Teuerste Aktie im Depot erhöht das 18. Jahr in Folge die Dividende – nachgekauft!

Ich mag ja eigentlich runde Stückzahlen bei meinen Aktien. Mal habe ich 100 Stück oder auch mal 1.000 Stück. Bei der Aktie von Givaudan ist aber der Kurs so hoch, dass es bisher nur zu einer einzigen Aktie reichte.

Vierstellige Kurse kennen nur wenige Aktien, Givaudan gehört dazu. Die Aktie ist damit optisch teuer, aber ansonsten sagt der Kurs nichts darüber aus, ob die Aktie günstig oder teuer ist. Denn auf die Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien kommt es an. Und Givaudan könnte mittels eines Aktiensplits problemlos für optisch günstigere Kurse sorgen. Tun sie aber nicht.

Stattdessen erhöht das Management das 18. Jahr in Folge die Dividende. 60 CHF zahlt der Schweizer Aromahersteller nun pro Aktie aus. Ich habe mir kurz vor der Dividendenzahlung noch eine weitere Aktie ins Depot gelegt.

Aktienkauf

Mit den frei gewordenen Mitteln aus dem Verkauf der Novartis-Aktien und den bis dahin im März aufgelaufenen Dividenden „gönnte“ ich mir eine weitere Givaudan-Aktie. Und verdoppelte damit meine Depotposition von 1 auf 2 Aktien.

Givaudan habe ich hier ausführlich vorgestellt.

Ich zahlte außerbörslich über Tradegate 2.280 € für die Aktie. Die ING-DiBa berechnete mir für den Kauf mit ihren Gebühren insgesamt 2.290,60 €.

Originalabrechnung Givaudan-Kauf im März 2019

Die Aktie ist aktuell kein Schnäppchen. Aber das ist sie seit meinem Kauf vor zwei Jahren schon nicht. Sie hat aber einen Burggraben und liefert ein solides Wachstum ab. Ich habe sie nun nachgekauft, da mich schon immer gestört hat, dass ich nur 1 Aktie im Depot hatte. Die Aktie hatte aber keine wirklichen Kursschwächen. Und deshalb habe ich jetzt einfach den Zeitpunkt kurz vor der Hauptversammlung zum Nachkauf genutzt.

Mit Novartis hatte ich eine Schweizer Aktie verkauft und mit Givaudan habe ich eine Schweizer Aktie nachgekauft. Damit bleibe ich im gleichen Währungsraum. Und habe jetzt endlich 2 Givaudan-Aktien.

Sollte es irgendwann doch noch mal zu einem relevanten Kursrückgang kommen, dann will ich übrigens noch mal nachlegen.

Dividendenzahlung

60 CHF pro Aktie beträgt die Dividende. Das ist eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um 2 CHF oder 3,4%. Givaudan hat damit seit dem Börsengang im Jahr 2000 jedes Jahr die Dividende erhöht. Diese Verlässlichkeit hat mit zu meinem Nachkauf geführt!

Für die nun 2 Givaudan-Aktien erhielt ich somit eine Brutto-Dividende von 120 CHF. Die ING-DiBa rechnete zum Kurs von 1,124604 in Euro um. Nach Abzug der Quellensteuer und der deutschen Kapitalertragsteuer verbleibt eine Netto-Dividende von 58,11 €. Sie wurde rückwirkend mit Wertstellung 03.04.2019 überwiesen.

Originalabrechnung Givaudan-Dividende im April 2019

Die nicht angerechnete Quellensteuer (allein bei dieser Zahlung 21,34 €!) werde ich mir nun in Kürze zurückerstatten lassen. Dazu kann man mit einem Formular für 3 Jahre (2017, 2018, 2019) für alle Schweizer Dividendenzahlungen die Erstattung beantragen. Ich warte nur noch auf die Dividende der Swiss Re, dann ist das Formular fertig. Dann schicke ich es erst zu meinem deutschen Finanzamt, lasse meine Ansässigkeit in Deutschland bestätigen und dann schicke ich es weiter in die Schweiz. Wenn dann die Erstattung geklappt hat (ist für mich eine Premiere!), dann berichte ich hier auf dem Blog darüber.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Givaudan
ISIN:CH0010645932
Im Divantis-Depot seit:18.01.2017
Letzter Nachkauf am:26.03.2019
Stückzahl im Divantis-Depot:2
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:1.997,10 €
Gesamtkaufpreis:3.994,19 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:113,20 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

6 Gedanken zu „Teuerste Aktie im Depot erhöht das 18. Jahr in Folge die Dividende – nachgekauft!“

  1. Ich habe von Nestle in 2016 das erste Mal Dividende erhalten. Danach wieder in 2017 und 2018. Nun möchte ich in das Formular für die Erstattung der 3 Jahre 2016 bis 2018 ausfüllen. Ist das zeitlich ok (Stichwort 3 Jahresfrist) oder bin ich für 2016 schon zu spät dran?

    1. Für 2016 bist du noch nicht zu spät! Du hast immer drei Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die steuerbare Leistung fällig geworden ist. Stichtag für 2016 ist also der 31.12.2019.

      vgl. Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer Art. 32 Abs. 1:
      https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19650189/index.html

      „Art. 32 A. Rückerstattung der Steuer auf Kapitalerträgen und auf Gewinnen aus Geldspielen sowie aus Lotterien und Geschicklichkeitsspielen zur Verkaufsförderung / V. Untergang des Anspruchs infolge Zeitablaufs

      V. Untergang des Anspruchs infolge Zeitablaufs

      1 Der Anspruch auf Rückerstattung erlischt, wenn der Antrag nicht innert drei Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die steuerbare Leistung fällig geworden ist, gestellt wird.“

  2. Hi Ben,

    habe mal über Jeff Bezos gelesen, dass dieser auch kein Fan von Splits ist. Ich finde es aber als Nachteil, wenn man nicht Stückeln kann. Meine Standardinvestitionssumme liegt so bei 1500€. Das heißt bei Givaudan wäre ich kurzfristig raus, der Wert ist deshalb illiquider. Zudem ist es dann, für manche Strategien schwieriger mal nen Teilverkauf zu realisieren (nicht meine Strategie). Andersherum spart man sich wahrscheinlich Verwaltungsarbeit der Aktionäre.

    1. Hallo Fred,

      die Aktie ist wirklich ziemlich „sperrig“. Die Alternative zu Givaudan wäre die deutsche Symrise. Sie ist zumindest optisch billiger und ein direkter Wettbewerber in dieser attraktiven Branche.

      Viele Grüße Ben

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