Schlagwort: Delisting

  • Noch eine Versicherung fürs Depot?

    Noch eine Versicherung fürs Depot?

    Ist es Liebhaberei, ein Faible oder schon eine Sucht? Die Versicherungsbranche hat es mir irgendwie angetan. Und sie ist seit jeher die am höchsten gewichtete Branche in meinem Dividendendepot.

    Heute stelle ich eine weitere Versicherungsaktie vor, auf die ich erst jüngst aufmerksam geworden bin. Anlass war die Einladung zur Hauptversammlung, auf der ich einige interessante Tagesordnungspunkte entdeckte. Und da sie auch noch in der Nähe meines Wohnorts stattfand, bin ich einfach mal hingefahren.

    Aus der Hauptversammlung heraus kaufte ich dann die erste kleinere Position. Offenbar waren andere anwesende Teilnehmer ebenfalls angetan, denn der Aktienkurs stieg erstmal in den nächsten Tagen.

    Glücklicherweise ist die Nachfrage aber wieder zurückgegangen und ich konnte dann weitere Aktien günstig einsammeln.

    Denn bei diesem Versicherungstitel kommt etwas zum Tragen, das meine anderen Titel nicht haben: die Marktkapitalisierung liegt unter 100 Millionen € und der Streubesitz ist bescheiden.

    Warum aber genau das eine Chance darstellen kann und wie der Vorstand das Geschäftsmodell umstellt, erfährst Du in dieser Unternehmensvorstellung.

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  • War das die USU-Hauptversammlung oder doch eher eine Beerdigung?

    War das die USU-Hauptversammlung oder doch eher eine Beerdigung?

    Präsenzhauptversammlungen haben den unschlagbaren Vorteil, dass man dort die handelnden Personen zu Gesicht bekommt. Und sich ein persönliches Bild machen kann.

    Und meine Erwartungen an die diesjährige Hauptversammlung der USU Software AG waren entsprechend hoch. Schließlich hatte das Unternehmen im letzten Jahr einen dreistelligen Millionengewinn gemacht und allen Grund zur Feier.

    Was ich dann aber erlebte, war ein denkwürdiges Schauspiel. Eine bedrückende Stimmung, niedergeschlagene Gesichter, irreführende Rhetorik und ein kärglicher Rahmen sollten den Aktionären offenbar den Eindruck vermitteln, dass nun ihre letzte Chance kommen würde, ihre Aktien noch zu verkaufen.

    Warum ich jedoch das genaue Gegenteil von dieser Veranstaltung für mich mitnehme und welche Details der Vorstand preisgeben musste, erfährst Du in diesem Beitrag.

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  • Auf der Suche nach dem fairen Wert der USU-Aktie

    Auf der Suche nach dem fairen Wert der USU-Aktie

    Die USU Software AG ist das Unternehmen, mit dem ich mich in den letzten 18 Monaten am intensivsten beschäftigt habe. Es war die Ankündigung ihres Delistings, die meine Aufmerksamkeit brachte. Und es begann eine faszinierende Recherche, die mich oftmals ungläubig staunen ließ.

    Immer wieder gab es Überraschungen: angefangen bei einem Delisting-Preis, der freiwillig und ohne nähere Begründung über dem gesetzlichen Mindestpreis lag. Weiter ging es mit einer Hauptversammlung, auf der der Mehrheitsaktionär seinen eigenen Dividendenvorschlag deutlich anhob. Bis hin zum stillen und vertraulichen Verkauf eines Teils des Geschäfts an den Investor Thoma Bravo.

    Und nun folgt die nächste Stufe: die Einladung zur Hauptversammlung ist veröffentlicht worden. Und sie hat einige spannende Themen auf der Tagesordnung. Dazu gehört ein Dividendenvorschlag, der mehr als 50% der Marktkapitalisierung umfasst. Und ein Aktienrückkaufprogramm mit konkreten Aktienkursen für den Mindest- und den Maximalpreis.

    Das ist an sich schon ungewöhnlich, aber noch nicht alles. Denn auch der Geschäftsbericht wurde veröffentlicht und er birgt ebenfalls einige Überraschungen.

    Wie ich die einzelnen Themen aktuell einschätze und wie ich mich zur Hauptversammlung positioniere, erfährst Du in diesem Beitrag.

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  • Dieser Plan ist ein Meisterwerk

    Dieser Plan ist ein Meisterwerk

    Vielleicht hast Du Dich schon mal gefragt, ob es möglich ist, sein Vermögen innerhalb weniger Monate zu verdoppeln. Natürlich könnte man im Casino alles auf rot oder schwarz setzen. Aber darum geht es nicht.

    Es gibt intelligentere Wege und die führen über die Börse. Oder besser gesagt, von der Börse weg.

    An einem konkreten Beispiel wird nun deutlich, mit welchen meisterhaft geplanten Schachzügen der Gründer und Mehrheitsaktionär der USU Software AG Udo Strehl die Möglichkeiten des Kapitalmarkts genutzt hat.

    Und das meine ich nicht etwa vorwurfsvoll, sondern schreibe es mit höchstem Respekt. Alles wurde offen kommuniziert und wer wollte, konnte sich an dem Plan beteiligen. Natürlich waren die Hintergründe für die Öffentlichkeit nicht transparent, aber es gab genug Anzeichen, dass hier eine erhebliche Chance bestehen würde.

    Aber der Reihe nach…

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  • Was vom Delisting-Angebot für USU Software zu halten ist

    Was vom Delisting-Angebot für USU Software zu halten ist

    Delistings sind stark in Mode. Aber nicht etwa, weil es einem Unternehmen schlecht geht und die Kosten für die Börsennotiz nicht mehr aufgebracht werden können.

    Die Gründe liegen viel mehr regelmäßig in einer bewussten Schlechterstellung der freien Aktionäre gegenüber den Insidern. Denn die Insider (Vorstände, Aufsichtsräte, Großaktionäre) erhalten auch nach einem Delisting alle notwendigen Informationen über das Unternehmen. Und können ihre Investments entsprechend ausrichten. Die außenstehenden Aktionäre werden nach einem Delisting aber keine regelmäßigen Quartalsmeldungen mehr erhalten. Und sich oftmals auch noch eigenständig um den Geschäftsbericht bemühen, der ihnen teilweise dann auch nur gegen Nachweis übersandt wird.

    Etwas Ähnliches findet gerade bei dem schwäbischen Softwareunternehmen USU Software statt. Die Aktien befinden sich in meinem Dividendendepot und deshalb beobachte ich die Entwicklung mit großem Interesse. Wie ich zum angekündigten Delisting stehe, erfährst Du in diesem Beitrag.

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  • Was bedeutet ein Delisting für meine Aktien und sollte ich dann besser verkaufen?

    Was bedeutet ein Delisting für meine Aktien und sollte ich dann besser verkaufen?

    Aktien von börsennotierten Unternehmen haben den großen Vorteil gegenüber anderen Unternehmensbeteiligungen, dass sie jederzeit an der Börse verkauft werden können. Natürlich nicht immer zu dem Kurs, den man sich als Anleger für seine Aktien wünscht. Aber in der Regel gibt es eine Nachfrage, in Krisenzeiten dann eben zu einem geringeren Kurs.

    Viele Anleger erschrecken dann, wenn sie eine Meldung lesen oder eine Nachricht ihrer Depotbank erhalten, dass ein Delisting ihrer Aktien stattfinden soll.

    Was das genau bedeutet und warum es wichtig ist, auch dann kühlen Kopf zu bewahren, stelle ich in diesem Grundlagenartikel vor.

    Und ich zeige Dir, welche Chancen sind womöglich aus einem Delisting für Dich ergeben können.

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  • Die letzte Dividende vor der Übernahme und ich sage Adieu

    Sie war mein persönlicher Aufreger im ansonsten schönen Börsenmonat Mai: kurz nachdem ich meine Depotposition entnervt vom stetigen Kursverfall reduziert hatte, kam ein Übernahmeangebot. Mit einer erheblichen Prämie auf den Aktienkurs.

    Mittlerweile ist das Übernahmeangebot auch offiziell geworden und es läuft die Annahmefrist für die Aktionäre.

    Wie direkt angekündigt, gab es nun noch eine Dividendenzahlung. Sie soll – läuft alles nach Plan – die letzte sein.

    Für mich heißt es damit, Abschied zu nehmen. Abschied von einem Geschäftsmodell, das mich überzeugt hatte. Dessen Investment mir aber nicht den Erfolg gebracht hat, den ich damit eigentlich beabsichtigt hatte.

    Nachdem ich meine Learnings aus der ganzen Situation schon veröffentlicht hatte, steht heute die Endabrechnung für mich an.

    Denn ich habe nicht auf das Ende der Übernahmefrist gewartet, sondern jetzt schon einen Schlussstrich gezogen.

    Alle Details und meine Gründe für die Entscheidung erfährst Du in diesem Beitrag.

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  • Ärgern oder freuen? – 1.800 € verloren und 600 € gewonnen

    „Timing is a bitch“ heißt es richtigerweise. Aber wenn Du es dann mal so richtig spürst, wie mies das sein kann, dann kannst Du schon mal die Lust an der Börse verlieren.

    Das war bei mir jetzt – zumindest für einige Stunden – der Fall. Quartal für Quartal hatte ich einen stetigen Kursrückgang bei einem REIT ausgehalten. Weil ich von meinem Investmentcase überzeugt war.

    Doch die dunklen Wolken wurden nicht weniger, sondern entwickelten sich zu einem veritablen Sturm. Als dann auch eine Meldung über Schwierigkeiten mit dem größten Mieter kam, entschied ich mich, die Reißleine zu ziehen.

    Da ich die Position in zwei verschiedenen Depots hatte, liquidierte ich aber nur in einem Depot – das entsprach 75% meiner Position. Ich hatte mich zu einem Ende mit Schrecken entschieden und nahm einen Verlust von 43% in Kauf.

    3 Handelstage nach meinem Verkauf kommt es nun zur Übernahme des REITs! Gezahlt wird eine Übernahmeprämie von 44,4% auf den letzten Kurs.

    Mein Verlust wäre damit 1.800 € niedriger ausgefallen. Du kannst Dir vermutlich vorstellen, wie ich mich fühlte als ich von der Übernahme las.

    Aufgebaut hat mich dann aber die Tatsache, dass ich ja wenigstens mit meiner verbliebenen Position ein unverhofftes Kursplus von 600 € erzielt habe.

    Welche Lehren ich aus dem ganzen Vorgang ziehe und wie ich mich jetzt gegenüber dem Übernahmeangebot verhalte, erfährst Du in diesem Beitrag.

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