Können wir den Corona-Crash jetzt abhaken?

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So scheint es momentan an den Börsen. Die Panik ist verflogen, die Kurse – mal abgesehen vom Ölpreis – steigen wieder und für viele Aktien sind die alten Hochs in greifbare Nähe gerückt.

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich traue dem Braten nicht! Die Situation ist labil und die Pandemie noch lange nicht unter Kontrolle. Und die Auswirkungen auf die Realwirtschaft auch noch nicht klar.

Derzeit ist es doch bei einem Großteil der Aktien gar nicht möglich, ein Kurs-Gewinn-Verhältnis zu berechnen. Weil die Gewinnschätzungen nicht aktualisiert sind oder auf Annahmen beruhen, die sich täglich als falsch erweisen.

Was also jetzt tun? Trotzdem investieren oder die Erholung zum Verkauf nutzen? Meine Meinung dazu erfährst Du in diesem Beitrag.

Wie ich den Crash erlebt habe

Ob wir den Crash schon hinter uns haben, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass es für mich nicht der erste Crash war und auch nicht der letzte sein wird.

Und bei jedem Crash gibt es neue Dinge zu lernen. Das ist das Spannende an der Börse!

Ich bin bisher sehr zufrieden, wie ich mit dem Crash umgegangen bin. Ich habe Ruhe bewahrt und mich der allgemeinen Hektik nicht angeschlossen. Ich investiere weiter und zwar in Unternehmen, von denen ich viel halte. Und ich stelle jetzt nicht allgemein alle Unternehmen aus meinem Depot in Frage.

Ich habe sie alle aus einem speziellen Grund gekauft. Und schön diversifiziert. Dass jetzt einige Unternehmen sehr leiden, ist natürlich bitter. Aber in gewisser Weise auch beabsichtigt. Denn die Alternative wäre gewesen, dass entweder alle Unternehmen leiden (wenn ich nicht diversifiziert hätte) oder ich überhaupt keine Kursverluste hätte (wenn ich gar nicht investiert hätte).

Warum ich nicht verkauft habe und auch jetzt nicht verkaufe

Wenn ich mich im Crash oder jetzt aus Angst von meinen Aktien trenne, dann verpasse ich in jedem Fall die folgende Aufwärtsbewegung. Und meine Dividendeneinnahmen fallen komplett weg. So habe ich das Risiko, dass einige Unternehmen ihre Dividenden kürzen oder streichen werden. Damit kann ich aber besser leben als wenn ich mein Geld nur auf dem Girokonto oder unter dem Kopfkissen hätte.

Denn eins ist sicher: Wäre ich Mitte Februar beim Höchststand meines Depots ausgestiegen und hätte alles verkauft, dann wäre ich bis heute nicht wieder eingestiegen! Mir wäre die Situation weiterhin viel zu wacklig und ich hätte Angst, dass es noch weiter oder wieder runter geht. Und Angst ist ein ganz schlechter Ratgeber!

Mein Depot hat zwischenzeitlich von seinen Höchstständen rund 100.000 € verloren. Inzwischen sind es “noch” 40.000 €. Das sind aber Zahlen, die für mich wenig aussagen. Habe ich jetzt durch Nichtstun 60.000 € verdient? Natürlich nicht. Aber die 100.000 € waren ja auch nicht cashwirksam. Es sind Schwankungen bei den Buchgewinnen meines Depots. Von denen kann ich mir sowieso nichts kaufen – außer ich verkaufe.

Ich bleibe meinen Aktien treu

Ich habe aus guten Gründen manche Branchen nicht im Depot. Beispielsweise Fluggesellschaften. Dafür habe ich Flughäfen (Sydney Airport, Atlantia und VINCI) und Flugraumüberwachung (ENAV) im Depot. Klar, dass die im Moment leiden. Es gibt aber weiter Flugverkehr (Güter) und wird ihn auch in Zukunft wieder stärker geben. Ich bleibe langfristig in diese Unternehmen investiert, kaufe aber bis zur Beruhigung der Lage nicht nach.

Nachgekauft habe ich hingegen bei anderen Titeln. Oft war es zu früh, aber ich bereue keinen einzigen Kauf. Die meisten Aktien notieren inzwischen schon wieder höher. Selektive Käufe werde ich auch in den nächsten Wochen tätigen.

Was passiert mit den Dividenden?

Soeben hat Sydney Airport seine Halbjahresdividende gestrichen. Damit war leider zu rechnen.

Laut Berechnungen der DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz) werden nur 73% der Unternehmen aus DAX, MDAX und SDAX für 2019 eine Dividende zahlen. Das sind so wenige wie seit 2010 nicht mehr. Die Summe der Ausschüttungen dürfte gegenüber dem Vorjahr um 14% sinken.

Mein Dividendenziel von 11.000 € netto in 2020 kann ich wohl vergessen. Es gab bereits einige Streichungen und Senkungen. Und es werden auch noch weitere kommen. Und 2021 wird mit Sicherheit auch nicht rosig, da dann die schwachen Ergebnisse von 2020 zum Zuge kommen. Mit einer Erholung der Dividendensaison rechne ich ab 2022.

Immerhin bin ich froh, so diversifiziert zu haben. Ich werde weiterhin Dividenden bekommen und zumindest meine Dividendenaristokraten werden ihre Dividenden auch weiter erhöhen. So wird sich die Dividendendelle im Rahmen halten.

Positiver Nebeneffekt

Die meisten europäischen Unternehmen zahlen üblicherweise ihre Dividenden im April und Mai aus. Nämlich nach ihren Hauptversammlungen. Aufgrund der Pandemie sind diese Versammlungen und mit ihnen die Dividendenzahlungen zum Großteil verschoben worden.

Für mich hat das den positiven Nebeneffekt, dass ich in diesem Jahr auch im zweiten Halbjahr ordentliche Dividenden kassieren werde. Und diese Erträge dann auch wieder in Aktienkäufe reinvestieren kann. Und da ich erwarte, dass dann die Auswirkungen des Lockdowns in den Quartalszahlen und den Aktienkursen angekommen sein werden, sollte es dann auch einige gute Kaufgelegenheiten geben.

Ausblick

Die Corona-Pandemie wird uns noch viel länger beschäftigen als die momentane Erholung an der Börse Glauben macht. Es werden noch viele negative Meldungen kommen und es wird genug Kaufgelegenheiten geben. Ich habe im Crash nicht verkauft und verkaufe auch jetzt nicht. Ich stehe die Sondersituation gelassen durch und suche weiterhin nach entspannten Erträgen in der Zukunft.

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39 Gedanken zu „Können wir den Corona-Crash jetzt abhaken?“

  1. Wahre Wort Ben. Ich denke, dass es noch nicht vorbei ist, der Schein trügt oft. Welche deiner Aktien haben den ihre Dividende gekürzt, bzw. gestrichen? Wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat Taylor Wimpey die April und Schlussdividende gestrichen, sowie Sydney Airport die Halbjahres. Welche sind aktuell noch betroffen?
    Lg

    Stefan

    1. Hallo Stefan,

      zusätzlich zu den von Dir genannten Unternehmen hat Veolia den Dividendenvorschlag von 1 € auf 0,50 € halbiert und Hamborner REIT den Dividendenvorschlag ausdrücklich unter Vorbehalt gestellt. Allerdings müssen sie laut REIT-Gesetz zumindest eine Mindestdividende zahlen.
      Weitere schlechte Nachrichten befürchte ich bei Atlantia, Transurban, VINCI und Red Electrica. Aber das ist derzeit noch Kaffeesatzleserei.

      Viele Grüße Ben

      1. Ben,
        Warum erwartest du bei REE schlechte Nachrichten. Ist doch meines Wissens ein Aristokrat ! , Der auch noch jede Menge Fernseh/ IT Kabel betreibt. OfAusschüttungsquote bei 80 %, ausserdem haben die in den letzten Monaten etwa 1 Mrd € cash eingesammelt, über Bondausgaben. Die Stromnetzbetreiber ( REE, Eon, National Grid ) sind alle in Sippenhaft nach unten gezogen worden, moeglicherweise aber eher technisch bedingt . Und die grossen Stromabnehmer dürften wohl bald wieder ihre fabriken hochfahren, wenn das schlimmste mit Corona in Spanien vorbei ist.

        1. Hallo Manfred,

          ist eine reine Vermutung ohne Belege. Ich gehe davon aus, dass der Stromverbrauch in Spanien durch den Lockdown deutlich zurückgegangen ist und es noch einige Zeit dauern wird, bis die Wirtschaft wieder auf Touren kommt. Und das dürfte die Netzentgelte belasten. Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass die Dividende gekürzt wird. Ich hoffe es natürlich nicht.
          Viele Grüße Ben

  2. Hi

    Ich habe kuerzlich irgendwo gehört, dass die durchschnittlichen Geschäftsverluste etwa 15% sind, aufs Jahr gerechnet. (Vielleicht etwas zu optimistisch ?) In der letzten krise waren es 50-60 ! Ich halte es also für gut möglich, dass diese Verluste in etwa eingepreist sind .

    Der schnelle Wiederanstieg ist wohl in erster Linie breit angelegten Short deckungen zu verdanken. Gut möglich, dass wir die Tiefs bald nochmal sehen. Aber noch tiefer ? Kann ich nicht so richtig glauben .

    Dass die Pandemie noch weiter einen riesigen Einfluss auf die boerse hat, glaub ich auch nicht so ganz. Grund : die Pandemie wird jetzt von Tag zu Tag berechenbarer . Wohlgemerkt, ich meine hier den Börseneinfluss, nicht den wirtschaftlichen. Wielange der sich noch hinzieht ? Only God knows. Und wenn es in einem Jahr dann Impfstoffe und Medikamente gibt , dann geht’s Richtung Zielgerade. Die Frage ist dann, wie viele Läufer blieben auf der Strecke und erreichen die zielgerade nicht mehr. Und dann geht’s ans reparieren und aufräumen : die finanziellen spritzen betragen dann wohl etwa 20% eines Jahres Inlands Produktes, die der staat wieder zurückhaben will ! Zumindest so weit wie möglich. Und ich denke, hier wird es der staat handhaben wie nach dem 2. Weltkrieg : wer noch was hat, muss die anderen unterstützen. Und hier erwarte ich, dass die aktiengesellschaften und Aktionäre auf irgendeine Art zur Kasse gebeten werden. (Vielleicht durch höhere Abschlagsteuern, oder was weiss ich ? )
    Ausnahme , wenn der nächste Kanzler “Merz” heisst !

    Zu den verspäteten Dividenden : da kommt wohl auf einen Schlag sehr viel Geld (Dividenden) auf den Markt, die schnell wieder angelegt werden wollen, (so denkt ja jeder !) was die Kurse dann wohl hochtreibt. Ich denke, man sollte schon vorher bottom fishing machen, auch etwa auf Kredit, und diesen Kredit dann später mit den ankommenden Dividenden ausgleichen.

    Warum wird eigentlich in Deutschland nicht das amerikanische vierteljährliche Auszahlungssystem eingeführt . Das erweist sich in Zeiten wie diesen vorteilhafter !

    Zum Öl : ich denke das wird sich noch hinziehen. Grund : die Russen, saudiarabier und die Chinesen ( mitunter die groessten Oel-Hedger !) wollen den unkooperativen Amis und dem Trump eins auswischen.

    Just my humble thoughts

  3. Hallo Ben,

    ich habe in der Krise auch nicht verkauft. – In einem Verkauf sehe ich ein sehr hohes Risiko. Zum einen realisiert man teilweise Verluste, die bisher nur als Buchverlust langfristig kaum Relevanz haben und zum anderen hat man dann viel Bargeld, welches null Ertrag generiert!!! – Ich halte allerdings noch eine Cash-Reserve trocken, da ich auch davon ausgehe, dass in den Q1 aber insbesondere in den Q2 Zahlen noch so einige negative Überraschung auf uns zukommen wird,

    Einer der wichtigsten Gründe für mich nicht zu verkaufen ist aber folgender: Wann ist denn dann wieder der richtige Zeitpunkt für einen Einstieg???? Market Timing ist ultra schwer in diesen Zeiten und wenn evtl irgendwann Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist was die Pandemie angeht, nimmt die Börse evtl. schneller diese positiven Dinge vorweg, als ich wieder einsteigen kann. Eine langfristig angelegte Dividendenstrategie kann nur funktionieren, wenn man sie auch durchhält und nicht zum “Trader” wird.

    Was die Dividenden angeht, sehe ich das ähnlich wie Du. 2021 wird wahrscheinlich das schwierigste Jahr, wenn die Unternehmen ihre 2020 entstandenen Wunden lecken müssen. Allerdings bin ich bei meinen Core-Holdings wie AT&T, Munich Re, E.ON, Allianz, Realty Income etc. verhalten optimistisch, dass keine ganz krassen Dividendenkürzungen auf mich zukommen. Aktuell zahlen alle verlässlich weiter. Die deutschen Werte haben die Möglichkeit der virtuellen HV genutzt und den Termin nicht weit in den Sommer verschoben.

    Grundsätzlich heißt eine Langfrist-Strategie natürlich nicht, dass ich mein Portfolio nicht auf Optimierungsbedarf überprüfe. Im April habe ich einige kleiner Umstrukturierungen vorgenommen.

    Dir weiter viel Erfolg,
    Viele Grüße

    Susanne

  4. Hallo lieber Ben,
    seit einigen Wochen verfolge ich deinen Blog regelmäßiger. Deine Kommentare (wie oben) und insbesondere deine Aktienanalysen finde ich sehr interessant. Vieles davon fließt tatsächlich in meine Investitionsüberlegungen ein. Vielen Dank dir hierfür schon mal!

    Ich bin erst seit Anfang 2020 so richtig “in Aktien” tätig, 2019 war eher ein ETF-Entdeckungsjahr.
    Anfang 2020 habe ich dann viel von ETFs in Aktien umgeschichtet, was im Rückblick zu früh war.
    Ich investiere nun konsequent weiter, jeden Monat, aus zwei Gründen:
    a) Mit dem Nachkauf von Aktien senke ich meinen durchschnittlichen Einkaufspreis (da jetzt günstiger als in Jan/Feb).
    b) Es gibt einfach so tolle Schnäppchen, die ich zum Depot hinzunehmen möchte (z.B. Visa, AbbVie, SAP).
    Derzeit stehe ich bei einem Depot von ca. 25 Unternehmen.
    Es ist ja gar nicht so schwer zu sehen, wohin die “Reise mit uns allen hingeht” – Pharma, Medizin, IT, alternative Energien sind angesagt. Da gilt es zu investieren.
    Wenn man es mal zuspitzen will, gibt es tatsächlich eher die Chancen-Seher und die Risiken-Seher. Ich bin klar ersteres.
    Die aktuelle Börsenphase sehe ich als fantastische Chance a) um tolle Unternehmen mit Rabatt zu kaufen und b) bestimmte finanzielle Ziele einige Jahre früher als geplant zu erreichen. Ist doch wunderbar!
    Im Bekanntenkreis übrigens erwähne ich nicht zuviel davon. Es gibt schon böse Schicksale und da sollten wir Aktieneros uns nicht zu sehr mit “First world problems” herumschlagen (“Nehme ich die Growth-Aktie mit unter 1% Dividende? Oder doch den Markenartikler mit 4% Dividende?…) – Es gilt das große Ganze im Überblick zu behalten.

    Ben, dein Blog ist anregend und inspirierend für viele von uns Aktieneros da draußen, mache weiter so!
    Aus Berlin, Matthias von Mitzlaff

  5. Hallo Ben,

    ich habe auch fast nichts verkauft, dafür habe ich die Kurse zum Kaufen genutzt.

    Verkauft habe ich Daimler, welche schon lange auf der Liste für den Verkauf stand sowie AT&T bei welchen ich mir Sorgen mache aufgrund der immensen Schulden. Außerdem habe ich Axel Springer durch die KKR Übernahme abgestoßen. Da Axel Springer meine drittgrößte Position war habe ich dadruch erhebliche Cash Reserven gebildet.

    Was ich dafür gekauft habe ist:

    – Nutanix leider zu früh bei 15€
    – 3M bei 130€
    – Brystol_Myers bei 46€
    – Palo Alto bei 160€
    – BHP bei 15€
    – Unilever bei 42€
    – Physisches Gold / Wiener Philharmoniker bei 1420€ die Unze

    Was ich außerdem gemacht habe: für jede einzelne Position meiner 55 Werte habe ich überprüft, wie die Auswirkungen durch Corona aussehen könnten. Hätte ich Banken, Airlines, Reiseaktien oder auch produzierende Unternehmen (wie Daimler) hätte ich diese Werte definitiv direkt abgestoßen. Doch das war bei mir nicht der Fall, außer bei Daimler halt.

    Meine größten 15 Positionen sind:

    Microsoft
    Grenke (hat leider stärker gelitten als gedacht)
    Roche
    General Mills
    Barrick Gold
    Glaxo
    EON
    BB Biotech
    Alphabet
    Cisco
    Amazon
    Walt Disney
    Allianz
    Yamana Gold
    Kraft Heint
    Deutsche Post
    United Internet

    Mach weiter so ich lese hier auch regelmäßig auch wenn ich derzeit mehr Risiken (AT&T etc.) sehe als andere.

    VG Tom

  6. Ben, wenn ich mir dein Depot ansehe würde ich dir raten folgende Werte zu überprüfen:

    – At&t –> extreme Verschuldung, schlecht aufgestellt gegen Verizon und Telekom US

    – BASF –> meiner Meinung nach stark gebeutelt durch Corona, Divi unsicher, Geschäft deutlich beeinträchtigt

    – Civitas –> City Transport, leidet derzeit massiv aber kann sich erholen

    – Hamborner REIT –> Immobilien könnten problematisch sein/werden, könnten langfristig an Wert verlieren

    – IBM –> Umsatz bricht weg, massive Schulden, schlecht aufgestellt für die Zukunft

    – KONE –> stark gebeutelt durch Corona, wird sich aber erholen können

    – MC Donalds –> Immobilien bzw. Geschäft massiv rückläufig durch Corona, Immobillien könnten langfristig an Wert verlieren

    – Omega Healthcare Reit –> Immobilien könnten problematisch sein/werden

    – Siemens –> stark gebeutelt durch Corona, dazu schlechtes Management welches nur versucht die Bilanz zu optimieren und die Produkte vernachlässigt, auch ohne Corona sicher ganz kein Buy

    – Sydney Airport –> stark gebeutelt durch Corona, wie viele Jahre wird es dauern bis das Geschäft wieder auf dem Vor-Corona Level ist?

    – Taylor Wimpey –> Immobilien, wer investiert derzeit noch in Häuser? Bei der Wirtschaftlich unsicheren Lage werden wenige private so viel Geld ins Risiko setzen. Geschäft wird auf Jahre hinaus leiden

    – Welltower –> Immobilen, könnten langfristig an Wert verlieren

    Diese Werte scheinen mir überprüfenswert, was ja nicht bedeutet, dass man verkaufen muss. Wenn man die Risiken kennt und gezielt eingeht ist das in Ordung. Ich habe selbst auch die BASF im Depot allerdings fliegt die Aktie beim nächsten Mal wenn über 65€ für alle Zeiten aus dem Depot. Die BASF ist mir einfach zu zyklisch und passt daher nicht zu meiner Strategie.

    VG Tom

    1. Hallo Tom J.,

      vielen Dank für die Aufstellung. Selbstverständlich habe ich schon mein gesamtes Depot gecheckt und überlegt, ob ich einzelne Aktien verkaufe. Ich habe mich aber bei allen dagegen entschieden, da ich tatsächlich sehr langfristig investiere. Und davon ausgehe, dass wir wieder ähnliche Zeiten wie vor Corona bekommen werden. Auch wenn es 3 oder 5 Jahre dauern sollte. Anmerkung zu Deiner List: Civitas habe ich gerade erst gekauft, hat mit Transport nichts zu tun.
      Problematisch sehe ich in meinem Depot aktuell einzig und allein Atlantia. Die haben viele Probleme: Flughäfen Rom und Nizza ohne Flugverkehr, italienische, spanische und französische Mautstraßen mit wenig Verkehr (-80%) und dazu noch die italienische Regierung, die die Konzessionsverträge wegen des Brückeneinsturzes von Genua gekündigt hat. Die nächsten Zahlen sollen am 28.4. veröffentlicht werden – also in 6 Tagen. Bin gespannt, die Aktien stehen bei mir unter Beobachtung.

      Viele Grüße Ben

      1. Von Taylor Wimpey Hab ich gerade gelesen, dass sie aus der letzten Krise gelernt hätten, und sich nun ein dickes finanzielles Polster gebildet haben. ( Dazu gehoert auch der Dividenden Cut. ) Sie hätten jetzt genug geld, um einige Jahre ueberleben zu können, ohne auch nur einen penny zu verdienen (erinnert mich an Bill Gates und MSFT in der anfangsphase )

    2. Hallo Tom J.,
      als Angestellter der IBM kann ich deinen Post natürlich nicht so stehen lassen…;-)
      Im Ernst, du zitierst hier deine persönliche Blacklist von 12 der 55 Werte von Ben, okay.
      Noch besser wäre es, mal deine persönliche Whitelist zu nennen. Was sind denn die 12 Werte, die du aktuell unbedingt investitionswert erachtest?
      Das wäre für uns spannend zu erfahren!

      1. Hi,

        siehe der Post weiter oben, da habe ich meine 15 größten Positionen genannt.

        Frage Wie siehst du als MA von IBM den die Zukunft deines Arbeitgebers?

        VG Tom

        1. Verstehe Tom, danke dir.

          Zur IBM: Ich bin schon viele Jahre dort angestellt. Nicht immer war ich sehr positiv eingestellt, mitunter auch sehr kritisch. Aktuell darf ich hingegen feststellen:
          A) IBM gibt es seit über 100 Jahren. Es gelang der Firma immer wieder, sich neuzuerfinden.
          B) Der Nachfolger von Ginni Rommetty ist ein Cloudspezialist. Zwar gibt es hier starken Wettbewerb, doch versteht es IBM immer wieder, Trends gut zu adressieren und durch Zukäufe (RedHat) clever zu wachsen.
          C) Das Business ist recht krisen-/Corona-sicher, wie wir aktuell gerade merken.

          Die Dividende ist sehr erfreulich und weist eine ordentliche Stabilität auf.
          Zuletzt konnte man die Aktie ja zu einem guten Preis erwerben.
          Ich habe mehrere IT-Firmen im Portfolio, neben IBM auch MS und SAP, eine Branche mit guter Zukunft.

    3. Hallo Tom J.,

      bei deiner Aussage zu Welltower musste ich doch leicht schmunzeln.

      Ich würde hier eher die kurzfristigen Auswirkungen des Virus als Risiko ansehen und rechne auch mit Dividenaussetzungen.

      Aber langfristig wird dieser Sektor und auch Welltower (Senior Housing, privater Bereich) bei der Bevölkerungspyramide in den USA meiner Meinung nach profitieren.

      Ich muss aber dazu sagen, dass ich ein langfristiger Investor bin.

      LG Sebastian

  7. Guten Abend zusammen,
    also, ich arbeite weder bei AT & T noch bei Siemens noch bei BASF, habe aber die begründete Hoffnung, dass es diese Firmen auch noch in 30 bis 50 Jahren geben wird und deren Geschäftsmodell auch. Von daher sehe ich für eine echte Langfristanlage nicht schwarz.
    Gruß Sebastian

    1. Hallo Sebastian,

      ich habe doch gar nicht gesagt das es diese Firmen in einigen Jahren nicht mehr geben wird. Ich gehe nur davon aus, dass diese Firmen in Zukunft weniger Erfolgreich sein werden als in der Vergangenheit, weil ich sie im Vergleich zur Konkurrenz schlechter für die Zukunft aufgestellt sehe. Und nur weil diese Firmen schon einige Jahre auf dem Buckel haben bedeutet das nicht, das es die Firmen in 30 Jahren noch geben muss. Gerade bei Siemens und bei AT&T würde ich jedenfalls persönlich nicht darauf Wetten das die in 30 Jahren noch, in der heutigen Form, existieren. In den letzten Jahren sind diverse größere Firmen in die Insolvenz gegangen, so selten ist das nicht… aber wie gesagt dies ist keine Insolvenzliste. Es ist nur meine persöhnliche Meinung welche Firmen man gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Krise einmal überlegen sollte ob man das Risiko reduzieren will oder ob man es trägt. “Augen zu und durch” kann auch eine Strategie sein, wenn man es geplant macht und nicht durch Zufall.

      VG Tom

  8. Hallo Ben,

    im Großen und Ganzen habe ich die gleiche Meinung wie Du? Verkaufen ist keine Alternative. Zumal das Markettiming ist meiner Ansicht nach nahezu absolut unmöglich und ist eher Zufall. Das Geld dann unverzinst auf dem Sparbuch liegen zu lassen ist definitiv keine Alternative. Ich habe direkt und ganz am Anfang 5 Werte verkauft, bei welchen ich inerhalb kürzester Zeit richtig dick im Plus war. 3 wollte ich eigentlich dauerhaft halten und habe diese mittlerweile wieder zu niedrigeren Kursen zurückgekauft. Da ich aber auf meinen Gewinn Kapitalertragssteuer bezahlen musste, habe ich weniger erhalten als der Bruttokurswert war. Da ich weder den absoluten Hochpunkt beim Verkauf und nicht den absoluten Tiefpunkt beim Kauf erwischt habe, hat mein Verkaufserlös abzüglich Steuer, gerade gereicht um die gleiche Anzahl von Aktien zu niedrigeren Kursen zurückzukaufen.

    Kurzum, das hat überhaupt nichts gebracht, aber ich hatte meinen zweifelhaften Spass an den Transaktionen. Außern Spesen nichts gewesen.

    Und ich bin mir auch sicher, wer ewig wartet und immer zweifelt ob der Markt nicht noch weiter runtergeht, der wird nie in Aktien investieren. Da könnte der Index bei 1000 DAX Punkten stehen und der würde noch auf die 500 warten. Und bei 5000 Punkten würde der auch nciht investieren, da der Markt doch schon so stark wieder gestiegen ist und jetzt wieder schon so teuer ist.

    Definitiv wenn man überhaupt nichts macht, steht das Ergebnis von vorneherein fest. Das wird Null Erfolg sein.

    Der einzige Unterschied zwischen Deinem investieren und meinem ist folgender:

    – nicht in fallende Kurse kaufen sondern abwarten bis es eine Gegenbewegung gibt.

    – Dividende ist mir auch wichtig aber nicht das Wichtigste. Meine Devise ist, lieber eine kleine Dividende als irgendwann mal überhaupt keine Dividende. Deshalb habe ich auch viele Aktien mit Minidividenden. Erstaunlicherweise sind die Aktien mit den höchsten KGV und der geringsten Dividendenrendite am wenigsten in Mitleidenschaft gezogen. Ich habe wirklich Aktien im Depot, da fragt man sich welcher Crash? z.B. Coloplast, Abbott Laboratories, Novo Nordisk, Activision Blizzard, Amgen, Bechtle, Compugroup, Intel, Mensch u. Maschine, Microsoft, Nestle, Nvidia, Paypal, Swedish Match, Taiwan Semicinductors, United Health Group. Diese notieren teilweise auf All-time-High oder maximal 10% darunter. Das sind aber alles Minidividendenzahler oder im Fall von Paypal sogar 0 Dividende.

    – Ich achte mehr auf die Gesamtrendite. Was nützt einem eine hohe Dividende wenn der Kursverlauf misserabel ist und im Endeffekt auch noch die Dividende gekürzt wird. Die Dividende wird doch sowieso nur dazu benutzt um noch mehr zu investieren. Da ist ein schnell wachsenderes Unternehmen mit weniger Dividende manchmal mehr und die damit die bessere Wahl.

    Alle meine Aktien mit hoher Dividendenrendite, wie BASF, Allianz, Munich Re, Bayer, Hannover Rück, Allianz, AT+T hat es alle genauso verprügelt.
    Übrigens Bayer finde trotzdem ich einen Topwert. Da habe ich massiv nachgekauft. Pharmageschäft läuft gut und ist von Corona wohl nicht betroffen. Ebenfalls der Agrarbereich. Hier schwebt aber das Damoklesschwert, Glyphosat über Bayer. Den zyklischen Bereich hat man vor Jahren mit Lanxerss und Covestro an die Börse gebracht.

    – Ich versuche weitgehend nur in Aktien zu investieren, welche bei deutschen Aktien einen besseren Kursverlauf in der 3 Jahres-, 5 Jahres-, 10 Jahres- und 20 Jahresperformance als der DAX haben. Die Dividende kommt dann als Zuckerle noch dazu.

    – Bei amerikanischen Aktien sollte der Kursverlauf besser sein als der S&P500.

    Natürlich lasse ich mich auch ab und zu von hohen Dividenden locken und verführen. Sonst hätte ich keine AT+T im Depot. Das Ergebnis sieht man. Ein Unternehmen mit hoher Dividende, hoher Verschuldung, kein Wachstum und ein auf Jahrzehnte wie festgenagelter Kursverlauf. Und wenn man Glück hat, wird letztendlich auch noch die Dividende irgendwann gestrichen oder gekürzt. General Electric lässt grüßen. Die Ami´s bezahlen bis kein Rad mehr rumgeht und dann steht man vor einem Scherbenhaufen und entsprechenden Kursverlusten.

    Übrigens habe ich mir auch im Crash die Deutsche Börse gekauft. Da hatte ich früher immer einen Bogen herumgemacht. Das war ein Fehler. Ist zwar von der Höhe der Dividende nicht der Topzahler aber seither ein zuverlässiger Zahler mit immer wieder Erhöhungen. Und bei Crashs steigt der Börsenumsatz. Auch nicht schlecht. Und die Kursperformance ist seit Jahren höher als der Index.

    Mit Dividendenausfällen liege ich bis jetzt ganz gut. Da ist MTU bis jetzt das einzige Unternehmen. Da zeigt sich in konjunkturunabhängiger Branchen zu investieren und auf hohe Dividende zu verzichten, war bis jetzt nicht die falsche Entscheidung. Ich habe viel Pharma und Medizinwerte im Depot, Technologieaktien und nicht zyklische Konsumgüter. Die schlagen sich alle recht gut.

    Auf jeden Fall würde ich jedem den Tipp geben, genau hinzuschauen, welche Unternehmen extrem stark betroffen sind, Verluste einfahren und Ihre Dividendenfähigkeit verlieren. Es wird auch weiterhin Unternehmen geben die werden Ihre Gewinne auch jetzt nahezu stabil halten können, evtl sogar steigern und mit Sicherheit keine Verluste einfahren. Ich weiß warum Nestle, Microsoft, Novo Nordisk, Novartis, Unilever, Bechtle meine größten Aktienpositionen sind. Ja nur eine BASF, Allianz und Munich Re haben sich dazwischengemogelt.

    1. Hallo star,

      mal wieder ein klasse Beitrag von dir!! Und volle Zustimmung von meiner Seite.

      Sehe es wie du: Es bringt nichts nur nach der Höhe der Dividendenrendite und KGV zu kaufen, sondern das Unternehmen muss langfristig gut sein. Finde es immer wieder bemerkenswert wie blauäugig sich viele Aktionäre verhalten. Viele sehen nur oohh 11% Rendite und drücken auf den Kaufbutton. Krass wie viele Leute jetzt z.B. Aktien wie Tui oder Lufthansa kaufen. Dabei steht schon fest, das beide Konzerne die kommenden Jahre keine Dividende zahlen werden sofern die Unternehmen überhaupt überleben.

      Auch deine Anmerlungen zu AT&T kann ich voll unterschreiben. AT&T habe ich im Januar verkauft, das Risiko ist mir einfach zu hoch bei der Verschuldung.

      Coloplast, Abbott Laboratories, Novo Nordisk, Activision Blizzard, Amgen, Bechtle, Compugroup, Intel, Mensch u. Maschine, Microsoft, Nestle, Nvidia, Paypal, Swedish Match, Taiwan Semicinductors, United Health Group sind alles TOP Werte nur bei Intel wäre ich vorsichtig die haben ein bischen Probleme mit AMD mitzuhalten technologisch.

      Weiter so ich finde von dir kann man viel lernen. Welche Aktien hast du den jetzt konkret gekauft?

      VG Tom

  9. Hallo Ben,

    mit Spannung habe ich auch diesen Blogbeitrag verfolgt.

    Ich habe eine ganz einfache Frage – vielleicht auch spannend, wenn man sein Portfolio rückblickend anschaut.

    Wenn du jetzt anfangen würdest, dein Aktienportfolio aufzubauen, welche Aktien würden in deinen Korb wandern?

    Ich bin gespannt…

    Gruß
    Gabbibabbi

  10. Naja welche Aktien würde ich jetzt kaufen, wenn ich jetzt erst mein Portfolio aufbauen würde? Grundsätzlich wäre das vom Alter abhängig. Wenn ich jünger wäre, dann würde ich mehr Techaktien untermischen, teilweise auch ohne Dividende oder mit Minidividenden. Wenn ich schon 60 wäre und keine 20 oder 30 Jahre warten kann dann würde ich schon sichere Dividendenwerte kaufen und hier wie gesagt wäre mir eine einigermaßen sichere Dividende wichtiger als die absolute Höhe. das musss aber jeder für sich entscheiden, was er kauft. Letztendlich muss man sich mit der Aktie wohl fühlen. Sollten Ereignisse eintreten, bei welchen man sich nicht mehr wohl fühlt ist meistens der erste Gedanken der richtige. Verkaufen

    Auf jeden Fall würde ich nicht zyklische Konsumgüter kaufen, wie Nestle, Unilever, Procter&Gamble, Pepsi (keine Coca Cola).

    Dann Pharma- und Medizintechnikaktien, wie Pfizer, AbbVie, Medtronic, Roche, Novartis, Novo Nordisk, Johnso&Johnson, Abbott Laboratories, Amgen, Coloplast. Fresenius (hoch verschuldet) die deutsche Merck (geringe Ausschüttungsquote, geringe Dividende, aber gut positioniert) Wobei Pharmaaktien immer ein gewisses Risiko haben. Wenn es läuft sind die Firmen relativ krisensicher. Aber zum einen haben die Firmen meist nur wenige Blockbuster, daran verdienen sie sich dumm und dämlich, wenn aber die Patente ausgelaufen sind und kein Nachschub da ist, können die Umsätze und Gewinne einbrechen. Und das Damoklesschwert welches über der Pharmaindustrie schwebt ist die staatliche Regulierung und die Haftung für das Produkt. Falsche Beipackzettel, unbekannte Nebenwirkungen, Todesfälle usw. Hier kann dann passieren, dass ein Unternehmen nicht nur die Produktion eines Blockbusters einstellen muss, sondern noch zu Millionen (da lachen die nur darüber) oder Milliarden (da wird es auch für die Pharmaindustrie teuer) Schadenerstaz verurteilt werden. Wer z.B mal den Kursverlauf einer Bayer Aktie anschaut un dwundert sich über den Kursr+ckgang von 200 bis 2003 von +ber EUR 52,- auf nur noch EUR 9,50 war nicht nur das Platzen der Internetbubble sondern das Problem mit dem Medikament Lipobay und entsprechende Todesfälle. Das war ein Cholesterinsenker und ein Blockbuster von Bayer. Zum einen verlor man die Umsätze und hatte noch Schadenersatzforderungen an der Backe.
    Als bei Pharmaaktien muss man sich dieses Risiko bewusst sein.

    Und dann würde ich auf jeden Fall Techwerte wieder reinpacken: SAP, Microsoft, Cisco, Texas Instruments, Bechtle, Datagroup, Automatic Data Processing, aber auch Alpahabet und Amazon sind genial. Das sind Datenkraken. Vielleicht beazahln die auch irgendwann aml Dividende. Ansys (Simulationssoftware), ASML (Lithographietechnolgie für Halbleiter) Lam Research und KLM Tencor ist alles etwas spekulativ. Aber mit kleineren Summen, warum nicht.

    Als Finanzwerte: Allianz, Munich Re, Partners Group, Blackrock.

    Und grundsätzlich würde ich mir überlegen, welches sind die Aktien welche die Indices seit Jahren hochziehen und welches sind die Aktien welche die Indices ausbremsen. Da fallen die Autowerte, Europäische Banken, Bauwerte usw durch das raster.

    Und dann würde ich nie mehr in Aktien investieren, welche seit 5 Jahren nur runtergehen und hoffen, dass an dem Tag an welchem ich gekauft habe, die Aktie endlich steigt.
    Es macht mehr Sinn eine Aktie zu kaufen, welche seit 10 oder 20 Jahren steigt und diese bei Kursschwäche zu kaufen. Bei diesen Aktien ist eigentlich jeder Tag ein Kauftag. Und so habe ich nie eine Amzon gekauft, weil diese immer zu teuer war. Aber ich glaube es ist vielversprechender, eine Amazon bei Kursschwäche zu kaufen als bei einer Lufthansa auf eine Trendwente zu hoffen.
    Weil so wie es unwahrscheinlich ist, dass eine Aktie, welche schon 5 Jahre runtergeht ab dem Tag an welchem ich investiere, wieder steigt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass eine Aktie, welche seit 23 jahre steigt, exakt nur noch runter geht, nachdem ich invstiert habe. Aber grundsätzlich sollte man eine Kursschwäche abwarten.

    Obwohl mich der Kursverlauf einer BASF momentan auch nicht vom Hocker haut, würde ich trotzdem in eine BASF investieren. Eine Air Liquide und eine Linde finde ich auch ispannend. Eine Christian Hansen aus Dänemark und eine Accenture finde ich auch interessant. Chr. Hansen haben jetzt Ihre Q1 Zahlen veröffentlicht. Chr. Hansen produziert Enzyme für die Lebensmittelindustrie usw. Aber auch eine Givaudan oder L`Oreal, welche Ben im Depot sind nicht uninterssant. Die habe ich nur nie zu Kursen bekommen, welche für mich ansprechend waren. Lindt&Sprüngli habe ich in der Finazkrise verpennt. Eine Eurofins wäre inetressant aber nicht zu diesen Kursen. Letztendlich hängt das also auch vom Preis ab, welcehn man bezahlen muss. Manche Aktien sind einfach zu teuer und dann schaut am immer nur hinterher.

    Aber grundsätzlich würde ich auch in kleiner Werte investieren, wie Secunet, Nexus, Atoss (aber auch extrem teuer) Compugroup, Cancom,

    75% würde ich auf sichere Werte setzen. 15% auf große Techwerte und max. 10% auf die kleineren Werte. Aber defintiv Sicherheit geht vor. Sicherheit geht vor Rendite.

    Welche Aktien habe ich jetzt konkret gekauft?

    Ultralangweilig, der Aktie schaue ich schon seit Jahren hinterher: Fernheizwerk Neukölln zu 38
    ansonsten
    – 3M zu 120
    – Abbott Laboratories aufgestockt
    – das sechste mal eine AbbVie zu 66,80
    – Accenture 150
    – Activision Blizzard aufgestockt bei 51,78
    – Allianz etwas höher als sie heute steht. Das war entweder zu spät gekauft oder doch zu früh. Mal abwarten.
    – das fünfte mal Amgen aufgestockt bei 175
    – Apple Nachkauf verpennt
    – Arroundtown bei 3,86 da bin ich aber nicht mehr überzeugt. Naja mal abwarten
    – ASML Nachkauf bei 178,51
    – BASF bei 48,07. Das war entweder zu spät oder doch noch zu früh. Eigentlich wollte ich überhaupt nicht kaufen, da ich schon soviele habe.
    – Bayer Nachkauf bei 56,25 (Hätte ich auch etwas früher kaufen sollen)
    – Bechtle Nachkauf total verpennt. Könnte ich mich in den A——– beißen.
    – Blackrock bei 390
    – Broadcom Nachkauf bei 187 verpennt und dann erst bei 216,60 gekauft
    – Canadian National Railway
    – Christian Hansen bei 66 Nachkauf
    – Cisco bei 35,77
    – Covestro bei 28 (ach die Dividende war so hoch, mal abwarten ob das was wird)
    – Datagroup bei 52,90 (Die hatte ich vorher bei 69,50 erst verkauft) Das war Geldwechsel der etwas anderen Art.
    – Deutsche Börse bei 103
    – Dow Inc. bei 27,85 (da hatte ich schon ein paar geerbte im Depot)
    – Fresenius bei 34,75. 12 Tage früher und man hätte auch für deutlich unter 30 kaufen können
    – McDonalds viel zu lange gewartet. Habe ich aber auf zweimal gekauft. Die Kurse habe ich jetzt aber nicht so schnell
    – Mensch und Maschine. Zwei Nachkäufe zu 38,20 und 43
    – Merck und Microsoft verpennt obwohl Kurslimits erreicht waren. Ebenfalls ein Biss in den A——-
    – Munich Re der 8te Nachkauf. Auch etwas spät zu 196.
    – Nachkauf Nestle bei 80 verpennt obwohl Kurslimit eigentlich 80 war. Naja kann ich verschmerzen.
    – Paycheck Nachkauf zu 58,50
    – Paypal der 5te Nachkauf
    – Qualcomm Nachkauf bei 62,08
    – SAP der 4te Nachkauf zu 83,50 das war ein genialer Kurs und nur ein kurzfristiges Tagestief
    – Unilever der 8te Nachkauf zu 42,50
    – Union Pacific zu 126
    – Visa Nackauf zu 157,60 entweder auch zu langsam und somit zu spät oder noch zu früh. Auf jeden Fall liegt der aktuelle Kurs etwas darunter.

    Übrigens einer meiner ersten Aktien, welche ich heute noch habe ist die spanische Telefonica. Gekauft am 06.12.1999 zu 22,81 und nochmals nachgekauft am 31.07.2003 zu 9,99. Warum habe ich die Telefonica gekauft. Ach die schöne Dividendenrendite. Unglaublich, dass ein Kurs 20 jahre lang nur eine Richtung kennt. Viele Dividendenkürzungen später steht die Aktie bei 4,01 und bietet eine Dividendenrendite von 10%. Und der Kurs geht immer noch abwärts. Diese Aktie bleibt im Depot als mahnendes Geldvernichtungsbeispiel, wenn man auf eine hohe Dividendenrendite reinfällt.

    Meine zweite Aktie war die BASF im Jahr 2000. Hoffentlich endet die nicht auch so………………………

    1. Klasse Beitrag star!! Danke das du dir die Zeit genommen hast. Viele deiner genannten Aktien habe ich auch im Depot ;-)

      Und ja hoffen wir das die BASF keine zweite Telefonika wird… BASF habe ich auch und bei mir fliegt die demnächst (in den kommenden Jahren) raus.

      VG Tom

  11. Der Scholz will Firmen, die Dividenden und boni zahlen, corona-krisen-staatshilfen (zb für Kurzarbeit) verwehren . Der tut wirklich sein bestes, um den Leuten jegliche Art von Steinen in den Weg zu schmeissen, die für ihre Altersvorsorge selbst was machen wollen.
    Ich denke, die Amis werden jetzt deutsche und europäische Aktien shorten. Bleibt die BASF standhaft ? Oder bekommen wir sie noch für 30 € angeboten ?
    Ist auch ein Test : wenn der Markt bei schlechten Nachrichten nicht weiter faellt, kann er eigentlich nur noch steigen !

    Star : schau dir mal Werte aus Hong Kong an!
    Oder die indische Infosys

    1. Bei KfW-Staatskrediten kann ich das sogar nachvollziehen. Bei Kurzarbeitergeld nicht, da das ja den Beschäftigten dienen soll. Und deshalb bin ich zuversichtlich, dass die Pläne BASF nicht betreffen. Staatskredit haben sie nicht beantragt, Kurzarbeitergeld für manche Standorte. Aber warten wir es ab!

    1. Hi Sonny, mit diesem Vanguard-ETF (wie auch mit allen anderen) machst du nur sehr wenig falsch. Hatte ich 2019 auch lange im Portfolio.
      Seit 2020 bin ich auf dem Trichter, selber in Aktien anzulegen (ist einfach spannender) und lasse diesen ETF weiterlaufen: https://www.justetf.com/de-en/etf-profile.html?query=IE00B3RBWM25&groupField=index&from=search&isin=IE00B3RBWM25
      Der A1JX52 ist etwas breiter gestreut als der von dir genannte. Vorteil bei deinem wiederum: nicht so viel USA drin.
      Wie auch immer, beide ETFs sind klasse und wenn du “als Faulpelz” auf lange Sicht reicht werden willst, nimm einen von beiden oder beide. Exzellente Wahl!

  12. @star

    Vielen Dank für deine fundierten Nachrichten. Ich würde mich gerne mit dir über eine Problematik in meiner Depotanlage austauschen, gerne privat per Mail. Wäre das für dich In Ordnung? Falls ja, könnte Ben ggf. vermitteln :-)

    Danke und VG

  13. aber vllt kann ich meine Frage auch öffentlich stellen und finde Anregungen für meine weitere Vorgehensweise:

    Ich bin aktuell 30 Jahre und habe vor den Vanguard High Dividend ETF (A1T8FV) mit ca 500 monatlich zu besparen. Den “Mutter” ETF von Vanguard A1JX52 bespare ich bereits mit einer noch größeren Summe. Nun bin ich aber unsicher, ob ich die 500 € lieber in den Dividenden ETF investieren soll oder die Summe auf z.b 6-7 Einzelaktien per Sparplan verteilen soll (z.B. Einzelwerte die von star genannt wurden). Nachteil hier wären die monatlichen Sparplan kosten von 7,5 € . Der Vanguard ETF Sparplan kostet mich im Monat aktuell nur 0,49 €.

    Ich verfolge die Dividendenstrategie, aber möchte natürlich auch Wachstumswerte haben (also eigentlich genau so wie von star immer beschrieben).

    Was würdet ihr an meiner Stelle machen?

    1. Hi Sonny,
      hier meine Empfehlungen:
      a) Höre mit der Kostenoptimierung auf (bzw. mit der Zeit, die du dafür aufwändest). Im Rückblick wirst du merken, dass das lächerlich ist.
      b) Wähle erstmal nur EINEN ETF (ich wäre ja für den breit gestreuteren der beiden) und zahle dort monatlich ein, bis du mindestens 20, besser 50 TEUR zusammen hast. Erst dann schaust du weiter…
      c) Fange (z.B. parallel bei niedrigerer ETF-Sparquote) erst mit Aktien an, wenn du das wirklich WILLST. Das sind zwei völlig verschiedenen Philosophien: ETFs sind etwas für clevere Faulpelze, die investieren wollen. Aktien sind hingegen etwas für Engagierte, die gute Nerven haben und für mehr Rendite/Dividenden auch bereit sind mehr Aufwand zu betreiben. Wenn du den Aufwand eher scheust (wie meine Frau beispielsweise), bleib bei ETFs, da machst du nichts falsch. Hier übrigens tolle Artikel dazu: http://www.finanzwesir.de
      By the way, eine Invest-Rate von über 1 TEUR als 30-jähriger? Wow, mit 50 wirst du nicht mehr arbeiten müssen…

    2. Sony,
      etwas anderes solltest du auch berücksichtigen : man sagt immer, dass ETFs diversifizieren. Hört sich schön an, man schläft gut ! Aber eins wird dabei nicht diversifiziert : der Herausgeber des etf !!!!! . Hier liegt ein Risiko : nimm zb an, die deutsche bank gibt einen etf aus, und geht dann irgendwann pleite. In einer wirtschaftlichen kriesenzeit. Schlimmstenfalls ein Fall für den Konkursverwalter. (Lehman ). Was passiert denn dann mit deinen ETFs ? Das könnte zu einem prozentual extrem grossen Verlust führen, je nach dem, wie viel aus der Konkursmasse noch für die etf Besitzer übrigbleibt. (Hängt natürlich davon ab, wie der etf Herausgeber seine Produkte versichert hat. )
      Ganz analoges gilt für ADRs, etc. Wenn die Melon bank in NY pleite geht, ui, ui, ui !

      1. Hallo Manfred,

        das stimmt so nicht ganz. Auch ETFs sind Sondervermögen. Die enthaltenen Wertpapiere (bei physisch replizierenden) werden vom Vermögen des Emittenten (in Deinem Beispiel: Deutsche Bank) getrennt gehalten. Dafür gibt es eine Extra-Depotbank. Die Aktien fließen also nicht in die Insolvenzmasse und den Insolvenzverwalter interessieren sie auch nicht. Bei einer Pleite des Emittenten kann es aber etwas dauern, bis die ETFs wieder handelbar sind oder aufgelöst werden. Das ist meines Erachtens das einzige Emittentenrisiko eines ETFs.

        Viele Grüße Ben

          1. Ben,

            Und wie ist das bei ADRs ? Sind die zugrunde liegenden Aktien auch Sondervermögen, das bei der Melon bank dann nicht in der Konkursverwaltung landen würde ?

  14. Hi Sonny,

    da muss ich Matthias von Mitzlaff rechtgeben. Kostenoptimiereung macht keinen Sinn, wenn man dafür ein gutes Produkt verpasst. Es macht keinen Sinn etwas schlechteres zu kaufen nur weil es günstiger ist.

    Wenn man davon ausgeht, dass die Mehrzahl der Fondmanager den Vergleichsindex nicht schlagen kann, dann müsste man unter Umständen auch davon ausgehen, dass die mesiten Privatanleger das möglicherweise ebenfalls nicht schaffen. Dieses Risiko nehme ich bewusst in Kauf auch wenn es letztendlich entäuschend wäre, nicht mindestens die Performance eines Vergleichindices zu erreichen. Aber mein Ziel ist etwas besser zu sein und mit einem passiven ETF habe ich von vorneherein nur die Chance exakt wie der Vergleichsindex abzuschneiden.

    ETF ist etwas für Faule. Ich beschäftige mich aber gerne mit Aktien und deshalb sind ETF für mich keine Alternative. In welchen ETF man investiert sollte man selbst entscheiden.
    Ich persönlich würde nicht in den Vanguard High Dividend ETF (A1T8FV) invstieren. Das ist aber meine persönliche Meinung und Geschmacksache.

    1. Ich würde generell überhaupt in keine synthetisch replizierende ETF´s investieren. Das sind meiner Meinung nach die nächsten Tretminen im Finanzsystem. Das ist aber nur meine Meinung. Aber lies mal nach was synthetisch replizierende ETF sind.

    Wobei ich nicht sicher bin, ob der Vanguard synthetisch oder physisch replizierend ist.

    Vanguard schreibt dazu: Der Fonds kann in derivative Finanzinstrumente investieren, die das Engagement in die Basiswerte erhöhen oder reduzieren und zu stärkeren Schwankungen des Nettoinventarwerts des Fonds führen könnten. Einige Derivate bergen ein höheres Verlustpotenzial, bei dem die Gegenpartei ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann.
    Das deutet auf jeden Fall auf mindestens teilweise synthetisch hin. Aber so wie ich das interpretiere macht Vanguard beides. Also teilweise synthetisch teilweise physisch replizierend.

    2. Ich würde nur in physisch replizierende ETF´s investieren. Der Nachteil sind die höheren Kosten. Aber die Aktien befinden sich physisch im ETF. Bei synthetisch replizierenden ETF sind das SWAP Geschäfte. Wie gesagt die nächsten Tretminen, wenn die Gegenseite den Zahlungsverpflichtungen bei den SWAP Geschäften nicht nachkommen kann.

    3. Um den Vanguard High Dividend ETF (A1T8FV) komplett zu analysieren müsste ich mir die Ausschüttungen der letzten Jahre besorgen. Die reine Kursentwicklung ist eine Katastrophe. Aber wie gesagt es kommen noch die Ausschüttungen dazu, welche ich aber nicht kenne. Vielleicht schaue ich mir das mal an.

    Der ETF von Vanguard A1JX52 hat eine bessere Kursentwicklung als der Vanguard High Dividend ETF (A1T8FV). Aber auch hier kenne ich die Ausschüttungen nicht. Aber die Kursentwicklung ist im Vergleich zum S&P500 auch eine Katastrophe. Das ist eigentlich verwunderlich, wenn ich mir die Einzelwerte anschaue, welche im ETF sind. Auf die Schnelle kann ich auch nur replizierend als Angabe finden. Keine Ahnung ob physisch oder synthetisch replizierend. Ich vermute aber entweder beides oder synthetisch. Müsste man genau untersuchen.

    Ich persönlich würde wenn ich in einen ETF investieren würde nur in einen physisch replizierenden ETF auf den S&P 500 Total Return (da werden die gezahlten Dividenden wieder investiert) und/oder auf den MSCI World und/oder DAX investieren.

    Aber hier muss sich jeder selbst seine eigene Meinung bilden. Ich persönlich rate den meisten zu ETF´s. Man kann nicht in Aktien investieren ohne ein gewisses Engagement. (Doch man kann, nur mit welchem Erfolg?)

    Wenn die Börsenspekulation leicht wäre, gäbe es keine Bergarbeiter, Holzfäller und andere Schwerarbeiter. Jeder wäre Spekulant. (Andre Kostolany)

    Und hinterher sind wir alle schlauer.

    1. Hi star,
      Vanguards: Physisch replizierend, Ausschüttung ca. 2% brutto, wie hier unter “Ausschüttungen” ablesbar: https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?query=IE00B3RBWM25&groupField=index&from=search&isin=IE00B3RBWM25&tab=dividends
      Die Vanguards sind nicht schlechter als die MSCI Worlds anderer Anbieter (wie von ComStage), halt eine etwas andere Gewichtung (Stichwort “Südkorea”).
      Sonny würde damit wenig falsch machen, aber klar, andere Produkte würden mehr Rendite erbringen.
      Sonny, wenn du es ernsthaft angehen willst, solltest du dich sowieso mit Aktien beschäftigen (weniger mit ETFs).

      1. @Matthias

        ich habe auch einige Einzelwerte, ich versuche die gesunde Mitte zu finden. :-) Würdest du denn bei den ETFs den All-World dem S&P500 vorziehen?

        @Star

        Danke für die Rückmeldung. Klar der S&P500 war in der Vergangenheit deutlich besser als der FTSE All World.
        Es wäre auch eine Überlegung statt in den FTSE in den S&P500 zu investieren. Aber damit würde eine geringere Diversifikation und ein Klumpenrisiko einhergehen. Das müsste man dann abwegen.

        1. Schluss mit der Anlageberatung, lieber Sonny…;-)
          Irgendwann kommt sowieso der Punkt, an dem du “springen musst”.
          Du kannst dir viel anhören, am Ende entscheidest du ganz allein, in was du investierst.
          Hierzu braucht es Mut und Entschlossenheit. Eigenschaften, die nicht jeder Anleger in Überfülle zur Verfügung hat.
          Wir wollen jetzt im Forum wissen, wie du dich entscheidest und was deine Beweggründe sind. ;-)

    2. Sonny, ich möchte auch nochmal präzisieren, wie ich das mit der “Lass die Kostenoptimierung” meine:

      Du wirst später einmal – hoffentlich – auf einem Batzen EURonen sitzen, der fünf- oder sechstellig (vielleicht sogar siebenstellig) ist. Vor dem Hintergrund ist es in der Gegenwart völlig unwichtig, ob du monatlich zwei oder 10 EUR für Sparpläne o.ä. bezahlst. Das Entscheidende, wie der finanzwesir.de so schön schreibt – dass du REGELMÄSSIG investierst. Zweitwichtigster Tipp: ANFANGEN (wie star schreibt). Die Welt ist voller Menschen, die sich tolle Pläne machen, diese aber nie umsetzen.
      Und wenn du dann anfängst: Gewöhne dich daran, Fehler zu machen. Das gehört dazu.
      Beispiel: 2020 ist mein Aktien-Erweckungsjahr mit – völlig normal – sehr vielen Fehlern, z.B. viel zu früh (Januar) zu viel in Aktien investiert. Später (März) Bank of America und Digital Realty verkauft, um wieder Cash zu haben (würde ich jetzt auch nicht mehr machen).
      Will sagen: Du lernst nur durch das MACHEN dazu und wirst immer besser.
      Und mein Abgang im Stile von star (also mit einem Sprichwort):

      “Eine Reise von Tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.” (Chinesisches Sprichwort)

  15. @Sonny: Wie die anderen schon schreiben, Kostenoptimierung bringt dich nicht wirklich weiter! Ich persönlich würde Option 3 wählen und zwar alle 2 Monate einen deiner Wunschwerte für 1.000€ kaufen, so hast du nach einem Jahr deine Werte im Depot und kannst diese immer schön aufstocken. ETFs nebenbei laufen lassen aber die restlichen 500€ würde ich wie gesagt gestaffelt in Einzelwerte stecken.

    Ich habe zuletzt Stryker zu 150€ neu in mein Depot genommen.

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