Die Aktie des Nahrungsmittelherstellers schleppe ich seit sechs Jahren durch mein Depot. Die Performance ist weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben.
Und deshalb hatte ich ihr eine Frist bis Ende 2021 gesetzt. Entweder sollte sie ins Rollen kommen oder ich würde sie verkaufen.
Nun stehen wir am Fristende und ich muss mich entscheiden. Reichen mir 16,8% Plus in diesem Jahr, um die Aktie im Depot zu lassen?
Wie die jüngste Dividendenzahlung ausgefallen ist und was nun mit der Aktie passiert erfährst Du in diesem Beitrag.
Die Aktie von Kellogg, bei der ich mir selber diese Frist gesetzt habe, habe ich hier ausführlich vorgestellt. Mit ihr bewege ich mich nun durch den starken US-Dollar und die vereinnahmten Netto-Dividenden ungefähr auf dem Niveau meines Einstands.
Wie Du am 10-Jahres-Chart siehst, war mein damaliger Kauf zwar schön in einer steigenden Phase. Aber nach dem Höchststand 2016 ging es stetig bergab. Seit 2019 hat sich die Aktie nun tendenziell seitwärts bewegt und in diesem Jahr wieder ein Niveau erreicht, dass sie aber auch 2013 schon hatte:

Dividendenzahlung
Kellogg zahlt erneut eine Quartalsdividende von 0,58 US$ je Aktie. Für die 50 Aktien in meinem Dividendendepot ergibt das eine Brutto-Dividende von 29 US$. Sie wurde von der Consorsbank zum Kurs von 1,1349 in Euro umgerechnet. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 19,02 €. Sie wurde rückwirkend mit Wertstellung 15.12.2021 überwiesen.

Perspektiven
Mit der positiven Performance in diesem Jahr hat die Kellogg-Aktie auf dem Papier erst mal einen Bonus sicher.
Abr genauso wenig wie ich in den Vorjahren auf „Verkaufen“ gedrückt habe, bin ich nun nur wegen der 16,8% Plus von einer weiterhin positiven Entwicklung überzeugt. Dazu gehört definitiv mehr.
Ich hebe meinen Blick deshalb von der zurückliegenden Performance und lasse meine Gedanken auf die aktuelle Inflation schwenken. Und überlege mir da, welche Unternehmen über eine Preissetzungsmacht verfügen und es womöglich leichter haben, steigende Rohstoff- und Lieferkosten an die Verbraucher weiterzugeben.
Und dazu gehören für mich die großen Nahrungsmittelhersteller. Sie haben starke Marken und Produkte, die von Verbrauchern gekauft werden. Bei Kellogg sind das natürlich die Corn Flakes, aber auch Pringles-Chips und – in den USA – die fleischlosen Mahlzeiten von Morning Star.
Damit sollte Kellogg auf die aktuell steigenden Inflationsraten gut reagieren können.
Das spiegelt sich auch in den Quartalszahlen wieder. So konnte der organische Umsatz um 5,1% zulegen. Für die ersten 9 Monate des Jahres lag der Anstieg bei 4,4%. Dazu trugen Preiserhöhungen und ein anziehendes Verkaufsvolumen in Afrika, Russland und Brasilien bei.
Während also der Trend in unseren Regionen zu gesünderem Essen geht, haben die Emerging Markets noch einen erheblichen Nachholbedarf und Verbraucher greifen dort vermehrt zu zuckerhaltigen Produkten.
Kellogg hat seine Prognose für das Gesamtjahr entsprechend erhöht. Es wird nun statt einem nahezu gleichbleibenden Umsatz (0 bis +1%) ein Umsatzwachstum von 2-3% erwartet.
Der Gewinn je Aktie soll weiterhin um 1-2% zulegen. Belastend wirken sich die höheren Kosten in der Lieferkette und bei den Produktionsgrundstoffen aus. Deshalb wird das Wachstum eher am unteren Rand liegen.
Im Zweijahresvergleich (2019 vor Corona) wächst der Gewinn je Aktie nach der Prognose um rund 5% p.a.
Ich bin froh, dass Kellogg offenbar auf den Wachstumspfad zurückgekehrt ist. Klar, meine eigene Performance ist immer noch dürftig. Aber die Richtung stimmt nun. Und im aktuellen Umfeld sollte sich die Aktie auch im nächsten Jahr positiv entwickeln.
Ich lasse die Aktie deshalb zunächst im Depot und schaue mir bei jeder Dividendenzahlung die Entwicklung an. Ist sie weiter positiv, dann gebe ich ihr auch weiterhin Zeit, sich weiter emporzuarbeiten.
Da ich ja „nur“ 50 Aktien von Kellogg habe und sie aktuell einem Depotanteil von 0,6% entsprechen, kann ich die Position ohne größere Bauchschmerzen erst mal weiter laufen lassen.
Auf einen Blick:
| Unternehmen: | Kellogg |
| ISIN: | US4878361082 |
| Im Divantis-Depot seit: | 26.11.2015 |
| Letzter Nachkauf am: | 08.12.2015 |
| Stückzahl im Divantis-Depot: | 50 |
| Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren: | 65,74 € |
| Gesamtkaufpreis: | 3.286,85 € |
| Insgesamt erhaltene Netto-Dividenden: | 474,99 € |
| Verkauft am: | 21.06.2022 |
| Durchschnittsverkaufserlös abzgl. Gebühren und Steuern: | 67,60 € |
| Gesamtverkaufserlös: | 3.380,00 € |
| Gewinn/Verlust: | 568,14 € |
| Gewinn in Prozent: | 17,29% |

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