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Offenbar alles richtig gemacht und mit Allzeithoch belohnt

3D-Illustration des Johnson & Johnson Logos in extrudierter roter Schrift vor einem blauen Hintergrund mit steigendem Aktienkurs in Form eines weißen Pfeils und Chartlinie – symbolisiert den Börsenhöchststand des Gesundheitskonzerns.
4.7
(50)

Fast 5 lange Jahre bewegte sich die Aktie nur seitwärts. Das Einzige was mich in dieser Zeit bei Laune hielt, waren die steigenden Dividenden. Und die Tatsache, dass ich die Aktie schon länger im Depot hatte und deshalb ohnehin schon im Kursplus war. Aber Jahre mit einem Total Return von teilweise nur etwas über 1% sind nicht wirklich prickelnd.

Doch diese Frustphase ist nun vorbei: die Aktie legte in diesem Jahr bisher um ein Drittel zu und das ausschließlich im 2. Halbjahr. Was man sonst nur von Techwerten oder Small-Caps kennt, zeigt nun auch einer der größten Gesundheitskonzerne der Welt: ist der Knoten einmal geplatzt, geht es mit Riesenschritten aufwärts. Die Marktkapitalisierung hat nun erstmals die 500 Mrd. US$-Marke überschritten!

Welche Gründe es dafür gibt und welches Potenzial nun noch für die Aktie besteht, erfährst Du – als meine persönliche Einschätzung – in diesem Beitrag.

Das Chartbild des Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson (JNJ) zeigt die zurückliegende trübe Phase: Anfang 2021 notierte die Aktie auf dem gleichen Niveau wie im Juli 2025. Dazwischen pendelte die Aktie mal etwas höher, mal etwas niedriger – aber insgesamt in einer engen Seitwärtsrange. In den letzten Monaten gelang nun aber der Ausbruch und die Aktie notiert aktuell auf Allzeithoch oberhalb der 200 US$-Marke.

10-Jahres-Chart Johnson & Johnson in US-Dollar
10-Jahres-Chart Johnson & Johnson in US-Dollar

JNJ habe ich hier ausführlich vorgestellt und in der Vorstellung ist noch die Sparte Verbrauchergesundheitsprodukte enthalten. Sie wurde 2023 dann als Kenvue abgespalten und steht nun vor der Übernahme durch Kimberly-Clark. Thematisch ist die Abspaltung mittlerweile komplett vollzogen und JNJ konzentriert sich auf die verbliebenen Sparten „Innovative Medicine“ und „MedTech“.

Meine ersten 25 Aktien von Johnson & Johnson habe ich am 9. August 2012 zum Kurs von 55,20 € gekauft. In US$ lag der Aktienkurs damals bei 67,90, der Wechselkurs zum Euro war für einen Kauf noch günstiger als heute: 1,2301.

Dividende

Johnson & Johnson zahlt erneut eine Quartalsdividende von 1,30 US$ je Aktie. Für die 150 Aktien in meinem Dividendendepot ergibt das eine Brutto-Dividende von 195,00 US$. Sie wurde von flatex zum Kurs von 1,1655 in Euro umgerechnet. Das entspricht dem offiziellen Referenzkurs der EZB am Tag vor dem Zahltag. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 124,56 €. Sie wurde pünktlich am 09.12.2025 überwiesen.

Dividendengutschrift Johnson & Johnson im Dezember 2025

Annualisiere ich die Quartalsdividende, dann zahlt Johnson & Johnson eine Jahresdividende von 5,20 US$. Bei einem Aktienkurs von 199,96 US$ (Schlusskurs 09.12.2025) ergibt das eine Dividendenrendite von 2,6% am Zahltag. Mit dem Schlusskurs vom 12.12.2025 von 211,58 US$ liegt sie bei 2,45%. Bei einem heutigen Kauf der Aktie sollte es noch ein wenig besser aussehen, da Johnson & Johnson als Dividendenaristokrat traditionell im Juni seine Dividende erhöht. Die nächste Quartalsdividende im März dürfte also die letzte Zahlung zum aktuellen Satz sein.

Meine persönliche Dividendenrendite (Yield on Cost) ist ohnehin spürbar höher, da ich durch die lange Haltedauer einen vergleichsweise niedrigen Einstand habe. Unterstelle ich den identischen Dollarkurs bei vier Quartalsdividenden (was so nicht eintreten wird, sich aber anders nicht hochrechnen lässt), dann liegt meine Jahres-Brutto-Dividende bei 669,24 €. Auf meinen Einstand von 13.619,23 € ergibt das dann einen YoC von 4,9%.

Auf meinen allerersten Kauf (siehe oben) zum Kurs von 67,90 US$ liegt der YoC in der Originalwährung übrigens bei 7,7%.

Perspektive

Bei der letzten Dividendenzahlung am 09.09.2025 lag der Aktienkurs noch bei 176,96 US$. Nun sind es 211,58 US$ und damit exakt 34,62 US$ oder 19,6% mehr. Innerhalb von 3 Monaten ist das für so ein Schlachtschiff wie Johnson & Johnson (JNJ) eine beeindruckende Performance.

Mit diesem Kurssprung auf ein neues Allzeithoch ist JNJ wieder zu meiner fünftgrößten Depotposition avanciert und kommt nun auf ein Depotgewicht von 5,0%.

Und die Kursentwicklung ist auch nachvollziehbar, denn in den letzten Jahren ging der Börsenaufschwung eher an JNJ vorbei. Da besteht einiges an Nachholpotenzial und das scheinen die Märkte nun auch erkannt zu haben.

Ich hatte nie Zweifel an der Aktie und sie ohnehin schon früh – und unabhängig von der Seitwärtsbewegung – zu einem Basiswert meines Depots für den Gesundheitsbereich erklärt.

Es ist aber nicht nur Markttechnik, die nun den Weg über die 200-Dollar-Marke geebnet hat. Sondern auch operativ positive Neuigkeiten. Eines davon war die beabsichtigte Abspaltung der Orthopädie-Sparte, über die ich im letzten Beitrag berichtet hatte. Das beflügelt weiter. Aber nicht nur, sondern erfreuliche Meldungen aus der Forschungsabteilung lassen für die Zukunft weiteres Wachstum erwarten.

So präsentierte JNJ am 9. Dezember 2025 auf der American Society of Hematology bahnbrechende Ergebnisse bei der Bekämpfung von Blutkrebs: Eine Kombinationstherapie TECVAYLI + DARZALEX FASPRO senkte das Risiko für Krankheitsfortschritt oder Tod bei multiplem Myelom um 83%.

Das Ergebnis ist so bedeutend, das die Zulassungsbehörde FDA den Status „Breakthrough Therapy Designation“ vergab und nun im beschleunigten „Real-Time Oncology Review“-Verfahren prüft.

Das Spannende daran ist, dass JNJ zwei eigene Medikamente kombiniert. TECVAYLI ist ein modernes Krebsmedikament, das das Immunsystem gezielt aktiviert. Und DARZALEX FASPRO ist ein bereits etabliertes Medikament, das Krebszellen angreift.

Patienten, die diese beiden Mittel zusammen bekamen, hatten viel bessere Chancen, dass ihre Krankheit gestoppt wird oder sie länger leben. Viele Patienten sprachen sehr gut auf die Behandlung an – manche hatten sogar keine nachweisbaren Krebszellen mehr.

Bisher wurde diese Kombination erst später im Krankheitsverlauf eingesetzt. Nun könnte sie viel früher im Behandlungsverlauf zum Einsatz kommen. Für Menschen mit wiederkehrendem oder schwer behandelbarem Blutkrebs könnte dies nun eine viel wirksamere und hoffnungsvollere Therapie sein. Und vielleicht bald schon als Standardbehandlung gelten.

Für JNJ bedeutet das, dass sich damit der Patientenkreis deutlich erweitert, was zu zusätzlichen Milliardenumsätzen im Bereich der Onkologie führen dürfte. Das Multiple Myelom ist eine der häufigsten Blutkrebserkrankungen. Allein in den USA und Europa gibt es jährlich zehntausende neue Fälle. Ein Einsatz in früheren Stadien vergrößert den adressierbaren Markt erheblich. Beide Medikamente gehören zu den hochpreisigen Biopharmazeutika.

DARZALEX ist bereits ein Blockbuster mit über 8 Mrd. US$ Jahresumsatz (2024). TECVAYLI wurde bisher in späteren Linien eingesetzt und erzielte deutlich geringere Umsätze. Mit der neuen Indikation könnte die Kombination mehrere Milliarden US$ zusätzlich pro Jahr generieren, da die Patientenzahlen in früheren Linien deutlich höher sind.

Dadurch, dass es sich um hauseigene Medikament handelt, kann JNJ die Wertschöpfung vollständig kontrollieren. Die massive Ausweitung des adressierbaren Patientenmarktes, die Verlängerung der Behandlungsdauer und die Premiumpreisstruktur könnten zwischen 7 und 30 Mrd. US$ zusätzlichen Umsatz generieren. Dabei liegt der jährliche Umsatz mit einem einzelnen Patienten im sechsstelligen Bereich.

Bei einem erwarteten Jahresumsatz von 93,7 Mrd. US$ in 2025 zeigt sich die Dimension des Studienergebnisses. Wobei die 30 Mrd. US$ Umsatzzuwachs den optimistischen Fall bedeuten, dass sich die Patientenzahl durch die Medikamentenkombination verdoppelt und gleichzeitig die Premiumpreise noch gesteigert werden können. Aber selbst das konservative Szenario mit 7 Mrd. US$ Umsatzzuwachs würde schon mehr als eine Verdoppelung des aktuellen Umsatzzuwachses bedeuten.

Man sollte jetzt allerdings nicht den Fehler machen und dieses Umsatzpotenzial als sicher für 2026 verbuchen. Denn noch ist die FDA-Zulassung nicht da und auch erst danach werden Schritt für Schritt Zulassungen in anderen Ländern erwartet. Üblicherweise orientieren sich z.B. die europäischen Zulassungsbehörden an der FDA.

Klar ist aber, dass JNJ hier auf einem Schatz sitzt, was die eigenen Ergebnisse und die Marktstellung angeht. Und für mich als Aktionär ist ein gutes Gefühl, dass hier auch vielen Patienten geholfen und die Lebensqualität entscheidend verbessert werden kann.

Bei einem Aktienkurs von 211 US$ und einem für 2025 erwarteten Gewinn je Aktie von 10,85 US$ liegt das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von 19,4. Das relativiert sich jedoch dann, wenn man den 2026er Gewinn mit einem gewissen Wachstum ansetzt. Und das KGV liegt immer noch unterhalb des 5-Jahres-Durchschnitts von 22,6 (ermittelt von MarketScreener auf Daten von S & P Global Market Intelligence).

Ich kann nicht wirklich beurteilen, ob sich ein Einstieg auf dem aktuellen Kursniveau noch lohnt. Klar, das Potenzial für Umsatz und Gewinn liegt klar auf dem Tisch. Aber die Aktie hat davon auch schon einiges vorweggenommen. Andererseits ist das Momentum aktuell klar auf Seiten weiter steigender Kurse.

Für mich selbst ist das sehr entspannt. Ich bin investiert und bleibe das auch. Mit 150 Aktien habe ich meine Zielposition bereits erreicht. Gemeinsam mit Microsoft (meinem drittgrößten Depotwert) verfügt JNJ als einziges Unternehmen über ein AAA-Rating hinsichtlich seiner Kreditwürdigkeit. Für mich war das immer ein Indiz, dass auch die Aktie ein gutes Investment ist. Das war bisher nur hinsichtlich der Stabilität der Fall. Nun freue ich mich, auch bei der Kursperformance ernten zu können.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Johnson & Johnson
ISIN:US4781601046
Im Divantis-Depot seit:09.08.2012
Letzter Nachkauf am:23.01.2018
Stückzahl im Divantis-Depot:150
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:90,79 €
Gesamtkaufpreis:13.619,23 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:4.267,18 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

für diesen Beitrag verwendete Quellen:
Unprecedented results from the Phase 3 MajesTEC-3 study support TECVAYLI® plus DARZALEX FASPRO® as a potential standard of care as early as second line for patients with relapsed/refractory multiple myeloma
Johnson & Johnson reports Q3 2025 results; raises 2025 sales outlook
Johnson & Johnson Announces Intent to Separate Its Orthopaedics Business

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Kommentare

19 Antworten zu „Offenbar alles richtig gemacht und mit Allzeithoch belohnt“

  1. Avatar von Thomas
    Thomas

    kleine, aber feine Randnotiz. Die US-Fed beendet QT (Abschmelzung der Notenbankbilanz).
    Sie könnte verharren, beginnt aber unmittelbar mit QE (Aufkäufe von Treasurys) und fängt an, ihre Bilanz wieder aufzublasen. Die Begründung (für die Öffentlichkeit) liegt naturgemäß in der Vermeidung von Liquiditätsengpässen. Schaut man genauer auf die Größenordnung, so fällt auf, das die Fed nach Corona ihre Bilanz von etwa 4 auf rund 9 Bio USD aufgeblasen hat und Stand jetzt bei etwa 6,5 Bio USD liegt. Sie kehrt also also mitnichten zum Vorcoronawert zurück, sondern hat nur die Hälfte wieder rausgenommen, nur um jetzt wieder den Vorwärtsgang einzulegen.
    Das sie damit Trump und allen späteren US-Präsidenten bei der Staatsverschuldung hilft, ist natürlich ein „zufällig“ angenehmer Nebeneffekt:)
    Wenn wir jetzt eins und eins zusammenzählen ergibt sich folgendes Bild. Sinkende Zinsen sind strongly zu erwarten -plus- wenn es konjunkturseitig oder Konsumentenkaufkraftseitig anfangen sollte, auszutrocknen, wird die Fed einfach wieder noch aktiveres QE betreiben. Die Richtung ist schon vorgegeben. Inflation wird vorläufig zur Nebensache.
    Hier also die Ampel für den Aktienmarkt auf tiefgrün. Nur mal so am Rande.

    Johnson und Johnson hatte ich Anfang 2024 von 1% auf ein halbes Prozent Volumen reduziert. War nicht so schlau, mangelnde Geduld. Aber wann ist endlose Geduld richtig und wann nicht? So bin ich wenigsten noch dabei.
    ytd hat Johnson und Johnson mit 46,3% plus die US Branche abgeräumt. Da ich stärker bei Eli und Abbvie dabei und die auch zwischen 25 und 30% plus hatten, bin ich ganz zufrieden mit dem Sektor. Meine Roche und Bens Novartis ytd plus 10% etwa, das ist o.k. Pfizer entwickelt sich erwartungsgemäß seitwärts im USD, zahlen aber gut. Nur Merck&Co lassen etwas die Ohren hängen, waren aber auch schon schlechter. Die bleiben auch liegen.
    Divvy Diary verrät mir, das ich exakt 19,68% Sektor Gesundheitsdienstlungen im Depot habe. Das ist nach dem Sektor Finanzdienstleistungen mit 33,92% die zweitgrößte Branche und die haben gut zur Performance beigetragen.

    Was noch:
    interessante Lektüre (längere Lesezeit) das letzte Memo von Howard Marks zum Thema KI und Bubble.
    https://www.oaktreecapital.com/insights/memo/is-it-a-bubble
    Er beleuchtet wirklich sehr gründlich alle Facetten die hierbei eine Rolle spielen, ist naturgemäß besorgt bis vorsichtig und weiß letzten Endes aber auch nicht genau, wie es hier weitergeht.
    Er empfiehlt letzten Endes auch nur gute Streuung und rät, -das ist wichtig-, darauf zu achten, wer sich sinnvoll und bezogen auf das Eigenkapital mäßig verschuldet und wer hochriskant alle auf eine Karte setzt und sich hoffnungslos verschuldet.
    gar nicht dabei zu sein, ist auch ein Fehler.
    Habe mal interessehalber Grok gefragt, ob Microsoft im Zuge der massiven Investitionen in KI und steigendem Fremdkapital sein AAA Rating verlieren könnte, aber die Antwort war nein.
    Also im Techbereich wie immer auf Qualität achten. Verschuldung vs. cashflow im Auge haben.
    Grüße schönen Sonntag
    und auch der Dezember könnte gut ausgehen und damit das ganze Jahr. Nur Zeitung lesen darf man nicht, steht selten was gutes drin.

    @Tobs für Dich zum lesen
    https://www.welt.de/debatte/article6935aa25c0de97910a89d188/globale-machtverschiebung-das-ende-unseres-wohlstandsmodells.html?icid=search.product.onsitesearch

  2. Avatar von Tobs
    Tobs

    Hallo Thomas,

    vielen Dank.

    Du bist wie mein Alter früher in Jugendzeiten, der mir auch immer Artikel auf den Tisch legte (damals natürlich Zeitungen), die ich mal lesen sollte.:-)

    Ich lese gerne die Springer Presse, am allerliebsten dann aber das gehaltvollste Substrat dieses doch ein wenig polarisierenden Verlags: Die Bild-Zeitung (Wenn schon, denn schon…:-). Dort veröffentlich übrigens zum Thema Aktien regelmäßig Michael Braun Alexander, dessen Investment-Style ich fast schon als meinen eigenen bezeichnen könnte. Er mag es auch gerne handfest und cashflow-lastig…

    Ich finde die Springer Presse für ihren Boulevard schrecklich, erkenne aber andererseits an, dass sie abseits des Boulevard als stets einer der wenigen ihren Finger die Wunde legen (auch bei relevanten gesellschaftlichen Themen).

    Trotzdem: Solche Artikel besorgen mich nicht so wahnsinnig und halte sie für zu dystopisch. Das Pendel schwingt von einem Extrem (Alles gut) nun in das andere Extrem (Alles vorbei).

    Letztlich ist der Befund – rein tatsachenbezogen ohne die Wertung dahinter – doch im Kern, dass sich die Anteile am Wohlstand in der Welt verschieben. Ja, vielleicht – aus unserer Sicht leider – auch verlagern. Das ist ein unangenehmer Befund.

    Für mich ist der Befund weder erstaunlich noch irritierend, sondern eine logische Folge der Entwicklung auf der Welt. Interessant ist natürlich, dass die größten Schichten unserer Gesellschaft (einschließlich Vermögender, Gebildeter und auch Unternehmer) das lange Zeit negiert haben. Man sieht diese Ignoranz bezüglich der Realitäten immer noch bezogen auf die Aktienanlage: „Ich kaufe Konsumtitel aus dem (guten) Westen um dadurch an den (schlechten) Schwellenländern zu partizipieren.“ Dass das dafür erhaltene Exposure allenfalls, wenn überhaupt, ein Aliud darstellt, negieren doch heute immer noch die meisten von uns.

    Letztlich geht es uns so schlecht nicht, nur können wir die Fiktion von Faulhaut und Wohlstand nicht mehr aufrechterhalten. Das ist doch was die meisten schmerzt, weil – sorry hier exponiere ich mich und eröffne mal einen Angriffsvektor – die meisten eben faule und wenig ambitionierte Figuren sind.

    Dieser harte Befund der Verschiebung von Wohlstand auf der Welt trifft eine alternde Gesellschaft (neigt per se eher zu Angst) und eine Bevölkerung, die abseits jedes Leistungsgedankens gelebt hat und das nicht aufgeben möchte. Der globale Süden wird als wertemäßig schlecht dargestellt (gute Abwehrreaktion :-)) um den eigentlich negativen eigenen Wert, dass man seinen Lebenstandard auf Kosten des globalen Südens führt, zu neutralisieren.

    In unserer Öffentlichkeit (interessante Frage eigentlich: Wie repräsentativ ist sie für unsere Gesellschaft überhaupt – meine Vermutung: Nicht so sonderlich) wurde den Schwachen und Selbstgefälligen (Sehr sehr viele) in den letzten Jahren das Wort geredet, und zwar fast nur ihnen. Unwörter wie Pareto schienen pseudo-wissenschaftlich die eigene Trägheit gut zu legitimieren.

    Das aber stets im freien Markt sogar 101% der Leistung (und wenn auch für dieses 1% Überleistung anteilmäßig 99% der Kraft aufgebracht werden müssen) erforderlich sind, um stets einen Edge zu erringen (=die eigentliche Innovation, also der Wettbewerbsvorteil!!!), wurde negiert. Stattdessen haben Angestellte, die sich gerne am großen Rad der Unternehmer hängten und davon profitierten, meinungsgebend propagiert, wie Innovation vermeintlich am besten funktionieren würde: Von zu Hause zwischen Einkäufen und Sportmachen. Das war dann die Pervetierung unseres Sozialpartnersmodells in der deutschen Wirtschaft. Die Unternehmer tragen das Risiko und Angestellte ohne Risiko und gesteigerte Kompetenzen erklären zufrieden, wie dieses zu organisieren sei. Eigentlich schon eine Vorstufe zur sozialistischen Räterepublik…

    Jetzt werden einige, die das von mir lesen, vielleicht sagen, das ist aber häßlich und verbittert, was der Tobs da schreibt. Nee, ganz und gar nicht!! Die Botschaft (auch so kurz vor Weihnachten) soll eine Freudige sein! Ich bin sehr positiv gestimmt: Denn vieles an negativer Perception und gefühlter Angst wegen der Entwicklungen um uns herum (wie in diesem Welt-Artikel), rührt nur daher, dass wir die letzten Jahre zu einer neurotischen und wenig resilienten Gesellschaft verkommen sind. Aber man sieht Ansätze zur Rückkehr zur Normalität wieder an vielen Stellen! Bescheuerte Leute (im Sinne einer medizinischen Befundung), die in Vorstellungsgesprächen erzählen wollen, was sie alles nicht für gute Gehälter leisten wollen etc etc ist schon fast wieder Schnee von gestern. Junge Leute, die eher zu Sozialismus tendieren, hinterfragen die Dinge wieder kritischer und tendieren eher wieder konservativer zu denken, weil sie merken, dass es um ihre Zukunft geht.

    Ein Blick in ein paar Jahren als antizipierte Retroperspektive: War das vielleicht alles, was wir die letzten Jahre erlebten durften, nur ein Spuk, der so schnell vorbei war, wie er zuvor gekommen war. Hysterischen Massenphänomene gab es immer mal, und sie verschwanden dann auch immer schnell. Fahr mal nach Münster und schau auf den Dom, wo die Skelette der Anführer des Täuferreichs ausgestellt sein sollen. 1 Jahr nur Orgie und Faulheit und das Sagen der Dummen. Der Spuk ging auch schnell vorbei.

    Darum: Ich bin optimistischer als der Autor dieses Welt-Artikels! Kaufe aber trotzdem keine deutschen Aktien. :-)

    1. Avatar von Andreas P.
      Andreas P.

      Hallo Tobs,

      ich kaufe Aktien aus Deutschland. Die hiesige wirtschaftliche Lage ist einfach zu schlecht, dass sie nicht in absehbarer Zeit besser werden könnte. Ich setze dabei vor allem auf den Reformwillen aller politisch Beteiligten.

      Dabei habe ich bereits seit einiger Zeit ganz opportunistisch auf mögliche wirtschaftliche Profiteure gesetzt: Hochtief, Heidelberg Materials.

      Daneben liegen übliche Langweiler im Depot: z.B. Allianz, Münchener Rück, Hannover Rück, Talanx. Aber auch z.B. eine Rational.

      Viele Grüße
      Andreas

  3. Avatar von Matthias von Mitzlaff

    JNJ habe ich Anfang 2020 begonnen, anzusparen.
    Immer wieder mal verkauft (meine unruhigen Zeiten…), aber auch hinzugekauft, bis Mai 2023.
    Irgendwann dämmerte mir: „Warte mal, seit über drei Jahren ist wenig bis nichts am Kurs passiert!“. Da auch die Kennzahlen nicht immer überzeugten, verkaufte ich 2024 alles. Nun der steile Kursanstieg…
    Ein warnendes Beispiel für mich!
    Gilt übrigens auch für Rheinmetall und Hochtief (hätte ich mal kaufen/einsteigen sollen…) sowie Palantir (war ich bei 10 EUR schon drin, dann leider raus): Dümpelten lange vor sich hin, auf einmal geht es – „zack!“ – nach oben.
    Immerhin substituierte ich JNJ durch Novo Nordisk und Aufstockung bei Abbott, Danaher und Merck & Co.
    Bei NOVO gilt es jedoch nun gute Nerven zu bewahren…
    Schaue ich mir die Kennzahlen von JNJ an, sehe ich viel im grünen Bereich.
    Einzig die Ausschüttungsquote (84%) und die Gewinne und Verkaufszahlen der letzten 3/5 Jahre (eher negativ) überzeugen nicht recht.

  4. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    „ wo die Skelette der Anführer des Täuferreichs ausgestellt sein sollen…“

    Es sind die Wiedertäuferkäfige an der Lambertikirche, nicht am Dom. Dessen Türme sind im Verhältnis zum Schiff zu klein🤓

    Also, Welt und NZZ sind nun wirklich, was deren Aussage zu Deutschland betrifft, geradezu pathologisch katastrophisch. Bei der NZZ kann ich das verstehen, denn die Schweizer sind nun mal weltspitze, da kommt klein Deutschland nicht mit … Warum WELT stets so miesepetrisch ist, kann ich mir nicht erklären.

    Werde morgen HP kaufen😎

    Gruß Frank

    1. Avatar von Tobs
      Tobs

      Stimmt, Frank! Dachte, das sei auch der Dom, aber der ist wieder woanders in Münster. Sei mir diese Ungenauigkeit bitte nachgesehen. Mir fiel diese ulkige Geschichte mit den Wiedertäufern ein, da ich sogar mal an einer Nachwanderung in Münster dabei war (was man so macht, wenn der Nachwuchs jung ist), wobei einem diese ulkige Geschichte ja auch in den roten Touristen-Bussen mit Kopfhörern erzählt wird.

      Zur NZZ: Ich wundere mich auch immer wieder, wie sehr sich dieses Blatt – das bei uns ja in bürgerlichen und vermeintlich gebildeten Kreisen recht gerne hervorgehoben wird – an unserem armen Deutschland abarbeiten muss. 90 Prozent nur Schelte über uns. Mir scheint, dass das Bünzlitum dort in den eigenen Tälern und Dörfern nicht ausreichend Erwähnenswertes zu berichten findet. :-) Allerdings werfe ich gerne schon mal einen Blick in die NZZ am Sonntag, denn die ist in Readly mit drin.

  5. Avatar von BörsenHai
    BörsenHai

    Hallo Ben,

    in der Tat musste ich mich in den letzten Jahren des Öfteren an meinen Investmentcase bei J&J erinnern:
    Sichere Dividende, geringes Div-Wachstum aber AAA-Rating.
    Wenn ich es damals nicht aufgeschrieben hätte, hätte ich mich vielleicht von diesem Investment getrennt.

    Rückblickend bis heute natürlich „ganz klar“, J&J musste irgendwann kommen, aber 4 Jahre sind eine lange Zeit, wenn man „jetzt“ für die Zukunft investieren will und Cash benötigt. Matthias hat das ganz gut beschrieben, wie man hin und hergerissen wird.
    Und die Kenvue Abspaltung deutete ja auch nicht auf einen solchen Anstieg hin. Klar ein Tanker wird nur langsam seinen Kurs ändern können, aber Geld (an der Börse) ist flink und flexibel.

    Mein ursprünglicher Investmentcase ist erfüllt, und damit gut. Der Kurs kann ja auch wieder runterkommen! ;)

  6. Avatar von Tobs
    Tobs

    Hallo Börsenhai,

    4 Jahre Seitwärtsbewegung für einen Blue Chip ist nicht mal eine sonderlich lange Zeit, da gibt es noch andere Kandidaten. Für mich ein Parade-Beispiel, leicht streitlustig (nein, das soll nur ein Scherz sein) das sogenannte Buy+Hold+“CHECK“ in Frage zu stellen (ich weiß ja um dessen Verbreitung hier in diesem Forum :-)). Tut mir auch aufrichtig leid, dass ich hier immer wieder so ein Sendungsbewusstsein an den Tag lege. Meines Erachtens ist aber einfach ein zentraler Punkt, bei jeder sich selbst einmal hinterfragen muss.

    Total klassisch: Desto länger die Seitwärtsbewegung läuft, um so mehr verlieren Anleger den Glauben, dass ein neues ATH ausgebildet werden kann. Dann fängt das Hadern und das Grübeln im stillen Kämmerlein an: „Das kann ja gar nix mehr werden mit dem neuen ATH, denn dann müsste die Aktie xyz ja wieder 70 Prozent steigen. Und das nachdem sie nun 5 Jahre in Folge nur gefallen ist? Und was habe ich doch in der Zwischenzeit alles für andere tollen Chancen verpasst…Blablablub“. Als wenn Aktien ein Schluck aus der Zauberpulle wären, und sich bitte schön die Wirkung des Elixiers unmittelbar nach dessen Einnahme einzustellen hätte…Und dann machen so viele Blue Chips eben doch wieder ihr neues ATH, oft ansatzlos und wie aus dem Nichts heraus, manchmal auch durchaus später als nach 5 Jahren!

    Darum halte ich persönlich das „Check“ in B+H für was äußerst gefährliches. Es ist ein stiller Wohlstandsvernichter, so leise und still tödlich wie zu viel Salz im Essen. Man merkt es nur nicht. Wenn man eine Aktie kauft, sollte man sie (mindestens) 5 Jahre durchhalten. Die Gefahr dahinter, die ich sonst sehe, ist dass vordergründig vernünftiges Handeln zu stark mit Aktienzyklen konfligiert. Das Check ist doch meistens viel zu kurzfristig getrieben (was sind denn bitte schon 2-4 Jahre bei einem großkapitalisierten Unternehmen?) und führt zu schlechtem Timing, auch wenn man zum Zeitpunkt der Aufgabe der Verkaufsorder so etwas wie Befreiung empfinden mag. Es geht aber nicht um den eigenen emotionalen Haushalt, sondern um langfristige Teilhabe an Unternehmen. Ist ein bisschen wie Verträge verhandeln, auf den letzten Metern gewinnt oder verliert man viel, und besser ist es fast immer, man hat sich im Griff bis zum bitteren Ende. Wer vorher aussteigt, um der unangenehmen Situation zu entweichen oder sich lieber pleasen will, überlässt den Pott vielleicht dem anderen.

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Tobs,

      mit dem Sendungsbewusstsein. :)
      Na und, muss ja niemand annehmen, was Du meinst oder sendungsbewusstest. Außerdem profitieren Alle von unterschiedlichen Ansichten. Also: Weitermachen mit Deinem Sendungsbewusstsein!

      Ich möchte Dir nur widersprechen mit dem Check. Es kann nicht die Kursperformance und das Dividendenwachstum als alleinige Kriterien für ein Check herhalten.
      Ich halte diese Vorgehensweise wie Du ebenfalls für „gefährlich“. Nach dem Motto. „Was diese Aktie performt nicht mehr? Weg damit“
      Das Check sollte sich eher auf den ursprünglichen Grund des Invests beziehen (Aufschreiben – ich kann es nur betonen); auf Änderungen im Geschäftsfeld oder des Managements achten, sind die Investmentcases noch erfüllt?

      Ich denke jeder wird es als irre ansehen, dass man Microsoft verkauft, weil der Kurs um 25% einbricht, das Geschäft aber weiterhin steigenden Cash ins Unternehmen spült – und das nicht zu knapp. Ausnahme vielleicht ein „Re-Balancing“, z.B. weil Microsoft 30% des Portfolios ausmacht. Re-Balancing halte ich übrigens für ein viel gefährlicheres Pflaster. Von balanced ETFs (alle Aktien max. 1%) halte ich übrigens gar nichts.

      Ich gebe Dir Recht, das ein gewolltes Halten von 5 Jahren angestrebt werden sollte. Dennoch ist es erstmal eine Zahl, ein Anhaltspunkt. Oder sind 3 Jahre, 7 Jahre, 10 Jahre richtig?
      Ergänzend: Jede Regel wird aufgestellt, um Sie zu brechen. ;) Man sollte sich allerdings bewusst machen, warum man die Regel bricht. Sich also kritisch hinterfragen.
      Das kann man auch mal 5 Jahre nach dem Verkauf machen. Man lernt viel über sich selbst. Wo lag ich falsch? Warum lag ich falsch?

  7. Avatar von Thomas
    Thomas

    stimmt schon, Tobs. ich könnte spaßeshalber mal die Ordner der Kaufbelege sortiert nach Erstellungsdatum aufsteigend (also die ältesten zuerst) auswerten, wieviel der ältesten zwanzig oder dreißig von mir erworbenen Aktien zum Beispiel inkl. Kurs plus Dividende im grünen Bereich sind (als Quote) und im Gegenzug dazu die Quote der jüngsten zwanzig. Die Quote der ältesten zwanzig ist nach oberflächlicher Durchsicht höher als die Quote der jüngsten zwanzig, was aber auch fast kein Wunder ist. Jetzt käme es noch genaugenommen auf Volumen und absolute prozentuale Steigerung etc an, habe aber gerade nicht so Lust dazu. Viele ehemalige alte Aktien, was man rausgeworfen hat, ist eben in der Statistik nicht mehr dabei. Waren gute dabei aber auch schlechte, wo man froh ist, das sie weg sind wie American Airlines als spontanes Beispiel. Aber die liegengelassenen guten hätten die liegengelassenen schlechten mehr als aufgewogen wahrscheinlich. Auch ein alter Hut, das die schlechten im Laufe der Zeit prozentual /volumenmäßig an Relevanz für das Depot verlieren. Nach unten ist die Grenze Null und nach oben ist der Himmel unbegrenzt.

    Neige auch mehr und mehr dazu, einfach alles liegenzulassen, aber nicht als starres Dogma. mag kein Gerüst, was mich einengt. Man muss sich einfach wohlfühlen.
    Schön, wenn jede Woche paar verschiedene Dividenden kommen.

    Mathematisch sinkt mit regelmäßigem Dividendenreturn über die Haltezeit fast zwangsweise das Verlustrisiko. Zwingend logisch umgekehrt proportional zum Verlustrisiko verhält sich dann das steigende „Gewinnrisiko“, was ganz einfach bei Dividendenaktien für die lange bzw ganz lange Haltedauer spricht.
    Wenn sich einmal ein Unternehmen „selbst ganz bezahlt“ hat, ist gar kein Totalverlust mehr möglich :)

  8. Avatar von Hansi
    Hansi

    Hallo Tobs,
    persönlich check ich nur den Cash-Flow. Ist er noch da, ist alles gut. Kann dir nur zustimmen, 5 Jahre sind nichts. Bei Teva hat man uns von 2017 bis Ende 2023 erzählt, Sell, Sell, OMG !! Jeder hätte diese Generika-Aktie 6 Jahre unter 10 USD eintüten können. Bei 50 Mrd Klagedrohung und 30 Mrd Schulden kann man keine Dividende oder Kurswunder erwarten. In 2018 dachte ich nur, mal gucken ob Teva noch und wo Teva in 2028 steht. Aktuell scheint der Plan aufzugehen. Das 5 Jahre seitwärts nichts ist, hat Lynch in einen seinen Büchern an einem Beispiel dargestellt. Solange bei Teva der Cash-Flow fließt bleib ich drin.

  9. Avatar von Thomas
    Thomas

    Nice, meine größte Position Old Republic zahlt wieder mal Sonderdividende.
    Stichtag 02.01.2026 Betrag 2,50$ per share das sind aktuell etwa 5% -neben- den regulären Quartalsdividenden. Sie setzen damit die hohe Frequenz von Sonderdividenden fort. Zahltag 14.01.26

    und konnte heute nicht widerstehen und ein kleine Position 200 St. Bumitama Agri Ltd. Singapore gekauft, also Palmölgewinnung und Vertrieb. Zahlen etwas über 5% und Kursentwicklung passt auch.

    1. Avatar von UrsprungsFrank
      UrsprungsFrank

      „… und Kursentwicklung passt auch …“

      Also wenn ich den Future von Palmöl mir anschaue frage ich mich, wieso die Kursentwicklung aus Deiner Sicht passt. Ich würde noch warten bis der Kurs wieder auf der Basislinie ist und erst dann fast(!) jährlich die Dividende einstreichen. Palmöl läuft recht stabil seitwärts über all die Jahre. Man könnte also davon ausgehen, dass das sozusagen etwas ‚Festverzinsliches‘ ist ;-)

      Gruß Frank

  10. Avatar von BörsenHai
    BörsenHai

    Hallo Thomas,

    passend zum Titel: Gold = > 4300 $; Du lagst daneben mit 5000$ ;) .
    Wobei ich zugebe, dass ich an einen solchen Anstieg nicht glaubte. Silber dasselbe.
    Alle sagen: da ist kein intrinsischer Wert. Aber wieso steigen die Preise dann so?

    Ben, auf den Jahresendbericht bin ich gespannt.

  11. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hallo Börsenhai, dann kommen die 5000$ die Unze eben später,
    aber sie werden kommen.

    Silber ist das Gold der armen Leute. Die merken doch auch, was los ist.

    Zitat Börsenhai: “ Alle sagen: da ist kein intrinsischer Wert. Aber wieso steigen die Preise dann so?“

    Es ist (für mich) so einfach, das es fast schon wehtut.
    Nicht das Gold steigt, sondern das Geld FÄLLT im Wert.

    Jüngstes Ereignis die Kredite der EU für die Ukraine (erstmals seit Corona wieder gemeinsame Schulden der EU) , Hauptzahlmeister Deutschland.
    Es ist durchaus möglich das diese Kredite unwiederbringlich verloren sind. Egal. dann kommt „Sondervermögen“ Nr3 oder Nr4 oder Nr5 oder oder oder. Den letzten beißen die Hunde.
    Klingbeil ist doch die Haushaltsdisziplin des Bundes völlig egal. Damit ist er nicht allein. Die USA verschulden sich hemmungslos, Japan macht es, Frankreich macht es, alle machen es.
    Man findet jeden Monat Ereignisse dieser Art.

    man kann sein Geld nur in Sachwerten parken.

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Thomas,

      ich gebe Dir Recht, dass das Geld immer weniger wert ist und die Inflation höher ist als die veröffentlichte „Offizielle“.
      Aber ein Anstieg von 70% in einem Jahr für Gold liegt deutlich darüber.
      Andere Realwerte stiegen bei weitem nicht so stark.
      Außer Speichermodule für PC (UDIMM). Von 120 € auf 500-800€ in 4 Monaten. Wobei ist das ein Realwert?
      Für den der Sie benötigt „ja“! Für den Rest „nein“! Man möchte ja die Produktivität beibehalten.

      Ob die EU Schulden macht oder D ist vollkommen egal für einen EU Bürger in D.
      (Schluß jetzt mit Politik ;) )

  12. Avatar von Thomas
    Thomas

    @Ursprungsfrank, es ist auch zum Teil der Gedanke dahinter, das ich annehme, das asiatische Währungen allgemein unterbewertet sind und auch diese Währungen Aufholpotential haben.

  13. Avatar von Thomas
    Thomas

    @Börsenhai, die Weihnachtsbaumpreisinflation zum Beispiel war bei mir dieses Jahr zum Vorjahr 32%
    … :(

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Lieber Thomas,

      diese Inflation „Weihnachtsbaum“ habe ich nicht verfolgt. ;)
      Ja wir haben einen Weihnachtsbaum. Gefühlt war es vor 2 Jahren schon teuer, aber nicht so teuer wie dieses Jahr.

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