In meinen Anlagekriterien habe ich Investments in kritische Branchen ausgeschlossen. Dazu zähle ich explizit Rüstung, Atomkraft, Glücksspiel, Öl, Kohle und Tabak. Seit jeher finden Unternehmen aus diesen Sektoren keinen Platz in meinem Depot und ich vermisse sie auch nicht.
Mir geht es gleichzeitig nicht darum, zu missionieren. Wer in Öl oder Tabak investiert, ist für mich ein genauso geschätzter Investor wie jemand, der sein Heil in erneuerbaren Energien sucht. Und unter den Divantis-Lesern und Kommentatoren finden sich ja auch viele Aktionäre, die „meine“ kritischen Branchen nicht als Ausschlusskriterium für sich sehen.
Nun haben aber die letzten Jahren doch einige Veränderungen mit sich gebracht. Die alte heile Welt (wenn es sie denn jemals so gab) wurde durch eine Bedrohungslage abgelöst. Seit 2022 leben wir mit einem Angriffskrieg in Europa und offiziell wurde eine „Zeitenwende“ ausgerufen.
Mich beschäftigt das Thema seitdem und ich möchte heute meine Gedanken dazu teilen und zur Diskussion stellen. Nicht, weil ich Kursanstiege wie bei Rheinmetall verpasst habe und mich darüber ärgere. Ich habe ja auch Nvidia verpasst – das ist also nicht mein Thema. Aber kann man Rüstung wirklich pauschal als kritisch abtun, oder muss man nicht stärker differenzieren?
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