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Kurz vor dem Aktiensplit: geht die Erfolgsgeschichte 2026 weiter?

3D-Grafik mit extrudiertem „ITOCHU“-Logo in silberner Metalloptik vor einem blauen Finanzchart-Hintergrund. Eine leuchtend grüne Linie symbolisiert einen steigenden Aktienkurs, der nach oben rechts zeigt. Moderne, plastische Darstellung im Format 1200x628 Pixel.
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In meinem Depot ist die überwiegende Mehrzahl der Unternehmen relativ stark fokussiert. Es wird eine Branche bedient und in der besteht meistens die Marktführerschaft und ein gewisser Burggraben. Am Beispiel von Siemens sieht man zudem gut, wie positiv sich ein Wandel vom Gemischtwarenladen zum Spezialisten auswirken kann.

In Japan habe ich es jedoch anders gemacht und vor einigen Jahren als meine dort größte Position ganz bewusst einen breit diversifizierten Konzern ins Depot gekauft. Mit 8 Tätigkeitsbereichen vom Lebensmittelvertrieb über die Herstellung von Baumaschinen bis hin zum Rohstoffhandel bin ich so an der Entwicklung der japanischen Wirtschaft beteiligt.

Spätestens nach der „Entdeckung“ durch Warren Buffet setzte die Aktie zu einem Höhenflug an und notiert nun oberhalb ihrer historischen durchschnittlichen Bewertung. Optisch setzt das Management nun einen Aktiensplit dagegen.

Was es damit auf sich hat und wie ich die Perspektiven des Unternehmens einschätze, erfährst Du in diesem Beitrag.

Japan befindet sich als Investmentziel bereits seit 2019 in meinem Dividendendepot. Damals kaufte ich Sekisui House und lernte in der Zwischenzeit viel über den schwachen Yen. In diesem Jahr ging das munter weiter und der Yen ist so schwach wie nie.

Mit Itochu investierte ich dann 2023 in besagten Gemischtwarenladen, den ich hier ausführlich vorgestellt habe. Mit Itochu kann ich die Entwicklung in einer der führenden Volkswirtschaften breit abdecken.

Mit den positiven Erfahrungen habe ich mittlerweile in insgesamt 8 japanische Unternehmen investiert. Itochu ist dabei mit Abstand die größte Position:

TitelMarktwert 04.12.2025Depotgewicht
Itochu10.297 €1,91%
Sompo Holdings2.829 €0,53%
Nippon Sanso2.664 €0,50%
Marubeni2.349 €0,44%
Sekisui House1.860 €0,35%
JFE Systems1.232 €0,23%
Unicharm1.002 €0,19%
Prestige International763 €0,14%
SUMME23.000 €4,27%

Die anderen japanischen Unternehmen neben Itochu und Sekisui House werde ich auch noch ausführlich vorstellen. Aufgrund des niedrigen Depotgewichts lag mein Fokus jedoch bisher auf den größeren Adressen.

Im Langfristchart ist bei Itochu ein deutlicher Anstieg seit 2020 zu erkennen. Während die Aktie dort noch für 2.000 Yen gehandelt wurde, ist in der Heimatwährung inzwischen knapp das Fünffache zu bezahlen:

Itochu 10-Jahres-Chart in Yen
Itochu 10-Jahres-Chart in Yen

Für Euro-Anleger ist die Rendite aufgrund der Yen-Schwäche nicht ganz so hoch, aber immer noch beeindruckend.

Mein erster Kauf fand Anfang Mai 2023 zu 4.480 Yen statt, einen Monat später zahlte ich dann schon 5.438 Yen. Zum Dividendenzahltag notiert die Aktie nun bei 9.334 Yen.

Dividende

Itochu zahlt zweimal im Jahr Dividende. In diesem Dezember gibt es 100 JPY je Aktie. Das ist gegenüber dem letzten Jahr keine Erhöhung. Allerdings gab es im Juni auch schon 100 JPY Dividende und das war gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung um 20 JPY. Somit wurde die ausgezahlte Dividende in 2025 gegenüber 2024 von 180 JPY auf 200 JPY erhöht – ein Plus von 11,1%. Meine 200 Aktien liegen jeweils hälftig im Depot bei maxblue und bei Estably (Interactive Brokers).

Bei maxblue wurde die Brutto-Dividende von 10.000 JPY für die 100 Aktien zum Kurs von 181,6547 in Euro umgerechnet. Nach Abzug der Steuern ergibt sich eine Netto-Dividende von 40,82 €. Sie wurde mit Wertstellung 04.12.2025 überwiesen.

Die Yenschwäche wird im Vorjahresvergleich deutlich: vor exakt einem Jahr lag der Umrechnungskurs noch bei 158,6145 und die Nettodividende betrug – bei identischer Yen-Bruttodividende – 46,76 €. Das ist ein währungsbedingter Dividendenrückgang um 12,7%.

Dividendengutschrift Itochu bei maxblue
Dividendengutschrift Itochu bei maxblue

Bei Estably habe ich hingegen ein Verrechnungskonto in JPY, so dass keine automatische Umrechnung erfolgt. Im Gegenzug muss ich aber selbst um die deutschen Steuern kümmern. Der Vorteil ist trotzdem, dass ich den Yen-Kontosaldo ohne Wechselkursrisiko wieder investieren kann. Die Brutto-Dividende war wie bei maxblue. Abgezogen wurde die Quellensteuer – ebenfalls in gleicher Höhe wie bei maxblue. Die Netto-Dividende beträgt damit 8.469 JPY. Sie wurde am 02.12.2025 gebucht.

Itochu Bruttodividende Estably Dezember 2025
Dividendengutschrift Itochu bei Estably
Itochu Quellensteuerabzug Estably Dezember 2025
Quellensteuerabzug zur Dividendenzahlung Itochu bei Estably

Nehme ich nun den EZB-Referenzkurs von diesem Tag (181,26), dann ist meine Nettodividende 46,72 €. Davon gehen dann allerdings noch die deutschen Steuern im Rahmen meiner Steuererklärung ab.

Die Dividendenrendite von Itochu liegt aktuell bei einem Aktienkurs von 9.334 JPY und einer Jahresdividende von 200 JPY bei 2,1%.

Meine persönliche Dividendenrendite (Yield on Cost) liegt für die bei maxblue gehaltene Position bei 3,63% (Einstand: 3.030,00 €). Für die bei Estably liegende Position habe ich einen höheren Einstand (3.629,68 €), so dass dort mein YoC bei 3,04% liegt.

In der Addition beider Positionen habe ich in 2025 228,39 € Brutto-Dividenden bei einem Einstand von 6.659,68 € erhalten. Das entspricht einem Yield on Cost von 3,43%.

Aktiensplit

Itochu wird seine Aktien im Verhältnis 5:1 splitten. Umgesetzt wird der Aktiensplit zum Jahreswechsel. Record Date ist der 31.12.2025 und effektiv wird der Split am 01.01.2026. Ab dem Handelsstart im neuen Jahr 2026 wird sich der Aktienkurs von Itochu deshalb optisch verbilligen! Rechnerisch werden aus den aktuellen 9.334 Yen dann 1.866 Yen. Gleichzeitig verfünffacht sich aber auch die Aktienanzahl und die Marktbewertung von Itochu ändert sich nicht. Aus meinen 200 Aktien werden dann 1.000 Aktien.

Der Aktiensplit ist deshalb auf der einen Seite ein non-event. Itochu wird nicht zu einem Schnäppchen und es macht auch keinen Sinn, die Aktie zu kaufen, weil sie jetzt billiger wirkt.

Und trotzdem gibt es einen gewissen Effekt: die Handelbarkeit der Aktie vergrößert sich und könnte die Nachfrage erhöhen. In Japan werden Aktien an der Börse in Tranchen zu 100 Stück gehandelt. Und wer bisher 100 Itochu kaufen wollte, musste rund 5.000 € investieren. Nach dem Split geht das schon für 1.000 €. Für die kursbildenden größeren Investoren ist aber auch das bisherige Mindestvolumen kein Problem gewesen.

Deshalb erwarte ich persönlich keinen besonderen Einfluss durch den Aktiensplit.

Perspektive

Auch wenn der Aktiensplit für die Itochu-Aktie keine direkten Auswirkungen haben sollte, erleichtert er es mir persönlich etwas. Denn auf meinem Yen-Konto bei Estably sammeln sich die Yen-Dividenden der meisten meiner japanischen Aktien. Und wenn ein gewisser Betrag erreicht ist, dann kann ich mir entweder ein neues Unternehmen ins Depot legen oder bei einem japanischen Depotwert nachkaufen. Und durch den niedrigeren Aktienkurs von Itochu wird die Mindesthandelsgröße von 100 Stück nun leichter für mich nur durch die Yen-Dividenden erreicht.

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Das Depot bei Estably (Interactive Brokers) hatte ich eigentlich für den Optionshandel eröffnet. Es bietet einen einfachen Zugang zu den weltweiten Optionsmärkten. Estably verfügt über eine kompetente Kundenhotline und bietet ein kostenfreies Depot an. Du kannst das Depot nicht nur für Optionen nutzen, sondern genauso gut auch für Aktienkäufe direkt an den ausländischen Handelsplätzen (also z.B. in Tokio oder auch New York).

Wenn Du bei Estably über diesen Link ein Depot eröffnest und mindestens 5.000 € einzahlst, dann solltest Du im Feld „Gutscheincode“ Divantis eingeben. Du erhältst dann dauerhaft Sonderkonditionen und kannst US-Optionen für 3,00 US$ statt 3,50 US$ und deutsche Optionen für 1,80 € statt 2,00 € handeln. Der Handel mit Aktien in Tokio kostet pauschal 500 Yen und ist damit durchaus attraktiv.

Fundamental läuft es bei Itochu aktuell mit Höhen und Tiefen. So hat Itochu vor kurzem die Ergebnisse für das 1. Halbjahr seines laufenden Geschäftsjahres (das „Fiscal Year 2026“ läuft bis Ende März 2026) gemeldet.

In dieser ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 verzeichnete Itochu zwar einen Umsatzrückgang von 0,6%, konnte aber den Vorsteuergewinn um 9,9% steigern.

Der Gewinn je Aktie stieg von 304,99 auf 354,18 Yen. Ein Plus von 16,1%. Ebenfalls erfreulich war der Anstieg des Eigenkapitals je Aktie von 3.907,24 Yen auf 4.311,92 Yen. Mein Einstand von 4.480 Yen (1. Tranche) und zu 5.438 Yen (2. Tranche) ist damit bald vollständig eigenkapitalgedeckt.

Itochu sieht einem positiven weiteren Geschäftsjahr entgegen und rechnet mit fortgesetztem Wachstum in den wichtigsten Geschäftsbereichen. Nachdem im letzten Geschäftsjahr zweimal je 100 Yen pro Aktie als Dividende gezahlt wurden, sollen es jetzt neben den gerade bezahlten 100 Yen im Juni als Schlussdividende 110 Yen (bzw. nach dem Aktiensplit 22 Yen) werden. Das ist dann tatsächlich eine Dividendenerhöhung von 200 auf 210 Yen (+5%).

Der Gewinn je Aktie soll zum Ende des Geschäftsjahres einen Wert von 639,74 Yen (bzw. nach dem Aktiensplit 127,95 Yen) erreichen. Bei einem Aktienkurs von 9.334 Yen entspricht das am Dividendenzahltag einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14,6.

Und damit sind wir beim großen Haken an der Sache: Noch vor einem Jahr (hier nachzulesen!) notierte Itochu bei einem KGV von 7,8. Der Aktienkurs lag am Dividendenzahltag 2024 bei 4.771 Yen!

Nun sprechen wir also über ungefähr eine doppelt so hohe Bewertung. Was ist der Auslöser dafür? Zunächst einmal war Itochu vor einem Jahr tatsächlich sehr günstig. Der Bewertungsdurchschnitt der letzen 5 Jahre liegt laut Auswertung von MarketScreener (auf Daten von S&P Global Market Intelligence) bei 10,3.

Fakt ist damit zunächt, dass Itochu deutlich über dem historischen Durchschnitt notiert. Üblicherweise passiert so etwas bei Aktien dann, wenn ein stärkeres zukünftiges Wachstum antizipiert wird. Das sehe ich so bei Itochu nicht. Wachstum ist zwar da, aber das war es auch schon in den letzten Jahren.

Was jetzt noch stärker wirkt, ist sicherlich der Blick auf Japan. Durch den niedrigen Yen bei gleichzeitig immer noch niedrigen lokalen Zinsen ist ein Aktieninvestment für ausländische Investoren in Japan weiterhin sehr attraktiv. Nicht umsonst ist Berkshire Hathaway mit rund 8,5% auch der größte Einzelaktionär von Itochu. Und dieser Fokus kann auch zu einer Neubewertung des japanischen Aktienmarktes führen.

Allgemein gesprochen gibt es zahlreiche Initiativen, die eine stärkere Orientierung zu den Aktionären erwarten lassen. So werden die Unternehmen angehalten, ihre Cashreserven mittels Dividenden oder Aktienrückkäufen zu verwenden. Das wirkt kurstreibend und sorgt für höhere Bewertungen.

Bezogen auf Itochu ist für mich persönlich allerdings aktuell die Fahnenstange erreicht. Ich würde auf diesem Niveau nicht mehr neu in das Unternehmen einsteigen. Denn wo soll das Potenzial sein? Jedenfalls auf kürzere Sicht besteht doch eher eine Rückschlaggefahr als eine nachvollziehbare Begründung für einen weiteren Kursanstieg.

Auch die niedrige geplante Dividendenerhöhung zeigt mir, dass das stürmische Wachstum insoweit erst einmal in ruhigere Bahnen übergeht.

Itochu selbst versucht sich auch weiter außerhalb Japans zu diversifizieren. So wurde jüngst bekannt gegeben, dass sich Itochu mit 19,5% am US-Mietwohnungsentwickler Wood Partners beteiligt. Wood Partners ist der drittgrößte Entwickler von Mehrfamilienhäusern in den Vereinigten Staaten und besitzt aktuell rund 25.000 Wohnungen in 80 Objekten. Der Umsatz dürfte nach meinen Recherchen bei rund 200 Mio. US$ liegen.

Damit kommt ein weiteres Puzzlestück zum Gemischtwarenladen hinzu.

Den japanischen Aktienmarkt im Gesamten finde ich übrigens immer noch sehr interessant. Der Umbruch hin zu einer stärkeren Shareholder Value-Orientierung ist noch längst nicht abgeschlossen. Nur ist Itochu einer der Vorreiter und insofern ist die Messe hier womöglich schon gelesen. Als Bestandsaktionär bleibe ich natürlich trotzdem an Bord und profitiere von meinem niedrigen Einstand und lasse das Investment einfach laufen.

Zum Schluss gibt es allerdings noch einen Hoffnungsschimmer für 2026: Itochu ist tatsächlich in 2025 schlechter als seine Vergleichstitel gelaufen. Oder anders ausgedrückt: sie waren noch besser. So hat z.B. die Aktie von Marubeni mehr als 60% zugelegt, während Itochu nur auf ein Plus von 8% kommt (beides auf Euro-Basis).

Und das könnte in 2026 – gepaart mit dem optisch niedrigen Aktienkurs durch den Aktiensplit – trotz meiner zurückhaltenden Einschätzung zur Bewertung für einen Nachholeffekt sorgen. Es ist natürlich nur Spekulation, aber Börse ist oft überraschend. Und Itochu ist durchaus für eine Überraschung in 2026 gut.

Auf einen Blick:

Unternehmen:ITOCHU Corporation
ISIN:JP3143600009
Im Divantis-Depot seit:04.05.2023
Letzter Nachkauf am:12.06.2023
Stückzahl im Divantis-Depot:1.000
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:6,66 €
Gesamtkaufpreis:6.659,68 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:254,31 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

für diesen Beitrag verwendete Quellen:
Consolidated Financial Results for the First Half of the Fiscal Year Ending March 31, 2026
Announcement regarding Share Split and Partial Amendment to Articles of Incorporation, as well as Revision of the Annual Dividend Forecast for the Fiscal Year Ending March 2026 (Increase in Dividend)
Wood Partners Announces Strategic Minority Investment by ITOCHU Corporation

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Kommentare

40 Antworten zu „Kurz vor dem Aktiensplit: geht die Erfolgsgeschichte 2026 weiter?“

  1. Avatar von BörsenHai
    BörsenHai

    Hallo Ben,

    ich kann Deine Gedanken und Hinweise nachvollziehen. Ich möchte nur eines noch ergänzen:
    Wenn man bereits Itochu im Portfolio hat, dann wäre ein Kauf teurer gemessen am KGV. Aber Itochu ist noch immer günstiger bewertet als viele andere Unternehmen im Bereich Handel oder Nahrung. Für Neuinvestitionen sehe ich durchaus noch Potential. Man darf nur nicht die Zahlen der Vergangenheit beim Wachstum heranziehen und in die Zukunft hochrechnen.
    Wer schon länger investiert ist, kann sich mit 5% Div-Steigerung aufs Sofa setzen . ;)

    Wichtig, wie von Dir angesprochen:
    1. Kursrisiko! Yen, wie von Dir angesprochen, aber selbst in € hat die Aktie in 5 Jahren deutliche Kursrendite neben der Div-Rendite abgeliefert.
    2. In den bekannten Plattformen reduziert sich die Dividende um ca. 80% (der Split ist dort gar nicht eingerechnet). Deshalb führe ich diese Auswertung der Div-Steigerung selbst. Solch falsche zahlen werden auf den Plattformen oft gar nicht korrigiert und sind irreführend.

    Darf ich Dich fragen, unter welchem Sektor Du Ben Itochu führst?
    Als Konglomerat ist Sie bei mir unter „Industrie“ geführt.

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo BörsenHai,

      ich habe Itochu als „Mischkonzern“ eingeordnet. Dazu gehören noch Marubeni, Prestige International und – wobei ich mir nicht sicher bin, ob das noch passt – Siemens. Ehrlicherweise steuere ich aber nicht wirklich nach den Branchen. Die Aussagekraft der Einteilung ist deshalb gering.

      Viele Grüße Ben

  2. Avatar von Thomas
    Thomas

    hatte mich ja gelegentlich über den Yen zum Euro mokiert und tatsächlich fährt der Fahrstuhl zuverlässig quasi planmäßig nach unten, wenn man mal nachsieht.
    Die Geschwindigkeit der Abwertung erscheint konstant und wird wohl beibehalten werden.
    Yen bleibt auch ggü Dollar schwach, schwächer auch gegen Yuan, wobei der Dollar ggü Yuan seit einem Jahr auch abwertet. Also der Yen der letzte bei dem Rennen Hase und Igel. Japan 30yrs Treasury yield unverändert hoch und verharrt nahe am Allzeithoch, der Sprung zum nächsten ATH liegt vor der Haustür.

    Japaner, die Aktien ex Japan halten, gewinnen schon durch Währungsgewinne fast zwanghaft von allein. Institutionelle Anleger nutzen das reichlich und haben eine sehr hohe Quote von 71% an Aktien.
    Diese Institutionellen japanischen Anleger stört die starke Abwertung des Yen schon mal gar nicht… eher das Gegenteil.

    Die neue Premierministerin Takaichi hat mit der gleichen Chuzpe und Selbstverständlichkeit wie einst ihr Lehrer Shinzo Abe einen Riesenschluck aus der Pulle der Staatsverschuldung genommen, dort also nicht neues. Immerhin ist sie sehr Konservativ und wirtschaftsnah, sowas könnte Deutschland auch mal gut gebrauchen.
    Verschuldung Japans wird weiter steigen.

    Bens Selektion mit Itochu und Marubeni top, alle anderen so lala. Alle zarten Pflänzchen der Kurserholung werden durch den schwachen Yen mehr als neutralisiert.

    bei mir selbst hat es im Moment bisher nur Mitsubishi UFJ Finl Grp. aus der Finanzbranche ins Depot geschafft, die größte Bank Japans muss ja was von der Staatsverschuldung abbekommen.

    War immer zurückhaltend ggü Yen Invests und sehe mich weiter bestätigt. Verschuldung in Yen oder Yen Konto fällt für mich aus. Bin bei Japan immer noch unterrepräsentiert, sehe aber bei Itochu, Marubeni durchaus noch einen langes Momentum nach oben.
    Buffet hatte ja mit Mitsui, Sumitomo, Itochu, Marubeni und Mitsubishi ein gutes Händchen bewiesen und sie quasi geadelt, der Trend halt bei allen 5en gut an.
    Wenn, würde ich in Japan auch nur aus diesen 5 unverändert auswählen, solange die volkswirtschaftliche Situation in Japan so ist, wie sie ist.

    Grüße schönen Sonntag.

  3. Avatar von Tobs
    Tobs

    Hallo Thomas,

    die Frage ist doch eigentlich, wenn Du Dich konkret mit einer Währung beschäftigst, ob das rein auf Dein intellektuelles Interesse einzahlt, oder ob Du aus den vermeintlichen Erkenntnissen für Deine Investitionen empirische Erkenntnisse ableiten kannst.

    Und die empirische Forschung zu Währungen ist ziemlich klar, dass Du für Deine Investment-Entscheidung keine sinnvollen Ableitungen erzielen kannst: Währungen sind kurzfristig volatil und niemand kann Wechselkurse systematisch prognostizieren. Du wirst es im Zweifel auch nicht können und der Blick auf zeitlich zurückliegende Charts vermittelt nur ein Pseudo-Wissen. Es gibt genug ausreichend Studien, die belegen, dass sich – über langfristige (!) – Zeiträume die Unternehmensgewinne stärker als FX-Effekte entfalten. Das liegt an unterschiedlichen Faktoren: Unternehmen, die sich selbst operativ anpassen / Mehrschichtige Wirkung auf die Unternehmen von FX-Effekten und letztlich der Random Walk der Währung, der wie eine Wünschel-Ruten-Stab mal in die und dann in die andere Richtung geht….

    Das ist übrigens keine reine Forschung aus dem Elfenbeinturm. Frag mal Deine KI, mit der Du ja gerne spielst (ich übrigens auch), was Investoren wie WB, Howard Marks, Ray Dalio, Peter Lynch, John Bogle usw. usw. davon halten, FX-Effekte zu sehr in die Portfolioüberlegungen aufzunehmen…

    Vielleicht ist es für Dich persönlich relevanter, weil Du regelmäßig am Realisieren bist, dann spielt ein FX-Effekt natürlich eine Rolle. Aber für langfristige Cash-Flow Investoren, die ihr breites Portfolio langfristig aufbauen: Wäre es töricht. Wenn man sein Portfolio ständig wegen Sektoren- UND – Währungsrotationen umbaut, wüßte ich nicht, wie man eine langfristige Portfolio-Strategie überhaupt sinnvoll exekutieren will. Jeder Versuch, kurz- und mittelfristige Vola auszuschalten, kostet in Wahrheit doch Rendite, das will nur nicht zugegeben werden. Die Frage nach der sinnvollen Einbettung einer dedizierten aktiven (!) FX-Strategie in eine Portfolio-Strategie müssten natürlich die ganzen Pseudo-Experten, die sich im Internet gerne zu Wort melden, beantworten können (tun sie aber natürlich nicht).

  4. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hi Tobs, wer sich Anfang der 2000er Jahre im Black Box Verfahren entscheiden wollte, ob er sein Geld in SFR Aktien oder in Yen Aktien anlegen will,
    hat über einen sehr langen, sehr relevanten Zeitraum Rückenwind durch SFR gehabt oder Gegenwind durch Yen. Nachhaltig und konsistent.
    Ich vergleich das gern mit einem Sprintduell beim 100 Meter Lauf (oder auch Marathon von mir aus), bei dem einer der beiden Duellanten ohne Not ein zusätzliches Startgewicht von 30Kg aufgepackt bekommt.
    Die Differenz zwischen SFR und Yen beträgt über 25 Jahre etwa 225%. Fast linear. Begründet durch unterschiedliche Ansichten zur Fiskalpolitik beider Länder.
    Du hast ohne Zweifel Recht in dem, was Du schreibst, es schadet aber mE nicht bzw nützt eher, die unterschiedlichen Bewegungen der Währungen in alle ohnehin anzustellenden Erwägungen mit einzubeziehen.

    Und ich wage mich wohl nicht sehr weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, das der SFR in zwei Jahren wieder weiter höher stehen wird als der Yen.

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Thomas,

      nur als Ergänzung. Anfang 2000er konnte man mit japanischen Aktien exorbitante Gewinne (Kurs) machen. Ich erinnere mich noch, dass einige Bekannte jap. Aktien kauften ohne Ende – nach Kurs reich waren. 5 Jahre später war (wie in D) die Luft raus.
      Es war eben der 2000 Hype.
      Soviel zum „BlackBox“ Verfahren.

      Heute ist die Situation eine komplett Andere als in den 2000ern.

      Ob der SFR weiter steigt? Keine Ahnung. Die EU wird ihn wenn erforderlich „zwangsweise“ einbremsen. Vor 10-15 Jahren (länger her?) wertete der CHF gegenüber dem EUR 20% auf. Ein Aufschrei ging durch die Medien und Politik.
      Nicht umsonst macht in meinem Depot CHF gegenüber Yen 15% zu 5% aus. ;)

      Dennoch gilt: Ein gutes Unternehmen mit schwacher Währung ist meist besser als ein schwaches Unternehmen mit starker Währung.
      Mitsui und Itochu sind bei mir in 5 Jahren mehr als verdoppelt. Das erreichte nur ein Schweizer Konzern.
      Beide „Länder“ liefern aber Cashflow. Top!

      @All: Das ist meine selektive Wahrnehmung, ist also nicht (!) zu verallgemeinern.

    2. Avatar von Tobs
      Tobs

      Hallo Thomas,

      ich halte es für müßig, auf zurückliegende, abgeschlossene Sachverhalte zu schauen und daraus eine Art von Erkenntnis für die Gegenwart und erst Recht für die Zukunft gewinnen zu wollen.

      Du könntest Dir jetzt beliebige Währungspaare rauspicken, sie vergleichen, und Dich dann auf der Gewinner-Seite positionieren. Das kannst Du mit allem machen, mit Aktien auch.

      Aber das ist doch ohnehin nicht der entscheidende Punkt, meines Erachtens geht Dein Einwand voll an der Sache vorbei: Es geht um keine (ausschließliche) Währungsspekulation, denn wir sprechen ja nicht davon, ob wir vor 20 Jahren den SFR oder den YEN gekauft hätten. Es geht doch um Aktien, also Unternehmen, die wir kaufen. Und hierzu hatte ich mich bereits geäußert, und ich denke das ist mit Evidenzen belegt, dass Unternehmensgewinne über lange Sicht FX-Effekte gut kompensieren (wofür es wieder vielschichtige Gründe gibt). Kurzum: Eine Aktie aus einem langfristig schwächeren Währungsraum kann sich trotzdem genauso gut entwickeln über einen langfristigen Raum. Oder waren der S&P 500 ein Loser, als der USD für lange Zeit versus Euro vergleichsweise schwach war?

      Damit bleibt als eigentliche Frage: Sieht man bei einem Aktienkauf FX-Schwankungen als zusätzliche Rendite-Quelle und dementsprechend als korrelierendes Risiko zugleich = Bei kurzfristigem Anlagehorizont ist das vermutlich so. Oder sieht man das eher ausgeglichen = Bei langfristigem Anlagehorizont ist das naheliegender.

      Nur auf Devisen Entwicklungen zu setzen hat meines Erachtens mit langfristiger Aktienanlage weniger zu tun, dementsprechend sind solche von Dir angestellten Vergleiche für langfristige Aktieninvestoren allenfalls bedingt aussagekräftig.

      Deswegen ist mir – darum ging es doch – die Ableitung von Dir immer noch nicht klar.

  5. Avatar von Thomas
    Thomas

    Buffets Deal der 5 japanischen Handelshäuser war btw eine
    „dedizierte aktiven (!) FX-Strategie“
    par excellence.

  6. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Ich wähle mal angesichts der heute sehr interessanten Diskussion heute den Mittelweg zwischen YEN und CHF. CHF und YEN-Investitionen sehe ich wie BH. Wie schaut es denn mit CAD/EUR aus? Und ich würde behaupten, Tobs hat hier in seinen Argumenten wohl den Lauf.

    Ganz konkret für mich – Canadian National Railway versus Itochu (die ich auch habe) kennt für mich nur einen Sieger. Der CAD ist mir hier wirklich schnurz.

    So, und nun sei mal die zweite Kerze angezündet . Je eine für die beiden genannten Werte.

    Gruß Frank

  7. Avatar von Hansi
    Hansi

    Die Währungen interessieren mich nicht wirklich. Die Konzerne sind in der Regel alle international und kassieren Währungen aller Art Es sind Sachwerte und die Welt denkt noch USD. Schmiert Yen ab, sind die jap. Sachwerte oft nicht weniger wert.
    Meine erste Japan-Aktie war Canon im Herbst 2020 als sie ein fallendes Messer war
    und ich mal unerwartet gut traf.
    Weitere Werte bei mir sind:
    Takeda
    Eneos
    Mitsubishi Chemical
    Mitsubishi Electric
    Honda
    Panasonic
    Komatsu
    Fanuc
    Meiji
    Mitsubishi Corp.
    Murata
    Unicharm
    Kirin
    Sumitomo Heavy
    Citizen
    Yamaha
    Yamaha Motor
    Shimano
    Bridgestone
    Nippon Steel
    Yakult
    Casio
    Daikin

    Hitachi,Mitsubishi Heavy, Sony,Nintendo,Japan Tobacco, Toyota und Kubota konnten alle mit Gewinnen verkauft werden. Japan war die letzen Jahre einfach ein Selbstläufer. Casio und Yakult sind nur Fan-Ikea-Positionen. Finde es immer wieder spannend wie Japaner sich neu erfinden.
    Deswegen habe ich keine Sorgen bei Canon oder Casio.
    Mehrere Positionen sind nur Startpositionen, weil einige noch immer hoch bewertet sind.
    Also hinter der Aktienansammlung steckt kein Analyse oder Plan.
    Honda ist drin, weil Auto/ Motorrad im Depot fehlte. Citizen, weil Uhren fehlte. Komatsu ziehe ich Caterpillar bei Baumaschinen vor. Sumitomo Heavy wegen Baukräne und Schmiedemaschinen. Meiji, weil die Gummibärchen/Milch haben. Yamaha weil Musikinstrumente fehlte. Fanuc und Mitsubishi wegen Roboterarme. Shimano wegen Fahhräder und Angeln. Bridgestone wegen Reifen und wenn Stahl dann Nippon Steel.
    Japaner sind halt unscheinbare , oft unbekannte Weltmarktführer mit gesunden Bilanzen. Keyence ist dafür ein Beispiel. Kannte ich gar nicht. Ist jetzt auf meiner sehr langen Japan-Watchlist. Vielen Dank.

  8. Avatar von Thomas
    Thomas

    China vs Japan

    Einwohner:
    Japan: ca. 123,1 Millionen Einwohner (Stand Mitte 2025)
    China: ca. 1,4 Milliarden Einwohner (2025)

    Das bedeutet, China hat etwa 11-mal mehr Einwohner als Japan.

    Aktienkapitalmarkt Kapitalmarkt:
    China ca. 16,02 Bio. €
    Japan ca. 5,86 Bio €
    gemessen an der EWZ hat China theoretisch noch viel Potential.

    Wachstum Volkswirtschaften
    die letzten 10 Jahre

    China von 11,2 Bio USD auf 19,5 Bio USD Anstieg +74%
    Japan von 4,5 Bio USD auf 4,9 Bio USD Anstieg 0,9%

    China bietet also wesentlich höheres wirtschaftliches Potential.
    China hat deutlich höheres Rohstoffpotential.

    but

    China hat ein höheres Tail Risk, soweit nichts neues.

    Für mich neu ist, das KI solche politische (u.a.) Risiken für mich in sekundenschnelle mathematisch exakt berechnet.

    Ich zitiere so frei auf die Frage an KI, wie würde KI 100% Invest zwischen Japan und China unter Berücksichtigung politischer Risiken aufteilen?

    | Asset | Gewicht | Begründung (kurz)
    | Japan | 62 % | Höherer risk-adj. Sharpe, geringeres polit. Tail; trotz geringerem GDP-Potenzial dominiert im μ/σ-Frame. |
    | China | 38 % | Deutlich höheres Wachstum, aber 7× größeres polit. Kapitalmarkt-Tail; Kelly reduziert sich daher stärker. |

    und daraus resultierend

    KIMI würde – basierend auf einer political-risk-adjusted Kelly-Optimierung – bei 100 %-Equity-Investment heute ca. 60 % in Japan und 40 % in China allokieren. Das überproportionale Wachstum Chinas wird durch dessen rund siebenmal höheres politisches Tail-Risiko (Enteignung, Kapitalverkehrskontrollen) wieder ausgeglichen.

    Zitatende

    Geniale Auskunft. Ob man sich daran hält muss jeder selber wissen. Es geht wie gesagt nur um die Wahl zwischen Japan oder China.
    Kann man genauso für alle anderen Regionen /Sektoren machen.
    Dann muss man zeitliche Tendenzen/Veränderungen mit einarbeiten und sollte China kapitalmarktfreundlich bleiben(?) und das wissen wir nicht, würde sich in China deutlich höhere Chancen ergeben.

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Thomas,

      den Vergleich halte ich für irreführend. Es gibt in Fernost noch viel mehr Player.
      Ein Vergleich D und Griechenland führt ja auch nicht weiter.
      Das ist nicht persönlich gemeint, ich wollte nur darauf hinweisen.

      In China brodelt auch mehr als nur die Staatseingriffe. Nicht umsonst verlassen erfolgreiche Kaufleute China und die erfolgshungrige Jugend ist in der Welt verstreut.
      Was man Ihnen aber lassen muss: Die Europäer haben den chinesischen Ansatz noch immer nicht begriffen und meinen mit Geld kann man sie ködern.
      Ich sage lieber nichts mehr…

    2. Avatar von Tobs
      Tobs

      Hallo Thomas,

      ich finde den Ansatz von KIMI und KELLY ganz interessant, weil er mathematisch etwas ausdrückt, was Investoren sonst eher auf der Gefühlsebene spiegeln.

      Von welchen Prämissen Dein Modell ausging, das weiß ich natürlich nicht.

      Vermutlich würde bei mir individuell (!), also wenn nicht die KI, sondern ich das Risiko messe (und daraus die Renditeerwartung entwickle), das Risiko in Bezug auf China sogar geringer sein: Das ist hier ja im Forum bekannt, dass ich bei meinen HK Titeln im Wesentlich Sorge vor Kapitalverkehrskontrollen habe (eskalierender Konflikt West / Globaler Süden), aber Themen wie Enteignungen oder dergleichen nicht ernsthaft sehe. Allerdings ist das Risiko der Kapitalverkehrskontrollen, auch wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit gering ist, dafür mortal – wenn es sich realisiert, war es das mit den Aktien.

      Vielleicht würde bei mir KELLY (nennen wir es KELLY-Tobs) eine sinnvolle Verteilung sogar noch stärker Richtung China bedeuten. Weil ich wie gesagt eigentlich die Kapitalverkehrskontrollen als einziges relevantes Risiko einschätze. Und da sind wir wieder bei der Gefühlslage: Mein HK Exposure ist auch bedeutend größer als mein Japan Exposure. Mit KIMI und Kelly könnte ich das vielleicht sogar mathematisch unterlegen, wenn ich KIMI entsprechend meiner Glaubenssätze parametrisieren könnte. Allerdings habe ich mich damit noch zu wenig beschäftigt.

      Ich würde mich daher im Ergebnis schwer damit tun, KIMI / KELLY einer KI zu übernehmen und auf mich zu übertragen. Andererseits: Sollte ich mich davor auch nicht verstecken, weil ich mich selber damit verobjektivieren kann. Denn ich muss dadurch ja anerkennen, dass die KIMI einer KI, welche sehr umfassend und analytisch ist, die Risiken wesentlich höher einschätzt als ich. Da muss ich den Bruch zwischen meinen Glaubenssätzen und einer auf Vollständigkeit basierenden KI hinnehmen und kann es mir nicht mehr schönreden. Darum ist es in jedem Fall ein interessanter Ansatz, eigene Glaubenssätze zu challengen!

  9. Avatar von Hansi
    Hansi

    Japan zeigt einfach wie man mit wenig Rohstoffen, Fleiß und Ehrgeiz ein wirtschaftliches Powerhouse sein kann.
    1853 Paddelboote, 1905 erstes asiatisches Land das europäische Flotte bezwingt. Mitsubishi ein erfolgreiches riesiges Konglomerat, die Mutter der Konglomerate, das Vorbild Samsungs, das nach dem zweiten Weltkrieg vom Westen in Einzelteile zerschlagen. Japan weiß, wie man seine Wirtschaft schützt. Covestro würde in Japan nicht passieren. Bayer hat Seppuku begangen. Der Westen mit seiner verrückten Ideologie 1+1+1+1+1 sei mehr wert als 5, nur weil es getrennt ist. Itochu, Marubeni Mitsui und zahlreiche jap. Halbkonglomerate beweisen das Gegenteil.
    Während Europa sich ausschlachten lässt, läuft es in Japan trotz Rekordverschuldung und Vergreisung weiter. Japaner zu Deutschen: “ Mit 60 in Rente? Da fangen wir erst richtig an zu arbeiten!“

  10. Avatar von Suntrey
    Suntrey

    Wo finde ich einen Überblick über die aktuellen Depotpositionen des Dividendendepots?

  11. Avatar von Thomas
    Thomas

    @Tobs und Börsenhai und Hansi, danke fürs feedback.
    Börsenhai, habe selbst die Depotverteilung 15,23% im CHF und gerade mal 1,4% Anteil Festland China und 2,98% Hongkong. 3% Singapore. Japan 0,41% Ich exponiere mich schon nicht zu stark.
    Dennoch sollte nur aus reiner Neugier die Frage gestattet sein, warum Hang Seng+30% ytd und Nikkei+29%ytd über ein Jahr Dax und Dow deutlich outperformen. Was sieht der Markt da? Da bin ja nicht nur ich alleine neugierig.

    1. Avatar von Thomas
      Thomas

      Tobs , Kimi Kelly :) hat Russland 2022 als maximalereignis bereits in sein Risikomodell mit eingearbeitet. Die halbe Seite vollmathematischer Herleitung habe ich mir/euch erspart.

    2. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Thomas,

      nach Deinem Einkaufstsunami leitete ich ab, dass es mehr Anteil ist.
      Jetzt kann ich und die Anderen das Bild besser greifen. Danke hierfür.

      Die Outperfomance zum Dow liegt eindeutig bei Consumer und Industrie. Nur wenige Industriewerte steigen in den USA, Consumer fallen praktisch alle und der Markt steigt nicht mehr. Das Geschäft in Fernost sehe ich für US-Consumer gefährdet.
      Europa beschäftigt sich mit unproduktiven Geldrauswerfen – jedenfalls sehe ich in Europa keine Investitionen (insb. auch in D), sondern Geldvernichten und Bürokratieaufbau.
      Jeder Startup kann schon mal 100000€ für Normenkonformität initial ausgeben – vielleicht überzogen, aber die Tendenz geht dahin.

    3. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hallo Thomas,

      China befindet sich in einer großen Immobilienkrise und seit Evergrande vor Jahren wurden die Aktien richtig heruntergeprügelt und haben sicher immer noch Nachholfbedarf. Das gleiche gilt für Japan, jahrelang out und zu Ramschpreisen zu haben und jetzt laufen die mal paar Jahre gut. Im Vergleich zu SP500 sind beide Märkte immer noch günstig. Nur weil ein Markt mal besser als der andere ist, würde ich daraus keine rationale Entscheidung des Marktes vermuten. Oft ist es Herdentrieb. Als alle nach Evergrande geflüchtet sind und der Markt nur Risiko sah, war der optimale Zeitpunkt. Der ist jetzt vorbei.
      In Depot habe ich Japan mit um die 7% im Depot. Singapur und Honkong spielen in meinem Depot überhaupt keine Rolle.

      Glückwunsch nochmal zu deiner starken Performance dieses Jahre.

      Viele Grüße

      Hansi

      P.S. Clorox ist aktuell trotz des fast nicht vorhandenen Eigenkapitals wirklich interessant. Danke Michael.

    4. Avatar von Manfred
      Manfred

      Ich hab da grad ein paar probleme mit unilever. Hab sie am 8.12. direkt nach dem magnum split gekauft, zu 48 €, und jetzt wird diese Aktie nicht mehr gehandelt, bzw der kurs ist bei 48.12 eingefrohren. Eine andere unilever, mit anderer wkn ist handelbar, momentan bei 55 €. Was is n da los ?

  12. Avatar von Michael B.
    Michael B.

    Hallo Ben,
    schön das für dich persönlich wie auch bei mir nicht nur das Unternehmen an sich eine Rolle für deine Kaufentscheidung spielt sondern auch der aktuelle Preis den man für ein Unternehmen an der Börse bezahlen muss. Bei Itochu bin ich im Gegensatz zu dir hin und her gerissen ob ich meine Position nochmal zeitnah aufstocke da ich für sich gesehen das aktuelle KGV des Konzerns im Vergleich zu anderen Unternehmen die aber in anderen Ländern notiert sind nach wie vor als moderat ansehe. Wie wäre das KGV Multiple mit diesem Momentum der Aktie wenn es sich um ein US Unternehmen handeln würde??? Daher sehe ich Itochu zur Zeit auch nach dem Kursanstieg als keinesfalls für absolut überbewertet an. Als letztes habe ich jetzt übrigens bei Clorox
    einen kleinen vierstelligen Betrag als erste Position aufgebaut, wenn ich mich recht erinnere hattest du diese auch auf deine persönliche Watchlist gesetzt. Wäre das jetzt nicht auch für dich eine kleine Überlegung wert die Hälfte deiner Kenvue Aktien zu versilbern und dafür eine erste Position Clorox aufzubauen? Für mich persönlich hat dieses Unternehmen in den letzten Jahren im Gegensatz zu anderen ehemaligen Corona Profiteuren etwas richtig gemacht. Man hat das viele verdiente Extra Geld nicht in völlig überteuerte Übernahmen investiert sondern die Bilanz des Unternehmens gestärkt und auch Aktien zurück gekauft….Hätte Pfizer auch so agiert…..Mir persönlich gefällt nunmehr die Bilanz von Clorox was für eine Investition für mich sehr wichtig ist da ich nicht emotional Aktien kaufe sondern nur rationell da ich für mein Geld zum Teil noch hart arbeiten muss. Von Kenvue werde ich mich genau wie du auch zu gegebener Zeit trennen wenn ich absehen kann das die Fusion in Stein gemeißelt ist. Wenn über diese Fusion seitens von mir abgestimmt werden könnte wäre ich auch definitiv dagegen Ben. Nicht umsonst gibt es nur eine kleine Barkomponente für die Kenvue Aktionäre. Der Grund ist in der Bilanz von Kimberly-Clark zu finden. Man achte auf das zinstragende Fremdkapital in Zeiten normaler Zinsen und einer Ausschüttungsquote im sehr, sehr hohen Bereich. Ich hatte für die Übernahme von Kenvue Unilever favorisiert und du seinerzeit Procter und Gamble. Mit Kimberly-Clark hätte ich auf keinen Fall gerechnet da Sie diese Übernahme finanziell nicht hätten stemmen können. Deswegen kommt ja „nur“ eine Fusion statt einer Übernahme, zum Nachteil der Kenvue Aktionäre. Bei Procter und Gamble sieht man in der Bilanz das diese die Kenvue Übernahme hätten stemmen können, natürlich mit entsprechenden zusätzlichen Kreditlinien. Deine aktuelle Meinung zu Clorox würde mich aber wirklich interessieren ob dieser Tausch von Kenvue in Clorox auch für dich eine Option wäre?

  13. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hi Manfred, zu Unilever
    Lisa vom Blog Aktiengram hat es gut aufgedröselt, Vlt liest Du dort und es hilft zum Verständnis?

    1. Avatar von Manfred
      Manfred

      Danke, Thomas.
      Sehr wertvoller und beruhigender tip

  14. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    @Hansi

    „China befindet sich in einer großen Immobilienkrise …“

    Nur weil man diesen Topos immer wiederholt wird er nicht so bedeutsam wie dieser beschworen wird. Chinas Immobilienkrise wird nur deswegen als eklatant herbeigeraunt, weil es sich natürlich dabei um extrem große Summen handelt. Wenn von 1.2 Milliarden Menschen nur 200 Millionen in Immobilien investiert haben, dann kommen bei sogar noch überschaubaren Investitionen je Einzelperson Billionen-Investment zum Tragen. Die Immobilien müssen abgeschrieben werden. Traurig für jeden einzelnen, aber davon geht keine Volkswirtschaft in die Binsen.

    Meines Erachtens braut sich ein ganz anderes Problem in China zusammen, was dann allerdings wirklich zu Umwuchtungen führen kann.

    Erstens: Der Binnenkonsum kommt nicht ins Laufen, weil die Chinesen aufgrund eines fehlenden Sicherungssystems das Geld zusammenhalten und …

    Zweitens: das Mao-Trauma eines ganzes Volkes den Sparwillen unterbewusst nur exzessiv verstärkt.

    Drittens: China kann also den ganzen Laden nur solange erfolgreich weiterführen, solange der Export brummt. Das kann auch noch so zwei, drei Jahre weitergehen. Nur die chinesische Waren importierenden Nationen können und wollen trotz Verschuldung nicht ewig die Handelsbilanz-Defizite abfedern.

    China wird dann ebenfalls auf Kriegswirtschaft umstellen, weil man damit – wie besehen – eine Volkswirtschaft ja auch am Laufen halten kann, ohne dass dabei der Binnenkonsum angekurbelt werden muss.

    Gruß Frank

    1. Avatar von Manfred
      Manfred

      Frank,
      Gute gedanken ueber den chinesischen binnenmarkt und die spartendenz der chinesen. Aber ob das mit dem sparen so stimmt ….. hast da statistiken vorliegen ? Ich lebe hier in einem suedostasiatischen land, (nicht china!),
      und was hier das sparen angeht : null, nada, niet, nothing. Hier ist die sparmentalitaet ganz anders. Wenn die hier etwas geld haben, wird es sofort ausgegeben. Und meist noch mehr, als sie haben. Schulden machen , je viel, desto gut ! Man muss seinen status den anderen vorzeigen. Angeberei und neid pur !! Und das hab ich in vielen asiatischen laendern erlebt.

      Zurueck zu china.
      ich denke , dass china jetzt vorrangig mit aller gewalt die IT-Vormachtstellung der usa zu knacken versucht. In 90% aller technologien hat china bereits die nase vorn. Und jetzt konzentrieren die sich auf die chip herstellung und ki. Ich glaube da werden wir in den in den kommenden jahren noch einige ueberraschungen erleben. Man denke nur mal an Deepseek ! Ich hab mich jedenfalls von all meinen chipherstellern getrennt , asml und lam. War vielleicht zu frueh , wer weiss

    2. Avatar von Tobs
      Tobs

      Hallo Frank,

      die Konsumschwäche des chinesischen Verbrauchers ist nicht wegzudiskutieren.

      Allerdings sind die Auswirkungen der Immobilienkrise nicht zu unterschätzen und interessanterweise kann hierin zugleich der nächste Wendepunkt begründet sein.

      Leider habe ich nicht die genau die Zahlen im Kopf, aber bevor die Krise einsetzte machte der gesamte Bereich Bau >50% des BIP aus (un- und mittelbar). Das ist für ein Schwellenländerland, dass insbesondere über Infrastruktur-Themen wächst, kein erstaunlicher Wert.
      Bauprojekte sind in der Regel gehebelt, sprich jede Verzögerung/Scheitern verursacht in Bilanzen verschiedener Unternehmen sehr hässliche Verletzungen. Bilanzreparaturen dauern immer lange, wenn sie schuldenbedingt sind.

      Daraus folgen: Wachstumsbremse für die gesamte Wirtschaft und enormer Nachfragedruck, und zwar auf im privaten Sektor (sowohl Entfall von Arbeitsplätzen wie sinkende Vermögenswerte, weil Wohnungen für die meisten Chinesen die einzige mögliche Kapitalanlageform war) und im öffentlichen Sektor (Grundstücksverkäufe haben die Lokalregierungen finanziert). Du hast also im Moment in den Bilanzen von Unternehmen und Personen sinkende Asset Werte, was natürlich auf das Ausgabeverhalten unmittelbar durchschlägt.

      Negativ kritisiert das Ausland, dass China nicht ausreichend den Sektor gestützt hätte. Das mag zwar sein, aber China hat dem Versuch widerstanden, hier einfach Geld reinzukippen, dass langfristig keine sinnvollen investiblen Schulden dargestellt hätte. Sie lassen also gerade ganz schön gehörig Luft aus der Deflationsblase und trotzdem wächst das BIP immerhin noch knapp 5 Prozent (oder weniger, je nachdem, wie man den Zahlen Glauben schenken mag). Das muss man sich halt auch mal auf der Zunge zergehen lassen, dass sie diesen riesigen (!!!) Immobilienbereich abschmelzen nahezu ohne relevante staatliche Stützung und trotzdem immer noch ganz ok bis gut wachsen. Und sie erringen in vielen wertschöpfungsrelevanten Industrien (Tech, Software, Pharma, Energie) die Vorherrschaft. Also: Es findet gerade sehr viel an Entwicklung statt, was hinter dem Ablassen der Deflationsblase nicht gut gesehen wird.

      Das ist für mich, mit Blick nach vorne, eine interessante Ausgangslage. China hat schon längst kommuniziert, dass sie den internen Kapitalmarkt stärken und die Bevölkerung zum Kauf von chinesischen Aktien animieren wollen (Erinnerung: Es besteht stets das Play Book der USA als großes Vorbild, die das ebenfalls so gemacht haben. China will 1:1 die USA imitieren und überholen – das Überholen soll sicherstellen, dass sie die – aus ihrer Sicht – Fehler der USA vermeiden, wie zum Beispiel fett, dumm und faul zu werden). Irgendwann werden die Überkapazitäten im Bausektor abgebaut sein. Dann findet man ein China vor, dass in Schlüsselindustrien sehr gut positioniert ist, dass seinen Binnenkonsum ausbaut (es werden für nächstes Jahr wieder Stimulus Maßnahmen für Verbraucher erwartet, aber vermutlich auch nur wieder mit Maaß und nicht mit der Bazooka) und eine Bevölkerung, die zunehmend in eigene Aktien eher als in Immobilien investiert. Und was viele auch nicht sehen: Klar schwemmt uns China gerade hier im Westen mit Produkten zu, erzielt also enorme Handelsüberschüsse „auf unsere Kosten“ (was natürlich Quatsch ist, weil wir dadurch unsere Inflation runterbringen, wenn wir günstig einkaufen. Deutschland hatte auch noch nie ein Problem mit sich selbst gehabt, Exportweltmeister zu sein). Allerdings baut China seinen Handel auch enorm im APAC und wiederum insbesondere in den südost-asiatischen Ländern aus. Das Potential ist auch noch gewaltig.

      Leider dauert das alles, zugegebenermaßen, aber eben auch deswegen, weil China nicht voreilig mit der Bazooka rumhantiert, sondern das sehr strategisch aufs Gleis stellt. Das sind also strukturelle Trends, kein Events! Umso nachhaltiger und schneller könnte dafür der spätere Konjunktur-Zug ins Rollen kommen. Vielleicht sind deswegen gerade HK Titel im Konsumbereich, die alle völlig ausgebombt sind, eine Once in the Lifetime Chance. Vielleicht auch nicht… :-) Das ist das Dilemma des Investierens. Aber wir haben ja KIMI und KELLY von Thomas gehört. :-)

    3. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Tobs,

      China ist ein Land wie Indien, das Extremunterschiede aufzeigt. Internationales Ansehen (Nachfrage) ist wichtiger als die eigene Bevölkerung (tendenziell!).

      Ein Sektor beeinflusst nicht unbedingt den Anderen. Denn manche Sektoren sind noch sehr lokal, andere bereits ein weltweites Netzwerk.
      Die Immobilien waren – meine Meinung – ausländische Investoren anziehen. Die Zahlen waren schlicht zu krass. Bauleistung der Chinesen, Preise wie Japan und „what ever it cost“. Das sieht nicht nach China aus.
      Auf der anderen Seite war ein Chinese hier und fragte auf einer Firmenveranstaltung: Er versteht die Deutschen nicht. BER ist nicht fertig und China hat x Bahnhöfe, y Flughäfen und z Städte aufgebaut inkl. des Straßenanschlusses. Was tut Ihr?

      „Deutschland hatte auch noch nie ein Problem mit sich selbst gehabt, Exportweltmeister zu sein“. Hatte. Vergangenheit. Und daran ist die Industrie nur zum Teil Schuld.
      China hat von Japan gelernt und Techniken ja ganze Fabriken kopiert (Temu, Aliexpress, …). Und Chinesen sehen IMMER sehr genau hin. Wenn Sie wollten, könnten Sie Cornflakes in 2 Monaten kopieren und die Welt zuschütten. Aber ist es nicht besser Tomaten anzubauen und dem Westen zu verkaufen? Dann haben Sie die Bauern auch unter Ihrer Kontrolle. Tomaten akzeptiert die Bevölkerung, Mais eben nicht. Und dann die Abhängigkeit …

      Wir Europäer haben leider die Sicht eines Europäers auf diese Länder. Konfuzius und Sun-Tsu sind die bekanntesten Beispiele, die viele Europäer und Nordamerikaner gar nicht verstehen. Strategeme kennen sowieso die meisten nicht und die (in dem Fall) Europäer beschweren sich, dass Sie plötzlich einem anderem Verhandlungsteam gegenübersitzen und Alles von vorne erklären müssen, getätigte Aussagen nicht mehr gelten, etc..
      DeepSeek wurde aus meiner Sicht auch unter Strategemansatz veröffentlicht. Die Chinesen haben sehr genau hingeschaut, wie die Reaktion war.
      Der mittlere Osten und ferne Osten ist ganz klar auf der Überholspur.

  15. Avatar von Thomas
    Thomas

    Kurz von unterwegs, stimme Tobs völlig zu. Aktienbesitzquote in China Privatpersonen erwachsen 7% . Wenn die Besitzquote nur um 5% steigen würde, würde das bei der gigantischen EWZ einen gigantischen Nachfragesog erzeugen. Bei Steigerung um 10% noch mehr. Die kommen schon auch auf den Trichter, das Wohlstand für alle / die meisten nur mit Beteiligung Produktivkapital machbar ist. Das Government überlebt nur gut gesättigt, wenn es dem Volk gut geht und es Perspektiven hat.
    Das China bei allen Entscheidungen auf China First schaut ist logisch und nochmals völlig logisch.
    Ich glaube tatsächlich, das der chinesische Aktienmarkt das höchste theoretische Potential nach oben hat. Aber das ist nur Theorie und hängt vom Government ab.
    Keine Empfehlung und keinEuphemismus.

  16. Avatar von Plätzchen
    Plätzchen

    Off-Topic: Seit wann kann man eigentlich bei der DKB günstig für 1 Euro über Baader handeln (Ordergröße >1TEUR)? Mache mir langsam Sorgen, dass sie in einer Sammelabrechnung jeweils ihre 10 Euro Standardgebühr zurückfordern werden. Ich las nur von einer Aktion bis 1. Dezember, aber es scheint die Aktion wurde verlängert?! Finde dazu jedoch nichts. Weiß hier jemand etwas :-)

    1. Avatar von Matthias von Mitzlaff

      Liebes Plätzchen,
      Taschenspielertricks wie das Nutzen von Ordergebühr-Aktionen bei Brokern sind durchaus willkommen, haben jedoch mit dem Brot-und-Butter Geschäft sowohl uns als Aktionären als auch den Banken eher wenig zu tun. (mal ganz ehrlich formuliert…).
      Als Kunde der DKB (durchaus zufrieden mit ihrem Service) kann ich bestätigen:
      – Ordergebühren pro Kauf/Verkauf bis 5 TEUR bei circa 10 EUR (je nach Handelsplatz)
      – darüber 15 bzw. 30 EUR
      – ETF-Sparpläne üblicherweise 1,5 EUR pro Auslösung.
      Immer wieder gibt es auch bei der DKB Aktionen (wie die von dir erwähnte oder z.B. zum „Tag der Aktie“), das sind üblicherweise jedoch Ausnahmen von der Regel.
      Die DKB darf ja auch ein wenig an uns verdienen, damit wir sie erhalten, oder? ;-)

  17. Avatar von Plätzchen
    Plätzchen

    Also ich mache mir keine großen Sorgen um die DKB. Sie verdienen ja schließlich noch Ihre mind. 10 Euro Ordergebühr bei jedem Verkauf.

    Tatsächlich kann ich seit dieser Blue Week Aktion im November bis zum heutigen Tage alle Kauforders über Baader >1TEUR für 1 Euro tätigen. Habe sicherheitshalber alle Kostenausweise und Abrechnungen runtergeladen…. Frohes Handeln ;-)

  18. Avatar von Andreas S.
    Andreas S.

    DIe Deutsche Bank, d.h. maxblue, hat mir für den Aktiensplit von Itochu 19,90 € Provision berechnet. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Bisher ist mir eigentlich noch von keinem Broker für einen Aktiensplit eine Gebühr berechnet worden!

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Andreas S.,

      doch es gibt Banken, die für einen Aktiensplit 19,90 verlangen. maxblue gehört dazu; das weiß ich aus Erfahrung.
      Da hilft nur Augen auf und Transfer vor dem Split.
      Leider weiß ich nicht mehr welche Banken für den Split etwas verlangen. Müsste ich nachsehen.
      Consors, comdirect und ING verlangen nach meiner Erinnerung nichts. Aber es gibt sicher noch mehr Anbieter, die nichts verlangen.

  19. Avatar von Hansi
    Hansi

    Hallo Andreas,
    Maxblue hat bei mir bei Spin-Offs jeweils 19,90 berechnet
    3M/Solventum und Anglo/Valterra.
    Aktiensplit hatte ich bisher nicht bei Maxblue.

  20. Avatar von Andreas S
    Andreas S

    Gerade habe ich mal mein maxblue-Depot nach Präzedenzfällen durchsucht: Für den 1:2 Aktiensplit von Novo Nordisk Mitte September 2023 wurde mir damals keine Provision von maxblue berechnet!

    1. Avatar von Andreas S.
      Andreas S.

      Bei näherem Hinsehen musste ich feststellen, dass meine Novo Nordisk Aktien sich damals noch bei einem anderen Broker befanden. Maxblue erhebt also tatsächlich die 19,90 € Provision bei Aktiensplits und Spin-Offs. Ebenso, wenn man die (Auslands?)-Dividende als neue Aktien erhält. Dazu war man bei Philips vor nicht allzu langer Zeit mal gezwungen.

  21. Avatar von Thomas
    Thomas

    Meine örtliche Sparkasse verlangt und zieht direkt vom Konto 12,00 Euro pro einzelner EC- Karte seit diesem Jahr . Da wir einige Karten haben, war mal wieder was einfach ungeplant weg. Das entspricht einfach mal so einer Verdoppelung der Kontoführungsgebühren durch die Hintertür. Haben sie sich einfach in den AGB, s im Kleingedruckten abnicken lassen. Aber wenn ich wechsele, zieht das nächste „Institut“ einfach nur nach.
    Das Wort Inflation hängt mir als Privatperson langsam zum Halse raus, wenn ich nicht im Gegenzug Aktionär wäre.

  22. Avatar von Dirk
    Dirk

    Die Targobank berechnet bei Aktiensplits oder Spin-Offs von ausländischen Aktien auch 19,90 Euro. :-(

  23. Avatar von Andreas P.
    Andreas P.

    Lieber Namensvetter,

    maxblue hat bei mir 19.90 Euro für den Spin-off Unilever / Magnum berechnet. Die ING hingegen keine Gebühr.
    Ich sehe es so, man kann nicht alles haben. Und es kommt zum Glück eher selten vor.

    Viele Grüße

    Andreas P.

  24. Avatar von Volker Mühlhausen
    Volker Mühlhausen

    @ Andreas S.

    Mein Tip:

    Depot möglichst weit auflösen, sprich nur die Wertpapiere dort halten, bei denen es einen Vorteil für Dich gibt, z.B Kanadische Aktien wegen Steuerabzug. Ansonsten übertragen.

    @ Thomas

    Meine regionale Sparkasse hat ihre Gebühren auch dauernd erhöht und die Leistungen, die ursprünglich bei Kontoeröffnung dabei waren (Versicherungspaket) verschlechtert.

    Inzwischen habe ich die Konten dort aufgelöst und bin zur Online Tochter einer anderen Sparkasse gewechselt. Parallel dazu haben sie auch die Filiale vor Ort geschlossen. Also der letzte Vorteil entfallen.

    Man kann sich auch aus dem Markt preisen….

    Grüsse Volker

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