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Mein neues Dividendenziel für 2026 und alle Dividenden analysiert

Grafik mit türkisfarbenem Hintergrund zeigt eine Zielscheibe mit Pfeil im Zentrum (Symbol für Zielerreichung), daneben ein steigendes Balkendiagramm und ein Aufwärtspfeil (Symbol für finanzielles Wachstum). Darunter steht in großen, plastischen Buchstaben: „MEIN DIVIDENDENZIEL 2026“.
4.8
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Ein absolutes Rekordjahr befindet sich in den letzten Zügen: 2025 brachte neue Rekordstände bei den großen Indizes und vielen Aktien. Gold eilte von Rekord zu Rekord und Silber sorgt zum Jahresende für Furore.

Aber auch Dividendensammler wie ich kamen in diesem Jahr auf ihre Kosten. Und wie! Ein Sonderfall sorgte sogar dafür, dass ich mein eigentliches Dividendenziel für das gesamte Jahr mit nur einer einzigen Aktie im Depot schon übertroffen hatte.

Das lässt sich so allerdings nicht wiederholen und deshalb macht es – wie jedes Jahr – Sinn, einen tieferen Blick auf die Dividendenströme meiner Depots zu werfen.

Dabei ranke ich meine Depotwerte nach ihren Ausschüttungen und zeige Dir auch meine persönlichen Dividendenrenditen (Yield on Cost) für das Jahr 2025.

Und ich setze mir ein neues Dividendenziel für 2026.

Dividenden sind für mich weiterhin die wichtigste Motivation zur langfristigen Geldanlage. Und deshalb bleibt das Ziele-Setzen und -Erreichen für mich ein Herzensthema.

Gesamtergebnis

Über die Netto-Dividenden im Dividendendepot hatte ich ausführlich in vielen einzelnen Beiträgen berichtet. Dort spielt sich auch der Sonderfall USU ab. Denn dieses Unternehmen schüttete etwa die Hälfte seines Kurswerts als Dividende aus und ich erhielt allein dadurch einen Netto-Zufluss von 18.981,70 €. Mein Zielwert für 2025 lag „lediglich“ bei 12.000 € netto. Weil anders als bei normalen Dividendenauszahlungen hier auch keine Chance auf eine kurzfristige Aufholung des Dividendenabschlags bestand, habe ich mich entschieden, diese Dividendenzahlung aus der Gesamtabrechnung herauszunehmen. Sie verzerrt einfach die Wahrnehmung völlig und in 2026 würde ich andernfalls auch einen demotivierenden Dividendeneinbruch erleben. Im Dividendendepot habe ich deshalb bereinigt Netto-Dividenden in Höhe von 11.863,77 € erzielt.

Das Optionsdepot verfolgt zwar nicht das Ziel, Dividenden zu generieren. Aber trotzdem erhielt ich dort 339,83 € an Nettodividenden.

Im Anti-Depot habe ich ebenfalls Dividendenzahlungen und Ausschüttungen aus – inzwischen verkauften – Anleihen erhalten. Sie summieren sich auf 438,97 €.

In der Addition aus den drei Depots habe ich damit mein Jahresziel von 12.000 € um 5,4% übertroffen – insgesamt sind es 12.642,57 € als Nettodividenden geworden.

Damit bewege ich mich ziemlich nah am Vorjahreswert. Dort war allerdings noch eine kleinere USU-Dividende enthalten, die ich theoretisch auch bereinigen könnte, um eine Vergleichbarkeit herzustellen. Ich will es aber nicht mit der Pseudogenauigkeit übertreiben. Und fairerweise ist in 2025 auch eine Quellensteuerrückerstattung aus der Schweiz in Höhe von 462,82 € enthalten. So oder so habe ich aber das Jahresziel übertroffen – und das ist es, was für mich zählt!

JahrNetto-Dividenden
202512.642,57 €
202412.694,06 €
202311.516,74 €
202211.438,98 €
202111.978,58 €
202010.036,40 €
Historie meiner Nettodividenden

Brutto erreichten die Dividenden (ohne USU und ohne die Schweizer Quellensteuererstattung) übrigens einen Wert von 16.791,40 € – das ist kein neuer Rekordwert, aber eine Bestätigung des Niveaus des Vorjahres:

JahrBrutto-Dividenden
202516.791,40 €
202416.956,64 €
202315.574,06 €
202216.022,66 €
202115.262,71 €
202013.598,18 €
Historie meiner Bruttodividenden

Schwächerer US-Dollar wirkte sich auf Dividenden aus

Im Verlauf des Jahres verlor der US-Dollar gegenüber dem Euro deutlich an Wert. Das spürte ich bei den Dividendenzahlungen deutlich. Die Dividendenerhöhungen, die viele meiner US-Titel vornahmen, verpufften und die Netto-Dividenden waren oftmals trotzdem niedriger als im Vorquartal. Zur Erinnerung: am 02.01.2025 lag der Referenz-Wechselkurs noch bei 1,0321. Zur Jahresmitte (01.07.2025) waren wir schon bei 1,1810 und in dieser Region bewegten sich auch alle Dividendenzahlungen des 2. Halbjahres.

Zum Jahresbeginn kamen rund 40% meiner Dividenden in US-Dollar an. Entsprechend heftig war der wechselkursbedingte Rückgang um rund 15% im Jahresverlauf.

Dividendenerhöhungen bei großen europäischen Titeln kompensierten das zwar weitgehend, aber unterm Strich war dann eben kein neues Rekordjahr möglich.

Der Regelfall bei meinen Dividendenwerten: Dividendenerhöhungen

Der Großteil der Unternehmen im Dividendendepot hat in 2025 seine Dividenden erhöht. Seine Ausschüttungen stabil gehalten hat Omega Healthcare Investors aus dem Dividendendepot. Im Optionsdepot halbierte B2Gold seine Dividende und befindet sich nun auch nicht mehr in meinem Depot. Genauso agierte ich bei der kanadischen BCE, die eine Dividendenkürzung vornahm, obwohl er kurz zuvor das Gegenteil angekündigt worden war.

Die stärksten Dividendenerhöhungen gab es bei Munich Re und Sandoz (jeweils +33,3%). Aber auch Novo-Nordisk (+17,7%), Badger Meter (+17,6%), TERNA (+15,1%) und Lam Research (+13,0%) waren beeindruckend. Deutlich schwächer als im Vorjahr erhöhte hingegen die Allianz (+11,6% nach 21,1% in 2024) – aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Für 2026 keine Kürzungen in Sicht

Kürzungswellen erwarte ich für 2026 nicht. Dafür besteht kein Anlass und meine Depotwerte haben auch nicht so aggressiv ihre Dividenden erhöht, dass sie sie nicht mehr bezahlen könnten. Lediglich bei dem spekulativen Dividendentitel Oxford Lane Capital Corp. wäre eine Dividendenkürzung keine Überraschung – die Dividendenrendite liegt aktuell bei 33,5%!

Hinzu kommen könnte aber auch eine weitere US-Dollar-Schwäche. Auch wenn sich der Wechselkurs seit einigen Monaten bei 1,18 eingependelt hat, ist das keine Garantie dafür, dass wir in 2026 nicht in den 1,20er Bereich kommen. Das würde dann eben auch Dividendenrückgänge bedeuten.

Das Ranking der Dividendenzahler

Meine beiden größten Depotwerte waren wieder einmal auch meine größten Dividendenzahler. Dahinter ist es dann allerdings etwas bunter. Microsoft als mein drittgrößter Depotwert findet sich erst auf dem 18. Platz. Dafür kommt dann z.B. Omega Healthcare Investors mit dem 19. Platz nach Depotgewicht auf den 4. Platz der Dividendenzahler. Besonders erfreulich ist insgesamt, dass nun schon 5 regelmäßig Dividende zahlende Unternehmen auf eine zweistellige Einstandsrendite (YoC) kommen.

WertpapierBrutto-Dividende 2025KaufpreisYoC
Munich Re2.500,0022.231,2511,25%
Allianz1.925,0019.239,0310,01%
TERNA832,0210.154,958,19%
Omega Healthcare Investors715,957.984,358,97%
VINCI712,5012.268,605,80%
Johnson & Johnson680,4413.619,235,00%
Siemens650,0011.032,725,89%
PepsiCo622,689.938,846,27%
Realty Income588,0212.630,364,66%
Novo Nordisk516,3811.999,654,30%
Protector Forsikring472,167.344,666,43%
BlackRock454,909.893,584,60%
Talanx405,004.060,179,97%
General Mills374,118.830,114,24%
Procter & Gamble371,476.877,665,40%
Novartis361,476.449,465,60%
Veolia Environnement336,005.080,476,61%
Microsoft295,436.448,564,58%
FS KKR Capital238,543.582,076,66%
Oxford Lane Capital234,891.841,4512,76%
Itochu228,396.659,683,43%
Global X NASDAQ 100 Covered Call ETF212,752.030,0110,48%
DEFAMA210,009.288,322,26%
MSCI Inc.192,353.639,645,28%
The Coca-Cola Company177,591.886,769,41%
HolidayCheck Group176,003.189,125,52%
Lam Research152,916.802,202,25%
Texas Instruments148,184.483,503,31%
Kenvue146,984.299,443,42%
Givaudan146,353.994,193,66%
Cisco Systems144,724.165,163,47%
Fortescue Metals Group140,112.935,034,77%
B2Gold128,4912.955,960,99%
L’Oréal128,145.737,122,23%
Canadian National Railway109,378.805,031,24%
Conduit Holdings109,202.427,704,50%
NRW-Anleihe 2,15%107,503.909,872,75%
McDonald’s95,97695,4513,80%
Partners Group89,291.744,305,12%
Sekisui House85,191.363,356,25%
BMO Laddered Preferred Share Index ETF74,681.652,034,52%
Sompo Holdings63,992.345,802,73%
Marubeni58,411.639,873,56%
BCE52,121.423,953,66%
Tick Trading Software45,00820,755,48%
Nippon Sanso32,111.622,001,98%
NRW-Anleihe 1,45%29,00962,223,01%
Prestige International28,90813,783,55%
NRW-Anleihe 1,375%27,50927,762,96%
Hertha BSC Anleihe 18/2526,25730,953,59%
Vantage Towers24,32528,604,60%
NRW-Anleihe 0,95%19,00759,582,50%
Österreich-Anleihe 0,85%17,00874,341,94%
JFE Systems15,441.024,661,51%
Sandoz12,721.289,900,99%
Deutsche Börse12,001.344,500,89%
Unicharm10,401.495,300,70%
Pfeiffer Vacuum7,32168,104,35%
Calida4,94616,310,80%
Badger Meter3,96734,130,54%
SAP2,35123,461,90%
Effekten-Spiegel2,0014,0814,20%
Symrise1,20119,851,00%
Centrotec1,041.526,420,07%
Siemens Healthineers0,9532,062,96%
HORNBACH Baumarkt0,9051,051,76%
Oracle0,86562,910,15%
clearvise0,6024,782,42%
Summe16.791,40306.748,145,47%
alle Angaben in Euro

In der Tabelle habe ich die Brutto-Dividenden aufgeführt, um eine bessere Vergleichbarkeit zu erreichen. Ansonsten wären Titel, die früh im Jahr ausschütten und bei denen mein Freistellungsauftrag noch greift, stark bevorteilt. Statt der aktuellen Dividendenrendite, die ja mit jeder Veränderung des Aktienkurses schwankt, habe ich meine persönliche Ausschüttungsrendite des Jahres 2025 (YoC – Yield on Cost) aufgeführt. Für mich als Langfristanleger ist sie besonders aufschlussreich. Mich motiviert es enorm, wenn ich auf mein eingesetztes Kapital solche prozentual hohen Ausschüttungen erhalte. Und mit jeder zukünftigen Dividendenerhöhung steigt der Wert weiter.

Spannend finde ich den YoC-Wert für mein gesamtes Dividendendepot. Er steigt weiterhin kontinuierlich an: 2022 lag er noch bei 4,36%, 2023 dann bei 4,48% und 2024 bei 4,88%. Nun knackt er mit 5,47% erstmals die 5%-Marke. Aufgrund einiger Verkäufe eher dividendenschwächerer Titel und absehbarer Dividendenerhöhungen dürfte 2026 ein weiterer Anstieg drin sein.

Mein Dividendenziel für 2026

In den beiden letzten Jahren gab es einige Kommentare, dass mein Dividendenziel nicht ambitioniert genug sei. Das lässt sich sicherlich auch für 2026 wieder diskutieren.

Mir geht es aber nicht darum, auf Teufel komm raus die höchsten Dividendenerträge zu erzielen. Dann müsste ich viel stärker auf die aktuelle Dividendenrendite achten und regelmäßig umschichten, wenn sich Aktien „zu gut“ entwickeln.

Aber das ist nicht mein Ansatz. Klar, ich könnte einfach meine Microsoft-Aktien verkaufen und würde damit nur auf 219,96 € Netto-Dividenden verzichten. Und für den Verkaufserlös von rund 41.000 € könnte ich ohne Probleme ein Unternehmen finden, dass 4% Netto-Dividende (=1.640 €) zahlt. Und schon wären durch diese Transaktion meine Dividendenerträge um 1.420 € netto im Jahr höher. Und bestimmt finden sich noch einige andere Beispiele, bei denen ich das ähnlich handhaben könnte.

Wenn das mein Ziel wäre, dann könnte ich aus dem Dividendendepot bei einem Marktwert von 550.000 € vermutlich 22.000 € netto pro Jahr „herausholen“.

Aber zu welchem Preis? Ich würde mir die Kurschancen wachstumsstarker Unternehmen verbauen. Und auch eine Munich Re, deren Netto-Dividendenrendite bei aktuell nur 2,6% liegt, müsste dann raus dem Depot. Aber gerade die Kursentwicklung der großen Depotwerte hat in den vergangenen Jahren zu meinem heutigen Vermögen geführt.

Und deshalb ist es für mich immer noch die besondere Mischung aus soliden, dividendenzahlenden Unternehmen, bei denen ich mit regelmäßigen Dividendenerhöhungen rechnen kann, und Unternehmen, die gar nicht oder nicht übermäßig stark erhöhen, dafür aber eine höhere Dividendenrendite aufweisen, die meine Anlagestrategie prägt.

Dividenden bleiben für mich gleichwohl prägend. Die regelmäßigen Zahlungen motivieren mich, langfristig als Aktionäre beteiligt zu bleiben. Und es macht mir eine Riesenfreude, meine Einstandsrendite steigen zu sehen. Und wenn ich dann nach vielen Jahren sogar meinen Einstand nur durch Dividenden komplett zurückerhalten habe, dann bin ich äußerst zufrieden. Dieses Ergebnis lässt sich für mich nicht mit Kursgewinnen erreichen.

Aus der obigen Tabelle habe ich einige Titel im Laufe des Jahres 2025 verkauft, sie fallen als Dividendenzahler weg. Dafür habe ich aber auch einige Nachkäufe getätigt, die ihre volle Wirksamkeit erst ab 2025 entfalten werden.

Verabschieden mussten sich Kenvue, Givaudan, B2Gold, Partners Group, BCE und die Anleihen. Diese Verkäufe stehen insgesamt für eine Reduzierung der Dividendenerträge von 790 € brutto.

Durch Aufstockungen werden sich dafür die Dividendenzahlungen bei Novo-Nordisk und Protector Forsikring erhöhen. Und bei der DFV Deutsche Familienversicherung erwarte ich die Aufnahme der Dividendenzahlungen.

Im Ergebnis sollten die Zukäufe des Jahres 2025 unterm Strich in etwa die Verkäufe ausgleichen.

Darin sind Dividendenerhöhungen allerdings noch nicht berücksichtigt. Ich erwarte insbesondere bei den Schwergewichten im Depot Munich Re und Allianz eine erneute Steigerung der Ausschüttungen. Positive Signale gab es zudem bereits von Siemens. Und auch bei Talanx erwarte ich eine deutliche Dividendenerhöhung.

Nicht vorhersagen kann ich die Entwicklung des US-Dollars. Aber immerhin erwarte ich nicht mehr so einen starken Rückgang wie in 2025. Trotzdem wird eine Stagnation schon dazu führen, dass die US-Dividenden nun ganzjährig weniger in Euro bringen.

Trotzdem bin ich für 2026 optimistisch und erhöhe meinen Zielwert auf 13.000 € netto. Das ist dann gegenüber dem Ziel von 2025 (12.000 €) eine Steigerung von 8,3%. Und da ich bekanntlich keine frischen Mittel dem Depot zuführe, wäre eine Zielerreichung ein schönes Ergebnis. Gegenüber dem Ist-Wert 2025 wäre es auch noch eine Steigerung um 2,8%.

Die Erwartung unterstellt einen stabilen US-Dollar. Ich werde voraussichtlich aber auch wieder vereinzelte Verkäufe vornehmen und damit meine Dividendenerträge reduzieren. Deshalb ist der Zielwert ein realistischer Wert.

Mein Wunsch für 2026

2025 war – wie schon 2023 und 2024 – ein sehr gutes Börsenjahr. Nachdem ich mich in den Vorjahren über jede einzelne Dividendenzahlung gefreut hatte, da sie mich meinem Jahresziel näher brachte, war das 2025 komplett. Denn bereits mit der Einberufung der Hauptversammlung von USU waren meine kühnsten Erwartungen an die Dividendenzahlung übertroffen worden. Mir hat es allerdings auch zugleich den Spaß an den Dividendenerträgen genommen. Denn es war ja klar, dass diese Zahlung auch zu einem entsprechenden Kursrückgang führen würde.

Und das ist es ja gerade, was ich bei meinen Dividendenwerten so schätze: der Dividendenabschlag wird in der Regel schnell wieder aufgeholt und die Dividende ist deshalb tatsächlich ein gefühlter Bonus auf die Kursentwicklung.

Für 2026 freue ich mich nun auf die Rückkehr zu diesen „alten“ Tugenden. Und ich werde weiter „meine“ Unternehmen begleiten. Mit dem Ziel ausreichend hoher Dividendenerträge und gleichzeitig einer positiven Entwicklung des gesamten Depots. Und das schaffe ich nur mit einer ausreichenden Diversifikation und unterschiedlichen Dividendenrenditen.

Über alle Dividendenzahlungen werde ich auch in 2026 in gewohnter Ausführlichkeit und Transparenz berichten. Wenn Du also immer auf dem Laufenden bleiben möchtest, dann schau regelmäßig auf dem Divantis-Blog vorbei!

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Kommentare

22 Antworten zu „Mein neues Dividendenziel für 2026 und alle Dividenden analysiert“

  1. Avatar von GeekWithNoName
    GeekWithNoName

    Bei mir sieht das ähnlich aus, mich trifft allerdings der USA Dollar schwerer. Ich hoffe das bessert sich irgendwann mal wieder.

  2. Avatar von Thomas
    Thomas

    es ist ja nicht nur Gold oder Silber alleine. Ein Blick auf die Rohstoffe 52Wochen relative Veränderung zeigt folgendes Bild (in $)
    Gold + 72,91%
    Silber + 169,52%
    Platin +165,58%
    Palladium +104,81%
    Aluminium +15,63%
    Kupfer +32,43%
    US Kupfer +41,22%
    Zinn +48,64%
    alle Metalle und Industriemetalle ziehen an.
    Auch der wirklich sehr breitgefasste allgemeine Bloomberg Commodities Index hat in 2025 um etwa +12% zugelegt.
    wenn das keine Inflation ist, was dann. Was mich auch überrascht hat, ist das die chinesische Geldmenge inzwischen absolut in $ gemessen bereits etwa doppelt so hoch ist wie die der Amerikaner und die Chinesen expandieren ihre Geldmenge weiter mit 8% p.a. (China 45,8 Bio USD vs USA 22,3 Bio USD)
    China behält das Tempo bei und die Divergenz geht zu Gunsten China weiter auseinander. Und sie haben die Kraft/Macht, den Kurs CNY/USD sehr stabil bzw nach ihrem Gusto zu beeinflußen. Auch wenn sie national dies oder das Problem haben, trotzdem haben sie offiziell höheres Wachstum und im Prinzip können sie global alles aufkaufen, was nicht niet- und nagelfest ist. Die US-Fed weigert sich voraussichtlich (weil sie vorläufig keine andere Möglichkeit mehr hat), die Inflationsbekämpfung zu priorisieren etc etc. Will keinen hier langweilen aber die Zeichen stehen auf Inflation und Verschiebung der Kräfte. Gut für Aktien, wenn man die richtige Mischung hat.
    Wenn die USA gegenhalten wollen, werden sie auch nur die Geldmenge expandieren und die Commodities steigen weiter.

    Meine Jahresauswertung ist nicht mehr lange hin bis 31.12. und es sieht wohl gut aus.

    Was mir beim Blick auf Portfolio Performance auffällt, das ich über die gesamte Aufzeichnungszeit fast ziemlich genau die gleichen Ertragshöhe durch Dividenden wie durch Kursanstiege habe. Es steht hier also 1:1 zwischen Kurswachstum und Dividendenertrag, also ziemlich ausgewogen. Dieses Jahr habe ich neben einem mehr als reichlich zweistelligen % Anstieg der Erträge (auch bedingt durch stetige Zukäufe und Reinvests) eine Ratio von 2:1 zwischen Kurs und Dividenden, das heißt die Kurse steigen stärker als die Erträge. (Ok, die Kurse können wieder runterkommen), aber ich bin mit meiner bunten Bonbonmischung gut unterwegs.
    Tobs hat mal sinngemäß geschrieben, ich würde viel zu viel und zu schnell realisieren. Realisierte Kurserfolge waren 2025 deutlich weniger als 2024, aber weil ich weniger Verkäufe in 2025 hatte als in 2024. Trotzdem positive Handelserträge durch die Bank.

    @Ben, Respekt Respekt,
    but bei USU, ist da die Luft raus?
    Deutsche Familienversicherung ist Hoffnung auf Return?

    mir ist bei Ben zu viel deutsches Smallcap dabei und das Zitronendepot ist m.E. zu viel totes Kapital, was am Markt nicht arbeitet. Ja vielleicht gibt es mal Nachschläge, Nachzahlungen, aber wieviel an Dividenden hätte dieses Kapital sicher in der Zwischenzeit bei gestandenen Largecaps international gebracht (und vielleicht auch Kurse)

    ansonsten sehe ich es mit Bens vorsichtigem und umsichtigen Halten von Blue Chips und einer nach menschlichem Ermessen guten Mischung ( die jeder anders sieht)
    ganz genau so richtig und es gibt viele Überschneidungen.
    alles nur Meinung.

    schönen Sonntag.

  3. Avatar von Helmuth
    Helmuth

    Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg…

  4. Avatar von Tobs
    Tobs

    Wie jedes Jahr, wartet man gespannt auf Deine Divi-Ziele, Ben.

    Warum eigentlich ist das so, darüber habe ich mir Gedanken gemacht.

    #Divi-Forecasts im Allgemeinen

    Es ist Ausdruck von Ambition und planerischen Gestaltungswillen – das ist ok! Aber…Letztlich muss man meines Erachtens die Divi-Strategie (und eigentlich die gesamte Aktien-Kapitalanlage) eher wie eine perfekte Bilderbuch-Alpin-Ski-Technik begreifen wollen. Der Oberkörper zeigt nach vorne und bewegt sich eher wenig und der Blick geht nach vorne, fast alles machen nur die Beine. Übertragen auf die Divis: Eigentlich kann man nur ruhig bleiben (nicht mit dem Oberkörper übertrieben hin- und herbewegen, also ständige Sektor-/Währungsrotation) und mit festem Blick nach vorne muss man besonders mit den Beinen eben jede Unebenheit nehmen, wie sie kommt. Man steuert in Wahrheit wenig, sondern verarbeitet schlicht mit den Beinen das Gelände. Es geht eher darum, technisch sauber zu fahren und nicht zu fallen. Darum ist eine Verplanung von Dividenden eigentlich in Wahrheit lediglich eine Pseudo-Planung, eine schöne natürlich. Schleift man aber die Technik gut ein, wird man in jedem Fall am Ziel ankommen. So mit den Divis auch. Es gibt eben immer wieder mal etwas schwächere Divi-Jahre, die aber bei einer langfristigen Betrachtung wenig relevant sind. Wen interessiert es schon auf der Reise von 0 Euro Divis p.a. Richtung 100.000 Euro p.a., ob in einem Jahr mal wegen Währungsschwankungen 2,5% weniger Divis im Vergleich zum Vorjahr reingekommen sind. Im Gegenteil, in den Jahren, in denen die Divis schwächer waren, sind in der Regel auch die Unternehmen günstiger bewertet. Kaufe ich dann noch stärker zu, komme ich meinem großen Ziel nur um so mehr entgegen. Das sieht man aber nicht in Jahresscheiben, sondern nur bei Betrachtung des Ganzen, also aus der Retroperspektive. Also, so lustig Dividenden-Jahres Ziele und Divis auch für mich das Schönste auf der Welt sind :-) – sie können und sollten keine echte Steuerungsgröße sein – weil das widersinnig ist, meine Meinung!

    #USD Schwäche

    Die einzige sinnvolle Maßnahme als Divi-Investor, die mir einfiele: Mehr USD-Divi-Aktien kaufen. Erstens: Einkauf profitiert von günstigem USD. Zweitens: US-Unternehmen mit Auslandsumsätzen bekommen bald 1:1 Währungsgewinne in die P&L gespült, weswegen die Divis (stärker) steigen, was einen gut kompensierenden Effekt auf den Währungsverlust haben sollte. Drittens: Kurzfristig sind Währungen nicht vorherzusagen, langfristig folgen sie wohl doch Mustern. Sprich der USD wird auch wieder stärker, irgendwann… Kauft man jetzt US-Divi-Aktien, nimmt man sämtliche Vorteile mit, bei einer langfristiger Strategie jedenfalls… Ich habe „nur“ rd. 25% Nord-Amerika-Exposure. Nachdem ich die letzten Jahre sehr viel in EM, Asien und Europa gemacht habe, wird es dieses Jahr für mich heißen: Vollknallen mit US-Divi(-Aristokraten), die zu historisch enorm günstigen Preisen verfügbar sind. Zum Beispiel meint ja gerade jeder, die Consumers und besonders Food-Aktien würden aussterben. Herrlich – das Festmahl ist also angerichtet!

  5. Avatar von Titus
    Titus

    Ich finde diese Dividendenvorschau spannend, da auch gleich noch berichtet wird, wie man sie erreichen kann. Nachkäufe oder reine Dividendenerhöhungen durch die Unternehmen. Das „hilft“ mir meine eigenen Ziele realistischer bzw mit anderen Metriken zu bewerten. Da mein Blumenstrauß-Portfolio erst noch im Aufbau ist, ist für mich die Frage, ob zB 20% mehr Dividenden p.a. realistisch sind durch Zukäufe oder Div-Erhöhungen, da meine großen Positionen nur wenig Dividende zahlen aber kräftig erhöhen. Wieviel muss ich also neu investieren und in welche Unternehmen, damit ich meine Ziele erreiche.
    Und hier sehe ich, dass meine anvisierte Mischung aus Div-Aristokraten aus den USA und diversen Tech-Titeln und Versicherungen außerhalb der USA funktionieren kann. Denn bei mir ist es wie bei Ben, einigen zahlen viel, steigern aber nicht, andere zahlen wenig, aber steigern kräftig und Sektorenrotation betreib ich auch nicht, sondern schiebe gerade bei bestehenden Positionen nach, aber eben nach Marktlage anders gewichtet.
    Und hier sehe ich es ähnlich wie Tobs. Unilever, P&G, Church&Dwight stehen neben ADP und Roper gerade ganz oben auf meiner Liste.

    Zum Erreichen deine Ziele Ben, sage ich auch Glückwunsch und allen ein frohes neues Jahr!

    Titus

    1. Avatar von René
      René

      20% mehr Dividenden sind alsolut realistisch, wenn das Depot im Aufbau ist. Seit 2018 führe ich genauere Statistiken zu meinem Depot, aktiv an der Börse bin ich aber schon viel länger und in den ersten Jahren in denen ich das Depot genau getrackt habe, lag ich mehrfach bei über 30% Dividendenerhöhung und das ohne eine besondere Auswahl an Dividenden-Titeln.
      Dann kommt aber das große ABER: Ich habe einfach in den Jahren deutlich mehr verdient, als davor, hatte aber keine zusätzlichen Ausgaben (außer Steuern) und konnte daher einfach von einem größeren Depot und anziehenden Dividenden enorm profitieren. Langfristig ist das aber natürlich unrealistisch. Aber 10% Gesamterhöhung der Dividenden pro Jahr ist durchaus drin, wenn das Depot weiter wächst.

    2. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo René,

      das kam mir nachdem ich meinen Post geschickt habe auch.
      Im Aufbau mit großen Einzahlungen gemessen am investierten Volumen geht das durchaus.
      Mit einem großen Volumen und 5% Kapitalsteigerung von Außen sind 20% schlicht unrealistisch.

      Nachdem im Dez schön Dividende reinkam, war ich vor der Wahl gestanden: Worein investieren?
      Parker Hannifin
      ADP
      ATOSS
      Zurich Ins.
      Swiss Life
      Siemens?

      Es wurde ADP. Auch wenn ich lieber in Investor oder Ahold investiert hätte(zweite Linie), aber ADP ist gerade weit unten und die Position verträgt noch etwas. Keine Anlageempfehlung!

      Allen einen Guten Rutsch und ein erfolgreiches 2026.

    3. Avatar von UrsprungsFrank
      UrsprungsFrank

      Nun kam es also zum Jahresend-Shopping. In den Schaufensterauslagen waren folgende Pretiosen mit Preisschild versehen:

      AGCO
      Galencia
      Deutsche Merck

      Eigentlich spricht jede Auslegware für sich. Nun, der Verkäufer wurde schon ungeduldig, wir schließen um 14:00 Uhr. Nun denn, Made in Germany soll ja doch noch ein Qualitätsmerkmal sein.

      In diesem Sinne, viel Erfolg für 2026 wünscht Euch

      Frank

    4. Avatar von Bernardo
      Bernardo

      Ich kann die Zahlen von René bestätigen. In den ersten Jahren hatte ich ebenfalls enorme Dividenden-Ertrags-Steigerungen. Das hat sich aber mittlerweile bei etwa 15% eingependelt. Ohne Re-Investition von Dividenden, Ersetzung ertragsschwacher durch ertragsstarke Titel und permanentem Nachschießen von frischem Geld sind solche Ertrags-Steigerungen natürlich nicht zu schaffen. Und darauf verlassen kann man sich sowieso nicht. Falls es mal keine Dividenden-Kürzungen/Streichungen gibt, dann vermiest halt (wie dieses Jahr) zur Abwechslung mal ein schwacher Dollar den Forecast.
      Einen Guten Rutsch wünscht Euch
      Bernardo

    5. Avatar von René
      René

      Hallo BörsenHai, Hallo Bernardo,
      2025 war zwar für die Dividendenhöhe mein bestes Jahr, aber nur knapp über 2023 (weniger als 1% Plus).
      2024 hatte ich leider bei einigen größeren Depotpositionen Kürzungen und dann kam später noch die Dollarschwäche dazu. Den Abschwung in 2024 könnte ich in 2025 nur mit einem deutlich gewachsenem Depot ausgleichen.
      Für 2026 erwarte ich aber da wieder ein Wachstum. Viele Nachkäufe bringen erst im neuen Jahr ihren Beitrag und mit einem noch schwächerem Dollar rechne ich auch nicht wirklich.
      Kommt gut ins neue (Börsen-)Jahr

    6. Avatar von Bernardo
      Bernardo

      Hallo René,
      2025 war bzgl. Dividendenhöhe auch mein bestes Jahr trotz Zollturbulenz und Dollarschwäche. Ich schätze, ich werde brutto für 2025 mit ca. 14,2% Ertrags-Steigerung gegenüber 2024 rauskommen. Als Zielwert für 2025 hatte ich mir letztes Jahr einen Euro-Betrag ins Buch geschrieben, der einer Ertrags-Steigerung von ca. 13% brutto entsprach. Ich kann also zufrieden sein.
      2024 war mit einer Ertrags-Steigerung von 16,4% noch etwas besser als 2025. In den Jahren 2020 bis 2023 hatte ich deutlich höhere Ertrags-Steigerungen weit jenseits von 30%, aber das waren Ausnahmen, denn da war ich noch massiv mit dem Aufbau meines Dividenden-Depots beschäftigt.
      Für 2026 habe ich mir jetzt mal einen Brutto-Betrag notiert, der einer Ertrags-Steigerung von ca. 10% gegenüber 2025 entspricht. Das ist machbar. Falls sich der Dollar erholt und/oder ich den Depot-Aufbau so wie in 2025 fortführen kann, werde ich wahrscheinlich wieder irgendwo im Bereich um 15% landen. Ich hätte nichts dagegen.. ;-)
      Schönen Gruß & Guten Rutsch, Bernardo

  6. Avatar von Matthias von Mitzlaff

    Metakommentar zur Diskussion:
    Es gibt zwei Dinge, die wir Investoren nahezu nicht steuern können:
    a) Den Kurs einer Aktie oder eines ETFs sowie
    b) die ausgeschüttete Dividende.
    Insofern ist es aus meiner Sicht ein Fehler, sich Ziele vorzunehmen wie:
    – Kurswert des Depots zum Zeitpunkt X oder
    – Erzielte Dividenden (brutto oder netto) in Zeitraum Y.

    Aus (mitunter schmerzhaften) Erfahrungen setze ich mir mittlerweile nur noch Ziele, die a) selbst sehr gut steuerbar sind und b) eine gute Mischung aus „realistisch“ und „ein wenig herausfordernd“ ausmachen. Hierzu zähle ich beispielsweise:
    1) Anzahl investierter Euros pro Zeitraum A am Markt (in Aktien oder ETFs)
    2) Ansparpositionen für Einzelaktien oder ETFs in EUR
    3) (Sahnehäubchen): Forward-Netto-Dividende des Depots auf den Einstandskurs: Liegt aktuell bei circa 2,74%, soll langfristig bei 3% oder mehr liegen.

    Obige 2-3 Ziele liegen nahezu in meinem vollen Machtbereich.
    Untermauert wird meine These von folgenden Erfahrungen in 2025:
    a) Ich erziele netto nicht wesentlich mehr Dividende als in 2024 (wenn auch immer noch ein sehr hoher, zufriedenstellender EUR-Betrag) und gleichzeitig
    b) gelang es mir für meine Verhältnisse viel zu investieren, etwas mehr als erhofft.
    Insofern bin ich mehr als zufrieden mit dem Börsenjahr (auch wenn TTWOR bzw. IZF im Jahresvergleich eher schwach ausfallen werden).

    Ergo: Überlege dir genau, wie gut die Ziele von dir beeinflussbar sind, die du dir setzt.

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Matthias von Mitzlaff, hallo Titus,

      @titus: 20% Dividendensteigerung sind wohl etwas hoch gegriffen ohne hohe Zukäufe. Da ich auf Dividendensteigerung mehr wert lege, als die Höhe (meine Situation!!!!!) war dieses Jahr eine Steigerung von 10% möglich, ohne Zukäufe 1 Millimeter mehr als 9%. Das ist allerdings eine Ausnahme der letzten 10 Jahre.
      Man bedenke auch, dass die Zukäufe meist erst im nächsten Jahr zuschlagen. Hoch-Dividendenwerte meide ich, anders ausgedrückt kaufe ich nicht, um so ein Ziel zu erreichen.

      @Matthias: Du hast Recht, dass man die Dividenden nicht beeinflussen kann, aber mit der Auswahl der Positionen hat man dennoch einen Einfluss darauf. Wer früher Div zahlte wird Sie höchstwahrscheinlich auch im nächsten Jahr zahlen.
      Man sollte wie Du korrekt anmerkst, aber nicht die Dividendenerlöse als „alleiniges“ Ziel sehen. Zu schnell vernachlässigt man die Qualität eines Investments.
      Zu TTWROR und IZF in PP: Ich fürchte da ist ein Fehler implementiert. Ich gebe zu, ich bin zu faul es nachzuvollziehen. Der TTWROR scheint noch tendenziell zu stimmen (etwas erhöht), der IZF hat aber „Macken“ bei einer Mischung von Altbestand und Nachkäufen.
      Deswegen mache ich eine zusätzliche eigene Auswertung auf Basis Einstandswert aktuellem Quartalswert und den geflossenen Dividenden. Es gibt eben nicht die eine (!) Zahl, deswegen nehme ich Kursperformanz und Dividendenperformanz – leicht meßbar, nachprüfbar, einfach. 2025, 2024 deutlich besser als 2023 was Div-Steigerung angeht.

      Bens Dividendenziele sind jetzt nicht große Sprünge und verleiten ihn auch nicht „blind“ in Hochdividendenwerte zu setzen. Von daher verstehe ich seinen Ansatz. Ich verfolge einen ähnlichen auch. Das ist aber wie gesagt meinem Alter geschuldet. Noch kann ich aus Arbeitseinkommen (und den Dividenden) mein Portfolio weiter ausbauen. Andere Einkommen gehen eben in Lebenshaltung und Rücklagen.

      Meine Situation, mein Ansatz.

  7. Avatar von Jochen
    Jochen

    Schöne Performance! Und ich mag diesen stetigen Anstieg der Dividenden.

    Eine kurze Frage: warum has Du Partners Group verkauft? Einfach nur ‘aufräumen’ von kleinen Positionen? Ich habe die seit einigen Wochen im Depot, deshalb fiel mir dies auf.. ;-)

    Viel Erfolg in 2026!
    Jochen

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Jochen,

      ich habe sie am 23.10.2025 verkauft, um für den Erlös meine Position bei Protector Forsikring zu erhöhen (hier der Bericht). Es war einerseits ein Tausch einer kleineren Position zu Gunsten einer größeren Depotposition. Und ich empfand die Aussichten im Vergleich als besser. Das spricht beides nicht materiell gegen die Partners Group. Bisher war es jedoch die richtige Entscheidung – aber 2 Monate sind noch zu kurz, um das wirklich zu bewerten.

      Viele Grüße Ben

  8. Avatar von JanB
    JanB

    Ein paar Korinthen und ein konstruktiv gemeinter Vorschlag:

    Der Vergleich der Bruttodividende egalisiert zwar den Zeitpunkt im Jahr (den Verbrauch des Freistellungsauftrages durch die ersten Dividenden) aber auch eine eventuelle ausländische Quellensteuer (spez. wenn man sie nicht zurückholt (z.B. wegen Geringfügigkeit im Vergleich zu den Spesen der Rückholung)/ holen kann).

    Bei USU hat man uns zwar schon 2024 gefoppt (0,55 waren angesagt, daraus wurden auf der HV plötzlich 1,70) und nun in 2025 erneut (Gaga in Relation zum Kurswert), aber man könnte auch die ’25er Dividende aufteilen: 1,70 „Dividende wie im Vorjahr“ (auch wenn der Dividendenabschlag NICHT wieder aufgeholt wurde) im Dividendendepot „buchen“, 14,50-1,70=12,80 als „Sondereffekt“ betrachten.

    Vor dem Hintergrund des einst angesetzten „fairen Werts“ der USU Aktie abzüglich der Dividende und angesichts des aktuellen Kurses bleibt der Wert „ein Schnapper“ und die nächste HV wird sicher wieder Entertainment bieten (sicherheitshalber vorher die Nummer eines Pizzabringedienstes ermitteln!).

    Gesundes, friedliches und auch erfolgreiches 2026!

  9. Avatar von Matthias von Mitzlaff

    ADP versus PAYX

    Sehr schön, lieber BörsenHai!
    Das ist wohl eine Betrachtung ähnlich „Rio Tinto versus BHP“, „Exxon versus Chevron“ etc.
    Ich freue mich immer über Nachrichten zu ADP, denn ich denke dann: „Ja, kauft Ihr alle mal ADP und im Schlepptau entwickeln sich meine 55 Paychex-Aktien schön weiter…“.
    Ja, auch PAYX kam kürzlich wieder runter, bin jedoch erstmal voll in der Position.

    Wenn man sich via finviz.com die Vergleichsdaten von ADP und PAYX anschaut, fällt es nicht leicht, einen Favoriten zu finden.
    ADP liegt vorne bei Marktkapitalisierung (105 zu 40), EPS past 5Y, ROIC (sogar klar!), Performance 10Y (klar!), Payout-Höhe (60 zu 87).
    PAYX hingegen liegt vorne bei Dividendenhöhe, Operative und Profit-Marge.
    Beide liegen quasi gleichauf bei KGV (25), P/FCF, Current Ratio, Debt/Equity, Dividendenwachstum 5Y.

    Nachdem ich nun obige Daten alle zusammengetragen habe, würde ich wohl einem interessierten Mitleser tatsächlich eher empfehlen, auf ADP beim Einstieg zu setzen.
    Andererseits ist es ja auch wie du BörsenHai (ich glaub du warst es) so schön formuliert hast: Wir denken eher in 5-Jahres-Zeiträumen, was Einzelaktien betrifft. 2030 kann auch eine PAYX gut dastehen, wer weiß…

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Lieber Matthias von Mitzlaff,

      ADP vs. PAYX stellt sich mir nicht. Ich hatte schon die ADP und liebe schlanke Portfolios. ;)
      Wenn ich wie früher COCA und Pepsi halten würde, hätte ich ca. 200 Aktien und zu viele Entscheidungen zu treffen (Kauf/Verkauf einer der beiden Positionen und dann wie bei mir geschehen, auf das falsche Pferd gesetzt).
      Ich bin faul und will mir so etwas ersparen. ;)

      Ja, man sollte 5 Jahre Haltedauer einkalkulieren. Und Dein Vorgehen der Vergleiche sollte den anderen einen Nachdenkschubs geben. Von Thomas, Tobs und Dir und weiteren neben Ben können die Foristen viel lernen über unterschiedliche Vorgehensweisen.

      Entgegen meiner Strategie (Konzentration) denke ich derzeit darüber nach, zwei neue Positionen zu eröffnen. Beide „risky“ und weniger „solide“.

      Der Neujahrsgruß steht ja schon im Forum

    2. Avatar von Tobs
      Tobs

      Hi Matthias,

      vermutlich handelt es sich bei der nachfolgenden Analogie bereits um eine etwas unzulässige Überdehnung, aber ganz grob (und deswegen eben auch ungenau) würde ich eine Paychex versus ADP wie eine Sage Group versus SAP sehen wollen, jeweilig mit den Vorzügen und Nachteilen.

      Paychex bedient vornehmlich KMU – Paychex veröffentlich keine Zahlen dazu, aber Research, das ich gelesen habe, geht davon aus, dass – bislang (dazu gleich unten mehr) – Paychex Kunden adressiert, die als Sweet Spot um die 10 Mitarbeiter haben. ADP hingegen adressiert grundsätzlich auch kleinere Unternehmen, spricht wegen seiner erweiterten Services im HR-Bereich aber eher Unternehmen mit größeren Budgets ab 100+ Mitarbeiter an. Bislang ist also Paychex eher auf die Lohnabrechnung mit lediglich HR-Grundfunktionen fokussiert, während ADP ein Partner mit einem größeren Öko-System ist. Das ist ja irgendwie auch logisch, dass kleinere Unternehmen weniger kostspielige Ökosysteme nachfragen, bei größeren Unternehmen hingegen mit allerlei HR-Tools positive Werte zu heben sind.

      Vermutlich ist das mit ein Grund, dass die Margen bei Paychex etwas saftiger sind, weil die kleineren Kunden weniger Einkaufsvorteile haben und außerdem das Geschäftsmodell auch vergleichsweise lean und skalierbar ist. Andererseits ist die Kundenbindung bei ADP sehr hoch und nach meiner Recherche scheint bei vielen Kunden von ADP auch eine hohe Nutzerzufriedenheit in Bezug auf das Ökosystem vorzuherrschen.

      Das ist bislang die Welt und wie sie sich unterscheidet für beide Anbieter-Adressen. Sehr interessant finde ich deswegen die Akqui von Paycor durch Paychex (4,1 Mrd. USD). Möglicherweise wird das die ROIC zunächst einmal drücken, aber schaut man mal hinter die Kulisse von quartärlichen Zahlen, kann hier strategisch etwas interessantes entstehen: Damit hat sich nämlich Paychex ebenfalls einen Ökosystem-Anbieter „angeschafft“ (Anmerkung: Der Erfolg liegt bekanntlichermaßen in der Execution, also erstmal Einbindung in das Unternehmen, das könnte sicherlich mehrere Quartale die Margen zunächst spürbar drücken). Paycor hilft auch bei der Vereinheitlichung von HR-Workflows, hat Compliance Funktionen und soll auch KI/datengestützt einzusetzen sein.

      Somit verändert sich von Paychex die Investmentthese und Investmentratio, da sie damit auch eine integrierte Payroll- und HR-Plattform sein werden. Daraus folgt, dass sie in Zukunft ganz andere Budgets von Unternehmen „angreifen“ können, also auch größere KMU oder gar „richtig“ große Unternehmen als Kunden gewinnen könnten. Ob a) die Integration gelingt, b) sie deswegen wirklich neue große Kunden gewinnen und c) wie margig die dann sind, weiß ich natürlich nicht. Aber ich finde deswegen Paychex gerade nicht unspannend, weil hier strategisch relevantes geschieht, das man bei einem Blick in die P&L/Bilanz so nicht ausmachen kann.

      @Ben: Anlagestrategie 2026! Wo bleibt sie? :-) Du weißt ja, so ein Blog ist wie die Gastro, die Stammgäste sind besonders schrullig, fordernd und ab und wann unangenehm. :-) Deswegen: bekommen wir noch Deine Anlagestrategie, bevor wir heute Abend unsere Fondue-Töppe anschmeißen?

  10. Avatar von Pat
    Pat

    Hey Ben,
    gibt es eigentlich schon einen Beitrag zur Canadian National Railway? Die Position ist ja recht groß – wäre spannend zu erfahren, was die zentralen Beweggründe dahinter sind und wie du das Investment einordnest.

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Pat,

      Canadian National Railway ist mir Ende Juli im Optionsdepot ungeplant eingebucht worden. Eigentlich wollte ich mit einem Short Put nur ein paar Dollar verdienen. Er wurde dann aber vorzeitig ausgeübt. Ich habe die Position seitdem mit Covered Calls veroptioniert gehabt. Nun zum Jahreswechsel übernehme ich sie allerdings ins Dividendendepot und will Canadian National Railway längerfristig halten. Damit qualifiziert sich die Aktie auch für eine ausführliche Vorstellung. Sie werde ich im neuen Jahr angehen. Und dann auch regelmäßig über die Entwicklung anlässlich der Dividendenzahlungen berichten.

      Viele Grüße Ben

  11. Avatar von Andreas P.
    Andreas P.

    Ich persönlich backe in 2026 dividendenmäßig kleine, vorsichtige Brötchen.

    Der Aufbau meines Depots ist, von der Anzahl der Aktien her betrachtet, abgeschlossen. Ich bleibe deutlich unter 100 Werten. Meine Tendenz geht eher dahin, weiter zu reduzieren. Es erleichtert, den Überblick zu behalten.

    Ich beabsichtige, nur noch die vereinnahmten Dividenden zu investieren. Dabei stehen opportunistische Werte im besonderen Focus, mit denen z.B. auf verstärkte Bautätigkeiten in Deutschland und einen Frieden in der Ukraine gesetzt werden kann. Auch 2026 stehen nicht an: KI-Werte, China-Aktien, Small-Caps.

    Als Dividendensteigerung (netto) erwarte ich prognostisch zwischen 2 – 5% mehr gegenüber 2025.

    Zusätzlich verfügbare Geldmittel sollen weiterhin auf einem Tagesgeldkonto vorgehalten werden. Bei etwa 3% Bruttoverzinsung kann ich ruhig schlafen, auch wenn man natürlich auf etwaige Kurssteigerungen verzichten muss. Alternativ kommen auch Staatsanleihen der Länder Europas in Betracht.

    Guten Rutsch ins neue Jahr und viel Erfolg beim Investieren!

    Viele Grüße

    Andreas P.

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