Divantis Header Logo und Untertitel

Mein persönlicher Rückblick auf das Jahr 2025

3D-Grafik mit aufsteigendem orangefarbenem Pfeil und Balkendiagramm vor dunkelblauem Rasterhintergrund. Im Vordergrund steht die Jahreszahl ‚2025‘ in großen, orangefarbenen Ziffern. Darunter befindet sich das weiße Wort ‚Rückblick‘ in moderner, fetter Schrift.
4.8
(84)

Das dritte positive Jahr an den Börsen in Folge ist Geschichte. Am Ende steht schon ein schönes Plus, aber zwischendurch wurden wir auch ganz hart durchgeschüttelt.

Wer durchgehalten hat, wurde belohnt. Wer an den schwachen Tagen, an denen alles grau wirkte, zugegriffen hat, kann sich nun noch mehr freuen.

Traditionell bietet der Jahreswechsel die Gelegenheit, noch einmal zurückzuschauen und die eigene Performance zu messen. Wie hat sich mein Depot gegenüber den Indizes entwickelt? Und wo habe ich außerhalb der Börse Erfolge erzielt?

Ich blicke aber nicht nur zurück, sondern gebe auch einen kleinen Ausblick, was ich für den Divantis-Blog im Jahr 2026 plane. Denn eins ist klar: 2027 feiert Divantis sein 10-jähriges Bestehen und bis dahin soll noch einiges passieren.

Zunächst aber erstmal zum Finanziellen, denn da gibt es auch viel zu berichten.

Man mag es kaum glauben, aber Donald Trump ist noch nicht einmal ein Jahr in seiner 2. Amtszeit als US-Präsident. Gefühlt kommt es zumindest mir deutlich länger vor. So viel ist passiert und die Zoll-Schockwellen liegen schon eine halbe Ewigkeit zurück.

Aber sie fanden tatsächlich 2025 statt und eins hat Donald Trump in jedem Fall geschafft: der US-Dollar wurde im Jahresverlauf deutlich schwächer. Mit entsprechenden Auswirkungen für die in Euro gemessene Performance von S&P 500 und Nasdaq. Sie lagen in 2025 hinter den Euro-Indizes zurück!

Der DAX schaffte +23,0%, der österreichische ATX sogar fulminante +52,2%. Der CAC 40 (Frankreich) erreichte +14,3% und Italien (FTSE MIB) +38,2%.

In Euro gerechnet war die Performance des S&P 500 mit +4,1% und des Nasdaq 100 mit +6,8% hingegen enttäuschend. Selbst der Nikkei 225 schaffte – trotz des schwachen Yen – +13,8%. Und der MSCI Emerging Markets hängte mit 18,5% den MSCI All Country World mit +8,1% ab.

Mit meiner eigenen Strategie, die weiterhin auf Einzelwerte ausgerichtet ist und einen Länder-Mix enthält, ordne mich irgendwo zwischen diesen Indizes ein. Besser als die schwächsten, deutlich unterhalb der stärksten.

Damit bin ich erneut zufrieden. Genauso wie es bei Einzelaktien nicht gelingen wird, immer nur auf die Sieger zu setzen, ist es auch bei den Indizes. In einem Jahr liegt der S&P 500 vorn, in einem anderen Jahr ein MSCI World und dann mal Brasilien oder auch Japan.

Wichtig ist es weiterhin, für sich als Anleger den passenden Anlagestil zu entwickeln und sich damit wohl zu fühlen. Für mich sind die Indizes und deren Performance deshalb jedes Jahr nur Gradmesser, um mich selbst zu erden und meine Depotentwicklung einzuordnen. Es wird mir niemals gelingen, alle Indizes zu schlagen. Aber es sollte trotzdem so sein, dass ich auch nicht die schlechteste Performance habe. Denn dann hätte ich wirklich etwas verkehrt gemacht.

Erneut ein finanziell erfolgreiches Jahr für mich

Mein langfristiges Ziel für meine Investments halte ich mir immer wieder vor Augen: 8,5% will ich durchschnittlich im Jahr zulegen.

Und ich befinde mich seit dem Start des Divantis-Blogs auf einem sehr guten Weg. Mein Dividendendepot konnte 2025 erneut zweistellig zulegen. Es ist das dritte positive Jahr in Folge!

10,27% in 2025 stellen mich – bezogen auf mein Renditeziel – sehr zufrieden.

Was für mich unterm Strich zählt, ist aber, dass ich langfristig eine ansprechende Performance erziele. Und mit einem internen Zinsfuß von 9,40% p.a. seit 2017 habe ich auch einen gewissen Puffer für kommende schwächere Jahre aufgebaut. Ende 2024 lag der interne Zinsfuß noch bei 9,29% p.a. und konnte somit leicht gesteigert werden.

JahrPerformance (True Time-Weighted Rate of Return)
2025+10,27%
2024+13,23%
2023+16,76%
2022-6,97%
2021+22,82%
2020-1,36%
2019+29,34%
2018-3,72%
2017+9,77%
2017-2025+124,60%
interner Zinsfuß9,40% p.a.
Historie meines Dividendendepots seit 2017
Dividendendepot Heatmap Jahre 2017-2025
Heatmap der Jahresrenditen des Dividendendepots

Meine Dividendenerträge im Jahr 2025

Das Dividendenziel von 12.000 € netto habe ich mit 12.642,57 € netto deutlich übertroffen. Und tatsächlich habe ich sogar noch 18.981,70 € mehr Nettodividende erhalten und damit insgesamt 31.624,27 € erhalten. Da dieser Zusatzbetrag aber eher einer Teilliquidation der USU Software AG entsprach und zu einem bisher nicht kompensierten Kursabschlag führte, habe ich als einmaliges Sonderereignis herausgerechnet.

In diesem separaten Beitrag habe ich meine Dividendenerträge 2025 ausführlich analysiert und das auch noch mal näher erläuert. Und dort findest Du auch zu jedem Dividendenzahler meine persönliche Yield on Cost für das Jahr 2025.

Die höchsten absoluten Dividenden erhielt ich von Munich Re (2.500 € brutto) und Allianz (1.925 € brutto). Die höchsten Rendite auf meinen Einstand hatte ich mit 14,2% beim Effekten-Spiegel und 13,8% bei McDonald’s.

Meine Aktienkäufe im Jahr 2025

Im Rückblick sieht es doch nach vielen Transaktionen aus, die ich im Dividendendepot getätigt habe. Der Schwerpunkt lag aber in der Aufstockung schon bestehender Depotpositionen. Teilweise war es nur eine kleinere Stückzahl, teilweise aber auch eine massive Investition. Zu den größeren Aufstockungen zählten die Käufe von USU Software vor der Einberufung der Hauptversammlung. Aber auch Novo Nordisk kaufte ich dreimal nach und erhöhte meine Position um ein Drittel. Zu den größeren Zukäufe zählten auch General Mills, Protector Forsikring, die HolidayCheck Group und Kenvue. Erhöht habe ich auch die Positionen des noch jungen Rückversicherungsunternehmens Conduit Holdings und am japanischen Versicherer Sompo Holdings.

Kleinere Nachkäufe tätigte ich bei der Defama, bei Badger Meter, L’Oréal, Siemens und Realty Income. Schließlich reinvestierte ich die Dividende mittels Sparplänen bei McDonald’s und Coca-Cola.

Komplett neu ins Depot kam die DFV Deutsche Familienversicherung in mehreren Tranchen, dazu gesellten sich Käufe von Oxford Lane Capital und der Deutsche Börse AG. Ebenfalls neu aufgenommen habe ich Oracle und die japanischen Werte JFE Systems und Unicharm.

Meine Aktienverkäufe im Jahr 2025

Da ich dem Dividendendepot keine frischen Mittel zuführen konnte, habe ich die Käufe nur durch Verkäufe finanzieren können. Teilweise suchte ich deshalb nach Verkaufskandidaten, teilweise drängten sie sich aber auch selbst auf.

Mein Depot verließen in 2025:

Besonders enttäuscht war ich von der Dividendenkürzung bei BCE, die zwar inhaltlich nachvollziehbar war, aber zuvor vom Management für 2025 ausgeschlossen worden war. Den Vertrauensverlust quittierte ich mit dem Verkauf. Kenvue hatte ich erst noch aufgestockt, dann wurde eine Fusion mit Kimberly-Clark verkündet. Die Aussichten überzeugen mich nicht, so dass ich mich von dem Unternehmen verabschiedete.

Bei Lam Research nahm ich zudem einen Teilverkauf vor: die Aktie war und ist mir zu hoch bewertet und ich realisierte einen Teilgewinn, der meinen ursprünglichen Kapitaleinsatz komplett abdeckt. So ist Lam Research nun trotzdem noch meine 8.-größte Depotposition, aber ich habe mein Risiko deutlich reduziert.

Das Divantis-Depot

Das Divantis-Depot (mein klassisches Dividendendepot) hatte zu Jahresbeginn 2025 einen Wert von 504.583,50 €. Zum Ende des Jahres 2025 beträgt der Depotwert 560.452,43 €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ich 4.422,81 € zusätzlich eingelegt habe. Das tatsächliche Depotplus beträgt deshalb 51.446,12 € (2024: +60.221,30 €; 2023: +65.997,90 €).

Die zeitgewichtete Depotperformance des Jahres beträgt +10,27%

Die Volatilität des Depots lag im gesamten Jahr bei 11,1%. 2024 lag sie noch bei 8,8% (2023: 9,3%; 2022: 14,7%).

Top-Performer im Divantis-Depot im Jahr 2025 war Lam Research mit einem Plus von 108,6%. Platz 2 ging an den Vorjahressieger Protector Forsikring mit einem Plus von 89,8% (2024: +59,5%!). Auf Platz 3 landete Marubeni mit +65,9%.

Schwächste Titel waren Calida (-49,7%), Novo Nordisk (-45,0%) und Unicharm (-36,9%).

Heatmap Dividendendepot Monatsrenditen seit 2017
Monatsrenditen meines Dividendendepots seit 2017

Das Anti-Depot

Zum Beginn des Jahres 2021 neu aufgesetzt hatte ich das Anti-Depot. Meine Motivation damit habe ich hier ausführlich beschrieben. Es erreichte im Startjahr eine Performance von 40,8%.

2022 drehte sich die Performance allerdings komplett und mit -58,8% waren alle Gewinne des Vorjahres wieder weg. 2024 hatte ich dann weitere Umschichtungen vorgenommen und vor allem 100-jährige Anleihen hinzugefügt. Damit setzte ich auf die absehbare Zinswende und konnte zunächst zweistellige Kursgewinne bei diesen Anleihen erzielen. Das Aussetzen der Schuldenbremse sorgte dann in 2025 für steigende Zinsen in den langen Laufzeiten und entsprechenden Kursverlusten der Anleihen. Um dem gegenzusteuern, trennte ich mich 2025 von allen Anleihen im Anti-Depot. Die Jahresperformance litt trotzdem noch unter den Kursrückgängen, so dass das Jahresergebnis eher unterdurchschnittlich ausfiel.

Das Anti-Depot erzielte in 2025 eine Jahresperformance von +5,2%. 4 von 5 Jahren sind damit positiv gewesen und ich bin zuversichtlich, dass das Anti-Depot kein Jahr wie 2022 mehr erleben wird. Der interne Zinsfuß, der zu Jahresbeginn 2025 noch +3,7% p.a. betrug, liegt zum Jahresende 2025 nun bei +4,2%. Immer noch nicht befriedigend, aber die Richtung stimmt.

Heatmap für das Anti-Depot seit 2021
Heatmap für das Anti-Depot seit 2021

Das Optionsdepot

Ebenfalls neu in 2021 aufgesetzt hatte ich das Optionsdepot. Dort verfolgte ich im Wesentlichen eine Stillhalterstrategie und verkaufe Optionen. Nach einer positiven Performance von 9,2% im Startjahr erlebte ich in 2022 ein Desaster und beendete es mit -36,6%. 2023 war dann mit -9,9% ebenfalls eine Enttäuschung. 2024 war der Optionshandel positiv, aber die Performance wurde durch die einzige Position im Depot (B2Gold) und deren schwacher Entwicklung getrübt.

2025 hat das Optionsdepot nun mit +26,5% sein auf dem Papier stärkstes Jahr hingelegt. Und trotzdem habe ich mich entschieden, das Optionsdepot aufzugeben. Denn die positive Performance ist nun wieder wesentlich durch B2Gold beeinflusst gewesen – allerdings nun in positiver Richtung.

Zugleich habe ich festgestellt, dass mich der Optionshandel zeitlich mehr fordert als ich mir das lange Zeit eingestehen wollte. Um die Risiken im Griff zu haben, ist eine kontinuierliche Beobachtung der Wertentwicklung erforderlich. Mit größeren Tickets mag das auch Sinn machen, für meine „kleinen“ Verhältnisse stehen Aufwand und Ertrag aber in keinem angemessenen Verhältnis.

Damit ziehe ich nun einen Schlussstrich unter das separate Optionsdepot und verabschiede es mit seinem Rekordergebnis in den Ruhestand.

Vereinzelt werde ich sicherlich noch hin und wieder die ein oder andere Option verkaufen. Vor allem Covered Calls auf Depotwerte können als Absicherung auch Sinn machen. Ich werde aber nicht mehr versuchen, kontinuierlich Erträge mit den Optionen zu generieren.

Heatmap des Optionsdepots seit 2021
Heatmap des Optionsdepots seit 2021

Das Zitronen-Depot

In 2022 neu aufgesetzt habe ich das Zitronen-Depot, mit dem ich an Squeeze-Outs teilnehme und dadurch ein Portfolio von Nachbesserungsrechten aufbaue. Der Plan ist, dadurch zunächst (vertretbare) Kosten zu produzieren und dann in einigen Jahren verzinste Nachzahlungen auf die Abfindungsbeträge zu erhalten. Im Durchschnitt erwarte ich mir dadurch eine positive Rendite bei kalkulierbaren Risiken.

In der Aufbauphase des Zitronen-Depots war mein Hauptziel bisher, das Volumen der Nachbesserungsrechte zu steigern. Das habe ich in 2025 ein wenig angepasst und nun auch die Kosten stärker in den Blick genommen. So ist mein Nachbesserungsvolumen aus Abfindungen unterm Strich nur von 222.373,92 € auf 230.807,09 € gestiegen. Dafür konnte ich die saldierten Kosten von 6.115,29 € auf 3.804,03 € senken. Meine Kostenquote sank entsprechend von 2,75% auf 1,65%. Gelungen ist mir das durch Verkäufe von Depotpositionen zu Kursen oberhalb der folgenden Abfindung.

Das Zitronen-Depot erzielte dadurch in 2025 eine zeitgewichtete Performance von +21,1%. Ich habe für 2026 nicht das Ziel, diesen Wert erneut zu erreichen. Denn ich rechne noch nicht mit Nachbesserungen. Und Kursgewinne lassen sich nicht kalkulieren.

Klar ist aber, dass das Nachbesserungsvolumen Ende 2026 höher als Ende 2025 sein soll. Und die Kostenquote sollte sich weiter unter der 2%-Marke bewegen.

Heatmap des Zitronen-Depots seit 2022
Heatmap des Zitronen-Depots seit 2022

Gesamtperformance aller Depots

Mit meinen vier Depots habe ich das Jahr durchweg positiv abgeschlossen. Und daraus ergibt sich das folgende Gesamtbild für 2025:

Depot1.1.25Einlagen31.12.25Netto-Veränderung
Dividendendepot504.5834.422560.442+10,3%
Anti-Depot31.790-15.24417.772+5,2%
Optionsdepot7.899-10.0500+26,5%
Zitronen-Depot22.759-8.82416.794+21,1%
Summe567.031-29.696595.008+57.673 (+10,2%)
alle Angaben in Euro

Welche große Beträge schon kleinere Schwankungen auslösen, daran muss man sich gewöhnen. Und darf sich auch nichts darauf einbilden. 2021 war mein Wertpapiervermögen noch um fast 100.000 € angewachsen, 2022 ging es dann um knapp 60.000 € zurück und seit 2023 wieder kontinuierlich aufwärts: erst 62.000 €, dann 60.000 € und nun knapp 58.000 €.

Immobilie

Den Kauf einer Wohnung in Leipzig begleite ich auf dem Blog. Seit der Fertigstellung (hier das Update dazu) ist sie komplett ohne Mietausfall vermietet. Nach 2023 und 2024 war auch 2025 ein komplett ruhiges Jahr ohne Mieterwechsel oder andere Aufwendungen. Der Überschuss erhöhte sich gegenüber 2023 (4.452,77 €) und 2024 (4.450,57 €) auf 5.108,88 € – vor allem aufgrund einer Nebenkostenerstattung. Der Cash-Flow in 2025 bleibt allerdings negativ, da ich insgesamt 11.786,59 € des Kredites getilgt habe.

Aufgrund der absehbar höheren Finanzierungszinsen nach Ablauf der Festzinsphase ab Oktober 2028 baue ich durch einen Sparplan in ein iBonds-Produkt einen gewissen Puffer auf. Im Jahr 2025 zahlte ich dort weiterhin monatlich 100 € ein, so dass zum Jahresende 2025 dort jetzt 2.700 € investiert sind (Kurswert: 2.814,46 €). Meine Motive und Vorgehensweise dazu habe ich hier veröffentlicht.

Balkonkraftwerk

Ende 2022 habe ich ein Balkonkraftwerk bei mir zu Hause aufgestellt. Damit produziere ich eigenen Strom, der in mein Hausnetz eingespeist wird und so meinen Stromverbrauch senkt. Das Balkonkraftwerk produzierte in 2025 219,56 kWh Strom (gegenüber 198,77 kWh in 2023 und 203,45 kWh in 2024). Die Einsparung erhöhte sich damit auf 81,02 € (2024: 75,07 €; 2023: 85,08 € bei höherem Strompreis).

Bezogen auf meine Anschaffungskosten von 1.148 € (inkl. Aufständern, Lieferung, MwSt. und WLAN-Stromzählsteckdose) habe ich damit nun 21,1% meines Investments zurück.

Meine Highlights: Echte Treffen

Natürlich liebe ich das Bloggen. Die Fertigstellung jedes einzelnen Artikels ist mir eine Freude. Und wenn er dann veröffentlicht wird und die ersten Kommentare reinkommen, wird die nächste Freudenstufe gezündet. Und trotzdem ist das alles ja „nur“ online. Auch wenn wir jetzt schon viele Jahre voneinander lesen und uns untereinander in gewisser Weise „gut kennen“, haben physische Treffen immer noch eine andere Qualität. Der persönliche Kontakt ist einfach nicht zu ersetzen.

Und so habe ich in 2025 auch wieder an verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen, auf denen ich immer wieder auf Leser des Blogs oder andere Investoren getroffen bin. Klar denke ich da als Erstes an die Anlegermesse Invest in Stuttgart. Aber auch bei den drei Präsenz-Hauptversammlungen, an denen ich 2025 teilgenommen habe, traf ich auf interessante Persönlichkeiten. Auf diesen Hauptversammlungen habe ich auch einen Redebeitrag gehalten und das war dann der Türöffner, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Außerdem habe ich an der Frühjahrs- und der Herbstkonferenz des Equity Forums und am Deutschen Eigenkapitalforum teilgenommen. Unzählige Unternehmenspräsentationen, aber auch diverse Einzelgespräche mit Unternehmensvertretern erweiterten mein Verständnis für die Geschäftsmodelle.

Meine persönliche Entwicklung

2025 war schon das fünfte Jahr, in dem ich durchgängig ausschließlich selbstständig war. Zeitlich fordert mich das inzwischen immer mehr. Nicht alle Ziele, die ich mir für den Blog und das Jahr 2025 konnten deshalb erfüllt werden.

Aber der Blog ist für mich auch in erster Linie kein Business. Ich verdiene mein Geld nicht mit dem Blog, sondern investiere besser durch den Blog. Und insofern ist er auch gut für mein Vermögen, obwohl er es nicht direkt mehrt.

Die Zahl der Veröffentlichungen war erneut rückläufig und es ist leider ein klarer Abwärtstrend: Von ehemals 183 Beiträgen in einem Jahr (2021) ging es über 161 (2022) und über 146 (2023) auf 121 (2024) zurück. 2025 waren es dann sogar „nur noch“ 93 Beiträge.

Für sich genommen ist das aber immer noch eine Zahl, die mich selbst beeindruckt. Denn dahinter steckt ein entsprechender Zeitaufwand. Und es waren einige Beiträge dabei, die deutlich über das Normalmaß hinausgingen. So recherchierte ich bereits 2024 über Wochen zur USU Software AG und das setzte sich dann 2025 bis zur Hauptversammlung fort. 3 Beiträge in 2024 und 2 Beiträge in 2025 resultierten daraus.

Für 2026 habe ich mir vorgenommen, aus dem Dividendendepot die Unternehmen vorzustellen, bei denen ich das bisher nur angekündigt hatte. Und auch diese Vorstellungen sind aufwendiger als ein „normaler“ Dividendenbeitrag. Ich werde aber versuchen, die Zahl der Veröffentlichungen nun wenigstens konstant zu halten.

Und ich bin auch zuversichtlich, die aufgeschobenen Feinarbeiten am Webdesign nachzuholen und auch den Podcast und den YouTube-Kanal wieder mit Leben zu füllen.

Gegründet habe ich Divantis im Januar 2017. Damit geht der Blog nun in sein 9. Jahr. Und das 10-jährige Jubiläum im nächsten Jahr wird dann auch ein besonderer Moment. Bis dahin will ich noch einiges erreichen. Einiges ist schon in Planung, anderes nur konzipiert. Lass Dich überraschen und bleib dabei – mit Kommentaren und Feedback oder als regelmäßiger Leser.

Auf ein erfolgreiches 2026!

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?

Dann bewerte ihn mit einem Klick!

Durchschnittliche Bewertung: 4.8 / 5. Anzahl der Stimmen: 84

Gib die erste Bewertung für diesen Beitrag ab!

Schade, dass Dir der Beitrag nicht gefallen hat!

Unterstütze die Qualitätsverbesserung!

Möchtest Du mir einen Hinweis geben, was ich besser machen kann?

Fediverse reactions

Kommentare

10 Antworten zu „Mein persönlicher Rückblick auf das Jahr 2025“

  1. Avatar von Tobs
    Tobs

    Hallo Ben,

    bitte um Nachsicht, dass ich an meine ursprüngliche Frage wegen des Zitronen-Depots anschließe, aber ich finde es eben so interessant.

    Wenn Du schreibst, dass Du 2025 eine IRR von 21,1% erzielt hast, worauf bezieht sich dann diese Rendite? Die (und zwar sämtlichen?) investierten Kosten (=was Du nach Bekanntwerden der beabsichtigten Privatisierung als „Premium“ zum Kurs vor Bekanntwerden bezahlst und somit nach direktem Verkauf als Kosten erstmal stehen lassen musst)? Sprich, Du hast die 21,1% auf die 3.804,03 Euro erzielt?

    Haben also bereits die ersten beiden Abgänge (von denen einer ja keinen Gewinn gebracht hat) bezogen auf bislang sämtliche investierten Kosten diese hohe IRR eingefahren?

    Das ist ja eigentlich ein hervorragender Proof of Concept, wenn bereits nach zwei Abgängen, bei dem einer noch nicht mal richtig gezündet hat, eine solche beachtliche Rendite eingefahren kann!

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Tobs,

      die 21,1% beziehen sich nur auf 2025. Das Zitronen-Depot hat ja immer einen gewissen Bestand, da ich nach einer Ausbuchung das frei werdende Kapital wieder in einen anderen Titel investiere, bei dem ein Squeeze-Out ansteht. Die errechnete Performance berücksichtigt die Verkäufe und Ausbuchungen des vergangenen Jahres. Beispiel: Zum Jahresbeginn waren 1.000 Aktien von home24 im Zitronen-Depot. Der Kurs lag bei 7,70 €. Sie wurden am 7. März 25 zu 7,46 € ausgebucht. Der Verlust geht in die Jahresperformance negativ rein. Tatsächlich hatte ich diese 1.000 Aktien aber schon im Oktober/November 2024 zu 7,37 € je Aktie (nach Gebühren) gekauft. Ich habe deshalb mit diesem Beispiel meine Gesamtkosten für das Nachbesserungsvolumen reduzieren können. In 2024 haben diese Aktie positiv zur Jahresperformance beigetragen, in 2025 nicht.

      Und so war das bei all den ausgebuchten Aktien in 2025: teilweise haben sie eine positive Performance erbracht und insgesamt auch meine Kosten für das Nachbesserungsvolumen reduziert.

      Seit Aufsetzen des Zitronen-Depots habe ich nun kumuliert einen Verlust von eben 3.804,03 € realisiert. Im Gegenzug habe ich allerdings Nachbesserungsrechte in Höhe von 230k. Erzielte Nachbesserungen erfasse ich ebenfalls in Portfolio Performance (technisch als Zinsertrag) und sie werden dann in die Jahresperformance mit einfließen.

      Ich hoffe, das ist verständlich. Ansonsten gerne weiter nachfragen und bohren. ;)

      Viele Grüße Ben

    2. Avatar von Tobs
      Tobs

      Danke, Ben! Das war absolut verständlich.

      Und das Verhältnis 230k Nachbesserungsrechte und rd. 3,8k (vorläufig) dagegen stehenden Aufwand würde ich wirklich als sehr stark zu Deinen Gunsten bestehendes asymmetrisches Chancen-Risiko-Profil bezeichnen! Habe mal die KI befragt, was typische Nachbesserungen bei Spruchverfahren sein können. Es gibt keinen (der KI) bekannten statistischen Durchschnitt, aber auf Basis der KI bekannter Einzelfälle hat sie folgende Clusterung in den Raum geworfen:

      Liquide Börsenaktie 0–5 %
      Illiquide Börsenaktie 5–15 %
      Marktfern / Delisting 15–40 %
      Sonderfälle 50 %+ (Ausnahme)

      Man kann das noch weiter aufbohren, in welchen Konstellationen empirisch mehr rauskam usw…

      Viele Grüße, Tobs

  2. Avatar von Jörg
    Jörg

    Hallo Ben,
    vielen Dank für Deine Mühe, die Du dir merklich mit dem Blog machst und alles Gute für das zehnte Jahr des Bestehens!
    Als LVMH-Aktionär, der nach langer Durststrecke gerade wieder seinen Einstand rausholen könnte, interessiert mich der Hinweis auf deinen Verkauf von LVMH.
    Darf ich fragen, was Dein Motiv dabei war und ob es sich um einen Teil- oder Komplettverkauf handelt?

    Vielen Dank im Voraus und viele Grüße,
    Jörg

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Jörg,

      von LVMH hatte ich nur 1 Aktie als Einstiegsposition und wollte ursprünglich das Investment ausbauen. Verkauft habe ich dann am 27.01.2025 zum Kurs von 739,20 €. Da gab es gerade die ersten Zolldrohungen und ich nutzte das Kurshoch zum Ausstieg. Ich hatte mich wegen der Luxuskrise dazu entschieden, das Engagement doch nicht auszubauen und dann machte die Mini-Position auch keinen Sinn mehr im Depot.

      Viele Grüße Ben

  3. Avatar von Friedhelm
    Friedhelm

    Warum wurde die Partnersgroup nach so kurzer Haltedauer wieder verkauft?

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Friedhelm,

      gekauft hatte ich die Partners Group 2020 und 2021. Ob die Haltedauer jetzt „so kurz“ ist, darüber lässt sich bestimmt streiten. ;) Anlass für den Verkauf war, dass ich am gleichen Tag Protector Forsikring nachgekauft habe und dafür Geld brauchte. Und angesichts der inzwischen veränderten Zinssituation und den Schwierigkeiten von Private Equity, Exits zu finden, die kurzfristigen Aussichten der Partners Group als schlechter einschätzte. Bisher ist meine These aufgegangen. Auf lange Sicht kann das natürlich anders aussehen. Aber ich habe auch eine kleinere Depotposition in eine größere getauscht und das ist auch ein willkommener Nebeneffekt gewesen.

      Viele Grüße Ben

  4. Avatar von Enrico
    Enrico

    Moin Ben,
    Vielen Dank für deine Zeit die du in den Blog steckst. Persönlich finde ich die Deutsche Blogger Szene im Finanzbereich zwar umfassend, die Qualität aber weitestgehend sehr arm. Dein Blog bildet hier neben ein paar weiteren (Finanzen-erklärt, Frugalisten, GetMad usw) eine positive Ausnahme.
    Drei Fragen hätte ich. Wenn ich es recht erinnere, dann schreibst du, dass du einen Teil deiner Dividenden abschöpfst. Wofür genau benötigst du diese? Ist dies zur Bestreitung eures Lebensunterhaltes gedacht?
    Du schreibst ihr habt 4 Wohnungen – hier würde mich mal in Summe interessieren, welchen Cashflow Anteil die Mieten versus Dividenden bei dir ausmachen? Die Besteuerung der Miete nach AfA und Zinsen mit dem Einkommensteuersatz lässt für mich hier wenig positives an einer fremd-vermieteten Immobilie. Hier würde ich mich freuen, wenn du hier mal dein Endziel aufschriebst. In deinem Artikel zur Wohnung in Leipzig hattest du die hohen Steuervorteile betont, aber auch dass du im Idealfall immer die 42% Steuern zahlen musst, um hier das Maximum rauszuholen. Ist dies mit deiner Selbstständigkeit noch möglich?
    Ich gehe davon aus, dass du privat versichert bist als Selbstständiger – somit spielt die Höhe deiner Dividenden keine Rolle für deine absolute Krankenversicherungsbeiträge – korrekt?
    Vielen Dank und die einen guten Start ins neue Jahr
    Enrico

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Enrico,

      die Dividendenerträge nutze ich tatsächlich auch für den Lebensunterhalt (u.a. Urlaub). Das Immobilienthema greife ich gerne noch mal in einem eigenen Artikel auf, da es etwas komplexer ist. Danke für den Impuls! Mein persönlicher Steuersatz liegt in den letzten Jahren unter den ursprünglich kalkulierten 42%. Da muss ich mir eingestehen, dass dieser hohe Steuersatz in der Aufbauphase meiner Selbstständigkeit nicht zu erreichen ist/war. Zum Thema Krankenversicherung bin ich glücklicherweise als Blogger „privilegiert“. Durch die Auszahlungen der VG Wort für meine Autorentätigkeit bin ich Mitglied der Künstlersozialkasse und erhalte einen 50%-Zuschuss zu meinem Krankenversicherungsbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung. Dividendenerträge und Mieteinkünfte werden nicht angerechnet, da ich für Krankenversicherungszwecke nicht selbstständig bin. Sondern (so kann man es am besten verstehen) Angestellter der Künstlersozialkasse.

      Viele Grüße Ben

  5. Avatar von Big Cheese
    Big Cheese

    Hallo Ben, auch ich möchte deinen Jahresrückblick als Anlass nehmen, dir für deinen tollen Blog zu danken. Ich bin u.a. einkommensorientierter Investor und unsere Strategien überlappen sich ein gutes Stück. Ich bin seit vielen Jahren stiller Mitleser und dein Blog für mich relevanter Input. Vielen Dank dafür und alle Gute für 2026. PS. 90+ Blogposts ist eher noch viel als wenig zumal ich finde, dass die Recherchetiefe auch zugenommen hat. Mach weiter so!

Kommentar verfassen


Neueste Kommentare auf Divantis: