Welches Depot ich für welchen Aktienkauf nutze

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Im Laufe meines Börsenlebens hat sich nicht nur ein beachtliches Dividendendepot gebildet, sondern auch eine stattliche Anzahl von Depotbankverbindungen.

Warum ich verschiedene Depots bei verschiedenen Banken habe, habe ich in diesem Beitrag ausführlich beschrieben. Der heutige Beitrag ist quasi die Fortsetzung dazu. Welches Depot wähle ich aus, wenn ich konkret vor dem Kauf einer Aktie stehe.

In meinem Kopf ist die Entscheidung für das passende Depot übrigens ganz schnell. Es in Worte zu fassen, ist gar nicht so einfach. Aber ich versuche es transparent und nachvollziehbar zu formulieren:

Meine Depotbankverbindungen

Depots habe ich inzwischen bei der Augsburger Aktienbank, der comdirect bank, maxblue, der Consorsbank, der Onvista Bank, der ING und der DKB. Also 7 Depots, die alle darum buhlen, den nächsten Aktienkauf durch ihre Bücher laufen zu lassen. Denn nur damit verdienen die Banken Geld mit mir.

Der erste Schritt: spontaner oder geplanter Kauf?

Das erste Kriterium ist das Timing. Handelt es sich um einen spontanen Kauf oder ist er geplant? Geplant ist ein Kauf bei mir dann, wenn ich zumindest einen Tag Zeit zwischen der Kaufentscheidung und ihrer Durchführung habe. Dann kann ich von meinem Tagesgeldkonto auf jedes Depotkonto Guthaben übertragen und habe die freie Auswahl. Ich halte nämlich ansonsten auf den unverzinsten bzw. nahezu unverzinsten Depotkonten kein Guthaben vor.

Bei einem spontanen Kauf, etwas durch einen Kursrutsch aufgrund einer Unternehmensmeldung, bleibt mir nur die Auswahl unter den Depots mit einem Wertpapierkredit. Den nutze ich in diesem Fall nur, um den Kauf durchführen zu können. Ich habe dann noch 2 Bankarbeitstage Zeit, das Konto auszugleichen. Ansonsten müsste ich Zinsen zahlen. (Meine grundsätzliche Einstellung zum Wertpapierkredit habe in diesem Beitrag dargestellt.)

Ein Wertpapierkredit und damit Kaufkraft für einen spontanen Aktienkauf steht mir bei der Augsburger Aktienbank, der Consorsbank, der comdirect bank und maxblue zur Verfügung.

Zweiter Schritt: die konkrete Depotauswahl

Die vier Depotbanken mit Wertpapierkredit sind damit klar im Vorteil, da ich bei ihnen sowohl spontan als auch geplant handeln kann. Trotzdem gibt es bei ihnen natürlich einige Unterschiede.

Wann ich mich für die Augsburger Aktienbank entscheide

Bei der Augsburger Aktienbank achte ich darauf, dass mein Depotwert bei etwa 100.000 € liegt. Dann erhalte ich aufgrund der dortigen Beleihungsregeln den maximal möglichen Wertpapierkredit von 50.000 €. Nicht dass ich ihn nutzen möchte – aber ich liebe es, eine solche Kreditlinie zu haben. Das Depot selbst nutze ich (inzwischen) ausschließlich für meine deutschen Aktien. Ich habe hier meinen kompletten Freistellungsauftrag und erhalte keine Quellensteuerabzüge bei Dividendenzahlungen. Da die Kaufgebühren mit mindestens 19 € unverhältnismäßig hoch sind, scheidet das Depot eigentlich für Käufe aus. Ich nutze es jedoch für den Tag der Aktie, wenn ich gratis kaufen kann. Oder übertrage deutsche Aktien nach dem Kauf bei einer anderen Bank zur Augsburger Aktienbank. Im Falle eines Crashs wären mir aber die Kaufgebühren egal und ich würde meinen Wertpapierkredit nutzen, um im größeren Stil einzukaufen.

Wann ich mich für die Consorsbank entscheide

Meine Wahl fällt auf die Consorsbank, wenn ich Aktien nachkaufe, die ich bereits dort im Depot habe. Bei der Consorsbank habe ich die meisten meiner US-Aktien im Depot. Mir gefällt, dass die Dividenden mit der Wertstellung gebucht werden, die auch in den offiziellen Dividendenmitteilungen angegeben werden. Besonders stark ist die Consorsbank auch bei australischen Wertpapieren, die bei anderen Banken oftmals nicht von Privatanlegern gehandelt werden können. Deshalb befinden sich Sydney Airport, Spark Infrastructure und die Transurban Group dort im Depot.

Wann ich mich für die comdirect bank entscheide

Für die comdirect bank entscheide ich mich ebenfalls dann, wenn ich Aktien nachkaufe, die ich bereits dort im Depot liegen habe. Dort liegt ein anderer Teil meiner US-Aktien. Sie sind dort durch Depotübertragungen hingekommen, für die ich eine schöne Prämie erhalten habe. Außerdem liegen dort meine nachgekauften BASF-Aktien. Der von der Abgeltungssteuer befreite Altbestand liegt im Depot bei der Augsburger Aktienbank. Die beiden Positionen will ich voneinander getrennt halten.

Wann ich mich für maxblue entscheide

Die meisten Aktien im Depot von maxblue sind ebenfalls durch Prämienaktionen per Depotübertrag dort hin gekommen. Ich halte dort meine “Spezialfälle” im Quellensteuerbereich wie z.B. Medtronic. Als Teil der Deutschen Bank bietet maxblue hier einen Quellensteuerservice an, der eine kostengünstige Rückerstattung möglich macht. Neukäufe in den dort gehaltenen Positionen nehme ich deshalb auch direkt bei maxblue vor. Von den vier Depotbanken mit Wertpapierkredit ist maxblue mit einer Mindestprovision von 8,90 € zudem die günstigste Bank.

Wenn ich die freie Wahl habe

Die Mindestprovision ist bei Spontankäufen eigentlich kein ausschlaggebendes Kriterium. Denn spontan kaufe ich eigentlich nur in Aktien, die ich schon im Bestand habe, nach. Und dann sind es meistens größere Abschnitte, da ich die Aktie ja schon gut kenne. Wichtiger ist mir die Mindestprovision aber bei geplanten Käufen. Die finden dann eher bei neuen Aktien statt, die ich schon einige Zeit analysiert habe und nun kaufen möchte. Meistens starte ich da mit einer kleineren Position und kaufe dann später nach.

Wann ich mich für die ING entscheide

Kaufe ich nur eine kleinere Position und ist das geplant, dann ist die ING der Favorit. Mit 4,90 € und 0,25% vom Kurswert Provision ist sie gerade bei Käufen bis 1.000 € sehr günstig. Unabhängig davon habe ich meine Schweizer Aktien Givaudan, Novartis und Swiss Re bei der ING im Depot. Zu den Dividendenzahlungen gibt es nämlich kostenfrei und automatisch den Tax-Voucher hinzu, den Du zur Rückerstattung der nicht angerechneten Quellensteuer benötigst.

Wann ich mich für die Onvista Bank entscheide

Bei der Onvista Bank habe ich das Festpreisdepot. Ich kann dort pauschal für 7 € kaufen und verkaufen (5 € Provision und 2 € Handelsplatzgebühr). Das ist gerade bei größeren Käufen sehr attraktiv. Da die Onvista Bank zur comdirect bank gehört, mache ich das Depot aber nicht “voll”. Gedanklich möchte ich nicht mehr als 100.000 € bei einer Bank angelegt haben. Davon nimmt die comdirect bank bereits einen Großteil ein.

Wann ich mich für die DKB entscheide

Die DKB habe ich als absoluten Tipp für französische Aktien entdeckt. Sie ist die einzige mir bekannte Bank, die die Vorabbefreiung für deutsche Anleger anbietet und so eine volle Anrechnung von nur 12,8% Quellensteuer ermöglicht. Alle Details dazu findest Du in diesem Beitrag. Das Depot nutze ich ausschließlich für meine französischen Aktien VINCI und Veolia Environnement. Das Gebührenmodell mit pauschalen Sätzen ist dabei auch attraktiv: bis 10.000 € zahle ich für einen Kauf pauschal 10 € Provision.

Zu den Angeboten der Banken

Dieser Beitrag soll Dich nicht zur Eröffnung von Depots bei “meinen” Banken animieren. Ich habe frank und frei berichtet, für welche Aktienkäufe ich welche Bank nutze. Für mich hat jede meiner Depotbanken ihren Sinn und spezifische Vorteile. Einige der Banken bieten attraktive Eröffnungsprämien oder Prämien für Depotüberträge. Konkret informieren kannst Du Dich über diese Angebote über die folgenden Partnerlinks:
comdirect bank
Consorsbank
DKB
onvista bank
Mein Tagesgeld habe ich übrigens bei RaboDirect.

Einen Depotvergleich mit verschiedenen Anbietern, auch solchen bei denen ich kein Depot habe, findest Du auf dieser Seite.

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40 Gedanken zu „Welches Depot ich für welchen Aktienkauf nutze“

  1. Hallo Ben,

    Wenn ich meine Aktien von einem Depot zu anderen übertrage, verlieren dann die Aktien ihren Einstandswert. Ist das bei dir auch so? Oder gibt es hier ein Trick, denn ich noch nicht kenne.

    Grüße

    Wladi

    1. Hallo Wladi,

      die Banken müssen eigentlich die Einstandskurse mit übertragen. Die meisten schaffen das auch. Manchmal geht allerdings etwas schief. Da hilft dann die alten Kaufbelege aufzubewahren und bei einem Verkauf dann bei der Steuererklärung mit abzugeben.

      Viele Grüße Ben

    2. Hallo Wladi,

      selbes Phänomen hatte ich scheinbar bei der Comdirect. Die Kaufkurse sind da aber hinterlegt, ein wenig versteckt. In der Depotübersicht wird dort aber der Kaufkurs abzüglich Gebühren angezeigt. Diesen kann man selbst nachtragen. In den Hilfeseiten wird man da fündig.

  2. Hallo Ben,

    bei mir sieht es ähnlich aus, ich habe aber seit etwa 2 Jahren noch Degiro mit im „Depotportfolio“.

    Z.B. 50 Cent + 0,4 US Cent pro Handel sind ein (fast?) unschlagbarer Preis beim Handel an US Börsen. Auch an anderen Börsen kann man handeln, wo es bei deutschen Banken teils schwierig wird.

    Viele Grüße

    Claus

  3. Danke für die ausführlichen Beschreibungen.
    Mich wundert etwas, dass “neuartigere” Depots keine Rolle spielen.
    Meine Vorredner berichten schon von Flatex und Degiro, ich selbst arbeite immer öfter mit TradeRepublic. (1€ Gebühr, sonst nichts)
    In Bälde dürfte auch Justtrade (0€) in den Fokus rücken.
    Hast du solche Depots bisher aus bestimmten Gründen nicht berücksichtigt/genutzt?

    Gruß
    Marc

    1. Hallo Marc,

      mich haben die Depots bisher nicht überzeugt. Flatex nimmt Negativzinsen, auch Justtrade wird sie nehmen. Außerdem nimmt Flatex Gebühren für ausländische Dividendenzahlungen. TradeRepublic hatte ja auch so gestartet, weshalb ich kein Depot dort eröffnete. Inzwischen haben sie aber die Gebühren gestrichen und ich will demnächst dort ein Depot eröffnen und über meine Erfahrungen berichten.

      Viele Grüße Ben

  4. Hallo Marc,

    in Deinem Beitrag schreibst Du das Du Guthaben vom Tagesgeldkonto auf jedes Depotkonto überweisen kannst. Ich bin selber bei Moneyou mit meinem Tagesgeld und da kann ich nur das Guthaben auf ein Referenzkonto überweisen, in diesem Fall auf mein Girokonto. Ist das anders bei Deinem Tagesgeldkonto ? So wie ich gelesen habe bist du bei der RaboDirect

    Viele Grüße Dirk

    1. Hallo Dirk,

      bei RaboDirect kann ich auch nur auf mein Referenzkonto überweisen. Das passiert aber taggleich. Mein Referenzkonto ist bei der Augsburger Aktienbank. Auch von dort kann ich taggleich überweisen. Deshalb überweise ich von der Augsburger Aktienbank auf das entsprechende Depotkonto und überweise zeitgleich vom Tagesgeldkonto zur Augsburger Aktienbank. Das alles passiert dann mit identischer Wertstellung, sodass mir keine Dispozinsen berechnet werden.

      Viele Grüße Ben

  5. Hallo Ben,

    vielen Dank für Deinen interessanten Bericht!
    Deine Meinung zu Degiro würde mich interessieren. Mich haben die sehr niedrigen Gebühren überzeugt.
    Ich bin noch recht neu in der Aktienwelt und wusste nicht, dass man bei Depots teilweise Negativzinsen zahlt. Gilt das für dort liegendes Geld oder auch für den Wert der verwalteten Aktien?
    Viele Grüße
    Reik

    1. Hallo Reik,
      natürlich nur für das Geld. Degiro ist keine Bank und muss “überschüssiges” Geld in Geldmarktfonds anlegen.Sie kompensieren aber bislang die Verluste aus den Negativzinsen dieser Geldmarktfonds.
      Viele Grüße
      Claus

    2. Hallo Reik,

      Negativzinsen werden nur für das dort liegende Geld fällig. Alles was Du in Wertpapieren angelegt hast, ist kostenfrei. Ich bin deshalb nicht bei Degiro, weil ich keine Lust habe, meine Dividendenerträge noch mal alle bei der Steuererklärung anzugeben. Dazu bist Du nämlich verpflichtet, wenn sie über dem Freibetrag liegen. Anders als deutsche Banken, führt Degiro die Steuern nicht automatisch ab.

      Viele Grüße Ben

  6. Moin,

    momentan gibt es bei der Targobank ja ein ziemlich gutes Angebot für den Depotübertrag. Ich würde einen Teil der Aktien parken wollen, die dort dann gerne mindestens das geforderte Jahr parken könnten. Hat jemand spezielle Erfahrungen mit dem Depot gemacht?

  7. Hallo Robert,

    ja, ich finde, die Targobank hat aktuell ein ziemlich gutes Angebot für die Depotübertragung. Ich habe (was nicht so einfach ist), Ben darüber per E-Mail unterrichtet. Kann von den Zeiten her schon sein, daß ich ihn auf den Trichter gebracht habe (Sein Bericht war nach der E-Mail) Hallo Ben! Sag mal was dazu!

    Ich habe schon etliche Jahre ein Depot bei der Targobank. Funktioniert. Kann man machen. Für meine Bedürfnisse ist das Depot in Ordnung. Handelsgebühren sind seit der Übernahme von der Citibank etwas höher geworden, aber für meine Losgrößen immer noch ok. Ich als Bestandskunde habe ein Depot von einer anderen Bank zur Targobank übertragen, die Prämie ist aber noch nicht eingetrudelt.

    Ben schreibt anderswo, daß man die Übertragungsprämie versteuern muß (stimmt), das müsse man Dividenden aber auch (stimmt auch). Dennoch sind das zwei Paar Stiefel:

    Für die Depotübertragungsprämie gibts eine Freigrenze von 256 Euro im Jahr. Bleibt man drunter, bleibt die Prämie steuerfrei. Kommt man drüber, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig, und zwar meines Wissens mit dem persönlichen Steuersatz, nicht mit der Abgeltungssteuer. Da dürfte bei manchem, bei dem ein größeres Volumen übertragen wird, der Fiskus ordentlich von der Prämie abbeißen.
    Dividenden werden wohl meist mit der Abgeltungssteuer versteuert, also vermutlich niedriger als die Prämie.

    1. Hallo Achim,

      ich habe nun auch den Depotübertrag zur Targobank genutzt. Leider ist die Targobank was die Webseiten Funktionen angeht weit schlechter als die Consorsbank wo meine Aktien vorher lagen.

      Naja 1 Jahr werde ich es schon aushalten, dann gehts wieder zurück denn die Web-Oberfläche gefällt mir gar nicht. Alles dauert sehr lange und ist umständlich.

      VG Tom

  8. Hallo Ben!

    Hast Du schon einen der neuen Broker getestet? Für Trade Republic hattest Du das ja angekündigt. Mich stört an Trade Republic, dass der Handel nur per App möglich ist. Außerdem gibt es nur ein Treuhand-Sammelkonto für die Einlagen auf den Verrechnungskonten – ist mir irgendwie suspekt.

    Bei Just Trade gibt es zwar Negativzinsen, aber man kann ja Guthaben nur gezielt für Käufe übertragen. Außerdem sollte man eher Euro-Aktien kaufen, 0,4% Gebühren für die Umrechnung ausländischer Dividenden sind nicht so toll. Ich überlege, aber trotzdem hier mal ein Testdepot anzulegen. Hast Du es vielleicht doch auch schon versucht?

    Interessant klingt auch das Angebot von Smartbroker. Für die Handelsabwicklung ist die DAB zuständig. Niedrige Handelsgebühren, aber wohl 0,50 Euro für jede Dividenden-Einbuchung. Hoffentlich ändert sich das noch!

    Gibt es von Dir demnächst Erfahrungsberichte zu den neuen Brokern? Würde mich sehr freuen!

  9. Hallo Ben,

    kannst du noch etwas zu Trade Republic sagen? Sind die zuverlässig? Kann man von TR auch Aktien in andere Bank Depots senden? Wie sind deine Erfahrungen?

    Die Orderkosten sind ja scheinbar unschlagbar. Wie ist es z.B. mit der Wertstellung von Dividenden? Gibt es Themen welche dich stören? Gerade im Vergleich zu Consorsbank würde mich interessieren.

    Ansonsten mach bitte weiter so!!!

    VG Tom

    1. Hallo Tom,

      Trade Republic ist bei mir bisher sehr zuverlässig. Die Dividenden kommen direkt am Zahltag (schon gegen Mittag!). Depotüberträge zu anderen Banken gehen auch, Du musst das allerdings per Papierformular beauftragen. Sie wollen das scheinbar nicht so leicht machen. Das ist bei der Consorsbank anders: da kann man im Onlineportal den Depotübertrag auswählen und einzelne Aktienpositionen an andere Depots senden. Trade Republic funktioniert nur als Smartphone-App. Wenn Du lieber über den PC handeln möchtest, dann schau Dir mal den Smartbroker an. Das ist ein “vollwertiges” Depot und die Ordergebühren liegen bei pauschal 4 €.

      Viele Grüße Ben

  10. Smartbroker informiert heute, dass die Bearbeitung zur Depoteröffnung aufgrund extremer Nachfrage 4 Wochen dauert. (Ich weiß nicht, ob die 2 Wochen, die ich schon warte noch dazugerechnet werrden müssen.)
    Zudem informiert Smartbroker, dass in der kommenden Woche die Gebühren weiter gesenkt werden, und dass zukünftig ohne Ordergebühren gehandelt werden kann.

    Ich muss sagen, dass in diesen Zeiten der Handel bei comdirect reibungslos funktioniert, wie ich es gewohnt bin.
    Speziell mit Onvista scheint es ja derzeit viele Probleme zu geben (mir sind zumindest viele negative Erfahrungsberichte aufgefallen).

    VG
    1Steven1

  11. Hallo Ben,

    erstmal Kompliment für Deine super Website! Total transparent und übersichtlich – klasse! :)

    Ich bin gerade dabei von Flatex weg zu wechseln aufgrund der Depotgebühren, der Negativzinsen und der Gebühren auf nicht-deutsche Dividenden.

    Ich habe noch Depots bei der DKB und bei der ING und würde gerne prinzipiell meine Konten aufteilen in:
    1. Gehalt (lokale Volksbank, wird gewechselt, sobald die Gebühren erhöhen)
    2. Konsum (DKB VISA-Konto 1)
    3. Immobilien (DKB Vermieterpaket)
    4. Sparen (ING Tagesgeldkonten)
    5. Investieren (Flatex derzeit noch)

    Ich frage mich gerade, wie ich mein System etwas umstellen kann. Meine Idee wäre bislang:
    1. Gehalt (Volksbank –> DKB Giro-Konto 1)
    2. Konsum (DKB VISA-Konto 1)
    3. Immobilien (DKB Vermieterpaket)
    4. Sparen (ING Tagesgeldkonten und ggf. noch moneyou dazu, leider inzwischen ohne KWK-Prämie …) und ggf. mit DKB Giro-Konto 2 als Verrechnungskonto einen ETF-Sparplan beim DKB-Depot für ETFs von Vanguard und/oder iShares (am besten einen ACWI) + einen REIT mit dem Ziel der Altersvorsorge = risikoarmer Teil –> Gibt es zu DKB Alternativen für einen guten ETF-Broker, der Vanguard UND iShares hat? Onvista?
    5. Investieren = risikoreicher Teil im Vergleich zu 4.
    5.1 deutsche Aktien: DKB-Depot?
    5.2 nicht-deutsche Aktien: ING erhebt immerhin keine Gebühren für Dividenden nicht-deutscher Aktien.

    Wenn ich 5.1 bei der DKB aufmachen würde, dann hätte ich Sparen und Investieren bei der DKB etwas vermischt, wäre aber kein Weltuntergang, denke ich – allerdings ist mir die Trennung prinzipiell wichtig. Ich fände es toll, wenn mein Depots in Subdepots unterteilbar wäre, um den Überblick zu behalten, also eins für deutsche, eins für nicht-deutsche Aktien und eins fürs ETF-Sparen.

    Viele Grüße
    Kex

  12. Hallo Ben,

    ich bin gerade dabei, mein Portfolio um schweizerische Werte zu erweitern und war kurz dafür aufgrund des kostenfreien Tax Vouchers ein weiteres Depot zu eröffnen – bei der Ing Diba.
    Hast Du Erfahrung, wie weit der Service von maxblue bei erteilter Vollmacht bei Quellensteuererstattungen aus der Schweiz geht und welche Kosten hierfür anfallen? Hat die Ing hier einen Vorteil für Schweizer Aktien?
    Desweiteren wäre maxblue aus meiner Sicht auch interessant für dänische, spanische und irische Aktien – hast Du hierzu Erfahrung bei maxblue?

    Danke und Gruß,
    Jörg

    1. Hallo Jörg,

      bei maxblue habe ich keine Erfahrung mit Schweizer Aktien, weil ich da sehr zufrieden bei der ING bin. Die Quellensteuererstattung habe ich selber gemacht und die kostenlosen Tax Voucher beigelegt.
      Ich habe bei maxblue irische (Medtronic), italienische, spanische, finnische und dänische Aktien. Aber bisher (nach 2 Jahren Depot) noch keinerlei Unterstützung oder automatische Rückholung von abgeführter Quellensteuer erhalten. Das hatte ich mir auch besser vorgestellt.

      Viele Grüße Ben

      1. Hallo Ben,

        das klingt enttäuschend – hast Du mal bei maxblue nachgefragt und eine Rückmeldung erhalten, woran es liegt, dass keine automatische Rückholung oder zumindest Unterstützung erfolgt?
        Wenn man mal “maxblue quellensteuer” googelt, stößt man auf zahlreiche (allgemeine und nicht näher spezifizierte) Aussagen und positive Bewertungen, dass maxblue vieles automatisch täte bei der Quellensteuerrückerstattung…
        Hast Du eine Idee, bei welchem Broker kanadische Aktien am Besten aufgehoben wären? Hier findet man allerlei Widersprüchliches zu Vorabbefreiung, Rückerstattung etc.?

        Danke und Gruß,
        Jörg

          1. Hallo Jörg,

            Danke für den Link. Ich warte einfach weiter geduldig, ob maxblue irgendwas selbstständig beantragt. :)

            Viele Grüße Ben

  13. Ich glaube das Problem ist bei ING Diba, dass man da überhaupt keine Schweizer Aktien mehr kaufen oder verkaufen kann. Ich habe da Nestle, Novartis und Partner Group und wollte Partner Group aufstocken. geht nicht! Die Aktien, welche ich aber dort habe mache ich die Schweizer Quellensteuerrückerstattung mit dem Taxvoucher der ING selbst. Das klappt recht gut. Bei der Comdirekt habe ich ebenfalls Schweizer Aktien. Ab einer bestimmten Summe der Rückerstattung, macht das die Comdirekt. Allerdings seit diesem Jahr erhält man das ausgefüllte Formular und muss es selbst unterschreiben. Die letzten Jahre hat das die Comdirekt komplett selbstständig gemacht. Ab diesem Jahr, darf die Bank das aber nicht mehr, da es unerlaubte Finanzhilfe wäre.
    Also musste ich dieses Jahr nur das ausgefüllte Formular unterschreiben und an die Bank zurückschicken. Naja die Comdirekt nimmt eine Gebühr. Deshalb auch die Mindesterstattung und nur bei hoher Rückerstattung möglich. Ist etwas für Faule.

    Ben aber die dänische Quellensteuer sollte funktionieren. Da gibt es eine Seite auf der dänischen Finanzverwaltung. Muss man die Dokumente Online hochladen. Mir war es aber zu kompliziert und ich habe den Vorgang abgebrochen und auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben.

    1. Hallo star,
      man kann bei der ING Diba schweizer Aktien kaufen. Über Direkthandel ist das möglich. Generell können an deutschen oder EU- Börsen keine schweizer Aktien seit 01.07.2019 gehandelt werden. So gibt es zur Zeit auch keine Sparpläne. Aber über den Direkthandel kann man diese ordern, bei allen gängigen Brokern.

      @Ben und alle:
      Was passiert, wenn man eine schweizer Aktie über eine amerikanische ADR kauft. Konkret: Kann man damit die schweizer Quellensteuer umgehen? Nur so ein Gedannke, vielleicht hat schon jemand hier Erfahrungen.

      Viele Grüße an alle, bleibt gesund!

      1. Hallo thorbjorn,

        mein Versuch, vor ein paar Tagen Schweizer Aktien (Swiss Re) über die ING zu handeln, ist gescheitert. Ich erhielt nur die Meldung, dass ein Handel nicht möglich sei (im Direkthandel). Vor einigen Monaten ging es allerdings noch.

        Über ADRs spart man keine Quellensteuer, obwohl es das immer wieder als Gerücht gibt.

        Viele Grüße Ben

  14. Hallo Ben,
    wie immer tolle Beiträge. Ich habe ein paar Frage zu max blue als Depotanbieter. Wickelt max blue, als deutscher Anbieter die Steuern ab? (Kapitalertragssteuer, usw) Wie läuft es mit ausländischen Dividendenzahlungen ab? Ich habe gesehen sie bieten einen klasse Service an. Mittels einer Vollmacht kann man für Dividenden aus Australien, Finnland, Kanada, Schweden & Süd Korea ermäßigen lassen. Ist hiermit die nicht anrechenbare Quellensteuer gemeint? Hast du damit Erfahrung, du hast auch australische und französische Aktien im Depot. Die französischen Werte hast du bei der DKB, warum nicht bei max blue.
    Zusätzlich bietet max blue die Erstattung von Quellensteuer an. Wie funktioniert das? Muss man dann auch zusätzliche Formulare ausfüllen, wie bei den Schweizer Dividenden? Werden die erst ab einem bestimmten Betrag tätig? Es sind wirklich viele Länder aufgelistet, z.B. noch Italien, Spanien… Wie hat es bei Medtronic funktioniert?
    Das sind viele Fragen. Ich hoffe, es ist nicht zu viel und du kannst mir weiterhelfen. Auf der max blue-Homepage habe ich nicht wirklich etwas gefunden.
    Ich finde die Kosten bei diesem Service, wenn es alles funktioniert extrem außergewöhnlich. Das würde gerade nach steuerlichen Aspekten für Dividenden fokussierte Anleger vieles noch interessanter machen.
    Viele Grüße

    1. Würde mich auch interessieren. :)
      Was mich zusätzlich interessiert sind die Kosten bei ausl. Dividenden und Splits, was ja gar nicht so selten vorkommt. Im PLV steht was von 19,90. Ist das wirklich so?

      1. Hallo,
        ich kann nicht auf alle Fragen antworten, aber meine langjährigen Erfahrungen mit maxblue sind folgende
        – bei meinen kanadischen Dividenden werden 15% Quellensteuer angerechnet; ich musste dafür keinen Antrag stellen
        – für in- und ausländische Dividenden fallen bei mir keine Gebühren an
        – es werden bei meinen Dividenden und Kursgewinnen Kapitalertragssteuern und Soli berechnet und abgezogen
        – Depotüberträge (Eingänge und Ausgänge) sind bisher innerhalb von zwei Wochen erledigt worden; das Formblatt kann online am PC ausgefüllt und anschließend ausgedruckt werden.
        Gruß
        Andreas

  15. Hallo Ben,
    siehst Du in Bezug auf die Sicherheit des Vermögens einen Vorteil in einem Depot in der Schweiz oder UK?
    (Zum Beispiel Swissquote oder Captrader)
    Ich selbst habe noch keine abgeschlossene Meinung zu dieser Frage.
    Gut fände ich, dass man so zumindest einen Teil des Vermögens außerhalb des EUR-Raumes hätte.
    In Bezug auf Steuern oder Vermögensabgaben wird das jedoch vermutlich nichts bringen, da man gegenüber dem Finanzamt ohnehin gläsern sein muss.
    Ich weiß nicht, wie es bei Swissquote mit der US-Quellensteuer liefe, ob man hier den selben Service hätte wie bei deutschen Banken oder ob man sich selbst darum kümmern müsste.(Captrader bietet diesen Service ebenfalls)
    Das Ausfüllen der Anlage KAP wird wohl auch nicht einfacher, wenn die in Deutschland üblichen Steuerpapiere nicht zur Verfügung stehen.
    Die Kosten bei Captrader sind günstig, bei Swissquote deutlich höher als in Deutschland.
    Ein weiteres Argument gegen ein Auslandsdepot ist, dass man den gewohnten Rechtsraum verlässt. Etwaige Streitigkeiten müsste man vermutlich in UK, den USA oder der Schweiz austragen, so schätze ich das zumindest ein.
    Auf der anderen Seite hätte man jedoch etwas Geld außerhalb der EUR-Zone, was ich attraktiv fände, da es mir schwerfällt die Chancen dieser Währung langfristig einzuschätzen.
    Wie siehst Du das Thema Auslandsdepot?
    Gruß Heppi

    1. Hallo Heppi,

      ich mache mir um mein Aktienvermögen keine Sorgen in Deutschland. Als Sondervermögen bin ich da von einer Insolvenz eines Brokers nicht betroffen. Und die Einlagensicherung für mein Barvermögen halte ich auch für sicher genug. Das wäre für mich kein Grund, im Ausland ein Konto oder Depot zu eröffnen.
      Sinnvoll kann es aber sein, wenn Du deutlich günstigere Konditionen als im Inland erhältst und womöglich auch noch flexibler handeln kannst. Für den Optionshandel ist ein Depot im Ausland aus meiner Sicht sogar unerlässlich.
      Als Sicherheit bezüglich der Währung musst Du meines Erachtens nicht ins Ausland gehen. Da kannst Du auch ein Währungskonto in CHF eröffnen (bietet z.B. der S-Broker an) und dort Geld außerhalb der Eurowährung parken.
      Deine Fragen zeigen mir, dass man da noch viel zu sagen könnte. Ich nehme das als Anregung für einen eigenen Beitrag auf!

      Viele Grüße Ben

  16. Hallo Ben,

    Du kaufst ja zuletzt oft über den Smartbroker ein, das Angebot sieht ja auch echt gut aus und ich überlege von der Comdirect umzuziehen, da ich durch meine Sparpläne und 1-2 Trades pro Monat schon auf fast >500€ Gebühren p.a. komme. Wahrscheinlich würde ich dann auf 500-600€ Trades statt Sparplänen umsteigen. Ich frage mich insbesondere, ob sich ein Smartbroker Depot als Hauptdepot eignet (Ich hab tendenziell gern alle Werte in einem Depot).

    Vielleicht könntest Du ja bei Gelegenheit mal einen Blogeintrag zu Deinen Erfahrungen mit dem Smartbroker (und ggf. TradeRepublic) schreiben, oder deine Depotübersicht aktualisieren.

    Schöne Grüße
    Felix

    1. Hallo Felix,

      Danke für die Anregung. Setze ich gerne um. Vorab schon mal: der Smartbroker ist bei mir schon zu einem der größten Depots geworden. Ich sehe keinen Grund, warum er nicht das Hauptdepot sein sollte.

      Viele Grüße Ben

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