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Satter Kursanstieg im Depot verlief quasi unbemerkt

3D-Illustration des Schweizer Pharmakonzerns Novartis mit extrudiertem Logo, Labor-Symbolen und einem steigenden Aktienkurs im Hintergrund. Die Szene zeigt das Novartis-Logo mit dem typischen Flammen-Emblem auf einer roten Schweiz-Silhouette mit weißem Kreuz, umgeben von Laborflasche, Molekülstruktur, Pillen und goldenen Münzen. Im Hintergrund steigt ein grüner Balken-Chart mit weißem Pfeil und leuchtender Linie an, vor einem digitalen Börsen-Display.
4.6
(37)

Das habe ich auch nicht so oft: Erst durch das Verfassen dieses Beitrags ist mir richtig bewusst geworden, welche außerordentlich positive Bilanz die Aktie und in den letzten 12 Monaten vorzuweisen hat. Die meisten Aktien in meinem Depot zahlen ja quartalsweise Dividende, so dass ich sie viel näher verfolge.

Bei diesem Pharmawert läuft das Geschäft aber seit Jahren so stabil, dass ich die Aktie kaum beobachte und eigentlich nur einmal im Jahr auf die Geschäftszahlen und die Dividendenerhöhung schaue.

Die Aktie ist für mich der Inbegriff eines passiven Investments. Doch beim diesjährigen Check-Up fällt eine Prognose auf, die erstmals seit meinem Investment einen Gewinnrückgang aufzeigt.

Was es damit auf sich hat, ob die goldenen Zeiten nun vorbei sind und wie der Aktienkurs darauf reagiert, erfährst Du in diesem Beitrag.

Erstmals gekauft habe ich das Schweizer Pharmaunternehmen Novartis (hier) im Jahr 2018. 2019 trennte ich mich dann – im Nachhinein unsinnigerweise – vor dem Alcon-Spin-off von den Aktien und stieg wenig später wieder ein. Nachkäufe in den Jahren 2020, 2021 und 2023 brachten mich auf meine aktuelle Position von 100 Aktien.

2023 machte ich dann den Sandoz-Spin-off mit und erhielt 20 Sandoz-Aktien in mein Depot eingebucht. Der Chartverlauf von Novartis zeigte bis vor einem Jahr ein Auf und Ab in der Spanne zwischen 70 und 100 CHF. In den letzten 12 Monaten gelang dann aber der Ausbruch, der die Aktie bis in die Region von 130 CHF führte. Im Rahmen der Börsenturbulenzen rund um den Iran-Krieg verlor die Aktie mit dem Markt jüngst etwas an Niveau:

10-Jahres-Chart von Novartis in CHF

Dividendenzahlung

Novartis zahlt in diesem Jahr eine Dividende von 3,70 CHF. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Erhöhung um 5,7% (+0,20 CHF). Auch im Vorjahr war die Dividende um diesen Betrag erhöht worden. Es ist nun die 29. Erhöhung in Folge seit dem Börsengang 1996.

Für die 100 Aktien im Dividendendepot ergibt das eine Brutto-Dividende von 370 CHF. Sie wurde von flatex zum Kurs von 0,9031 in Euro umgerechnet. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 223,08 €. Sie wurde pünktlich mit Wertstellung 12.03.2026 überwiesen.

Dividende Novartis im März 2026

Wie ich mir die Quellensteuer zurückhole, habe ich hier berichtet. Mit diesem kleinen Zusatzaufwand sind die Steuerabzüge dann auch nicht höher als bei einer deutschen Aktie.

Die aktuelle Dividendenrendite von Novartis liegt bei einem Aktienkurs von 120,84 CHF (Kurs am 12.03.2026, dem Dividendenzahltag) bei 3,1%. Bei einem heutigen Kauf dürfte sie noch etwas höher liegen, da auch im nächsten Jahr mit einer Dividendenerhöhung zu rechnen ist und der Aktienkurs ein wenig nachgegeben hat.

Meine persönliche Dividendenrendite auf meinen Einstand (Yield on Cost) kann ich auf unterschiedliche Weise berechnen: Ursprünglich habe ich für die 100 Novartis-Aktien 7.739,36 € bezahlt. Die Brutto-Dividende von 409,70 € ergäbe dann einen YoC von 5,3%. Darin ist aber der Sandoz-Spin-Off nicht berücksichtigt. Steuerlich wurde mein Einstand dadurch um 1.289,90 € auf nur 6.449,46 € reduziert. Und damit liegt der YoC auf den steuerlichen Einstand bei 6,4%. Da die Sandoz-Aktien inzwischen sogar oberhalb ihres steuerlichen Einstands notieren, ist der reduzierte steuerliche Einstand eine gute Grundlage zur Berechnung der Einstandsrendite.

Perspektiven

Was für ein Jahr für die Novartis-Aktie! Anders kann ich es nicht bezeichnen. Bisher war sie immer so unauffällig und für mich einfach nur ein solider Dividendenzahler mit genau soliden Dividendenerhöhungen.

Und auf einmal legt sie den Turbo ein! 29,3% Total Return in 2025, 11,5% bisher in 2026. Da kann ich nicht meckern. Aber die isolierte Betrachtung verleitet auch zum Trugschluss. Denn andere Pharmatitel in meinem Depot wie Johnson & Johnson oder Sandoz zeigten eine noch bessere Performance. Aber Novo Nordisk war bekanntlich deutlich schwächer.

Und damit kommen wir direkt zum wesentlichen Punkt: Ich würde niemals auf nur einen einzigen Pharmawert im Depot setzen. Egal wie überzeugt ich auch von ihm wäre. Das Geschäft ist einfach sehr abhängig von Patenten, von Blockbustern im Vertrieb und einer aussichtsreichen Pipeline.

Aktuell läuft das bei Novartis gut, aber das kann sich in einigen Jahren auch wieder ändern. Das Management kauft deshalb – neben den eigenen Forschung – regelmäßig kleinere Unternehmen auf und setzt dann auf den Durchbruch mit den dort entwickelten Produkten bzw. Wirkstoffen.

Im Geschäftsjahr 2025 wuchs der Nettoumsatz von Novartis um 8%. Das operative Kernergebnis verbesserte sich um 14%. Der Kerngewinn je Aktie wuchs um 17%. Das sind für einen so großen Pharmakonzern überzeugende Wachstumszahlen.

Das Wachstum verdankte Novartis seinen Marken Kisqali (+57%) bei fortgeschrittenem Brustkrebs, Kesimpta (+36%) bei Multipler Sklerose, Pluvicto (+42%) bei Prostatakrebs, Scemblix (+85%) bei Leukämie und Cosentyx (+8%) bei Schuppenflechte & Arthritis.

Damit kommt die Spezialisierung der letzte Jahre auf innovative Medikamente in den Bereichen Onkologie, Immunologie und Neurowissenschaften voll zum Tragen. Zudem fokussiert sich Novartis auf die Kernmärkte USA, China, Deutschland und Japan.

Besonders eindrucksvoll ist der daraus erzielte absolute Free Cash Flow in Höhe von 17,6 Mrd. US$ (+8%). 2024 lag er noch bei 16,3 Mrd. US$, 2023 bei 13,2 Mrd. US$.

Neben der Dividende (7,8 Mrd. US$) wurde wieder in Aktienrückkäufe investiert: Die Gesamtzahl ausstehender Aktien ging innerhalb eines Jahres um 66,9 Millionen zurück und führte zu einem Nettogeldabfluss von 9,2 Mrd. US$. Auf der diesjährigen Generalversammlung wurden 3,7% der Aktien eingezogen.

Die Prognose für 2026 sieht ein erneutes einstelliges Umsatzwachstum vor, allerdings im niedrigen Bereich. Der Gewinn soll jedoch um einen einstelligen Prozentsatz sinken, ebenfalls im niedrigen Bereich.

Die Prognose berücksichtigt den „bedeutendsten“ Ablauf von Patenten in der Geschichte von Novartis. Der Verlust des Marktschutzes für mehrere „Blockbuster“ (Medikamente mit Milliardenumsatz) führt dazu, dass günstigere Generika auf den Markt kommen. Der Umsatz von Novartis wird dadurch allein in diesem Jahr voraussichtlich um 4 Mrd. US$ belastet.

Wenn ein Patent ausläuft, bricht der Umsatz des Originalpräparats oft innerhalb weniger Monate um 50% bis 90% ein. Für Novartis bedeutet das 2026 den ersten potenziellen Rückgang des operativen Gewinns seit fast einem Jahrzehnt.

Gleichzeitig profitieren natürlich Generika-Hersteller. Den Spin-off Sandoz im Depot behalten zu haben, war sicherlich keine falsche Entscheidung.

Das Jahr 2026 ist für Novartis ein Jahr der Transformation. Die alten „Cash Cows“ wie Entresto fallen rapide. Die neuen Medikamente werden das aber über kurz oder lang kompensieren. Und mit 10 bis 15 Jahren Patentschutz dann schnell wieder zu altem Wachstum zurückzufinden.

Trotz der durchwachsenen Aussichten für das laufende Jahr bleibt Novartis für mich ein attraktives Investment. Das Unternehmen hat sich als führender Innovator im Pharmasektor etabliert und bietet mittel- und langfristig vielversprechende Wachstumsaussichten.

Dazu kommt die nachgewiesene Aktionärsfreundlichkeit. Als Dividendenaristokrat wird die Dividende jährlich erhöht. Und Dividenden in Schweizer Franken zu erhalten, hat sich in den letzten Jahren auch immer attraktiver gestaltet. Durch die kontinuierlichen Aktienrückkäufe steigt zudem mein Anteil am Unternehmen von selbst.

Novartis bleibt weiterhin ein fester Bestandteil meines Dividendendepots. Mit 100 Aktien habe ich durch den Kursanstieg der letzten Monate auch eine fünfstellige Depotposition erreicht. Damit fühle ich mich ausreichend investiert. Der Depotanteil liegt jetzt bei 2,4%.

Es mag wenig euphorisch klingen. Aber ich sage einfach: „Weiter so!“ zu Novartis und bleibe gerne Aktionär. Eine Aktie, die ich quasi nicht beobachte und die meinem Depot Stabilität gibt. Und Ergebnisse liefert. Ich bin rundum zufrieden.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Novartis
ISIN:CH0012005267
Im Divantis-Depot seit:09.04.2019
Letzter Nachkauf am:08.09.2023
Stückzahl im Divantis-Depot:100
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:77,39 €
Gesamtkaufpreis:7.739,36 €
steuerlicher Einstand:6.449,46 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:1.081,53 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

für diesen Beitrag verwendete Quellen:
Novartis erzielte im Jahr 2025 eine Umsatzsteigerung im hohen
einstelligen Prozentbereich, eine Kerngewinnmarge von 40%
sowie weitere Fortschritte in der Pipeline

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Kommentare

24 Kommentare zu „Satter Kursanstieg im Depot verlief quasi unbemerkt“

  1. Avatar von tanjataubert
    tanjataubert

    Hallo Ben,
    auch wenn zum Teil offtopic eine Frage: kaufst du die Schweizer Aktien bei der ING am Schweizer Börsenplatz direkt in Franken? Benötigt man dafür ein Währungskonto? Falls du das woanders schon mal beschrieben hast, freue ich mich über einen Hinweis. Überlege gerade Nestlé nachzukaufen, hatte aber die erste Position in Euro gekauft. Denke nun aber darüber nach ob es vielleicht besser wäre in Zukunft in Franken zu investieren. Auch wegen der Quellensteuer Thematik.
    Danke für eine Rückmeldung.

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo tanjataubert,

      Auch ein Papier in CHF an der Börse Zürich gekauft, aber in einem deutschen Depot gelagert, ändert nichts an der Quellensteuerproblematik für Dich.
      Zusätzlich zahlst Du bei der ING die Handelsgebühr für die Züricher Börse.
      Die CHF würden bei deinem Konto weiterhin in EUR abgebucht, Du brauchst also kein Fremdwährungskonto.
      Übrigens kostet Ein-/Auszahlungen aus dem Fremdwährungskonto in ein EUR-Konto zusätzlich Gebühren.

      Der einzige „Vorteil“ wäre, wenn die Papiere in der Schweiz lagern. Die Depotkosten sind allerdings in der Schweiz deutlich höher als in D. Die Steuer müsstest Du dann auch selbst ausrechnen (von CHF in EUR).
      Einen Geldvorteil gibt es nicht, da die Quellensteuer immer dann zuschlägt, wenn der Investor kein Schweizer ist oder die Dividende ins Ausland fließt.

      Ich kaufe Schweizer Papiere auf dem deutschen Markt. Tax Voucher gibt es gratis und das Zurückholen in der Schweiz ist einfach und schnell.
      Ich habe das Geld im August auf meinem Konto und es ist ein schöner 4-stelliger Betrag.

    2. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hallo zusammen,

      lt. ING ist ein Handel in Schweiz nicht möglich. Nur D + USA + Kanada.
      Gott sei Dank kann man Schweizer Aktien wieder in D handeln, vorher war es ein Hin/Her-Bewegung von Broker X zu ING , nur um den kostenlosen Voucher abzustauben.

    3. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hansi,

      interessant, dass die ING nicht in der Schweiz handeln lässt. Das dürfte dann der einzige meiner Depotanbieter sein, der dies nicht zulässt. Ich bin halt von den anderen Anbietern (Consors, comdirect, etc.) ausgegangen. Asche auf mein Haupt.

      Die Schweizer Aktien konnte man davor ohne Probleme auch bei der ING handeln, zumindest auf dem freien Markt. Ein hin und her Schieben war nicht erforderlich, außer man wollte Handelsgebühren sparen. Dazu bin ich mittlerweile schlicht: zu faul.

  2. Avatar von Thomas
    Thomas

    Bei mir batteln sich abwechselnd ORI und Roche Stämme um den Spitzenplatz im Depot.
    Vergleiche dann immer gern Roche mit Novartis. Ein ganzes zurückliegendes Jahr liegen Novartis und Roche in der Kursentwicklung etwas gleich auf, wobei Roche mit dem Iran etwas schlechter zurechtkommt als Novartis.
    Sei`s drum. Novartis hat die Dividende die letzten Jahre aggressiver gesteigert, Roche wird aber eine stabilere Dividende zugeschrieben.
    Zur Zeit etwa knapp über 3% Dividende bei beiden zum aktuellen Kurs. Man macht mit beiden nichts falsch. Alles solides CHF Invest.
    Auch der CHF reagiert nach Iran wie zu erwarten relativ fest bis sehr fest im Vergleich zu den anderen großen Währungen.

    Klar haben die Schweizer allgemein von der DeDollarisierung bis zum Beginn Iran profitiert, jetzt dreht sich der Trend beim USD und der weitere Verlauf bleibt einfach unklar.
    Nichts genaues weiß man nicht..
    Glaube aber das Trump Iran nicht über mehrere Monate hinziehen kann oder überhaupt auch will.

    Alle Schweizer bleiben fest gesetzt. Bei stärkeren Rückgängen die nächste Zeit könnte ich mir auch vorstellen, endlich mal vlt. drei oder vier Novartis-aktien zu erstehen, für mehr reicht es bei Spontankäufen meist nicht, da die regelmäßigen Sparpläne cash sofort umsetzen.

    Mal was anderes,
    Ben wie stehst Du zur Zeit zu Microsoft?
    Du hältst sie schon lange und bist bestimmt satt grün in dieser Position, aber Microsoft schlägt sich eindeutig am schlechtesten bei den Mag7 plus NVDA. Die letzten 6 Monats minus 27% . Es sticht heraus.
    Nur Oracle ist schlechter., Meta auch schwach. MSFT befindet sich EINDEUTIG in Sippenhaft mit dem Sektor Software Applications.

    Ich liebäugele privat auch auf ein McBook Neo umzusteigen, zögere aber noch, weil der derzeitige Windowslaptop unverwüstlich zu sein scheint.
    Man könnte mit Wagemut etwas von MSFT in Hardwareproduzenten umswitchen?

    Schönen Tag @all

    1. Avatar von Nils
      Nils

      Hallo , Schweizer Aktien sind problemlos bei ING handelbar, habe erst gerade Novartis dort gekauft. NILS

    2. Avatar von padawan
      padawan

      @Nils ja, aber über welche Börse hast du gekauft? gettex/tradegate/etc? BörsenHai und Hansi meinen vermutlich ein direkter Handel am Six Swiss Exchange sei bei ING nicht möglich

    3. Avatar von __Steven__
      __Steven__

      Ja, die in der letzten Zeit scheinbar sehr günstigen Kurse bei Microsoft (KGV…) sind mir auch aufgefallen. Eine besondere Ursache dafür ist mir nicht bekannt. Ich versuche aktuelle aber eher noch ein paar Schnäppchen bei deutschen Div.zahlern zu machen.

      An Ben vielen Dank für die wertvollen und reflektierten Beiträge auch und gerade in der letzten Zeit, und den Mitforisten Danke für die aktive und Konstruktive Beteiligung hier!

      VG
      Steven (formerly known as 1Steven1)

      (Ich musste es nun zwei mal neu schreiben, nicht nur wird keine Zahl mehr am Anfang des Namens akzeptiert, sondern gar keine Zahl im Namen. OK, ich muss mich offensichtlich umstellen.)

    4. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Steven (alias 1Steven1),

      erst einmal schön wieder von Dir zu hören. :)

      Microsoft hat Akzeptanzprobleme mit dem Einbau der KI in Office, die wollen nur wenige Nutzer auch bezahlen/nutzen.
      Außerdem hat MSFT eine gewaltige Summe in KI-Umgebungen gesteckt und „Kredite“ gegeben, die etwas zweifelhaft sind (Rückzahlung!).
      Wobei alle KI-Firmen in den US irgendwie jeder jedem Geld „leiht“ oder Bestellungszusagen tätigt, so dass das Netzwerk zumindest für mich undurchsichtig ist.

      Ich gehe davon aus, dass trotz guter Zahlen eine höhere Marktdurchdringung der MSFT-KI von den Investoren eingeplant waren.

    5. Avatar von UrsprungsFrank
      UrsprungsFrank

      In den letzten Jahren haben die big developer ihr Geschäft dick mit Cloud gemacht. Allein, Burggraben haben alle nicht mehr unbedingt. Cloud können auch andere und nähern sich den Qualitäten der Großen an. Wie panikartig Amazon und Co. reagieren sieht man daran, dass sie jetzt alle große Rechenzentren in Europa etablieren und dafür viel Geld in die Hand nehmen. Allein, das Vertrauen in die US-Firmen nimmt ab. Z.B. tut sich Microsoft schwer, einen schnellen Wegzug von Acure auf eigene Hardware ohne Punkt und Komma zu ermöglichen.

      Ich selbst bin immer wieder verblüfft wie wenige auf die Alternative Linux im Homebereich zurückgreifen. Kein Zwangs-Konto, keine Überwachung und alles kostenlos. Für 80% aller Anwendungen im privaten Bereich vollkommen ausreichend und wirklich easy. KI auf dem eigenen Rechner dürfte wohl Linux auch schaffen😎

      Gruß Frank

  3. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hab`s gerade bei den Roche Stammaktien gesehen, die ich auch via ING problemlos gekauft habe (das ging dort immer schon) und die auch dort liegen,
    das da unaufgefordert an der Dividendengutschrift auch das Taxvoucher direkt angehängt ist.

  4. Avatar von UrsprungFrank
    UrsprungFrank

    Liege ich da falsch? SIX selbst ist aber nicht an der Börse, oder? Warum?

    Gruß Frank

  5. Avatar von Hansi
    Hansi

    Warum wurde der Handel mit Aktien aus der Schweiz ausgesetzt?
    2019 entzog die EU der Schweiz die Anerkennung der regulatorischen Gleichheit aufgrund von Meinungsverschiedenheiten im bilateralen Handel.

    Daraufhin erließ die Schweiz ein Handelsverbot für Schweizer Aktien an europäischen Börsen, was auch den Handel an deutschen Börsen blockierte.

    Wie konnte man zwischenzeitlich doch Schweizer Aktien kaufen?
    Anleger konnten Schweizer Aktien nur über Umwege kaufen, etwa über die Börse Zürich oder außerbörslich (OTC-Handel, das steht für »over the counter«). Auch American Depositary Receipts (ADRs) wurden genutzt, die eigentlich für den US-Handel gedacht sind.

    Beide Wege waren oft mit höheren Kosten, schlechterer Transparenz bei Wechselkursen und größeren Spreads verbunden.

    Wie kann man Schweizer Aktien jetzt handeln?
    Seit dem 1. Mai 2025 (bzw. wegen des Feiertags am 1. Mai tatsächlich erst seit dem 2. Mai) sind Schweizer Aktien wieder an deutschen Börsen wie Xetra, Börse Frankfurt und anderen Handelsplätzen verfügbar.

    Anleger können sie direkt über deutsche Broker wie Scalable Capital, Trade Republic usw. kaufen und verkaufen, ohne Umwege oder Fremdwährungskonten.

  6. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hi Ursprungsfrank. Die SIX gehört etwa 120 bis 130 Finanzinstituten. Größter Anteilseigner ist die UBS ( größter Eigner etwa ein Drittel) nach Übernahme der Credit Suisse. Die Kantonalbanken evtl. SNB , Schweizer Privatbanken werden auch Anteile halten usw usf.
    Ich halte UBS. SIX kannst Du nicht kaufen.

  7. Avatar von Manfred
    Manfred

    Ich mach mir so meine gedanken, wie ki wohl unsere welt veraendern wird. Und dieser wandel wird aus konkurenzgruenden sehr schnell gehen. menschliche arbeit wird grossenteils von robotern roboter ausgefuehrt, was millionen und abermillionen von arbeitslosen zur folge hat. Und denen fehlt dann das geld, um zb haushaltsartikel zu kaufen. Darunter werden dann leiden : P&G, kimberly clark, unilever, clorox, etc, auch lebensmittelhaendler wie kraft heinz, general mills…..
    Haben kleinere firmen dann noch die kraft und die knete, mit dem schneĺlen wandel mitzuhalten ?
    Auswirkungen auf die boerse ?

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Manfred,

      die Aussage, dass all die Arbeit wegfällt, gab es bereits in den 60ern und 70ern und auch in den folgenden Jahren.

      KI wird die Welt verändern – keine Frage. Viel menschliche Arbeit wird bereits heute von Robotern durchgeführt. In vielen Bereichen der Industrie und Food-Hersteller. Ich sage nur Abfüllung (Chemie) oder Verpackung (Food), oder bei Automotive, Train und Air and Space, Steckerverbindungen und weitere tausende Anwendungen.

      So schwarz sehe ich das nicht. Auch „Ergebnisse“ der KI müssen geprüft werden. Die Fehlerquote ist schlicht zu hoch.
      Die KI ist ein Werkzeug aber keine Lösung!

      Kleine Firmen sind auch deutlich flexibler als die großen Tanker. Das war schon immer so.

  8. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    …. als erstes dürfte es den magic seven an den Kragen gehen. Staatenlenker können die Umwucht – massive Konzentration von Kapital und Macht auf der einen Seite und Massenverelendung auf der andere in ihrer explosiven Auswirkungen dann wohl nicht mehr ignorieren. Ich glaube als zweiten Staat neben der USA wird es ziemlich schnell China treffen., weil beide Nationen nicht im Ansatz über Soziale Sicherungssysteme nachdenken. In beiden findet sich aber eine hochmotivierte working class, die in ihrer Alternativlosigkeit schnell extrem werden könnte. In China wird jedenfalls schneller die Kapitalakkumulation aufgelöst als in den USA. Für die Börsen der Welt wird es dann stürmisch.

    Gruß Frank

  9. Avatar von Hansi
    Hansi

    Kann Ben bei Pharma nur beipflichten.
    Mein Depot ist voll damit und Novartis ist bei mir ein Ankerschwergewicht im Depot. Hatte damals die Entscheidung Roche oder Novartis als Anker. Bei Roche störte mich damals die noch größere Gefahr von Umsatzausfällen durch Generika. Ich traue mir es nicht zu eine Pharma-Aktie und die ganzen Wirktstoffe bewerten zu können.
    So ist mein Depot voll mit diversen Pharmawerten und machen fast 20% aus. Generika bietet auch immer gute Chancen und Hikma und Viatris erscheinen mir unterbewertet. Die Branche gewinnt immer und kassiert ab, nur die Gewinner und Verlierer wechseln sich halt ab.

  10. Avatar von Thomas
    Thomas

    Mein Blick auf den Monat März
    Monat -1,4%
    das Quartal insgesamt trotzdem grün
    Q1/26 +7,8%
    Dieses relativ gute Ergebnis verwundert mich etwas angesichts der doch (bewußt formuliert) komischen Gemengelage.
    Klar hat mich mein Energysektor gerettet. Rohstoffe auch gut. Diverse Rohstoffindizes auch im März weit über 10% plus. Es geht um Claims und Verteilungskampf.

    Zur Motivation habe ich mir mal explizit meinen Dividendenzuwachs YoY angesehen
    Dividendeneingang Q1/26 +10,51% vs Q1/25

    Das ist genau das, was ich haben will, da ich im Prinzip nur zukaufe.

    Trumps rein in die Kartoffeln und raus aus den Kartoffeln braucht man nicht mehr tagesaktuell zu verfolgen.

    C.W. Roehl hat treffend gepostet :
    Früher hieß EBITDA Earnings before Interest, Taxes, Depreciation und Amortisation

    2026 heißt EBITDA Earnings before Iran, Tariffs and Donalds Announcements. :)

    Nun ja.

    bemerkenswert, das gestern zum Quartalsende wieder der Windows-Dressingeffekt an der Börse für einen relativ großen U-Turn nach oben gesorgt hat.
    Wobei mir causal nicht ganz klar ist, ob es auch mit einer von Trumps Äußerungen zum Ende des Irankonflikts zusammenhängt oder ob diese Äußerung explizit zum Quartalsende platziert worden ist.

    Ich sehe auch immer den klaren Zusammenhang zu den US Treasurys 30y yields, weil Trump immer zuverlässig umkehrt, wenn die Marke die 5% erreicht und wir waren wieder kurz davor.
    (und wir sind auch nie permanent sicher weit genug weg davon, nur mal so nebenbei.)
    Die ersten Gurus sehen in ihre Glaskugel schon eine Rendite von 6%, aber nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.
    Jedenfalls hat Scott Bessent einen guten Draht zu Trump und auf den scheint er zu hören. Wenn er es nicht tun würde, könnten ihm die US Staatsfinanzen um die Ohren fliegen und das will Donald nicht. Dann ist der Iran nur ein laues Lüftchen an der Börse im Vergleich dazu, was dann kommt.
    Es ist genauso beruhigend, wie es im gleichen Maße besorgniserregend ist.
    Lesenwert wieder wíe immer
    https://huber-portfolio.de/der-iran-krieg-ist-nur-ein-problem/

    Für mich der Ausblick auf die nächste Zeit ein kleiner Blindflug. Trotzdem kaufe ich unbeirrt weiter. Hauptsache der Dividendenstream steigt.
    Es bleibt wie immer die Flucht in Sachwerte, es ändert sich daran nichts, aber auch gar nichts.

    es ist schon auch ein bißchen die moralische Frage, wenn man sieht, wie über die harte Inflation einfache Leute schwer zu tragen haben und die Aktienbesitzer von der Inflation über kurz oder lang eher profitieren,
    Die Inflation bleibt hart. Aber jeder hat die Möglichkeiten zu investieren. Es ist gut, das auch in D die große Masse über die neuen Förderungen der Regierung zum Altersvorsorgedepot zumindest auch interessemäßig und bildungsmäßig darauf gelenkt werden. Man muß weg von diesem Stereotyp Aktien sind nur verlustreich und die großen Aktienvermögen gehören gemolken.

    Schönen Tag @ all

  11. Avatar von BörsenHai
    BörsenHai

    Ganz im Sinne von Thomas, investiere ich immer nach, wenn es passt.

    Heute war so ein Tag! Zurich Insurance für 478€ eingekauft. Da habe ich mal 54 Stück geordert. Verbucht sind sie bereits.

    Keine Anlageempfehlung!!!

  12. Avatar von UrsprungsFrankd
    UrsprungsFrankd

    Ich habe die letzte Woche 200% plus gemacht … macht mir keiner so schnell nach ;-)

    Für mich ist die derzeitige Mischung recht erhellend, wenn ich mich einmal frage, wieso Mr. Trump alle Hebel in Bewegung setzt, um an das Öl anderer Leute zu kommen. Sicherlich, das kommuniziert er zwar schon seit 40 Jahren, aber warum? In seiner Denkungswelt geht Big Business ohne billiges Öl nicht. Er muss also davon ausgehen, dass für das kommende Jahrzehnt (jetzt lassen wir mal das CO2-Gedöns beiseite) Öl aufgrund seiner Verfügbarkeit teurer wird. Trotz Fracking und kanadische Ölsande wird die Eigenversorgung der USA zunehmend schwieriger. Mit allen anderen Ölquellen dieser Welt steht die USA strategisch in Konkurrenz zu China. Kurzum, diese beiden World-Player holen sich das was sie brauchen. Daher auch stets die Koketterie Trumps mit Russland (.. wenn’s um Öl geht, ist immer ein Deal möglich …). Und wer diesen Grundtenor seines Handelns nicht sieht, dem reicht vielleicht einfach seine aktuelle Äußerung: „Holt euch doch euer Öl selbst“.

    Wie auch immer – Öl und seine Produkte werden immer teurer. Zudem die Verfügbarkeit elektrischer Energie in Zeiten von KI für eine jede Wirtschaft immer lebensnotwendiger wird.

    Europa und alle anderen machtlosen Staaten dieser Welt bleibt keine Alternative als die Fokussierung auf Regenerative Energien und als Grundlast Gas, welches noch lange aufgrund großer Ressourcen verfügbar ist.

    Ich empfehle daher für alle sehr langfristig denkende Investoren weniger auf Ketchup und Schokolade zu setzen als auf Wind-, Solar- und Geothermie-Anlagen-Bauer. Nordex ist z.B. in den letzten Wochen stärker gestiegen als jede Fossil-Bude.

    AKWs? – aus diversen Gründen nicht mein Ding. Man muss aber auch nicht warnen, weil es bezeichnender Weise keine AG gibt, die in diesem Sektor irgendwie attraktiv sein könnte.

    Gruß Frank

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo UrsprungsFrank,

      irgendwie sind alle im Urlaub, oder die Zahlen waren zu „auffällig“ ;)
      Früher war Alles mehr Lametta … äh, 1. April.

    2. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      @UrsprungsFrank

      Erst mal Glückwunsch zu den 200%!! ;-)

      „Europa und alle anderen machtlosen Staaten dieser Welt bleibt keine Alternative als die Fokussierung auf Regenerative Energien“

      Da bin ich zu großen Teilen deiner Meinung. Ich bin dabei aber ziemlich enttäuscht, dass dies so in den letzten Jahren nicht strategisch (!) angegangen wurde. Und mit strategisch meine ich nicht möglichst viele Billigsolarmodule aus China auf möglichst viele Dächer oder gar Balkone zu pappen. Zumindest noch nicht. Aktuell haben wir dadurch im Mittel vielleicht einen großen Teil durch regenerative Energien abgedeckt, aber es nutzt uns nichts. Wie beim Jäger, der einmal über und einmal unter die Ente schoss, im Mittel 2 mal traf aber am Ende dennoch hungrig einschlief… So auch mit den Regenerativen. Wir haben tlw. massiven Überschuss und teilweise „fehlt“ uns der Strom. Und ich meine, dass Deutschland jedes Jahr fast 20 Mrd. in den Ausgleichsfonds speist um diese Diskrepanz zu der Einspeisevergütung auszugleichen.

      Strategisches Handeln würde ich wie folgt sehen: Ich baue die Erzeugungskapazitäten viel langsamer aus und fördere nicht solchen Stuss wie Balkonkraftwerke. Dafür fördere ich (direkt oder indirekt) den Ausbau von Netzen, Langfristspeichern (da gibt es ja viele Ansätze und innovative Unternehmen bei uns) und auch Anreizsystemen (vielleicht dynamische Strompreise ohne Vergütungszusicherung, damit ein Solarparkbetreiber gleich aus Eigeninteresse einen ausreichend großen Langfristspeicher daneben setzt um nur dann einspeisen zu müssen, wenn der Bedarf und damit die Vergütung gut sind). Alles mit dem Ziel das Gesamtsystem organisch und gleichmäßig wachsen zu lassen! Dann entwickelt so ein System auch Stärke und Funktionalität.
      Zu einer strategischen Denkweise würde auch gehören, dass ich mir die Wertschöpfungskette zu großen Teilen in Europa aufbaue! Die war ja in Deutschland schon mal ziemlich stark. Und das was ich hier nicht abbilden kann (Kupferminen bspw.) durch gute Handelsbeziehungen und strategische Reserven manage.

      Nichts dergleichen habe ich bei der Regierung Merkel, Scholz oder Merz wahrgenommen. Ich weiß nicht, ob ich mit meiner Meinung so stark daneben liege, aber ob das besser ist, was in den letzten 1-2 Jahrzehnten bei uns getan wurde, bezweifle ich.

  13. Avatar von Thomas
    Thomas

    @Crischaan
    Energie ist aber nur die eine Hälfte der Medaille.

    Öl/Gas sind die zweite Seite der Medaille. Bis zu Benzin, Diesel und Kerosin, Heizöl, Erdgas usw denkt noch jeder mit. Aber man braucht nur mal KI zu befragen, welche chemischen Grundstoffe bzw Sektoren aus/mit Öl produziert werden und derzeit nicht zu substituieren sind.
    Da kommt ein lange Liste.
    Farbstoffe, Harze, Pharmazeutika, jegliche Art von Plastik, allgemein Verpackungen, Baustoffe, Dämmmaterialien, Autos, Textilien, Elektronikummantelungen, Nylon, Acryl, Kautschuk, Reifen, Dichtungen, Schläuche, Ammoniak(Dünger), Lösungsmittel, Additive, Pharmavorstufen, Kosmetikrohstoffe, Detergenzien (Tenside für Waschmittel, Spülmittel, Fettlöser)
    usw usf. Wahrscheinlich ist die Liste noch lange nicht vollständig.

    Die größte Ironie des Nachhaltigkeitsgedankens besteht wohl darin, das die Produktion von Photovoltaikplatten und der Kunstharz (faserverstärkte Verbundwerkstoffe, Epoxidharz, Carbon; Glasfaser usw.) aus denen die Rotorblätter der Windräder gemacht werden, ebenfalls absolut abhängig von Ölvorprodukten sind…

    Btw Glasfaserkabel (Ummantelungen) für Internet. Ebenfalls undenkbar ohne Ölvorprodukte.

    Ich würde mal sagen, wir total abhängig davon auf der derzeitigen Entwicklungsstufe unserer Gesellschaft.
    Verkauft wird Öl demnächst (wie eigentlich immer) an den meistbietenden.

    Hoffnungen auf kompetente Regierungen sind Träume, da die Kaderselektion über Parteihinterzimmer immer völlig dysfunktional ist und Kompetenz eines der letzten Kriterien ist, um die Leute in Posten und Parlamente zu bringen und zu halten.

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