Trotz toller Dividendenerhöhung verliere ich die Lust an dieser Aktie

4.7
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Die Dividende das 44. Jahr in Folge erhöht. Und nicht nur symbolisch um 1 Cent wie einige andere in letzter Zeit, sondern um ordentliche 5 Cent je Aktie. Und das bei einer weiterhin niedrigen Ausschüttungsquote von 44%.

Dazu bewegt sich der Aktienkurs auch nur knapp unter seinem Höchststand.

Wie kann ich dann die Lust an der Aktie verlieren? Manchmal ist es wichtig, hinter die Fassade zu schauen. Die scheint mir bei dem Unternehmen aber auch in Ordnung zu sein.

Und trotzdem ärgere ich mich jedes Quartal neu über den Wert. Und frage mich nun, ob ich mir das noch weiter antun will.

Die Antwort dazu und meine weitere Strategie erfährst Du in diesem Beitrag.

Medtronic ist die Nr. 1 bei Herzschrittmachern, hat aber auch noch viel mehr zu bieten hat. Die Aktie habe ich hier ausführlich vorgestellt. Leider hat das US-Unternehem seinen steuerlichen Sitz in Irland und das ist für deutsche Anleger alles andere als lustig. Stichwort: Quellensteuer!

Dividende

Medtronic zahlt erstmals eine Quartalsdividende von 0,63 US$ je Aktie. Das ist eine Erhöhung um 8,6% (+0,05 US$) je Aktie. Für die 100 Aktien in meinem Depot ergibt das eine Brutto-Dividende von 63 US$. Sie wurde von maxblue zum Kurs von 1,1853 in Euro umgerechnet und nach Abzug und Nichtanrechnung der irischen Quellensteuer verbleibt eine kleine Netto-Dividende von 25,84 €. Sie wurde mit Wertstellung 20.07.2021 überwiesen.

Dividendengutschrift Medtronic im Juli 2021

Perspektiven

Durch die Dividendenerhöhung und den besseren Dollar-Kurs ist meine Netto-Dividende diesmal 10,3% höher als noch vor drei Monaten. Und trotzdem schmerzt der Blick auf die Abrechnung sehr. Denn wäre es eine normale US-Aktie, dann läge meine Netto-Dividende statt bei 25,84 € bei viel besseren 39,57 €. Ein Unterschied von 13,73 € oder gut 55 € im Jahr.

Nun ist mir das ja schon immer bekannt und bisher habe ich da auch drüber hinweg geschaut. Denn Medtronic ist nun mal ein Top-Unternehmen, das ich an sich gerne in meinem Depot habe.

Allein im letzten Quartal wuchs der Umsatz – natürlich Corona-bedingt mit niedrigem Basiseffekt – organisch um 32%. Und die Guidance für das neue Geschäftsjahr sieht ein organisches Wachstum von 9% vor. Der Gewinn je Aktie soll 5,60-5,75 US$ erreichen.

Von maxblue habe ich nun schon zweimal ein mehrseitiges Schreiben erhalten, mit dem ich eine Rückerstattung der Quellensteuer beantragen kann. Allerdings sind das immer nur Mini-Beträge pro Antrag. Und ich müsste jedes Mal mein Finanzamt anschreiben, zweimal Porto bezahlen und alles eintüten und zum Briefkasten. Ganz ehrlich: das macht keinen Spaß! Wenn ich, wie in der Schweiz, mit einem Antrag einen dreistelligen Betrag zurückbekomme. Dann ist das keine Überlegung wert. Aber für ein paar Euro fehlt mir die Motivation.

Und stattdessen denke ich jedes Quartal: Was für eine Unverschämtheit, dass ich mehr als 50% Steuern zahlen muss! Es ist deshalb die einzige Dividende in meinem Depot, auf die ich mich nicht freue. Sondern mit Schrecken auf die Abrechnung schaue.

Und das kann es ja nun nicht sein. Aktienanlage soll Spaß machen, mich entspannt lassen und dem Vermögensaufbau oder -erhalt dienen.

Mit 44 Jahren Dividendenerhöhungen am Stück ist Medtronic ein lupenreiner Dividendenaristokrat. Davon gibt es aber auch noch einige andere. Im Gesundheitsbereich gehört dazu Johnson & Johnson, die ich auch etwa doppelt so hoch wie Medtronic im Depot gewichtet habe.

Mein Plan ist nun, mich über kurz oder lang von Medtronic zu verabschieden. Ich möchte mich über die Dividendenzahlungen nicht mehr ärgern, sondern Freude verspüren. Da Medtronic aber an sich ein sehr gutes Unternehmen ist, habe ich keine große Eile damit. Ich setze mir deshalb ein Kursziel, bei dem ich die Aktien verkaufen werde. Es liegt bei 131 US$. Das liegt einen Hauch unter dem bisherigen Höchstkurs (131,64 US$), ein Ausstieg würde sich da “nicht zu billig” anfühlen.

Den Verkaufserlös werde ich wieder im Gesundheitssektor anlegen. Aktuell plane ich, im Gegenzug meine Position bei Johnson & Johnson von 150 auf 200 Aktien zu erhöhen. Aber die Entscheidung werde ich erst dann treffen, wenn es zum Verkauf von Medtronic gekommen ist. Denn wann das sein wird und wie Johnson & Johnson dann gerade notiert, ist ja offen.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Medtronic
ISIN:IE00BTN1Y115
Im Divantis-Depot seit:01.06.2017
Letzter Nachkauf am:25.09.2019
Stückzahl im Divantis-Depot:100
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:87,02 €
Gesamtkaufpreis:8.701,82 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:269,88 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursanstieg verkaufen

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31 Gedanken zu „Trotz toller Dividendenerhöhung verliere ich die Lust an dieser Aktie“

  1. Hallo Ben,
    Natürlich ist das sehr Ärgerlich. Auf der anderen Seite ist der Performance dafür ganz ordentlich. Darüber freut ich mich mittlerweile mehr.

    Alternativen wären vielleicht stryker oder edwards.
    Wobei nur stryker eine mini Dividende zahlt.

    Mit Johnson & Johnson machst du sicherlich auch nix falsch.

    Gruß
    Thomas

  2. Auch bei mir ein Grund warum ich nicht bei Medtronic eingestiegen bin. Mittlerweile ist das lächerlich, dass man diese Steuerproblematiken nicht unbürokratischer innerhalb eines Wirtschaftsraumes(EU) abwickeln kann.
    Die Politik ist da gefordert, sehr schade, weil es auch sehr gute Unternehmen in Frankreich gibt in die ich Investieren würde, aber diese nervigen Steuerregelungen verderben eindeutig den Spass.

    Vielleicht wäre Novo-Nordisk eine Alternative für dich

    1. Hallo Daniel,

      Novo-Nordisk habe ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit im Depot und im April nachgekauft. Wirklich ein Top-Wert, der sich bei mir inzwischen verdoppelt hat! Aber ebenfalls nicht quellensteuereinfach, wenn auch nicht so schlimm wie Medtronic. Außerdem ist die Dividende niedriger.

      Für Frankreich gibt es ja glücklicherweise eine gute Lösung bei der DKB. Schau mal hier.

      Viele Grüße Ben

  3. Hallo Ben,

    deinen Ärger kann ich gut verstehen. Die irische Quellensteuer betrachte ich, ehrlich gesagt, als Wegelagerei und bin aus genau diesem Grund auch nicht in den vorgenannten Titel investiert.

    Beste Grüße,

    Stefan

  4. Hallo Ben, deinen Ärger über die absurd hohe Steuerbelastung kann ich sehr gut verstehen. Es macht keinen Spaß, wenn der Fiskus so derbe absahnt. Du hattest im April 2020 schon einmal über Medtronic berichtet. Ich habe dies zum Anlass genommen, mich von Linde plc zu verabschieden und den Erlös in Blackrock zu investieren.
    Ich bin sehr zufrieden und sage dir herzlichen Dank!
    Gruß Sebastian I

  5. Bei Linde-plc wurde bisher nur die inländische Steuer abgezogen, somit habe ich ca. 75% der Brutto-Dividende erhalten.
    Muss ich hier mit Änderungen bei der Besteuerung der Dividenden rechnen ?
    Grüße,
    Willi

  6. Ja, ich bin ebenfalls aus o.g. Grund hier nicht eingestiegen.
    JNJ ist sicher eine gute Idee.

    JPM sieht derzeit günstig aus, werde wohl die Tage nachkaufen, bin sehr zufrieden mit der Unternehmensentwicklung und der Aktie, aber in Banken investierst Du, Ben, ja wohl nicht.

    VG
    1Steven1

    1. Hallo 1Steven1,
      bezieht sich Dein „Ja“ auf Linde?
      Wenn das der Fall ist: Woher stammt die Information, dass mit einer Änderung der Besteuerung der Dividende zu rechnen ist?
      Weder auf der Homepage von Linde noch sonst im Internet konnte ich dazu etwas finden.
      Grüße
      Andreas

  7. Hallo 1Steven1,

    habe ich irgendwas nicht mitbekommen ? Johnson & Johnson ( US4781601046 ) markiert mindestens in Euro Höchststände. Ich gönne mir seit vergangenen Dezember jeden Monat ein Stück und finde allmählich schon das eher grenzwertig, jedenfalls nicht günstig.

    Gruss

    Lernkurve

    1. Hallo Lernkurve,

      vielleicht hast Du mich falsch verstanden.

      Ich habe nicht geschrieben, dass JNJ derzeit günstig ist.
      Ich möchte auch JNJ gerne weiter aufstocken, und das finde ich eine gute Idee; aber richtig, besonders günstig ist es derzeit nicht.

      Oben wurden Alternativen vorgeschlagen.
      Ich persönlich investiere wohl in den nächsten Tagen weiter in JPM.
      Deshalb mein Hinweis zum günstigen Kurs, auch wenn es sich bei JPM um eine Bank handelt.

      VG und viel Erfolg
      1Steven1

      1. Zur Info: JPM hat derzeit ein KGV um 10, und die Dividende wird auch wieder (im Herbst um über 10%) erhöht. Ich habe JPM erst wenige Jahre im Depot und bin sehr zufrieden.

        VG
        1Steven1

      2. Hallo 1Steven1,

        Danke für Deine Antwort, ich war schlicht unaufmerksam beim Lesen, und habe wegen der ähnlichen Kürzel zuerst nicht registriert, dass Du zu zwei Aktien schreibst. Mit Bank-Titeln habe ich mich in ca. 15 wechselvollen Jahren der Beschäftigung mit Aktien noch nicht auseinandergesetzt, vielleicht wird JPM ein Anlass das zu ändern.

        Grüsse, und ebenfalls viel Erfolg

        Lernkurve

  8. Ich halte die Aktie seit 2008. Mittlerweile hat sie sich mehr als verfünffacht. Die Dividende gibt es obendrauf. Das Papier ist im Branchenvergleich recht moderat bewertet. Die Zukunftsaussichten sind meiner Meinung nach ausgezeichnet. Ich habe mehrere Medizintechnik-Aktien in meinem Depot (Intuitive Surgical, Stryker, Siemens Healthineers, Becton Dickinson, auch eine J&J…) aber Medtronic ist und bleibt das “Kerninvestment” in diesem Sektor und ist vermutlich die Aktie in meinem Depot die ich zuallerletzt verkaufen würde…

    1. Hallo Jürgen,

      das kann ich inhaltlich total gut nachvollziehen. Ich habe ja auch nichts gegen das Unternehmen und hätte mit Sicherheit schon längst mehr Aktien von Medtronic im Depot, wenn die Thematik mit der irischen Quellensteuer nicht wäre. Wenn Du die Aktien schon seit 2008 hast, dann sind sie ja auch noch steuerbegünstigt. Dann würde ich sie auch nicht verkaufen. Und durch die Dividendensteigerungen ist Deine Dividende auf Deinen Einstiegskurs vermutlich so hoch, dass Du über die Quellensteuer nur müde lächelst. Ich gratuliere Dir in jedem Fall zu Deinem Weitblick, den Du mit dem Investment vor 13 Jahren gezeigt hast!

      Viele Grüße Ben

  9. Hallo Ben, ich verfolge Deinen Blog schon länger und muss dir mitteilen dass ich sehr angetan bin wie professionell deine Web seite aufgezogen ist. Deine Berichte sind immer sehr interessant und fundiert. Eigentlich kann man fasst nicht glauben dass es ein privater Blog ist oder war. Ich selber bin praktisch micro.micro Aktionär mit ca 55k Volumen aufgeteilt mit 30k in 20 Einzelaktien und den Rest in 3 Fonds.
    Eine Frage zu den irischen Aktien. Wenn man diese z.B. mit 700euro Gewinn verkauft, wie hoch fällt dann die Quellensteuer aus. Ist die analog zu der Dividendenbesteuerung. Viele Gr

    1. Hallo Josef,

      vielen Dank für Deine Anerkennung. Ich mache wirklich alles selbst und bin – ehrlich gesagt – gar nicht so zufrieden wie Du offenbar. Es gibt so viele optisch bessere Webseiten! Ich lege meine Energie in die Inhalte und hoffe, dass ich damit einen Mehrwert für alle Leser bringe.
      Die irische Quellensteuer ist nur für die Dividendenzahlungen relevant. Beim Verkauf der Aktien fällt ausschließlich die deutsche Kapitalertragsteuer und der Solidaritätszuschlag auf den Gewinn an. Da haben irische Aktien also keinen Nachteil gegenüber anderen Aktien.

      Viele Grüße Ben

  10. Das mit der Steuer ist eine Frechheit – Laut BzST heißt es – keine Quellensteuer für EU-Bürger und für An- sässige in DBA-Staaten. Und trotzdem bekommen die Banken Broker das nicht hin.

    Ich habe hierzu etwas gelesen evtl Hilft das weiter: Die ING übersendet den “Credit Advice” kostenfrei nur für Ausschüttungen der irischen Medtronic Inc. – nicht aber für andere irische Gesellschaften.

    Gruß Patrick

  11. Vielleicht wäre im Falle von Medtronic ein Konto bei der Zahlstelle EQ Shareowner Services in den USA sinnvoll:
    http://www.shareowneronline.com
    Dort gibt es einen „Direct Purchase Plan“ für Aktien.
    Vorteile:
    Mann kann eine deutsche Ansässigkeitsbescheinigung dorthin schicken
    Auf Wunsch „Dividend Reinvestment Plan“ verfügbar, Divis werden automatisch reinvestiert.
    Abstimmung über HV Vorschläge online möglich.
    Nachteile:
    Deutsche Abgeltungssteuer wird nicht automatisch abgezogen, muss von Euch in der Steuererklärung nachversteuert werden
    Zahlungen aus D nur per Scheck möglich ( Kosten ca. 30 EUR)
    Ordergebühr von EQ 25 USD

    Ich habe zwar keine persönlichen Erfahrungen mit Medtronic über Equinti, aber mit anderen Aktien und Fonds bei US Verwahrern. Vorteile für mich ( Wiederanlage ausgezahlter Dividenden und HV Abstimmungen)

  12. Hi Sebastian,
    Hab ich das richtig verstanden : was die deutschen banken nicht machen, nämlich eine vorabbefreiung von ueberschuessiger irischer QS, das kann man bei der shareowner online erhalten, wenn man denen eine dtsche ansaessigkeitsbescheinigung schickt. Oder sogar gar keinen QS abzug, der dann bei der jahressteuererklärung nur mit 15 % berechnet wird.
    Wenn ich da ein bischen weiter phantasiere, muesste das vielleicht bei einigen anderen auslaendischen brokern auch klappen. ZB bei Interactive broker !?!

    1. Uebrigens : heute bekanntgegeben : Royal DutchbShell bezahlt ab jetzt nach heutigem kurs etwa 4.6% dividende. Is doch schon mal wieder was !

    2. Hallo Manfred,
      wie gesagt, ich persönlich halte aktuell keine Medtronic Aktien direkt beim Verwahrer EQ Shareowner online.

      In der Praxis halte ich US Aktien und ETF zum Beispiel bei AST Financial. Aktienverwahrung bei Transfer agents hat in den USA Tradition, noch aus der Zeit der Aktienurkunden. Depots waren kostenlos, Aktionäre waren dem Unternehmen und dem Fiskus bekannt.
      Bei interactive brokers werden die Aktien im „street name“ verwahrt. Das heisst die Identität des Aktionärs und Wohnsitz ist der Verwahrstelle nicht bekannt.
      EQ Shareowner ist kein Broker.
      In D müsste man dann 25% Abgeltungssteuer+ Soli + Kirche an Herrn $cholz nachversteuern.

  13. Ich kann bestätigen, dass über die ING die Abwicklung der Quellensteuererstattung funktioniert. Einfach einige Zeit die Quartalsbelege der Dividendenzahlungen sammeln, dann die Antragsformulare mit Wohnsitzbestätigung für die betreffendne Jahre (wichtig: für den gesamten Zeitraum den Wohnsitz bestätigen lassen) vom Finanzamt bestätigen lassen und dann die Unterlagen mit den Dividendenbelegen des betreffenden Zeitraumes per Post nach Irland schicken. Der credit advice wird nicht benötigt, hat die ING automatisch erledigt. Hat bei mir geklappt. Ich sammle immer für 2-3 Jahre die Belege für einen Antrag um Porto und Aufwand zu sparen. Im Herbst ist es für mich wieder soweit. Macht zwar keinen Spaß und kostet Geduld, aber der Betrag ist dann schon ansehnlich, wenn er auf das Konto fließt. Sofern es nicht nur ganz wenige Aktien sind.

    1. Hallo Sascha,

      das hört sich wirklich gut an und nach einer gangbaren Sache. Meine Verkaufsorder wurde eben gelöscht, da sie nur bis Ultimo gültig war. Ich werde mir das noch mal durch den Kopf gehen lassen, denn eigentlich finde ich Medtronic richtig gut. Also vielleicht statt neuer Verkaufsorder nur ein Depotübertrag?

      Viele Grüße und ein schönes Wochenende
      Ben

  14. nur so ne Idee: Wie wärs die Aktie am Abend vor der Dividende zu verkaufen und am nächsten morgen wieder einzusammeln ? Mit deinem Optionsdepot is das vielleicht sogar noch besser umsetzbar

    1. so hab ich das dieses Jahr mit Danone gemacht, Franzosen haben ja auch so ne nervige Kapitalsteuer. Sogar 1-2 Wochen vor der Dividende verkauft und mir ein Discountzertifikat auf Danone mit nem hohen Cap dafür geholt und schon wurde sie paar Tage später wieder eingebucht.

      1. Hallo Axel,

        bei einer Aktie, die nur einmal im Jahr Dividende zahlt, ist das gut machbar. Da ist der Dividendenabschlag meistens deutlich und es ist nur 1 Verkauf und 1 Kauf pro Jahr. Bei einem Quartalszahler wie Medtronic ist die Quartalsdividende dann aber nicht so hoch und ich hätte insgesamt 8 Transaktionen pro Jahr. Das ist mir zu aufwändig und würde dann ja schon fast zum Trading mutieren. Die Idee mit dem Optionsdepot ist aber auch nicht schlecht. Zumindest wenn ich Calls auf Medtronic verkaufe, müsste ich die abgezogene Quellensteuer locker wieder reinkriegen. Da denke ich mal drüber nach!

        Viele Grüße Ben

  15. Ja die irische Kapitalertragssteuer und die Nichtanrechnung der Quellensteuer in Deutschland und die damit verbundene Doppeltbelastung ärgert mich auch.
    Heute ist die Aktie sowohl in US$ als auch in EUR auf einem All Time High. Medtronic ist eine Aktie welche seit 44 Jahre die Dividende erhöht und eine Aktie welche seit Jahrzehnten nur eine Richtung kennt und so manchen Index seit Jahren abhängt.

    Nur wer zur Zeit der Internetblase im Jahr 2000, kurz davor oder kurz danach zu total irrwitzigen KGV die Medtronic gekauft hat, hatte eine schlechtere Rendite.

    Ansonsten kann man ziemlich viele Betrachtungszeiträume anschauen, Medtronic performte meistens besser als so macher Index. Und dann gibt es als Zuckerchen noch eine Dividende, welche leider hoch besteuert wird. Aber das ändert an der Gesamtperformance relativ wenig.

    Ob das dann deshalb eine gute Entscheidung ist, nur wegen der irischen Quellensteuer einen Top-Performer aus dem Depot zuwerfen, da habe ich meine Zweifel. Es sei den, man findet ohne Klumpenrisiko zu bilden so viele deutlich bessere Aktien. Ja als Alternative würde sich auch eine Stryker anbieten. Ich habe es ganz einfach gemacht, ich habe beide, Stryker und Medtronic und bleibe bei beiden langfristig dabei und werdeauch weiterhin die irische Quellensteuer nicht prickelnd finden.

    1. Hallo star,

      die zahlreichen Kommentare haben mich noch mal ziemlich zum Nachdenken gebracht. Dann war der Aktienkurs von Medtronic wieder unter mein Limit gerutscht. Und heute – mit etwas Abstand und beim Lesen der neuen Quartalszahlen – fühlt es sich falsch an, die Aktie zu verkaufen. Sie ist also immer noch in meinem Depot und ich kann noch nicht sagen, was ich mit ihr mache. Im Moment ist die letzte Dividende wieder eine Zeit her und der Ärger verraucht. Im Oktober werde ich mich aber wieder ärgern. Hmmm.

      Auch Dir noch mal vielen Dank für Deine Kommentare und die Überlegungen, die mir auch in diesem Fall wieder einen guten Impuls geben.

      Viele Grüße Ben

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