Mit einer Depotumstellung steigere ich meinen Cash-Flow

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Verkäufe von Aktien sind eine absolute Seltenheit in meinem Depot. Ich würde mich deshalb fast schon als Hardcore-Dauerinvestor ansehen.

In diesem Zusammenhang stellt sich dann zwangsläufig die Frage, welchen Sinn das denn macht. Klar, der Depotwert steigt über die Jahre. Aber wenn ich nicht verkaufe, was habe ich dann davon?

Bisher haben mir die Dividendenerträge gereicht. Sie wollte und will ich steigern und damit einen kontinuierlichen Cash-Flow aufbauen. Das gelingt mir auch gut.

Seit ich nun selbstständig bin und kein festes monatliches Gehalt mehr beziehe, frage ich mich allerdings, ob ich damit wirklich zufrieden bin.

Nachdem ich mir das nun ein Jahr lang angeschaut habe, werde ich in den nächsten Wochen eine Änderung vornehmen.

Wie sie zu einem höheren Cash-Flow führen soll, erfährst Du in diesem Beitrag.

Warum gerade jetzt diese Umstellung?

Das erste Halbjahr und ganz besonders der Mai ist Dividendenzeit. Mit mehr als 4.000 € Netto-Dividenden in diesem einen Monat komme ich natürlich auf den Geschmack.

Das zweite Halbjahr steht bei mir nur noch für rund ein Viertel der Dividendenerträge des Jahres. Das hat mich schon immer gestört, lässt sich aber kaum ändern. Jedenfalls nicht mit begrenzten finanziellen Mitteln.

Meine Ausgangslage

Mein Dividendendepot hat mittlerweile einen Depotwert von über 400.000 €. Daraus generiere ich Netto-Dividenden von rund 10.000 € im Jahr. Das entspricht einer Nachsteuer-Ausschüttungs-Rendite von 2,5%. Das ist nicht schlecht, aber könnte durchaus mehr sein.

Ich habe aber bewusst nicht nur auf hohe Dividendenrenditen gesetzt, sondern auch Titel im Depot, die eine niedrige Dividende zahlen, diese dafür aber kontinuierlich überdurchschnittlich steigern. Und ich habe sogar Titel im Kursdepot, die ihre Dividende gestrichen haben. Bei ihnen bin ich von einer Besserung überzeugt und habe sie deshalb nicht verkauft. Sie bringen aber keinerlei Cash-Flow.

Meine Idee

In meiner Serie zum Optionshandel habe ich ausführlich beschrieben, wie sich kontinuierliche Einnahmen auf Bestandsaktien durch den Verkauf von Call-Optionen generieren lassen. Und wie nach einer Ausübung durch den Verkauf einer Put-Option die Aktie zurückerworben werden kann.

Diese Strategie habe ich seit Beginn des Jahres im Optionsdepot mit zusätzlichem Kapital angewendet.

Nun habe ich mich entschlossen, Teile des Dividendendepots bzw. Kursdepots in das Optionsdepot zu überführen und dort zusätzlichen Cash-Flow zu schaffen.

Prämissen

Für den Optionshandel sind Losgrößen von 100 Aktien notwendig. Und nicht für alle Aktien gibt es überhaupt Optionen. Auch bei Aktien mit besonderer Quellensteuersituation kann es sinnvoll sein, sie lieber beim optimalen Broker (z.B. der DKB für französische Aktien) zu halten und auf den Optionshandel zu verzichten.

Ich möchte das Dividendendepot gerne über der 400.000 €-Marke halten und meine Netto-Dividendenerträge sollen auch weiterhin mindestens 10.000 € netto im Jahr betragen. Mittelfristiges Ziel ist ein Wert von 12.000 €, was eben monatlich 1.000 € netto entsprechen würde.

Die Umsetzung

Da das Optionsdepot bei BANX Broker geführt wird (rechtlich steht dahinter Interactive Brokers in Irland), ist ein Depotübertrag nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Denn warum nicht noch etwas Optionsprämien für die Umsetzung kassieren?

Begonnen habe ich schon im Mai mit einer “Umbuchung” von zwei Positionen: Ich habe meine Aktien von Atlantia aus dem Depot der DKB verkauft und dafür zeitgleich eine Put-Option im Optionsdepot verkauft. So wurden mir die 500 Aktien zum Kurs von 15,75 € eingebucht (0,211 € Optionsprämie je Aktie erhielt ich noch) und 15,685 € erhielt ich als Verkaufserlös bei der DKB. Nun kann ich Calls auf die Aktien verkaufen. Für den ersten Call habe ich schon 0,216 € Optionsprämie je Aktie erhalten.

Bei Siemens Energy verkaufte ich meine 60 Aktien im Depot des S-Brokers und erhielt 100 Aktien im Optionsdepot eingebucht. Hier kann ich nun ebenfalls Calls verkaufen. Durch die höhere Aktienzahl war es unterm Strich aber ein zusätzliches Investment über 1.080 € (Kaufkurs 27 € je Aktie).

Der Plan

Ich habe mir eine Liste von Aktien erstellt, die ich sukzessive in das Optionsdepot überführen möchte. Dabei werde ich jeweils die krummen Stückzahlen aus dem Dividendendepot bereinigen und so Barmittel zur Optionsunterlegung freisetzen.

Beispiel: Von meinen derzeit 130 Coca-Cola Aktien im Dividendendepot werde ich 30 Stück verkaufen und im Optionsdepot 100 Aktien einbuchen lassen.

Bei anderen Titeln, bei denen ich schon gerade Stückzahlen im Dividendendepot habe, werde ich 100 Stück verkaufen und die gleiche Stückzahl im Optionsdepot einbuchen. So werde ich z.B. Verizon in Zukunft nicht mehr mit 200 Stück im Dividendendepot, sondern mit jeweils 100 Stück im Dividenden- und im Optionsdepot halten.

Die geplanten konkreten Veränderungen

Dividendendepot bisherVeränderungOptionsdepot zukünftiggesamt zukünftigVeränderung gesamt
Unilever1000100200100
BayWa1000100200100
Vantage Towers200-1001002000
Coca-Cola130-3010020070
Siemens Healthineers150-5010020050
AT&T300-1001003000
General Mills150-5010020050
Verizon200-1001002000
Red Eléctrica600-1001006000
Talanx520-2010060080
Siemens Energy60-6010010040
Atlantia500-5005005000

Wie Du siehst, will ich unterm Strich sogar mehr Aktien im Bestand haben als vor der Umstellung. Nur eben unter Einbezug des Optionsdepots.

Um das Dividendenziel im Dividendendepot halten zu können, muss ich trotzdem noch etwas mehr machen. Mit den “Umbuchungen” verliere ich ungefähr 500 € netto Dividendenerträge jährlich. Einfach deshalb, weil es im Optionsdepot passieren kann, dass ich die Aktien über den Dividendentermin nicht im Bestand habe.

Um das wieder aufzuholen, werde ich etwa 16.000 € der Verkaufserlöse in Dividendentitel investieren, die eine vergleichsweise hohe Dividendenrendite aufweisen. Konkret werde ich Spark Infrastructure, BCE Inc. und Greencoat UK Wind aufstocken. Und – soviel sei an dieser Stelle schon verraten – auch in BB Biotech investieren.

Der andere Teil der Verkaufserlöse fließt ins Optionsdepot, denn schließlich müssen die zusätzlichen Aktien ja auch bezahlt werden.

Umsetzungstermin

Mit den gewählten Titeln habe ich eine kritische Masse, um kontinuierlich Call-Optionen verkaufen zu können. Um keine Verluste zu riskieren, werde ich aber nicht bei allen Aktien jeden Monat eine neue Option verkaufen können. Und manche Optionen werden dann auch ausgeübt.

Und das ist auch der Hauptgrund, warum ich zweigleisig fahre und bei den Dividendentiteln auch weiterhin im Dividendendepot engagiert bleibe. Um an langfristigen Kurssteigerungen auch in jedem Fall zu partizipieren.

Die Umstellung werde ich sukzessive vornehmen, um auf Dividendentermine bei den Quartalszahlern Rücksicht zu nehmen und auf Quartalsergebnisse reagieren zu können. Teilweise habe ich schon damit begonnen, auch die Investments in Unilever und Talanx im Optionsdepot zähle ich dazu.

Bis zum Jahresende soll alles umgestellt sein.

Für die Verkäufe aus dem Dividendendepot werden in einigen Fällen Gebühren anfallen. Mein Jahresziel, insgesamt nicht mehr als 100 € Gebühren zu zahlen, werde ich deshalb verpassen. Die gesamte Umstellung sollte einigermaßen steuerneutral sein, da ich bei Atlantia und Siemens Energy größere Verlustausweise erhalten habe.

Welchen zusätzlichen Cash-Flow verspreche ich mir daraus

Mit der Strategie werde ich dann, wenn die verkauften Calls ins Geld laufen, auch konkret von Kurssteigerungen profitieren. Ich plane deshalb, einen monatlichen Cash-Flow von durchschnittlich 500 € brutto im Optionsdepot zu erzielen. Bei einer Investition von 50.000 € entspricht das einer Rendite von 1% pro Monat.

Wenn das alles gut funktioniert hat und die Märkte weiter steigen, dann würde ich im nächsten Jahr zum gleichen Zeitpunkt erneut eine Bestandsaufnahme vornehmen. Und dann weitere Aktien “umbuchen”. Aber es sollte wieder so sein, dass die Dividendensumme im Dividendendepot nicht sinkt und der Depotwert weiter über 400.000 € bleibt.

Perspektivisch möchte ich gerne auf einen monatlichen Cash-Flow von 1.000 € im Optionsdepot kommen. Dafür lasse ich mir aber noch etwas Zeit. Ich will nicht auf Teufel komm raus alles “rausquetschen”.

Und ganz weit in der Zukunft (also eher was in 6-7 Jahren) wünsche ich mir jeweils 1.000 € netto im Monat aus dem Dividendendepot und aus dem Optionsdepot.

Ändert sich etwas am Divantis-Blog?

Da ich ja weiterhin alle Dividendentitel auch im Dividendendepot halte, werde ich weiterhin über Ausschüttungen in meinen deutschen Depots berichten können. Es wird sich also nichts an den bekannten Beiträgen auf dem Divantis-Blog ändern. Wo es sich ergibt, werde ich dann am Rande auch über die zusätzlichen Dividendenzahlungen im Optionsdepot schreiben. Ansonsten werde ich den Cash-Flow in meinen Monatszusammenfassungen berichten. Und alle Transaktionen findest Du zeitnah im Optionsdepot.

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17 Gedanken zu „Mit einer Depotumstellung steigere ich meinen Cash-Flow“

  1. Hallo Ben,

    warum sollte der Depotübertrag zu BANX nicht möglich sein?

    Zumindest umgekehrt von BANX zum Smartbroker haben wir das gerade mit Ares Capital erfolgreich praktiziert.
    Das ging bei noch keinem anderen Übertrag so schnell und unkompliziert. Das Ganze hat gerade mal etwa eine Woche gedauert.

    Und warum willst Du Aktien verkaufen und neu einbuchen lassen? Dafür dürften ja auch Steuern für evtl. Kursgewinne fällig werden. Natürlich kommst Du so schneller zu Deinem gewünschten Ergebnis, hört sich aber vergleichsweise teuer an.
    Ich nehme aber einfach einmal an, dass Du über ausreichend Cash verfügst, um das Optionsdepot zu kapitalisieren.
    Durch den Verkauf von Put-Optionen nah am Geld oder im Geld kannst Du Dich bewusst ausüben lassen und so zusätzliche Bestände aufbauen auf die Du dann die Calls verkaufen kannst.

    Wir praktizieren genau diesen Weg. Als Langfristinvestoren wollen wir uns ja am liebsten gar nicht von Unternehmen trennen und nutzen die Put-Optionen eher als bezahlte Limit-Orders, um zusätzliche Bestände aufzubauen.

    Wir haben so mit geringem Anfangskapital (etwa 7K?) bislang rund 2.500 seit Anfang des Jahres erwirtschaften können.
    Mit entsprechend mehr Kapitalisierung solltest Du recht einfach auf Deinen gewünschten Cash-Flow kommen, ohne Dich dafür von Aktien trennen, auf Dividenden verzichten und Steuern zahlen zu müssen.

    Unser Ziel ist das Optionsdepot aus sich selbst wachsen zu lassen und dann mit Erreichen eines gewissen Cashflows in eine Entnahme-/Abschöpfungsstrategie (Aktien aus Einbuchungen oder Cash) zu wechseln.

    Viele Grüße
    der Kassenwart

  2. Hallo Ben,

    Ich würde mir gut überlegen, ob ich die gewählte Strategie nicht lieber in einem Depot direkt bei Interactive Brokers durchführen würde. Bei Gebühren von ~3$ pro Option (verglichen mit 0,2 Cent bis 1$ bei IB) kommt da schon eine ganze Menge an Gebühren zusammen bei Banx. Wenn du eine Option auf Coca-Cola verkaufst und 50$ einnimmst (Beispiel), aber gleich einmal 3$ Gebühr bezahlst (7%!!) macht das ganze ab einem gewissen Depotvolumen keinen Spass mehr. Dann rechnet man sich aus: “Ich hätte in diesem Monat xxx$ mehr Einnahmen gehabt, einfach wenn ich einen anderen Broker hätte…” Wenn du pro Monat grob 10 Optionen verkaufst ist IB die bessere Wahl, und bei einem 50.000€ Konto sollte das hinkommen (Mein Optionsdepot umfasst ~50.000€).

    Depotüberträge von Banx/IB zu deutschen Brokern und in die andere Richtung sind zwar möglich, aber nicht wirklich empfehlenswert. Beim Übertrag von IB zu deutschen Broker kommen keine Einstandskurse mit, du musst sie also später selbst über die Steuererklärung eintragen lassen. Die Consorsbank verlangte für den Übertrag außderdem noch Gebühr wegen Lagerstellenwechsel. Bei der anderen Richtung kommen die EInstandskurse auch nicht mit, du kannst sie aber selbst im System eintragen. (Ich habe beide Richtungen schon ausprobiert und kann aus eigener Erfahrung sagen: nicht empfehlenswert, auf meinem Blog habe ich dazu mal zwei Beiträge geschrieben)

    Problem sollte bei den Aktienüberträgen zu IB/Banx in deinem Fall auch eher die Lagerstelle sein, z.B. werden die US-Aktien aus deutschen Depots nicht veroptionierbar sein.

    Viele Grüße
    Dominik

  3. Hi Ben,

    ich muss einmalm den Ahnungslosen raushängen lassen. :-( Du schreibst: “Mit der Strategie werde ich dann, wenn die verkauften Calls ins Geld laufen, auch konkret von Kurssteigerungen profitieren.”.
    Ich habe versucht diesen Satz zu verstehen. Du verkaufst mit deinem Call die Pflicht, das du einem anderen eine Aktie zum Stichtag zum Preis x verkaufst. Wenn diese Aktie bis zum Stichtag über den Preis X gestiegen ist, ist das doch für dich schlecht oder stehe ich auf dem Schlauch?

    Viele Grüße
    Fabian

    PS: Optionen waren in der Uni schon immer so…ah ich habe es verstanden…oh doch nicht :)

    1. Hallo Fabian,

      mein Satz ist wirklich etwas kompliziert geschrieben. ;) Was ich meine ist Folgendes: Da ich im Dividendendepot im Normalfall keine Aktien verkaufe, habe ich von Kurssteigerungen erst mal nichts. Mein Depotwert wächst zwar, auf dem Konto kommt davon aber nichts an.
      Wenn ich nun im Optionsdepot einen Call auf eine Aktie verkaufe und der liegt z.B. 2 € über dem aktuellen Kurs. Und der Kurs steigt dann um 3 €. Dann wird mir die Aktie bei Optionsfälligkeit ausgebucht und ich habe von der 2 €-Kurssteigerung (ich war durch den Call ja begrenzt) profitiert. Weil ich den Gewinn realisiert habe. “Profitiert” im Sinne von “Geld aufs Konto bekommen”.

      Viele Grüße Ben

      1. Ja aber die Aktie ist ja dann weg und wenn man Pech hat läuft sie weiter davon und man bekommt sie nie wieder zu seinen alten Werten ins Depot. Denke das meinte er hauptsächlich und wär auch immer meine “Angst”

  4. Hallo Ben,

    werde Deinen Blog weiterhin treu lesen. Auch wenn ich finde, dass das was du jetzt planst und das ganze sonstige mit Crowd, P2P etc. Meiner Meinung nach nur Gedöns ist und man jetzt ein bisschen selektiver lesen muss.

    Aber ansonsten sind deine Berichte einwandfrei, wird wohl ein neuer Zeitgeist an der Börse sein weshalb solche Themen wieder in Mode kommen.

    1. Hallo Fred,

      keine Sorge, der Blog bleibt ja inhaltlich unverändert. Und zu den Optionen gibt es eine Extra-Seite, die Interessierte direkt aufrufen können. Ich will einfach weiterhin transparent darüber berichten, was ich mit meinem Geld mache. Und für den ein oder anderen ist es womöglich eine Inspiration. Eine Empfehlung ist es nicht, da jeder die für sich passende Strategie finden muss.
      Mein Hauptfokus bleibt definitiv das Dividendendepot, ich habe versucht, dass im Beitrag deutlich zu machen.

      Freue mich auf Deine weitere Treue und gerne auch Kritik, wenn ich abdriften sollte. ;)

      Viele Grüße Ben

      1. Danke, Ben.
        Ich finde es super dass du das machst denn für mich ist das Thema “Optionen” (und dass das etwas anderes ist als “Optionsscheine” habe ich erst jetzt gelernt) eine neue Welt. Klingt auch sehr spannend auch wenn ich für mich nicht abschätzen kann, welche Risiken / Gefahren lauern (gerade dann, wenn die Börse weiter steigen sollte und verkaufte “Call-Optionen) [´Short-Call´, richtig?] dazu führen, dass mir meine Aktien ausgebucht werden und ich, sollte die Börse nicht sinken um diese wieder per verkaufter Put-Option [´Short-Put´, richtig?] wieder eingekauft zu haben, ohne Aktien und nur mit Cash dastehe.
        Das Risiko, dass ich über verkaufte Put-Optionen dann die Aktien eingebucht bekomme und die Börsen sinken könnte man ja ggf. aussitzen.

        Ich hoffe immer, dass du so schreibst, dass ein interessierter Laie mitkommt.

    2. Hi Fred,
      mir geht’s genau so wie dir. Ich bin durch das Dividenden Depot auf die Seite aufmerksam geworden und habe das Gefühl, dass Ben immer mehr seine Original Strategie nicht mehr verfolgt…..

      Was der vergangrnheits Ben zu der jetzigen Strategie wohl sagen würde.

      Grüße
      Alex

      1. Hallo Alexander,

        ein interessanter Aspekt. Vielen Dank für Deinen Kommentar, über den ich etwas nachgedacht habe. Und inzwischen konnte ich den Vergangenheits-Ben befragen. ;)

        Er empfindet die Strategie als konsequente Fortentwicklung des Ansatzes, mit Dividendenerträgen nachhaltig sorgenfrei zu leben. Er sieht das als gelungenen Kompromiss, das Dividendendepot und die Dividendenerträge in der bisherigen Höhe zu halten und trotzdem den Cash-Flow zu erhöhen. Und das Ganze mit kalkulierbarem Risiko.

        Viele Grüße Ben

  5. Hallo Ben,

    ich habe etwas ähnliches durchgeführt, interessant wird es allerdings wenn deine Call Optionen ausgeübt werden oder ausgeübt werden könnten. Da habe ich mich etwas schwer mit getan die günstig gekauften Stücke theoretisch hergeben zu “müssen” wenn der Basiswert davon zieht.

    Vorteil ist

    Gruß,

  6. Hallo Ben,
    darf ich fragen, welche Marktdatenabos Du für US und deutsche/EU-Aktien in Banx/IB abonniert hast? Ich bin auch am überlegen ein Teil meines Depots zu übertragen ähnlich zu übertragen, möchte aber erst mal in “trockenen Tüchern” üben, um rauszufinden, wieviel Aufmerksamkeit so eine Strategie benötigt.
    Gruss

  7. Hallo, ich bin vorerst so verfahren: meine Bestände die zu BANX/IB wechseln sollen, liegen vorerst noch in den deutschen Depots. Auf diese Bestände schreibe ich meine Calls und nütze die Margin. Sollte ein Call ausgeübt werden zahle ich halt aus der Cash-Reserve und verkaufe sofort den betreffenden Bestand. Dann wird der erzielte Verkaufsbetrag zu BANX/IB transferiert und ich kann meinen PUT schreiben. Klar man braucht dafür genug Cash-Reserven zur Deckung, aber bei den derzeitigen all time highs und der bevorstehenden Sommersaison denke ich bekommt man einiges wieder billiger.
    Viele Grüße Thomas

  8. Hallo Ben,

    Stillstand ist Rückschritt, insofern finde ich deine Weiterentwicklung grundsätzlich positiv. Als Income Investor ist der (sichere) Cashflow für mich ein wesentlicher Faktor bei der Zusammenstellung des Depots. Meiner Meinung nach ist Diversifikation einer der Schlüssel ! – Und zwar nicht nur über Branchen und Währungen, sondern auch zwischen

    1) Aktien mit hoher Dividendenwachstumsrate (bspw. TXN)
    2) Typischen Blue chip Dividenden Garanten wie bspw. JNJ, PEP (meist Div Rendite um die 3%)
    3) Blue chips mit Dividendenrendite zwischen 4-5% (AbbVie, Allianz etc.)
    4) High Yield Werten mit Fokus auf Sicherheit der Dividende (beispielsweise BDCs, REITs, CEFs).

    Mit welcher Gewichtung man sein Income Portfolio ausbalanciert, hängt sicher auch von der persönlichen Risikotoleranz ab und HighYield Werte sind ja nicht “Jedermanns-Sache”. Aber insgesamt glaube ich, dass ein Portfolio, welches auf Cashflow ausgerichtet ist, nicht sinnvoll nur 2-3%er enthalten sollte.
    Ich versuche aktuell auch, den Cashflow, bzw. meine Gesamt-Dividendenrendite (derzeit bei ca. 5,8% brutto) noch etwas zu steigern. Optionen gehörten bislang noch nicht dazu, muss mich dazu erst noch einlesen, ob das für mich in Frage kommt. TX für deine Anregung…

    Viele Grüße,
    Susanne

  9. Hallo Ben,
    ein herzliches Dankeschön für diesen bereits erwarteten Artikel. Ich sehe deine Änderung nicht als Strategieschwenk sondern eher als Taktikänderung: Du sammelst Aktien, die du eh kaufen möchtest via Short Put ein und veroptionierst diese fakultativ via Short Call, wobei dir daran gelegen sein dürfte, die Dividenden trotzdem einzusammeln.

    Zum Risiko: Wenn dir die Aktien aufgrund hoher Kursverluste des Basiswerts eingebucht werden, hast du im Depot ggf. ein dickes Minus. Aber das wäre beim Direktinvestment genauso der Fall gewesen.
    Beim Short Call Szenario handelt es sich eben um teilweise entgangene Gewinne bei hohen Kurssteigerungen des Basiswerts.

    Ich bin sehr gespannt, wie sich das Optionsdepot schlagen wird, insbesondere in Marktphasen mit sehr hohen Ausschlägen.

    Viele Grüße

  10. Hallo Ben,

    ich halte es für eine sinnvolle Erweiterung insbesondere bei konservationen Dividendenwerten wie JNJ, PEP. Bei Dividendenwachstumswerten kann man die Aktien schnell mal “verlieren”.
    Interessant für mich wird sein zu sehen, wie Du die Strategie wählst. Welchen Abstand des Strikes, welche Laufzeiten.
    Ich lasse Calls ungern über den Extag laufen. Da kann man auch bei längerer Restlaufzeit, kurz vorher ausgeübt werden, ohne das man reagieren kann. Man ist halt Stillhalter :-))-

    VG,
    Torsten

  11. Noch ein Nachtrag meinerseits zu der Alter-Ben-Neuer-Ben-Diskussion:
    Ich muss nicht jede Entscheidung von Ben mittragen oder gar gut heissen. Der Blog ist ja keine Nachbauanleitung sondern lediglich eine transparente Darstellung. Meine Wenigkeit würde bspw., im Vergleich zu Bens Depot, niemals in Kryptowährungen investieren. Falls das Ganze gut geht, gönne ich jedoch gerne den Gewinn, aber mir für meinen Teil, ist das zu heiß.

    Beste Grüße,

    Stefan

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