Was Dich hier erwartet:
Bereits zum 3. Mal veröffentliche ich nun die große Studie zur Frage, welche Bank die Dividenden von US-Unternehmen am fairsten umrechnet. 2024 zeigte die Studie erstmals deutliche Unterschiede im Umgang mit US-Dividenden. 2025 konnten die Ergebnisse bestätigt und validiert werden.
Nun im Jahr 2026 wächst die Datenbasis weiter. Erneut sind einige Banken hinzugekommen, aber auch 2 Abgänge zu verzeichnen. Die onvista Bank stellte ihren Geschäftsbetrieb ein und Scalable wechselte von der Baader Bank zu einer eigenen Lösung.
Im Dezember 2025 sind damit insgesamt 20 Banken in die Wertung gekommen. Bei ihnen habe ich die identische Aktie in den Depots gehalten und monatlich eine Dividende kassiert. Die Umrechnungskurse sind damit absolut vergleichbar und geben Aufschluss, wer am fairsten umrechnet. Und nicht nur das, auch die Wertstellung der Dividende unterscheidet sich.
Das exakte Ergebnis für 2025 steht nun fest:
Die Titelverteidiger
Das ausführliche Ergebnis des ersten Studienjahres kannst Du Dir hier noch mal anschauen. Und das zweite Studienjahr ist hier veröffentlicht worden.
Trade Republic und flatex haben sich in den ersten beiden Studienjahren als Sieger abgewechselt und standen im jeweils anderen Jahr zumindest auf dem Treppchen:
| Studienjahr | Sieger | 2. Platz | 3. Platz |
|---|---|---|---|
| 2023 | Trade Republic | onvista bank | flatex |
| 2024 | flatex | Trade Republic | Baader Bank |
Die Methodik der Studie
Ich habe mittlerweile 220 Anteile von Realty Income erworben. Hier gibt es die Besonderheit, dass dieser REIT aus den USA monatlich eine Dividende in US-Dollar zahlt. Aufgeteilt habe ich die Position in jeweils 10 Anteile, die ich in 20 unterschiedlichen Depots halte. In 2 Depots haben sich durch Depotüberträge von der onvista bank und Scalable (Baader) inzwischen 20 Aktien angesammelt.
So erhalte ich monatlich 20 Dividendenabrechnungen mit einem Wechselkurs von US-Dollar zu Euro, der dann in die Studie eingeht.
Gegenüber dem Vorjahr sind in 2025 Scalable Capital (zusätzlich zum von der Baader Bank betreuten Scalable Broker), der GENO Broker und Santander hinzugekommen. Letztmals im April 2025 war die onvista bank dabei und der Scalable Broker beendete im November seine Mitwirkung.
Die Datengrundlage ist damit weiter angestiegen: Nach „nur“ 145 Dividendenzahlungen im Jahr 2023, waren es in 2024 schon 213 Dividendenzahlungen, die ich analysieren konnte. 2025 steigerte sich auf 241 Dividendenzahlungen.
Jede einzelne Buchung habe ich manuell ausgewertet und den Wechselkurs erfasst.
Die untersuchten Broker
Ich habe versucht, alle für den deutschen Markt relevanten Banken und Broker zu berücksichtigen. Die 22 Teilnehmer des Jahres 2025 sind damit:
| Markenauftritt | Bank |
|---|---|
| 1822direkt | Frankfurter Sparkasse |
| comdirect | Commerzbank |
| Consorsbank | BNP Paribas |
| DKB | Deutsche Kreditbank |
| finanzen.net zero | Baader Bank |
| flatex | flatexDEGIRO Bank |
| GENO Broker | GENO Broker |
| ING | ING-DiBa |
| justTRADE | Sutor Bank |
| maxblue | Deutsche Bank |
| Merkur Privatbank | Merkur Privatbank |
| onvista bank | Commerzbank |
| Postbank | Deutsche Bank |
| Santander | Santander Consumer Bank |
| S Broker | S Broker |
| Scalable Broker | Baader Bank |
| Scalable Capital | Scalable Capital |
| Smartbroker+ | Baader Bank |
| Targobank | Targobank |
| tradegate.direct | Tradegate AG |
| Trade Republic | Trade Republic Bank |
| Traders Place | Baader Bank |
Die Auswertung
Realty Income zahlt seine Dividende jeweils zur Monatsmitte. Fällt der 15. auf ein Wochenende oder einen Feiertag, dann ist der offizielle Zahltag der vorherige Bankarbeitstag. Benchmark ist daher der jeweilige EZB-Referenzkurs am Zahltag. Dieser Kurs wird von der Europäischen Zentralbank durch eine Abfrage bei den Geschäftsbanken als Durchschnittsumrechnungskurs gegen 14.00 Uhr ermittelt und um 16.00 Uhr veröffentlicht. Er gilt dann auch für die Finanzämter als der offizielle Wechselkurs des jeweiligen Tages.
Für die Studie gewertet wird die jeweilige Abweichung der Dividendenabrechnung vom EZB-Referenzkurs. Banken, die die Dividende vor der Veröffentlichung des EZB-Referenzkurses gutschreiben, haben deshalb systemimmanent eine Abweichung.
Die Gewinner
Fairster Broker für US-Dividenden des Jahres 2025 ist Trade Republic. Der Neobroker holt sich damit die Krone von flatex zurück. Der Vorjahressieger landet nun – knapp geschlagen – auf dem 2. Platz. Im Durchschnitt rechnete Trade Republic gegenüber dem EZB-Referenzkurs sogar mit 0,149% besser ab. Flatex gelang es ebenfalls, den EZB-Referenzkurs zu unterbieten, aber im Durchschnitt nur mit 0,085%.
Außer Konkurrenz lief die onvista bank, da sie nur bis April 2025 Dividenden abrechnete und dann ihren Geschäftsbetrieb einstellte. In den ersten vier Monaten des Jahres rechnete sie ebenfalls besser als der EZB-Referenzkurs ab (-0,182%).
Auf dem dritten Platz landete – für mich durchaus überraschend – Scalable Capital mit einem durchschnittlichen Aufschlag von 0,16% auf den EZB-Referenzkurs. Dabei gibt es aber einen großen Haken zu beachten, der eigentlich zu einer Disqualifikation beim Thema Fairness führen müsste: Scalable Capital schreibt die Dividendenzahlungen mit einem deutlich abweichenden (späteren!) Wertstellungsdatum gut. Das ist nicht nur eine völlig intransparente Handhabung, sondern widerspricht jeglicher Fairness. Die Verzinsung des Guthabens startet damit später und wer für sein Depot einen Wertpapierkredit in Anspruch genommen hat, zahlt Sollzinsen, da die Dividende so spät gutgeschrieben wird.
Sowohl Trade Republic als auch flatex schreiben die Dividende hingegen am Zahltag auch wortstellungsmäßig gut. Beide verwenden dabei zur Umrechnung den EZB-Referenzkurs. Da die Dividendenabrechnung in der Regel vor 16.00 Uhr erfolgt (dem Zeitpunkt der Veröffentlichung des EZB-Referenzkurses), nehmen beide Banken den Kurs vom Vortag.
Die Abschläge ergeben sich deshalb aus den durchschnittlichen Wechselkursveränderungen über das Jahr zwischen dem Vortag und dem Dividendenzahltag. Den Sieg sicherte sich Trade Republic deshalb, weil flatex im September und November etwas später abrechnete und dann den EZB-Referenzkurs des Zahltages nahm. Der an sich fairste Umrechnungskurs war hier aber jeweils ein Stückchen schlechter als der Umrechnungskurs des Vortages.
Im Ergebnis lässt sich festhalten – und das ist keine Werbung, sondern einfach Fakt: Trade Republic hat über das gesamte Jahr 2025 die Dividenden verlässlich am Zahltag mit dem EZB-Referenzkurs des Vortages gebucht und die Wertstellung jeweils am Zahltag vorgenommen. Besser (bezogen auf diese Aspekte) geht es nicht!
Die Verlierer
2023 und 2024 belegte die Merkur Privatbank mit einem durchschnittlichen Aufschlag von 0,611% bzw. 0,521% auf den EZB-Referenzkurs jeweils den letzten Platz im Ranking.
Und nun bitte einen Trommelwirbel: Auch 2025 ist die Merkur Privatbank wieder auf dem letzten Platz gelandet! 0,591% war nun der durchschnittliche Aufschlag.
Erneut hat sich die Merkur Privatbank den letzten Platz als für Anleger nachteiligster Broker beim Umrechnungskurs durch Abweichungen gegenüber den anderen von der DWP Bank betreuten Banken „erkämpft“. Die DWP Bank ist neben der Merkur Privatbank auch der Dienstleister für die Sparkassen-Gruppe (1822direkt, DKB und S Broker) sowie den GENO Broker und Santander. Obwohl in den meisten Monaten identische Abrechnungen vorgenommen werden, gibt es immer wieder kleinere Abweichungen beim Umrechnungskurs. Interessanterweise allerdings bei der Merkur Privatbank dreimal zu Lasten der Anleger und nur zweimal marginal zu ihren Gunsten.
Das führt dann eben dazu, dass die Merkur Privatbank einen durchschnittlichen Aufschlag von 0,591% hat, während die drei Broker aus dem Sparkassenlager mit 0,532% Aufschlag agierten.
Zwischen die letztplatzierte Merkur Privatbank und die Sparkassengruppe platzierte sich in diesem Jahr die ING mit einem durchschnittlichen Aufschlag von 0,546%.
Das komplette Ranking
Im Jahr 2025 ergab sich aus den Dividendenabrechnungen das folgende Ranking:
| Platz | Broker | durchschnittlicher Aufschlag |
|---|---|---|
| 1. | Trade Republic | -0,149% |
| 2. | flatex | -0,085% |
| 3. | Scalable Capital | 0,160% |
| 4. | comdirect | 0,306% |
| 5. | Consorsbank | 0,337% |
| 6. | finanzen.net zero | 0,351% |
| 6. | Smartbroker+ | 0,351% |
| 6. | Traders Place | 0,351% |
| 9. | justTRADE | 0,429% |
| 10. | Targobank | 0,432% |
| 11. | Santander | 0,482% |
| 12. | tradegate.direct | 0,486% |
| 13. | maxblue | 0,516% |
| 13. | Postbank | 0,516% |
| 15. | 1822direkt | 0,532% |
| 15. | DKB | 0,532% |
| 15. | S Broker | 0,532% |
| 18. | ING | 0,546% |
| 19. | GENO Broker | 0,574% |
| 20. | Merkur Privatbank | 0,591% |
| ohne Wertung | onvista bank | -0,182% |
| ohne Wertung | Scalable Broker | 0,321% |
Neue Teilnehmer sind der GENO Broker seit Juni 2025 und Santander seit Juli 2025. Nicht mehr gewertet wurden die onvista bank und Scalable Broker, die beide ihren Geschäftsbetrieb im Laufe des Jahres 2025 einstellten.
Auf dieser Übersicht sind alle ausgewerteten Abrechnungen und die jeweiligen Umrechnungskurse des Jahres 2025 dargestellt:

Der Vergleich über 3 Jahre
Mit fortschreitender Zeit bietet die Studie auch die Möglichkeit, einen noch längeren Vergleichshorizont zu betrachten. Und so habe ich auch eine Gesamtauswertung für die Jahre 2023, 2024 und 2025 erstellt. Insgesamt habe ich in den 3 Jahren 599 Dividendenzahlungen von Realty Income erhalten und ausgewertet.
Langzeitgewinner ist dabei Trade Republic, dicht gefolgt von flatex. Die beiden Broker schaffen es sogar, durchschnittlich günstiger als der EZB-Referenzkurs umzurechnen. Ein Hoffnungsschimmer hat sich allerdings für die Merkur Privatbank aufgetan: sie landet nur auf dem vorletzten Platz. Denn der seit Juni 2025 neu in die Studie aufgenommene GENO Broker hat einen marginal höheren durchschnittlichen Aufschlag als die Merkur Privatbank zu verzeichnen. Das bezieht sich jedoch bisher nur auf 7 Messungen, während bei der Merkur Privatbank 32 Umrechnungen ausgewertet wurden.
| Platz | Broker | durchschnittlicher Aufschlag |
|---|---|---|
| 1. | Trade Republic | -0,041% |
| 2. | flatex | -0,004% |
| 3. | Scalable Capital | 0,160% |
| 4. | Scalable Broker | 0,225% |
| 5. | onvista bank | 0,230% |
| 6. | finanzen.net zero | 0,239% |
| 7. | Traders Place | 0,263% |
| 8. | Smartbroker+ | 0,288% |
| 9. | comdirect | 0,329% |
| 10. | Consorsbank | 0,368% |
| 11. | Targobank | 0,375% |
| 12. | justTRADE | 0,418% |
| 13. | tradegate.direct | 0,470% |
| 14. | ING | 0,479% |
| 15. | Santander | 0,482% |
| 16. | Postbank | 0,507% |
| 17. | S Broker | 0,524% |
| 18. | maxblue | 0,536% |
| 19. | 1822direkt | 0,543% |
| 19. | DKB | 0,543% |
| 21. | Merkur Privatbank | 0,566% |
| 22. | GENO Broker | 0,574% |
Und hier alle 599 Umrechnungskurse auf einen Blick:

Wertstellungsdatum
In meiner Analyse der Bankenmethoden hatte ich neben dem Umrechnungskurs auf das Wertstellungsdatum hingewiesen. Manche Banken verbuchen die Dividende auf dem Konto der Anleger nicht zum Zahltag, sondern 2 Bankarbeitstage später. Dadurch ziehen sie sich einen weiteren Vorteil. Denn der Anleger erhält entweder keine Zinsen für diese beiden Bankarbeitstage oder muss – bei Inanspruchnahme eines Wertpapierkredits – sogar selbst Sollzinsen bezahlen. Und 2 Bankarbeitstage können, wenn ein Wochenende oder die Weihnachtsfeiertage dazwischen liegen, auch schon mal bis zu 5 Tage sein.
Als Nebeneffekt meiner Studie habe ich den Beleg, wie die 20 Broker abrechnen. Und auch das ist eine Frage der Fairness. Es geht dabei nicht darum, wann die Dividendenabrechnung erfolgt. Sondern darum, mit welchem Datum sie gutgeschrieben wird. Regelmäßiger Nachzügler sind z.B. die ING und die Consorsbank. Sie lassen sich jeden Monat mehrere Tage nach dem Zahltag Zeit mit der Dividendenabrechnung. Aber die Gutschrift erfolgte rückwirkend zum Zahltag. Für die Anleger war es also kein Nachteil.
Anders ist es hingegen – wie oben schon angerissen – bei Scalable Capital. Zunächst dachte ich, es seien nur Anlaufschwierigkeiten des frisch aufgestellten Setups. Aber nach inzwischen 9 Monaten und 9 Dividendenabrechnungen ist es eine systematische Schlechterstellung der Kunden. Ich bin sogar der Meinung, dass es sich um ein rechtlich nicht akzeptables Verhalten handelt. Denn Scalable Capital schreibt die Dividende frecherweise mit deutlich späterem Wertstellungsdatum gut. Dem Kunden entgeht dadurch eine Guthabenverzinsung oder – bei in Anspruch genommenen Wertpapierkredit – muss er Sollzinsen zahlen. Die folgende Tabelle zeigt das plastisch auf:
| offizieller Zahltag | Scalable Capital Wertstellung | Kundennachteil |
|---|---|---|
| 15.04.2025 | 22.04.2025 | 7 Tage |
| 15.05.2025 | 20.05.2025 | 5 Tage |
| 13.06.2025 | 18.06.2025 | 5 Tage |
| 15.07.2025 | 18.07.2025 | 3 Tage |
| 15.08.2025 | 20.08.2025 | 5 Tage |
| 15.09.2025 | 18.09.2025 | 3 Tage |
| 15.10.2025 | 20.10.2025 | 5 Tage |
| 14.11.2025 | 19.11.2025 | 5 Tage |
| 15.12.2025 | 18.12.2025 | 3 Tage |
Ein Blick in den Kalender und Analyse der Feiertage und Wochenenden ergibt, dass Scalable Capital jeweils 3 Bankarbeitstage nach dem Zahltag die Wertstellung vornimmt. Damit ist Scalable Capital im negativen Sinn ein Unikat, denn keine andere Bank erlaubt sich das.
Die Wertstellungen von US-Dividenden bei deutschen Banken erfolgen insgesamt nach folgendem Schema:
| Wertstellung | Banken |
|---|---|
| am Zahltag | Consorsbank, finanzen.net zero, flatex, ING, justTRADE, Smartbroker+, Targobank, tradegate.direct, Traders Place und Trade Republic |
| Zahltag + 1 Bankarbeitstag | 1822direkt, DKB, GENO Broker, Merkur Privatbank, Santander und S Broker |
| Zahltag + 2 Bankarbeitstage | comdirect, maxblue und Postbank |
| Zahltag + 3 Bankarbeitstage | Scalable Capital |
Völlig korrekt und fair ist die Wertstellung am offiziellen Zahltag. Die Anzahl der verschiedenen Banken zeigt auch, dass es technisch möglich und praktikabel ist. Der 1 Tag Verzögerung bei den von der DWP Bank betreuten Banken ist hingegen schon ärgerlich. Wirklich unfair wird es dann aber bei den Großbanken Commerzbank und Deutsche Bank mit 2 Tagen späterer Wertstellung und einfach nur noch dreist ist dann Scalable Capital.
Schlussfolgerung
Nach drei Studienjahren hat sich nun ein sehr klares Bild herausgebildet: Bezogen auf Dividenden von US-Unternehmen führt kein Weg an Trade Republic und flatex vorbei. Sie schreiben die Dividenden durchgängig am Zahltag mit Wertstellung an eben diesem Tag gut und nehmen dafür den letzten veröffentlichten EZB-Referenzkurs zur Umrechnung. Fairer geht es nicht!
Ob sich deshalb ein Wechsel des Depots lohnt, ist hingegen eine andere Frage. Denn bei der Beurteilung des richtigen Depotanbieters zählen ja auch noch einige andere Aspekte. Für Buy-and-Hold-Anleger kann sich aus der Studie aber ein Optimierungspotenzial ergeben. Denn ein einfacher Depotübertrag größerer Aktienpositionen, die ansonsten unangetastet im Depot liegen, kann einen dauerhaften Zusatzertrag bringen.
Theoretisch sind so bis zu 0,6% höhere Dividendenerträge aus US-Aktien möglich.
Ab wann sich ein solcher Wechsel lohnt, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Bei z.B. 20.000 € Dividenden aus dem Dollar-Raum ergibt die Wahl eines faireren Brokers einen Vorteil von bis zu 120 € im Jahr. Und das jedes Jahr.
Unabhängig von dem finanziellen Vorteil ist es für mich aber auch eine Frage des Vertrauens. Ich will, dass meine Dividenden fair abgerechnet werden. Und die beiden Gewinnerbanken haben durch ihren Bezug zu einem amtlich ermittelten Kurs als Einzige eine nachvollziehbare Referenz. Bei allen anderen Banken ist die Umrechnung eine Black Box und am Ende bin ich der Willkür ausgesetzt. Und wenn dann auch noch bei der Wertstellung getrickst wird, scheidet für mich die Bank als seriöser Geschäftspartner aus.
Die spannendste Erkenntnis der Studie ist für mich, dass es keinen Gleichlauf zwischen hohen Provisionen und fairen Umrechnungskursen oder umgekehrt gibt. So agieren die beiden bekanntesten Neobroker Trade Republic und Scalable Capital konträr zueinander. Und die Sparkassengruppe stellt sich als fairer als die Deutsche Bank dar.
Ich gebe allerdings die Hoffnung nicht auf, dass das Beispiel von Trade Republic und flatex die anderen Banken zu einer Veränderung animiert. Deshalb wird die Studie dauerhaft fortgeführt. Jede Bank hat jeden Monat die neue Chance, es besser zu machen!
Es kann ja nicht nur darum gehen, wer den 3. Platz hinter den Platzhirschen Trade Republic und flatex erreicht. Die Ansatzpunkte für eine Verbesserung habe ich klar aufgezeigt – nun liegt es an den Banken ihr Verhalten zu verbessern!
Und 2027 wird dann wieder der fairste Broker für US-Dividenden gekürt. Weitere Depotbanken nehme ich übrigens gerne in die Wertung auf. Wenn Du Vorschläge hast, dann schreib gerne einen Kommentar.


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