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Still und heimlich zur ersten Dividende der Unternehmensgeschichte

3D-Illustration zur DFV Deutsche Familienversicherung: Im Vordergrund extrudierte weiße Buchstaben „DFV“ auf blauem Sockel, daneben stilisierte Familienfiguren und ein orangefarbenes Schutzschild mit Familiensymbol. Im Hintergrund steigt ein grüner Aktienkurs-Pfeil über blaue Balken- und Candlestick-Charts, flankiert von goldenen Münzen mit Eurozeichen. Das Motiv vermittelt Wachstum, Sicherheit und finanzielle Stabilität.
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Wenn ich mich mit einer Aktie wirklich intensiv beschäftige, dann schaue ich mir die gesamte Börsenhistorie an: Welche Story wurde beim Börsengang vermittelt? Wie wurde in der Folge kommuniziert? Gab es ad-hoc-Meldungen? Wie verliefen die Hauptversammlungen? Es gibt viele Punkte, die es sich wie ein Puzzle zu einem umfassenden Bild zusammensetzen lassen. Und am Ende traue ich mir dann eine Einschätzung zu, die es mir ermöglicht, neue Unternehmensnachrichten in den Kontext einzuordnen und zu bewerten.

Herausfordernder wird es allerdings dann, wenn eine Aktie ein Delisting erfahren musste und die Kommunikation komplett zurückgefahren wird. Und Analysten ihr Research einstellen und die Hauptinformationsquelle die Einberufung der Hauptversammlung ist. Denn dann muss der Geschäftsbericht veröffentlicht werden und er bietet in der Regel die Informationen, die man bei einem börsennotierten Unternehmen unterjährig erhalten würde.

Nun ist genau diese Veröffentlichung bei einem meiner höher gewichteten Depotwerte erfolgt und ich nutze die Gelegenheit, mich bereits jetzt damit auseinanderzusetzen.

In diesem Beitrag erfährst Du, ob der Geschäftsbericht meine Erwartungen getroffen hat und ob ich weiterhin auf der Käuferseite der Aktie stehe.

Die DFV Deutsche Familienversicherung AG habe ich erst im letzten Jahr nach dem Besuch der Hauptversammlung ins Depot genommen und die Story hier ausführlich vorgestellt. Aus verschiedenen Gründen habe ich ein Potenzial der Aktie nach ihrem Delisting erkannt und seitdem regelmäßig zugekauft.

Bei der Vorstellung im August 2025 lag der Aktienkurs bei 6,20 €. Er hat sich seitdem stetig nach Oben entwickelt, allerdings immer getrieben von einer leicht steigenden Geldseite. Der Spread (Differenz zwischen Geld- und Briefkurs) liegt kontinuierlich bei 0,20 bis 0,40 €. Bei Veröffentlichung der Einladung zur Hauptversammlung am 22. April 2026 lag der Aktienkurs bei 6,80 € (Geld) – 7,20 € (Brief).

Daraus wird schon deutlich, dass es sich um einen marktengen Wert handelt. Um die gewünschte Stückzahl zu kaufen, ist man auf den Briefkurs angewiesen. Zu ihm erhält man dann auch eine Ausführung, aber meist nur für 100 bis 300 Aktien. Man kann sich mit einer Order aber auch auf die Geldseite an der Börse Hamburg legen. Dann erhält man bei einem entsprechenden Umsatz jedoch in der Regel nur eine Teilausführung, weil dort alle Geldorders mit identischem Limit anteilig ausgeführt werden.

[su_box title=“Transparenzhinweis“ style=“noise“ box_color=“#ed2424″ title_color=“#FFFFFF“ radius=“3″ class=““ id=““]

Ich halte Aktien der DFV Deutsche Familienversicherung AG, weshalb dieser Beitrag nicht als objektiv zu werten ist. Er ist durch die Anlegerbrille gefärbt. Ich habe ein Eigeninteresse daran, einen möglichst hohen Erlös aus meinem Investment zu erzielen. Insbesondere ist dieser Beitrag keine Anlageempfehlung oder Anlageberatung. Er dient ausschließlich der Unterhaltung und hat den Zweck, Wissen über Vorgänge an der Börse zu vermitteln.

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Geschäftsergebnisse 2025

Der Vorstand der DFV Deutsche Familienversicherung hatte für 2025 mit einem Ergebnis vor Steuern von 5 bis 8 Mio. € geplant. Herausgekommen sind nun 10,1 Mio. €. Damit ist nach einem Verlust von 11,8 Mio. € im Vorjahr der Turn-around eindrucksvoll gelungen. Wobei der Vorjahresverlust ja vor allem aus einer Umstellung in der Bilanzierung (von IFRS zu HGB) stammt und schon als Einmaleffekt im Zusammenhang mit dem Delisting deklariert war.

Gespeist wurde das Ergebnis von einem stärker als erwarteten Neugeschäft. Vorgesehen war ein Volumen von 11 Mio. bis 12 Mio. €, erreicht wurden 12,4 Mio. €. Direkt ergebniswirksam waren dann aber auch Beitragserhöhungen im Bestand. Sie führten zu einem Anstieg des Neu- und Mehrgeschäftsvolumens in der Erstversicherung auf 25,7 Mio. €, womit das Vorjahr (19,7 Mio. €) deutlich übertroffen wurde.

Die Beitragseinnahmen wuchsen um 3,0% (von 198,4 Mio. € auf 204,3 Mio. €).

Dividendenvorschlag

Vom Jahresergebnis sollen 4,3 Mio. € den Gewinnrücklagen zugeführt werden und 5,0 Mio. € als Dividende ausgeschüttet werden. Das entspricht einer Dividende von 0,34 € je Aktie!

In meiner Vorstellung im letzten Jahr hatte ich „eine Dividende von 0,35 € als realistisch“ bezeichnet. Mit dem Dividendenvorschlag liegt die DFV nun 1 Cent darunter. Angesichts der Ankündigung, eine Vollausschüttung des Gewinns zu planen und des höher als geplanten Gewinns, könnte man nun enttäuscht sein.

Im Sinne einer nachhaltigen positiven Entwicklung ist die teilweise Gewinnthesaurierung aber die richtige Entscheidung. So bleibt ein Teil des Gewinns im Unternehmen und kann dort für uns Aktionäre weiterarbeiten.

Und da es sich um die erste Dividendenzahlung im 20. Jahr der Unternehmensgeschichte handelt, sind 0,34 € auch ein guter Start. Ich habe die klare Erwartung, dass es keine einmalige Dividendenzahlung bleibt, sondern auch in den nächsten Jahren Gewinne erzielt und Dividenden bezahlt werden.

Aktionärsstruktur und Streubesitz

Keine Veränderung gab es an der Aktionärsstruktur. Allerdings – und das ist durchaus eine Nachricht – hat der Großaktionär Luca Pesarini seine Beteiligung weiter ausgebaut.

Aktionärsstruktur DFV Deutsche Familienversicherung
Quelle: DFV Deutsche Familienversicherung, Geschäftsbericht 2025, Seite 46

Sein Anteil legte im Jahr 2025 von 39,50% auf 40,42% zu. Bei meiner Vorstellung im August war ich noch von einem Anteil von 39,85% ausgegangen.

Das ist aus zwei Aspekten spannend: der Streubesitz ist weiter zurückgegangen und liegt nun nur noch bei 6,61%. Aber vor allem ist nun auch klar, wer in den letzten Monate die große Geldseite an der Börse Hamburg war und wohl auch weiterhin ist. Die Anteilsaufstockung entspricht ca. 134.000 Aktien. Angesichts der geringen Börsenumsätze entspricht das ungefähr 50-60% des gesamten Börsenumsatzes in der DFV-Aktie im Jahr 2025.

Wir haben also einen Großaktionär, der weiter zukauft. Er erkennt offenbar den Wert des Unternehmens und das attraktive Preisniveau der Aktie.

Cash-Flow

Die DFV beweist mit dem Abschluss für das Jahr 2025, dass ihr profitables Wachstum aus eigener Kraft gelingt. Das zeigt sich an einer Fortführung der positiven Cashflow-Entwicklung. 2025 wurde ein positiver operativer Cashflow von 11,5 Mio. € erzielt. Das ist eine Verdoppelung gegenüber 2024.

Die liquiden Mittel sind entsprechend zum Jahresende von 5,9 Mio. € auf 15,9 Mio. € gestiegen.

Cashflow DFV Deutsche Familienversicherung
Quelle: DFV Deutsche Familienversicherung, Geschäftsbericht 2025, Seite 11

Geplantes Ergebnis 2026

Für 2026 rechnet die DFV mit einer Fortsetzung des Beitragswachstums. In der Erstversicherung soll ein Neugeschäftsvolumen von 12 Mio. € realisiert werden. Und damit der „Pfad der Profitabilität beibehalten“ werden.

Das Konzernergebnis vor Steuern wird erneut mit 5 bis 8 Mio. € geplant. Das zeigt eine insgesamt vorsichtige Herangehensweise, die genug Luft lässt, auch 2026 ein besseres Ergebnis zu erzielen und die Planungen damit zu übertreffen.

Hauptversammlung 2026

Die Tagesordnung für die Hauptversammlung, die am 2. Juni 2026 in Präsenz stattfinden wird, ist für sich genommen eher unspektakulär. Die 2025 beschlossenen Satzungsänderungen stehen erneut auf der Tagesordnung, da es erst im Februar 2026 die notwendigen Zustimmungen der BaFin gegeben habe. Das ist für mich nicht wirklich nachvollziehbar und auf der Hauptversammlung zu hinterfragen. Jedenfalls ist die Umstellung auf Namensaktien noch nicht umgesetzt.

Vermisst habe ich auf der Tagesordnung die angekündigten Pläne zur Schaffung einer Holdingstruktur. Auch im Ausblick des Geschäftsberichts findet sich dazu kein Hinweis. Die Holdingstruktur soll eigentlich ermöglichen, weitere Versicherungsgeschäfte zu betreiben.Aufgrund der sogenannten Spartentrennung (§ 8 Abs. 4 VAG) dürfen Versicherungsunternehmen, die im Lebens- oder Krankenversicherungsgeschäft tätig sind, keine anderen Versicherungssparten (wie etwa Schaden- und Unfallversicherung) betreiben. Durch eine Holding lässt sich das lösen.

Da eine Holding aber eine Strukturmaßnahme erfordert, kann es natürlich auch sein, dass erst mal weitere Aktien vom Großaktionär aufgekauft werden, um den Streubesitz weiter zu dezimieren. Dadurch würde man mögliche Abfindungszahlungen über dem aktuellen Kursniveau reduzieren. Aber das ist – um es klar zu sagen – nur eine Mutmaßung und nicht durch Aussagen belegt.

Ein Indiz für dieses Vorgehen ist aber auch, dass auf der Tagesordnung ein Vorratsbeschluss für eine Kapitalerhöhung fehlt. Die bisherige Ermächtigung ist nur bis zum 18.05.2026 befristet. Und eigentlich gehört es zum Standard, dass sich ein Unternehmen eine solche Möglichkeit vorsorglich einräumen lässt. Um dann erforderlichenfalls flexibel und schnell agieren zu können.

Vergessen wurde dieser Tagesordnung – genauso wie die Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel-, Options- und/oder Gewinnschuldverschreibung und/oder Genussrechten – nicht. Bei den zu beschließenden Satzungsänderungen wird sogar darauf hingewiesen, dass diese bisherigen Ermächtigungen gegenstandslos werden.

Sinn macht das aus meiner Sicht vor allem dann, wenn zukünftig eine Holding existiert, die dann einzelne Versicherungssparte als Beteiligung hält. Und in dieser Holding würden dann auch etwaige Kapitalerhöhungen, z.B. bei Übernahmen anderer Unternehmen, durchgeführt.

Und damit schließt sich auch der Kreis, warum die Genehmigung der BaFin so lang hat auf sich warten lassen. Denn – so meine Vermutung – war in dem Antrag auf Genehmigung mehr enthalten als nur die Umstellung auf Namensaktien. Die BaFin mag zwar langsam sein, aber sie braucht für die reine Prüfung der Umstellung auf Namensaktien eher keine 8 Monate. Wenn im Antrag aber bereits die Genehmigung für eine Holdingstruktur enthalten war, dann wird ein Schuh daraus. Dann ändert sich die rechtliche Struktur des erlaubnispflichtigen Versicherungsgeschäfts und dann wird auch länger und umfassender geprüft.

Und dann beantwortet sich auch die Frage, warum die Umstellung auf Namensaktien nicht einfach im Februar nach der Genehmigung umgesetzt wurde. Es wäre dazu ein gewisser zeitlicher Vorlauf notwendig gewesen, der einen Hauptversammlungstermin im Juni ausgeschossen hätte. Damit hätte sich dann aber auch die Dividendenausschüttung verzögert. Und 93,4% der 5 Mio. € Ausschüttung gehen ja an die Mehrheitsaktionäre. Wenn man jetzt etwas weiterdenkt, dann können die Millionen aus der Dividendenzahlung gut dafür genutzt werden, den Streubesitz im Rahmen eines Squeeze-Outs abzufinden. Das wäre nämlich denkbar: Es wird eine Holding gegründet und in sie bringen die Mehrheitsaktionäre ihre Aktien an der DFV ein. Und dann kann die Holding den Ausschluss der Minderheitsaktionäre in der DFV verlangen. Voraussetzung dafür wären 95% Anteilsbesitz. Da sich die obige Aktionärsstruktur auf den 31.12.2025 bezieht, könnte diese Marke inzwischen schon erreicht sein.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Holding nach Einbringung der DFV-Aktien der Mehrheitsaktionäre den Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der DFV verlangt. Dazu wären schon 75% Zustimmung auf einer Hauptversammlung ausreichend. Dieses Quorum wäre also schon längst erreicht.

In beiden Fällen ist ein Gutachten zur Ermittlung eines Unternehmenswertes erforderlich. Die Dividendenausschüttung hilft dabei, den Ertragswerts zu reduzieren. Durch sie sinken auf der einen Seite die liquiden Mittel in der Bilanz und es kann ein pauschaler Steuerabzug gerechnet werden, der den Ertragswert in der ewigen Rente mindert.

Für mich erklärt das den Ablauf und ich erwarte, dass im 2. Halbjahr 2026 noch etwas in dieser Richtung passieren wird. Es sei denn natürlich, dass die BaFin nach der langen Prüfung die Holdingkonstruktion abgelehnt und tatsächlich nur die Umstellung auf Namensaktien genehmigt hat…

Meine weitere Strategie

Genau wie der Großaktionär, aber natürlich in völlig anderen Dimensionen, habe ich in den letzten Monaten kontinuierlich Aktien der DFV zugekauft. Und ich möchte das auf diesem Niveau auch fortführen. Da ich aber langsam ein hohes Depotgewicht (aktuell schon 5,5%) erreicht habe, wird es nicht so dynamisch bei mir weitergehen.

Gespannt bin ich auf die Hauptversammlung, auf der dann hoffentlich noch einige Fragen zur weiteren strategischen Ausrichtung beantwortet werden.

Für mich ist die Investition gelungen, da ich hier eine solide wachsende und profitable Versicherung erhalte, die immer noch nicht überbewertet erscheint. Und als Sahnehäubchen habe ich noch die Chance, dass es wirklich zu einer Strukturmaßnahme kommt und ich dann eine Prämie auf den aktuellen Aktienkurs erhalte.

Auf einen Blick:

Unternehmen:DFV Deutsche Familienversicherung
ISIN:DE000A2NBVD5
Im Divantis-Depot seit:03.06.2025
Letzter Nachkauf am:20.04.2026
Stückzahl im Divantis-Depot:4.200
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:6,56 €
Gesamtkaufpreis:27.533,12 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:0,00 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

für diesen Beitrag verwendete Quellen:
Geschäftsbericht 2025 (inkl. Konzernlagebericht und Bericht des Aufsichtsrats)
Einladung und Tagesordnung zur Hauptversammlung 2026

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Kommentare

31 Kommentare zu „Still und heimlich zur ersten Dividende der Unternehmensgeschichte“

  1. Avatar von Thomas
    Thomas

    Da hat Ben bei der DFV wiedermal ähnlich viel Gründlichkeit, Zeit und Fleiß (und Geld) investiert wie zuletzt bei USU Ventures AG.
    Btw wenn es so kommt, wäre für Ben via USU mit vlt ? 1,75 € Dividende das Stück in 2026 auch wieder eine Dividende von weit über 1K€ drin. Sicher ist es nicht, aber möglich.

    Sicher ist jedenfalls eine ganz ordentliche Dividende von der DFV.
    Jetzt verstehe ich Bens Intention hier jetzt besser.

    Luca Pesarini agiert vorzugsweise über Holdingstrukturen, denkbar wäre das Szenario einer Holding auf jeden Fall.

    interessant:
    Pesarini hat sich übrigens neben der DFV in ähnlicher Weise auch noch die InCity Immobilien AG unter die „Fittiche “ genommen und mit seinem Dario Pesarini den Vorstand seit Januar 2026 besetzt.
    Die Familie Pesarini besitzt hier bereits schlappe 92,6%
    Riecht nach dem selben Muster. Selbes Muster, selber Chartverlauf, selber Plan. Keine Ahnung, ob die schon delistet sind, geplant ist es sicher.
    will da jetzt aber nicht genauer reinschauen. Sieht optisch und medial nach einem Sanierungsfall aus, bestimmt aber nicht für Pesarini.

    Ob Ben als Minderheitsaktionär noch lange an der DFV beteiligt sein kann, ist fraglich, aber er könnte durchaus profitieren.

    Respekt, da muss man aber Zeit, Kenntnisse und den richtigen Riecher dafür haben.
    Klar hätte man/ich die Möglichkeit, sich da auch ein paar Stücke hinzulegen,
    aber Pesarini ist ein Paradiesvogel, der genau weiß was er macht, und Minderheitsaktionäre zu beglücken ist bestimmt nicht sein Plan.

    Interessant, mal sehen wie hier bei Ben weitergeht.
    Wünsche jedenfalls good Luck.

    1. Avatar von Martin
      Martin

      Bei USU wird es erstmal keine Dividende geben, oder?

    2. Avatar von Ben Warje

      Hallo Martin,

      das wissen wir, wenn die Einladung zur Hauptversammlung kommt. Ich erwarte mindestens die Zahlung der gesetzlichen Mindestdividende von 0,04 € je Aktie, aber eher etwas mehr. Die Gewinnrücklagen wurden ja letztes Jahr mit 30 Mio. € dotiert und ein Gewinn wurde 2025 mit Sicherheit auch wieder erzielt. Warum sollten sie den nicht ausschütten? Aber wir reden hier eher von 0,20 € als von 0,90 €. Kann mir gut vorstellen, dass der Großaktionär aktuell keinen Liquiditätsbedarf hat und deshalb mehr thesauriert.
      Viel spannender wird die Frage sein, ob es wieder einen Beschlussvorschlag zu einem Aktienrückkaufprogramm gibt. Die bisherige Ermächtigung gilt ja nur bis zum 9. Juli 2026 und der Aktienkurs ist bisher nicht auch nur in die Nähe der lächerlichen 6,50 € gekommen.

      Viele Grüße Ben

    3. Avatar von Ben Warje

      Hallo Thomas,

      ja, die InCity Immobilien AG ist bereits delisted. Sie war aber auch nur im Freiverkehr notiert und deshalb ging das ohne Delisting-Erwerbsangebot. Ist aber eine reine Immobiliengesellschaft mit einigen wenigen großen Gewerbeobjekten. Für mich deshalb uninteressant. Aber spannend sicherlich auch die personelle Überschneidung im Aufsichtsrat: bei InCity Immobilien ist Georg Glatzel stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, Luca Pesarini ist „einfaches“ Aufsichtsratsmitglied. Bei der DFV Deutsche Familienversicherung ist Georg Glatzel ebenfalls Aufsichtsratsmitglied. Er ist Nachlassverwalter für Elias und Noah Vogel, die Kinder des vor über 10 Jahren verstorbenen Mitgründers der DFV. Man kennt sich also.

      Viele Grüße Ben

    4. Avatar von Martin
      Martin

      Hallo Ben,
      stimmt, die 4 Cent wird es geben. Ich hätte jetzt aber wie bei Centrotec nicht mir mehe gerechnet. Aber bezüglich Aktienrückkauf wird tatsächlich spannend.

  2. Avatar von Martin
    Martin

    Hallo Ben,
    da du ja auf Sondersituaitonen stehst (USU, DFV):
    Was hälst du von Funkwerk?
    Ich bin da noch nicht tief drin, aber das könnte auch interessant sein.

  3. Avatar von Thomas
    Thomas

    Wieder mal Monatsende und die Käufer kriegen pünktlich zum Ultimo das Rennen :)

    Alle schauen auf den Iran und der Markt spielt Halbleiter. Der echte Kampf um die Macht der Zukunft läuft gerade dort ab, um es mal zuzuspitzen. Aus meinen Top Ten des Monats alle aus dem Chipsektor mit durchweg über 20% plus in einem Monat.
    Den Vogel schießt SK Hynix mit plus 45,04% ab. Hua Hong Semiconductor, Fujikura, Arista, Broadcom alle über 30% plus.
    wo will SK Hynix noch hin? Speichernachfrage scheint ungebrochen unlimited (vorläufig)

    Sandisk Corp, die ich leider nicht habe, plus 59% in einem Monat…

    Da ist Öl gar nicht so wild am Markt…

    was noch

    Congrats an Matthias,
    Caterpillar ytd +53,77 letzter Monat allein +20%,67%
    wo wollen die noch hin ?
    Da sind meine John Deere nur halb so gut :)

    was noch?

    Japans BOJ interveniert am Forexmarkt, um den Yen nicht ganz absaufen zu lassen. Sie (die Japaner) scheinen fest entschlossen die Marke von 160 USD/JPY nicht überschreiten zu lassen, allerdings läuft der Markt immer wieder gegen diese Marke in immer kürzeren Abständen. Der Markt wird die Entschlossenheit weiter testen, Ausgang ungewiß. Nun, beides schwache und hoch verschuldete Währungen. Wie alle.
    Daher lieber Aktien als Geld :)

    Bin auf Bens Monatsbericht gespannt.
    Schönes Rest-Feier-WE mit viel Sonne und Bratwurst+Bier im Garten :)

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Thomas,
      bin tatsächlich ein paar Tage in Holland am Meer und genieße das tolle Wetter. Monatsbericht ist in Arbeit und kommt entweder am Sonntag oder spätestens am Montag. Familie nimmt mich gerade in Anspruch. ;)

      Viele Grüße Ben

    2. Avatar von Matthias von Mitzlaff

      ;-)
      2,5% Plus für mich im April 2026, so gut wie seit 2020 nicht mehr, was ist da los?
      Auch heute die Kurse (Nicht-D Börsen): Mehr als erfreulich!
      Thomas, CAT steht bei mir mit glatten #300% im Plus, wer hätte das gedacht?
      Gut, dass ich mal nachgekauft und jetzt eine satte Portion im Depot habe. So macht das Investorenleben Freude…
      Thomas: Deere & Co: Klasse Unternehmen! Und der Move, KI in ihre Landmaschinen zu integrieren: Clever und zukunftsorientiert. Stehen lange schon auf meiner Watchlist. Im Aktienterminal übrigens eine ordentliche 11 (von 15 Punkten) für Qualität und eine satte 14 für Robustheit. Unbedingt halten ;-).

      AVGO liegt bei mir über +600%, wo soll das noch hinführen? ;-)
      Sogar CSCO kratzt bald bei mir (und auch Ben) an den +100%, hätte man auch nicht gedacht. ASML zuletzt auch ganz schön abgegangen, bei mir mit 126% im Plus.

      Noch immer suche ich nach einer EE-Ergänzung zu Iberdrola und NextEra, die ich nahezu fertig bespart habe. Vielleicht hole ich CWEN zurück ins Depot, sind jedoch aktuell mit 34 EUR etwas überteuert. Andere Kandidaten wie Duke Energy, Energiekontor, First Solar, Constellation Energy oder Brookfield Renewable haben mich noch nicht so recht überzeugt. Ein EE-Unternehmen mit halbwegs guten Kennzahlen und einer stabilen Dividende, so viele scheint es davon gar nicht zu geben.

      Um die ETF-Flanke im Bereich Europa zu stärken, fange ich mal an den Franklin European Quality Dividend zu besparen. Tatsächlich sind die Renditen auf meine ETFs regelmäßig höher als insgesamt bei meinen Einzelaktien.

    3. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Matthias von Mitzlaff,

      Traktoren sind seit 20 Jahren mit GPS ausgestattet und kennen jeden Ihrer Äcker auf Zentimeter genau. Sogar (lokale) Wetterberichte sind bereits in der Elektronic enthalten. Sensoren für den eigenen Bewuchs und in der Region, einfach Alles was man braucht.
      Die KI bewerte ich da nicht so hoch.
      Schon heute fahren Traktoren ohne Fahrer und bereiten das Feld ohne menschliches Zutun während der Fahrt (!) vor, zumindest wenn es keine „Wasserlöcher“ oder „Trockenzentren“ darauf gibt. Auch wenn ich überzeugt war und bin, dass Deere weiterhin gute Geschäfte macht, habe ich Sie verkauft (bitte mein Alter bedenken ;) ).
      Und ein neuer Traktor mit dem „Klimbim“ kostet mal locker eine ETW.

      IT-Sektor ist jetzt tatsächlich Nummero uno, trotz Teilverkäufen und Umschichtungen. Und ich werde nichts mehr „korrigieren“ und aus IT entnehmen. Habe auch keine Verluste mehr gegenzurechnen.

      Als Ergänzung zu Ibertrola etc. habe ich TERNA im Bestand. Ist allerdings nicht derselbe Fokus. Dafür solide und wächst beständig. Sind halt leider Italiener (Steuer!).

      @Ben: Genieße den Urlaub.

    4. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Matthias von Mitzlaff,

      kannst Du mir erläutern, warum Du den Franklin Europe Quality Dividend dem XTrackers STOXX Quality Dividend 50 (DBX1D3) bevorzug hast?

  4. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hi Ben,
    na klar, Familie hat immer Prio 1.
    Ohne Familie ist selbst der reichste Mensch nur ein armes Würstchen.
    btw auch Lam Research auch nicht von schlechten Eltern.

    @Matthias
    was ist mit Enel, SSE, Constellation Energy, Origin Energy (Australien),
    sind alles keine Pure Player

  5. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    „ Ohne Familie ist selbst der reichste Mensch nur ein armes Würstchen.“

    … oder man kauft sich eine. Ist gerade in den obersten Schichten in den USA üblich😊

    @Mathias

    BKW und Subsea 7

    Da ich alles, was mit Elektrospielzeug zu tun hat, nur in einem ETF abbilde, ist die Performance für das Gesamt-Depot mäßig.

    Abschließende Ergänzung:

    Auch ohne eigenen Garten ist selbst der reichste Mensch nur ein armes Würstchen.

    Übrigens, wo denn gerade in Holland? Texel?

    Gruß Frank

  6. Avatar von Matthias von Mitzlaff

    Hallo BörsenSharkey!

    Etwas Hintergrund-Info:
    Es fing mit dem VanEck Dividend ETF an (mittlerweile recht europalastig), dann ergänzt um den WisdomTree Emerging Markets. Kürzlich stockte ich mal den iShares NASDAQ 100 in meinem Depot auf (eine langlaufende Wette auf US-Tech).
    Als überzeugter Europäer möchte ich Europa (insbesondere als Gegenpol zu vielen US-Titeln) in meinem Depot weiter stärken (immerhin habe ich auch EUR-Einzeltitel wie LVMH, Iberdrola, NovoNordisk, Allianz, MunichRe, DHL).

    Bei einem Europa-ETF ist mir eine signifikante Brutto-Dividende von über 3% wichtig (altersbedingt für mich, als Anleger). Options-ETFs wie die JPMs überzeugen mich nicht.
    Tatsächlich habe ich dann u.a. verglichen:
    – IE00BF2B0L69 (Franklin European Quality Dividend) mit
    – LU0292095535 (Xtrackers Euro Stoxx Quality Dividend).
    Beide sind sich tatsächlich recht ähnlich.
    Kosten, 5-Jahreskurs, Fondsvolumen: Alles recht ähnlich.
    Eigentlich hätte ich gerne einen ausschüttenden ETF in den Monaten 02/05/08/11 präferiert, dann würde ich alle Jahresmonate abdecken (mit oben erwähnten VanEck und WisdomTree ETFs).
    Was dann für meine Wahl wohl den Ausschlag gegeben hat: 25% Italien im Xtrackers sowie fast die Hälfte verteilt auf Italien und Frankreich – das war mir zuwenig diversifiziert. Schweiz mit 16% ist Top-1 Anteil im Franklin ETF, das wirkt gesünder, ausbalancierter auf mich. Auch wirkt die niedrigere Brutto-Dividende gesünder auf mich, beim Franklin.
    Ich werde wohl versuchen, wieder auf 1.000 Anteile anzusparen, wie bei ETFs üblich (so eine Marotte von mir ;-).

    BörsenHai: Man kann wohl eine Münze werfen (und auch andere ETFs sind super, ich sage nur: Vanguard Developed Europe!). Hauptsache, wir stehen überhaupt zu Europa und lassen auch ein wenig unseres teuren Geldes in diesem wunderbaren Staatenbund!
    Jenseits von Aktien und ETFs brauchen wir mutige und verwegene Ideen und Engagement in Europa, damit wir überleben und eine lebenswerte Zukunft vor uns haben.

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Lieber Matthias von Mitzlaff,

      Danke für Deine Einsichten in Deine Entscheidungsfindung.
      Diese Informationen finde ich immer viel wertvoller, als ein Papier mal so vorzustellen.

      XTracker wäre vielleicht für Leute interessant, die in Frankreich und Italien weniger direkt investieren wollen (Steuerproblematik).

      Da mein Invest in Aktien bereits ca. 45% in Europa sind, brauche ich keinen Europa-ETF. ;)

  7. Avatar von Matthias von Mitzlaff

    Tatsächlich, lieber BörsenHai,
    sind ETFs mit circa 19% Versteuerung (da teilfreigestellt) durchaus eine Alternative zu Aktien mit vielen anfallenden Steuern.
    Seinerseits habe ich mich sehr geärgert über Equinor (über 45% Steuern), Enel (35% oder mehr) und auch für meine LVMH-Papiere geht oft viel Steuer drauf.
    Als recht fauler Anleger habe ich es mit dem Steuerzurückfordern nicht so ;-).
    Übrigens freue ich mich auch immer sehr über signifikante Schweizanteile in ETFs, die ich besitze (VanEck: 10% Schweiz, Franklin EQD: 16%), da ich diverse Schweizer Aktienunternehmen schätze, aber auch hier viel Steuer anfällt.

    1. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hallo Matthias,

      mit den 19% sind die ETF’s nicht besser als Einzelaktien , weil die ganze Quellensteuer im ETF nicht mehr anrechenbar sind und seit 2018 ETF körperschaftsteuerpflichtig sind. Quellensteuer zurückfordern ist ganz leicht.
      Persönlich schenk ich nur 0,315% in Japan und 5% in Südafrika ab. Französische Aktien kaufe ich nur noch über Trade Republic/ 12,8% von selbst!!
      Für Quellensteuererstattungen in Fremdwährungen teste ich jetzt das deutsche Revolut-Konto. Es ist ein unfassbar breiters Multiwährungskonto for free.
      Revolut war ich überrascht, wie wenig TrustPilot-Beschwerden es hatte. Auf Trustpilot war Revolut hochseriös im Vergleich zu Trade Republic. Werde beide Konten nicht mehr abgeben. Bei Revolut 20 Währungen + Tagesgeld 2%(Swap!!!! Vorsicht), 1x freier Trade bei zahlreichen Aktien( läuft aber auch nr über einen Handelspartner) , Krypto+ Staken, kostenlose Kreditkarte (= Der Hauptgeschäft) mit RevPoints. War vom Hocker gefallen, wie leicht und schnell ich für eine Hauptversammlung einer deutschen Aktie abstimmen konnte.
      Habe Revolut hauptsächlich nur als Multiwährungskonto + Ersatz-Kreditkarte laufen. Trotzdem können sich alle etablierten Banken warm anziehen und sollten in Sachen Servicegeschwindigkeit nachziehen.

    2. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Lieber Matthias von Mitzlaff,

      die Schweiz machen ca. 10% aus. Es ist total einfach Quellensteuer zurück zu holen und kostenfrei (außer 1x Porto für die Ansässigkeit). Und jedes Jahr im Juli freue ich mich über „Sonderdividende“! Norwegen ist ebenso einfach.
      Nur Italien und Frankreich „zicken“ etwas bzw. kosten Geld. Und das Geld kann durchaus etwas höher ausfallen. ;)
      Dänemark, Belgien z.B. sind für mich „out of scope“. Spanien und Japan z.B. ist es der Aufwand nicht wert.

      Man sollte sich nicht von „Rückforderung“ abhalten lassen dort zu investieren.
      Ein ETF hat halt immer andere Werte drin als die, die ich wollte. Aber als Pantoffelinvest durchaus gut.

      Schade, dass ich nicht mehr „BörsenSharkey“ bin. ;)

  8. Avatar von Tobs
    Tobs

    Hallo Hansi,

    könntest Du bitte genauer erklären, wie Du Revolut für Quellensteuererstattungen nutzt?

    Meines Wissens ist das Depot immer noch nicht steuereinfach, sprich die KESt wird nicht abgeführt und man muss alles individuell über die Steuererklärung machen.

    Welchen Vorteil siehst Du hier denn? Klar, Du hast dann wie bei einem internationalen Broker nicht das Quellensteuerthema vielleicht, darfst dafür aber alles manuell nachhalten, oder?

    P.S.: Tradegate.Direct scheint eine quellensteuerfreie Handhabung französischer Aktien analog Trade Republic vorzubereiten (auskunftsgemäß). Sie können aber nicht kommunizieren, wann genau sie das implementiert haben werden. Und bald haben sie ja auch Sparpläne. Bin also gespannt, was sich bei diesem Broker sonst so tut. Kundenservice antwortet stets binnen weniger Stunden mit kompetenten Antworten (!).

    1. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hallo Tobs,

      möchte nur das Multiwährungskonto z.b bei Quellensteuer Dänemark nutzen. 30 Währungen stehen zur Auswahl. Es geht mir nur darum ein Empfangskonto um fremde Währungen möglichst günstig zu empfangen.
      Beim Tagesgeld wird dt. KapSt und Solz einbehalten und ausgewiesen. Es ist ein deutsches Konto und Bafin ist zuständig.
      Die Aktien laufen über Tochtergesellschaft im Schweiz. Vermutlich nicht steuereinfach. Teste es auch nur mit dt. Dividende im Juni.
      Revolut würde ich nur als just-for-fun Nebendepot halten und einmal kostenlos im Monat handeln. Trade Repuplic antwortet auch sehr schnell. Auch andere Onlinebanken. Hab den Eindruck der Kundenservice wird dank KI auf breiter Basis besser.

  9. Avatar von Beat
    Beat

    @Hansi
    Ich weiss nicht so richtig Bescheid, vielleicht kannst Dir die Zeit nehmen, mich zu belehren.
    Du schreibst, franz. Aktien bei Trade Republic: Bei mir werden bei Trade Republic 25% Quellensteuer abgezogen sowie 12,2% Kapitalertragssteuer, dann noch 5,5%Soli.
    Ich denke, dies ist richtig so, so war es jedenfalls immer bisher. Heisst dies mit anderen Worten, die franz. Steuer ist angerechnet? Kann man dasjenige, welches über 25% abgezogen wird, bei der Steuererklärung zurück fordern? Wenn ja, wie funktioniert dies (Ich denke, wenn ja in der KAP, welche Zeile)?

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      @Beat:
      Das kannst nur Du selbst ermitteln.
      Es sollten erst die 12,2% abgezogen werden und die 25% und 5,5% von einem Restbetrag der um bereits gezahlte Kapitalsteuer vermindert ist.

      Prüfung: Vom Bruttobetrag in € sollten ca. 74% netto ausbezahlt sein.

      Hintergrund: Die Banken rechnen immer die 25% und die 5,5 von einem Restbetrag ab und nicht von der gesamten Bruttodividende.

    2. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hallo Beat,
      bis heute habe ich bei Trade franz. Aktien gekauft, weil man sagt, es wird nur die anrechenbare Quellensteuer von 12,8 % abgezogen. Erst Anfang Juni erhalte ich eine franz. Dividende bei Trade. Dann kann ich selbst prüfen , ob nur 12,8%.

      Von deinen Schilderungen gehe ich aber davon aus, dass Trade es richtig macht .
      1. Schritt Abführung anrechenbare franz. QS 12,8%
      2. Schritt Bemesdungsgrundlage Kap von z.b. 100 € auf 48,80€ absenken, so dass nur noch 12,2 % dt. KapSt abgezogen wird.
      In Summe sind es mit QS 12,8 ohne Solz 25 % auf das Brutto 100€ . Solz natürlich on top

      Wenn franz. Quellensteuer 28% abgezogen würde hättest ein Problem mit 28-12,8= 15,20. Das wäre nicht anrechenbar und müßte kompliziert + teuer in Frankreich zurückgefordert werden.

      Wenn wie in deinem Fall nur 12,8 % genommen wird wohl alles ok sein. Es ist wie oben beschrieben anrechenbar auf dt.25% und mindert die Bemessungsgrundlage.
      Rechne nochmal die Gesamtbelastung in % nach und in Summe sollte es mit Solz es um die 26% sein. Das ist dann richtig so.

  10. Avatar von Thomas
    Thomas

    noch Gedanken zu AI/ Halbleiter/IPOs
    In diesem Jahr will Musk mit seiner SpaceX einen gigantischen Börsengang starten.(Juni Juli 2026?) Bewertung geschätzt 1,5 bis 2 Bio. USD.
    Sam Altmann will nicht zurückstehen und mit Open AI auch eine Bio USD haben.
    Natürlich ganz zufällig will Anthropic auch was vom Kuchen.
    Databricks, Stripe, Canva, Strava, Cohere, Anduril, Kraken, Coreweave wollen auch an die Börse.
    Die gesamte US Pharmabranche als Beispiel hat eine Marktkapitalisierung von etwa 2 bis 3 Bio. USD.
    nur um mal eine Größenordnung zu bekommen, was die Jungs da wollen.
    Da will etwas in der Größenordnung der gesamten US Pharmabranche auf einmal auf den Markt.
    Das wird eine ganze Menge an Investorengeldern binden. Kleine IPO`s könnten verhungern. Es schwappt aber, wenn es funzt, eine gigantische Kapitalwelle in diesen Sektor, was locker für die Initiierung einer Sektorrotation ausreicht.
    ETF´s müssen/wollen nachziehen.
    ETF Inhaber kriegen hier aber Anteile zu schlechteren Preisen eingebucht als Erstzeichner oder Investoren, die sich in der PreIPO Phase schon Anteile sichern können. Nur mal so am Rande.

    Solange diese MEGA IPOS auf Grün stehen, wird wahrscheinlich auch der Halbleiterhype anhalten. (Und ist der Grund für die derzeitige Hausse). Da ist noch lange nicht alles an Kurssteigerungen gekommen (Meine Meinung).
    Aber am Vorabend von Musk´s MegaIPO würde ich wohl ein paar Halbleiter Gewinne glattstellen. Wenn das schiefgeht, geht es rasend schnell abwärts und auch die Folgekandidaten müssen dann ganz kleine Brötchen backen.
    Aber dann steigen defensive Werte.
    Sollte das aber funktionieren, wird der Techsektor (Halbleiter/AI) (Software nicht so)
    weiter sehr viel Kapital auf sich ziehen und womöglich bei den schwächsten Sektoren abziehen.

    Ich vergleiche die Symbiose von AI und Halbleitern gerne mit einer Weinbergschnecke.
    Die Schnecke ist die AI und die Halbleiterbranche baut für sie das Schneckenhaus.
    Da es so gut funktioniert, will die Schnecke natürlich ein größeres Haus.
    Die Halbleiter müssen dann weiter bauen:
    Erst ein EFH, dann ein MFH, dann schon das Rathaus, dann einen Palast. Dann das ganze Land usw usf, vlt noch den ganzen Planeten.
    Die Software schreibt sich die Ai schon selber, wie sie es braucht.
    Aber das HardwareHaus für die AI Schnecke muss schon noch real produziert werden (plus Stromversorgung)

    und passend dazu
    https://stock3.com/news/bernsteins-mega-ansage-ki-agenten-erreichen-human-level-17053122

  11. Avatar von Beat
    Beat

    Besten Dank an BörsenHai und an Hansi
    für die Aufklärung, dann scheint ja Trade Republic alles zu Gunsten des Anleger zu buchen resp. abzubuchen ohne, dass ich eine Vorabbesteuerung beantragen musste oder durfte. Von €100.- werden €37,87 abgezogen.

  12. Avatar von Hansi
    Hansi

    Hallo Beat,
    es dürfen nur ca. 25,66 € in Summe von 100€ abgezogen werden.
    Wenn 37,87€ abgezogen wird, sieht es so aus, dass Trade die ganze 28% für Frankreich abführt und 12,8% auf dt
    KapSt anrechnet!
    Sprich mit Trade! Wenn die das bei mir machen, verkaufe ich alle franz. Aktien dort sofort.

    1. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hallo Beat,

      der Kundenservice von Trade hat mir bestätigt, dass nur 25,67 € am Ende von 100€ brutto bei franz. Dividende abgezogen werden.
      Also wenn bei Dir 37€ von 100€ abgezogen werden und du in D wohnst, dann würde ich Trade fragen warum und ob Berichtigung möglich ist.

  13. Avatar von Sebastian
    Sebastian

    „Scheinbar haben nicht wenige Anleger ihre französischen Aktien zu TR verlegt, hatten aber ebenfalls kein Glück mit der Quellensteuerreduktion. Nach diversen Beschwerden hat die Wiwo bei TR nachgefragt: es liegt am technischen Prozess des Wertpapierübertrags.

    Bei zur TR übertragenen Aktien werden diese erst auf ein deutsches Verwahrkonto bei Clearstream übertragen und dann erst im nächsten Schritt intern auf ein französiches Verwahrkonto bei Clearstream.

    Wenn der Zufluss der Dividende passiert, während die Aktien noch in der deutschen Verwahrung liegen, muss Clearstream 25 Prozent einbehalten. TR hat keinen Einfluss auf diesen Vorgang. Die schon einbehaltene Steuer kann nicht über TR zurückgefordert werden, das muss der Kunde selbst tun.

    Bei Aktien, die direkt bei TR gekauft werden, entfallen diese Probleme. Hier landen sie wohl gleich auf dem richtigen Verwahrkonto.“

  14. Avatar von Hansi
    Hansi

    Danke Sebastian
    für die aufschlussreiche Erklärung zum Durcheinander bei Trade. Da hilft im Fall von Beat vermutlich nur 2 € + franz. Transaktionssteuer in die Hand zu nehmen und mit allen steuerlichen Konsequenzen einmal raus und rein zu gehen. Dann wird bei der nächsten franz. Dividende vermutlich mit den 25,66% Abzug klappen.

    1. Avatar von Beat
      Beat

      Besten Dank Sebastian für diese aufschlussreiche Antwort. So genau habe ich dies von TR nicht gekriegt, resp. warte immer noch auf eine definitive Antwort.
      Je nach der Antwort, wird mir Wohl oder Übel nichts anderes übrig bleiben, den Vorschlag von Hansi aus zu führen

  15. Avatar von Martin
    Martin

    Hm also momentan läuft der Kurs etwas davon. Respekt an Ben für dieses erneute Meisterstück

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