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Einmal durchatmen und den Januar abhaken – wird’s jetzt noch wilder?

3D-Grafik mit extrudiertem Text „JANUAR 2026 AN DEN BÖRSEN“ vor einem dunkelblauen Hintergrund mit Börsenraster. Ein grüner, gezackter Pfeil zeigt dynamisch nach oben und symbolisiert steigende Aktienkurse. Im Hintergrund sind stilisierte Candlestick-Charts zu sehen. Moderne, plastische Darstellung für Finanzartikel.
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Was war das bitte für ein Jahresstart? Ich habe ja schon viel erlebt, aber der Januar war wirklich anspruchsvoll. Jedenfalls wenn man versucht hat, rational zu bleiben und Erklärungen für das Verhalten der Märkte zu finden.

Einem Raketenstart in den ersten Januartagen folgten die Entführung des venezuelanischen Diktators durch US-Militärs, eine Posse um den Friedensnobelpreis und die Ankündigung von massiven Strafzöllen, wenn nicht bald Grönland unter US-Hoheit gelange. Gold und Silber strebten währenddessen täglich zu neuen Höhen, nur um dann am letzten Handelstag des Monats abzustürzen.

Wie ich den Januar mit meinen Geldanlagen erlebt habe. welche Käufe und Verkäufe ich vornahm und wie ich auf die nächsten Wochen schaue, erfährst Du in diesem Beitrag.

Aber noch einmal der Reihe nach: Der Januar markierte einen Meilenstein für die großen Indizes. Der DAX knackte erstmals die Marke von 25.000 Punkten und in den USA erreichte der S&P 500 die historische Marke von 7.000 Punkten. Weiter im Fokus stand reale Werte und zyklische Aktien zeigten gegenüber defensiven Sektoren eine starken Performance.

Künstliche Intelligenz blieb das alles beherrschende Thema, insbesondere auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Nvidia-CEO Jensen Huang sprach von einem der größten Infrastrukturprojekte der Menschheitsgeschichte im Bereich Rechenzentren. Gleichzeitig wächst die Furcht vor einer möglichen Erwartungsblase, falls die Produktivitätsgewinne nicht schnell genug mit den hohen Bewertungen Schritt halten. Wie schnell das Pendel auch in die andere Richtung ausschlagen kann, bewies Microsoft zum Ende des Monats als Zweifel am kurzfristigen KI-Wachstum aufkamen. Die Aktie verlor zweistellig an einem Tag.

    Die US-Notenbank Fed hielt im Januar die Füße still und ließ den Leitzins unangetastet in der Spanne von 3,50% bis 3,75%

    Bei Gold und Silber gab es im Januar 2026 eine Entwicklung, die man getrost als historische Achterbahnfahrt bezeichnen kann. Zuerst katapultierten sich beide Metalle in neue Dimensionen, nur um am Monatsende einen der heftigsten Rücksetzer der jüngeren Geschichte zu erleben. Der Gold-Preis durchbrach alle psychologisch wichtigen Marken und kletterte bis zum 29. Januar auf ein Rekordhoch von fast 5.600 US$ pro Feinunze. Aber das war noch gar nichts gegen die Entwicklung von Silber. Das „Gold des kleinen Mannes“ entwickelte sich zum absoluten Outperformer. Getrieben von einem massiven industriellen Angebotsdefizit und einem Exportstopp aus China (seit 01.01.2026) schoss Silber von etwa 73 US$ Anfang Januar auf ein Rekordhoch von über 120 US$. Das entspricht einem Plus von über 60% in nur vier Wochen.

    Am 30. Januar kam es dann zum Crash. Auslöser war die überraschende Nominierung des ehemaligen Fed-Gouverneurs Kevin Warsh zum neuen Vorsitzenden der US-Zentralbank. Da Warsh als Verfechter einer strafferen Geldpolitik gilt, reagierte der US-Dollar sofort und bei den überkauften Edelmetallen wurde eine Panikwelle ausgelöst.

    Gold verlor diesem einzigen Tag rund 12% (ein Minus von ca. 800 US$). Silber stürzte sogar um über 30% ab und fiel unter die 100-Dollar-Marke zurück auf etwa 85 US$.

    Trotz des harten Rückschlags bleiben die fundamentalen Gründe für den vorherigen Anstieg allerdings bestehen: Silber ist durch den Boom bei Solarzellen und E-Mobilität knapper denn je. 2026 gilt als das fünfte Jahr in Folge mit einem strukturellen Angebotsdefizit. Und Gold bleibt der sichere Hafen im Hinblick auf die Geopolitik. Grönland ist zwar erst mal von der Tagesordnung genommen, aber mit dem Iran steht aktuell eine andere Region unter Spannung. Und es ist wohl auch davon auszugehen, dass vor allem die chinesische Notenbank weiterhin massiv physisches Gold und Silber zur Diversifikation kaufen wird.

    Stand Wertpapierdepots

    Details zu den einzelnen Depots gibt es – wie immer – ausführlich in diesem Bericht. Hier ist der schnelle Überblick:

    Dividendendepot: 559.212 € (+1,0% im Januar)

    Anti-Depot: 16.161 € (+3,9% im Januar)

    Zitronen-Depot: 17.138 € (+2,0% im Januar)

    Summe: 592.511 € (+1,2% im Januar)

    Veränderung 2026: -2.487 €

    zzgl. Entnahmen: +9.661 €

    Nettoveränderung 2026: +7.174 €

    In den letzten drei Jahren habe ich jeweils rund 60.000 € Vermögenszuwachs aus den Wertpapierdepots verbuchen können. Ein Monatsplus von 7.000 € ist damit ein überdurchschnittlicher Start ins Jahr 2026.

    Benchmark

    Im Juli 2023 hatte ich einen monatlichen Sparplan über 25 € beim Robo-Advisor von quirion aufgelegt, den ich als Benchmark für meine eigene Depotperformance nehme. Seit April 2025 habe ich die Sparrate nun auf 50 € verdoppelt, um dann nach einem Jahr eine 13. Sparrate geschenkt zu bekommen. Insgesamt habe ich jetzt 1.250 € auf mein quirion-Konto einbezahlt und zusätzlich 100 € Aktionsprämie erhalten. Zum Monatsende beträgt die zeitgewichtete Performance +34,24% (Stand: 1.573,28 €). Zum Vergleich dazu: Die Performance meines Dividendendepots vom 05.07.2023 (Start des quirion-Benchmarks) bis zum 31.01.2026 liegt bei +36,00%.

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    quirion ist regelmäßig Testsieger in Robo-Advisor-Vergleichen. Und kann sich in der Performance durchaus sehen lassen. Das überzeugt mich und ist auch der Grund, warum ich den Sparplan fortsetze und quirion auch Neukunden empfehle. Ich selbst sehe das als sinnvolle Ergänzung zu meinen Investments in Einzelaktien. Und für das Alter bietet quirion dann auf Wunsch auch eine automatisierte und gestaffelte Veränderung der Asset Klassen mit einer Verschiebung von Aktien zu Anleihen an, um die Schwankungsbreite zu reduzieren. Über diesen Link kannst Du Dich informieren und ebenfalls ein Depot eröffnen.

    Und ab dem 2. Februar 2026 (bis zum 24.03.2026) gibt es wieder eine interessante Aktion für Neukunden: Du legst einen Sparplan mit einer monatlichen Rate von 100 € an und erhältst 12 Monate lang eine Prämie von 12,50 € im Monat. Sie wird direkt in die gewählte Strategie investiert. Als Neukunde erhältst Du damit insgesamt 150 € Prämie. Der Aktionscode für die Prämie lautet: START2026. Bitte achte auf die Teilnahmebedingungen.

    Aktienkäufe

    Im Januar habe ich Käufe in Höhe von 4.243,86 € im Dividendendepot durchgeführt:

    300 Aktien DFV Deutsche Familienversicherung für 2.194,15 €

    2 Aktien Canadian National Railway für 168,81 €

    100 Aktien Blue Cap für 1.857,90 €

    Lam Research-Sparplan für 23,00 €

    Mit dem Kauf der Aktien der DFV Deutsche Familienversicherung habe ich meine Depotposition auf den glatten Stand von 3.000 Aktien gebracht. Einen Auslöser gab es ansonsten nicht für den Kauf. Die beiden Aktien von Canadian National Railway kommen zur bisherigen Position von 100 Aktien hinzu. Es ging mir dabei nur darum, den Bestand in kanadischen Dollar auf dem Währungskonto zu investieren und damit die Dividendenerträge für 2026 ein bißchen zu erhöhen. Ebenfalls als Dividendenbringer habe ich die Aktie von Blue Cap ins Depot genommen. Die kleine Beteiligungsgesellschaft verfügt nach Unternehmensverkäufen derzeit in etwa über eine Nettocashposition in Höhe der Marktkapitalisierung. Es wird erwartet, dass im Sommer eine Dividende von 1,50 € ausgeschüttet wird, was bei meinem Kaufkurs einer Dividendenrendite von 8,1% entspricht.

    Aktienverkäufe

    Im Januar habe ich Verkäufe in Höhe von 10.419,38 € im Dividendendepot durchgeführt:

    100 Aktien Novo Nordisk für 5.442,10 €

    30 Aktien Texas Instruments für 4.977,28 €

    Bei Novo Nordisk habe ich die im letzten Jahr nachgekauften Aktien mit einem Gewinn von 1.076,79 € bzw. 24,5% verkauft. Zum Verkaufszeitpunkt hatte sich die Aktie stark erholt und gleichzeitig waren die Drohungen von Donald Trump wegen Grönland gegen die EU und Dänemark auf dem Höhepunkt. Ich befürchtete auch Maßnahmen gegen Novo Nordisk als dänisches Unternehmen, das seinen wichtigsten Markt in den USA hat. Auch wenn sich das Thema aktuell wieder entspannt hat, war der Verkauf kurzfristig gut getimed – die Aktie notiert aktuell 10% tiefer.

    Das genaue Gegenteil war beim Verkauf von Texas Instruments der Fall. Ich hatte ja schon bei der letzten Quartalsdividende meine Bedenken zur hohen Bewertung geäußert. Und geplant, bei erneuten Kursen über 200 US$ zu verkaufen. Nun notierte wieder in Schlagdistanz zu dem Kursziel und es standen die Quartalszahlen an. Da ich mit einer Enttäuschung oder zumindest mit einem Kursrückgang rechnete, verkaufte ich die Aktien vor Bekanntgabe der Quartalszahlen. Und lag damit falsch, denn die Aktie machte einen Sprung um 10% nach Oben.

    Fazit: mal gewinnt man, mal verliert man – Markttiming funktioniert nicht!

    Dividendenerträge

    Im Januar erhielt ich insgesamt 230,55 € als Netto-Dividenden. Gegenüber dem Januar 2025 ist das eine Veränderung von -468,85 € (-67%). Das ist aber nahezu komplett durch die Quellensteuererstattung aus der Schweiz (462,82 €) im letzten Jahr bedingt gewesen.

    Dividenden erhielt ich im Januar von:

    PepsiCo: 119,93 €

    Lam Research: 20,67 €

    Realty Income: 38,21 €

    Cisco Systems: 26,03 €

    Oxford Lane Capital Corp: 24,99 €

    Mein neues Dividendenziel für 2026 habe ich hier veröffentlicht und auch alle Dividenden des Jahres 2025 analysiert.

    Crowdinvesting

    Über meine bisherigen Erfahrungen mit Crowdinvesting hatte ich 2020 ausführlich berichtet. Im Januar erhielt ich keine Zinsen aus meinem Crowd-Portfolio. Die planmäßigen Januar-Zahlungen sollten in den ersten Februartagen kommen.

    Mein Portfolio ist aktuell noch 2.197,29 € groß: Ich habe ursprünglich 500 € bei Bergfürst, 1.100 € bei Engel & Völkers Digital Invest und 4.600 € bei ecoligo investiert. Davon wurden seit 2022 1.000 € bei Engel & Völkers Digital Invest (davon 45 € Ausfall), 2.702,71 € seitens ecoligo und 300 € bei Bergfürst (davon 10 € Ausfall) getilgt.

    Ich bin hier nur noch auf Rückzahlungen aus und tätige schon seit längerer Zeit keine Neuinvestments mehr.

    Depotperformance

    Mein Dividendendepot hat sich im Januar mit +1,0% positiv entwickelt und einen guten Start ins Jahr hingelegt. Der Depotwert per Ende Januar beträgt 559.212 €.

    Top-Werte im Dividendendepot im Januar waren Lam Research (+34,6%), Marubeni (+17,8%) und Novo Nordisk (+15,5%).

    Schwächste Werte im Januar waren Oxford Lane Capital (-18,4%), Badger Meter (-17,2%) und Oracle (-16,5%).

    Die Volatilität meines Dividendendepots lag im Januar bei 2,1%.

    Anti-Depot

    Mit dem Anti-Depot verfolge ich mit Echtgeld eine abweichende Anlagestrategie. Nach starken Schwankungen (2021: +40,8%, 2022: -58,8%, 2023: +16,4%) habe ich das Depot in den letzten beiden Jahren stabilisiert (2024: +8,3%, 2025: +5,2%).

    Im Januar habe ich mich von den Aktien von Rocket Internet zum Kurs von 24,00 € getrennt. Die Haltedauer betrug 6 Monate und mein Einstand lag bei 16,90 € je Aktie. Die 40% Gewinn in relativ kurzer Zeit wollte ich mitnehmen.

    Dieser Kursanstieg war ein wesentlicher Einflussfaktor für den guten Start des Anti-Depots ins Jahr: im Januar erzielte es ein Plus von 3,9%.

    Die Volatilität des Anti-Depots lag im Januar bei 2,5%.

    Zitronen-Depot

    Das Zitronen-Depot und seine besondere Strategie habe ich hier ausführlich vorgestellt. Dort findest Du auch die aktuelle Zusammensetzung. Ich baue mir langfristig ein Portfolio von Nachbesserungsrechten auf und erhoffe mir durch die Spruchverfahren eine risikoarme Zusatzrendite in einigen Jahren.

    Neue Squeeze-Out-Verlangen gab es im Januar bei Hamburger Hafen & Logistik und bei Covestro.

    Das Volumen meiner Nachbesserungsrechte liegt unverändert bei 230.807,09 €.

    Die Entwicklung des Nachbesserungsvolumens dokumentiere ich auf einer eigenen Seite.

    Das Depot erzielte im Januar eine Monatsperformance von +2,0%.

    Divantis-Community-Depot

    Mit dem Preisgeld des finanzblog awards 2024 haben wir das Divantis-Community-Depot aufgesetzt. Über die Entwicklung seitdem hatte ich im Dezember hier ausführlich berichtet. Das Depot schloss den Januar mit +2,1% ab und ist damit gut ins Jahr gestartet. Der Cash-Anteil liegt bei 16,1% (=513,69 €).

    Wie das Geld neu angelegt werden soll, entscheidet die Divantis-Community. Noch bis zum 8. Februar läuft hier die Abstimmung.

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    Das Divantis-Community-Depot kannst Du direkt über diesen Link aufrufen und Dir alle Details anschauen. Es ist in die Depotverwaltungs-Software Parqet eingepflegt. Auch Du kannst Deine Wertpapierpositionen dort tracken und hast dann einen Überblick über Deine individuelle Performance.

    Parqet kannst Du mit vielen Grundfunktionen kostenlos nutzen. Für Premium-Funktionen gibt es die Möglichkeit, ein kostenpflichtiges Abo abzuschließen. Wenn das für Dich interessant ist, dann erhältst Du mit dem Code BENWARJE einen Rabatt von 10% für die ersten 12 Monate.

    Die komplette Vermittlungsprovision für einen solchen Abschluss fließt in das Divantis-Community-Depot.

    Immobilie

    Über meine Wohnung in Leipzig habe ich zuletzt mit einem Update berichtet. Nach Abzug der Gebühr für die Sondereigentumsverwaltung erzielte ich im Januar Mieteinnahmen von 937,17 €. Das Hausgeld beträgt 284,00 €. Für den Immobilienkredit zahlte ich Zinsen in Höhe von 228,73 €. Ich hatte damit in diesem Monat einen Nettoerlös von 424,44 €.

    Aufgrund der hohen vereinbarten Tilgung des Kredits habe ich jedoch einen negativen monatlichen Cash-Flow. Die monatliche Annuität liegt bei 1.216,80 € (Zins & Tilgung) und ist bis 30.09.2028 fest vereinbart (Zinssatz: 1,24%).

    Dafür sinkt die Verschuldung der Wohnung stetig, sie liegt zum Ende Januar bei 215.332,10 € (bei einer Wohnungsgröße von 77,3 qm und zusätzlich einem Stellplatz). Das entspricht einer Verschuldung je qm-Wohnfläche von 2.785,67 €.

    Um mich auf die voraussichtlich deutlich höheren Zinsen gegenüber meiner bisherigen Finanzierung ab 2028 vorzubereiten, habe ich einen Sparplan in das iBonds-Produkt mit Fälligkeit im Dezember 2027 angelegt, den ich mit monatlich 100 € bespare. Darüber habe ich hier ausführlich berichtet. Bei bisher eingezahlten 2.800 € liegt der Depotwert dieses Sparplans zu Ende Januar bei 2.922,18 €.

    Dividendenveränderungen

    Im Januar wurden bei meinen Depottiteln folgende Dividendenveränderungen verkündet:

    Protector Forsikring: Erhöhung der Schlussdividende von 4 NOK auf 6 NOK (+50%)

    MSCI Inc.: Erhöhung der Quartalsdividende von 1,80 US$ auf 2,05 US$ (+13,9%)

    BlackRock: Erhöhung der Quartalsdividende von 5,21 US$ auf 5,73 US$ (+10,0%)

    Oxford Lane Capital: Senkung der monatlichen Dividende von 0,40 US$ auf 0,20 US$ (-50%)

    Kurzer Ausblick auf den Februar 2026

    Nach dem turbulenten Januar startet der Februar 2026 an den Börsen unter dem Vorzeichen einer angeschlagenen Euphorie. Während der Januar historische Höchststände lieferte, deutet vieles darauf hin, dass der Februar ein Monat der harten Realitätschecks wird.

    In der Geldpolitik geht der Blick auf die EZB und es wird Klarheit geben, ob die EZB ihren Kurs stabilisiert oder angesichts der leicht steigenden Inflation in Deutschland (zuletzt 2,1%) sogar über restriktivere Schritte nachdenkt. Eine Zinssenkung gilt als ausgeschlossen. Die Nominierung von Kevin Warsh als neuem Fed-Chef wird uns weiter beschäftigen. Denn bisher ist er nur nominiert und muss nun vom Senat bestätigt werden. Jede Äußerung von ihm oder Senatoren könnte für Unruhe sorgen. Interessant wird die Entwicklung des US-Dollars im Februar. Ein stärkerer Dollar würde Aktienmärkte und Rohstoffe gleichermaßen unter Druck setzen, wäre aber für die anstehenden US-Dividenden erfreulich.

    Und die Berichtssaison geht auch weiter. Nachdem Tech-Giganten im Januar teils gnadenlos für nur gute statt exzellenten Zahlen abgestraft wurden, liegt die Messlatte für die anstehenden Bilanzen extrem hoch.

    Historisch gesehen ist der Februar kein einfacher Monat. Und 2026 kommt erschwerend hinzu, dass wir in den USA bekanntlich ein Midterm-Jahr haben. Statistisch gesehen gehören diese Jahre – und speziell das erste Quartal – zu den volatilsten Phasen für den DAX und den S&P 500.

    Das was wir zum Monatsende bei Gold und Silber erlebt haben, sollte nicht auf die Aktienmärkte übergreifen. Insofern bleibt zu hoffen, dass die Edelmetalle nun schon ihren Boden gefunden haben. Und ich persönlich wünsche mir für den Februar vor allem weitere Dividendenerhöhungen bei einigen meiner Depotwerte. Mit Novo Nordisk, Novartis, Vinci, Munich Re, Allianz und Talanx berichten u.a. die Schwergewichte meines Depots im Februar zum abgelaufenen Geschäftsjahr.

    Hast Du den Januar auch so aufregend erlebt? Und wie gehst Du den Februar an? Lass uns in den Kommentaren miteinander diskutieren!

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    Kommentare

    47 Antworten zu „Einmal durchatmen und den Januar abhaken – wird’s jetzt noch wilder?“

    1. Avatar von Martin
      Martin

      Spannend, dass du Rocket Internet verkauft hast.
      Gerade bei Rocket Internet bin nich gespannt, was die nächsten Monate noch so bringen werden.

      1. Avatar von Ben Warje

        Hallo Martin,

        der innere Wert von Rocket Internet ist sicherlich deutlich höher als der aktuelle Aktienkurs. Aber es ist für mich aufgrund der Historie um Oliver Samwer völlig offen, inwiefern Kleinaktionäre davon profitieren können. Der Kurs ist durch den offenen Brief von Scherzer angeschoben worden. Kann mir vorstellen, dass er auch wieder abflacht. Würde dann in der Region um 17 € auch wieder einsteigen. Aber das ist aktuell Wunschdenken.

        Viele Grüße Ben

    2. Avatar von busico
      busico

      Zum Thema: „wird’s jetzt noch wilder?“ … ja,denke ich. Gegen Ende des Jahres finden in den USA die Midterm-Wahlen statt. Ein gewisser Herr merkt jetzt schon Gegenwind, und der wird sich jeden Monat verstärken. Ich vermute stark, dass der Herr umso erratischer reagieren wird, um sein Wahlvolk doch noch zu mobilisieren. Der kennt da keine Grenze … mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Kurse.

      Zum Markettiming: diese Woche hatte sich meine Position ASML, die ich im letzten Jahr gekauft hatte, nach den Zahlen verdoppelt. Zeit zum Verkaufen, aber ich hatte an diesem Morgen keine Zeit, war unterwegs. Am Abend hatte der Kurs gg. dem Vortag von einem zweistelligen Plus ins Minus gedreht. Achterbahn ist nichts dagegen … ich halte weiter und hoffe, dass die Verdoppelung nochmal erreicht wird.

      Gruß busico

    3. Avatar von Thomas
      Thomas

      mein Depot im Januar plus 2,06 Prozent.
      Meine größte Position Old Republic Intl hat stärker wegen Ergebniserwartungsverfehlung (plus USD Schwäche) geschwächelt,
      aber die anderen haben mehr als kompensiert. Old Republic hat bei mir den ersten Platz nach Größe an Roche Inhaber abgegeben, die trotz der Zollhickhacks mit der Schweiz unverändert stark sind.
      Roche sieht danach aus, als wenn sie auch auf der Suche nach dem nächsten ATH sind (aber Vorsicht), wird aber bei anhaltender Dollarschwäche immer wahrscheinlicher, weil Roche mit zu den größten Schweizern gehört
      und der vorsichtige globale Markt wird immer (mehr) sein Geld auch im SFR haben wollen, vor allem bei hasardeurmäßigen Währungsvolatilitäten.

      meine besten Aktien des Monats im Bereich Rohstoffe, Energieversorgung und Südkorea…
      Habe im Januar nichts verkauft, nur Positionen erweitert.

      @Busico u. a.
      ich glaube das man in Zukunft im IT Bereich stärker als bisher trennen muß zwischen Hardwareproduzenten und Softwareproduzenten. Software produzieren kann in zwischen alles und jeder (im übertragenen Sinn), Hardware dagegen nicht.
      Software wird billiger in der Produktion und bei Wettbewerb sinken die Preise.

      Der SOXX (Semiconductors) oder der SMH von Van Eck haben seit einem Jahr zwischen 60% und 70% zugelegt während zum Beispiel der IGV von Ishares (iShares Expanded Tech-Software Sector ETF) übers Jahr etwa 12% verloren hat.
      (nur) nach meiner persönlichen Meinung verstärkt sich dieser Trend eher noch, als das er zur Mean Reversion zurückkehrt.

      Also ASML würde ich schon weiter halten wie alle anderen Semis auch.

      vielleicht ist es auch schlau, direkt eine SemiconductorETF zu holen. k.A.

      man sieht es übrigens NOCH deutlicher bei China´s Bestrebungen zur Autharkie bei Semiconductors, die chinesischen Semiconductors wie

      Semiconductor Manufacturing Int. (SMIC),Hua Hong Semiconductor, GigaDevice Semiconductor, NAURA Technology Group, Montage Technology, Hygon Information Technology, Advanced Micro-Fabrication Equipment (AMEC)
      oder Beijing YanDong Microelectronics, die ALLE übers Jahr 100% und mehr zugelegt haben.
      Ich ärgere mich so halb, das ich das verpennt habe.
      vielleicht hole ich mir da noch was mit rein.

      Südkorea auch stark Semiconductorlastig, Kospi rennt auch.

      was noch?

      Indonesien ist von MSCI gedisst worden, habe mir daher Bukit Asam mit zur Zeit 14% Divrendite geholt. Die machen zwar hauptsächlich Kohlekraftwerke/Energie, schwenken aber auch langsam um auf erneuerbare Energien.
      Kann gut gehen, muss nicht, Muss ja keiner nachmachen. :)

      Bens Pech mit TI ist eben nur allzu menschlich. So ist das manchmal.
      Deutsche Familienversicherung kann ich iwie nicht nachvollziehen, ist aber Bens Sache und damit auch völlig in Ordnung.
      geht das mit Oxford Lane Capital noch gut oder verliert Ben hier Geld?

      Setze weiter grob auf Rohstoffe (Kupfer entwickelt sich stark) und Energieversorger/lieferanten.

      klar gibt s ordentlich Vola am Markt, vlt demnächst noch mehr, aber das Depot läuft trotzdem gut :)

      1. Avatar von Matthias von Mitzlaff

        ASML so ein schöner Wert, der zeigt: Geduld ist eine hohe Tugend:
        Zwischen 2021 und Herbst 2025 im Wesentlichen im Band 500 bis 600 EUR gependelt,
        dann nach oben ausgebrochen.
        Gottlob habe ich eine ordentliche Position im Depot und habe diese gehalten.
        Ergo: Wähle bewusst Titel aus, von denen du überzeugt bist und halte Kursschwankungen für mehrere Jahre aus (gilt auch für meine Novo Nordisk- und Moderna-Aktien, die schon etwas angezogen haben).

      2. Avatar von Ben Warje

        Hallo Thomas,

        weil Du die DFV Deutsche Familienversicherung angesprochen hast. Heute kam eine Meldung mit den Unternehmensergebnissen 2025 und der Ankündigung der erstmaligen Dividendenzahlung.

        Viele Grüße Ben

      3. Avatar von busico
        busico

        ASML ist bei mir im Chancendepot, einem kleinen Nebenbereich zum Dividendendepot. Hier kaufe ich Wachstumswerte, die gerade einen Kurseinbruch hatten, aber fundamental eigentlich gut aussehen, und verkaufe zu einem festgelegten Zielkurs. Der Gewinn füttert dann mein Dividendendepot.

        ASML ist jetzt wieder deutlich überbewertet, mein Zielkurs von knapp über 1300 ist schon ambitioniert. Ich warte noch einige Wochen, wie sich das entwickelt, ggfs. verkaufe ich auch etwas niedriger.

        Am Freitag habe ich eine kleine Portion SAP gekauft. Ich halte Deine Sicht auf Softwarewerte nicht falsch, aber man muss differenzieren. Sowas wie SAP-Systeme kann man nicht an jeder Ecke von einer KI kaufen (auf absehbare Zeit). Bei MuM und Atoss, beide im Dividendendepot, mache ich mir da schon mehr Gedanken; da könnte sich in meinem Depot in den nächsten Monaten was verändern.

        Gruß busico

    4. Avatar von Matthias von Mitzlaff

      +1% im Januar für mein Depot.
      In meinem siebten aktiven Börsenjahr merke ich, wie Ruhe und Erfahrung sich breit machen. 50 Einzeltitel und 3 ETFs, das ist eine Anzahl, die ich noch überblicken kann und mit der ich mich wohlfühle. „Buy – hold – check“ ist okay, „Buy – hold – sell – buy – hold – sell – …“ ist nicht mein Ding, dafür bin ich mittlerweile zu alt und die von mir ausgewählten Titel sind mit Historie und Aufwand handverlesen ausgewählt.

      Vier Titel sind noch mittelfristig anzusparen, um auf Endpositionen zu kommen:
      Arista Networks, American Water Works, Mainstreet Capital und Republic Services. Auch die ETFs (A2JAHJ, A0F5UH, A12HUR) sind noch nicht bei Positionsgrößen angekommen, die mir ausreichen.

      Überlegt habe ich kürzlich eine Siemens, SAP oder Fastenal mit aufzunehmen und das aus verschiedenen Gründen erstmal verworfen (in obiger Reihenfolge: zu hoher aktueller Kurs / arg niedrige Dividendenhöhe / bedenklich hohe Ausschüttungsquote der Dividende).

      Ob Social Media oder die Börse: Ich bin zu erfahren und auch zu alt, um jede Empörung, Veränderung oder Umwälzung aktiv mitzumachen. An Figuren wie in der US-Regierung wird auch deutlich: Die eigene Umwelt in konsequenter Bewegung und Reaktion zu halten, ist eine Strategie (Stichwort „Flood the zone with shit“). Klar, im Blick behalte ich so viel wie möglich. Nur darauf aktiv reagieren tue ich immer weniger.
      Dem Depot gefällt es offensichtlich, in der Ruhe kann der Zinseszins-Effekt wirken.
      Immer wenn es hektisch wird, mache ich gut Erfahrungen mit dem Einnehmen eines meditativen Zustandes, in meiner Mitte und Ruhe bleibend: Fokus auf dich, auf Stabilität. Und aus diesem Zustand dann gezielt und selektiv handeln.
      Das ist ein guter Weg zu Erfolg und Erfüllung!
      Peter L. (er lebt übrigens noch! ;-), Charlie M. und Warren B. sind hier wunderbare Vorbilder, die uns gezeigt haben, wie es gehen kann.

      1. Avatar von Manfred
        Manfred

        Matthias, wo hast du Peter P im netz gesehen ?

    5. Avatar von Kay
      Kay

      Hallo Ben,

      wie gehst du mit OXLC nach der Kürzung um?

      1. Avatar von Ben Warje

        Hallo Kay,

        ich halte weiter, kaufe aber nicht nach. Mein einziges Ziel bei dem Wert ist, meinen Einsatz durch die Dividenden zurückzuerhalten. Ich bin auch weiterhin zuversichtlich, dass es irgendwann passieren wird. Dauert nach der (erwarteten) Kürzung nur jetzt halt länger.

        Viele Grüße Ben

    6. Avatar von Tobs
      Tobs

      Was politische Ereignisse anbelangt: Uninteressant meines Erachtens. Das ist reines Entertainment. Wer Spaß dran hat, na klar. Aber die Zeit lässt sich auch gut verwenden für Überlegungen, wie ich meine Cash Flows auf- und ausbaue. Ich weiß, dass mir hier jeder widersprechen wird. Zur Erinnerung: Viele nehmen für sich in Anspruch, losgelöst vom Tagesrauschen zu investieren. Aber das schaffen sie dann nicht, weil Anleger jedwede Information als hochrelevant einschätzen. Ein echtes Dilemma, dem die meisten nicht zu entfliehen vermögen. Das ist wie mit der Intelligenz: Jeder meint er habe sie, aber dann tatsächlich doch leider nicht (dieses Problem betrifft mich leider allerdings auch). Einzige Chance: Raus zoomen und über eigene strategische Ansätze nachdenken, die vielleicht – wie alles eigentlich – von (Geo-) Politik beeinflusst sind, aber nicht ihren gedanklichen Ursprung darin finden.

      Was mich gerade mehr bewegt als Dollar oder Trump: Interessante Chancen ausmachen, also günstig wirklich nachhaltige Cash Flows aufbauen. Beispiel 1: Konkret beschäftigt mich gerade, dass es ein Bundle an Aktien gibt, dass es als „Zulieferer“ der Ernährungs-/Kosmetik-/Pharma-Aktien (B2B) günstig zu haben gibt. Meine Überlegungen aufstocken und neue Posis umfassen: Croda International, Kerry Group, Givaudan und DSM Firmenich sowie Novonesis (ok, letztere gerade nicht so günstig). Alle sehr gute Bilanzqualität, spezielles Know How und burggrabig. Sehe hier gute Voraussetzungen, langfristig Cash Flows auszubauen. Und auch mal wieder mehr Exposure in Europa, was meinem Portfolio gut täte.

      Beispiel 2: Mich treibt seit WochenPaypal um. Eigentlich gar nicht mein Metier. Habe jetzt aber eine Startposition aufgebaut. Schluss mit dem Rumschleichen, nun wird mal angebissen. Klar, branded Check Out hat Druck von Apple Pay und Google Pay. Aber irgendwie will ich es wissen und dieses Unternehmen länger begleiten.

      Und asiatische Aktien gehen immer, zumal die Währungen lachhaft unterbewertet sind. Bekanntermaßen habe ich ein größeres Portfolio. Die nächsten Monate pumpe ich gezielt LInK REIT und China Merchants Bank auf.

      Meine US Consumers werden laufend mit den letzten verbliebenen Groschen bezustupft.

      Allgemein würde ich mir weniger Gedanken um einzelene Events machen. Die großen Mega Trends unserer Zeit würde ich jedenfalls als unverändert ansehen. Kauft einfach gute, robuste Unternehmen und bleibt standhaft. Meines Erachtens die beste Chance auf Wohlstand, weil keiner von uns hier so richtig smart ist, wie wir es uns vielleicht manchmal wünschen würden. :-)

      1. Avatar von Chrischaan
        Chrischaan

        Hallo Tobs,

        ich bin ganz deiner Meinung. Man überschätzt sich immer wieder selbst. Deswegen wird man wahrscheinlich mit zunehmenden Alter eher ruhiger. Gleichzeitig muss man auch die nötige Balance behalten und auch mal für seine Meinung einstehen, auch wenn man gegen den Strom schwimmt. Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist wahrscheinlich zu wissen, dass man immer wieder mal falsch liegen wird, sich aber davon nicht entmutigen lässt, Dinge zu wagen. Und viel selektiver bei Kommentaren von außen wird. Selektiver im Sinne, dass man sich nicht mehr von jedem beeinflussen lässt, von gewissen, geschätzten Personen aber vielleicht umso mehr.

        Deinen Unternehmen kann ich viel abgewinnen. Givaudan steht auch bei mir auf der Watchliste. Hat aber noch einen klaren Abwärtstrend und ist gleichzeitig fundamental noch nicht spottbillig, weswegen ich noch an der Seitenlinie stehe.

        Bei Paypal bin ich ganz deiner Meinung. Das hatte ich ja letztes Jahr hier schon mal im Forum erwähnt und bin ähnlich „abgestraft“ worden wie du. Ich hatte vor den letzten Zahlen gekauft und wenige Stunden als strahlender Gewinner dagestanden. Na ja, danach ging es dann wieder gen Süden. Allerdings bin ich immer noch positiv gestimmt. Paypal mag aktuell absoult niemand. Dabei haben sie fundamentales Wachstum. Durch Alex Chris kamen auch wieder Innovationen rein, bspw. Paypal World (mal sehen ie sich das entwickelt). Venmo scheint sich auch bei den Jüngeren gut zu entwickeln.
        Die Kapitalrenditen sind gut (nicht Visa, klar), die Bilanz solide und die Bewertung in einem Rahmen, der eigentlich nur für ein abgeschriebenes, schrumpfendes Unternehmen zu finden ist. Aber sie wachsen ja, wie oben geschrieben. Nun wird sich zeigen ob der Markt richtig liegt. Bei Alphabet konnte man in 2022-2024 auch keine gute Schlagzeile lesen. Die waren schon tot, obwohl klar war, dass es kaum eine andere Firma gibt mit so einem Umfang an Daten. Und das dies der Treibstoff der KI ist. Damals wurde alles ausgeblendet, das immer noch vorhandene Wachstum der Werbung, die wachsenden Cloudeinnahmen, Youtube und Moonshoots wie Waymo (hier gibt es niemanden da auch nur annähernd so erfolgreich ist – zumindest in der westlichen Hemisphäre). Paypal ist nicht direkt mit Alphabet zu vergleichen. Aber ähnliche Vibes kommen da trotzdem auf.
        Für Paypal werden 6-7 Mrd. USD an FCF prognostiziert, bei aktuell ca. 50 Mrd. USD Marketcap bzw. nur ganz leicht höherem EV. Das wären ca. 12% FCF-Yield! Und wenn sie davon nur 5 Mrd. für Aktienrückkäufe nutzen, würden sie einfach mal so 10% des Unternehmenswertes vom Tisch nehmen. Und das ist ja erklärtes Ziel. Und wenn dann noch ein moderates organisches Wachstum von 5-7% on top kommt, sind das für die Aktionäre dann schnell mal 15-17%. Ohne das man hier extreme Annahmen treffen muss.

        Hier eine interessante Analyse: https://youtu.be/NsobkMmib0g?si=t7r1lvwazMhfQzSZ

        Man kann natürlich auch falsch liegen. Aber ich schätze das Chance-Risiko-Verhältnis aktuell auch ganz gut ein.

        Bei Alphabet hat sich das Antizyklische mittlerweile ausgezahlt.

        Beste Grüße,
        Chrischaan

        PS: Zuletzt bin ich auf die Firma Edenred gestoßen. Morningstar gibt ihr einen Wide Moat. Und die sind sehr günstig bewertet. Allerdings dürft 2026 sehr unsicher werden (politische Risiken in Frankreich, Italien und Brasilien). Ich habe nicht investiert, aber vielleicht für die interessant.
        https://youtu.be/maNwhX5brdc?si=BB3m2pUKo18jzyCw

      2. Avatar von Hansi
        Hansi

        Hallo Tobs,
        du bringst es auf den Punkt. Die Kurse schreiben die Nachrichten. Der 30% Silbercrash geht in die Geschichte ein und wird viele Gründe haben.

        Als Mehrzeller schwimme ich einfach nahezu planlos mit dem Börsenstrom. Mein Plan hat jedenfalls keine Chance gegen den MSCI World. Pharma/ Consumer sind aktuell meine Favoriten und wer neu anfängt, kann sein Depot günstig starten. Keine Ahnung wie dieser Monat % verlief, jedenfalls positiv für mein Depot. Den Monat habe ich genutzt um Liquidität zu erhöhen und ca. 20 vor allem kleine Positionen zu schließen. CK Hutchison war auch darunter.

        China holt sich Taiwan so sicher wie das Amen in der Kirche. Es wird in Schulen , in den Medien und überall in China propagiert. Irgendwann wenn innenpolitische Lage stabil ist,Vorräte, Logistik und Militär bereit steht, wird die Flotte in See stechen. Da fast kein Staat Taiwan anerkennt und aufgrund der westlichen China-Investitionen wird es vermutlich kein Russland-Szenario geben. Aber wer weiß, mir ist das alles zu heiß.

        Trump ist alt und was sollte uns sein gezieltes Bullshitting the press interessieren.
        Grönland war doch nur alles bla bla und der Hühnerhaufen Europa gackert um die Wette. Trump fliegt vorbei macht nen Deal und hat sein Ziel erreicht. Grönland mit mehreren US-Basen und ein Raketenschild ist defacto US-Reich, auch wenn da Dänemark draufsteht. Für Taiwan wird auch Trump nichts machen können, weil sich China und Taiwan offiziell seit über 70 Jahre im Kriegszustand befinden.

      3. Avatar von Tobs
        Tobs

        Hallo Chrischaan,

        ich denke auch, dass Chancen/Risiken asymmetrisch zu Gunsten der Chancen stehen.

        Die Downside sollte begrenzt sein. Das eigentliche Risiko ist meines Erachtens, dass der Markt nicht das Re-Rating vollzieht, so dass man nicht sofort von einer Multiples-Expansion profitiert. Wäre mir auch Recht, weil ich an den langfristigen Case glaube und ja gar nicht als Investment-Typ hot auf Unterbewertung+Katalysator+Exit bin. Ich kaufe mich ja in Geschäfte ein und bleibe ohnehin langfristig drin. Das Re-Rating wäre nicht mal auf Basis des Glaubens an schnelleres Wachstum, sondern müsste lediglich auf der Erkenntnis fußen, dass Paypal berechenbar, profitabel und shareholder-freundlich wächst.

        Und dafür, dass dem so ist und es noch mehr so in Zukunft sein sollte, würde ich gute Evidenzen sehen wollen: PayPal hat Wachstum um jeden Preis zurückgestellt zu Gunsten der Cash-Flow-Optimierung. Ich mag das, wenn der Unternehmensumbau nicht sofort in der Top Line, aber darunter sichtbar wird, wobei die Top Line ja durchaus auch am Wachsen ist.

        Früher hat Paypal zu viele Initiativen gefahren, Volumen um jeden Preis aufgebaut usw. mit leider sinkendem operativen Hebel. Mittlerweile sieht man viel mehr Konzentration auf wenige, margenstarke Kernthemen wie Checkout & Merchant Services, Venmo-Monetarisierung und Fraud / Data / AI. Dafür hat Paypal auch gezielt Top Talente von Big Tech und anderen Payment-Ökosystem gewonnen. Man sieht also den Umbau am Produkt und Mann (und Frau natürlich).

        Und wie Du schreibst, der Free Cash Flow ist saustark, trotz aller Umstellungen. Außerdem ist das Geschäft immer noch Asset-light mit kaum Bilanzrisiken. Beste Voraussetzungen also für Buybacks + Dividende für viele Jahre, so wie ich es mir gerne gefallen lasse.

        Leider hat Paypal keinen Burggraben wie Visa/Mastercard, dafür aber mehr Kundennähe und mehr Daten.

        Also, man hat eine doppelte Chance: Multiples Expansion, wenn der Markt anfängt das zu würdigen, oder eben die Teilhabe an einem immer noch sehr gut funktionierenden Geschäft mit mehreren hundert Millionen Kunden. Es ist Value, aber sicherlich keine Value Trap.

      4. Avatar von Chrischaan
        Chrischaan

        Man könnte sich verschiedene Szenarien mit verschiedenen Eintrittswahrscheinlichkeiten denken.

        Szenario Paypal wird wirklich disruptiert. Dann wäre das investierte Geld tatsächlich, zumindest teilweise hinüber. Ich kann es nicht wirklich beziffern, schätze es aber eher als geringer ein als die jeweiligen anderen Szenarien.

        Szenario Paypal wächst nur noch marginal (kein bis mittleres einstelliges Wachstum). Dann bleiben ja immer noch die 10% durch Rückkäufe oder Dividenden + das marginale Wachstum. Nicht zu schlecht.

        Szenario Paypal wächst irgendwann auch wieder mehr (wenn der margenschwache Geschäftsanteil abgebaut ist oder eine der Initiativen greift). Dann wäre das Wachstum noch besser.

        Ein weiteres Szenario wäre eine Übernahme durch einen Konkurrenten. Auch da dürften, zumindest vom aktuellen Niveau aus gesehen, gute Profite drin sein.

        Auch ist es gut, wenn das Multiple weiter niedrig bleibt. Weil dann, bei zumindest gleich bleibenden FCF, ziemlich große Anteile des Unternehmenswertes durch Rückkäufe vom Tisch genommen werden können. Würde das ohnehin schon niedrige Multiple gleich bleiben, würden wir Aktionäre die 10% Rückkäufe sofort im Kurs merken. Würde der Kurs gleich bleiben, könnten durch zukünftige Rückkäufe noch mehr Prozente vom Tisch genommen werden. Das größte Risiko besteht eigentlich darin, dass wir heute das Geschäftsmodell falsch einschätzen und die Einnahmen sinken. In allen anderen Fällen kann man als Aktionär mittel- und langfristig gar nicht verlieren. So eine Situation ist kein Free-Lunch aber eine seltene, positive Risk-Reward-Situation. Meiner Meinung nach.

        Einzige Frage die bleibt: Warum hat eigentlich Berkshire noch nicht investiert? ;-)

        In 2-3 Jahren werden wir sehen ob das so passte.

      5. Avatar von Chrischaan
        Chrischaan

        Auch wenn die Firma an sich jeder kennt, bzw. deren Onlineplatform, waren die bei mir nicht im Fokus (wahrscheinlich wegen meiner China-Aversion), aber ich bin gestern auf Pinduoduo Holdings aufmerksam geworden. Ich scanne ab und an die Portfolios der Superinvestoren und wollte dies für Paypal machen. Dabei bin ich bei Li Lu hängen geblieben. Er hat kein Paypal, aber letztes Jahr zu Kursen die wir aktuell auch wieder haben eine massive Position Pinduoduo Holdings aufgebaut (knapp 18% Depotwert). Li Lu wurde glaub ich mehrfach positiv von Charlie Munger erwähnt. Er fährt ja auch eine High-Conviction-Strategie. Wenn er also etwas kauft, muss man nicht blind folgen, aber es lohnt sich genauer über diese Werte nachzudenken.

        Ich habe eine sehr interessante Analyse gehört, die die Stärken und Schwächen des Unternehmens behandelt. Auch die Historie.

        Wer von den China-Investoren hier im Forum hat sich denn schon mal mit Pinduoduo Holdings auseinandergesetzt? Bzw. ist jemand dort investiert.

        Ich selbst habe bisher nur mit Anta Sports ein Exposure in China. Will diese auch nicht massiv ausbauen, aber die aktuelle Bewertung von PDD Holdings scheint verrückt trotz Wachstums. Sie haben ca. 16 Mrd. USD FCF bei ca. 140 Mrd. USD Marketcap oder noch besser unter 90 Mrd. Enterprise Value.

      6. Avatar von Chrischaan
        Chrischaan

        Paypal, was für ein Massaker heute! Ausblick gesenkt, CEO gewechselt. Damit wurden wurden die scheinbar aufkeimenden Katalysatoren grob niedergetrampelt. Na ja, ich bin jetzt einmal drin, da werd ich die Papiere nicht leich auf den Markt werfen. Vielleicht gibt es ja einen 3M oder IBM (oder sogar Intel?) Moment. Wohl denen die da bisher vorsichtig waren.

      7. Avatar von UrsprungsFrank
        UrsprungsFrank

        Hallo Chrischaan,

        ganz ehrlich, ich würde den Wert wieder abstoßen, auch wenn es wehtut. Vielleicht noch eine kurze Gegenbewegung abwarten.

        Die goldenen Zeiten von Paypal sind vorbei. Es mag zwar sein, dass Paypal hier und dort neu Geschäftsfelder findet, allein bisher ist die Cash-Maschine immer noch die alte Dienstleistung und das machen inzwischen wie Thomas richtig anmerkt schon ein paar andere auch. Kurzum, der Wert hat keine sichtbare Vision, die diesen auch wieder richtig rausreißt. Das klassische KI-Geschwurbel würde mich in diesem Investment auch nicht gerade überzeugen.

        Zudem, der Chart – ich nenne solch Entwicklung immer Zuckerhut-Chart – verheißt einfach nix Gutes. Schaue Dir einmal die Langzeit(!)-Charts von 3M und IBM an. Nicht selten, aber natürlich nicht immer, bieten sich Einstiegschancen immer dann an, wenn der Kurs sich zwar halbiert aber dennoch weit von der die Nulllinie entfernt ist, es sich um Dickfische handelt und diese wieder sich anschicken, nach oben zu steigen. Ich nenne hier mal als Beispiel Watsco.

        Wie immer und stets – keine Garantie, keine Rücknahme da ‚Privatverkauf‘.

        Norwegen ist derzeit einfach ein Eldorado für Aktieninhaber. Man möchte meinen die Revolutionsgarden verkaufen Ihre BTC ;-)

        Gruß Frank

      8. Avatar von Hansi
        Hansi

        Persönlich möchte ich keine Finanztitel, aber wenn ich das nicht ausschließen würde, sind diese Tage genau die Tage wo man einkauft oder nachkauft. Vorausgesetzt sie sind keine Wirecard und die Zahlen sind real, dann ist Paypal spätestens jetzt ein Kauf. Letzte Tage
        Walt Disney, Wolters Kluwer, Novo Nordisk, … usw lass alle durchdrehen, wen stört es.
        Alles gute Startpositionen schöner Cash-Flow-Maschinen langsam zu akzeptaplen Preisen. Und wenn sie nochmal um 50% einbrechen sollten, danke schön. Wer nen 50% Sturz bei sonst stabilen Zahlen nicht aushält, ist ein Geschenk für die Anderen.

      9. Avatar von Tobs
        Tobs

        Hi Chrischaan, autsch (Paypal). Mein Glück im Unglück: Meine Startposition ist mini-mini-als der Schmerz nicht wirklich fühlbar. Davon losgelöst: Ich analysiere noch mal, weil der Rückgang von branded check-out auf 1 Prozent Wachstum doch ein Tritt gegen mein Schienbein war. Aber ich würde die Flinte noch nicht ins Korn werfen, erstmal schaue ich mir das weiter an. Aber es ist zweifelsohne so, dass eine der tragenden Annahmen für das Investment ein bisschen abgestorben ist. :-) Wie bei jedem Turn around, er kommt manchmal sehr spät und manchmal gar nicht. Das „Dazwischen“ ist uns aller Dilemma als Investoren.

    7. Avatar von Thomas
      Thomas

      @Tobs
      „Das ist wie mit der Intelligenz: Jeder meint er habe sie, aber dann tatsächlich doch leider nicht (dieses Problem betrifft mich leider allerdings auch).“
      fetter smiley.
      Danke dafür, geht mir genauso.
      Es kommt immer auf die Peergroup an :)

      Ich arbeite in einem größeren Konzern im Handel und wir akzeptieren alle gängigen Zahlungsmethoden. Alles mögliche. Nur kein Paypal. Sry. Ich glaube auch nicht, das es da Überlegungen dazu gibt. Ich glaube, die sind ein bißchen aus der Mode gekommen. Lieferantenkredit kriegst Du an jeder Hausecke. Klarna, usw usf. die schießen wie die Pilze aus dem Boden. Bei jeder Online Bestellung meiner Frau kreditiert es der nächste von dem ich noch nie gehört habe. (wir sind solvent, keine Sorge)
      Auch im Kollegenkreis macht das keiner oder redet über Paypal.
      Paypal sry.
      Sonst/alles andere kann ich gut nachvollziehen.

    8. Avatar von UrsprungsFrank
      UrsprungsFrank

      „ Was politische Ereignisse anbelangt: Uninteressant meines Erachtens. Das ist reines Entertainment…“

      Entertainment? Die Iraner und Ukrainer wären gerne in einer anderen Show. Trump sieht die Welt allerdings wirklich durch die TV-Brille.

      Zur Intelligenz: nur dieses einzige Gut hat der liebe Gott gleichmäßig verteilt – jeder glaubt, genug davon zu haben.

      Paypal: der Service, oh je, der Service – war schon immer so. Paypal hatte es einfach nicht nötig. In diesem Punkte hätte ich mich für andere Techs entschieden.

      Gruß Frank

    9. Avatar von Andreas P.
      Andreas P.

      Der Versuch, kurzfristige Börsenprognosen anzustellen, gleicht meiner Ansicht nach „professioneller Kaffeesatzleserei“. Sie wird qualitativ nur noch von astrologischen Zukunftsvorhersagen übertroffen.

      Ich freue mich aktuell über die Wiederauferstehung von IBM, das ATH von Coca Cola (alles in USD) und die Dividendenerhöhung der DWS Group auf 3,00 Euro (2024: 2,20 Euro) ORI ist für mich auf dem aktuellen Niveau ein Nachkaufkandidat.

      Ansonsten gab es im Januar in meinem Depot einen minimalen Zuwachs von knapp 1%.

      Viele Grüße

      Andreas P.

    10. Avatar von Tobs
      Tobs

      Hallo Frank,

      richtig, richtig.

      Ich möchte aber als Kapitalanleger und hier in dieser Funktion als gewöhnlicher Forist nicht das Leid anderer für meine Zwecke vereinnahmen, mich als besonders menschenzugewandt zu produzieren.

      Wem das Leid anderer wirklich nahe geht, hat ausreichend Möglichkeiten, gezielt zu helfen.

    11. Avatar von Medicus
      Medicus

      Achterbahn- passt genau. Habe Anfang 2026 25 Aktien Munich er erworben. Das war Erlös aus Tax loss harvesting und Rebalancing. Kaufpreis 561 Euro- aktuell fast 2000 Euro im Minus….. Bin nach meiner Regel Time in the market beats timing vorgegangen. Hätte ich in Tranchen investiert hätte ich zu. gleichen Preis 1-2 Aktien zusätzlich kaufen können. Aber et kütt wie et kütt. In 10 Jahren denk ich nicht mehr dran und freue
      mich über den günstigen Einstieg…
      Buy and hold….
      LG und einen guten Start!

    12. Avatar von Manfred
      Manfred

      Hi everybody,
      Weiterhin gutes depotwachstum fuer alle. Sieht nicht schlecht aus : laut statistik wird das ganze jahr gut, wenn der januar gut laeuft…

      Zum silber/ gold. Ich denke das sind nachkaufgelegenheiten auf sicht von 2 bis 3 jahre : etc s , miner und streamer.
      Sollte silber allerdings nachhaltig unter 50 usd fallen, ist die story erstmal vorbei.
      (Was ich nicht glaube.)

      Zum neuen FED chef : der soll ja angeblich einen konservativ restriktiven kurs fahren. Da glaub ich nicht dran. Onkel donald hat den wohl nominiert, damit er vom senat u congress abgesegnet wird. Ich glaube aber, onkel donald hat sich den mal bei einem abendessen vorgeknuepft, und ihm seine vorstellungen unterbreitet . Soll als fazit heissen : restrukturierung der schulden auf kosten der inflation und geldmengenwachstum. Ein weiter fallender dollar waere dann eine der konsequenzen.

      Zu MSFT : Der kursrueckgang nach sehr guten quartalszahlen ist wohl die konsequenz eines risiko wachstums aufgrund einer sich aendernden kundenstruktur. Bisher war die kundschaft von msft mehr oder weniger gleichgewichtet. Keiner der kunden hat einen prioritaets posten eingenommen. Das hat sich jetzt geaendert : einen grossen anteil der bilanz in den guv zahlen nimmt jetzt OpenAI ein, stellenweise bis zu 30%. Mittels geliehenem geld. Und man fragt sich ob OpenAI das das so einfach zurueckzahlen kann, bi einem momentanen jahresumsatz von nur 12 mrd. Es ist nie gut, wenn ein einzelner kunde einen zu grossen einfluss hat.
      Dass msft ein AI software problem haben wird, glaube ich nicht. Es gibt ja je
      schon seit ms Office kopien und andere betriebssysteme auf dem markt, die bisher msft nicht vom sockel stossen konnten

      Zu den ai investitionen allgemein :
      Diese riesigen summen (50 – 100 mrd) werden sich natuerlich nie amortisieren.
      Diese investitions schlacht (!) hat den charakter eines ueberlebens kampfes.
      Bleibt jemand von denen auf der strecke.
      Ja, tut es !!! Der burggraben wird aufgeschuettet, und schon jetzt zeichnet sich ab, dass firmen wie SAP oder Orakle den anschluss verlieren. Vielleicht, odersogar sehr wahrscheinlich, werden wohl irgend welche chiesen da noch mitspielen koennen

    13. Avatar von Thomas
      Thomas

      @Ben, dann 1:0 für Ben@ DFV.😆 good luck von Herzen.
      Ich bin informativ nicht so nah dran an den deutschen Smallcaps. Sie interessieren mich nicht so sehr, vlt. mein blinder Fleck. Aber das macht ja gerade den Reiz dieses Blogs aus, unterschiedliche Wahrnehmungen und daraus resultierende Handlungsimpulse als erweiterte „ Geokoordinaten“ für den Markt und die Entwicklung des Marktes zu bekommen. Danke dafür.
      @Manfred, Matthias meinte Peter L(ynch)

    14. Avatar von Thomas
      Thomas

      Hallo Crischaan, Pinduoduo aka PDD aka Temu wäre nicht so meins. Sie zahlen keine Dividende. Sie haben zwar als Temu in den USA/ Europa große Akzeptanz /Durchdringung, sind aber der absolute Billigheimer in allen Punkten. Hatten Stress mit Trump wegen Zöllen und dortigen Post wg Nullkostenlieferung wollen aber dort selber Läger bauen. Sie sitzen wohl auf einem großen Cashberg, der soll aber für MarktexpansionStrategie verwendet werden und nicht für Akrienrückkäufe /Dividenden. Ecommerce ist eben nicht so meins. Vielleicht hat Li Lu, der nativ in beiden Sprachräumen zu Hause ist, bessere Insights. Ist Spekulation. Kurs hat auch keine Phantasie. Munger hat auch mal mit einem Chinesischen Ecommerce Betreiber danebengelegen.
      Keine Meinung dazu.

    15. Avatar von Thomas
      Thomas

      Das Finanz-Phantasy-Karussell im IT Bereich dreht sich auch sehr schnell, wenn es sich nicht sogar noch beschleunigt. Elon Musks Zusammenlegung von SpaceX und xAI pumpt etwa 250 MRD aus dem Nichts in das Unternehmen xAI.
      Vor der Zusammenlegung war SpaceX etwa 800 MRD schwer und xAI 230 MRD USD.
      macht zusammen 1,03 Bio.
      Bewertung des zusammengelegten Unternehmens 1,25 Bio, das sind von jetzt auf dann 250 MRD mehr.
      SpaceX und xAI sind zusammen das derzeit wertvollste Privatunternehmen der Welt.
      Wie wir wissen, strebt Musk eine Börsengang IPO von SpaceX mit einer möglichen Bewertung von 1,5 Bio USD an, das wären dann gleich nochmal 250 MRD aus dem Nichts.

      Die Federal Reserve „erschafft“ pro Monat etwa 70 bis 90 MRD USD frisches Geld,
      das heißt für mich im Klartext, das Musk inzwischen schon ein größeres financial engineering – Rad dreht als die FED Reserve selber.
      Auch Musk und andere IT Größen wie Sam Altmann sind jetzt zusammen mindestens wie die FED mitverantwortlich für Geldmenge, Inflation, Geldentwertung etc., wenn nicht sogar noch mehr,
      für das Wohl und Wehe der Aktienwelt und Anleihenwelt.

      Nächster Punkt der Überlegung:

      Das eine Extrem der Bewertung von xAI und anderen wie OpenAI wäre die maximal mögliche pessimistische Annahme wie das ist buntes Konfetti, Schrott und nichts wert und fällt bald in sich zusammen.
      Das andere Extrem der Marktbewertung ist die maximal positive euphemische Bewertung wie das ist die Zukunft und echte wirtschaftliche Wertschöpfung par excellence. Daten sind der Rohstoff der Zukunft.
      Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte und wir/ich kennen den echten realen Bewertungsfaktor (30% 50% 70 % ???) nicht, der sich auch mit der Zeit ändern kann, zum bessern oder schlechteren.

      Vielleicht ist ein Knackpunkt, wo die Wahrheit krass zum Vorschein kommen wird , der Börsengang von SpaceX, ob die Bewertungen vom Kapitalmarkt zugestanden werden, ob es floppt oder ob es durch die Decke geht.
      sind hier Manipulationen durch Stützungskäufe möglich/nötig??

      Bis dahin dreht uns Musk weiter die Nase und lacht alle anderen vermögenstechnisch aus.
      Bis dahin kann man bei Semiconductors Long bleiben.
      Dann kommt die Wahrheit,
      oder auch nicht.
      Glaube trotzdem das Gold weiter Long geht. Die Treasury bleiben hoch.
      meine Grundannahmen ändern sich nicht.

      Kevin Warsh ist dann auch nur eine kleine Nummer in dem Rad, der nicht viel ändern wird und kann.

      Nur Meinung.

      habe heute früh lt PP einen neuen Meilenstein von meinen geplanten 10ksteps erreicht, es läuft. wenn es läuft dann läuft es :)

    16. Avatar von Tobs
      Tobs

      Es ist schon interessant.

      Mein Depot ist im Moment wie verrückt am Steigen, weil einerseits die HK Titel steigen, und andererseits auch einige Consumer sich wieder berappen (bei KHC konnte ich bei knapp 19 Euro einem Nachkauf nicht widerstehen, weil mir im Prinzip erst mal nicht so wichtig ist, ob KHC noch in deren Portfolio passt oder nicht).

      Und gleichzeitig liegen so viele interessante Titel aus Europa am Boden, die man jetzt zum Einsammeln in Erwägung ziehen kann. Einige hatte ich hier ja gedroppt und auch andere Cash Flow Compounder sind so günstig bewertet wie lange nicht mehr.

      Und Novo Nordisk scheine ich wohl mit meiner Abstinenz so richtig hot gemacht zu haben. Weil ich sie doch nie einsammelte und sie schmollen ließ, schmeißt sie sich mir jetzt ganz billig um den Hals und will von mir irgendwas in den 30igern genommen werden. Daddy Tobs wird sich der Sache wohl bald annehmen.

      Darum verstehe ich persönlich auch immer nur Bahnhof, wenn in aller Munde die Rede davon ist, die Märkte seien im Moment so teuer. :-)

      1. Avatar von tobs
        tobs

        Sry: mir ist nicht wichtig, ob KHC im Portfolio von Berkshire ist.

    17. Avatar von Tobs
      Tobs

      Und Yum China enttäuscht mich schwer: Nach der letztjährigen Divi Erhöhung von 50 Prozent kommen sie heute nun lediglich mit 20 Prozent um die Ecke. :-) ok, das ist die letzte Nonsens Nachricht, die ich heute absetze. :-)

    18. Avatar von Thomas
      Thomas

      @Tobs Zitat : Mein Depot ist im Moment wie verrückt am Steigen
      Glückwunsch, geht mir ähnlich.

      Wir sind hier in diesem Blog schon ganz gut unterwegs. Danke @Ben und alle anderen.

      kleine mathematische Tagesbetrachtung zum Thema Twins Eli und Novo

      bei mir
      Eli Lily 3,38 % Depotanteil Zuwachs nach Steigerung um 8% sind plus 0,2704% Depotanteil

      Novo Nordisk Depotanteil 0,90 % Abnahme nach -20% Kursrückgang sind minus 0,18% Depotanteil

      zusammen mit beiden Kandidaten unter dem Strich trotzdem ein Zuwachs von 0,1 Prozent Depotanteil :)
      beide laufen im Sparplan.

    19. Avatar von Hansi
      Hansi

      Wenn der Tag so zuende geht, dann wird es locker mein Rekordtagesgewinn. Das Madness! Wenn bei 150 Titeln 3/4 grün sind und dutzende Aktien durchstarten. Hab 46% defensive Titel + 18% Chemie/Öl und dann performt vom Rest auch noch welche und das bei roten S&P. Mal sehen ob später oder morgen die Gegenbewegung kommt. Novo Nordisk habe ich heute auch weiter aufgestockt.

    20. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Was ich wahrnehme ist ein sehr volatiler Markt.
      Manche steil nach unten, manche steil nach oben.
      Eigentlich ist kein Unterschied zu Jan 2025 zu erkennen. Damals lag ich daneben und werde es hoffentlich dieses Jahr auch sein. ;)

      Jedenfalls ist der Dividendenbezug im Januar deutlich gestiegen. Frisches Kapital, das auf Invest wartet. Nur wohin? Neue Positionen will ich nicht aufmachen, die Rücksetzer überzeugen mich nicht (gute Unternehmen keine Frage). Das Dilemma wie 2025.

      Keine Anlageempfehlung: ATOSS wurde gerade gewaltig runtergeprügelt. War noch nie (!) günstig. In der Vergangenheit aber ein gewaltiger Dividendenanstieg bei geringer Dividende. Die Zeit machte es.
      Selbst solide Unternehmen wie Air Liquide werden weichen müssen. Nur wohin?

      1. Avatar von Andreas P.
        Andreas P.

        Ja richtig, die aktuellen Kursentwicklungen sind schon bemerkenswert.

        Beim Kurs der Johnson & Johnson Aktie reibt man sich verwundert die Augen. Eine Verizon knabbert am ATH. CISCO und Coca Cola haben es schon geschafft. Auch Pepsi Cola scheint wiederbelebt worden zu sein. Selbst AT&T befindet sich wieder im Aufwärtstrend.

        Jetzt warte ich darauf, dass auch meine Clorox Aktien von den Scheintoten wieder auferstehen.

        Im Leichenkeller liegen dafür noch u.a. Pfizer, Hormel Foods und General Mills. Alle zahlen aber brav ordentliche Dividenden.

        Habe mir in den 90igern mit Trendaktien, Internet- und Biotech-Aktien, gehörig die Finger verbrannt: Spät rein – spät raus. Lehrgeld für mich.
        Daher, ich liebe die „Old Economy“.

        Viele Grüße

        Andreas P.

    21. Avatar von Tobs
      Tobs

      Hallo Börsenhai,

      ja, die Märkte sind insgesamt gerade etwas volatiler.

      Wobei ich es eher gerade im positiven Sinne spüre, weil ich ja doch konsumlastig bin.

      Und sowieso: Egal wie die Märkte schwanken, man sucht ja immer nach guten Chancen, vor allen Dingen in meinem Fall, wie ich mich sehr (!) langfristig mit Positionen aufstelle. Und das hatte mich die Tage dazu gebracht, mir nochmal vermehrt Gedanken zu meinem Instrumenten-Koffer zu machen, Stichwörter: Datenportale auf der einen Seite und echtes Research auf der anderen Seite.

      Zum Research: Nicht mehr verlängern werde ich Seeking Alpha, ist mir zu wild und laut. Fortführen werde ich definitiv Morningstar. Value Line würde mich anlachen, aber dieser analoge Bestellweg wie in den 1980ern lässt mich doch immer wieder auf der Bremse stehen. Hat hier im Forum eigentlich irgendwer Value Line in der Nutzung? Für EM und insbesondere Asientitel behelfe ich mir weiterhin über verschiedene kleine Insellösungen, eine auf die ich immer hinweise: Umsonst bei der DBS im Research-Centre registrieren. Daneben habe ich kostenpflichtig nach wie vor Asien Century Stocks in der Nutzung (seit einigen Jahren), allerdings ist das keine breite Coverage, sondern das sind deep dive Spezial-Themen. Jede 10 Idee springt mich aber und regt mich zum Denken. Und es gibt natürlich noch einiges mehr…

      Datenportale: Hier war ich eigentlich mit Marketscreener zufrieden, die ich kostenpflichtig genutzt hatte. Allerdings steht der Preis, meiner Meinung nach jedenfalls, in keinem sinnvollen Verhältnis zum gestifteten Nutzen. Die französische Company dahinter ist eine 50 Mann Bude. Das Research, dass sie bieten, kommt als Partnerinhalte rein. Hier habe ich mich nun für eine Alternative entschieden, die vermutlich die wenigsten kennen: TIKR. Habe die Plus Variante für 215 USD p.a. genommen, was in EUR und Monat umgerechnet schlanke 15 Euro sind. Bei der Plus Variante bekommst Du alle relevanten Daten 10 Jahre zurück (schon mal viel besser als bei Market Screener), für 20 Jahre müsste man nochmal mehr Geld für die Pro Variante in die Hand nehmen (persönlich benötige ich die nicht). Das Portal ist ähnlich wie Marketscreener, also nur ein wenig inhaltliches Research (und eher nur USA), News, jedoch wie gesagt viel längere Zahlenhistorien.

      @Chrischaan: Und natürlich habe ich bei TIKR beim Branded check out mit Paypal bezahlt, das ist doch Ehrensache! :-)

      1. Avatar von BörsenHai
        BörsenHai

        Hallo Tobs,

        die Volatilität kann (!) für einen Investor einen Buy auslösen, wenn es unten ist. Je länger man dann hält, desto weniger fällt es ins Gewicht.
        Wer stur nur zukauft, für den sind Volatilität nicht so wichtig.

        Für neue Positionen und insbesondere Umschichtungen kann (!) es auch ein Rückschlag werden.

        Was ich allerdings nicht verstehe sind auch Rücksetzer von Aktien, deren Zahlen weiterhin gut und wachsend sind; nach meinem Empfinden: „gut“.
        Es scheint also eine gewaltige Umstrukturierung der großen Player im Finanzmarkt stattzufinden. Es ist auch innerhalb der Sektoren zu beobachten.

        Ich habe nämlich beschlossen einige Aktien zu beurlauben (wenig Kurs und wenig Div-Wachstum), deren Geschäft sich weniger gut entwickelt.
        Komischerweise wären nur 2 Positionen mit „Stabilität“ als mein damaliges Kaufkriterium enthalten. Die bleiben, da sich nichts geändert hat.
        3 Kandidaten werden jedenfalls in die Freiheit gelassen. Auch wenn das Gesamtportfolio keinen Grund zur Klage bietet.

        Finde den richtigen Zeitpunkt. ;)

        Keine Anlageberatung! Meine Situation! Meine Gedanken! und … mein Geld. ;)

        P.S. Mein Research sind Tobs und Thomas und andere Foristen. :)
        plus ein wenig Internetrecherche …
        P.P.S. Ich bin so geizig wie Thomas ;)

      2. Avatar von Chrischaan
        Chrischaan

        Hi Tobs,

        das finde ich ja hochanstädig, dass du mit Paypal gezahlt hast. ;-) Ich bleib da erstmal drin. die 5,6 Mrd. FCF (GAAP-Earnings wären 6,1 Mrd., also noch besser) bedeuten bei der akt. Bewertung von 37 Mrd. USD eine Verzinsung von 15%. Der für mich überraschendste Schritt war der CEO-Wechsel. Mit Alex Chris waren ja die Initiativen verbunden und die werden nun alle hinterfragt werden. Mal sehen wie es da weiter geht.

        Zum Thema Datenportale: Ich leiste mir nur den Aktienfinder. Ich schätze es außerordentlich, dass ich da auf einen Blick 20 Jahre Finanzen sehen kann, teils zueinander in Relation gesetzt. Mir fehlen zwar 1-2 Kennzahlen wie mein geliebtes ROIC aber man kann nicht immer alles haben. Sollte jemand eine gute Alternative kennen wäre ich auch interessiert.

        Beim Screenen bin ich zuletzt auf Bunzl gestoßen. Ein sehr interessantes Geschäftsmodell, eine Geschichte von über 170 Jahren, ein Serial-Acquirer und eine gute Bewertung. Die haben auch seit 32 Jahren die Dividende erhöht, akt. fast 3,5% bei einer Ausschüttungsquote unter 40% (!). Da hab ich mal eine erste kleine Position aufgebaut (Vorsicht Kontraindikator! Nicht Nachmachen ;-)).

        Gruß,
        Chrischaan

      3. Avatar von Hansi
        Hansi

        Bunzl hat wirklich eine unglaubliche Geschichte hinter sich. Gegründet um 1850 in Preßburg, unter den Nazis Ende 30er enteignet. Ein Bruder der Eigentümerfamilie ist im KZ gestorben. 1940 als jüdische Flüchtlinge Bunzl plc in London gegründet. Wie man mit Handel einfach und stetig Geld verdient zeigt diese Firma. Letzten August habe ich mir auch eine kleine Position zugelegt.

    22. Avatar von Thomas
      Thomas

      Bin geizig, was solche Bezahlportale anbetrifft. Eine neue und sehr valide,sehr schnelle und scheinbar unerschöpfliche Datenquelle sind für mich die derzeit konkurrierenden KI Portale wie Grok, Kimi oder Claude u.ä., wo man mit guten präzisen Fragestellungen und ggf. Nachfragen erstaunliche Resultate bekommt. Plausibilität kann mit man mit Querchecks bei verschiedenen Portalen machen. Warum soll ich für was bezahlen, was ich umsonst bekommen kann?
      Läuft zur Zeit so gut, das manchmal in einer Woche soviel DepotZuwachs kommt wie Nettogehalt pro Monat.
      Ich glaube Value läuft weiter, Tech sehr volatil…

      1. Avatar von Tobs
        Tobs

        Hallo Thomas,

        erstmal müsste man meines Erachtens differenzieren zwischen Research und Datenportalen.

        Für ein bisschen gutes Research kann man schon was ausgeben, ja aber warum denn auch nicht? Was ist Deine Erwartungshaltung: Das Du den heiligen Gral bekommst, oder dass Du durch dauerhafte Beschäftigung mit gewissen Themen ein gebildeter Anleger wirst? Darum halte ich zumindest für Anleger wertvolles Research für sinnvoll, die langfristig ihren Investment-Stil gefunden haben und genau wissen, was ihnen gezielt hilft. Die beispielsweise 20 Euro oder was das ist, zahle ich gerne für Morningstar (Stichwort: Investor Education). Morningstar spricht man, weil sie über Margen, Kapitalallokation und Moats schreiben und keine Kursziele nennen. Das ist vllcht ein bisschen wie wenn ein Helmut Jonen den UBS Research liest, aber bewusst den Teil verdeckt, in dem der Analyst sein Kursziel nennt. Wer langfristig investiert, möchte nicht nur verstehen, ob Zahlen gerade günstig aussehen, sondern ob Geschäftsmodelle langfristig als gut erscheinen und wie sie überhaupt funktionieren (wissensbasiert versus meinungsbasiert).

        Und zu den Datenportalen: Ich vermute, es ist so (kann hier nur für mich sprechen, für Dich sowieso nicht): Desto eher ein Anleger seine Anlageentscheidungen auf Grundlage fundamentaler Daten / einem eigenen Investmentstil mit klaren Präferenzen trifft (versus Momentum, Meinung, Story usw.), umso mehr möchte er a) Datenwahrheit und b) eine gute Übersicht zum Einordnen. Gut ist die Übersicht, wenn sie lange Zeiträume abbildet und verlässlich konsistent ist. Weil ich Cashflow Compounder bin, ist das für mich besonders relevant, wie sich die wesentlichen KPI über längere Zeiträume entwickelt haben.

        Aber es ist schon faszinierend, dass sich viele Anleger tagelang den Kopf über den günstigsten Neobroker zermatern, ab keine 20 Euro monatlich für (nur Beispiel) Morningstar und vielleicht 20 Euro monatlich gut funktionierendes Datenportal in die Hand nehmen. Meine Meinung: Investor Education ist wichtig, Beschäftigung mit den Geschäftsmodellen usw. bringt die ruhige Hand ins Depot. Portale wie Motley Fools oder die ganzen Käseblättchen wie Börse Online sind reines Entertainment, haben mit Education aber nicht das Geringste zu tun.

        P.S.: Mit KI diskutiere ich auch viele Aktien-Themen, das ist extrem hilfreich, auch um Geschäftsmodelle zu zerlegen und zu verstehen. Das ersetzt aber keine Datenportale oder Research, sondern ist eher komplementär, um gezielt in Themen einzusteigen.

        Jeder wie er mag. Wen das nicht interessiert, wie Dich, an dem geht es eh vorbei, für andere ist vielleicht sich das mal anzuschauen.

      2. Avatar von Hansi
        Hansi

        Hallo Tobs,

        halte es wie Thomas.
        Keinen Cent für Börsencontent.
        Die Infos liegen doch eh umsonst im WWW herum. Nutze nur kostenlosen Content. Oft nur Finanzen.net,Marketscreener, Website des Unternehmens und ab und an ein Annual Report des Unternehmen. Früher hatte ich hohe Bilanzanforderungen für einen Kauf. Diesen Quatsch habe ich abgeschafft, ansonsten hätte ich keine 10 Titel im Depot.
        Entscheide oft in 5 Minuten über Transaktionen. Für um die 200€ oder weniger hättest deine verbliebenen russ. ADR in ein russ. Depot in Moskau schicken können. Dafür hättest unvergessliche unbezahlbare Erfahrungen gesammelt, die du nirgendwo finden oder lernen kannst.

    23. Avatar von UrsprungsFrank
      UrsprungsFrank

      Also ich nutze als Quelle Divantis🤓

      Ben macht in seinem Blog stets einen Vergleich seiner eigenen Performance mit dem Roboadvisor von Quirion. Beide liegen gleich auf. Kurzum, Thomas nutzt die Promps der KI zielführender als der ebenfalls KI nutzende Roboadvisor. Chapeau!

      Ich habe auch schon mal darüber sinniert, ob ich KI und Momentum-Strategie für mich eruiere. Kostenlose Portale sind da vollkommen nutzlos. Hier könnte ich mir sehr gut die von Tobs empfohlenen Zugänge als hilfreich vorstellen. Nun ja, Prokrastination …

      Was mich immer wieder wundert ist, dass die etablierten Bankhäuser als Konkurrenz zu Neobrokern ihren Kunden nicht erweiterte Research-Instrumente anbieten. Das würde diese doch in ihrem Image herausheben. In ihrem Auftritt sind sie ansonsten doch recht sinnleer und dröge.

      Gruß Frank

      1. Avatar von Tobs
        Tobs

        Hallo Frank,

        KI ist in jedem Fall super – egal, wofür man sie genau einsetzt. Manchmal kippe ich abends, wenn ich schon müde bin, einfach längere Berichte da rein und lasse sie mir erst mal zusammenfassen und entscheide dann, ob ich sie komplett lese (man kann ja super parametrisieren oder sich ein speziellen Take geben lassen). Ist ein bisschen wie ein kinetischer Anzug, mit dem man auch müde immer schön weiter arbeiten kann.

        Wegen Research bei etablierten Bankhäusern. Das denke ich mir auch oft, dass man hier als Bank echt eine „Value Präposition“ ausspielen könnte ggü den Neobrokern. Die Commerzbank jedenfalls bietet Zugang zu Sell Side Research. Die Coverage ist jetzt nicht atemberaubend, eher deutsche und europäische Standardwerte. Und sicherlich nicht wie Morningstar so nah an den KPI, die mir besonders wichtig sind, aber das ist trotzdem schon mal solide. Aus meiner Sicht ein wenig dumm von der Coba, weil die Funktion gut versteckt ist, aber sie ist da… Würde vermuten, wenn man sein Depot bei der DB, Hypo oder irgendeinen anderen kapitalmarktaffinen Bank hat, gibt’s dort sowas auch…

    24. Avatar von Thomas
      Thomas

      @Tobs
      Derzeit drehen die Hyperscaler bei AI voll auf. Sie schmeißen alles an Geld und Hirnschmalz dort rein. Frappierend und zu beobachten sind auch Entwicklungen wie Moltbook von Open Claw, wo diverse KI Agents bereits frei und unlimitiert(?) untereinander kommunizieren und agieren können und Menschen nur noch Zuschauer sind. Das sind nach DeepSeek, jetzt gerade Claude oder Qwen von Alibaba immer neue disruptierende Modelle.
      Man hat gar nicht die Zeit, die ganzen AI Specials wie Finchat.io(fiscal.ai), Perplexity.ai, Danelfin, Tickeron, Intellectia.ai, AlphaSense oder Trendspider.com oder haste nich gesehen auszuprobieren, die im Prinzip oft frei zugänglich sind oder Trials anbieten.
      Wer weiß über welchen holy shit wir in einem halben Jahr schon diskutieren müssen.
      Außerdem werden zwangsläufig die bekannten großen oldscool Finanz-Portale über kurz oder lang gute KI Agents implementieren müssen, um am Ball zu bleiben und nicht hinten runter zu fallen.
      Jedenfalls ändert sich die Welt in diesem Bereich sehr schnell. Es ist ein harter Wettbewerb um Kunden, die das irgendwann mal bezahlen müssen und also gibt es immer wieder Lockangebote und freien Zugang zu AI, weil immer neue Player den Markt noch besser und schneller betreten. Also wird der Preis für gute KI Leistung immer sehr/relativ niedrig bleiben.
      vielleicht wird deshalb die Profitabilität der Hyperscaler bei AI später als notwendig für den derzeitigen CapEx eintreten.
      Man kriegt jedenfalls, wenn man weiß wie, immer die BörsenInfos die man als Kleinanleger braucht und überhaupt maximal verarbeiten kann.
      So ein Jahresabo für ein festes Portal könnte nach einem halben Jahr doch schon völlig veraltet/überholt sein.
      Und wer bietet denn wirklich den besten Content fürs Geld? das beste Preis/Leistungsverhältnis? Bei hunderten von Anbietern? Ich könnte mich hier gar nicht entscheiden, also entscheide ich mich für gar keinen.
      Wenn, dann wären Überlegungen für pay on Demand vielleicht sinnvoll.
      Nur Gedanken.

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