieses Jahr was neues kommen. Spannend. Oder Chase von JP Morgan vielleicht doch mehr als nur Tagesgeld?

    Überlege gerade einen großen Depotübertrag und Bens Vergleich hier hilft mir sehr.

  6. Avatar von Thomas
    Thomas

    @Martin, Aktien laufen besser :)

  7. Avatar von Tobs
    Tobs

    @Busico:
    Tradegate Direct ist in der Studie.

    @Ben:
    Kannst Du bitte noch mal überprüfen, ob BNP Paribas tatsächlich der Broker von Tradegate Direct ist? Meines Erachtens ist das nicht so – meine Verständnis: Tradegate Direct ist selbst Vollbank und Broker. BNP Paribas übernimmt lediglich die Abwicklungs- und Custodianfunktion, so ungefähr wie die DWP bei den Sparkassen. Also hat Tradegate Direct lediglich (wichtige) BO-Leistungen ausgesourct, wie jeder nahezu andere Anbieter eigentlich auch. Tatsächlich ist BNP Paribas zudem Gesellschafter von Tradegate Direct (glaube um die 20 Prozent).

    @Thomas:
    Trade Republic (mal als Proxy für Neobroker generell, also gar nicht direkt angesprochen) oder 10 Euro für einen Trade bei einer anderen Bank für junge Leute oder sie kommen nicht aus dem Knick: Na ja. :-) Überdenke mal, welches Verhalten Neobroker mit günstigen Gebühren animieren, weil dort Ihre Incentivierung dranhängt: Ach ja, viel Handeln… :-) Das ist übersetzt so, wie man sich freut, dass „umsonst“ viel Instagram schauen kann, oder dass ich für „umsonst“ in die Spielhalle reinkomme. Man kann sich also die Karten legen, ob die Interessenkongruenz so ausgeprägt ist zwischen einem idealtypischen jungen Menschen, der den Vermögensaufbau nachhaltig angeht und den verschiedenen Anbieter-Adressen die eher Spieltriebe reizen (negativer konnotiert Spielsucht)…
    Nichts gegen Neobroker, das Angebot ist interessant, durchaus! Aber es ist meines reines Marketing und Storytelling, dass sie den „Vermögensaufbau demokratisiert haben“ und nicht unbedingt zum Vorteil für jeden jungen „Anleger“. Vielleicht doch mal lieber 10 Euro für einen Aktienkauf und Aktien ein paar Jahre liegen lassen. Ich würde eine Menge Geld darauf wetten, wer unter dem Strich effektiv mehr Geld hat liegen lassen.

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Tobs,

      Danke für den Hinweis zu tradegate.direct. Tatsächlich ist die BNP Paribas „nur“ das Abwicklungsinstitut im Hintergrund. Die Tradegate AG ist aber selbst ein reguliertes CRR-Kreditinstitut und der Vertragspartner des Kunden. Ich habe es in der Tabelle geändert.

      Viele Grüße Ben

    2. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hallo Tobs,
      von den ganzen Neobrokern hatte ich auch keine allzu hohe Meinung. Deren Hauptgeschäft ist vermutlich soviel Handel wie möglich über L&S zu generien, um Provision zu erhalten. Hab da auch seit übern halben Jahr ein Depot für kleine Trades laufen. Bis heute keine Beschwerden. Dividende immer als erst in Vergleich zu den anderen Depots. Ob die jetzt bei Direkthandel bei mir abgrasen oder Tradegate.direct, Maxblue, usw ist mit egal.
      Wie leicht könnten die über die Währungsschiene noch ne kleine Marge hinterschieben, Trade macht es anscheinend nicht. Finde ich sehr nett von denen. Sogar Support hat auf meine Frage schnell geantwortet.

      Mich nervt nur, dass ich bei jeden Verkauf, den Gewinn selbst ausrechnen muß, warum kann das Trade es nicht.
      Außerdem weisen sie die Quellensteuer nicht getrennt in anrechenbar/ zurück zu fordern aus.
      Ob die Sparpläne oder Teilverkäufe richtig abrechnen können, versuche ich gar nicht erst.

      Ansonsten wird für mich Trade Republic für inländische kleine Trades die Nr. 1 bleiben.

  8. Avatar von Michael B.
    Michael B.

    Hallo,
    ich habe schon öfters bei Scalable zu genau dem Thema späte Wertstellung nachgefragt und immer nur 0815blabla Antworten erhalten.
    Ich dachte anfangs auch das die Verzögerungen vielleicht durch den Umzug entstanden sind, doch mittlerweile denke ich das System dahinter steckt. Mir geht es nicht ums Geld, sondern um die Dreistigkeit, und wenn man überlegt wie viele Dividenden die auszahlen müssen, kann das sogar ein Geschäftsmodell sein, ein Schuft wer böses dabei denkt.
    Jetzt habe ich überlegt meine Werte zu einem anderen Broker zu übertragen, aber weiterhin meine Käufe bei Scalable zu tätigen und die Käufe dann zu meinem neuen Broker zu transferieren. Diese Aktionen müssen ja alle manuell ausgeführt und überprüft werden, also ein hoher Aufwand der Kosten verursacht, den ja einige Broker mittlerweile in eine Richtung nicht mehr anbieten aus genau diesen Kosten. Beispiel Tradegate/Justtrade da kann man keine Werte hin transferieren, weil es denen zu teuer ist.

    1. Avatar von Sebastian I
      Sebastian I

      So, flatex hat einen neuen Kunden gewonnen und meine Papiere aus den USA, Großbritannien und Japan ziehen bald um von der ING dorthin.
      Gruß Sebastian I

  9. Avatar von Steven
    Steven

    Hm, leider ist die Gliederung / Numerierung in der Darstellung komplett „verlorengegangen“.
    Sehr schade. Vielleicht poste ich es noch einmal mit wenigstens etwas Formatierung und Ben löscht dann den ersten Post.
    Zudem an alle, die mich als 1Steven1 kennen, den Benutzernamen kann ich nicht mehr verwenden, da derzeit keine Ziffern im Benutzernamen mehr zulässig sind „verboten – Nummer im Autorennamen nicht erlaubt“.

  10. Avatar von Steven
    Steven

    Post von 11:29 mit, hoffentlich, etwas Formatierung:

    Hallo Ben,

    vielen Dank für Deine Arbeit und diese wertvolle Übersicht!

    Ich hatte bereits eine dieser früheren Übersichten überflogen und fand, dass sie sich nicht so recht mit meinen Erfahrungen deckte, fand aber keine Zeit für einen Kommentar.

    Ich habe persönlich für meine Depots und entsprechende Dividendenzahlungen die Umrechnungskurse nicht untersucht, ich bin allerdings immer sehr an der unverzüglichen Gutschrift der Dividendenerträge interessiert, da ich diese für mich als „eingegangen“ bzw. „Nachverfolgung erledigt“ buchen möchte oder auch direkt wieder anlegen möchte.

    Meine persönliche langjährige Erfahrung ist zum Beispiel, dass comdirect regelmäßig am Zahltag, teilweise sogar vor Eröffnung der US-Börse, die Dividendenerträge gutschreibt, Smartbroker+ benötigt dafür regelmäßig deutlich mehr Zeit, nämlich üblicherweise einen Arbeitstag, aber mit großen Abweichungen (bis zu mehreren Tagen, und in 2025 musste ich eine Dividendenzahlung einfordern – was ich soweit ich mich erinnere in den letzten Jahren noch bei keinem Broker machen musste).

    Da ich diese Übersicht sehr interessant finde, habe ich dazu nun noch Fragen bzw. Anregungen und Erkenntnisse:

    1 # Umrechnungskurs: Ist es denn richtig, den EZB-Referenzkurs vom Zahltag heranzuziehen? Das Vorgehen ist zunächst nachvollziehbar, Du suchst eine einfache Lösung für die Auswertung und in diesem Sinne ist es plausibel, aber es mag ja auch Gründe für das Heranziehen eines anderen Kurses geben. Du schreibst selbst, dass Banken, die die Dividende vor der Veröffentlichung des EZB-Referenzkurses gutschreiben, deshalb systemimmanent eine Abweichung haben.

    Broker, die die Dividende unverzüglich gutschreiben und nicht auf den EZB-Kurs des Tages warten, sondern z.B. den vom Vortag nehmen, würde ich vermutlich als fairer bewerten.

    2 # Während Du unter „Auswertung“ schreibst, dass der EZB-Referenzkurs am Zahltag Basis für den Vergleich ist, schreibst Du unter „Die Gewinner“, dass der Gewinner mit dem EZB-Referenzkurs des Vortages am Zahltag gebucht hat. Und trotzdem ist beim Gewinner die Differenz zum Kurs am Zahltag am geringsten?

    Erkenntnis: Vermutlich ist es so, und die größeren Abweichungen anderer Broker erklären sich doch nicht nur durch Heranziehen eines anderen Referenzkurses. (?)

    3 # Hinweis: Wenn das Geld später auf dem Konto eintrifft, startet nicht nur die Verzinsung später…, sondern das Geld steht z.B. auch nicht für ein Investment zur Verfügung. Dieser Punkt wiegt aus meiner Sicht viel stärker.

    4 # Wertstellung: Du erklärst im verlinkten Artikel den Unterschied zwischen Buchungs- und Wertstellungstag – vielen Dank! Zum Beispiel bei der comdirect führst Du an, dass hier die Wertstellung z.B. 2 Bankarbeitstage nach dem Zahltag erfolgt und dadurch Zinszahlungen anstehen, wenn man die Dividendenerträge, die am Zahltag eingegangen sind, sofort verwenden würde.

    Solche Erfahrungen habe ich bisher nicht gemacht. Ich habe häufig das Geld, das am Zahltag einging (mindestens teilweise) für ein anstehendes Investment dringend benötigt und habe nie Zinsen zahlen müssen. Insofern sehe ich hier keinen praktischen Nachteil bei der comdirect-Bank, sondern höchstens ein leicht erhöhtes Risiko, dass die Zahlung vom Zahltag noch korrigiert wird.

    5 # Hinweis: Wenn das Geld später auf dem Konto eintrifft, aber die Wertstellung rückwirkend zum Zahltag erfolgt, so mag das bezüglich möglicher Zinszahlungen in Ordnung sein, aber viel wichtiger ist doch, dass das Geld nicht zur Verfügung steht. Fair kann das also höchstens bezüglich der Zinszahlung sein.

    6 # Zusammenfassung Wertstellung: Viel wichtiger als die unverzügliche Wertstellung ist vermutlich nicht nur mir persönlich die unverzügliche Gutschrift/ Zahlung der Dividendenerträge. Insofern finde ich das Ranking nach Wertstellung leider irreführend.

    7 # Bei der Zusammenfassung könnte/ sollte man vielleicht noch einmal hervorheben, auf welche Kriterien Du Dich beziehst (geringe Abweichung vom Referenzkurs gemäß Methode xyz, schnelle Wertstellung). Ansonsten bzw. so generalisiert „Fairster Broker ist…“ liest es sich sehr merkwürdig.

    Soweit mein schnell geschriebener Kommentar. Ich arbeite nicht für comdirect, sondern habe nur das Hauptdepot bei comdirect und habe mich hier deshalb öfter auf comdirect bezogen. Auf die Erwähnung von Erfahrungen mit weiteren Depots (wie Maxblue und 1822) habe ich verzichtet.

    Evt. hilft das bei der Weiterentwicklung bzw. Darstellung der Analyse und/oder bei der Einordnung der Ergebnisse der Studie.

    VG und einen schönen Sonntag
    1Steven1

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo 1Steven1,

      dass Zahlen im Kommentator-Namen nicht mehr gehen, prüfe ich – Danke für den Hinweis!

      Inhaltlich will ich die comdirect auch nicht diskreditieren. Immerhin sind sie – anders als Deutsche Bank – so transparent, dass sie die 2 Tage spätere Wertstellung in ihrem Preis-Leistungsverzeichnis stehen haben. Wenn Du schon Aktien mit der Dividendenzahlung vor dem Wertstellungsdatum kaufst und dafür keine Sollzinsen bezahlen musst, dann liegt das daran, dass Aktienkäufe erst 2 Bankarbeitstage nach dem Handelstag belastet werden. Aber Du kannst ja mal testweise eine Überweisung der Dividende auf Dein Verrechnungskonto vor dem Wertstellungsdatum veranlassen. Ich garantiere Dir, dass Du dann Zinsen bezahlen musst.
      Wenn Du schreibst, dass Du die Dividendenabrechnung bei der comdirect immer am Zahltag erhältst, dann kann sich das nur auf Euro-Dividenden beziehen. Die kommen tatsächlich pünktlich. Bei allen umzurechnenden Dividenden ist es anders. Da kommt die Abrechnung erst am Folgetag. Vielleicht prüfst Du das noch mal oder gibst ein konkretes Beispiel wo es anders gewesen sein soll.

      Viele Grüße Ben

  11. Avatar von Thomas
    Thomas

    @Tobs,
    ich schrieb auch: Laufen lernen muss jeder selber.

    Rechnen muss jeder selber.
    Denken muß jeder selber.

    wer kein Geld für größere Handelsvolumina als 100€ bis 300€ oder 400€ die Woche hat, MUSS auf die Kosten schauen.

    Für mich funktioniert das sehr gut.

    Ich musste bei Null anfangen und hatte keine Eltern, die mir an der Börse weder informell noch materiell helfen konnten.
    Jedes Lehrgeld was zu bezahlen war, habe ich bezahlt und jede Lektion mitgenommen.
    Für jeden Cent bin ich arbeiten gegangen und habe ihn mir abgespart.

    Aber der Schneeball rollt jetzt. :)
    Meine Performance stimmt.

    Auch dank Trade Republic.

    1. Avatar von Tobs
      Tobs

      Willkommen im Club, Thomas!

  12. Avatar von Titus
    Titus

    lch meine, dass die ING Gebühren für das Umrechnen der Dividenden von USD in EUR nimmt von 0,25% nimmt und das nicht ausweist auf den Abrechnungen. Dividenden gelten hier wohl als Fremdwährungsgeschäft:
    https://www.ing.de/dokumente/direkt-depot-auszug-plv/

    Was mich bei der comdirect am
    meisten nervt ist auch, dass die zwei Tage + als Wertstellung so in der Abrechnung stehen und ich in Portfolio-Performance dann jede Abrechnung per Hand korrigieren muss. Denn alle anderen Broker, die ich nutze, machen das nicht.

    Titus

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Titus,

      nein, es sind keine 0,25% Umrechnungsgebühren. Gemeint ist die Marge auf den Umrechnungskurs. Und mit dieser Information kann man leider nichts anfangen. Das war Ausgangspunkt meiner Idee für die Studie. Weil man ja den ursprünglichen Umrechnungskurs nicht kennt. justTRADE nimmt z.B. laut PLV 0,40% Marge. Und ist trotzdem im Ergebnis mit einem besseren Umrechnungskurs unterwegs.

      Viele Grüße Ben

  13. Avatar von Steven
    Steven

    Hallo Ben,

    leider kann ich hier nicht mehr wie früher direkt auf Deinen Kommentar antworten.
    Ich habe jetzt noch einmal nachgesehen, Du hast Recht, zumindest für die letzten US-Dividenden erfolgte die Gutschrift bei comdirect am Tag nach dem Zahltag.
    (Mein Beispiel mit Zahlung noch vor Vorliegen des Referenzkurses habe ich nicht gefunden und gesucht, es ist auch nicht relevant.)
    Also, comdirect zahlt – zuverlässig – am Zahltag oder 1 Bankarbeitstag später.

    Nach wie vor finde ich den Effekt einer späteren und ggf. unzuverlässigeren Gutschrift wie bei anderen Brokern (auch wenn sie sich in der Tabelle ‚Wertstellung‘ oben finden) viel stärker als den Effekt einer möglichen Zinszahlung/ fehlenden Zinszahlung bei späterer Wertstellung.

    Das ist nur meine Sichtweise dazu. Es hängt ja auch von persönlichen Randbedingungen ab… der Nachteil Zinszahlung ist bei mir eben nicht vorhanden/ nicht relevant. Ich nutze z.B. keinen Wertpapierkredit.

    Und ich denke, wir sind uns einig, dass die Gutschrift z.B. bei Smartbroker+ im Mittel deutlich später erfolgt als bei comdirect. (Anmerkung: Ich benutze auch gerne Smartbroker+, sonst hätte ich dort kein Depot mehr. Zum Beispiel war die Kommunikation mit dem Support bei der scheinbar vergessenen Dividendenzahlung gut.)

    VG
    1Steven1

    1. Avatar von Sebastian
      Sebastian

      Hallo Steven, ich bin sowohl bei Comdirect als auch bei Trade Republic und kann Ben bestätigen. Auch mir wurden bereits Zinsen in Rechnung gestellt, wenn ich am Tag nach Erhalt der Dividende das Geld auf ein anderes Konto überwiesen habe . Deshalb fasse ich die Dividende bei Comdirect immer 2 Tage nicht an. Andererseits fühle ich mich mit Comdirect UND Trade Republic deutlich wohler. Denn immer wenn es brenzlig wurde (zuletzt im April 2025, davor März 2020) konnte ich bei TR nicht mehr handeln.

  14. Avatar von Andreas P.
    Andreas P.

    Lieber Ben,

    vielen Dank für Deine erneute Analyse und die interessanten Ergebnisse. Ich nehme sie persönlich nochmals zum Anlass, das Gesamtpaket meines Brokers (in der Tabelle unter ferner liefen) hin zu überprüfen.

    Bisher war mit meinem Depot ein Wertpapierkredit verbunden. Diesen habe ich im vergangenen Jahr gekündigt. Eine Maßnahme der Selbstdisziplinierung, um erst gar nicht mehr in Versuch zu kommen. Insofern sind Kreditzinsen kein Thema (mehr).

    Eingehende Dividenden und Zinsen werden von mir gesammelt und innerhalb von etwa zwei Wochen wieder angelegt. Entgangene Habenzinsen fallen daher praktisch kaum ins Gewicht.

    Ab dem Buchungstag der Kapitalerträge (= Zahlbarkeitstag +1 Tag) stehen diese für neue Wertpapierkäufe zur Verfügung. Überziehungszinsen fallen dafür bei meinem Broker nicht an. Die Verzögerung bei der Wertstellung (= Zahlbarkeitstag + 2 Tage) spielt somit auch keine ausschlaggebende Rolle.

    Am Ende richtet sich wohl die Entscheidung, wie bereits einige Vorredner geschrieben haben, nach einer Mischkalkulation aus monetären und emotionalen Vor- und Nachteilen der Broker.

    Viele Grüße

    Andreas P.

    1. Avatar von Sebastian I
      Sebastian I

      Guten Abend zusammen,
      vielen Dank an Ben für die akribische Analyse!
      So sehr ich die übersichtliche Darstellung im Direktdepot der ING schätze,
      finde ich den Umrechnungskurs von der Fremdwährung zum Euro nicht wirklich fair!
      Es gibt ja genug Alternativen, vielleicht liest das hier ja jemand von der ING…
      Gruß Sebastian I

  15. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Flatex ist schon wirklich klasse. Allein die Anzeige, wieviel Dividende über die Zeit plus Gewinn/Verlust je Aktie zusammengekommen sind, schafft Transparenz. Aktien, die ich bei den beiden c-Banken nicht ordern kann, sind für Flatex kein Problem.

    Für mich vollkommen unverständlich ist allerdings die Dokumentationspflicht von Flatex. Es ist so billig für jeden Vorgang eine pdf-Datei on the fly zu erstellen, dass ich es nicht fassen kann, warum es nicht geschieht. Gerade hier müsste Flatex aber liefern angesichts der Tatsache, dass man ja stets selbst mit dem Finanzamt ficht. Nachweis im Rahmen von DBA macht sich dann auch nicht so gut. Für Trader ist Flatex auch nichts, haben diese doch z.B. keine XML-Schnittstelle.

    @Thomas

    Sofern er oder sie als Kleinanleger mit kleinen dreistelligen Summen beginnen, würde ich diesem am Anfang eh kostengünstige ETF-Sparpläne empfehlen. Deine Sicht auf die Dinge kommen erst dann, wenn der Schneeball rollt ..

    1. Avatar von Sebastian I
      Sebastian I

      Guten Abend zusammen,

      ich möchte kurz berichten von den guten Erfahrungen mit dem Depotwechsel von ING zu Flatex. Am Sonntag habe ich das neue Depot eröffnet und dann die ING beauftragt,
      die US-Papiere zu übertragen, der Depotwert bei der ING war sofort 0,00 Euro.
      Heute sind nach vier Tagen alle amerikanischen Aktien wohlbehalten bei Flatex eingebucht worden.

      Gruß Sebastian I

  16. Avatar von leo Harrisch
    leo Harrisch

    Wenn bei Scalable die Dividenden durchschnittlich 5 Tage später ankommen, welche aktuell mit 2% verzinst würden, verliert man pro 1k gerade mal 27 Cent (bzw 0,027%). Scalable wäre so noch immer auf Platz 3.
    Zu berücksichtigt wäre noch, dass bei den meisten anderen Brokern das Geld überhaupt nicht (oder weniger) verzinst wird und man nicht täglich das Geld sofort anlegt bzw. auf (besser) verzinstes Konto überweist.

    1. Avatar von Matthias von Mitzlaff

      Neben der DKB ist Scalable mein zweiter Broker.
      Ich kann bestätigen, dass die üblichen Dividendenzahlungen bei Scalable circa 2 Tage nach Zahltag eingehen, in über 80% aller Fälle.
      Bei der DKB ist es bei über 60% der Einzelaktien auch mittlerweile so (2 Tage später).
      Einzig die ETF-Dividenden trudeln bei der DKB üblicherweise am offziellen Zahltag ein.

  17. Avatar von Kay
    Kay

    Bei mir schreibt cortal consors die Dividenden seit ca.4 Wochen teilweise sehr verspätet gut.
    Hat hier noch jemand diese Erfahrung gemacht?

    1. Avatar von Sven
      Sven

      Hi Kay, bin auch bei der Consorsbank, und die lassen sich immer viel Zeit mit der Gutschrift, egal ob USD in € umgerechnet werden oder USD direkt auf ein Fremdwährungskonto gutgeschrieben werden. Hat auch schon mal länger als 2 Wochen gedauert. Bei Nachfrage erhält man immer die Standardantwort, noch etwas Geduld aufzubringen, da Dividenden erst nach Geldeingang bei der Consorsbank gutgeschrieben werden können. Habe teilweise das Gefühl, dass dort noch viel händisch gearbeitet wird.

  18. Avatar von Paul
    Paul

    Vielen Dank für die sehr gute Arbeit!

  19. Avatar von Trillion
    Trillion

    Ich habe die Geschäftsbeziehung mit der TradeRepublic eingestellt, da Anschaffungskosten bei diversen Einzelwertpapierüberträgen falsch an maxblue übermittelt wurden und es fast ein Jahr dauerte, diese Fehler zu beheben. In einem Fall gelang es gar nicht und da ich die Wertpapiere aus markttechnischen Erwägunge schließlich verkaufte, bleibt mir nun nur noch übrig, das per Anlage KAP übers Finanzamt zu regeln – Antrag ist seit Neujahr unterwegs.

    Ein Broker ohne telefonische Erreichbarkeit kommt mir seither nicht mehr ins Haus.

    Geiz ist nicht geil!

  20. Avatar von Manfred Ulrich
    Manfred Ulrich

    Sehr geehrter Herr Warje,
    ich möchte nur kurz die Gelegenheit nutzen, Ihnen ganz herzlich für Ihre Analysen, welche Sie öffentlich zur Verfügung stellen, zu danken. Diese sind stets objektiv und außergewöhnlich fachkundig sowie unaufgeregt geschrieben. Insgesamt entsprechen sie der obersten Referenzklasse.
    Beste Grüße
    Manfred

  21. Avatar von Johannes
    Johannes

    Moin,
    danke für die Studie.
    Kann es sein, dass es Unterschiede gibt, welche US Aktie man hält?
    Ich habe die Erfahrung mit traderepublic gemacht, dass die Wertstellung immer +1 Tag erfolgt.

  22. Avatar von Ringo

    Krasser Aufwand! Vielen Dank! 👌
    Gerade was Trade Republic angeht, finde ich, dass der Broker aktuell in der Presse und den sozialen Medien viel zu schlecht wegkommt. Bin dort, was die Dividenden angeht, echt zufrieden.

    Gespannt bin ich dieses Jahr aber auch auf Chase von JP Morgan, die wohl den 2026 Start für Deutschland vorbereiten.

    Als weiterer Anbieter würde mich noch BISON von der Börse Stuttgart interessieren.

    1. Avatar von Martinn
      Martinn

      Das liegt auch daran, weil viele Social Media Influenncer Kooperationen mit Scalable haben und ein Podcaster sogar bei Scalable angestellt ist und in der Szene vernetzt ist (Echtgeld.tv, Podcast Leben mit Aktien/wiwo). Da scheinen einige Medien und besonders Influencer Angst zu haben ihre Kooperationen zu verlieren, wenn sie ihren Sponsor zu stark kritisieren

  23. Avatar von Kai
    Kai

    Hallo zusammen und vielen Dank für die Analyse.

    Ich bin noch neu in dem ganzen Thema und frage mich, ob es eine Analyse auch für die besten Kaufpreise bei Sparplänen gibt? Damit meine ich inkl. Berücksichtigung aller Faktoren wie börslich / außerbörslich, KVG, Spreads, etc. etc. Am Beispiel der ETF-Sparpläne: Die ING führt ja kurz nach 9 Uhr aus und kauft über XETRA. Flatex hingegen kauft kurz nach 16 Uhr über KVG. Was macht das mit dem Preis? Ist der Effekt, dass um 16 Uhr die US-Börsen geöffnet sind eher von Vorteil? Oder sind aufgrund der höheren Volatilität die Spreads eher höher?

    Ich weiß, hier geht es eher um Aktien. Ich interessiere mich einfach für das System und möchte es verstehen, daher die Frage. Außerdem kenne ich noch keine andere Seite auf der man auch so umfangreich diskutieren kann ;-)

    Viele Grüße
    Kai.

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Kai,

      ich hatte das auch mal überlegt, bin aber zu keinem sinnvollen Ansatzpunkt gekommen. Es fängt schon damit an, dass es unterschiedliche Ausführungstage gibt. Bei der einen Bank ist die Monatsmitte der 15., die nächste führt am 16. aus. Und dann, wie Du auch schon schreibst, geht die eine Bank über Xetra, die andere direkt bei der KVG und die Dritte über Gettex. Das ernsthaft zu vergleichen halte ich für kaum möglich. Und wahrscheinlich ist das auch so gewollt…

      Die Käufe erst auszuführen, wenn die US-Börsen geöffnet haben, ist gerade bei international anlegenden ETFs oder US-Aktien sinnvoll. Dann ist der Spread am geringsten und der Kauf sollte am vorteilhaftesten sein.

      Aber ich denke noch mal über Deine Idee nach. Vielleicht könnte man wirklich die gleiche Aktie und den gleichen ETF bei verschiedenen Banken über einen festen Zeitraum mit der gleichen Rate besparen und könnte dann am Ende ablesen, bei welcher Bank man die meisten Anteile im Depot hat.

      Viele Grüße Ben

    2. Avatar von Kai
      Kai

      Danke für deine Antwort! Hoffentlich wird die Antwort unter deiner angezeigt, ich konnte nicht direkt auf dich antworten.

      Ich werden einen „Mini-Vergleich“ für mich mal durchführen. Ob das sinnvoll ist.. Wird sich dann zeigen. Auch habe ich nur bei drei Anbietern Depots: ING (wegen Girokonto war es schnell eröffnet), Flatex (hatte vor Jahren mal einen aktiven Fonds, der lief mieserabel und hat mich leider vom Thema investieren abgeschreckt..) und Scalable (jetzt neu eröffnet zum Einstieg, die auf den ersten Blick günstigen Preise haben gelockt).

      Wie gesagt, ich möchte das System verstehen (praktisch wird es für mich als kleinen Privatanleger kaum/gar keinen Unterschied machen) und versuche mich durch solche Vergleiche / Fragen zu nähern. Es ist ja durchaus komplex und da kann man schön fragen, warum A etwas anders macht als B und welche Folgen hat das?

      Viele Grüße
      Kai

    3. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Kai,

      wie Ben bereits sagte, kann man mit dem Ausführungsdatum bereits geringe Mehr-Renditen erwirtschaften. Aber das ist alles Statistik. Da gibt es auch etwas im Web. Einfach suchen. So aus der Erinnerung soll der 22. des Monats über 20 Jahre ausgewertet, der beste Zeitpunkt sein.
      Keine Anlageberatung!

      Das Problem des Vergleiches (Kurs, Kosten, Zeitpunkt, etc.) ist auch eine Frage der Höhe eines Sparplans.
      Wer 50 € Sparpläne macht ist immer bei einem Anbieter ohne Transaktionskosten besser aufgehoben. Wer aber einen 400 oder 500€ (oder mehr €) Sparplan ausführen lässt, für den sind Ausführungsgebühren nicht mehr so relevant, wenn er eine bessere Marge bekommt.

      Erschwerend kommt hinzu, dass der TER des ETF ebenfalls einen Einfluss hat. ETF1 hat ein TER von 0.05, ein vergleichbarer ETF2 einen TER von 0,25. Bank 1 kassiert Transaktionskosten für ETF1, Bank 2 keine Transaktionskosten für ETF2. Ab einer gewissen Bestandsumme sind die Transaktionskosten (mit größeren Sparvolumina) sogar günstiger. Viele Banken haben zeitlich limitierte Sonderkonditionen für spezielle ETFs der Anbieter. Die können sich aber auch ändern.

      Einen ETF zu vergleichen könnte unfair sein. Für mehrere wäre ein großes Kapital erforderlich.

      Aus meiner Sicht gibt es zu viele Parameter, die einen „besseren Kurs“ beeinflussen.

      Letztendlich ist es wie beim Aktienkauf. Käufe mit kleinen Volumina möglichst ohne Kosten. Bei großen Ordervolumina machen 10 € Orderkosten (nur ein Beispiel) vielleicht nur noch 0,1% aus. Da macht Sofortkauf oder Tageslimit schon mehr aus.

      Ich verstehe Deine Intention, aber leicht umzusetzen ist ein Vergleich nicht.

    4. Avatar von Kai
      Kai

      Danke euch, vielleicht bin ich etwas zu engagiert.. ich habe ja keine Ahnung, auf welche Tiefen ich mich hier einlasse ;-)

      Ausgangspunkt war, dass ich parallel mit KI experimentiere (nicht für Investments, in diesem Fall aber als Erklärbär) und die eine KI meinte, es sei vorteilhafter wenn Flatex gegen 16 Uhr Sparpläne ausführt und die andere, es sei vorteilhafter wenn die ING kurz nach 9 ausführt.. Naja eines führte zum anderen.

  24. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Es ist das Problem des kleinen Sparers per se. Ein Verzehnfachtes von 1.000 EURO ist eben etwas anderes als von 10.000 EURO obwohl beide Anleger gleich clever sind. Fazit: Nicht unbedingt die erste Million ist die schwierigste vielmehr die erste sechsstellige Summe. Wenn man so will, liegt hier das Urübel aller Vermögensallokationen der Berufstätigen.

    Gruß Frank

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