Ich präsentiere: Mein 52. Depotwert

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In Zeiten wie diesen sind viele Jahresziele schon Makulatur. Mein Dividendenziel werde ich nach den vielen Kürzungen und Streichungen nicht erreichen.

Zum Glück hatte ich mir auch ein qualitatives Ziel vorgenommen: Ich wollte meine Depotpositionen von 49 auf mind. 52 ausbauen. Nach den Käufen von L’Oréal im Februar und Civitas Social Housing im April habe ich den Wonnemonat Mai nun für den Kauf eines weiteren neuen Depotwerts genutzt.

Und mit dem Kauf der Aktie werde ich in Kürze auch noch eine Dividendenzahlung erhalten, die mein Jahresziel zumindest nicht völlig verfehlen lässt.

Alle Infos zur neuen Aktie in meinem Depot und die Originalkaufabrechnung erhältst Du in diesem Beitrag.

Bei der Aktie handelt es sich nicht nur um meinen 52. Depotwert, sondern auch meinen 4. Schweizer Titel. Zu Givaudan, Novartis und der Swiss Re gesellt sich ab sofort die Partners Group Holding AG!

Geschäftsgegenstand

Die Partners Group ist im Bereich Private Equity und damit in der gleichen Branche wie mein Depotwert Deutsche Beteiligungs AG tätig. Die Geschäfte unterscheiden sich jedoch erheblich. Die Partners Group investiert nicht auf eigene Rechnung, sondern verwaltet die Gelder von Investoren. Aktuell sind es mehr als 94 Mrd. US$, die für über 900 institutionelle Investoren angelegt werden. Dafür sind mehr als 1.400 Mitarbeiter in 20 Niederlassungen weltweit aktiv.

Neben Private Equity werden auch andere Privatmarktinvestitionen getätigt, insbesondere Private Real Estate, Private Infrastructure und Private Debt.

Für die verwalteten Gelder der Investoren erhält die Partners Group eine Managementgebühr und im Erfolgsfall eine Performancegebühr.

Prominente Investments in Deutschland sind der Spielzeughersteller Schleich und Techem, der als Ableser von Heizkörpern und Wasserzählern bekannt ist.

Die Partners Group wurde 1996 gegründet und ist seit 2006 börsennotiert.

Geschäftsergebnis 2019

Die Partners Group befindet sich seit ihrer Gründung auf einem Wachstumskurs, der sich auch im Jahr 2019 fortgesetzt hat. So erhielt sie neue Kapitalzusagen in Höhe von 16,5 Mrd. US$, von denen 14,8 Mrd. US$ in private Unternehmen und Vermögenswerte investiert wurden. Im selben Zeitraum wurden Anlagen aus den Portfolios in Höhe von 11,0 Mrd. US$ verkauft.

Die Gesamteinnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 21% auf 1,6 Mrd. CHF. Das EBIT stieg um 17% und erreichte den Rekordbetrag von 1,0 Mrd. CHF. Der Gewinn des Unternehmens stieg ebenfalls um 17% auf 0,9 Mrd. CHF.

Aktienkauf

In der Schweiz sind hohe absolute Aktienkurse nicht unüblich, da sie offenbar eine gewisse Wertigkeit demonstrieren sollen. So hat auch die Partners Group bisher auf einen Aktiensplit verzichtet.

Ich kaufte am 7. Mai 2020 eine Aktie der Partners Group zum Kurs von 734,80 € im Direkthandel von Lang & Schwarz in mein Depot beim Smartbroker. Ein Börsenhandel von Schweizer Aktien ist in Deutschland ja nicht mehr möglich. Der Direkthandel funktioniert – jedenfalls beim Smartbroker – aber problemlos. Ich zahlte eine Kaufprovision von 4,00 € und damit insgesamt 738,80 € für diesen Aktienkauf.

Dividendenhistorie

Die Partners Group zahlt ihre Dividende jeweils im Anschluss an ihre Generalversammlung im Mai aus. Die Dividendenentwicklung seit 2010 ist dabei makellos, jedes Jahr wurde die Ausschüttung erhöht. In 2020 (für 2019) wird eine Dividende von 25,50 CHF gezahlt, das ist eine Erhöhung um 15,9%.

Die Auszahlung der Dividende ist für den 19. Mai 2020 vorgesehen. Ab dem 15. Mai 2020 handeln die Aktien ex-Dividende. Der Dividendenstichtag ist der 18. Mai 2020.

Dividendenhistorie der Partners Group Holding AG

Nachhaltigkeitsfaktor

Die Partners Group hat bereits im Jahr 2008 als einer der ersten Manager für Privatmarktanlagen die United Nations Grundsätze für nachhaltige Investitionen (UN PRI) unterzeichnet und nimmt seitdem auch am Carbon Disclosure Project (CDP) teil.

2018 wurde die Partners Group in die FTSE4Good Index Serie integriert und damit als nachhaltiges börsennotiertes Unternehmen gekennzeichnet.

Weitere Strategie

Der Kauf der einzelnen Aktie soll der Start für diesen neuen Depotwert in meinem Depot sein. Ich hatte die Aktie schon lange im Visier, sie war mir aber immer zu teuer. Jetzt habe ich mich endlich durchgerungen und die anstehende Dividendenzahlung als Impuls für den Kauf genommen.

3-Jahres-Chart der Partners Group Aktie
3-Jahres-Chart der Partners Group Aktie

Ich werde die Position weiter aufstocken, das ist sicher. Mittelfristiges Ziel ist ein Bestand von 5 Aktien, bei entsprechender Entwicklung können es aber auch einige Aktien mehr werden.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Markt für Unternehmenstransaktionen weltweit zum Stillstand gekommen. Deshalb könnte es für den Aktienkurs noch negative Nachrichten geben, wenn das Geschäftsjahr 2020 nicht die Ergebnisse der Vorjahre bestätigen kann. Dann könnte schon eine Nachkaufgelegenheit kommen. Ansonsten warte ich geduldig und werde mir nach und nach in den nächsten Jahren eine höhere Position aufbauen.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Partners Group Holding AG
ISIN:CH0024608827
Im Divantis-Depot seit:07.05.2020
Letzter Nachkauf am:--
Stückzahl im Divantis-Depot:1
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:738,80 €
Gesamtkaufpreis:738,80 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:13,16 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

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18 Gedanken zu „Ich präsentiere: Mein 52. Depotwert“

  1. Die Rückerstattung der CH-Quellensteuer funktioniert problemlos. Mache ich alle 3 Jahre für Nestle & Roche.
    Man braucht nur einen spezielles Programnn, das man sich bei den Eidgenossen runterladen kann, einen Stempel vom deutschen Fiskus und dann gehts ruchzuck. In der Regel ist nach 4 WOchen die QS auf dem Konto,

    1. Hallo Jörg,

      er meckert ja nicht immer über meine Käufe. ;) Aber bei der Partners Group hätte ich schon etwas früher und damit günstiger zugreifen können. Also Platz für Kritik ist gegeben…

      Viele Grüße Ben

  2. Lieber Ben, ein Kommentar zum Thema “Jahresziele”:
    Ich vermute (ist es vielleicht ein wenig so?), dass du dir teilweise Ziele vornimmst, die nicht zu 100% von dir beeinflussbar sind. Dann sind automatisch a) Glück und b) das Wirken anderer und deren Kräfte mit im Spiel.
    Das wiederum ist doch eigentlich unrealistisch, oder?
    Ich habe in der Vergangenheit auch mitunter diesen Fehler gemacht.
    Seit einigen Jahren setze ich mir – wenn überhaupt – nur noch Ziele/Vorgaben, die ich voll beeinflussen kann. Im Investtionsbereich wären das z.B. “Höhe der eingesetzten Summe in EUR” oder “Anzahl gekaufter Aktien/Kandidaten”.
    Streng genommen ist aber selbst das auch von außen beeinflussbar. Was ist bspw. wenn ich aufgrund eines Unfalls einen Verdienstausfall hätte? Andererseits müsste man dann ja jegliche Ziele streichen…
    Fazit: Nimm dir nur vor, wass du auch voll in der Hand hast. Und entwickele für alles andere einen tiefen Gleichmut..;-)

    1. Hallo Matthias,

      ja, das Dividendenziel ist nicht vollständig durch mich beeinflussbar. Das merke ich in diesem Jahr sehr deutlich. Da ich aber einen Dividendenzähler auf dem Blog führe, möchte ich mir auch ein Jahresziel dafür setzen. Einfach als Motivation, wo es hingehen soll. Im letzten Jahr konnte ich das Ziel deutlich übertreffen, dieses Jahr wird das nicht gelingen. Und das ist ja auch eine wichtige Erkenntnis. Insofern werde ich mir auch im nächsten Jahr ein Dividendenziel setzen, aber es nicht mehr so offensiv ansetzen. Meine anderen Jahresziele sind aber besser bzw. ausschließlich durch mich zu erreichen.

      Viele Grüße Ben

  3. Hi Ben, echt stark, dass wir hier mal eine gemeinsame Aktie haben. Ich selbst habe 4 Aktien am 18.03.2019 zu EUR 647,- ins Depot gelegt. War eigentlich auch schon ein bißschen spät, hätte man bei knapp unter 600 EUR kaufen sollen, als der Kurs von unten nach oben durch den GLD 65 ging.

    Auf jeden Fall ist Partners Group eine Aktie, welche seit Jahren der Kurs von links unten nach rechts oben wandert. Unterbrochen nur von kleinen Kursrücksetzern, welche rückblickend betrachtet immer eine Kaufgelegenheit waren. Geht es so weiter? Wer weiß das schon. Aber für mich ist so eine Aktie vielversprechender, als eine Aktie, welche seit Jahren nur zyklisch hin und her schwankt oder seit Jahren in einem Abwärtstrend gefangen ist. (Pro7)

    Was heißt ich meckere immer?

    Jeder hat halt so seine Meinung und jeder kauft natürlich die Aktien, welche er für gut hält. Und im Depot von Ben sind viele Werte, welche ich ebenfalls habe. Teilweise ist die Gewichtung anders. Aber Allianz und Munich Re machen auch bei mir mit ca. je 90 Stück einen großen Brocken aus, auf jeden Fall in der Dividendenzahlung. Johnson&Johnson, Kimberly Clark, Pepsi, Microsoft, Siemens, Procter&Gamble, Medtronic,3M, Blackrock, AT&T, Novo Nordisk, Unilever, Verizon haben wir gemeinsam. Nur meine Gewichtung per 31.0.32020 war wie folgt:

    Nestle
    Microsoft
    Novo Nordisk
    BASF
    Novartis
    Allianz
    Münchner Rück
    Unilever
    Pepsi
    Hannover Rück
    Bechtle

    Ben hat Danone gekauft, ich finde Nestle besser. Reine Geschmacksache. Übrigens auch bei den Produkten. L´Oreal finde ich auch gut im Depot, war für mich immer nur zu teuer.

    Taylor Wimpey ist mein Lieblingsnegativwert. Das ist ja nur meine Meinung. Der Wert muss ja nicht deshalb langfristig schlecht sein. Aber einfach nichts für mich.

    Givaudan finde ich auch gut. Ist mir auch nur immer zu teuer. Hätte ich aber gerne im Depot. Siemens Healthineers kann man kaufen, aber ich kaufe grundsätzlich keine Spin Off. Da warte ich wie die mittelfristige Entwicklung ist. Da werden leider zu oft, Halbtote aufgehübscht und an die Börse gebracht deshalb halte ich mich aus Prinzip davon fern.

    Auch der Aufzughersteller Kone ist interessant. Den beobachte ich schon seit Jahren. Naja, irgendwie ist es halt dann bei mir doch immer gescheitert. Bei Talanx habe ich schon die Tochter Hannover Rück. Bei MSCI kann man sich auch nicht beschweren. Metsä Board, IBM, Vinci, Omega Healtcare, Atlantia, Baywa, usw. selbst Coca Cola wollte ich im Depot nicht haben. Ich habe mich damals für Pepsi entschieden, weil ich die besser finde als Coca-Cola. Sind breiter aufgestellt. Der Schritt ist mir sogar schwer gefallen, da mir Coca- Cola besser schmeckt als Pepsi. Aber als Aktie finde ich definitiv eine Pepsi besser. Naja seither kaufe ich zuckerfreie Pepsi.
    .

    Das Einzige, was ich definitiv anders mache, ich habe, obwohl ich älter bin als Ben, deutlich mehr Technologiewerte im Depot. Hier spielt einfach die Musik.Und obwohl ich Dividende über alles liebe, verzichte ich tatsächlich teilweise darauf. Und ich achte vermutlich mehr auf die Gesamtperformance. Bei der Depotgröße von Ben, wäre es ja aber auch kein Beinbruch wenn man 5-10 Werte a´1.000 oder 2.000 EUR im Technologiebereich im Depot hätte. Also bitte kein Hot Stocks. Aber es gibt ja auch im Technologiebereich solide Werte. z.B. die verfluchte Secunet. Heute schon wieder +7,37%. Der Zug geht leider auch ohne mich. Habe ich verpennt bei 100 EUR. das ärgert mich wirklich.

    Und ich habe in meinem Depot einfach mehr Pharmawerte. Infrastruktur spielt bei mir überhaupt keine Rolle. Auf jeden Fall fällt mir da gerade nichts ein.

    Aber wie gesagt, jeder ist von seiner Anlagestrategie überzeugt, sonst würde man ja nicht so investieren wie man investiert.

    Und auch meine nächsten Lieblingsnegativaktien, wie TUI und Lufthansa, welche manche ganz prickelnd finden, werden ja auch rege gehandelt. Die würde ich nicht einmal mit der Kneifzange anfassen und trotzdem müssen doch die Käufer, welchh heute kaufen sich davon etwas versprechen. So gehen halt die Meinungen auseinander.

    Aber wie Ben imemr schreibt. man muss sich damit wohlfühlen. Und am Ende wissen wir sowieso alles besser………..

    Aber Ben vielleicht doch mal über einen Techwet nachdenken.

    1. Hallo star,

      ich schätze Deine Meinung sehr und freue mich über jeden Kommentar von Dir! Mit den Techwerten hast Du recht, ich werde da sicher noch mal etwas neu ins Depot nehmen. Vielleicht komme ich ja beim nächsten Corona-Crash im Herbst etwas günstiger an einen Techwert. ;)

      Viele Grüße Ben

    2. “star meckert” ?
      Sehe ich auch nicht so.
      Im Gegenteil, eine gesunde Portion Skepsis ist im Aktienkauf- und verkaufsbusiness sehr hilfreich, wie ich leider auch an mir immer mal wieder feststelle (zuviel Euphorie ist riskant).
      Beate Sander hat das ja so treffend formuliert: “Meide die gefährlichen vier: Euphorie, Panik, Angst und Gier.”

      1. Habt ihr alle den Smilie zu meinem Kommentar übersehen?
        Ich lese star´s Kommentare natürlich auch sehr gerne und teile seine Meinung weitgehend.

    3. tja genau das is der Punkt mit den Techwerten. Ich hät auch gern Microsoft,Alphabet, Nvidia & Co im Depot. Aber ich finde die inzwischen alle viel zu überteuert um jetzt noch einzusteigen. Wenn nächstes Jahr Corona abflaut, gehn die doch sicherlich auch wieder 20% runter

  4. Hallo,

    ich muß Star bei den Techwerten zustimmen : Wer zu spät bei den Techaktien eingestiegen ist, hat den Zug verpasst. Dann steigt man aber nicht einfach in die nächste Straßenbahn ( lt. Kostolany ), denn die kommt nicht mehr ! Ich rede hier auch nicht von einem etwaigen Rücksetzer von 10 – 20 % in den nächsten Monaten ( absolut lachhaft im Hinblick auf die Gesamtperformance der letzten 3 -5 Jahre ) , sondern von einem verpassten früheren Einstieg zu wirklich günstigen Preisen. Dafür muß man das Gespür für eine Entwicklung haben, was fürwahr sehr schwer ist ( jaja, ich weiß, im Nachhinein ist man immer schlauer, aber darum geht es hier ja auch gar nicht ).
    Was zählen da Dividenden z.B. bei einer Apple / Alibaba……, wenn die Performance überdurchschnittlich ist ?
    Ich habe sogar eine „Mensch und Maschine “ Aktie im Depot, obwohl mich die S-und M-Dax Aktien überhaupt nicht interessieren, aber die läuft sehr gut ( Übrigbleibsel vom Dotcom Crash 2000, an dem ich zum Glück nicht teilgenommen habe ).
    Techaktien sind nun mal die Zukunft, leider ohne bzw. marginale Dividendenrendite. Dafür kann man sich ja andere Dividendentitel als Ausgleich ins Depot legen.
    Ich habe mir z.B. Anfang 08/2019 Apple für ca. 200 USD gekauft, da schaue ich nur auf den heutigen Kurs, die Dividende ist bei der Aktie nur Beiwerk und nicht von Interesse. Das gilt analog für diverse andere Techtitel.
    Übrigens sind einige wenige ( nicht so bekannte ) chinesische Aktien auch sehr interessant, die entweder Internetmäßig ( Versicherungen ) oder im Konsumbereich unterwegs sind.
    Ich denke mal, wer chinesische Aktien jetzt verpasst, verpasst auch die nächsten Highflyer. Allerdings muß man hier gehörig aufpassen und regelmäßig die GB / Bilanzen lesen.
    Und dann – wenn man aufpasst und wenn‘s gut bei den Chinesen läuft – wären wir vielleicht wieder beim ersten Absatz ? Vielleicht fährt dann wieder die Straßenbahn ?
    Das wäre die Frage an sich in einigen Jahren an die Nichtanleger von heute.
    Last but not least : Pharmawerte gehören m.E. auch ins Depot, gute Dividende und Stabilität. Pharmawerte finde ich zwar persönlich langweilig, halte aber dennoch 4 große Titel als Gegenpol zu anderen mehr spekulativen Aktien, die ich habe.
    Vom Wichtigen sollte man nur das Beste nehmen.
    Aber, jeder eben nach seiner Facon.

    1. wow Michael 1, ich bin voll bei dir!
      Pharma ist ein schönes Business (habe Amgen und AbbVie, auch schön als Ergänzung zueinander: AbbVie hohe Dividende, aber riskanter, Amgen konservativ aber stabiler).
      China: Ganz spannend, wie ich finde. Tatsächlich meine auch ich, dass es schwierig ist, auf die “richtigen Pferde zu setzen”. Habe mal eher harmlos mit Invests bei Tencent und China Mobile begonnen. China Water Affairs schlug auch ein Mitforist vor…
      Tech-Werte: Da bin auch ich böse in der Zwickmühle. Beispiel: Habe Microsoft im Depot und würde gerne nachkaufen. Nur: Der Zug scheint abgefahren und die Höchststände sind wieder erreicht. Was tun? Ich werde wohl eher in Tech-Werte der zweiten Reihen investieren, bei denen ich noch mehr Entwicklungspotenzial sehe. Hat auch einen weiteren Vorteil: Das Depot wird vielfältiger. In dem Bereich halte ich noch SAP, Broadcom und Apple.

    2. Hallo Michael I,

      ist sicher nicht leicht Dir zu widersprechen. ;) Allerdings konnte auch ein Kostolany nicht wissen, welche technologische Entwicklung wir noch machen. Und genügend Investoren haben doch noch die nächste Straßenbahn erwischt. Du selbst hast vor gerade einmal 9 Monaten Apple gekauft und bist damit jetzt über 50% im Plus. Nicht schlecht, oder? Apple hatte da zuvor aber schon die Schwelle zum Unternehmen mit 1.000 Mrd. US$ Marktkapitalisierung überschritten gehabt. Du hast einen Rücksetzer zum Einstieg genutzt. Also kam doch noch eine Straßenbahn.
      Warren Buffett hat auch sehr spät Apple gekauft. Aber – im Nachhinein – noch nicht zu spät.
      Genauso war es bei mir im Oktober 2017 als ich Microsoft gekauft habe. Die waren da schon überbewertet und zu teuer. Ich wollte sie aber endlich haben. Und heute bin ich 160% damit im Plus. Was für ein Segen, dass ich die nächste Straßenbahn genommen habe.
      Die Aktie hat sich inzwischen auf den 4. Platz in meinem Depot hochgeschoben. Gestartet war sie irgendwo in den mittleren 20er Plätzen. Und warum soll ich sie nicht nachkaufen? Ich denke jedenfalls ernsthaft darüber nach, fühle mich mit der Position wohler als z.B. mit einem chinesischen Techwert wie Alibaba.

      Dass mein Depot mehr Tech vertragen kann, sehe ich auch so. Wichtig bleibt mir aber, dass ich ruhig bleiben kann und z.B. keine Angst vor Quartalszahlen haben muss.

      Viele Grüße Ben

  5. Hallo Ben,

    danke für dein Feedback.
    Du hast recht, eine Straßenbahn wird zu anderen Konditionen immer kommen, der Einstieg bei einem Rücksetzer ist wahrscheinlich bei den Techwerten nie zu spät.
    Ich habe mich allerdings über mich geärgert, dass ich die von mir angesprochene Entwicklung nicht genutzt und erst zu spät zugegriffen habe. Da hast du mit Microsoft ja einen guten und frühen Griff getan. Ich glaube, die wird wie andere Techwerte auch, weiter steigen. Daher kann man bei einem Rücksetzer bestimmt wieder zukaufen. Die Hauptsache ist wie du auch erwähnst, dass man sich wohl fühlt damit, wie man handelt und was man kauft.
    Dennoch sollte man China im Blick haben und auch dort selektiv Aktien kaufen – und wenn auch nur als Risikobeimischung. Wer weiß wo China in 5 Jahren steht.

    Viele Grüße
    Michael

  6. Hey Ihr Techies :-)
    warum nicht Teamviewer ?
    Seit langem mal wieder ein deutscher Tech-Wert mit Potenzial. Natürlich bis auf weiteres kein Dividendentitel, aber wenn es darum geht, früh einzusteigen……?
    BG, Matthias66

  7. Frage zur Kaufabwicklung über Smartbroker: Wie lange hat es gedauert, bis die Kaufabrechnung im Postkasten war? Ich habe am Freitag meinen ersten Kauf über Smartbroker durch geführt; der Wert war binnen Sekunden im Depot eingebucht – aber die zugehörige Abrechnung läßt bis jetzt auf sich warten. Ist das üblich bei dem Anbieter?

    Danke und weiterhin schönes Pfingstwochenende

    Gruß
    Jens

    1. Hallo Jens,

      bei vielen Banken kommt die Abrechnung erst am nächsten Bankarbeitstag ins Postfach. Vermutlich musst Du deshalb bis Dienstag warten. Der Smartbroker ist da nicht langsamer oder schneller als die Konkurrenz.

      Viele Grüße Ben

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