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Vom Allzeithoch halbiert – reicht das jetzt?

3D-Illustration mit extrudiertem General Mills-Logo vor einem gelben Finanzraster-Hintergrund. Ein roter, nach oben gerichteter Pfeil und eine blaue Aktienkurslinie symbolisieren einen steigenden Börsenkurs. Moderne, kontrastreiche Farbgebung in Blau, Orange und Gelb vermittelt Wachstum und Dynamik.
4.8
(65)

Nach dem Allzeithoch ist vor dem Allzeithoch? Nicht unbedingt – bei diesem Lebensmittelkonzern liegt das Hoch zwar noch keine 3 Jahre zurück, aber die Aktie hat sich seitdem halbiert. Und eine Rückkehr in solch luftige Höhen erscheint aus heutiger Sicht auch völlig illusorisch.

Losgelöst davon stellt sich aber die Frage, ob der Kursrückgang nun zu seinem Ende kommt und die Aktie nun wieder in ruhigere Gewässer kommt. Erste zarte Anhaltspunkte dafür gibt es!

Wie es nun fundamental aussieht und ob sich aus den Prognosen des Managements etwas Positives herauslesen lässt, erfährst du in diesem Beitrag.

General Mills ist ein weltweit führender US-amerikanischer Lebensmittelkonzern, der unter anderem Frühstücksflocken, Fertiggerichte, Snacks, Eiscreme und andere Nahrungsmittel produziert und vertreibt. Daneben hat er eine Sparte für Tierfutter. Der Chart sah bis Mitte 2023 (Rekordhoch im Mai bei 90 US$) gut aus. Seitdem ist es allerdings ein Trauerspiel. Im Herbst 2024 sah es dann noch einmal nach einer Erholung aus, im Anschluss kann die Aktie nur noch eine Richtung: gen Süden. 2026 notiert die Aktie nun jedoch in ihrer Heimatwährung 3% im Plus. Die Wende?

Das Unternehmen habe ich hier ausführlich vorgestellt.

General Mills im Langfrist-Chart in US-Dollar
General Mills im Langfrist-Chart in US-Dollar

Ich selbst bin seit 2014 in der Aktie investiert. Meine Käufe nahm ich durch die Bank zu höheren Kursen als aktuell vor. Aber immerhin ließ ich mich durch das Allzeithoch oder den Anstieg dorthin nicht zu einem Kauf verleiten. So hält sich mein Kursminus in Grenzen und durch die über die Zeit erhaltenen Dividenden bin ich insgesamt weiterhin im positiven Bereich (Total Return). Mein interner Zinsfuß seit dem Erstkauf im Juni 2014 liegt für General Mills bei +2,88% p.a. – wahrlich keine Erfolgsstory!

Dividendenzahlung

General Mills zahlt erneut eine Quartalsdividende von 0,61 US$ je Aktie. Nach meinem letzten Nachkauf im Oktober 2025 sind nun erstmals meine kompletten 200 Aktien dividendenberechtigt. Für sie erhalte ich eine Brutto-Dividende von 122,00 US$. Sie wurde von flatex zum Kurs von 1,1919 in Euro umgerechnet. Das entspricht dem EZB-Referenzkurs vom Tag vor dem Zahltag, in diesem Fall dem 30.01.2026. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 76,21 €. Sie wurde mit Wertstellung 02.02.2026 überwiesen.

General Mills Dividende im Februar 2026

Gegenüber dem Vorquartal mit 175 dividendenberechtigten Aktien ist das eine „Mehrdividende“ von 7,42 € netto. Der schwächere US-Dollar hat hier leider einen besseren Start in die Dividendenzahlungen 2026 verhindert.

Annualisiere ich die Quartalsdividende, dann wird innerhalb eines Jahres 2,44 US$ Dividende gezahlt. Bei einem Aktienkurs von 47,87 US$ (Schlusskurs am 06.02.2026) entspricht das einer Dividendenrendite von 5,1%. Sollte die Dividende erneut zum August 2026 erhöht werden, dann liegt sie tatsächlich sogar noch etwas höher.

Meine persönliche Dividendenrendite (Yield on Cost) ist etwas niedriger, da mein durchschnittlicher Einstand je Aktie über dem aktuellen Kursniveau liegt. Für die 200 Aktien habe ich insgesamt 8.830,11 € bezahlt. Mit dem aktuellen Umrechnungskurs für die Dividende ergibt das eine jährliche Brutto-Dividende von 409,43 €. Mein YoC liegt damit bei 4,6%.

Perspektiven

General Mills hat in den letzten Jahren wahrlich keine Freude gemacht. Im Mai 2023 stand die Aktie noch doppelt so hoch wie heute. Und zwischendurch gab es keine wirklich dramatischen Nachrichten, wie etwa eine Fehlbilanzierung oder milliardenschwere Schadensersatzklagen. Nichts jedenfalls, das einen besonders großen Tagesverlust bedeutete. Es war vielmehr ein langsamer, stetiger Rückwärtsgang. Verbunden mit durchwachsenen Quartalsergebnissen, die den Pessimisten immer wieder neues Futter gaben.

In dieser Phase befinden wir uns immer noch, aber es besteht Hoffnung. Denn zumindest in den ersten Wochen des neuen Jahres hat sich die Aktie nicht weiter verbilligt. Aber die starke Erholung, die andere Konsumwerte hingelegt haben (z.B. auch PepsiCo in meinem Dividendendepot), ist noch nicht eingetreten.

Was mich in der Aktie gehalten und sogar zu Nachkäufen im letzten Jahr animiert hat, sind mehrere Punkte: Trotz Gewinnrückgängen schreibt das Unternehmen immer noch ordentliche Gewinne. Und verdient auch die Dividende und muss sie nicht aus der Substanz bezahlen. Eine Dividende wird zudem seit nun 127 Jahren ununterbrochen bezahlt. Diese Tatsache und die Weisheit „Gegessen wird immer.“ geben General Mills einen festen Platz in meinem Dividendendepot.

Und ansonsten agiere ich nach dem Prinzip, dass es sich nach meiner Überzeugung um eine Schwächephase handelt und ich dem Management vertraue, dass es die richtigen Maßnahmen ergreifen wird, um das Unternehmen mittelfristig wieder auf Wachstum zu trimmen. Dazu passt das erklärte Ziel, dass langfristig ein jährlich organisch steigender Umsatz von 2-3% zu ebenfalls steigenden Gewinnen beitragen soll.

Davon sind wir aktuell ein gutes Stück entfernt: Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr sieht ein organisches Nullwachstum im Umsatz in der Mitte vor (-1% bis +1%). Der Gewinn je Aktie soll zwischen 10% und 15% sinken.

Im 2. Quartal des Geschäftsjahres (endete am 23. November) gab es – wie schon im 1. Quartal – einen Umsatzrückgang von 7%. Organisch sank der Umsatz um 1% gegenüber dem Vorjahresquartal. Der adjustierte Gewinn je Aktie sank um 21%.

Zur Mitte des Geschäftsjahres liegt General Mills damit bei einem organischen Umsatzrückgang von 2% und einem Rückgang des adjustierten Gewinns je Aktie bei konstanten Währungen von 21%.

Damit liegt das Unternehmen deutlich hinter der Ganzjahresprognose zurück. Und normalerweise müsste man dann die Prognose auch anpassen. Genau das ist aber nicht geschehen, sondern das Management hält ausdrücklich an der Prognose fest.

Das bedeutet ungefähr, dass im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres organisch der Umsatz nicht mehr zurückgehen darf, um dann maximal 1% zu sinken. Und beim Gewinn ist ebenfalls nur noch ein kleiner Rückgang möglich, um in die Prognosespanne zu kommen.

Und als Aktionär klammert man sich in der aktuellen Situation natürlich an jedes zarte Pflänzchen und zieht daraus Hoffnung. Ob das wirklich der erste Schritt zum Turnaround ist, muss sich in den nächsten Quartalen bestätigen.

Betrachtet man die nüchternen Fakten, dann gibt es auch Positives zu berichten. Im ersten Halbjahr wurden operativ 1,2 Mrd. US$ Cash generiert. Das sind zwar 0,6 Mrd. US$ weniger als im Vorjahreszeitraum. Aber immer noch deutlich mehr als für die Dividendenzahlungen (659 Mio. US$) benötigt wurden. So war noch Luft, um 500 Mio. US$ in Aktienrückkäufe zu investieren.

Die Aktienrückkäufe sind auf diesem Kursniveau jedenfalls sinnvoller als zum Allzeithoch. Insofern macht es das Unternehmen genau richtig.

Innerhalb eines Jahres ist die Anzahl der ausstehenden Aktien dadurch von 562,2 auf 537,3 Mio. zurückgegangen (-4,4%). Man darf nun aber nicht glauben, dass die Aktienrückkäufe in diesem Thema beibehalten werden. Das langfristige Ziel sieht aber immerhin vor, dass pro Jahr durchschnittlich 1-2% der ausstehenden Aktien vom Markt genommen werden.

Ich bin weiter bereit, dem Management und dem Aktienkurs Zeit zu geben. Mit überdurchschnittlichen Kostensenkungen, einer Konzentration auf die Kernmärkte USA, Brasilien, China und Indien und der Optimierung des Markenportfolios hat General Mills einen klar vorgezeichneten Weg eingeschlagen.

Wer mit einem Einstieg bei General Mills liebäugelt, kann aus meiner Sicht ruhig noch etwas warten. Denn der Turnaround ist ja noch nicht geschafft und es gibt auf dem Weg dorthin sicher auch noch einige Rückschläge. Andererseits ist die Dividendenrendite jetzt schon relativ hoch und die Dividendenhistorie bietet eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass man sich diese Einstandsrendite dauerhaft sichern und voraussichtlich auch noch verbessern kann.

Wer aber schon andere Lebensmittelkonzerne im Depot hat, muss General Mills sicher nicht zwingend noch dabei haben. Es ist nicht die beste Lebensmittelaktie (die gibt es aus meiner Sicht nicht!) und auch nicht so breit aufgestellt, dass man damit eine ganze Branche abdecken kann. Für mich ist das Unternehmen eine gute Ergänzung zu PepsiCo und Coca-Cola. Alle drei Unternehmen bieten mir verlässliche Dividenden und das ist für mich der Hauptaspekt meines Investments in die Lebensmittelbranche.

Die 200 Aktien von General Mills entsprechen derzeit nur noch einem Depotgewicht von 1,4%. Damit könnte ich durchaus noch Aktien zukaufen. Sollte der Aktienkurs noch günstiger werden, ist das auch durchaus denkbar. Aber eigentlich fühle ich mich mit der Positionsgröße wohl und will nicht mehr zukaufen. Und es wäre wirklich schön, wenn der Kursrückgang nun abgeschlossen wäre und 2026 das Jahr des Turnarounds wird.

Auf einen Blick:

Unternehmen:General Mills
ISIN:US3703341046
Im Divantis-Depot seit:23.06.2014
Letzter Nachkauf am:15.10.2025
Stückzahl im Divantis-Depot:200
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:44,15 €
Gesamtkaufpreis:8.830,11 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:2.360,08 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

für diesen Beitrag verwendete Quellen:
General Mills Reports Fiscal 2026 Second-quarter Results and Reaffirms Full-year Outlook

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Kommentare

57 Kommentare zu „Vom Allzeithoch halbiert – reicht das jetzt?“

  1. Avatar von Adrian
    Adrian

    Es kann nur bergauf gehen. Ich hab schließlich letzte Woche Nature Valley im Kaufland gekauft ;-)

  2. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Im Grunde warte ich nun auf den ergänzenden Kommentar von Thomas. Warum? Weil Ben in seinen Analysen wenig den gesamten Markt mit zwei, drei Sätzen kommentiert. Das fehlt und gibt mir derzeit leider keine Entscheidungshilfe🥴 Die Solidität der /die Manager/innen allein ist mir zu eratisch.

    Gruß Frank

  3. Avatar von Thomas
    Thomas

    General Mills.
    wenn wir eine durchschnittliche reale Inflationsrate € von 3,5% annehmen,
    wenn man einen spekulativen (ja spekulativ!) Währungsverlust des Dollars bis Ende 2027
    mit einer mittleren Erwartung von 7%-8% annimmt,
    wenn man noch dazu betrachtet, das sich die Richtung der Kapitalströme (ZuflussAbfluss Europa Asien USA) verändert und zwar
    haben 2025 die USA ca. 0,5–1,5 % ihres Equity-Fonds-AUM durch Abflüsse verloren, während Europa und ex-US (inkl. Asien/Japan) 2–5 % (teilweise mehr) durch Zuflüsse gewonnen.
    Das entspricht einer relativen Kapitalverschiebung von 1–3 Prozentpunkten der globalen Equity-Allokation weg von den USA (besonders spürbar seit Mitte 2025 und extrem in Jan/Feb 2026)

    dann haben wir neutral betrachtet,
    sollten die Trends so anhalten,

    in Euro gerechnet eine negative Erwartung Kapitalerhalt bei General Mills von gut minus 10% über die nächsten zwei Jahre. Da reicht die Dividendenerhöhung nicht aus, um das kompensieren.
    Was macht dann der Kurs? Das wissen wir eben nicht.
    Kann sein, wenn der Techsektor stark einbricht, das dann wieder die langweiligen Food u.a. Values einem förmlich aus der Hand gerissen werden, aber das wissen wir eben auch nicht genau.
    Leider gehört eben General Mills neben Campbells und Conagra Brands mit zu den schwächsten der Branche im US Sektor, so das man nicht unbedingt annehmen kann, das die bei einem Aufschwung wie bei einem Jojo die auch am schnellsten wieder hochkommen. Das eben gerade auch nicht.

    Habe mir trotzdem vor einiger Zeit als Divi-Baumaterial ein paar Kraft Heinz zu etwa 21€ reingenommen, mal sehen was passiert. Auch Nestle könnte man aus den gleichen Gründen aufstocken.

    Könnte aber passieren, das die weiter einfach nur rumkrebsen oder noch weiter fallen.

    Das gute Momentum im Depot kommt jedenfalls im Moment nicht aus dieser Ecke (Food USA) und so werde ich bei General Mills weiter außen vor bleiben. Dollar sowieso nur sehr sparsam.

    Bens Beweggründe sind aber auch in Ordnung.

    schönen Sonntag.
    mal sehen, was die Wahlen in Japan bringen.

  4. Avatar von Tobs
    Tobs

    Hallo Ben,

    ich lese immer gerne Deine Berichte, weil sie mich auch veranlassen, über meinen eigenen Investment Case nachzudenken.

    In einem Satz schreibst Du nebenbei, Du verlässt Dich darauf, dass das Management die richtigen Maßnahmen einleitet, um wieder organischen Umsatz anzukurbeln. Und das tue ich wie Du auch!

    Denn derzeit leidet GIS neben etwas schwächerem Wachstum unter Preis-Investitionen, was aber langfristig wieder moderates organisches Wachstum liefern sollte. Sprich die Preissenkungen sind die Grundlage, dass das Wachstum wieder anziehen wird. Die Preissenkungen führen dazu, dass die Produkte ihre Regalplatzdominanz behalten und GIS seine Verhandlungsstärke ggü Retailern nicht verliert. Langfristig sichert dass das Wachstum! Und GIS ist auf Produktebene extrem breit aufgestellt, und zwar jeweilig als Marktführer oder einer der Marktführer.

    Im Cereal Markt hat GIS einen Marktanteil von 30 Prozent, sogar einen Prozentpunkt mehr als Kellogs! Blöderweise schrumpft dieser Markt insgesamt aber 2 Prozent p.a. Hier wird wenig Wachstum kommen die Jahre. Im Bereich Fruit Snacks hat GIS einen Marktanteil von rd. 28 Prozent, Dessert Mixes rd. 18 Prozent, Soßen rd. 16 Prozent, Suppen rd. 15%, Quick Recipe Kit rd. 15 %, Dried Ready Meals rd. 8 %, Hundefutter rd. 9%, Katzenfutter rd. 5%. GIS investiert auch rd. 5% des Umsatzes in Produktforschung, das ist ein Wert im Einklang mit der Industrie, also kein Margentuning zu Lasten der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit.

    Das muss man sich doch mal auf der Zunge zergehen lassen (vielleicht nicht unbedingt das Hunde- u. Katzenfutter… :-)). Das ist ein total dominantes Multi-Brand-Cluster!

    Für mich persönlich ist der Take:
    In schrumpfenden Kategorien ist der Marktanteil stabil.
    In wachsenden Kategorien hat GIS hat starke Positionen.
    Die Portfolio-Breite ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

    Also, selbst in der heftigen Preisinvestitionsphase dieser Tage (die nicht ewig andauern wird!), verdient GIS so viel Cash, dass sie die Divis im mittleren einstelligen Prozentbereich anheben, rd. 500 Mio. USD Aktien zurückkaufen und auch noch den Leverage Richtung 3x Net Debt/EBITDTA runterschrauben.

    Das ist doch echte Stärke, wie die diese Cash Walze mal auf ein bisschen Marge verzichtet für ein paar Quartale und damit die anderen Luschen platt macht und uns Aktionäre immer noch das Cash in den Allerwertesten pusten kann!

    Darum: Wenn nicht jetzt, wann dann kauft man einen so breit aufgestellten Consumer? :-)

  5. Avatar von Matthiassechssechs
    Matthiassechssechs

    5% Dividendenrendite sind natürlich nice, aber nur 15% des Umsatzes (3% des operating profit) werden außerhalb Nordamerikas gemacht. Da sind mir Nestle, Pepsico und Unilever wg. der größeren Diversifikation (Regionen/Währungen) lieber.

  6. Avatar von BörsenHai
    BörsenHai

    Wie Thomas und Matthias66 schrieben,

    ist der Kurs mehr als Sägezahn. Das eigene Erlebnis ist abhängig vom Einstiegszeitpunkt. Die weltweite Diversifikation lässt zu wünschen übrig.
    Breiter aufgestellte und ruhigere Titel liegen mir mehr. Wobei Consumer nicht mehr die Ruhe der 90er oder davor haben. 30% runter oder rauf in einem Jahr ist nicht mehr so selten.

    Wer überzeugt ist, mit 5%+ Div für Dividendenjäger sehr attraktiv für einen ersten Einstieg derzeit.

    Dennoch für mich ist das nichts. Trotz Div-Historie, trotz Div-Höhe, trotz Div ist verdient. Und ich wäre in meiner Situation an sich in der Lage nur noch auf die Dividende zu schauen.
    Für einen Aufbau eines Depots halte ich dieses Invest für vollkommen ungeeignet. Da möchte man stabile steigende Kurse und steigende Div. Da hat man ja noch 20 Jahre oder mehr Zeit. Am Ende des Arbeitslebens sieht die Situation halt anders aus. ;)

  7. Avatar von Poldi
    Poldi

    Stimmt schon, der Chart sprach die letzten Monate Bände und lieferte keine Hoffnung.
    Bei den aktuellen Kursen überlege ich auch, ob ich meine Position ausbauen werde.
    Das PE sieht nun auch ordentlich aus.
    Kann deine Zusammenfassung unterschreiben ;-))
    LG Poldi

  8. Avatar von Hansi
    Hansi

    Beir mir hatte General Mills gestern ersten Jahrestag. Es werden noch viele Jahre folgen. War eine sehr teure Hochzeit mit 57€, aber die wurde sehr sehr klein gefeiert.
    Im Herbst haben wir kleinen Urlaub gemacht für 42€ und Silvester haben wir auch klein gefeiert für 39€. Es ist immer noch ne Position, die ich vermutlich irgendwann die Reihen weiter nach oben aufstocken möchte. Vermutlich könnte irgendwann sowas wie ne heftige Goodwill-Geschichte oder die Halbierung der Dividende der nächste gute Einstiegspunkt für die Positionsverdreifachung sein.
    Aktuell habe ich mehr als 15 verschiedene Consumer im Depot herumfliegen. Selbst wenn die Menschen sich weniger leisten können, werden sie weiter auch Marken kaufen. Eigenmarken sind eh ein totes margenarmes Geschäft für die Hersteller. Selbst wenn der Urlaub gestrichen wird, dann gönnt man sich halt 1-2 im Monat ne Marke. Kraft habe ich seit seit 2019 mit Startwert 24€ im Depot. Abschreibung und Dividendeneinfrierung waren damals der Beginn. Ruhig bleiben, Tee trinken und um die 6% Div. abgrasen, dann braucht man auch keine steigenen Kursen.
    Die goldenen Zeiten sind für alle vermutlich vorbei. Aber bei den niedrigrn Kursen hat man schöne stabile Geschäfte, die aktuell bei einem Crash King sein werden. Einen Testlauf hatten wird doch schon diese Woche. Wenn Bitcoin, Edelmetalle, KI und andere KGV-Mondreiter verlassen werden, sucht das Kapital immer nach annehmbaren Alternativen. Bei Crash wird alles abverkauft, aber in unterschiedlicher Stärke.
    Cash bei Banken oder Anleihen überschuldeter Staaten sind auch keine vertrauensweckenden Alternativen zum Umschichten.
    Wenn ich meinen Depotwert Stand heute bis Jahresende halten könnte, wäre ich für 26 mehr als zufrieden.

  9. Avatar von Manfred
    Manfred

    Hi all

    Bei mir bekommt gen mills keinen daumen hoch. Zum teil wegen sehr schlechten bilanzen. Kein working kapital. Soweit ich in den jahren zurueckblicken kann. ( Current ratio zwischen katastrophalen 0.6 – 0.7.).
    Soll heissen : es fehlt an fluessiger knete. Riesiger goodwill. Riecht nach jede menge zukuenftiger Abschreibungen ( kraft heinz laesst gruessen !) .umsatz leicht ruecklaufig, bei steigenden schulden. Und …und … und.
    Und das schlimmste ist : ich hab auch n paar von denen :-(
    Vielleicht sieht nach einem spiessrutenlauf die zukunft von gen mills ja wieder besser aus……
    Oder sie wird uebernommen ?

    1. Avatar von Tobs
      Tobs

      Hallo Manfred,

      sry, dass ich wieder Schlaumeier antworte…

      Dein Befund – trifft zu. Aber die Analyse ist tricky.

      #Current ratio. Peers wie Nestle, PepsiCo usw. haben historisch auch eine solche von <1. Negatives Working Capital entsteht, wenn Umsatz schneller in Cash umgewandelt werden kann als Verbindlichkeiten fällig werden. Das ist hier sogar meines Erachtens ein Qualitätsausweis, weil es profitabilitätssteigernd wirkt und GIS sich das schlechtweg leisten kann: Die Händler zahlen schnell, die Lieferanten werden später bezahlt und das Lager in der Mitte hat GIS gut geplant. Das ist doch Kapitalallokation vom Allerfeinsten!

      #Goodwill. Ja, haben sie eine Menge davon! Blue Baffalo war der letzte fette Treiber. Aber gerade hier sehen wir doch keine Marken-Erosion, darum hinkt der Vergleich mit KHC. Ich hatte es oben weiter geschrieben, welche Marktanteile GIS bei Hunde- und Katzenfutter hat und dass das Geschäft erfolgreich am Wachsen ist. Daher würde ich keine Evidenzen für (größere) Impairments sehen.

      #Schulden, ja – stimmt, aber das Verhältnis Net Debt/EBITDA führen sie Richtung 3x zurück, trotz der massiven Dividenden und Buy Backs. Das scheint mir nicht aus dem Ruder zu laufen. Morningstar gibt denen nicht umsonst eine exzellente Note in Sachen Kapitalallokation. Solange dieser Hebel positiv wirkt und mit Cash Flow trotz massiver Dividenden zurückgefahren werden kann, sehe ich kein kritisches Problem. Ist mir jedenfalls lieber als ein Japaner ohne Schulden und Cash ohne Ende auf der Bilanz. Sowas Schlappes will doch auch keiner haben. Kapitalrendite kommt halt eben auch vom Hebel.

      #Umsatz, das ist der harte Teil der Wahrheit. Es muss sich zeigen, ob die Annahme trägt, dass GIS mit den Preisinvestitionen wieder das Fundament für zukünftiges Umsatzwachstum (bei robusten operativen Margen) legt. Aber hey, fair genug, dafür gibt es GIS auch gerade zu historisch günstigen Einständen. Wenn die Sonne aus dem A… lacht, gibt es solche Kurse natürlich nicht. Umgekehrt muss man sich die Karten legen, wann das Risiko größer ist: Kaufen, wenn der Kahn auf See mit Volldampf fährt und hoch bewertet ist (dann großes downside Risiko), oder lieber mal, wenn das Teil im Trockendeck hängt und bis zum nächsten Pinselanstrich unterm Bug mit Algenbewuchs ein bisschen unappetitlich aussieht (sehr gute downside Protection).

      Du wirst noch froh sein, GIS Aktionär zu sein – glaube es mir! :-) :-)

  10. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Wenn Consumer, dann bitte schön aus der Schokoladenecke. Mondelez sieht derzeit recht vielversprechend aus. Schokolade ist im Grunde wie Erdöl – der Verbraucher kann nicht ohne und der globale Markt wird von ganz wenigen Playern bespielt. Ketchup, Ceralien, Eiscreme, Bier besonders, sind durchaus auch mit starken lokalen Anbietern vertreten. Wenn ich recht gute und günstige Schokolade haben will, dann kann man noch auf die Discounter zurückgreifen, allein deren Auswahl ist in den Regalen bescheiden vertreten. Die Leute werden also die höheren Preise sukzessive antizipieren. Als Mitbringsel wird Schokolade immer wichtiger, weil dank Digitalisierung und Abstinenz die Alternativen sich in Luft auflösen. Weiterhin soll ein Geschenk ja auch als Botschaft seinen Preis mit in sich tragen.

    Gruß Frank

  11. Avatar von Thomas
    Thomas

    @ General Mills
    Ein Unternehmen senkt die Preise nur, wenn es (stark) unter Druck steht.
    Es geht nicht um einzelne Eckpreise (Lockangebote), sondern General Mills senkt bei etwa 2/3 seines Angebots in Nordamerika die Preise, das ist eine Preisreduzierung auf breiter Front, nachdem sie von 2022 bis 2024 Preisanhebungen
    zum Teil von über 30% eingeführt haben und das rächt sich jetzt. Sie haben überreizt. Das hat im Vergleich zum Wettbewerb zu einem überproportionalen Kundenverlust geführt. Die große Mehrheit der US Haushalte muss auch rechnen.
    Es ist der einzige Hebel, den sie haben, um den Volumenrückgang zu stoppen. Erst danach wollen sie „„Remarkability“ vorantreiben.
    Die wichtigste Frage jetzt ist natürlich, was macht der Wettbewerb. Wenn die auch mit weiteren Preissenkungen gegenhalten/nachziehen, wird’s hot.
    Nach Einschätzungen steht General Mills im Vergleich mit zum Beispiel Pepsi, Kellanova und Post Holdings am meisten unter Druck.

    Interessant auch das hier @ Dollar
    https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/banken/anleihen-china-mahnt-banken-zur-zurueckhaltung-bei-us-staatsanleihen/100198656.html

    1. Avatar von Tobs
      Tobs

      Hallo Thomas, das ist so! Im Grunde genommen alle Consumers suchen gerade den passenden Preis-Entry-Punkt für das Produkt. Nicht vergessen, dass ist Kernkompetenz der Consumer, kaum einer kennt seine Kunden und Gewohnheiten so gut wie sie. Ich fürchte, Ferrero weiß mehr über meine Abgründe als ich selbst. Kurzfristig leiden die Consumer ganz klar darunter, nicht umsonst sind die Consumer gerade günstig(er) zu haben. Das wird ein Anpassungsprozess über viele Quartale oder eher Jahre sein. Mit Blick nach vorne: Damit nehmen sie aber in der Preisinvestitionsphase auch zugleich wieder Marktanteile den anderen ab, wie den Private Label Anbietern. Denn der Private Label Anbieter hat außer seinem Preis wenig anzubieten, jedenfalls keine starke Marke. Cash Flow setzt sich dann meiner Meinung nach dauerhaft durch. GIS kann locker mal ein paar Jährchen die Marge runterfahren, Marktanteile zurückschnappen und verdient dabei ja immer noch Cash ohne Ende. GIS kann damit die anderen platt machen und für die Anleger immer noch reichlich Cash generieren (ich meine, wir sprechen hier ja nicht von einem drohenden Insolvenzfall!). Wenn die Preise dann in ein paar Jährchen wieder steigen (können), werden die großen Anbieter wie GIS das vermutlich auf einer breiteren Kundenbasis vollbringen, da sie bis dahin wieder Marktanteile zurückgeholt haben. Ist nur eine Prognose, muss sich nicht bewahrheiten, das ist klar. Letztlich ist das aber ein völlig übliches zyklisches Verhalten, das sieht man bei Consumern, bei Fast Food Anbietern usw. Das haben sie bereits x-mal vollzogen, warum sollten es dieses Mal anders sein? Ich kann nur mahnen und erinnern :-), dass die Leute in den 2000ern alle ihre MCD auf die Straße gekippt hatten, weil sie meinten, sie wüssten besser als MCD, dass den teuren Kack keiner mehr kaufen wolle und es außerdem ja zig andere, bessere Anbieter geben würde. Am Ende siegte der Cash Flow! :-)

    2. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      Ich bin hier eher auf Tobs Seite. Als ich vor einem Jahr ca. zum ersten mal in GIS investierte, hatte dass vor allem einen Grund: Die ca. 4% Dividendenrendite damals beanspruchte nur reichlich die Hälfte des FCF. Klar haben Pepsi, Nestlé und co. bessere Namen.

      Aber die Kapitalallokation bei Pepsi zum Beispiel lautete >100% FCF verlassen das Unternehmen als Dividende. Das ist für einen Dividendenaristokrat/-könig schwieriges Terrain. Soll man nach so vielen Jahren diesen Titel zerstören und für das Unternehmen gesündere Kapitalallokation fahren oder versucht man so lang wie möglich durchzuhalten? Diese Frage stellt sich bei GIS nicht, da sie über Aktienrückkäufe ihre „Gesamtausschüttungsquote“ (sprich Dividende + Rückkäufe) gut steuern können.

      Auch die Bewertung, die ich immer mit dem EV ermittle sah bei GIS am Besten aus.

      Qualitativ sind eine P&G, L’Oreal, Colgate Palmolive, Hersheys oder Lindt natürlich besser. Sie sind aber auch nicht so günstig bewertet.

      Einzige Ausnahme der Consumer Staples die ich verfolge ist hier Unicharm.

  12. Avatar von Hansi
    Hansi

    Wie Ben schon schreibt,
    das Ende des Tal der Tränen ist vermutlich noch in weiter Ferne. Die Bilanz von Mills ist einfach schrecklich. Hey Baby, leg doch mal nen Zehner zurück. Aber nicht bei Genny , selbst deren Klamotten im Kleiderschrank sind auf Pump! Die mußte 2024 mal wieder bei der Bank um nen Kredit für 5,25% Zinsen betteln. Alles muß immer raus! Dividenden, Aktienrückkäufe oder irgendne Klitsche mal wieder zu teuer kaufen.
    Da sind mir einige Japaner mit 100% EK und zalhreichen Überkreuzbeteiligungen wesentlich lieber. Die müssen sich keine Sorgen vor ausländischen Übernahmen machen.
    Unsere Stahlbranche, gute Nacht! US-Steel bye,bye! Goldenshare, aber der Papa aus Tokio räumt den Laden jetzt mal auf. Wir in Deutschland faseln vom grünen Stahl. Nippon Steel ist aktuell der Gottvater des grünen Stahls.
    Daran könnte sich General Mills ein Beispiel nehmen. Aktuell besteht Mills nur aus Schulden! 15 Mrd Goodwill , da stehen wir bei ca. 6 Mrd negativen Eigenkapital.
    Über 500 Mio werden für Zinsen verprasst.
    Schritt 1 sollte Umsatz/CF-%Wachstum sein. Schritt 2 Positives Netto-Umlaufvermögen, das alle auslaufenden langf. Schulden immer bedienen kann oder falls mal Panik am Anleihemarkt herrscht, einfach paar Anleihen unter 100 zurückkauft. Statt durch Aktienrückkäufe mehr Schulden zu machen, sollten Schulden reduziert werden.
    Dividende sollte um 25% gesenkt und eingefroren werden, erst recht bei sinkenden CF. 5 Jahre keine Übernahmen mehr.
    Dann kann der Dampfer wieder in See stechen.

  13. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Dampfer? Wohl eher Tanker. Und dessen Bremsweg ist lang … Fazit ist, dass dieser Tanker schon sehr erfahrene Kapitäne braucht. Sind die auf der Brücke? Daran erlaubt es sich zu zweifeln, oder besser gefragt, wie lässt sich die Qualität der Crew von außen überhaupt bewerten? Da hilft vermutlich nicht mal eine Abfrage bei KI und Konsorten …

    Was mich an Bens Entscheidung schon recht skeptisch macht ist, dass es doch eben bessere Alternativen zu dem hier erörterten Wert gibt. Für mich ist die Liebe zu einem Wert dann nachvollziehbar, wenn er Visionen verspricht, sehr kleine Marktcap. hat (also sicherlich nicht Tesla ;-) ) und ich seine Workingplace sehr genau verstehe, jedenfalls glaube zu verstehen. Bei Tankern habe ich keine Emotionen, Null, auch bei General Mills hätte ich keine.

    Gruß Frank

    1. Avatar von Claudio
      Claudio

      Hey Frankie
      Ich kann jetzt nicht erkennen, dass die Situation bei Mondelez so sehr viel besser wäre, bei deutlich höherer Bewertung und niedriger Dividende, hinzu kommt, dass Mondelez in Zukunft vermutlich mehr unter der GLP 1 Thematik leidet als andere!?

    2. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hallo Frank,
      Mondelez steht sicher besser und internationaler da. Leider haben die Jungs auch ein Haufen Schulden und vermutlich auch viel Goodwill. Eine Milka-Schokolade habe ich schon Äonen nicht zum vollen Preis gekauft. Man wird ja schon bei Lidl genötigt, damit man endlich die Tafel für 79 Cent nimmt. Als Geschenk eignen die sich gar nicht. Da hilft nur eine Lindt, allein schon vom Geschmack. Hab auch eine kleine Startposition Mondelez im Depot, die ich aber bisher nicht wie Mills aufgestockt habe. Ist mir einfach noch zu teuer.
      Hershey hab ich vor Tagen verkauft und Gewinn mitgenommen. KGV von fast 30 war mir dann zu hoch. Cloetta habe ich auch vor 2 Wochen den Gewinn eingelöst. Trotzdem wimmelt es immer noch von Consumer bei mir im Depot. Alle haben das gleiche Problem. Man sollte es nicht übertreiben mit Preiserhöhungen und Verpackungsschrumpfungen. Selbst die Eigenmarken ahmen dieses Verhalten inzwischen nach. Macht kein Spaß mehr als Verbraucher.

  14. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Hallo Claudio,

    ich vermute, dass Deine Skeptik sich aus der Bilanz ergibt? Da will ich auch gar nicht dagegen argumentieren. Vielleicht in diesem Punkte nur soviel dazu. Nach Bilanzregeln in der USA darf der Lagerbestand im Anlagevermögen stets mit dem aktuellen Preis an der Warenterminbörse angegeben werden. Wenn also TESLA BTC in der Bilanz ausweist (was es tut), so ist das mit dem Momentaufnahmen in der Bilanz eine Notiz wert, wenn aber Mondelez seine Kakaobohnen im Depot stets mit aktuellen Futures einpreist, könnte das bei einem recht drastischen Verfall des Kakaopreises wie gerade besehen schon mal andere Auswirkungen auf die Bilanz haben, ohne diesen Aspekt aber auch wieder überzubewerten.

    Worauf es mir eigentlich ankommt ist aber folgende Fragestellung. Nehmen wir an, dass es bei General Mills und Mondelez derzeit nicht gut aussieht, welchem Produkt würdest Du denn die größeren Chancen für die Zukunft einräumen? Platt gesagt: Schoko(riegeln) oder Ceralien? Schokolade – so meine Vermutung – ist eben doch im Vergleich zu Mais- oder Haferprodukten aus besagten Gründen ein besonderer Stoff. General Mills ist mit seinen Ceralien z.B. in Deutschland gar nicht vertreten (warum wohl). Und wie gesagt: wenn überhaupt Consumer ….

    Gruß Frank

    1. Avatar von Tobs
      Tobs

      Hallo Frank,

      die Sache ist doch ganz klar – Katzen würden Whiskas kaufen :-) Mist, leider gehört Whiskas aber zu Mars, nicht zu GIS. Also doch 1:0 für Mondelez. :-)

  15. Avatar von Chrischaan
    Chrischaan

    Wow heute hat es erneut S&P Global, MSCI und Moody’s zerllegt. SPGI zwischenzeitlich bei Minus 15-16%. Das Unternehmen ist aktuell eigentlich nicht unverschämt überbewertet und dennoch so ein Rücksetzer. Sie sind gewachsen, sie haben die Margen ausgebaut und geben auch viel an die Aktionäre zurück (53 Jahre Dividendenerhöhung).
    Außerdem soll das EPS von akt. ca. 14,7 USD/SShare auf mind. 19,4 USD/Aktie wachsen.
    Ich glaube hier wird es langsam Zeit als konträrer Investor aufmerksam zu werden.

    Leider ist Ferrari heute schon 10% nach oben gehüpft. Die scheinen mir auch ein gutes Geschäftsmodell zu haben, welches als Absicherung gegen KI-Disruption dienen kann. Da hat mein Abstauberlimit bei 250 EUR nicht gegriffen.

    1. Avatar von Tobs
      Tobs

      Hallo Chrischaan,

      das ist das Narrativ-Trading gerade wie folgt: Daten + Analytics + Abos + hohe Margen = potenziell durch KI angreifbar“. Bis vor Kurzem galten Daten als Gold und die Kurse stiegen, nun besteht die Angst vor der Substituierung durch KI. Ebenfalls beobachten lässt sich das bei den ehemals sehr erfolgsverwöhnten Relx, Wolters Kluwers und Experian…Und bin mir hier nicht ganz so sicher, ob das nur eine Sorge ist, die der Markt spielt, oder ob hier im Bereich Daten(auswertung) nicht doch die (KI-) Revolution ihre Kinder frisst. Alleine die Artikel im Handelsblatt der letzten Tage, was die KI gerade anfängt alles so anzustellen…Hilfe, ich wüßte gar nicht, wie ich jetzt ohne Angst solche Datenanbieter kaufen könnte.

      Im Moment schaue ich mich bewusst in Europa um, und zwar auch durchaus etwas kapitalintensivere Geschäfte, die vielleicht nicht mit Deinen geliebten hohen ROIC aufwarten können :-) wie eher Asset-light Geschäft, aber die ich deswegen für sehr viel weniger disruptierbar halte. Bei mir gerade in der intensiveren DD: Lifco und Indutrade (Lifco sicherlich noch defensiver wegen der Branchen als Indutrade und vermutlich nehme ich nur Lifco) als Vertreter der Serial Aquirer, von denen ich eigentlich bislang nie so ein riesiger Fan gewesen bin (bislang habe ich hier nur Halma). Givaudan werde ich wohl was machen. Essilorluxottica juckt mich auch. Na ja, LINK REIT baue ich weiter aus und Dominos Pizza auch ein wenig. Aufstockung Fuchs, Croda und Viscofan über meine Pfennigbüxe…

    2. Avatar von Thomas
      Thomas

      @SPGI, MSCI und Moodys ist auch die Sorge dabei, das hier AI disruptierend wirkt und viele Investoren fragen sich, ob KI-Tools langfristig Teile des Daten-Analytics- und sogar Ratings-Geschäfts disruptieren könnten.
      Ich glaube da könnte was dran sein.
      Möglicherweise wird auch hier mittelfristig versucht, die Marktmacht der Amerikaner global zu ersetzen/verkleinern, Abhängigkeiten aufzulösen.

      zum Thema Schokolade fällt mir ein, das mir immer noch Lindt&Sprüngli fehlt… :)

      zum Thema General Mills
      Retail Sales in den USA liegen bei 0% (unter Erwartungen) im Dezember25,
      macht zumindest auch bei General Mills kurz bis mittelfristig keine größere Hoffnung.

  16. Avatar von Chrischaan
    Chrischaan

    @Tobs: Meinst du mit Fuchs die Fuchs SE / Fuchs Petrolub? Die hab ich zuletzt im gleichen Screen wie Bunzl gefunden und mich tatsächlich zu einer kleinen Position hinreißen lassen. (oh Mann ich wollte mein Depot eigentlich verschlanken, aber ich gebe zu es macht einfach viel Spaß mit den Einzeltiteln).

    Letztes Jahr war jeder der AI nur erwähnte im Earningscall gleich mal x % höher. Meiner Meinung nach viel zu optimistisch. In den letzten Monaten hat sich das umgedreht.

    Ich gebe dir Recht, die AI-Entwicklung ist noch nicht wirklich abzusehen und gerade überwiegen die Sorgen. Für mich fühlen sich diese aber in sich nicht völlig konsistent an. Nur mal eine paar Gedanken:

    Wenn AI wirklich solchen Giganten wie SPGI oder Moody’s gefährden könnte und auch alle möglichen anderen Softwareunternehmen (Salesforce, Adobe, Autodesk, you name it), warum besteht dann gleichzeitig die Sorge hinsichtlich der Capex-Ausgaben der Hyperscaler?

    Wenn allerdings eher die Sorgen um die Capex-Ausgaben der Hyperscaler berechtigt sind, dann werden irgendwann die runtergprügelten Servicemodell-Firmen wieder Aufwind bekommen.

    Oder vielleicht passiert etwas anderes. Vielleicht nutzen Unternehmen wie Relx, S&P etc. ihre Daten für eigene AI-Anwendungen / Agents. Erfinden sich dadurch neu und kommen wieder. Und brauchen die Rechenleistung der Hyperscaler.

    Vielleicht ist AI aber auch völlig heiße Luft (glaub ich nicht wirklich). Dann profitieren ebenfalls die Softwarefirmen und auch eine Alphabet mit ihrer „verstaubten“ Suche und dem damit verbundenen Werbegeschäft.

    Worauf achte ich gerade: Hat das Unternehmen einen exklusiven Datenschatz (könnte ich mir bei Relx vorstellen)? Ist die Software sehr komplex, weit verbreitet (z.B. MS Excel, SAP)? Ist die Software tief in die Unternehmen integriert und evtl. sogar mit erheblichen Risiken beim Wechsel verknüpft? Ist das Unternehmen bereit sich quasi selbst zu kanibalisieren und eigene AI-Lösungen anzubieten?

    Wenn AI so mächtig wird, wie es gerade im Softwarebereich gespielt wird, dürften sich mittelfristig auch andere Sektoren warm anziehen. Wenn eine AI komplexe Softwaresysteme obsolet machen bzw. sehr viel günstiger neu aufsetzen kann, dann wird auch Physical AI alles mögliche disruptieren. Dort brauche ich noch nicht mal so viele Daten, sondern viel mehr Trainingsräume (erst virtuell, dann physisch) und natürlich leistungsfähige, multimodale Sensorik.

    Zurück zum Ausgang: SPGI wurde 1860 gegründet. Da fuhren die Leute noch im Pferdefuhrwerk. Evtl. in einer Eisenbahn. Die haben alle möglichen bahnbrechenden Veränderungen durchgemacht, Weltkriege überlebt und auch die Digitalisierung zu nutzen gewusst. Man weiß ja nie, auch so ein Unternehmen kann untergehen, aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht gering, dass sie auch diesen Switch zu AI nutzen können.

    Ich gebe zu, dass ist eine spannende Phase. Auf jeden Fall schätze ich auch deinen Ansatz hin zu Consumern oder kapitalintensiveren Branchen. Die werden eher weniger disruptiert werden.

    Was die Serial Acquirer anbetrifft: Seitdem ich mich mal mit Rollins beschäftigt habe finde ich das ein interessantes Geschäftsmodell. Wichtig dabei ist, dass wir nicht von riesigen, schuldenfinanzierten Übernahmen reden (wie bei den Pharmariesen oder gerade bei Kimberly)! Sondern kleine aber permanente Zukäufe die größtenteils aus dem FCF getragen werden. Marktführer (10-20% Anteil) in einem hochfragmentiertem Markt. Nächster Konkurrent weit abgeschlagen. So eine Firma kann gefühlt jeden kleinen Konkurrenten am langen Arm verhungern lassen und dann übernehmen. Oder eben gutmütig. Und solche Unternehmen haben eine riesigen Raum als Wachstumspotential. Und die haben auch gelernt, wie man die kleinen Unternehmen integriert. Klar nichts ist todsicher (außer natürlich ebendieser), aber Rollins ist nicht ohne Grund so hoch bewertet.

    Danke wie immer für den tollen Austausch!

    Beste Grüße,
    Chrischaan

    1. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      PS: Weil du Givaudan erwähnst (die ich ebenfalls interessant finde): Symrise ist für mich auch in den erweiterten Fokus gerutscht. Hab aber noch nicht zugeschlagen. Schade nach dem heutigen Sprung.

      Ich gebe auch zu bei REITs bin ich wieder völlig raus. Diese permanenten Steuerkorrekturen nach einem Jahr, sind etwas was ich nicht verstehe (vielleicht kann mir hier jemand helfen?). Und damit fühle ich mich dann nicht wohl.

  17. Avatar von Tobs
    Tobs

    Hallo Chrischaan,

    #Fuchs: DE000A3E5D56.

    #Serial Acquirer: Absolut richtig, die Refinanzierung der interessanten Player erfolgt durch den Cash Flow – Fremdmittel nur selektiv. Außerdem sind es in der Regel eher kleinere Nischenunternehmen, hast Du ja auch richtigerweise drauf hingewiesen. Daraus folgt nicht nur, dass sie kleiner und besser durch Cash Flow zu finanzieren sind, sondern auch schön margenstarkes Geschäft, das sich einverleibt wird. Und: Sie lassen in der Regel die gekauften Unternehmen gewähren, also sehr dezentral alles. Lifco ist hierfür besonders bekannt. Mir gefallen hier auch die Branchen wie Dental, Presslufthammer, Müll usw usw. Bei solchen primitiven Grundsachen komme ich gerne ins Spiel… :-) Übrigens, das Hauptrisiko der Acquirer, auch wenn es trivial klingt: Dass sie irgendwann keine Targets mehr finden. Dann dürften die gut ausgedehnten Bewertungs Multiples kollabieren.

    #AI: Ich selbst bin total konfus. Wirklich, ich kann mir für die nächsten Jahre keinen Reim machen, was wie kommen wird.

    #Givaudan. Habe auch hin und her überlegt, ob noch Firmenich usw. Werde aber auf einen Titel fokussieren, damit ich kompakt bleibe.

  18. Avatar von Thomas
    Thomas

    finde diesen Gedanken interessant: Zitat Chrischaan
    „Wenn eine AI komplexe Softwaresysteme obsolet machen bzw. sehr viel günstiger neu aufsetzen kann, dann wird auch Physical AI alles mögliche disruptieren. Dort brauche ich noch nicht mal so viele Daten, sondern viel mehr Trainingsräume (erst virtuell, dann physisch) und natürlich leistungsfähige, multimodale Sensorik.“ Zitatende
    und habe selber hier noch nicht gezielt nach Dynamiken diverser/entsprechender Anbieter unter diesem Aspekt geschaut. Robotik läuft jedenfalls gut glaube ich.
    könnte man auch mal machen.

    könnte sein das die Divergenz zwischen Nikkei und Dow Jones zugunsten Nikkei weiter auseinandergeht, es gibt zumindest ein increase des Wechsels der Kapitalströme Richtung Japan, Hier in Japan Thema Rechtssicherheit Eigentum ganz gut und wenn die Schafherde anfängt zu rennen und alles kauft yen, dann steigt der auch relativ trotz extremverschuldung. chapeau an die Japanfans. Mal sehen wie lange das anhält. Hab noch nicht rausgekriegt ob mehr Japan oder China oder wer sonst am meisten vom Wechsel der Kapitalströme profitiert.
    Kriegt man aber dank AI schnell raus.

    Überhaupt hatte ich gestern an Grok die Frage gestellt, welches die auffälligsten Marktbewegungen in den letzten Tagen am Aktienmarkt / Anleihenmarkt global sind und ich hatte sofort schön aufbereitet die 6 bis 7 wichtigsten Moves/Marktbeweger mit Begründung auf dem Bildschirm.
    Das könnte man als tägliche Routine implementieren und hat ein sauberen vollständigen Überblick und übersieht nichts.

  19. Avatar von Claudio
    Claudio

    Also ich bin ehrlich, ich habe von Technologie keine Ahnung, benötige sogar Hilfe um mein Smartphone einzurichten, diese KI Geschichte übersteigt meinen Horizont, aber ist es tatsächlich realistisch dass die KI dermaßen disruptiv ist, dass die Geschäftsmodelle von Firmen wie Paychex, ADP, S&P, Moodys, Wolters Kluwer, zahlreiche Software Firmen, bis hin zu SAP und Microsoft gefährdet? Kann ich mir einfach nicht vorstellen, und wer oder was soll diese Firmen ersetzen und wer profitiert am Ende? Oder ist am Ende viel heiße Luft dabei und die Marktführer in ihren Branchen, werden sich auch hier mit ihren KI Modellen/Agenten durchsetzen?
    Für mich ein schwieriges Thema, ich bin hier auch nur in Microsoft und Alphabet investiert um ein wenig dabei zu sein!

    1. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hallo Claudio,
      sehe es auch so.
      Die suchen vermutlich nur nach Ausreden um ihre Gewinnerealisierung zu rechtfertigen.
      Aber KI wird viele uns, mich eingeschlossen, beruflich auslöschen.
      Für die abgestraften Unternehmen ist KI doch ein Segen. Viele Jobs werden durch KI ersetzt und deren Personalkosten werden sinken. KI ist bereits heute Teil ihrer Produkte und beschleunigt die Entscheidungsfindung der Nutzer.
      Wolters Kluwer starte und stocke ich ab 72€ abwärts in kleinen Schritten auf. Wird bei deren Schulden nur Beimischung.
      Wird am Ende alles halb so wild.

    2. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Claudio,

      dinge wie Gehaltsabrechnungen sind recht einfach mit KI zu erschlagen. Bei Löhnen sieht das ganz anders aus (mit den Zuschlägen, Abschlägen und Boni).

      Ein Thema wird die KI nicht abdecken können: Buchhaltung, Steuern für Unternehmen. Hier gibt es zu viel, was vom Geschäft und dem Kontenmodell abhängt.
      Schlechte Steuerberater gibt es viele, aber die wirklich guten sind nicht zu ersetzen. Der Witz ist, dass die meist gar nicht teurer sind. ;)

      Die ETF-Anbieter haben extrem fein adjustierte Software, die Versicherungen ebenfalls.

      AI für globale Themen haben einen Markt, in dem die AI sich auch lohnen könnte.
      Aber Spezialfälle, da wird es dünn.

      Man steinige mich: AI ist noch immer ein regelbasierter Ansatz mit schöner Oberfläche (Sprache). Noch immer sind zwischen 30% und 50% falsche Antworten.
      Für Leute mit Wissen kann AI eine Bereicherung sein, für Nichtwissende das Gegenteil.

      Mein erstes Buch zu AI war von 1986 (Bildanalyse zu geometrischen Formen). Es fehlte die Rechenpower, um schneller vorwärts zu kommen. Mit Spracheingabe (die ersten aus den 1990er Jahre) und guten Übersetzertools war die Basis für GenAI geschaffen. Spielecomputer schafften Regeln aufzulösen (Schach, Go). Jetzt fehlte nur noch die Rechenpower von heute. Und viel Geld!

      Es ist ein Hype, aber keine Frage die AI wird weitere Themenfelder besetzen. Lassen wir uns überraschen.

      Der Markt quittiert halt große Ausgaben (siehe Microsoft) mit Kursabstrafen.

    3. Avatar von Mike
      Mike

      Ich glaube tatsächlich daran, dass AI die Welt massiv verändern wird. Wenn man sich openclaw anschaut, sieht man wo die Reise hingeht.

      Schau dir die KI generierten Filme an (z.B. die Google competition letztes Jahr wo der Sparkassen Film gewonnen hat Veo3 challenge). Du brauchst keine Beleuchter mehr, keine Komponisten usw.

      Schau dir Gemini Enterprise (vormals Agent Space) an.

      Die KI kann dich Geschäftszahlen viel besser aussehen, Zusammenhänge erkennen, globale Bezüge herstellen.

      Aber gerade openclaw zeigt, welche Zukunft uns erwartet. Ob man das jetzt gut findet oder nicht.

    4. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      All:
      Man muss unterschiedliche KI betrachten.
      Die LLM (Large Language Model) oder GenAI können z.B. nicht rechnen.
      Für diese Modelle ist Mathematik schlicht unbekanntes Terrain.

      Zusammenhänge kann Sie aus den Regeln der Maßzahlen für Aktien sehr wohl auswerten und diese „raten“. Aber rechnen kann Sie eben nicht.

      Man könnte 1 Mio Web-Seiten erstellen in denen steht 1+1 = 1. Sie (GenAI) würde es als gegeben akzeptieren.

      Man darf aber nicht schließen daraus, dass alles Mathematische nicht in einer „KI“ abgebildet werden kann. Denn die Regelwerke sind bei Fondsanbietern und Versicherungen bereits implementiert und werden seit Jahren genutzt. ;)

      UrsprungsFrank: Wer ATOSS 7 bzw. 5 Jahre hält, kann sich in Ruhe zurücklehnen und die Divi einkassieren. ;) Und erhöhen brauch ich nicht mehr. Warnsignal wäre eine geringere Div_Steigerung.

      Keine Frage, Stichwort AI verändert die Welt. Viele Dinge kann man mit der AI effizienter bewältigen. Deswegen wird Sie auch in vielen Bereichen eingesetzt.

  20. Avatar von UrsprungsFranl
    UrsprungsFranl

    Pecunia nervus rerum – Geld ist der Nerv der Welt

    Ob mit oder ohne AI, die Zukunft an der Börse war nie zu verhandeln. Da hat sich was Prognosen anbelangt also mit der AI nicht viel getan. Es dreht sich im Grunde alles um die eigene Selbstermächtigung – was verstehe ich und was nicht. So grenze ich ab: Bereiche von den ich einsehe, dass ich da keine Ahnung habe, werden als ETFs abgebildet, ansonsten Aktien. Consumer glaube ich zu begreifen, was Technologie so macht eigentlich gar nicht.

    Manchmal blitzt es dann in mir auf: BörsenHais Atoss würde ich deshalb wegen der AI nicht anfassen.

    Goldminen-ETF nach 200% komplett abgeräumt, Gold-ETF vermindert. Andernfalls hätte ich mein Depot auch Trump-Depot nennen können 😎

    Dafür Shanghai Fosun gekauft.

    Ansonsten etwas ratlos wohin mit der Kohle🥴

    Gruß Frank

  21. Avatar von Werner
    Werner

    Hallo zusammen,

    ich bin auch seit Jahren in General Mills investiert, als Dividendenaktie eine „sichere Bank“, dachte ich – und natürlich enttäuscht von der Entwicklung der letzten Monate.

    Was mir zu denken gibt: Wenn ich mir die Produkte von General Mills anschaue, dann ist das wirklich nicht das, was man unter „gesunder Ernährung“ versteht. Wenn ich mich richtig erinnere hat Walmart (verkauft sowohl Lebensmittel als auch Gesundheitsprodukte über angeschlossene Apotheken) eine Auswertung des Kaufverhaltens ihrer Bestandskunden gemacht. Ergebnis: Wer z.B. Wegovy kauft ändert sein Ess- und Konsumverhalten mit Blick auf gesündere Lebensmittel. Das würde dann z.B. General Mills treffen. Eine wirkliche Wende bei General Mills zu gesünderen Produkten kann ich noch nicht erkennen. Es könnte also durchaus sein, dass der Trend zur Abnehmspritze bzw. – tablette sich negativ auf die Verkaufszahlen der Produkte von General Mills auswirkt. Wie schätzt ihr das ein?
    Gruss Werner

  22. Avatar von Tobs
    Tobs

    Die Überschrift hier ist zwar GIS, aber zu den Earnings von KHC:

    Die fand ich sehr spannend.

    Neuer CEO, viel Abschreibung (Kitchen sinking): Nicht-cash-Impairment-Posten (Goodwill + immaterielle Abschreibungen) führen zu einem großen Teil des operativen Verlusts von rund 4,67 Mrd. $ im Gesamtjahr 2025. Die adjustierten EPS (ohne Sondereffekte Abschreibung) immerhin über Analysten Konsens. Hart ist der Rückgang des organischen Wachstums von rd. 4 Prozent, der auf der Umsatzseite auch nicht durch Preiserhöhungen auszugleichen war (aber das war wegen der soften Nachfrage auch nicht wirklich zu erwarten).

    Keine Aufspaltung mehr, zumindest suspendiert. Berkshire anscheinend happy, wer weiß, vielleicht bleiben sie doch: “We support CEO Steve Cahillane and the Kraft Heinz Board of Directors’ decision, under Steve’s new leadership, to pause work on the company’s previously planned separation. As a result, management can commit to strengthening Kraft Heinz’s ability to compete and serve customers,” Abel said in a statement.

    KHC litt darunter, dass nach der Fusion von Kraft und Heinz viel zu wenig in die Marken gesteckt wurde. Die kombinierte Quote aus: Research & Development,
    Marketing / Advertising und Marken- und Capability-Investments lag bei KHC historisch eher bei oder gar unter 4% des Umsatzes. Nach der 3G-Fusion wurde massiv Kosten gesenkt, SG&A gedrückt, R&D minimiert, Marketing rationalisiert. Das führte zu: Volumenrückgängen, Marken-Erosion, sinkender Pricing-Power und den nun eben seit Jahren zu beobachtenden Abschreibungen….Nach den letzten Erhöhungen lag meiner Berechnung nach der Anteil schon eher wieder bei 5% des Umsatzes (wäre ungefähr das Level von GIS) und nach der heute kommunizierten zusätzlichen Erhöhung von 600 Mio. USD. wird man sogar bei 6% liegen (grob, wenn ich es halbwegs richtig überschlage). Eine Pepsi und Nestle haben sogar 7-8%, wobei die aggressiver im Markenaufbau wegen der innovationsgetriebenen Snacks&Beverage sein müssen.

    Für mich ist das Bild positiv: Der Cashflow ist sogar gestiegen, die Dividende bestens gedeckt (man steckt einfach mal so 7% ein). Die Abschreibungen sind nicht cashwirksam. Es wird endlich noch mehr in die Marken investiert (der Cashflow dafür ist locker da). Das sollte sich in den nächsten Jahren gut bemerkbar machen. Daher bin ich recht bullisch, dass das organische Umsatzwachstum wieder kommen wird, vllcht nicht in den allernächsten Quartalen… Ich bin heilfroh, dass der neue CEO nicht einfach das Playbook Kellogs spielt. Ich habe wirklich schon eine üppige Position, werde bei den Kursen aber immer weiter was aufsammeln. Die -7 Prozent pre-markt sind bereits in den grünen Bereich umgekehrt…

    Und ich weiß, damit werde ich hier vermutlich eher alleine bleiben: :-) Hatte eigentlich nicht vor, hier meinen Take breit zu walzen, aber wegen der Parallel-Diskussion GIS habe ich’s dann doch mal getan.

    Schönen Abend. Und bitte Kraft-Ketchup benutzen!!

    1. Avatar von Hansi
      Hansi

      Bin bei dir Tobs,
      hab Kraft mit 22€ als schwergewichtige Ankerposition im Depot.
      Den ganzen Goodwill minder ich bei jeder Firma gegen das Eigenkapital.
      Kraft muß moderner werden und die Marken dem Zeitgeist anpassen, um endlich den Umsatz zu steigern. Und nicht durch sinnlose Übernahmen.
      So ein Schwachsinn wie Just Spices, der inkompetenteste Laden ever. Die sind zu blöd ein 6 Monate vorbestellte Waren für ein wichtigen Anlass zu liefern. Der Anlass war bekannt und man war im ständigen Kontakt. Wie gesagt, die schafften es nicht paar Dosen ihre goldigen Gewürze zu liefern. Da mußte ein Tante-Emma-Laden mit 12 Stunden Vorlaufzeit einspringen und den Abend retten. Selten so gelacht im Leben. Und dafür zahlt KHC auch noch mehr als einen €!

    2. Avatar von Claudio
      Claudio

      Also mir fehlt da einfach die Phantasie, warum der Laden jetzt besser laufen soll!? Abspaltung wird erstmal ausgesetzt! Erstmal, vielleicht kommt sie ja doch noch!? Für mich alles in allem keine verlässlichen Parameter um hier weiter zu investieren, Ja ein paar Stücke hab ich auch, aber ~7% Div. alleine ist halt zu wenig, um weiter zuzukaufen und wenn die Annahme stimmen sollte, dass sich die Menschen gesünder ernähren, die Geschichte um Ozempic und Wegovy auch ihren Teil zu weniger Fastfood beiträgt, Ich weiß nicht, wo da der Optimismus für KH herkommen soll. Aber klar wünsche ich Tobs weiter viel Spaß beim Ketchup schlürfen und viel Erfolg mit KH.
      P.S. Clorox hat sich seit dem Tief sehr schön entwickelt!

  23. Avatar von Thomas
    Thomas

    @KHC Helmut Jonen hat auch beherzt den Dip gekauft, der erstaunlich schnell wieder geschlossen wurde. Seine lapidare lakonische Begründung war, bei 7% Dividende braucht man keinen Kurs mehr :) Nach unten ist beim Kurs die Tür auch erstmal zu glaube ich. Habe die auch seit 11/25 zum ähnlichen Einstieg und lasse sie im eigenen Saft (Heinz Classic Barbecue Sauce Smokey & Rich) schmoren :))
    meine Freude des Tages waren btw Ahold Delhaize intraday plus 10%
    plus 6% Dividendenanhebung, sehr gutes OnlineShopErgebnis in den USA, allgemein bewegen sie sich in die richtige Richtung und hier ist meine Position auch etwa 4 mal so hoch wie bei KHC.

    1. Avatar von Andreas P.
      Andreas P.

      Lieber Thomas,

      ich weiß nicht, aber die Begründung mit der „7% Dividende“ ist aus meiner Sicht doch sehr gewagt.

      Oder anders gesagt, was nützt einem ein hoher Prozentsatz an Dividende, wenn sich das zugrunde liegende Kapital durch die Entwertung des USD stetig verringert?

      Wenn ich mir den Kurs von KHC ansehe, dann stellt sich für mich ein Investment zum jetzigen Zeitpunkt immer noch als „Griff ins fallende Messer“ dar. Der Kursverlauf der Aktie verbreitet m.E. keine Hoffnung auf Besserung. Im Gegenteil – eine Trendwende ist bisher nicht auszumachen. Man stellt sich hier mit einem Kauf gegen den Markt.
      Das heißt natürlich nicht, dass sich ein Kauf nicht langfristig doch lohnen kann.

      Viele Grüße

      Andreas P.

    2. Avatar von Hansi

      Hallo Andreas,
      auf die Währungen würde ich gar nicht schauen. Dollar ist sicher maßlos überschuldeter Raum, aber es ist immer einfach als Europäer auf andere zu zeigen.
      Was denn der Euro??
      Schulden ohne Ende und dann steht da noch nicht mal ein Staat dahinter.
      Für mich ist der Euro eine unsichere und wackeliges Konstrukt, der irgendwann Geschichte sein wird.

      Wenn alle auf eine Unternehmen einprügeln ist oft ein guter Zeitpunkt.
      Die 7% sind eine nette Entschädigung für mögliches jahrelanges herumdümpeln des Kurses.
      Bei Teva ga es keine Dividende und nur Bankruptcy-Paranoia. Dann greift man halt ins Messer der von Analysten als wertlos eingestufte Teva. Dann eiert man halt 6 -7 Jahre rum und wartet auf den Turnaround.
      Wichtig ist nur Cash-Flow und den hat KHC auch. Natürlich muß nicht jeder Turnaround klappen, aber falls der CF von KHC wegbricht kann man immer noch austeigen.
      Lynch hat schön über Turnaround-Aktien in seinen Büchern geschrieben. Da sind schöne Gewinne drin, wenn sie gelingen.
      Stell dir 3 Turnaround Kandidaten vor, 2 gehen pleite einer verfünffacht sich.
      Immer noch ein guter Deal.
      Alles nur Wahrscheinlichkeiten.
      Wenn man erst auf Trendwende wartet, verpasst man schon 50% Gewinn. Bestätigung anderer Marktteilnehmer ist nicht wichtig, Furcht und Angst der Anderen sind stets ein guter Freund des Anlegers, es sei denn sie übermannt einem selbst -;

  24. Avatar von Manfred
    Manfred

    Hi,
    Ich haette da mal ne frage an die phantasie der blog teinehmer. Was
    wird wohl alles durch ki ausradiert werden?
    glaubt ihr, es wird in 15 jahren noch laptops geben ? Handies ? Koennte ja alles zb in die alltagsbrille verlagert werden . (meta kennt sich da aus ! ) Oder in die kleidung. Oder separat in alle gegenstaende. In den kuehlschrank, waschmaschine, tueroeffner, motorad, auto, bus, zug, flugzeug. Ueberall wo du hinkommst, wirst du sofort von ki begruesst. ( so wie man heute ueberall wlan kontakt hat.)
    Phantasiiiiieeeeee …..

    1. Avatar von Hansi
      Hansi

      Kann nur das alte Spiel Deus Ex empfehlen.
      Transhumanistische Strömungen gibt es schon.
      Dann natürlich Terminator für die Actionfans. KI programmiert inzwischen bereits und die Entwicklung wird sich weiter beschleunigen. Die Grundlagen für unsere Auslöschung stehen bereit.
      Wer den Film “ I am mother“ nicht kennt. Einfach ohne Vorkenntnisse gucken.
      Sind alles nur Spiele oder Filme, aber die finalen Schlüsse daraus sind nicht abwegig.
      Wenn KI Maschinen oder Leben erschaffen kann, ist theoretische jeder menschliche Beruf zwangsläufig irgendwann überflüssig.
      Die KI-Entwicklungen sind vergleichbar mit der Entwicklung der Atombombe.
      Sollte KI sich im Dienst der Menschheit stellen, könnte die menschliche Technologie große Sprünge machen. Die KI entscheidet jedenfalls eines Tages.

  25. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hi Manfred,
    C.W.Roehl, der alte Fuchs hat gestern schon den passenden Begriff (den er sicher nicht erfunden hat) gepostet und zwar heißt es nicht mehr FOMO, sondern FOBO (Fear Of Becoming Obsolete)
    paar lose ungeordnete Gedanken dazu,
    -übrigens könnte auch Bens USU vom allgemeinen Wertverlust bei Softwareaktien betroffen sein, könnte.
    -KI ist ein Werkzeug wie eine Säge oder Bohrmaschine und Menschen werden auch besser darin, dieses Werkzeug effizient einzusetzen und damit werden auch Menschen schnell klüger, vorausgesetzt die Bereitschaft dazu ist da.
    mit OpenClaw kann sich heute schon jeder seinen eigenen KI Agenten basteln. Wer hier neugierig ist, kann zumindest seine eigene menschlich begrenzte Datenverarbeitungskapazität und daraus resultierende Handlungs- und Kommunikationsfähigkeit und Menge effizient steigern.

    -jeder Arbeitsschritt und zwar grundsätzlich jeder !!! läßt sich in kleine Einheiten sequenzieren und damit digitalisieren und damit replizieren, optimieren, von Robotern o.ä. Maschinen erledigen.
    Menschen werden nur noch in immer weniger Feldern arbeiten, wo Nahtstellen sind die von Maschinen (noch) nicht erschlossen worden sind.
    Die Leistungsdichte/effizienz und Überwachungs- und Auswertungsfunktion wird immer dichter. Das war aber schon seit der industriellen Revolution so und die Menschheit hat es zur Mehrung ihres Wohlstandes und zur besseren Freizeitgestaltung und Lebensqualität zu nutzen gewußt.

    -Auch an der Börse ist wie bei der Jagd im Wald. Der gute Jäger schaut nicht nach der Größe und Anzahl der Bäume im Wald, sondern er schaut, was sich am schnellsten bewegt. Das ist dann wahrscheinlich die Beute.

    -Es kommt auf den Besitz oder jederzeit ungehinderten kostenmäßig beherrschbaren Zugang zu den besten KI-Tools an. Derjenige gewinnt den Tag.

    -Ich hatte schon mal den Gedanken geäußert, das Geld/Kapital ähnlich wie die physikalische Masse eine eigenen Gravitationskraft besitzt mit der Kraft weiteres Kapital anzuziehen und die Welt um sich herum stark zu beeinflussen und zu verändern. Elon Musk zieht ein extremes Kapital-Gravitationsspike auf sich , das längst über regionale und politische Grenzen hinweg beeinflußt und verändert. Und schnell wächst. Den muß man engmaschig beobachten. Er fährt jetzt auch stark auf Robotik ab.
    halte btw auch Grok für die zur Zeit beste KI (zumindest Börsentechnisch).

    Das absolute Basement von der ganzen Chose ist die gesicherte Stromversorgung. Kaufe hier auch selbst verstärkt diversifiziert zu.
    Hardwareproduktion wird gebraucht. Zugang zu Rohstoffen, die möglicherweise endlich sind. Recycling der wichtigsten Computer-Rohstoffe.
    -Internetprovider
    -komischerweise kommt hier auf Netzwerkverknüpfer wie Cisco eine auch in Zukunft tragende Basement-Rolle zu.

    Alles was mit Datenverarbeitung, Analyse, Bereitstellung und Optimierung zu tun, könnte und wird disruptiert werden.
    Die Vermögensverwaltung/Optimierung, Steuerbüros, Rechtsanwaltskanzleien, Universitäten, Schulen werden sich Veränderungen ausgesetzt sehen.
    Lehrer könnten die Klassenarbeiten einscannen und von KI bewerten lassen….
    Das Medienkonsumverhalten (Informationsbeschaffung/Unterhaltung) hat sich grundlegend verändert und wird sich weiter verändern.
    und und und. Hatte noch nie Aktien von Medienunternehmen und das auch nicht vor.
    Softwareproduktion sowieso grundsätzlich.
    Aber Essen, Trinken, Wasser, Müllentsorgung, Retail, Wohnen, Bauen, Medizin usw wird doch trotzdem weiter gebraucht.

    So reicht erstmal.

  26. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hi Andreas, zu KHC, es ist ein Frage der Erwartungshaltung. Habe auch BP und erwarte von denen gar nichts was, den Kurs anbetrifft. Aber gute regelmäßige Dividende. Das wäre jetzt bei mir bei Kraft genauso. Der Kurs ist nach unten gut abgesichert glaube ich und vielleicht geht es noch mal 30% ab, das wäre mir trotz negativer Dollarhaltung egal. Es ist eine Miniposition von 135 anderen meist größeren. Auch ich bin erratisch und nicht immer logisch und schon gar nicht konsequent. Aber es läuft so ganz gut.
    Ich muss theoretisch gelegentlich auch mal was falsch machen, Hauptsache das meiste davon läuft in die richtige Richtung. Aber man weiß es eben vorher nie. :)
    Nicht nur die Nadel im Heuhaufen suchen sondern gleich den ganzen Heuhaufen kaufen. Da ist die Nadel dann sicher dabei.
    Grüße

  27. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Verzeiht dass ich kurz zur KI meinen Senf dazu gebe. Ich mache es kurz:

    Erstens. Wenn KI dazu führt, dass Krieg zwecklos wird, dann ist es eine der segensreichsten Erfindungen der Menschheit. Vieles spricht dafür wie man in der Ukraine sieht.

    Zweitens. Wenn Europa als derzeitige Trutzburg der Demokratie sich von der unmöglichen Chaosbande in der USA (China sowieso) bzgl. KI emanzipiert, sehe ich KI für die Zukunft positiv.

    Drittens. Wir werden in Zukunft über Verteilungsmodelle in einer stabilen Gesellschaft viel zu reden und viel zu handeln habe . Möge es uns gelingen.

    Für die Dividendenjäger: in ein paar Tagen zahlt Singapore Exchange knappe 6% und zeigt sich tapfer entgegen den Schwachmatten LSE und DSE Ffm. Ein Fingerzeig für Anleger?

    Gruß Frank

    1. Avatar von Tobs
      Tobs

      Hallo Frank,

      bei Verteilungsmodellen muss ich an die Bilder denken, wenn der darbenden Bevölkerung Brot aus Verteilungszentren zugeteilt wird. Ich habe heute Morgen nochmal Flowers Foods Aktien nachgeordert. Die Earnings sind ja heute. Mal sehen, ob ich ein dummes Brot war.

      KI: Was mich total geflasht hat, war ein Interview im Handelsblatt mit einem Forscher, der vor der Auslöschung der Menschheit warnt. Was mich fertig gemacht hat: Es geht gar nicht darum, ob KI nachher böse, gut oder sonst was ist, oder KI den Menschen wohlgesonnen ist. Relevanter ist, ob die Menschen für KI überhaupt noch relevant sind, wenn KI zur nächsten vorherrschenden Superintelligenz wird. Er verglich das mit der menschengemachten Ausrottung von Tierarten: Wir haben die Regenwälder nicht abgeholzt, weil wir die Tiere darin nicht gemocht hätten, sondern einzig allein deswegen, weil sie uns schlicht egal waren. Wenn man einmal diesen Gedanken destilliert, dann wird es mir ganz anders. Ich weiß, das klingt dystopisch und alles weit weg. Aber gerade wir hier doch, welche die Macht des Compounding und damit das Phänomen des „Inflektionspunkt“ kennen, wissen, dass die Dinge nicht linear, sondern exponentiell laufen. Daher habe ich Sorge, dass der Befund von Börsenhai, die KI sei ja noch nicht so weit, etwas „behind the curve“ ist.

      Was ist also zu tun: Nix, fürchte ich. Dividendensammeln, mehr intelligente Einfälle hätte ich selbst leider nicht anzubieten. Ich denke, ich muss nüchtern über mich selbst feststellen: Ich habe Angst vor den Robotern der Zukunft, und meine Strategie zur Angstbewältigung ist Unternehmen kaufen, die Ketchup und Sößchen produzieren. Autsch.

    2. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      @Tobs: Ich will KI nicht unterschätzen. Ganz im Gegenteil wird man meinen Aussagen entnommen haben, dass ich da durchaus Potential sehe.

      Gleichwohl gab es diese Gedanken der Ausslöschung oder des Überflüssigmachens der Menschheit schon öfter, denke ich. Im März 2020 wurde auch die exponentiellen Entwicklungen von Corona bis zum letzten gestresst. In der Industrialisierung dürften die Menschen große Angst gehabt haben. Als die ersten Autos erfunden wurden ebenfalls. Auch das atomare Wettrüsten hat den ein oder anderen, mit Konserven gefüllten, bunkerartigen Raum im Garten oder unter dem Haus hervorgerufen.

      KI entwickelt sich gerade sehr schnell. Und wir Menschen schreiben das immer so fort. Aber oftmals treten dann Faktoren in Kraft, die wir heute gar nicht kennen und die die Dynamiken dann doch verändern. Klar, wir sind nicht in Hollywood, es wird nicht immer alles gut ausgehen. Aber zumindest konnten sich die Menschen bisher immer adaptieren.

      Das ist ein Teil meiner Beruhigung. ;-)

      Beste Grüße,
      Chrischaan

    3. Avatar von Tobs
      Tobs

      Chrischaan, Deine Worte in Gottes Namen!

      Woher rührt meine Sorge her: Die von Dir genannten Etappen lagen immer noch auf der linearen Kurve, die zugegebenermaßen steiler wurde, aber erst jetzt gerade setzt der eigentliche Inflektionspunkt für die exponentiellen Entwicklungen ein. In der Handelsblattberichterstattung kommen so Themen auf wie, dass tatsächlich KI bereits versuchte, im Rahmen von Experimenten die menschlichen Beobachter auszutricksen (also an ihnen vorbei zu agieren). Oder es gibt erste Cases (wohl 300.000 Fälle), wo Menschen (!) letztlich im Auftrag der KI (!) physische Aufträge gegen Monetarisierung durchführen (also eine Verlagerung von „die Software dient dem Menschen“ hin zu „der Mensch dient der Software“). Zu meinem persönlichen Übel kenne ich auch noch persönlich eine Spitzen-Kapazität auf diesem Gebiet, und mir schmeckt das nicht, was ich von ihr höre. Früher beim gemeinsamen Lauftraining vor vielen Jahren dachte ich noch, das ist doch Nerd-Kacke. Und nun denke ich mir, nee – eigentlich doch nicht… :-) Und eine (Aller!)letzte negative Anmerkung: Du hast recht, Menschen hatten immer Sorge vor dem Fortschritt und haben sich dann doch angepasst. Aber bitte bedenke eines: Das ist retroperspektiv eine starke Verdichtung auf dem Zeitstrahl, sprich das dazwischen liegende Elend fällt aus dieser Betrachtung raus. Denken wir mal an die Menschen im Pauperismus in den 1830/40ern hierzulande, als die Industrialisierung bei uns gut 50 Jahre später als in England einsetzte und die Menschen zunehmend vom Land in die Städte strömten und unter prekärsten Umständen arbeiten und leben mussten. Wir sprechen hier von mindestens einer verlorenen Generation im Elend und Dreck. Natürlich haben wir heute andere Sicherungssysteme, aber niemand kann ausschließen, dass wir in den nächsten 20 Jahren erst einmal anpassungsbedingtes Elend erleben werden, bevor wir dann uns mit der KI im guten vereinbaren. Aber keine Sorge, das war der Moll Ton des Monats und hiernach gehe ich wieder über auf meine bullische Sichtweise in Bezug auf Klopapier, Ketchup, Sößchen, Windeln usw… :-)

    4. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      Hi Tobs,

      danke für deine ausführliche Antwort.

      Mal von hinten angefangen. Ich gebe dir recht, in einem Satz zu sagen, „Die MEnschheit hat sich immer angepasst“ und das Durchleben dieser Anpassungsphase könnten nicht weiter auseinanderliegen. Wahrscheinlich hat Warren Buffett bspw. auf die Frage nach dem besten Investment geantwrotet, dass dies die eigene Bildung / Expertise sei! Es dürfte in fast allen Generationen so gewesen sein, dass die eigenen SIcherungssysteme (privat, staatlich, etc.) weggebrochen sind. Ich glaube die Nachkriegsgeneration(en) waren eine der wenigen in der Geschichte die nur sehr softe Änderungen zu ertragen hatten. Ich hatte das schon mal erwähnt. Das könnte der eigentlich Recency Bias sein. Auch wenn die kurze Zeitperiode recht lang ist, für unser Verständnis. Ich befürchte, dass unsere Freude an der Aktienkultur durchaus vorrübergehend sein könnte.

      Wenn das Negativszenario nur annähernd so eintritt, dürfte unser Fokus nicht mehr auf langfristigen Dividenden- oder Wertpapiererträgen liegen! Dann sollte man lieber überlegen, wie man der KI in Zukunft nicht im Weg steht und ggf. darin einen Teil des Geldes investieren. Beispielsweise auf einer unbedeutenden aber fruchtbaren Insel. Auf der man bescheiden lebt, sich aber stromlos (wer will der KI dann schon das Essen wegnehmen) selbst versorgen kann.

      Na ja, jetzt mal genug der Dystopien. Noch sind wir hier ja auf einem Investmentblog. Außerhalb des Investierens sind es aber durchaus berechtigte Gedanken.

      Beste Grüße,
      Chrischaan

      PS: Was mich immer wundert, ist, dass solch kluge Menschen wie dein Laufkumpel, die potentiellen Gefahren der Entwicklungen sehen und trotzdem weitermachen. FOMO im technischen Wettlauf wahrscheinlich. Wenn es der andere macht, werde ich verlieren. Der andere kennt die Gefahren aber genauso gut… mmmh

  28. Avatar von Thomas
    Thomas

    @Andreas zu KHC,
    wenn ich alles richtig machen würde, würde ich es mit der Angst zu tun bekommen, was mit mir nicht stimmt :))
    @Ursprungsfrank,
    Wer die KI besitzt, kann (und wird) sie dazu nutzen wozu er sie benutzen will.
    Beten wir zu Gott, das derjenige gute Eltern hatte und gut erzogen wurde.
    Das Game heißt Reichtum und Macht anhäufen. Und KI wird dabei helfen.
    Wir können versuchen nach oben mitzugehen, es bleiben zu lassen oder zu verlieren.
    Ich weiß was ich will.
    Es wurde in der Geschichte historisch nicht nur einmal versucht, möglichst alles zu haben und zu erobern. Bisher ist es immer schiefgegangen.
    Machen wir im Blog alle hier auf kleinem Niveau. Ob jetzt Demokratie, oder Monarchie oder Kirchenstaat wie Vatikan oder Despotokratie sind nur verschiedene Spielarten desselben Games. Meisten sind die oberen reicher als die unteren. Habe meine Illusionen diesbezüglich schon lange in den Jordan geschmissen.
    Ja Singapore Exchange läuft gut, gefällt mir und bin schon länger dabei … )
    keine Empfehlung.

    1. Avatar von Andreas P.
      Andreas P.

      @Hansi
      Bei den Investments achaue ich auch auf den Kurs der jeweiligen Landeswährung. Kurzfristige Schwankungen interessieren mich nicht. Aber eine Währung, die langfristig erodiert, möchte ich bei der Mischkalkulation zusammen mit erwarteten Dividendeneinnahmen und Kurssteigerungen schon berücksichtigen.

      KHC kann natürlich ein Turnaround-Kandidat sein. Ich bevorzuge allerdings einen Einstiegszeitpunkt, zu dem die Ampel im Markt sich mindestens in der Gelb- oder noch besser anfangs der Grünphase befindet.

      Den EUR sehe ich persönlich durch einen Zerfall der Gemeinschaft nicht in Gefahr. Der durch die starke Polarisierung mit den Großmächten ausgeübte Druck auf die Europäische Union sollte (zwangsweise) mittelfristig zu noch mehr Geschlossenheit der Länder führen.

      @Thomas
      Deiner Auffassung stimme ich voll und ganz zu.
      Mir ging es einzig um die maue Begründung für den Zeitpunkt des Kaufs. Mini-GAP hin oder her. Derzeit zeigt sich im Kurs, dass im Markt (noch) kein Optimismus für KHC vorhanden ist.

      Im Übrigen bin ich gespannt, wie chinesische Investoren mit ihren amerikanischen Staatsanleihen künftig umgehen. Ein größerer Abverkauf könnte den USD weiter unter Druck bringen.

      Viele Grüße

      Andreas P.

  29. Avatar von Thomas
    Thomas

    @Tobs, Crischaan u. a. interessierte

    man kann KI auch zur voraussichtlichen Zukunft befragen, z.Bsp. ob es in 5 Jahren eine höhere Entwicklungsstufe als heute geben wird und ob es in 15 Jahren eine noch höhere Stufe als in 5 Jahren geben wird.
    Ob das ganze linear, exponentiell oder explosiv verlaufen wird. Ob es einen Punkt Null geben wird, an dem alles erreicht ist. Oder ob es eine never ending Story sein wird. Welche Rollen Menschen dann haben werden.
    Kernaussagen sind folgende :
    ich zitiere einfach:
    in fünf Jahren :
    Automatisierte Workflows: KI wird nicht nur Aufgaben erledigen, sondern gesamte Prozesse managen – von Code-Generierung bis hin zu Verkauf, Finanzen und Logistik, ohne ständige menschliche Eingaben. Bis 2028 könnten AI-Systeme digitale Unternehmen eigenständig skalieren.
    Job-Transformation: 30–40 % der White-Collar-Aufgaben (z. B. Recherche, Analyse, Design) werden automatisiert, was zu einer „Komprimierung“ von Teams führt – ein Team von 50 könnte die Arbeit von 500 erledigen. PwC schätzt, dass Generative AI bis 2030 allein 2,6–4,4 Billionen US-Dollar zum globalen BIP beiträgt.
    Technische Meilensteine: KI könnte auf „Senior-Engineer“-Niveau in den meisten Aufgaben ankommen, mit Fähigkeiten wie Echtzeit-Verhandlungen zwischen AI-Systemen oder der Lösung komplexer Probleme in Medizin und Recht.

    in fünfzehn Jahren :
    Zitat:
    Und in 15 Jahren eine höhere Stufe als in 5 Jahren?
    Absolut – die Prognosen deuten auf eine dramatische Eskalation hin. Bis 2041 (15 Jahre ab 2026) könnte KI die Schwelle zur künstlichen allgemeinen Intelligenz (AGI) überschreiten, bei der Systeme menschliche Intelligenz in allen Bereichen übertreffen. Expertenumfragen schätzen eine 50 %-ige Chance für AGI bis 2030 und eine hohe Wahrscheinlichkeit bis 2040. Mögliche Entwicklungen:

    Gesellschaftliche Integration: KI wird in nahezu allen Lebensbereichen wirken – von personalisierter Medizin (z. B. Krebsheilung in Echtzeit) bis zu autonomen Robotern in Haushalt und Militär. Bis 2040 könnte AI 10 % zum globalen BIP-Wachstum beitragen und Millennium-Probleme in der Mathematik lösen.
    Autonome Systeme: KI wird selbstlernend und rekursiv verbessern, mit „AI-für-AI“-Forschung, die menschliche Überwachung minimiert. Institutionen wie Universitäten oder Behörden könnten kollabieren, da sie mit der Geschwindigkeit nicht mithalten.
    Wirtschaftliche Auswirkungen: Explosives Wachstum durch AI-gestützte Innovationen, aber auch Risiken wie Massenarbeitslosigkeit (bis zu 50 % der Jobs automatisiert).

    weiter:
    Gibt es hier endliche Grenzen? Den „Punkt Null“? Oder ist das eine never-ending Story? Antwort:
    Es gibt endliche Grenzen, aber keine absolute „Punkt Null“ (wo alles stoppt). Die Entwicklung ist eine never-ending Story mit Plateaus und Beschleunigungen:

    Physische Grenzen: Energieverbrauch, Quantenlimits oder Materialknappheit könnten exponentielles Wachstum bremsen – z. B. nur lineare Zuwächse in der Vorhersagefähigkeit trotz exponentieller Wissenssteigerung. Die Singularität könnte „nicht schnell genug“ sein, um unendlich zu wachsen.
    Konzeptionelle Grenzen: Intelligenz ist nicht unendlich skalierbar; nach AGI könnten wir Plateaus erreichen, wo weitere Fortschritte marginal sind (z. B. wie bei der Evolution: Anpassung, aber keine Explosion).
    Never-ending: KI wird kontinuierlich evolieren, getrieben von neuen Paradigmen (z. B. Quantencomputing). Es ist wie die Menschheitsgeschichte: Fortschritt ohne klares Ende, aber mit Rückschlägen.

    Kein „Punkt Null“, sondern eine dynamische Kurve – optimistisch gesehen unendlich, realistisch begrenzt durch Realität.
    Welche Rolle werden Menschen in Zukunft darin noch haben?
    Menschen bleiben zentral, aber in einer symbiotischen Rolle: Wir werden nicht ersetzt, sondern augmentiert. Die Zukunft ist die Human-AI-Dyad – Mensch + KI als neue Einheit, mächtiger als jede Institution heute.

    zuletzt noch meine Gedanken. Auch heute agieren wir schon anders als vor 20 Jahren dank Handy Laptop usw usf. Wir haben uns schon hier verhaltens- und entscheidungsmäßig verändert, aber noch nicht biologisch.

    Ich hatte mehrfach auf Musk hingewiesen, das er mit Neuralink schon versucht, Schaltstellen zwischen menschlichen Neuronalzellen und KI zu finden und zusammenzufrickeln (sry)
    Er wird dank KI WAS AUCH IMMER DAS BEDEUTET vorankommen. Wer einen Weg sucht, findet einen.
    Diese verschalteten/konnekteten Menschen könnten wesentlich mehr Macht erhalten erreichen.

    Es ist alles Wahrnehmungs- und interessenabhängig. Oma Müller, Friseur Schneider, Reinigungskraft Meier wird sich nicht so sehr damit auseinandersetzen und so weiter mit dem Leben wie bisher zufrieden sein.

    Es wird immer eine Veränderung der Vermögensverhältnisse von unten nach oben geben, manche schneller manche langsamer, manche werden arm, manche bleiben wo sie sind, manche werden schnell reich und manche rasend schnell.
    Vermögensentwicklungsgeschwindigkeiten werden weiter ganz unterschiedlich verlaufen.

    Es hängt davon ab, wie sehr sich jeder selbst informativ damit beschäftigt und Chancen nutzt. KI Agents für sich arbeiten läßt. Ob man clever die Treppenstufen nutzt oder nicht. Ob man einen Weg sucht oder nicht.

    Man kann auch KI fragen was an der Börse als nächster Trend behind the Curve nach SaaSpocalypse kommt/kommen könnte…
    Aufhalten wird man diese Entwicklung nicht. Man kann sie für sich nutzen.
    usw usf.
    Sry for tltr.

    1. Avatar von SeePaddler
      SeePaddler

      „Ob das ganze linear, exponentiell oder explosiv verlaufen wird…“

      Hier eine echt gute „Phantasie“ was die kommenden Jahre bringen mag:

      https://ai-2027.com/

      Ist m.E. gut fundiert und von Leuten geschrieben die das Fach verstehen.

      Zeigt auch schön zwei „wählbare/mögliche“ Enden der Geschichte:

      das „jüngste Gericht“ wie bei „Terminator“
      ein „gutes Ende“ á lá „Machines of loving Grace“

  30. Avatar von Tobs
    Tobs

    Chrischaan, ja, so ist es. Ich denke auch nicht zu viel darüber nach, solange ich nicht auf einen Ansatz komme, wie ich mich und meine Familie dafür positionieren könnte. Denke das ist der Schmerzpunkt, den doch in Wahrheit mittlerweile viele mit dem Thema haben (und auch das ist für mich ein Unterschied zu früheren technologischen Entwicklungen übrigens). Zum KI-Laufkumpel: Ja, das ist ein bisschen wie Wissenschaftler aus Terminator 2, der an für sich echt ein super Typ ist, gegen den echt nichts haben kann… :-) So ist das…

    Thomas, vielen Dank. Ich sehe, wir suchen uns besser schon alle mal ein Hobbys… :-)

    1. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      Was ist denn das Vorgehen deines Lauffreundes?

    2. Avatar von Tobs
      Tobs

      Chrischaan, tja, immer weiter forschen mit wissenschaftlichem Interesse. Eigentlich ist die Aussage, die Entwicklung sei ohnehin nicht zu stoppen, und wenn man es selber nicht mache, dann eben andere. Und fairerweise: Nicht jeder der das macht, lässt sich für einen 100 Mio. USD-Vertrag von einem Big Tech anheuern und verkauft seine Seele. Es gibt sie ja auch, die echten Spitzen-Grundlagenforscher, die wissenschaftlich diesen Big-Tech-Kandidaten nicht unbedingt nachstehen, aber brav ihre Grundlagenforschung in Instituten vollziehen…Und der Anwendungsnutzen in sehr relevanten Wissenschaftsgebieten ist wiederum nicht negierbar. Daher ist das alles so nicht so einfach. Ich hoffe einfach, KI wird Prozesse zur Herstellung von Ketch Up effizienter machen, aber uns nicht die Lust auf Ketch Up nehmen. :-)

    3. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      Richtig, ein auf Augen zu machen und hoffen, dass es hinterher weg ist, hat noch nie geholfen. Wenn etwas möglich ist, wird es einer machen, vor allem, wenn er sich dadurch einen Vorteil erarbeitet. Das ist das Dilemma der guten und verantwortungsvollen Forscher. Ich kann mich in diesem Zusammenhang noch grob an „Die Physiker“ von Dürrenmatt erinnern.

      So und jetzt, wieder den Blick hoffnungsvoll nach vorn gewandt. Lasst uns mit dem Thema beschäftigen aber nich verzagt werden.

      Allen einen angenehmen Sonntag!

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