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Ein grandioser Monat entlässt uns mit Unsicherheit in den März

„3D-Grafik mit extrudiertem Text ‚Ausblick März 2026‘ vor einem stilisierten, aufsteigenden Aktienkurs in Balken- und Pfeilform. Grüntöne auf dunklem Teal-Hintergrund symbolisieren Wachstum und Finanzoptimismus.
4.8
(53)

Schon am Freitag Nachmittag meldeten Agenturen, dass verschiedene Botschaften ihre Staatsangehörigen zum Verlassen sowohl des Iran als auch Israels aufgefordert hätten. Da war schon absehbar, dass am Wochenende etwas passieren könnte.

Und tatsächlich startete der Samstag dann auch mit der Meldung von massiven Luftangriffen auf den Iran und Gegenschlägen des Iran. US-Miltärs rechnen nun mit einem mehrtägigen Einsatz.

Mit dieser Unsicherheit schließt der ansonsten überaus positive Börsenmonat Februar. Und der März startet unter diesem Eindruck.

Trotzdem lohnt sich aus meiner Sicht wieder ein Rückblick auf die vergangenen Wochen. Er schärft den klaren Blick auf das große Bild, das sich durch kurzfristige Turbulenzen im Nahen Osten auch nicht wirklich verändert.

Wie ich den Februar mit meinen Geldanlagen erlebt habe. welche Käufe und Verkäufe ich vornahm und wie ich auf die nächsten Tage schaue, erfährst Du in diesem Beitrag.

Der Februar 2026 war erneut von spannenden Themen geprägt. Ein Highlight war sicherlich die Entscheidung Obersten Gerichtshofs der USA, viele der weitreichenden globalen Zölle von US-Präsident Donald Trump aufzuheben. Vor allem wurde ihm damit zunächst ein erpresserisches Instrument genommen. Trotzdem gelang es ihm, auf anderer Rechtsgrundlage die globalen Zölle vorübergehend anzuheben.

Noch offen ist, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die Zinsentwicklung in den USA hat. Möglicherweise sorgt sie dafür, dass die Inflationsrate nicht wie erwartet sinkt und die Zinsen deshalb länger auf dem aktuellen Niveau bleiben werden.

Gleichzeitig könnten niedrigere Zölle aber für die Unternehmen, die Zollerhöhungen hatten und diese in Form höherer Preise an die Verbraucher weitergegeben haben, nun zu einem unerwarteten Gewinnschub führen. Denn Preiserhöhungen werden sie wohl eher nicht zurücknehmen.

Der DAX überschritt im Februar wieder deutlich die Marke von 25.000 Punkten und steuerte gegen Ende des Monats sogar auf neue Allzeithochs (Richtung 25.300) zu. Der Wochenend-DAX (der aus meiner Sicht nur eine begrenzte Aussagekraft hat) notierte am Monatsletzten (Samstag, 28.02.) jedoch unter der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten.

In Europa waren vor allem defensive Titel (Telekom, Pharma) und die Industrie gefragt, da sich die Hoffnung auf eine Bodenbildung in der Realwirtschaft verfestigte.

Gleichzeitig bestimmten Sorgen über „Peak AI“ (den Höhepunkt des KI-Booms) das Tagesgeschehen und zahlreiche Softwaretitel waren massiv unter Druck, weil ihre Geschäftsmodelle durch KI-Agenten in Frage gestellt werden.

Für mich war es aber auch ein Monat der Dividendenerhöhungen. Durch die Bank erhöhten die Qualitätsaktien in meinem Dividendendepot ihre angekündigten Dividenden. Besonders erfreulich war dabei für mich die Ankündigung der Munich Re, die mein größter Depotwert ist und ihre Dividende um 20% erhöhen will. Bei meinem zeitgrößten Titel Allianz werden es immerhin 11% sein. Nur diese beiden Aktien werden mir in diesem Jahr netto 525 € mehr ausschütten als im Vorjahr.

Und das ist für mich sehr viel wertvoller als die Performance meines Depots im Februar. Denn Kursgewinne können sich schon im März wieder verflüchtigen. Die Dividendenerhöhungen bleiben. Und beide Unternehmen haben sich dazu bekannt, die Dividende auch in den nächsten Jahren nicht zu senken, sondern – wenn möglich – zu erhöhen.

Stand Wertpapierdepots

Details zu den einzelnen Depots gibt es – wie immer – ausführlich in diesem Bericht. Hier ist der schnelle Überblick:

Dividendendepot: 578.168 € (+3,4% im Februar, +4,2% YTD)

Anti-Depot: 13.878 € (+1,4% im Februar, +5,3% YTD)

Zitronen-Depot: 16.343 € (-3,0% im Februar, -1,1% YTD)

Summe: 608.389 € (+4,0% im Februar)

Veränderung 2026: +13.391 €

zzgl. Entnahmen: +10.655 €

Nettoveränderung 2026: +24.046 €

In den letzten drei Jahren habe ich jeweils rund 60.000 € Vermögenszuwachs aus den Wertpapierdepots verbuchen können. Mehr als ein Drittel davon in den ersten beiden Monaten ist eine gute Grundlage für ein ähnliches erfolgreiches 2026.

Benchmark

Im Juli 2023 hatte ich einen monatlichen Sparplan über 25 € beim Robo-Advisor von quirion aufgelegt, den ich als Benchmark für meine eigene Depotperformance nehme. Seit April 2025 habe ich die Sparrate nun auf 50 € verdoppelt, um dann nach einem Jahr eine 13. Sparrate geschenkt zu bekommen. Insgesamt habe ich jetzt 1.300 € auf mein quirion-Konto einbezahlt und zusätzlich 100 € Aktionsprämie erhalten. Zum Monatsende beträgt die zeitgewichtete Performance +44,16% (Stand: 1.654,38 €). Zum Vergleich dazu: Die Performance meines Dividendendepots vom 05.07.2023 (Start des quirion-Benchmarks) bis zum 28.02.2026 liegt bei +40,31%.

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quirion ist regelmäßig Testsieger in Robo-Advisor-Vergleichen. Und kann sich in der Performance durchaus sehen lassen. Das überzeugt mich und ist auch der Grund, warum ich den Sparplan fortsetze und quirion auch Neukunden empfehle. Ich selbst sehe das als sinnvolle Ergänzung zu meinen Investments in Einzelaktien. Und für das Alter bietet quirion dann auf Wunsch auch eine automatisierte und gestaffelte Veränderung der Asset Klassen mit einer Verschiebung von Aktien zu Anleihen an, um die Schwankungsbreite zu reduzieren. Über diesen Link kannst Du Dich informieren und ebenfalls ein Depot eröffnen.

Und bis zum 24. März 2026 gibt es wieder eine interessante Aktion für Neukunden: Du legst einen Sparplan mit einer monatlichen Rate von 100 € an und erhältst 12 Monate lang eine Prämie von 12,50 € im Monat. Sie wird direkt in die gewählte Strategie investiert. Als Neukunde erhältst Du damit insgesamt 150 € Prämie. Der Aktionscode für die Prämie lautet: START2026. Bitte achte auf die Teilnahmebedingungen.

Aktienkäufe

Im Februar habe ich Käufe in Höhe von 7.335,87 € im Dividendendepot durchgeführt:

1.000 Aktien DFV Deutsche Familienversicherung für 7.248,70 €

1 Aktie Canadian National Railway für 87,17 €

Mit dem Kauf der Aktien der DFV Deutsche Familienversicherung habe ich meine Depotposition von 3.000 Aktien auf 4.000 Aktien erhöht. Motiviert hat mich dazu die Bekanntgabe vorläufiger Geschäftszahlen für das vergangene Jahr. Danach wurde das eigene Gewinnziel übertroffen und angekündigt, erstmals eine Dividende zu zahlen. Damit ist mein Investmentcase vorerst aufgegangen und ich bin gespannt, wie hoch die Dividende dann wirklich sein wird. Nach dem Zukauf (aufgrund der Marktenge aufgeteilt in mehrere Orders) ist das Depotgewicht nun auf 4,8% gestiegen.

Die einzelne Aktie von Canadian National Railway ergänzt meine bisherige Position von 102 Aktien. Erneut habe ich einfach den Bestand in kanadischen Dollar auf dem Währungskonto investiert, um damit die Dividendenerträge für 2026 ein bißchen zu erhöhen. Die erste Quartalsdividende des Jahres wird nun Ende März bezahlt.

Aktienverkäufe

Im Februar habe ich Verkäufe im Dividendendepot in Höhe von 5.267,52 € durchgeführt:

50 Aktien VINCI für 5.267,52 €

Hintergrund des Verkaufs war ein Umschichten in die DFV Deutsche Familienversicherung. Ich wollte dort einfach mehr investieren und habe geschaut, ob ich sinnvollerweise etwas reduzieren kann. Auf VINCI kam ich aufgrund der politischen Unsicherheit in Frankreich. Mein Timing war allerdings sehr schlecht, denn die Geschäftsergebnisse kamen sehr gut an und die Aktie stieg nach dem Verkauf deutlich an. Aber ich bin weiterhin mit 100 Aktien in VINCI investiert und freue mich deshalb auch mehr über den Kursanstieg als dass ich mich über meinen schlechten Verkaufszeitpunkt ärgere.

Dividendenerträge

Im Februar erhielt ich insgesamt 1.161,69 € als Netto-Dividenden. Gegenüber dem Februar 2025 ist das eine Veränderung von +20,25 € (+1,8%).

Dividenden erhielt ich im Februar von:

General Mills: 76,21 €

Siemens Healthineers: 0,74 €

Protector Forsikring: 129,10 €

Realty Income: 37,46 €

Procter & Gamble: 66,36 €

Omega Healthcare Investors: 126,13 €

Siemens: 661,70 €

MSCI Inc.: 38,76 €

Oxford Lane Capital Corp: 25,23 €

Mein neues Dividendenziel für 2026 habe ich hier veröffentlicht und auch alle Dividenden des Jahres 2025 analysiert.

Crowdinvesting

Über meine bisherigen Erfahrungen mit Crowdinvesting hatte ich 2020 ausführlich berichtet. Im Februar erhielt ich 31,49 € Zinsen aus meinem Crowd-Portfolio. Die Zahlungen stammten von ecoligo und zusätzlich wurden noch 74,81 € getilgt.

Mein Portfolio ist aktuell noch 2.122,48 € groß: Ich habe ursprünglich 500 € bei Bergfürst, 1.100 € bei Engel & Völkers Digital Invest und 4.600 € bei ecoligo investiert. Davon wurden seit 2022 1.000 € bei Engel & Völkers Digital Invest (davon 45 € Ausfall), 2.777,52 € seitens ecoligo und 300 € bei Bergfürst (davon 10 € Ausfall) getilgt.

Ich bin hier nur noch auf Rückzahlungen aus und tätige schon seit längerer Zeit keine Neuinvestments mehr.

Depotperformance

Mein Dividendendepot hat sich im Februar mit +3,4% sehr positiv entwickelt und den guten Start ins Jahr bestätigt. Der Depotwert per Ende Februar beträgt 578.168 €.

Die Top-Werte im Dividendendepot im Februar kamen geschlossen aus Japan: Nippon Sanso (+27,5%), Sompo Holdings (+17,1%) und Marubeni (+17,1%).

Schwächste Werte im Februar waren Novo Nordisk (-37,5%), Oxford Lane Capital (-26,8%) und FS KKR Capital (-20,9%).

Die Volatilität meines Dividendendepots lag im Februar bei 2,5%.

Anti-Depot

Mit dem Anti-Depot verfolge ich mit Echtgeld eine abweichende Anlagestrategie. Nach starken Schwankungen (2021: +40,8%, 2022: -58,8%, 2023: +16,4%) habe ich das Depot in den letzten beiden Jahren stabilisiert (2024: +8,3%, 2025: +5,2%).

Im Februar habe ich mich von den Aktien von Bauer und tick Trading Software getrennt. Es gab jeweils keine unternehmensspezifischen Gründe dafür, ich war einfach auf der Suche nach Kapital für meine Käufe im Dividendendepot.

Im Februar erzielte das Anti-Depot ein Plus von 1,4%.

Die Volatilität des Anti-Depots lag im Februar bei 2,8%.

Zitronen-Depot

Das Zitronen-Depot und seine besondere Strategie habe ich hier ausführlich vorgestellt. Dort findest Du auch die aktuelle Zusammensetzung. Ich baue mir langfristig ein Portfolio von Nachbesserungsrechten auf und erhoffe mir durch die Spruchverfahren eine risikoarme Zusatzrendite in einigen Jahren.

Im Februar wurden die Aktien von artnet ausgebucht und auch bei OTRS ist die Handelsregistereintragung inzwischen erfolgt. Ein neues Squeeze-Out-Verlangen gab es im Februar bei capsensixx.

Das Volumen meiner Nachbesserungsrechte liegt nun bei 230.851,73 €.

Die Entwicklung des Nachbesserungsvolumens dokumentiere ich auf einer eigenen Seite.

Das Depot erzielte im Februar eine Monatsperformance von -4,0%.

Divantis-Community-Depot

Mit dem Preisgeld des finanzblog awards 2024 haben wir das Divantis-Community-Depot aufgesetzt. Über die Entwicklung des ersten Jahres hatte ich hier ausführlich berichtet. Das Depot schloss den Februar mit +5,5% ab und liegt damit seit Jahresbeginn nun bei +7,8%. Der Cash-Anteil liegt bei 0,3% (=9,32 €).

Im Februar habt Ihr hier entschieden, dass der iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE) – EUR DIS neu in das Depot gekauft werden soll. Das habe ich natürlich prompt umgesetzt und der Kauf hat seitdem schon einen positiven Wertbeitrag geliefert. Zur Dokumentation hier noch die Kaufabrechnung:

Abrechnung Kauf iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE) - EUR DIS im Februar 2026
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Das Divantis-Community-Depot kannst Du direkt über diesen Link aufrufen und Dir alle Details anschauen. Es ist in die Depotverwaltungs-Software Parqet eingepflegt. Auch Du kannst Deine Wertpapierpositionen dort tracken und hast dann einen Überblick über Deine individuelle Performance.

Parqet kannst Du mit vielen Grundfunktionen kostenlos nutzen. Für Premium-Funktionen gibt es die Möglichkeit, ein kostenpflichtiges Abo abzuschließen. Wenn das für Dich interessant ist, dann erhältst Du mit dem Code BENWARJE einen Rabatt von 10% für die ersten 12 Monate.

Die komplette Vermittlungsprovision für einen solchen Abschluss fließt in das Divantis-Community-Depot.

Immobilie

Über meine Wohnung in Leipzig habe ich zuletzt mit einem Update berichtet. Nach Abzug der Gebühr für die Sondereigentumsverwaltung erzielte ich im Februar Mieteinnahmen von 940,17 €. Ich hatte Grundsteuer in Höhe von 61,88 € zu zahlen. Das Hausgeld beträgt 284,00 €. Für den Immobilienkredit zahlte ich Zinsen in Höhe von 227,82 €. Ich hatte damit in diesem Monat einen Nettoerlös von 366,47 €.

Aufgrund der hohen vereinbarten Tilgung des Kredits habe ich jedoch einen negativen monatlichen Cash-Flow. Die monatliche Annuität liegt bei 1.216,80 € (Zins & Tilgung) und ist bis 30.09.2028 fest vereinbart (Zinssatz: 1,24%).

Dafür sinkt die Verschuldung der Wohnung stetig, sie liegt zum Ende Februar bei 214.343,12 € (bei einer Wohnungsgröße von 77,3 qm und zusätzlich einem Stellplatz). Das entspricht einer Verschuldung je qm-Wohnfläche von 2.772,87 €.

Um mich auf die voraussichtlich deutlich höheren Zinsen gegenüber meiner bisherigen Finanzierung ab 2028 vorzubereiten, habe ich einen Sparplan in das iBonds-Produkt mit Fälligkeit im Dezember 2027 angelegt, den ich mit monatlich 100 € bespare. Darüber habe ich hier ausführlich berichtet. Bei bisher eingezahlten 2.900 € liegt der Depotwert dieses Sparplans zu Ende Februar bei 3.025,33 €.

Im Februar hat zudem der bisherige Mieter das Mietverhältnis gekündigt. Ein neuer Mieter konnte direkt gefunden werden und die Miete bei der Neuvermietung auch angepasst werden (von 9,25 € auf 10,25 € / qm). Leider muss ich aber nach 4 Jahren nun wieder eine Maklerprovision von 2,38 Monatsmieten bezahlen. Das wird den März entsprechend belasten.

Dividendenveränderungen

Im Februar wurden bei meinen Depottiteln folgende Dividendenveränderungen verkündet:

Sandoz: Erhöhung der Dividende von 0,60 CHF auf 0,80 CHF (+33,3%)

Fortescue: Erhöhung der Zwischendividende von 0,50 AUD auf 0,62 AUD (+24,0%)

Unicharm: Erhöhung der Halbjahresdividende von 9 JPY auf 11 JPY (+22,2%)

Munich Re: Erhöhung der Dividende von 20,00 € auf 24,00 € (+20,0%)

Marubeni: Erhöhung der Schlussdividende von 50 JPY auf 57,50 JPY (+15,0%)

Allianz: Erhöhung der Dividende von 15,40 € auf 17,10 € (+11,0%)

Veolia: Erhöhung der Dividende von 1,40 € auf 1,50 € (+7,1%)

VINCI: Erhöhung der Schlussdividende von 3,70 € auf 3,95 € (+6,8%)

Novartis: Erhöhung der Dividende von 3,50 CHF auf 3,70 CHF (+5,7%)

DEFAMA: Erhöhung der Dividende von 0,60 € auf 0,63 € (+5,0%)

Deutsche Börse: Erhöhung der Dividende von 4,00 € auf 4,20 € (+5,0%)

PepsiCo: Erhöhung der Quartalsdividende von 1,4225 US$ auf 1,48 US$ (+4,0%)

Coca-Cola: Erhöhung der Quartalsdividende von 0,51 US$ auf 0,53 US$ (+3,9%)

Canadian National Railway: Erhöhung der Quartalsdividende von 0,8875 CA$ auf 0,915 CA$ (+3,1%)

L’Oréal: Erhöhung der Dividende von 7,00 € auf 7,20 € (+2,9%)

Cisco: Erhöhung der Quartalsdividende von 0,41 US$ auf 0,42 US$ (+2,4%)

Novo Nordisk: Erhöhung der Schlussdividende von 7,90 DKK auf 7,95 DKK (+0,6%)

FS KKR Capital: Senkung der Quartalsdividende von 0,70 US$ auf 0,48 US$ (-31,4%)

Kurzer Ausblick auf den März 2026

Natürlich werden alle Augen erstmal auf den Nahen Osten gerichtet sein. Wie massiv wird der Angriff von Israel und den USA auf den Iran diesmal sein? Wird es „nur“ zu einer Zerstörung strategischer Anlagen kommen oder tatsächlich zu einem Regimewechsel? Und zu welchen Gegenschläge ist der Iran in der Lage? Und wie positionieren sich Russland und China, wenn es zu einer nachhaltigen Veränderung der Kräfteverhältnisse kommt? Und nutzt China womöglich die Vorlage und greift nach Taiwan?

Fragen über Fragen, die wir noch nicht beantworten können und die deshalb für eine erhöhte Volatilität sorgen können. Mein persönliches Szenario sieht aber eher einen begrenzten Einfluss auf die Märkte an. Zu groß ist die militärische Überlegenheit der USA an der Seite Israels. Und zu klar waren die Truppenverstärkungen in den letzten Wochen sichtbar. Der Angriff ist nun keine Überraschung gewesen und wenn es sich nicht zu einem Flächenbrand ausweitet, wird sich alles innerhalb der ersten Handelswoche wieder beruhigen.

Innenpolitisch werden wir im März mit den Landtagswahlen in Baden-Württemberg (8. März) und Rheinland-Pfalz (22. März) möglicherweise Signale für die künftige Wirtschafts- und Energiepolitik erhalten. Dies kann zu einer Volatilität bei inländischen Werten, besonders bei Versorgern und Infrastruktur, führen.

Ansonsten stehen wieder Zinsentscheidungen der Fed, der EZB und der Schweizer Nationalbank an. Allgemein sind hier aber keine Erwartungen an Zinssenkungen eingepreist.

Größere Transaktionen plane ich für den März nicht. Ich freue mich auf einige größere Dividendenzahlungen meiner Medizintitel Johnson & Johnson und Novartis. Mit 50% bzw. 33% Kursgewinn in den letzten 12 Monaten haben sie glücklicherweise den Kursverlust bei Novo Nordisk (-63%) egalisiert. Und genau die Aktie könnte bei einem weiteren Kursrückgang für mich auch wieder interessant werden. Im Januar hatte ich meine Position bei einem Kurs von 54,50 € um 100 Aktien reduziert. Jetzt könnte ich mit dem Verkaufserlös schon 170 Aktien „zurückkaufen“. Aber ehrlicherweise fehlt mir im Moment die Phantasie, dass sich der Aktienkurs schnell wieder erholt. Und ohne solche kurzfristigen Perspektiven bleibe ich lieber „nur“ mit meinen 300 Langfrist-Bestand-Aktien investiert. Aber es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, dass meine Depotposition erstmals seit 5 Jahren nur noch einen vierstelligen Depotwert aufweist. Schließlich war sie noch vor 2 Jahren (bei ebenfalls 300 Aktien) meine zweitgrößte Depotposition.

Aber das bestätigt wieder einmal die Notwendigkeit von Diversifikation: eine Aktie im Depot fällt deutlich zurück, dafür steigen andere Titel deutlich an. Und unterm Strich steigt der Depotwert.

Wie hast Du den Februar erlebt? Und welche Pläne hast Du für den März? Lass uns in den Kommentaren miteinander diskutieren!

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Kommentare

55 Kommentare zu „Ein grandioser Monat entlässt uns mit Unsicherheit in den März“

  1. Avatar von sonny
    sonny

    Hallo Ben,

    Mit welcher Dividendenhöhe rechnest du bei der DFV? Bzw. mit welcher Höhe wärst du zufrieden? Ich frage, da du ja wirklich viel investiert hast.

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Sonny,

      angekündigt war eine Vollausschüttung des Gewinns, allerdings bei einer niedrigeren Prognose. Ob sie jetzt bei deutlich höherem Gewinn einen Teil in die Rücklagen einstellen, werden wir sehen. Meine Erwartung liegt deshalb konservativ bei 0,30 € Dividende, meine Hoffnung geht bis 0,60 €. Und die Dividende kann steuerfrei aus dem Einlagenkonto ausgeschüttet werden.

      Viele Grüße Ben

  2. Avatar von Thomas
    Thomas

    hatte ein gutes Gefühl für den Februar und gestern Abend erst bei PP nachgesehen:

    mein Februar 2026 plus 6,7% up. Ja, es stimmt.

    Top 3 Harbin Electric, Fujikura und Samsung.
    Dann Ahold Delhaize, Comfort Systems, Vertiv Holdings, Weichai Power, BHP, SK Hynix stark..

    ansonsten kein spezielles Bild über das hinaus, was ich sonst immer schon so schreibe.
    Außer das vielleicht 3/4 grün sind und lediglich ein Viertel vom Depot rot ist. Relativ gut.
    Zu Novo Nordisk ist alles gesagt.

    Witzigerweise ist Bens jetzt mehr ETF lastiges Communitydepot auch recht gut im Februar gestartet

    zu den aktuellen Themen hat Ben das meiste schon angerissen, von mir noch ein paar weiterführende Gedanken.

    Die aktuell größte Frage ist, wie lange das im Iran dauert. Derweil gibt es Nahen Osten noch sehr viel (auch und vor allem wirtschaftlich) Porzellan zu zerschlagen.
    Die Angriffe von Iran auf das Burj el Arab, Luxushotels, Flughäfen, Häfen und Luxusviertel in den VAR, Katar, Dubai usw usf. lassen nichts gutes ahnen.
    Auch wenn einen ein sehr ungutes Gefühl bei all der Gewalt beschleicht, können wir es nicht ändern.
    Die Gedanken gehen aktientechnisch zu den Rückversichern: Zitat KI :
    Große Assets (Burj Khalifa, Burj Al Arab, Emaar-Immobilien) haben oft Zusatzdeckungen für Political Violence, Terrorism, Sabotage, Malicious Damage oder War Risks (eingekauft über Spezialversicherer wie Arab War Risks Insurance Syndicate – AWRIS in Bahrain). Diese sind teuer und limitiert – und oft nur für Terrorism/Political Violence, nicht für offenen zwischenstaatlichen Krieg.
    Bei den aktuellen Vorfällen (iranische Raketen/Drohnen als „Vergeltung“ nach US/Israel-Angriffen) zählt das in vielen Policen als Krieg/Hostilities → keine Deckung unter Standard-Policen. Spezielle War-Risk- oder Political-Violence-Extensions könnten greifen, aber:
    Viele Versicherer haben nach Eskalation 7-Tage-Kündigungsfristen für War-Risks ausgesprochen (ähnlich wie 2019/2025 bei Hormuz-Krise).
    Prämien explodieren (50–100 %+ für Political Violence in der Region).
    Re-Rückversicherer (z. B. Munich Re bei Emaar) prüfen genau, ob es „Krieg“ oder „Terror“ ist.
    Zitat Ende.
    Am Ende steigen die Prämien…

    Öl wird wohl sehr teuer, wenn das alles länger andauert… mit wirtschaftlichen Folgen ??
    Gold setzt unbeirrt seinen Aufwärtstrend fort.

    BTC ist im Risk Off Modus eher uninteressant. Für mich weiter nicht interessant.

    Wir müssen mit höherer Volatilität und starken Abschlägen in den „falschen Assetklassen“ rechnen

    Wieder beschleicht einen das ungute Gefühl, das Gewalt langsam wieder in Mode kommen könnte, der Blick geht nach China, wie verhalten die sich jetzt. Fangen die jetzt auch noch an?

    Auf der anderen Seite sitzt in „Kriegszeiten“ wieder das Geld der Staaten (Griff in die Staatskasse, Druckerpresse, Kriegsanleihen usw) sehr locker, es werden schnell Sonderanleihen und sonstige Sonderschulden aus dem Boden gestampft und die Geldmenge wird auf wundersame Weise schnell vermehrt mit der Folge schnell steigender Assetpreise, vorausgesetzt man hat die „richtigen“ Assets.
    Die Inflation wird uns zuverlässig steigende Preise bescheren.

    Also die Rüstungsindustrie bleibt global weiter stark und stark nachgefragt.

    Ansonsten treibt KI unbeirrt weiter voran, hier wären zur Zeit (noch) hidden Bottlenecks, wo demnächst die Nachfrage das physische Angebot deutlich übersteigt und die Produktion nicht hinterherkommt.
    Hier wären folgendes zu nennen in loser Reihenfolge. Kupfer und nochmals Kupfer für alle möglichen unendlich vielen elektrischen Leiter. Glasfaser als Ersatz für Kupferkabel auch aus thermischen Aspekten (Glasfaser wird nicht heiß).
    Stromversorgung und nochmals Stromversorgung. Kühlung von Datencentern hier hat Vertiv Holdings ein stärkeres Alleinstellungsmerkmal.
    Speicherbausteine und nochmals Speicherbausteine, SK Hynix und Samsung sind auf Jahre fast ausverkauft.

    Grosse Stromgeneratoren/Transformatoren werden in rauhen Mengen gebraucht, wie sie gar nicht produziert werden. Hier profitieren ABB Ltd, Siemens Energy, Cummins, GE Vernova (GEV) – einer der wenigen großen US-Transformatoren-Hersteller, profitiert massiv von den Aufträgen der Utilities + Hyperscaler.
    Eaton (ETN), Schneider Electric, aber GEV gilt als „purest play“.
    Indirekt: Quanta Services (PWR) für den Grid-Bau.
    Stichwort Gridtechnology…

    Glückwunsch übrigens an Matthias von Mitzlaff zu Caterpillar, die btw auch sehr große Dieselgeneratoren produzieren…

    Leider gibt es zu diesen hidden Bottlenecks in China so gut wie gar nichts für den kleinen deutschen Anleger zu kaufen…. außer dem was ich schon habe.

    So reicht erstmal.
    Schönen Sonntag @all.

  3. Avatar von Tobs
    Tobs

    Hallo Ben,

    es ist eine Philosophiefrage und das entscheidet jeder für sich selbst.

    Aber eines kann ich Dir sagen: Ich bin auch heute mir immer noch nicht zu fein dafür, die Vermietung meiner Wohnungen selbst durchzuführen.

    Ich bezahle keine >2 Monatsmieten um dann in der Regel einen fettgefressenen Kater als Makler zu bekommen, der eher an einer schnellen Vermietung als an dem Interesse des Auftraggebers interessiert ist. Die 10,25 Euro/QM – ohne dass wir hier den Standort der Wohnung kennen – klingt für auch für Leipziger Verhältnisse bei einer sanierten Stil-Altbauwohnung eher underrent. Zumal Du ja bald eine Anschlussfinanzierung zu deutlich anderen Konditionen hast, lohnt es sich, für den Cashflow selber die eine oder andere kleinere Extra-Meile zu gehen.

    Ich glaube, ich hätte das einfach in ein Portal gestellt, einen gesammelten Besichtigungstermin vereinbart und hätte mich dann in den ICE / das Auto gehockt, den Mieter auserkoren und hätte das Ganze dann mit einem netten Ausflug (vielleicht mit Familie) und einem Abendessen in Leipzig verbunden…. :-)

    P.S.: Unicharm zieht die Dividende um 22 Prozent an, wie Du schreibst. Fiel mir dieses Mal gar nicht auf. Unicharm verdient eigentlich noch eine Unternehmensvorstellung auf Deinem Block… :-)

    So, mit einer hoffentlich nicht zu übergriffigen Bemerkung zu Deiner Vermietungs-Action und einem Unternehmens-Vorstellungswunsch hinterlasse ich hoffentlich an diesem sonnigen Sonntag keinen zu kecken Eindruck! :-)

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Tobs,

      ähnliche Gedanken hatte ich auch zur Neuvermietung. Aber die Bequemlichkeit hat gesiegt. Und es soll ja insgesamt ein eher passives Investment sein. Meine Zeit ist auch etwas wert und ich hätte bei Eigenvermietung nur die Fahrtkosten und Übernachtung steuerlich absetzen können. Die Maklerprovision kann ich natürlich voll absetzen. Der letzte Mieter blieb 4 Jahre in der Wohnung, jetzt hole ich durch die Mieterhöhung die Maklerprovision nach 2 Jahren wieder rein. Ich hoffe natürlich, dass ich dann nicht so früh den nächsten Mieterwechsel haben werde.
      Der Mietpreis war eine Empfehlung des Maklers und verlängert die Mietdauer hoffentlich auch etwas.

      Viele Grüße Ben

    2. Avatar von Medicus
      Medicus

      Hallo Tobs, hallo Ben,
      sehe das genauso wie Tobs- das nützliche mit dem Angenehmen verbinden und von der Steuer absetzen….
      Kann aus Sicht des ehemaligen Mieters (der nur ein einziges mal einen Makler bezahlt hat, damals 1 1/2 KM, etwa 400DM) nur sagen, dass ich die besten Vermieter immer via Suchanzeige in einer großen lokalen Tageszeitung gefunden hatte. In der Stuttgarter Zeitung oder der SZ für Stuttgart und München: Arzt sucht Wohnung- es haben sich immer angenehme Vermieter gemeldet, die keinen Bock auf Makler und Besichtigungs- Rummel haben, einen verlässlichen Mieter suchten und auf ein „angenehmes Mietverhältnis“ Wert gelegt haben. Hat für beide Seiten stets zur vollsten Zufriedenheit funktioniert.
      Meine Erfahrungen mit Maklern aus Mietersicht sind grottig: Die Krönung war ein Makler, der mich und einen weiteren Interessenten zu einer Wohnung bestellt hat und selbst nicht erschienen ist- telefonische nicht erreichbar, hatte sogar die Dreistigkeit, sich einige Tage danach nochmals bei mir zu melden….auf diese Art von „Dienstleistung“ verzichte ich gern und bin auch nicht bereits, diesen sog. Berufsstand auch noch finanziell zu unterstützen.
      Hätte ich eine vermietete Immobilie, würde ich mich selbst kümmern. Meine Immobilie ist der VanEck Global Real Estate Dist- eine kleine Garage gehört mir schon und Leerstand ist überschaubar :-) Auch das „Mietverhältnis“ würde ich als angenehm bezeichnen…

    3. Avatar von Martin
      Martin

      Hallo Medicus,

      nur leider funktioniert das mit der Tageszeitung heute nicht mehr. Das lesen schlichtweg zu wenig Leute. Und bei „Kleinanzeigen“ machen leider zu viele deine Methode…

  4. Avatar von BörsenHai
    BörsenHai

    Der Februar lief überraschend gut (+5,5%).
    Ich habe zwei Chanceaktien zugekauft in kleinen Portionen: Krones und Storebrand.
    Keine Empfehlung!!!!!!!!
    Und wer sich erinnert: ich fragte Ben damals, wieso einen neuen Versicherer (Protector) und mache jetzt dasselbe? Packen wir das unter „Spieltrieb“. ;)

    Leider Ahold nicht im Januar gekauft. :( Hat jemand eine Fahrradkette für mich? ;)
    Aber selbst beim jetzigen Kurs (+ 7 €) überlege ich mir, von den Märzdividenden Ahold aufzustocken. Aber hier ist denke ich etwas Geduld gefragt und wenn man hinschaut wäre Munich Re mit 1,5% höherer Rendite selbst heute scheinbar attraktiver.
    Die Versicherungswerte sind bei mir aber bereits deutlich höher in Prozent des Gesamtinvest; nach Dividenden kommen Finanzen, Industrie, IT, … . Basiskonsum und Health sollten an sich aufgestockt werden. Deren Steigerungen sind allerdings mäßig.

    Die höchsten Kursgewinne fuhren die Industrieaktien im Februar ein (+9%).

    Derzeit überlege ich tatsächlich mein Depot zu bereinigen um Aktien, deren Div-Wachstum aus heutiger Sicht „schwächelt“. Unter den Kandidaten ist auch z.B. eine Air Liquide oder Abbott Lab. Nicht wundern, ich wunderte mich auch.
    So ist das aber nun mal, wenn man rein nach Zahlen geht und nicht nur nach dem (rechnerischen) Investmentgewinn. Ein paar Verlustvorträge existieren noch.
    GE mit allen „überschriebenen“ Aktien wurden verkauft, die Positionen waren lächerlich klein und die Gewinne fallen unter „vor 2009“.

    ADP war übrigens mein größter „Knallbonbon“ im Februar. :)
    Franklin India ETF wird bald 1% erreichen und dann der Sparplan erstmal gestoppt werden (leichtes Plus) .

    2026 rechne ich mit 6% Div-Steigerung.

  5. Avatar von Chrischaan
    Chrischaan

    Herzlichen Glückwunsch Ben zu diesem guten Monat!

    Ein Gedanke zu der einen Aktie von CNI. Ich vermute, die hast du bei Interactive Brokers liegen, da sie vorher in deinem Optionsdepot geführt war. Die schütten die Dividende „leider“ in Orginalwährung des Unternehmens aus. Was wiederum nicht viel ausmacht wenn du das Unternehmen sowieso an der Heimatbörse gekauft hast.

    Gleichwohl habe ich ein interessantes Feature entdeckt (habe auch einen signifakenten Teil meines Depots bei IB): IB ermöglicht es die einzelnen Kauftranchen zu sehen („View Lots“) und auch zu handeln. Ich bin also gar nicht gezwungen, FIFO zu verkaufen sondern kann steueroptimiert auch die Lots verkaufen, die weniger oder gar keinen Gewinn aufweisen. Wahrscheinlich kennst du dieses Feature, aber evtl. ist es für den einen oder anderen interessant.

    Was ich auch noch an IB mag: Bei ETFs kann man sich ziemlich viele Fundamentaldaten anzeigen lassen (bspw. mittleres KGV oder 3/5-Jähriges Gewinnwachstum etc.). Und man hat den Zugriff auf die Bewertungen von Morningstar (auch für Einzeltitel) kostenfrei dabei.

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Chrischaan,

      Deine Vermutung ist zutreffend. CNR liegt bei Interactive Brokers und deshalb hatte ich auch keine weitere Verwendung für den CAD-Cashbestand und habe einfach eine einzelne Aktie gekauft. Das Feature View Lots kannte ich noch nicht, das ist auf jeden Fall interessant für die Zukunft. Jetzt wäre nur noch die Frage, ob das deutsche Steuerrecht das akzeptiert. Aber da es bei verschiedenen Depots ja funktioniert, dürfte es auch bei der Lösung von IB vertretbar sein, den Gewinn entsprechend zu optimieren. Natürlich keine Steuerberatung.

      Viele Grüße Ben

    2. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hallo Chrischaan,

      mir gefällt Interactive auch sehr.
      Wenn die Anteile in einem Interactive Account liegen hast, dann verhindert View Lots die FIFO-Versteuerung nicht.

    3. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      @Hansi: Das heißt, ich dürfte eigentlich gar nicht in der Nicht-FIFO-Reihenfolge verkaufen? Lt. dt. Steuergesetz?

    4. Avatar von Hansi
      Hansi

      Du kannst die Lots verkaufen, wie du möchtest. Das ist steuerlich egal, wenn Interactive es anbietet. Alles ok.

      Interactive erstellt ja auch einen German Tax-Report. Was die das ausweisen, weiß ich nicht. Für Interactive mache ich mir für jeden Trade einen Eigenbeleg mit EZB-Referenzkurs ( falls vorhanden) . Die Ergebnisse ermittele ich für jede Position selber und nimm meine Werte für die Steuer. Die IAB-Jahresübersicht dient für mich nur als Verprobung.

      Auch die Quellensteuer muß man selbst den nicht anrechenbaren Anteil herausrechnen.

      Wenn man Geld auf den Währungskonten USD, etc liegen lässt, dann muß selbst Währungsgewinne bzw Währungsverluste ermitteln. Jede Anschaffung von Aktien ist eine Veräußerung USD und jede Veräußerung von US-Aktien ist Anschaffung von USD. Wenn nach Verkauf von 100 Aktien A je 120 USD Geld für 1,20 USD/€ da 12.000 USD liegen und zwei Monate später kaufst 100 B-Aktien für 120 USD, aber USD 1,30/€, dann hast du in den 2 Monaten einen Währungsverlust von ca. 770€ , die als sonstige Einkünfte zu erklären sind, die nicht mit Kapitaleinkünfte verrechnet werden dürfen. Es sind dann Devisengeschäfte < 1 Jahr, die Verluste können nur mit anderen Sonstigen Einküfte verrechnet werden oder werden vorgetragen. Die Interactive Devisenliste ist leider in großen Teilen für die Tonnen, weil die auch Dividenden berücksichten, die aber keine Anschaffung darstellen und nicht berücksichtig werden dürfen.
      Das kann man alles nur selbst ausrechnen, alles andere wäre nicht wirtschaftlich. Ein Steuerberater wäre vermutlich viel zu teuer diesen Quatsch zu ermitteln , der sich ggf. niemals verrechnen lassen wird.

      Solange man alles über Euro-Konto macht und Währungen bei Veräußerung sofort in € wechselt, hat man mit steuerlichen Devisenergebnissen nichts am Hut.

      Viele lassen Verluste vermutlich verfallen oder vergessen größere Devisengewinne anzugeben. Aber keine Sorge da mußt schon 1.000 € Devisengewinne p.a.schaffen.

      Leider alles nicht steuereinfach.
      Ist leider bei allen Auslandsdepots so.

    5. Avatar von Hansi
      Hansi

      Wenn dein IAB Konto aber verzinst wird, dann wird das ganze richtig irre.

      Wenn da 770€ oder generell weniger Verluste machst, frag einen Steuerberater ob die Währungsgeschäfte des USD-Konto nicht Kapitaleinkünfte sind und nicht mehr sonstige Einkünfte.
      Siehe BMF-Schreiben vom 14.Mai 2025 zur Abgeltungssteuer Rn. 129b-131 !!

      Das ist kompletter Irrsin, wenn es nicht als Zahlungskonto eingestuft wird.

      Szenario 1: Guthaben unter 10.000 USD keine Verzinsung

      Währungseskapaden sind Sonstige Einkünfte

      Szenario 2: Guthaben 10.000 USD kleine Verzinsung

      Währungseskapaden sind pos. oder neg. Kapitaleinkünfte

      Was ist wenn man mal drüber mal darunter ist.

      Also Ziel der Finanzverwaltung ist ab 2025 alle Tagesgeldkonten in ausl. Währung als Kapitaleunkünfte zu erfassen.

      Alle Posts von mir sind keine Steuerberatung.
      Sieht bitte das BMF-Schreiben vom 14. Mai 2025 selber.

  6. Avatar von Martin
    Martin

    Hallo Ben,

    ich bin schon echt gespannt, wie du die 16.343 Euro im Zitronendepot aufgeteilt hast. Ich vermute der größte Teil ist in centrotherm international?

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Martin,

      fast richtig. ;) Die Position in Tele Columbus ist größer und ich hoffe, dass ich es nicht bereuen werde…

      Viele Grüße Ben

  7. Avatar von Kay
    Kay

    Hallo Ben,

    du hattest doch neulich geschrieben das du aus TI raus bist,und das du darüber noch etwas schreiben wirst.
    Kommt da noch etwas oder hab ich das evtl. übersehen?

  8. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    … und von mir auch gleich noch eine Frage …

    Wieso nutzt Du bei quirion einen Sparplan? Für den kleinen Geldbeutel macht das Sinn, aber für die Verwaltung eines größeren Anlagenvolumen wohl eher nicht. Die Aufgabe des Roboadvisors ist ja gerade, marktkonform mit allen zur Verfügung stehenden KI-Tools zu agieren. Die Strategie des Cost-Average-Effektes, wie beim Sparplan hie und da als sinnvoll erachtet, wird aber durch eine die Strategie des Roboadvisors überlagert. Doppelt hält hier sicherlich nicht besser.

    Gruß Frank

    1. Avatar von Andreas
      Andreas

      Nun bin ich zwar nicht Ben – aber ich meine mich zu erinnern, dass seine Wahl auf quirion auch so eine Art „Benchmark“ ist. Also mal zu sehen wie sich sein Handeln dazu niederschlägt. Irgendein Kommentar ganz am Anfang lässt mich das erinnern. Hoffentlich liege ich das richtig. Und mit eigenem Geld ist das doch immer etwas persönlicher also nur ein „hätte-wäre-wenn“-Vergleich mit Indices die man nicht gekauft hat. Vielleicht war auch eine der Kundenwerbungsaktionen Mitgrund dafür ;-)

      Zu quirion: Ich mag mich mal aus dem Fenster lehnen und gerade quirion nicht als einen KI-Robo titulieren. Wenn man die Quirinbank und dessen Gründer so verfolgt, dann stehen die doch sehr stark für ein prognosefreies Investment diesbezüglich. Also regelbasiert, nicht KI-getrieben… und dann ist der Robo dort eben ein „Welt-Portfolio“ (mit oder ohne ESG) plus Anleihen, bestimmt nach dem eigenen Anlagehorizont und Risikobereitschaft mit der Bequemlichkeit sich um nix kümmern zu müssen (Stichwort Rebalancing, Fondauswahl, etc).

    2. Avatar von Ben Warje

      Du bringst es auf den Punkt, lieber Andreas. Ohne die Werbeprämie hätte ich es wahrscheinlich nicht abgeschlossen. Ich wollte am Anfang das eine Jahr den Sparplan laufen lassen und die Prämie mitnehmen. Und die Performance des Robos gegen meine Eigenanlagen tracken. Die war dann so konkurrenzfähig, dass ich den Sparplan weiterlaufen ließ. Und mich dann über die nächste Aktion (diesmal für Bestandskunden) freute und demnächst die nächste Prämie erhalte. Bei einer Einmalanlage hätte ich das nicht bekommen und – so ehrlich bin ich zu mir selbst – auch sicherlich eine Einzelaktie gehabt, die ich dann lieber für den größeren Betrag der Einmalanlage gekauft hätte. Aber der Sparplan mit 25 € im Monat und inzwischen 50 € tut nicht weh und mittlerweile ist ja auch schon ein spürbarer Betrag zusammengekommen.

      Viele Grüße Ben

  9. Avatar von Hansi
    Hansi

    Herzlichen Glückwunsch allen
    zu diesen grandiosen Monat.
    Bei mir waren es 5,5%.
    Wie schon im Vormonat gesagt, wäre ich zum Jahresende mehr als zufrieden, wenn ich das Ergebnis der ersten beiden Monate (=2/3 des Vorjahresgewinn) irgendwie halten kann.
    Meine Titelreduzierung ging im Februar weiter, so das ich von über 180 Titeln wieder auf 150 Titel reduziert habe.
    Der Wert wird auch zukünftig meine absolute Obergrenze bleiben. Meine Absicht ist die Titelanzahl noch ein bisschen weiter zu reduzieren.
    Neu gekauft habe ich Walt Disney, Wolters Kluwer und Capcom.
    Aufgestockt habe ich Novo Nordisk, Salesforce, Coty, Stellantis, Gerresheimer, Hikma, Sadafco, Hamborner Reit und Indofood.
    Ahold, United Overseas, Axa, Lynas, Citizen Watch, Hershey, Beiersdorf, Sirius XM, Edgewell, AP Moeller, Evonik, Universal und Brown-Forman flogen aus dem Depot. In 9/10 fällen stiegen meine verkauften Aktien Tag oder Tage später stark an. Das anscheinend so eine Art Hansi-Straffaktor. Wenn ich eine Position schließe, dann ist der beste Tipp, sie zeitgleich zu kaufen und 1-3 Tage später einen schönen 5-10% Gewinn mit dem Hansi-Gedächtnistrade einzufahren.
    Banken, Versicherungen, Einzelhandel und Hongkong/China sind nun vollständig aus meinen Depots raus.
    Wie Ben mit Novo beschreibt, ist es ärgerlich, wenn durch halten eine großer Gewinn versäumt wurde. In meinem Depot gibt es auch weniger dramatische Beispiele und noch einige zyklische Schwergewichte, die sich von Top-Gewinnbringer bei einem Abschwung zu Desaster verwandeln könnten. Zykliker sind immer so ein Drama mit dem Ausstieg, man möchte einen möglichen Superzyklus nicht verpassen und den Gedanken “ Verkauf endlich, ist schon alles dreifach im Kurs drin“. Aber dann hat man das Drama 25% Abgeltungssteuer und immer noch 3-4% Dividendenrendite weg. Verluste zum Gegenrechnen hab ich keine, weil der Gewinn einer Ankerpositon die Verluste aller negativen Trades locker übertrifft. So bleiben nur mögliche Teilverkäufe, die man schon längst, viel zu früh, gemacht hat.
    Wann und wie Verkaufen, das ewige Dilemma, um das sich ETF-Halter keine Gedanken machen müssen. Halten ist vermutlich immer King, selbst bei Zyklikern die richtige Lösung, solange Cash-Flow und eine nette Dividende von 3%+ abgeliefert wird. Hätte bei meinem Neustart nie gedacht, dass zyklische kapitallastige Aktien meiner größten Gewinnbringer sein könnten.

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Hansi,

      es tut mir leid, dass der Hansi-Straf-Effekt zutrifft.
      Es gibt aber auch einen BörsenHai-Straf-Effekt. ;)
      Mach Dir nachträglich keine Gedanken mehr darüber. It’s gone.

      ETF sollte man immer halten. Auch wenn man hört (im Netz), es gibt Leute, die ETF wie Aktien kurzfristig handeln. Aus meiner Sicht vollkommen bl****em.

      Ich kann nur jedem raten, egal wie die Steuersituation ist, kauft, wenn Ihr kaufen wollte, verkauft, wenn ihr verkaufen wollt. Wer rein nach der Steuerersparnis handelt, verliert mehr Geld auf Dauer; auch wenn kurzfristig Kapital fehlen sollte wegen der Besteuerung, scheint man ja unzufrieden zu sein.

  10. Avatar von Andreas P.
    Andreas P.

    Mein Bilanz YTD 2026 beträgt lediglich rd. +2%. Monatsauswertungen habe ich bisher nicht vorgenommen. Stattdessen betrachte ich den Verlauf unterjährig quartalsweise.

    Ursächlich für den kleinen Zuwachs dürften vermutlich einerseits fehlende Kursgewinner und andererseits einige Kursverlierer sein: Habe keine Aktien aus China, Hongkong, Japan, Südamerika, aus dem Bereich KI und anderen Trends (z.B. Rüstung).

    Bin zwar vom Kursrückgang von Novo Nordisk nicht betroffen. Aber der Report des Analysehauses Citrini Research hat in meinem Depot erste negative Spuren bei Software- (Microsoft), Finanz- (Blackstone) und Büroimmobilienaktien (SL Green Realty) hinterlassen.

    Letztlich investiere ich seit einiger Zeit auch nur mit angezogener Handbremse die vereinnahmten Dividenden und Zinsen.

    Viele Grüße

    Andreas P.

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Andreas P.,

      behalte die Ruhe.
      „Time in the market“ ist wichtig. Wenn Du nicht zufrieden bist, analysiere die Papiere. Was jemand anders „erwirtschaftet“ (Buchungsgewinne!!!) ist sekundär. Du musst zufrieden sein. ;)

    2. Avatar von Andreas P.
      Andreas P.

      @BörsenHai,

      ja, ganz richtig. Und aufgrund meines defensiven Anlagestils, mit dem ich mich wohler fühle, darf ich einfach auch keine großen Sprünge erwarten.

      Viele Grüße

      Andreas P.

    3. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Andreas P.,

      den Focus zu erweitern wie Thomas sagt, ist nie schlecht. Lass Dich aber nicht drängen!

      Ich weiß ja nicht wie lange Du auf den Börsen schon investierst. Bedenke eines: CashBack reinvestiert bringt eine exponentielle Kurve.
      Anfangs (3 Jahre oder 5 Jahre) ist es nicht wahrnehmbar. aber nach 10 Jahren spätestens geht es ab.

      Jeder hat seinen eigenen Stil. Nimm einfach alle Infos hier als Anregung.

  11. Avatar von Thomas
    Thomas

    Hi Andreas P.
    warum tauchst Du nicht mit einer kleinen Zehe mal in Asien ein ?
    Singapore hat eine gut verwaltete Währung und bietet Rechtssicherheit.
    Wenn Du nicht weißt, wo anfangen, nimm doch einen AsienETF.
    Diesen wirtschaftlich schnell wachsenden und aufstrebenden Kontinent nicht im Depot abzubilden ist (Achtung Meinung) mit über 50% Wahrscheinlichkeit ein Fehler.

    SL Green Realty leidet doch auch schon länger, das ist doch auch nicht neu…

    Blackstone leidet unter befürchtet aufziehenden Risiken im Private-Credit-Markt (siehe auch Blue Owl),
    haben ein vergleichsweise hohes Exposure in Softwarekrediten und starkes Engagement in Commercial Real Estates. Höher bleibende Zinsen und Büroleerstände drücken.

    Der Risikomix bei Blackstone ist etwas ungünstig in der Häufung. Ein großes Unternehmen kann auch von hoch stark runterkommen.

    meine wirklich unmaßgebliche Meinung wäre, man kann da etwas reduzieren und dafür klein Asien reinnehmen?

    Keine Empfehlung.

    1. Avatar von Andreas P.
      Andreas P.

      Hallo Thomas,

      danke für den Tipp. Die asiatischen Aktienmärkte sind für mich absolutes Neuland. Habe dazu noch keine persönliche Einschätzung entwickeln können.

      Blackstone traue ich zu, dass es gelingt, die Risiken zu minimieren. Angeblich habe man bereits entsprechende Aktivitäten eingeleitet.

      SL Green Realty könnte in der Tat nachhaltig geschädigt werden. Daher habe ich sie jetzt (endlich) verkauft. Den richtigen Ausstiegszeitpunkt habe ich einfach verpasst. Verbuche das unter Lehrgeld.

      Viele Grüße

      Andreas P.

  12. Avatar von Thomas
    Thomas

    Auch wenn sonst das ungute Gefühl bez. Nahost plus Folgen allgemein bleibt,
    so zeigt sich für mich jetzt, das es immer Sinn gemacht hat, strategisch Equinor als haupteuropäischen Gaslieferanten zu halten. Alle Öl und Gasaktien kompensieren die übrigen Rückgänge.
    Mal sehen, wie das alles in zwei bis drei Wochen aussieht…

  13. Avatar von BG
    BG

    Die Teleperformance Aktie ist durch mögliche KI-Risiken auf das Geschäftsmodell vom Ihrem Hoch in den letzten Jahren über 80 % gefallen. Für das Unternehmen bedeutet KI sicherlich große Veränderungen aber auch Möglichkeiten. Am 02.03.2026 hat die Saham Group (Aktionär und gleichzeitig im Aufsichtsrat von Teleperformance) einen Total Return Equity Swap über 355 Mio. € abgeschlossen https://www.businesswire.com/news/home/20260302050688/en/Saham-Group-Executes-a-Total-Return-Swap-on-Equity-to-Increase-Exposure-to-TPs-Formerly-Teleperformance-Share-Capital.

    CF des Unternehmens ist weiterhin stark, Ausschüttungsquote 54 % bei Dividendenrendite > 7 %. Ich bin mit einer kleinen Position eingestiegen. Der Total Return Equity Swap der Saham Group ist doch mindestens ein starker Vertrauensbeweis in das Unternehmen. Was haltet ihr davon? Bin auf eure Meinungen gespannt.
    VG
    BG

    1. Avatar von busico
      busico

      Teleperformance ist meine aktuell größte Verlustposition, noch vor NN. Mein durchschnittlicher Einstieg liegt irgendwo bei 90 Euro. Mein Fehler war, den Laden nur nach seinen Zahlen zu beurteilen (wie war das, man darf jeden Fehler machen, aber nur einmal?). Es gab bei meinem ersten Einstieg schon Merkwürdigkeiten seitens der Insider, aber das hielt sich in Grenzen. Dann kam Klarna und erzählte, sie würden alle Call Center durch KI ersetzen. Seitdem geht es bergab, auch wenn die Call Center von Klarna, na ja, … bescheiden bewertet werden. Das Einzige, was mich aktuell tröstet, ist die DivRendite, aber irgendwann wird die Position meinen Verlustverrechnungstopf auffüllen.
      VG busico

    2. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hallo BG,

      danke für die Vorstellung.
      Kannte das Unternehmen auch noch nicht.
      Bin mit kleiner Position einfach mal rein.
      Von Börsianer zu Tode getragende Unternehmen bieten neben der Möglichkeit des Totalverlust auch oft grandiose Renditechancen an.
      TP nutzen auch mehr und mehr KI und versuchen sich zu transformieren.
      Die Google-KI sieht für die Firma zumindest eine Zukunft. Dann mal schauen.

    3. Avatar von BG
      BG

      Danke für eurer Feedback. Ich hoffe, dass ich in ein paar Jahren dazu nicht da gleiche schreiben kann, wie busico jetzt: „Mein Fehler war, den Laden nur nach seinen Zahlen zu beurteilen“. Aber es ist wie gesagt nur eine kleine Position.

      Nextera habe ich mich schon länger nicht mehr angesehen. Danke für den Tipp @UrsprungsFrank

  14. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Hallo BG,

    auf Deine Frage meinerseits drei Sätze:

    Erstens. Zuckerhut-Chart lässt mich die Lider senken.
    Zweitens. Weißt Du genau, was die Firma macht, damit Du Dir aufgrund der Geschäftsidee eine eigene Durststrecke vorstellen kannst? Ich fürchte auch sie könnten durch KI durcheinandergebracht werden.
    Drittens. Konstruktiver Vorschlag von mir: wie wär es mit Nextera? Der Chart allein ist wie ein Gemälde von Ferdinand Hodler🤓

    VG Frank

    1. Avatar von Matthias von Mitzlaff

      NextEra (NEE):
      Habe ich 2022 begonnen zu investieren. Immer wieder mal verkauft und gekauft (damals war ich noch nervös…).
      Irgendwann dämmerte mir, dass hier ein solides Unternehmen vorliegt, dass für die Zukunft gut aufgestellt ist. Meine Clearway Energy (CWEN) habe ich dann, trotz Dividende, zugunsten NEE rausgeschmissen, irgendwann.
      NEE steht bei mir über 20% im Kurs mit einer für meine Verhältnisse sehr ordentlichen Positionsgröße.
      Schon damals war die Verschuldung nicht sehr schön (aktuell Debt/Equity über 1,7),
      jedoch zeigt mit der Aktienterminal von Traderfox: Gute Qualität (13 von 15 Punkte), ordentliches Wachstum (10) und hohe Robustheit (15).
      Eine Bruttodividende von circa 2,7% bei einem Div.wachstum von über 10% erfreut den Einkommensinvestor.
      Mit Iberdrola meine beiden Versorger-Säulen im Depot.

      Wo der Zug hinfährt ist auch für Semi-Laien wie mich gut sichtbar:
      d) High-End KI mit entsprechender Software und IT-Anwendungen
      c) für d) benötigt man entsprechende Hardware und Infrastruktur
      b) für c) benötigt man entsprechende Energiebereitstellung
      a) für b) und c) benötigt man Maschinen und Prozesse (Industrials) um b) (Versorger) und c) (Hardware) zu bauen.
      Wer also die Kette a) bis d) in seinem Depot abbildet, dürfte für die nächsten 10-20 Jahre zu den Gewinnern gehören. ;-)

  15. Avatar von Thomas
    Thomas

    Mein erster Gedanke zu Téléperformance SE war die Assoziation zu Chegg Inc. Die waren irgendwie mal eine Hoffnung mit diversen Lernmaterialien on demand und sind von KI sowas von gründlich erledigt worden. Nur noch was für schrullige Briefmarkensammler. Sry. Ein Pennystock.
    Der Chart bei Téléperformance SE ist der gleiche. Sie sind zwar krass unterbewertet,
    aber das Geschäftsmodell. Ein bunter Gemischtwarenladen mit Callcentern, Übersetzungsdiensten, Outsourcing und Digitalisierung von Geschäftsprozessen und nichts davon können sie besonders gut. Für jede einzelne Sache gibt es Spezialisten, die das besser draufhaben. Unter dem Stichwort HR oder Outsourcing gibt es hunderte. Wenn dann starker Konkurrenzdruck. Übersetzungen macht KI.
    Sie haben keine Aussicht auf nennenswertes Wachstum in welchem Bereich denn?
    Concentrix Corp ist zum Beispiel auch so ein Tante Emma Laden, der seine beste Zeit an der Börse zum Spinoff 2020 von Synnex hatte und seit dem verliert der Anleger nur noch Geld damit.
    ganz typisches Beispiel für den White-Collar-Bereich.
    Wäre für mich gar nichts. Sry.
    Meinung

    1. Avatar von Matthias von Mitzlaff

      Lieber Thomas,
      Vertiv Holdings und GE Vernova, beide Industrials:
      Wirklich tolle Tipps von dir!
      Immer wieder mal investiere ich gerne in Wachstumsaktien,
      ein All-time-high schreckt mich dabei nicht ab, eher im Gegenteil: Oft ein gutes Zeichen.
      Meinen Kennzahlen-Check haben beide Kandidaten nun bestanden und ich habe begonnen, dort mal einzusteigen.
      Tolle Geschäftsfelder der beiden.
      DANKE für den Tipp dazu!

  16. Avatar von busico
    busico

    Lieber spät als nie … der Februar hat mir 2,2 % gebracht.

    Ganz weit vorne meine beiden Japaner Komatsu und Nissan Chemical. Leider haben sie in den letzten Tagen massiv verloren, aber speziell Komatsu hat dabei Überbewertung abgebaut. Das sah schon nicht mehr gesund aus.

    An zweiter Stelle liegen die Franzosen, welche nicht zuletzt durch Abbau von USA im letzten Jahr Eingang in mein Depot gefunden haben. Mit mittlerweile 14,5 % Depotanteil entwickeln sich mir da aber auch schon erste Sorgenfalten auf der Stirn.

    Und was lief schlecht: Natürlich Software (Wolters, Atoss, MuM, MSFT). Atoss ärgert mich am meisten, da ich bei 140 Euro und massiver Überbewertung schon erste Verkaufsgedanken hatte (vergleichweise kleine Position, aber großer Gewinn). Nun ja, der Gewinn ist größtenteils futsch, die Position jetzt verkauft. Ich sollte mehr auf mein Bauchgefühl hören und nicht zögern, wenn der Bauch sagt: raus mit dem Zeug.

    Neu mit kleinen Positionen sind Jumbo (BELA) und Hikam. Letztere sollen irgendwann den Branchenanteil aufrecht erhalten, wenn NN …. in den Verlustverrechnungstopf wandert.

    Was mir noch aufgefallen ist: Ich gliedere mein Depot mit ca. 55 Positionen gedanklich in DivErtrag, DivWachstum und Wachstumsaktien (letztere nur wenige Positionen). Die Positionen aus der Kategorie DivErtrag sind mit zwei Ausnahmen nach 10er KGV alle mindestens moderat überbewertet, manche auch massiv. Das habe ich seit Montag zu spüren bekommen; ich glaube, bei der Auswertung zum Monat März halte ich mich vornehm zurück. Aber egal, Hauptsache die Dividenden kommen …

    VG busico

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo busico,

      wenn Div-Aktien oder Div-Wachstum-Aktien, dann schaue nur auf die erwirtschafteten Erträge und die Dividende oder das Dividendenwachstum. ;)
      Solange die Div steigt und die Div verdient wird: Ist alles gut.
      Ein Kurs stört da nur!
      Eine Sika kam auch kräftig zurück, aber die Zahlen passen, die Div steigt. Warum sollte ich Verluste realisieren?

      @Matthias von Mitzlaff: GE Vernova lief extrem gut. Ich erhielt sie ja mit GE eingebucht. Aber Aktien mit 0,01% …
      Deshalb habe ich alle GE verkauft. Das Schöne es fiel alles unter „vor 2009“-angeschafft. :)

    2. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hallo Busico,
      möchtest du deine Ehe mit NN= Novo N.(?) mit Scheidung und Verlusten beenden?
      Sie war doch eine zauberhafte Lady, von vielen Lovern und auch von vielen dicken Menschen in galaktischen Höhen veehrt und regelrecht verfolgt. Jeder wollte was von ihr und erwartete immer mehr und mehr.
      Irgendwann wurde ihr das alles zu viel und sie zog sich zurück. Wenn man sie nicht in Ruhe ließ, verschreckte sie diejenigen mit schlechter Laune. Viele waren enttäuscht und haben sich von ihr abgewendet. Sie hat ihren Glanz nicht verloren , nur weil sie nicht mehr von ganzer Welt angehimmelt wird.
      Sie ist so großzügig wie lange nicht mehr . 4,77 % , einfach so. Als diese noch um 1% war, war sie Must Have im Depot. Ein Dauerbrenner, da könne man nichts falsch machen. Hatte doch gefühlt jeder zweite Börsianer im Depot. Heute schreiben Paparazzi über NN: “ Wer mutig ist, greift zu!“
      Bitte was? Also wer 100, 120, 150€ bezalt war doch mutig, wenn nicht berauscht oder gar irre -;). Novo war gefühlt 10 Jahre nicht so scharf wie heute! Pharma ist ein hartes Business. Ein ständiges hoch und runter. Was Novo passiert wird Lilly auch noch passieren. Natürlich können Gewinne heruntergehen, was solls woanders gehen sie hoch. Novo ist gut aufgestellt und keine Vollkatastrophe. Wenn man sie zu teuer gekauft hat, sollte man sie ehren und als Mahnmal der Gier halten.

    3. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      @Hansi: Eine Ode an die Dänen! Großartig!

      Man möge hinzufügen: Du denkst wohl auch, du bist einer von denen, denen Dänen alles durchgehen lassen. ;-)

      Freut mich auch immer mal so ein Kunststück hier zu lesen.

  17. Avatar von Tobs
    Tobs

    Wenn wir hier den Klängen des Odin lauschen: Für mich ist die Coloplast der Ragnar Lodbrok unter den Compoundern. Habe beschlossen, vorerst keine Position in Novo Nordisk aufzubauen. Stattdessen baue ich vielmehr sehr konsequent meine Coloplast Position weiter aus. Skål!

    1. Avatar von Claudio
      Claudio

      @Hansi
      You make my day! Herrlich 👍👍👍

      @ busico
      Schön daß ich hier nicht das einzige Fossil bin, und noch mehr Grandpa‘s sich hier rumtreiben!

      Nice weekend

  18. Avatar von busico
    busico

    @Hansi, herrlich, habe Deine Poesie beim Frühstück gelesen und gehe nun beschwingt in den Tag … :)

    Nun inhaltlich: Ich bin seit einigen Jahrzehnten dabei und habe dabei mehrfach (d.h. oft) in das sog. fallende Messer gegriffen. Die Erfahrung zeigt, dass Aktien mit einem Verlust von 50 % (nicht marktbedingt) sich nur selten in der Zeit wieder erholen, die mir laut Statistik als Restlebenszeit noch verbleibt. Bei Aktien mit kleinerer Marktkapitalisierung gilt das noch eher, als bei den Großen. Bei Novo mit 150 Mrd. € bin ich da tatsächlich etwas optimistischer, dass mein Urenkel dann irgendwann meinen Einstandspreis wiedersehen wird.

    Meine persönliche Dividende liegt hier irgendwo bei 2,5 %, solche Ladys finde ich eigentlich an jeder Straßenlaterne, mit anderen Vorzügen. Daher wäre ein Ende mit Schrecken und ein Neuanfang durchaus eine Chance, nicht dauern in meiner Depotübersicht eine rote 50% sehen zu müssen. Das macht ja auch etwas mit einem … auch wenn Börsenhai recht hat, dass man bei DivAktien nicht zu sehr auf den Wert schauen sollte.

    Ich habe die Dänin wg. des Themas DivWachstum in meinen Harem aufgenommen und die Chance gebe ich ihr jetzt auch. In ein oder zwei Jahren sehen wir dann mal weiter. Wenn jetzt allerdings auch noch eine Kürzung der Dividende kommt, dann habe ich die Telefonnummer meines Scheidungsanwalts griffbereit.

    VG busico

  19. Avatar von Thomas
    Thomas

    interessanter kleiner Nebenaspekt der aktuellen Auseinandersetzung mit dem Iran.
    Schon die Eskalation der USA in Venezuela zielte mit einem Seitenhieb auf die Ölversorgung Chinas und die aktuelle Schließung der Meerenge von Hormuz durch den Konflikt mit dem Iran betrifft wieder China (und kleinere asiatische Regionen, aber auch Japan und Südkorea) am meisten mit der Ölversorgung. So kriegen die Chinesen auf Umwegen „ganz zufällig“ ebenfalls noch einen Schwinderling mit und müssen sich notgedrungen diplomatisch mäßigend gegen den Iran und auf die Seite der USA stellen, wenn sie möglichst bald wieder regelmäßig Öl von dort haben wollen. Eine Sonderrolle werden sie nicht bekommen können.
    Ein weiterer asymmetrischer Aspekt zu ungunsten Chinas ist der Wegfall des bisher vergünstigten Öl-Bezugspreises, da China iranisches Öl mit massivem Rabatt und venezolanisches Öl unter Marktpreis bezogen hatte. Das fällt jetzt weg. China muß quasi auf einen Schlag Weltmarktpreise zahlen. Die einzigen, die China noch helfen, sind die Russen.

    Da China selbst kaum Öl produziert, die USA dagegen sehr wohl, profitieren auch hier eher die USA.
    Auch deshalb der Petrodollar wieder relativ fest …

    in the long Run wird das aber die Autharkiebestrebungen der Energieversorgung Chinas aber eher weiter verstärken…
    Auch PetroChina (CNPC), Sinopec, Yanchang Petroleum International, China Oilfield Services usw unter den Gewinnern.
    Hier aber stärkeres Risiko für staatliche Eingriffe, wenn es eng wird.
    Exportstopp für Öl-Raffinerieprodukte aus China wurde auch sofort ausgesprochen.

    1. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      Hier ein interessanter Artikel zu dem von dir angesprochenen indirektem Angriff auf die Energieversorgung Chinas:

      https://www.politico.com/news/2026/03/02/iran-us-strikes-china-oil-supply-charts-00806415

      Ich vermute es wird nicht spurlos an China vorbeigehen, aber meist haben die nicht nur eine Option. Russland wird davon temporär sicher profitieren.

    2. Avatar von Chrischaan
      Chrischaan

      Ach ja und ich wäre mir nicht so sicher, ob das für die USA ein Neben- oder doch vielleicht der Haupteffekt und alles andere ein willkommener Vorwand um den Einmarsch zu rechtfertigen. Wer weiß.

  20. Avatar von Manfred
    Manfred

    @ Hansi

    Hat mir ein laecheln auf die lippen gezaubert !
    Wenn s denn so einfach waere mit der romantik von novo nordisk. Denn irgendwann, in steigenden alter, und wenn man die lady laenger kennt, laesst die romantik nach, und charakterschwaechen kommen zum vorschein.
    NN hat ein paar gebrechen an den tag gelegt. 3 aussichts warnungen , bei denen sich der gewinn fast gedrittelt hat, und jetzt macht sich so mancher verehrer seine gedanken : war das wohl ne gute partie ?
    Ein seitensprung richtung hims & hers, aus dem jetzt ein saftiger rosenkrieg entstanden ist.
    Und der glanz der lady verblasst nun, wo doch aus allen ecken der der welt andere vielversprende interessante schoenheiten auftauchen.
    auch die urspruengliche mitgift
    ( insulin ) muss befuerchten, seinen wert zu verlieren, wo doch in den heimatlaendern der diabethes ( asien) ein gewaltiger riese mit entwicklungspotential und jungen insulin entwicklungsfirmen um die ecke lauern.

    Ich denke schon, dass NN wieder ihren weg nach oben macht, aber langsam, langsam, langsam

  21. Avatar von BörsenHai
    BörsenHai

    Hallo Ben,

    Du führst den CashFlow aus der Immobilie an.
    Was ich vermisse sind Rücklagen für Renovierung in (!) der Wohnung.
    Sind die bereits durch die angegebenen Zahlen abgedeckt?

    Ich meine jetzt nicht Reparaturen am Haus (Dach, Fassade, Keller, Heizung, etc.), sondern die Kosten, die nur für die Wohnung anfallen. Nach 5 Jahren sollte man diese ebenfalls berücksichtigen.
    Die anderen Kosten sollten ja durch das Hausgeld abgedeckt sein, das Haus wurde ja komplett renoviert.

  22. Avatar von Sonny
    Sonny

    Hallo zusammen,
    ich melde mich nochmal mit einem Update zurück, da ich meine Strategie nach dem letzten Austausch hier weiter verfeinert habe.
    Ein großes Danke vorab an Matthias: Dein Hinweis auf den VanEck Dividend ETF war der entscheidende Anstoß. Ich habe mir den ETF genauer angeschaut und finde den Ansatz, Cashflow mit einer breiten Basis von 100 Titeln zu kombinieren, für meine Situation extrem spannend.

    Kurz zum Hintergrund (35, verheiratet, Kind): Ich komme eigentlich von einer sehr klassischen ‚Vanguard-Basis‘. Mein Depot liegt aktuell bei ca. 350k (Gesamtvermögen ca. 450k) und ich habe über die Jahre knapp 1.800 Anteile im Vanguard FTSE All-World (A1JX52) angesammelt. Erst seit ein paar Monaten bespare ich mit meiner hohen Rate (5.300 € mtl.) mit 4.000 weiter den Vanguard , mit 1000€ die Münchener Rück und mit 300€ Hannover Rück. Zudem habe ich bereits 80 Allianz Anteile.

    Bevor dieser ‚Versicherungs-Block‘ nun zu einem echten Klumpenrisiko anwächst, möchte ich gegensteuern. Mein neuer Plan für die monatliche Sparrate:
    • 3.500 € Vanguard FTSE All-World (A1JX52) – um den Kern weiter zu stärken.
    • 1.300 € VanEck Dividend Leaders (A2JAHJ) – für den Cashflow auf breiter Basis.
    • 500 € Münchener Rück – bleibt als Qualitäts-Satellite im Boot.

    Meine Frage an euch:
    Mir ist absolut klar, dass ich die finale Entscheidung selbst treffen muss. Aber wie bewertet ihr diesen frühen Kurswechsel weg von den Einzel-Versicherern hin zum Dividenden-ETF? Ich ‚opfere‘ zwar ein bisschen Rendite (MüRü liegt ja aktuell bei ca. 4,5 %, der VanEck eher bei 3,4 %), gewinne aber massiv an Diversifikation über 100 Titel.
    Haltet ihr diesen Kompromiss für sinnvoll, wenn man wie ich eigentlich von der puren ‚Welt-ETF-Basis‘ kommt, aber jetzt kontrolliert und sicher mehr Cashflow für die Familie generieren will? Aktuell liegt mein Cashflow bei 7.000€ Brutto pro Jahr an Dividenden.

    Freue mich auf eure Einschätzung!

    1. Avatar von Matthias von Mitzlaff

      Lieber Sonny,
      vielen Dank dir für einen Einblick in dein Depot.
      Ich versetze mich mal in deine Lage (35 Jahre alt, Familie, bereits gut gelaufenes Depot)… und würde dann denken:
      a) Die Basis meines Depots (1.800 Anteile des A1JX52) erweitere ich einfach weiter. Ob mit zwei Dritteln des verfügbaren Budgets oder nur 50% – recht egal. Diese Vanguard-Position dürfte übrigens ungefähr 240 EUR monatlich Nettodividende abwerfen. Nettes Zusatzeinkommen!
      b) Ein wenig „langweilig“ ist das ETF-Ansparen auch. Warum nicht mal ein Konkurrenz-ETF-Produkt daneben legen und schauen, wie sich das entwickelt? Vielleicht etwas, das auch Dividende abwirft, um Bedürfnisse (materielle Nöte und Wünsche) der Familie abzudecken?
      c) Und ergänzend auf einige Einzelwerte setzen. Hier sind Versicherer (auch bei mir: Allianz, MunichRe), Finanzen (z.B. VISA oder wie bei mir: SPGI), Versorger (bei mir: IBER, NEE) und einige Industriefirmen (bei mir: AOS, CAT, FAST, RSG, UNP) besonders verlässlich.

      Sonny, für mich sind diese Gedanken sehr nachvollziehbar.
      Ich hielt sogar auch mal circa 1.000 Anteile des enorm stabilen A12CX1 von Vanguard (Developled World). Im Rückblick bleibt festzuhalten: Hätte ich mal ruhig bei bleiben sollen! Es gab eine Zeit von circa 2 Jahren, da war ich von Vanguard enorm begeistert. Und auch heute noch finde ich die ETFs von Vanguard richtig gut.
      Für mich kam es dann jedoch anders. Ich hatte Zeit und Freude am Tüfteln, war neugierig und „unruhig“. Und so entstand ein ganz „eigener ETF“ aus über 50 Einzeltiteln, den ich erst hinterher (seit 2023) durch ETFs stabilisiere.

      Du bist in einer anderen Lage als ich: Deutlich jünger mit Familie im Hintergrund (Verantwortung und materielle Anforderungen anderer an dich). Hier gilt es strategisch und wohlüberlegt deine und die Wünsche anderer abzuwägen.
      Dein Depot sollte stabil bleiben, zukunftsorientiert und gleichzeitig auch Spaß vermitteln und Dividende abwerfen.
      Das kann mit 1-3 ETFs und ergänzendenen Einzeltiteln durchaus funktionieren, warum denn nicht?

      PS: Noch ein Wort zum A1JX52 von Vanugard (All World): Wenn ich mir dessen Kennzahlen und Entwicklung ansehe (Fondsvolumen, Kursentwicklung, TER/Kosten, Ausschüttung, Div.wachstum jährlich) leuchten bei mir quasi nur Grüne Lichter auf. Einzig die Allokation lässt mich etwas grübeln: 60% USA. Hmmm… Angesichts der aktuellen Entwicklung zu beobachten, ggf. irgendwann mal stärker auszugleichen.
      Das Setzen auf stärker europäische oder asiatische ETFs (geplant: A2JAHJ) und Einzeltitel aus Europa/Asien (wie bei Sonny: Versicherer aus D) sieht für mich nach einer überlegten Strategieerweiterung aus.

      Sonny, mit 1.800 (und irgendwann mal über 3.000, wie ich für dich hoffe) Anteilen A1JX52 „im Sack“ kannst du nicht mehr viel falsch machen. BRAVO!

    2. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Hallo Sonny,

      erst einmal Glückwunsch zu der Sparrate.

      Niemand kann in die Zukunft schauen. Mit dem ETF dürftest Du wahrscheinlich langfristig „sicherer“ sein, da er eben mehrere Firmen abdeckt. Und es werden nur 70% für die Steuer angesetzt.
      Keine Anlageberatung!

      Allerdings solltest Du über ein breiteres Streuen der Assets nachdenken. Hier ist deine Situation aber unbekannt.
      Mit der Sparrate wäre jedenfalls z.B. ein Eigenheim/Wohnung als Selbstnutzer locker zu finanzieren (außer MUC, HH, Bärlin, FFM, etc.). Hat allerdings auch Nachteile, darf nicht vergessen!

  23. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Hallo Sonny,

    darf ich fragen wieso Du aus Deinem Investment hohes Cashflow ziehen willst, wenn Du bereits jetzt in Deinem Alter schon hohe Beträge beiseite legst? Deine spezifische Lebenssituation ist natürlich nicht aus Deinen Eckdaten zu rekonstruieren. Solltest Du aber weiterhin über Jahre noch mit hohen Sparbeträgen arbeiten würde ich den nicht ausschüttenden ETF stärker favorisieren.

    Was mir fehlt sind höhergewichtete Rohstoffe in Deinem Depot. Im Grunde kannst Du mit Deinem bereits eigenen Bestand Dir schon einen eigenen . ETF zusammenstricken.

    Gruß Frank

    1. Avatar von Sonny
      Sonny

      Hallo Frank,
      Ich bin jetzt natürlich nicht auf die Ausschüttung angewiesen, aber es motiviert immer enorm wenn man die Dividenden einsacken kann.

  24. Avatar von UrsprungsFrank
    UrsprungsFrank

    Warum motiviert Dich das?

    Jedenfalls denkst Du nicht über einen Cashflow aus Vermietung nach. Meine Vermutung ist die, dass Vermieter über die kommenden Jahre an den Heizkosten beteiligt werden, andernfalls könnten gesellschaftliche Verwerfungen durch die Politik nicht mehr aufgefangen werden. Die Miet-Rendite ist damit negativ. Deutschland ist ein Mieterland🥴 Vonovia – eher nicht ….

    Gruß Frank

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