Fünf Jahre im Depot ohne Gewinn – Nachkaufchance?

Pringlespackung im Supermarktregal
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Dividendenzahlungen sind für mich jedes Mal ein guter Anlass, mir mein Aktienengagement anzuschauen und die Erwartungen mit den Ergebnissen abzugleichen.

Hat sich die Aktie so entwickelt wie es mir beim Kauf ausgemalt habe? Gibt es nachvollziehbare Gründe, warum es anders gelaufen ist? Und macht es Sinn, jetzt dann doch mal nachzukaufen? Oder will ich mich lieber von der Aktie verabschieden?

Bei der heutigen Dividendenzahlung übe ich mich seit nun fast fünf Jahren in Geduld. Seitdem hat sich die Aktie seitwärts mit fallender Tendenz entwickelt. Einzig der starke US-Dollar und die Dividendenzahlungen führen dazu, dass ich mit dem Engagement bisher kein Geld verloren habe.

Für fünf Jahre ist das definitiv zu wenig. Was also tun? Meine Gedanken dazu erfährst Du, genau wie die Details zur Dividendenzahlung, in diesem Beitrag.

Kellogg ist die Aktie, die mit dieser schwachen Performance in meinem Depot schlummert. Vorgestellt habe ich sie hier.

Dividendenzahlung

Kellogg zahlt erneut eine Quartalsdividende von 0,57 US$ pro Aktie. Für meine 50 Aktien bedeutet das eine Brutto-Dividende von 28,50 US$. Sie wurde von der onvista bank zum Kurs von 1,1408 in Euro umgerechnet. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 18,59 €. Sie wird mit Wertstellung 15.06.2020 überwiesen.

Dividendengutschrift Kellogg im Juni 2020

Perspektiven

Seit 2015 ist die Aktie in meinem Depot. Gekauft habe ich sie in zwei Tranchen. Eigentlich sollten es noch mehr werden. Aber bis heute konnte ich mich nicht dazu durchringen. Und die Kursentwicklung hat mir (leider) recht gegeben. Die Aktie kommt nicht wirklich vom Fleck.

Dabei vereint sie Markenprodukte im Lebensmittelbereich, die eine herausragende Marktstellung haben. Beim Frühstück kennt jeder Kellogg’s – ganze Regalreihen füllen sich mit den Cornflakes-Varianten. Und als Stapelchips sind Pringles ebenfalls sehr beliebt. Hinzu kommt in den USA der Bereich vegetarischer Burger, bei dem Kellogg die Nr. 1 ist.

An sich also gute Voraussetzungen für einen steigenden Aktienkurs. Seit 5 Jahren denke ich aber nur: jetzt müsste die Aktie endlich mal steigen. Was dann nicht passiert.

Und diese Erkenntnis lässt mich aktuell auch vor einem Nachkauf zurückschrecken. Ich sehe keinen Anlass, warum die Aktie jetzt kommen sollte. In der Hochphase der Hamsterkäufe des Corona-Lockdowns konnte die Aktie etwas profitieren. Aber bei Weitem nicht so wie z.B. eine General Mills.

Immerhin wurde die Prognose für 2020 bestätigt. Geplant ist ein organisches Wachstum im Umsatz von 1-2%. Aufgrund fehlender Deckungsbeiträge der im letzten Jahr veräußerten Kekssparte soll der Gewinn pro Aktie um 3-4% sinken.

Umso mehr enttäuscht hat mich, dass das Management auf dem General Meeting im April keine Dividendenerhöhung angekündigt hat. Bisher war das traditionell der Fall und gab wenigstens eine positive Aussicht. Trotzdem kann die Dividende natürlich zum nächsten Quartal erhöht werden. Aber wahrscheinlich wird es nur eine kleine, kosmetische Erhöhung sein. Also auch kein Grund zum überschwänglichen Kauf.

Die Dividendenrendite liegt derzeit bei 3,6% und ist damit das Einzige, was seit meinem Kauf gestiegen ist.

Glücklicherweise habe ich in meinem Depot genug andere Aktien, die eine deutlich bessere Performance aufweisen. In sie werde ich auch weiter investieren. Oder aber bei Kellogg auf einen unberechtigten Kursrutsch warten. Denn so kann man es auch sehen: Ich habe vor fünf Jahren einfach zu teuer eingekauft.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Kellogg
ISIN:US4878361082
Im Divantis-Depot seit:26.11.2015
Letzter Nachkauf am:08.12.2015
Stückzahl im Divantis-Depot:50
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:65,74 €
Gesamtkaufpreis:3.286,85 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:323,93 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

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7 Gedanken zu „Fünf Jahre im Depot ohne Gewinn – Nachkaufchance?“

  1. Ich halte auch Kellogg Aktien seit etwa 3 Jahren und habe seitdem etwas über 20% eingefahren. Es gibt renditetechnisch bessere Aktien, wie immer, aber ich liebe sie trotzdem weil sie total unauffällig einfach nur ihren Job macht.
    Unvolatil, keine Skandale, keine sinnlosen Übernahmen oder Finanzharakiri-Aktionen. Auch sowas muss man mit im Depot haben.

      1. Es kommt nicht immer nur auf Einstiegskurse an. Ich habe knapp 200 verschiedene Titel und sortiere täglich das Depot nach den größten Tagesverlusten und Tagesgewinner. Nach fast 1000 Tagen ist mir niemals(!) Kelloggs dabei aufgefallen und das ist wirklich außergewöhnlich. Einmal im Quartal werde ich durch die Dividende daran erinnert das ich den Laden überhaupt gekauft habe, einfach nur stressfrei.
        Ich sehe das als Qualitätsmerkmal und wenn sich ein paar Dividenden angesammelt habe, dann stecke ich die auch wieder dort hinein. Oder alternativ zu dem Zeipunkt falls sie doch mal absacken sollten.

        1. @Nico: Wow 200 Werte und ein täglicher Blick drauf bzw. sogar noch eine kleine Auswertung klingt schon ganz schön ordentlich. Nicht falsch verstehen nach ca. 7 intensiven Jahren bei mir hab ich auch eine umfangreiche Sammlung von Aktien im Depot (60-70), so genau weiß ich es nicht einmal :-)
          Daher interessiert es mich wirklich, wie schaffst du es da den Überblick zu behalten? Nehme an eigene Excel mit Pivot Funktion, oder google Calc? wie ziehst du dir die tagesaktuellen Kurse von so vielen unterschiedlichen Werten? Mit welcher app pflegst du Kauf oder Verkaufkurse?

          Danke für eine Rückmeldung,
          Dutillda

          @Ben: super Blog! Weiter so!

          1. Die ganze Datenerfassung passiert monatlich in einer eigenen Excel Tabelle und die Tageskurs-Winner&Loser schaue ich mir beim Brokerdepot an ohne was zu notieren. Da ich nie was verkaufe brauche ich auch keinen tagesaktuellen Überblick.

  2. Ich halte ebenfalls eine Mini-Position von Kellogs. Ich weiß bereits beim Kauf dass nichts langweiliger sein wird als diese Aktie. Darin hat sie mich dann auch nicht enttäuscht :-) Als im März/April alles nach unten rauschte, blieb die Aktie ein Fels in der Brandung. Es verleiht meinem Depot den Schuss Langweile den ich von ihr erwarte. Nicht mehr, nicht weniger. Ich halte meine Position.

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