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Kurzzeitig schon die deutsche Nr. 1 – wann endgültig?

Extrudierte 3D-Grafik zeigt den Siemens-Konzern im Wandel zum Softwareunternehmen. Im Vordergrund steht ein stilisiertes Siemens-Logo in moderner, technischer Typografie, flankiert von abstrahierten Industrie-Elementen, die sich in digitale Module und Datenströme verwandeln. Im Hintergrund verläuft ein dynamischer, steigender Aktienkurs in futuristischer Börsenchart-Optik. Die Farbwelt kombiniert kühle Blau- und Türkistöne mit warmen Akzenten, um Transformation und Wachstum zu symbolisieren.
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Lange Zeit war SAP das wertvollste börsennotierte Unternehmen in Deutschland. Doch die klare Nr. 1 im DAX hat Federn lassen müssen. Auf einmal gibt es Zweifel, ob das Geschäftsmodell von SAP der rasanten Fortentwicklung der KI-Modelle wird standhalten können.

Und für ein paar Tage hat sich – pünktlich zur eigenen Hauptversammlung – ein altehrwürdiger Technologiekonzern auf den ersten Platz geschoben. Immer noch oftmals als „Maschinenbauer“ tituliert, ist das Unternehmen inzwischen aber auch sehr softwarelastig. Und diese Entwicklung wird von den Märkten wohlwollend begleitet – mit einem steigenden Aktienkurs.

Nun stellt sich die Frage nach den Perspektiven: Schreitet die Transformation so weit voran, dass der Aufwärtstrend im Aktienkurs fortgesetzt werden kann? Und reicht das dann wirklich, um SAP dauerhaft abzuhängen?

Wie ich die weitere Entwicklung einschätze und welche Highlights sich das Management für die nächsten Monate ausgedacht hat, erfährst Du in diesem Beitrag.

Im Langfristchart des DAX-Schwergewichts Siemens ist deutlich erkennbar, dass die Position in meinem Depot in den ersten Jahren viel Geduld erforderte. Dem ersten Kauf im Januar 2014 folgte eine Seitwärtsbewegung mit leicht fallender Tendenz. Die nächsten fünf Käufe fanden allesamt auf niedrigerem Kursniveau statt. Ein kleines Hoch im Jahr 2015 animierte mich damals, ein paar Gewinne mitzunehmen (Teilverkauf). 2016 und 2017 kaufte ich die Aktien wieder zurück und ab dann stand meine Position bei 120 Stück. Größere Kursrücksetzer gab es 2020 mit dem Corona-Crash und 2022 mit dem russischen Angriff auf die Ukraine – alles gute Kaufgelegenheiten. Genauso wie in den Trumpschen Zollwirren des letzten Jahres. Da tauschte die Siemens-Aktie noch mal auf 178 € ab, nur um dann bis zum neuen Allzeithoch von 261,75 € am 13. Januar 2026 zu steigen. Den Konzern habe ich hier vorgestellt.

Siemens 12-Jahres-Chart
Siemens 12-Jahres-Chart

Dividendenzahlung

Siemens zahlt in diesem Jahr eine Dividende in Höhe von 5,35 €. Gegenüber dem letzten Jahr (5,20 €) ist das eine Erhöhung um 2,9%. In den beiden Vorjahren lag die Erhöhung noch jeweils bei 10,6%. Für die weiterhin 125 Siemens-Aktien in meinem Dividendendepot ergibt sich eine Brutto-Dividende von 668,75 €. Da ich die Aktien aufgrund des stark unterschiedlichen Einstands in zwei separaten Depots halte, habe ich auch zwei Dividendenabrechnungen. Beim S-Broker liegen die 120 „alten“ Aktien und ich habe einen Freistellungsauftrag erteilt. Dort wurden mir deshalb keine Steuern abgezogen. Die 5 „neuen“ (erst im letzten Jahr nachgekauften) Aktien liegen bei flatex und mir wurde die normale Kapitalertragsteuer und der Solidaritätsabschlag berechnet. In der Addition erhalte ich eine Netto-Dividende von 661,70 €. Sie wurde mit Wertstellung 17.02.2026 überwiesen.

Dividendengutschrift Siemens im Februar 2026 S-Broker
Abrechnung S-Broker
Dividendengutschrift Siemens im Februar 2026 flatex
Abrechnung flatex

Die aktuelle Dividendenrendite von Siemens liegt bei 5,35 € Dividende und einem Aktienkurs von 235,75 € (Kurs vom Dividendenzahltag) bei 2,3%. Es ist aus meiner Sicht wahrscheinlich, dass es auch im nächsten Jahr eine Dividendenerhöhung geben wird. Bei einem heutigen Kauf wäre die Dividendenrendite damit voraussichtlich etwas höher.

Meine persönliche Dividendenrendite (Yield on Cost) ist kompliziert. Wenn ich einfach nur meinen Bestand von 125 Aktien nehme, dann habe ich dafür 12.521,55 € bezahlt. Das entspricht 100,17 € pro Aktie. Die 5,35 € ergeben damit einen YoC von 5,34%. Dabei könnte ich es jetzt einfach belassen. Aber mir gefällt es, ein bißchen mehr zu differenzieren:

Bei den 120 „alten“ Aktien habe ich einen Einstand von ursprünglich 11.477,90 € (95,65 € je Aktie). Der YoC liegt für diese Aktien somit eigentlich bei 5,59%.

Allerdings wurde dieser Einstandspreis steuerlich durch die Abspaltung von Siemens Energy um 3.825,97 € reduziert. Seitdem beträgt mein steuerlicher Einstand je „alter“ Aktie nur noch 63,77 €. Und mein YoC damit 8,39%.

Und es geht noch weiter, mit den möglichen Werten: Die Siemens Energy Aktien habe ich seinerzeit für 1.488,83 € verkauft. Das ist der Betrag um den sich mein echter Einstandspreis von Siemens tatsächlich in Cash reduziert hat. 9.989,07 € oder 83,24 € je alter Siemens-Aktie habe ich also wirklich bezahlt. Insoweit beträgt mein YoC für die alten Aktien 6,43%.

Addiere ich dazu den 2025er Nachkauf, dann habe ich einen „echten“ Einstand von 11.032,72 € oder 88,26 € je Aktie. Der YoC liegt damit bei 6,06% und das ist auch der Wert, den ich am ehrlichsten finde.

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Mit dem S-Broker habe ich ein weiteres Depot in meinem Portfolio, diesmal aus der Sparkassen-Finanzgruppe. Dort schätze ich besonders die verlässlichen Dividendenabrechnungen, die bisher immer extrem pünktlich kamen. Hier kannst Du einfach ein Depot eröffnen.

Perspektiven

Der Nachkauf der 5 Aktien zum Kurs von 207,15 € am 22. Januar 2025 hat sich als gute Investition gezeigt. In 13 Monaten gab es 10,55 € Dividende je Aktie und der Aktienkurs ist um 28,60 € gestiegen. Das sind brutto 18,9% Total Return. Der DAX (als Performanceindex vergleichbar) hat in diesem Zeitraum exakt 17,6% zugelegt.

Nun geht es mir nicht unbedingt darum, mit meinen Investments den Index zu schlagen. Aber natürlich ist es schöner zu sehen, dass ein Einzelaktienkauf eines DAX-Wertes zumindest in diesem überschaubaren Zeitraum einen Vorteil gegenüber einem ETF-Kauf hatte.

Die sehr gute Entwicklung des Aktienkurses von Siemens steht aber durch den Indexbezug in einem Kontext und kann nicht isoliert betrachtet werden. Deutsche Aktien wurden im zurückliegenden Jahr „wiederentdeckt“ und sind insgesamt gut gelaufen.

Siemens ist aber eigentlich auch nur noch dem Papier nach eine deutsche Aktie. Der Umsatzanteil in Deutschland liegt nur noch bei 14,8%. Die USA tragen hingegen 28,0% zum Umsatz bei, China liegt bei 9,1%. Betrachtet man allerdings Europa als Gesamtheit, dann ist das immer noch die stärkste Region.

Siemens Umsatzerlöse 2025
Umsatzerlöse nach Regionen bei Siemens (Quelle: Jahresfinanzbericht 2025)

Inhaltlich hat sich Siemens in den letzten Jahren vom Industriekonzern zu einem Softwarekonzern entwickelt. Dazu gehörte nicht nur die Abspaltung von Siemens Energy, sondern auch Akquisitionen. Erst 2024 wurde z.B. Altair erworben. Seitdem hat Siemens ein Standbein bei cloudbasierten AI-Lösungen im Industriebereich. Siemens hat sich allein Altair rund 10 Mrd. US$ bei einem Umsatz von 650 Mio. US$ kosten lassen. 2025 kam dann Dotmatics hinzu. Die Firma stellt eine Software für die Forschung und Entwicklung von Arzneimitteln her und erzielte einen Umsatz von 300 Mio. US$. Der Kaufpreis für Siemens: 5,1 Mrd. US$.

Das ist auch der Hauptkritikpunkt aktuell: Siemens zahlt extrem hohe Prämien für Softwareunternehmen, die zu einem hohen Goodwill in der Bilanz führen. Zum 30. September 2024 lag er schon bei 41,0 Mrd. €. Ein Jahr später ist er auf 52,9 Mrd. € angewachsen (+29%). Dem steht ein Eigenkapital von 62,2 Mrd. € gegenüber.

Das Eigenkapital wurde allerdings dadurch gepusht, dass die Beteiligung von Siemens Energy so stark im Zeitwert gestiegen ist. Das machte allein 3,9 Mrd. € aus und kann bei einem Kursrückgang der Siemens Energy-Aktie auch schnell ins Gegenteil drehen. 2,4 Mrd. € wurden zudem aus dem Verkauf eines 7%-Anteils an Siemens Healthineers „gehoben“.

Derzeit gibt es keine Anzeichen, dass Siemens größere Abschreibungen auf den Goodwill vornehmen muss. Aber das kann sich auch ändern. Und so rosig wie der Aktienkurs suggeriert, ist die bilanzielle Situation aus meiner Sicht nicht. Jedenfalls bleibt zu hoffen, dass der Hunger des Managements auf teure Übernahmen nun erst mal gestillt ist.

Erst mal müssen die Zukäufe integriert werden. Und daran arbeitet Siemens offenbar mit Hochdruck: Im Geschäftsbereich Digital Industries, dort ist das Softwaregeschäft angesiedelt, fielen im abgelaufenen Geschäftsjahr nämlich stark gestiegene Aufwendungen für Personalrestrukturierung auf. Das Ergebnis dieses Bereichs ging um 24% zurück. Allein 356 Mio. € statt 63 Mio. € im Vorjahr waren Aufwand für Abfindungen, Vorruhestandsprogramme und Outplacement.  

Das letzte Geschäftsjahr war insgesamt aus meiner Sicht eher durchwachsen. Das zeigt auch die niedrig ausgefallene Dividendenerhöhung. Der Gewinn je Aktie der fortgeführten Aktivitäten sank sogar deutlich von 10,27 € auf 9,52 € (-7,3%).

Positiv hingegen entwickelte sich der Free Cash Flow der fortgeführten Aktivitäten. Er stieg auf 11,0 Mrd. € (+13,1%). Die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2024 von 4,1 Mrd. € und die Aktienrückkäufe von 2,3 Mrd. € waren damit mehr als abgedeckt.

Um den Aktionären bei der Analyse der Geschäftsergebnisse aber nicht die gute Laune zu verderben, nutzte das Management die Pressemeldung für eine Ankündigung: Die Tochter Siemens Healthineers soll entkonsolidiert und mittelfristig zu einer Finanzbeteiligung werden. Aktuell hält Siemens noch 67% an Siemens Healthineers. 30% der Anteile sollen an die Aktionäre von Siemens in Form einer Abspaltung gegeben werden. Wer Siemens-Aktien hält, soll damit Siemens Healhtineers-Aktien erhalten. Ähnlich war es ja auch schon bei Siemens Energy.

Unklar ist aber bisher, wie und wann das geschehen soll. Auch auf der Hauptversammlung konnten entsprechende Frage nicht beantwortet werden. Derzeit sieht es einfach danach aus, dass den Siemens-Aktionären eine Karotte vor die Nase gehalten wird. Motto: Schaut her, irgendwann gibt es noch ein paar Aktien von uns als Geschenk. Tatsächlich wird aber der Wert der Siemens-Aktien entsprechend sinken müssen. Denn die Siemens Healthineers-Aktien sind ja Teil des Siemens-Konzerns und damit auch im Aktienkurs von Siemens enthalten. Geschenkt wird hier nichts! Aber das Ganze wird immerhin transparenter.

Aktuell hat Siemens eine Marktkapitalisierung von 200 Mrd. €, Siemens Healthineers kommt auf 46 Mrd. €. Werden 30% dieser 46 Mrd. € abgegeben, sind das 14 Mrd. € bzw. 7% um die der Siemens-Kurs sinken müsste. Und das Abspaltungsverhältnis müsste 14:1 betragen. Für 14 gehaltene Siemens-Aktien gibt es also 1 Siemens Healthineers-Aktie neu ins Depot gebucht. Aber das ist natürlich nur eine Momentaufnahme und soll nur eine Indikation sein. Ein offizielles Verhältnis wird erst noch erarbeitet.

Und als Siemens-Aktionär kann man sich dann natürlich entscheiden, die Siemens Healthineers-Aktien auch wieder zu verkaufen.

Details zum Zeitplan sollen „Anfang des zweiten Quartals 2026“ bekanntgegeben werden. Warten wir also bis April und lassen uns überraschen. Jedenfalls wird eine Zustimmung durch die Hauptversammlungen von Siemens und Siemens Healthineers erforderlich sein. Und das spricht dann eher dafür, dass im Februar 2027 diese Zustimmung eingeholt und die Abspaltung dann im Verlauf des Jahres 2027 durchgeführt wird. Für außerordentliche Hauptversammlungen im Vorfeld dürfte die Zeit zu knapp und der Aufwand zu groß werden.

Für mich ist Siemens weiterhin eine Wette auf die erfolgreiche Transformation. Angefangen mit der Abspaltung von Siemens Energy, darauf folgend der Börsengang von Siemens Healthineers und verschiedenen Unternehmenskäufen und -verkäufen ist mit der angekündigten Abspaltung der Medizintechnik der nächste Schritt erkennbar.

Bisher hat sich das Investment für mich sehr gelohnt und es gibt nun keinen Grund, daran zu zweifeln. Den Goodwill muss man natürlich im Auge behalten. Und deshalb kommt auch keine Aufstockung für mich in Betracht. Wenn es dann irgendwann Details zur Verhältnis der Aktienausgabe von Siemens Healthineers gibt, dann kann ich ggf. noch eine kleine Position hinzufügen, um alles zu begradigen. Aber das wäre dann nur eine kosmetische Aktion, kein Investment aus Überzeugung.

Der Start ins neue Geschäftsjahr ist Siemens angabegemäß jedenfalls gut gelungen. Die Prognose sieht nun einen Gewinn je Aktie zwischen 10,70 € bis 11,10 € vor. Allerdings bezieht sie sich auf das „unverwässerte Ergebnis je Aktie vor Effekten aus der Kaufpreisallokation (EPS pre PPA)“ – und der Vergleichswert des Vorjahres liegt bei 12,95 €. Da war aber ein Gewinn (nach Steuern) von 2,1 Mrd. € aus dem Verkauf von Innomotics. Der Wert für 2024 lag bei 11,15 €. Und nach dem Gewinnrückgang in 2025 bei den fortgeführten Aktivitäten strebt Siemens nun in etwa wieder das Gewinnniveau von 2024 an. Wirklich prickelnd ist das nicht, aber für eine solche Transformationsphase auch nicht ungewöhnlich.

Meine 125 Aktien lasse ich entspannt liegen und freue mich auf weiter steigende Dividenden und Aktienrückkäufe.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Siemens AG
ISIN:DE0007236101
Im Divantis-Depot seit:21.01.2014
Letzter Nachkauf am:22.01.2025
Stückzahl im Divantis-Depot:125
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:100,17 €
Gesamtkaufpreis:12.521,55 €
steuerlicher Anschaffungswert:8.586,53 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:5.520,38 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

für diesen Beitrag verwendete Quellen:
Jahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2025
Fünfjahresübersicht für das Geschäftsjahr 2025
Siemens plant Entkonsolidierung von Siemens Healthineers

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Kommentare

6 Kommentare zu „Kurzzeitig schon die deutsche Nr. 1 – wann endgültig?“

  1. Avatar von Thomas
    Thomas

    Ja, einer unserer Lieblingsbluechips, die Siemens AG. Ein lebendiger Konzern, immer am Ball und immer mit Blick auf die Zukunft. Aus kurzer zeitlicher Distanz könnte man bei der stärkeren Softwarefokussierung kurz die Augenbrauen hochziehen und denken, na hoffentlich haben die für Dotmatics und Altair Engineering nicht zuviel bezahlt. Aber das ist, glaube ich zu kurz gesprungen. Denn Siemens kann mehr als Software und Hardware, Verkehr, Datencenter, Grid, Strom u.v.m. was gebraucht wird.
    Es ist lohnenswert, mal einen Blick auf das rekordhohe Backlog bzw die Auftragseingänge bei Siemens zu werfen. Noch stärker ist aber das Backlog bei Siemens Energy gewachsen und vor allem das Tempo des Anwachsen der Auftragseingänge bei Siemens Energy macht Freude. Hier ist ein kleines Juwel. Die Stichworte heißen hier Gaskraftwerke und nochmals Gaskraftwerke und weiter Gridtechnology.
    Will das jetzt nicht weiter ausdehnen.
    Jedenfalls ist Siemens da, wo die Musik spielt und das i.d.R. immer zum Vorteil seiner Eigentümer/Aktionäre. Klar bezahlen die auch mal zuviel für etwas, aber dafür sind auch immer mal Juwelen in der Bilanz.
    Global sind sie auch gut dabei, Region Asien Australien trägt auch etwa 20% zum Konzernumsatz bei.

    Da ich eine Vorliebe für Twins bei Aktien habe, habe ich natürlich zusätzlich zur Siemens AG die Schweizer ABB Ltd. im Depot, die auch die stärkste Finanz-Bilanz in der Peer haben und klar auch von der De-Dollarisierung profitieren und die Schweiz immer gesucht wird. ( man sieht es auch an Novartis und auch an Roche, die schon die 400 € geknackt haben. :) Läuft….
    Nun endlich ist bei mir auch die Startposition des französischen Peers Schneider Electric am Start :)

    Habe jedenfalls festgestellt beim Blick auf mein Depot, das bei den Top Positionen die alte westliche Hemisphäre gut gemischt in allen Spielarten da ist, aber Asien nur in klein klein.

    Fazit:
    1.)
    Siemens halten (unbedingt) Kursschwäche derzeit nicht absehbar, also brauch ich mir über Nachkäufe auch keine Gedanken zu machen :)
    Diverse Meinungen sehen Siemens Ende 2026 durchaus auch bei 300 € (natürlich keine Garantie)
    2.) für mich Schneider Electric auf relevante Größe bringen. (Sparplan läuft)
    3.) das wichtigste für mich
    Region Asien in Kombination mit Sektor Industrie/Technology/ Grid oder Internetprovider (Bloß keine Software!)
    auf einen Schlag in eine Topposition im Depot zu bringen. Langfristig will ich durchaus Asien auf 30 % Depotanteil bringen. Pharma und Finanzen und Westen ist schon fast zu viel da.

    Meine Ideen hier zur Zeit die Singapore Telecommunications oder die ST Engineering (ebenfalls Singapore)
    China auf einen Schlag mit einer Aktie auf eine Topposition zu bringen, fehlt mir der Mut, aber manchmal braucht es diesen Mut. Mal sehen.
    Wenn irgendjemand ein gute Idee hat?
    Randideen wären z.Bsp. Telkom Indonesia mit hohen Dividenden oder die chinesische Citic.

    Grüße schönen Sonntag.

    Trump ist so langsam entzaubert, er schlägt nochmal um sich mit seinen Tarriffs, aber die Börse hat sich erstens gewöhnt und denkt zweitens auch schon an die Zeit nach Trump. Trotzdem hat Trump wenigstens noch einen gewissen Unterhaltungswert mit Direktheit und Authentizität und Leadership-Anspruch, die es in Europa außer gepflegter Langeweile und institutionalisierter Dezenz gar nicht mehr gibt.

  2. Avatar von Thomas
    Thomas

    offtopic,
    nochmals Überlegungen zum Dreieck Pharmaaktien, steigender Lebenserwartung und KI.
    Es ist bekannt und validiert, das mit steigendem Lebensalter (linear) der Verbrauch und sonstiger Aufwand Pharma u.ä. zum Ende hin exponentiell steigt.
    Die derzeitige durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei etwa 73,5 Jahren. (im Jahr 1950 lag sie unter Herausrechnung der höheren Säuglingssterblichkeit übrigens bei etwa 60 bis 65 Jahren)
    Prognosen zufolge könnte die durchschnittliche Lebenserwartung bis 2041 (heute in 15 Jahren) auch mit Hilfe von KI dann auf etwa 78 bis 80 Jahren steigen.
    Das wäre ein Anstieg um etwa 7,5%. In diesem Zeitraum werden weiter dauerhaft und länger Medikamente und sonstiger medizinischer Aufwand benötigt. Weiter Anstieg der Einwanderung in bezahlbare (Krankenkassen) Versorgung.

    Also das wäre ein Plädoyer, um weiter Pharmaaktien aufzubauen.

  3. Avatar von Matthias von Mitzlaff

    Durch die von der US-Regierung angestoßenen Entwicklungen in 2025 habe ich nochmal viel nachgedacht, über die Geo-Verteilung meines Depots.

    Im Ergebnis habe ich vor, Europa weiter zu stärken. Dies gelingt über ETFs wie den A2JAHJ von VanEck als auch über das gezielte Kaufen von Einzeltiteln.
    Meine Aktiensparpläne habe ich auf SAP und Siemens ausgeweitet.
    Erstere kenne ich aus eigener Erfahrung (SAP-Rollouts in Unternehmen) und kann bestätigen: Das ist ein Kosmos (ERP-Systeme), der noch einige Zeit bleiben wird.
    Bei zweiteren überzeugt mich insbesondere die Dividendenhistorie und die Robustheit der Firma.

    Ein Einstandsmittel von 100 EUR für Siemens ist natürlich wirklich schön, toll Ben, wir freuen uns mit dir!

  4. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Neben ABB und Siemens wäre im Europäischen Raum noch Andritz hinzuzufügen. KGV und Div. ist bei Andritz attraktiver. Zudem man in CHF ja schon recht viel liegen hat, weil es dort so einige must haves gibt.

    Die Älteren von uns kennen ja noch den Begriff ‚Deutschland AG‘. Wurde dann alles entzurrt, besonders bei Siemens. Angesicht der sich drohenden Übermacht Asiens (Humanoide!) stellt sich mir die Frage, ob diese nicht sinnvoller Weise reaktiviert werden sollte. Siemens wäre dabei ein guter Kristallationskeim. Wollen mal hoffen, dass Siemens angesichts der Disruption keine zweite Bosch wird…

    Gruß Frank

    1. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hat irgendwer die Roboter auf der chin. Neujahrvorstellung 2026 gesehen.
      Im Vergleich zu 2025 ein gewaltiger Sprung.
      China wird ein Powehouse der neuen Technologien sein. Deren KI sollen aus der DNA eines Menschen sein Gesicht abbilden können. Wenn eine Regierung ein Socialcredit-System hat und die KI mit allen Bildern und Infos seiner Bürger füttert, dann kann die KI damit eine Menge anfangen. Schade nur, dass deren Finanzsystem so angelegt ist, dass eine große Enteignung jederzeit möglich ist. Auch wird es China nicht passieren, dass auch nur eine wichtige Firma vom Ausland übernommen wird. Das haben die Asiaten, also Japaner, Inder und Südkoreaner besser auf dem Schirm. Während westliche Firmen nur von Quartalsergebnis zu Quartalsergebnis hecheln, Goodwill stapeln, auf Pump überteuerte Aktien zurückkaufen und alles abspalten, was irgendwie deren Renditeziel auch nur um 0,1% vefehlt, braucht man sich nicht zu wundern, das Europa und USA sowas von asiatischen Ländern abhängig sind.
      Die Substanzen für Penicillin müssen wir aus Asien importieren, alleine schaffen wir es nicht. Welchen Mehrwert schafft denn Siemens auf lange Sicht. Warum spaltet man die Gesundheitstechnik und die Energietechnik ab und versilbert es. Beides sind Zukunftsbranchen. Bayer war so irre sich zu zerlegen um so einen Quatsch wie Monsanto zu kaufen. Covestro, führend bei gewissen Kunstoffen ist weg.
      Als ob Einzelfirmen mehr wert sind als ein Konglomerat mit darunter gehängten Firmen. Es ist nur eine Illusion. Es wäre natürlich viel einfacher ein Konglomerat zu übernehmen, wenn deren Kurse aufgrund dessen niedriger wären. Deswegen sollte man keine Aktienrückkäufe sondern einfach nur seine Aktien kaufen und als Schutzwall um die 25% stapeln. Der Staat sollte bei solchen Firmen immer mit einen abschreckenden Prozentsatz beteiligt sein, und sein Geld nicht für irgendwelchen Quatsch verprassen. Trotz meiner negativen Grundeinstellung hab ich 20% allein aus Deutschland. Wollte nicht Home Bias sein, aber bei den Kursen kann ich nicht anders. Auch was bringt es Fern Bias sein. In anderen Ländern gibt es genauso viel Bürokratie, geselltschaftliche Probleme und politischen Stumpfsinn. Mein Depot hat auch nur 20% USA und 0% China, aber mein US und mein China-Exposure ist in Summe vermutlich weit über 50%. Deutschland AG ist für mich jedenfalls tot.

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