Was Dich hier erwartet:
Schon am Freitag Nachmittag meldeten Agenturen, dass verschiedene Botschaften ihre Staatsangehörigen zum Verlassen sowohl des Iran als auch Israels aufgefordert hätten. Da war schon absehbar, dass am Wochenende etwas passieren könnte.
Und tatsächlich startete der Samstag dann auch mit der Meldung von massiven Luftangriffen auf den Iran und Gegenschlägen des Iran. US-Miltärs rechnen nun mit einem mehrtägigen Einsatz.
Mit dieser Unsicherheit schließt der ansonsten überaus positive Börsenmonat Februar. Und der März startet unter diesem Eindruck.
Trotzdem lohnt sich aus meiner Sicht wieder ein Rückblick auf die vergangenen Wochen. Er schärft den klaren Blick auf das große Bild, das sich durch kurzfristige Turbulenzen im Nahen Osten auch nicht wirklich verändert.
Wie ich den Februar mit meinen Geldanlagen erlebt habe. welche Käufe und Verkäufe ich vornahm und wie ich auf die nächsten Tage schaue, erfährst Du in diesem Beitrag.
Der Februar 2026 war erneut von spannenden Themen geprägt. Ein Highlight war sicherlich die Entscheidung Obersten Gerichtshofs der USA, viele der weitreichenden globalen Zölle von US-Präsident Donald Trump aufzuheben. Vor allem wurde ihm damit zunächst ein erpresserisches Instrument genommen. Trotzdem gelang es ihm, auf anderer Rechtsgrundlage die globalen Zölle vorübergehend anzuheben.
Noch offen ist, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die Zinsentwicklung in den USA hat. Möglicherweise sorgt sie dafür, dass die Inflationsrate nicht wie erwartet sinkt und die Zinsen deshalb länger auf dem aktuellen Niveau bleiben werden.
Gleichzeitig könnten niedrigere Zölle aber für die Unternehmen, die Zollerhöhungen hatten und diese in Form höherer Preise an die Verbraucher weitergegeben haben, nun zu einem unerwarteten Gewinnschub führen. Denn Preiserhöhungen werden sie wohl eher nicht zurücknehmen.
Der DAX überschritt im Februar wieder deutlich die Marke von 25.000 Punkten und steuerte gegen Ende des Monats sogar auf neue Allzeithochs (Richtung 25.300) zu. Der Wochenend-DAX (der aus meiner Sicht nur eine begrenzte Aussagekraft hat) notierte am Monatsletzten (Samstag, 28.02.) jedoch unter der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten.
In Europa waren vor allem defensive Titel (Telekom, Pharma) und die Industrie gefragt, da sich die Hoffnung auf eine Bodenbildung in der Realwirtschaft verfestigte.
Gleichzeitig bestimmten Sorgen über „Peak AI“ (den Höhepunkt des KI-Booms) das Tagesgeschehen und zahlreiche Softwaretitel waren massiv unter Druck, weil ihre Geschäftsmodelle durch KI-Agenten in Frage gestellt werden.
Für mich war es aber auch ein Monat der Dividendenerhöhungen. Durch die Bank erhöhten die Qualitätsaktien in meinem Dividendendepot ihre angekündigten Dividenden. Besonders erfreulich war dabei für mich die Ankündigung der Munich Re, die mein größter Depotwert ist und ihre Dividende um 20% erhöhen will. Bei meinem zeitgrößten Titel Allianz werden es immerhin 11% sein. Nur diese beiden Aktien werden mir in diesem Jahr netto 525 € mehr ausschütten als im Vorjahr.
Und das ist für mich sehr viel wertvoller als die Performance meines Depots im Februar. Denn Kursgewinne können sich schon im März wieder verflüchtigen. Die Dividendenerhöhungen bleiben. Und beide Unternehmen haben sich dazu bekannt, die Dividende auch in den nächsten Jahren nicht zu senken, sondern – wenn möglich – zu erhöhen.
Stand Wertpapierdepots
Details zu den einzelnen Depots gibt es – wie immer – ausführlich in diesem Bericht. Hier ist der schnelle Überblick:
Dividendendepot: 578.168 € (+3,4% im Februar, +4,2% YTD)
Anti-Depot: 13.878 € (+1,4% im Februar, +5,3% YTD)
Zitronen-Depot: 16.343 € (-3,0% im Februar, -1,1% YTD)
Summe: 608.389 € (+4,0% im Februar)
Veränderung 2026: +13.391 €
zzgl. Entnahmen: +10.655 €
Nettoveränderung 2026: +24.046 €
In den letzten drei Jahren habe ich jeweils rund 60.000 € Vermögenszuwachs aus den Wertpapierdepots verbuchen können. Mehr als ein Drittel davon in den ersten beiden Monaten ist eine gute Grundlage für ein ähnliches erfolgreiches 2026.
Benchmark
Im Juli 2023 hatte ich einen monatlichen Sparplan über 25 € beim Robo-Advisor von quirion aufgelegt, den ich als Benchmark für meine eigene Depotperformance nehme. Seit April 2025 habe ich die Sparrate nun auf 50 € verdoppelt, um dann nach einem Jahr eine 13. Sparrate geschenkt zu bekommen. Insgesamt habe ich jetzt 1.300 € auf mein quirion-Konto einbezahlt und zusätzlich 100 € Aktionsprämie erhalten. Zum Monatsende beträgt die zeitgewichtete Performance +44,16% (Stand: 1.654,38 €). Zum Vergleich dazu: Die Performance meines Dividendendepots vom 05.07.2023 (Start des quirion-Benchmarks) bis zum 28.02.2026 liegt bei +40,31%.
quirion ist regelmäßig Testsieger in Robo-Advisor-Vergleichen. Und kann sich in der Performance durchaus sehen lassen. Das überzeugt mich und ist auch der Grund, warum ich den Sparplan fortsetze und quirion auch Neukunden empfehle. Ich selbst sehe das als sinnvolle Ergänzung zu meinen Investments in Einzelaktien. Und für das Alter bietet quirion dann auf Wunsch auch eine automatisierte und gestaffelte Veränderung der Asset Klassen mit einer Verschiebung von Aktien zu Anleihen an, um die Schwankungsbreite zu reduzieren. Über diesen Link kannst Du Dich informieren und ebenfalls ein Depot eröffnen.
Und bis zum 24. März 2026 gibt es wieder eine interessante Aktion für Neukunden: Du legst einen Sparplan mit einer monatlichen Rate von 100 € an und erhältst 12 Monate lang eine Prämie von 12,50 € im Monat. Sie wird direkt in die gewählte Strategie investiert. Als Neukunde erhältst Du damit insgesamt 150 € Prämie. Der Aktionscode für die Prämie lautet: START2026. Bitte achte auf die Teilnahmebedingungen.
Aktienkäufe
Im Februar habe ich Käufe in Höhe von 7.335,87 € im Dividendendepot durchgeführt:
1.000 Aktien DFV Deutsche Familienversicherung für 7.248,70 €
1 Aktie Canadian National Railway für 87,17 €
Mit dem Kauf der Aktien der DFV Deutsche Familienversicherung habe ich meine Depotposition von 3.000 Aktien auf 4.000 Aktien erhöht. Motiviert hat mich dazu die Bekanntgabe vorläufiger Geschäftszahlen für das vergangene Jahr. Danach wurde das eigene Gewinnziel übertroffen und angekündigt, erstmals eine Dividende zu zahlen. Damit ist mein Investmentcase vorerst aufgegangen und ich bin gespannt, wie hoch die Dividende dann wirklich sein wird. Nach dem Zukauf (aufgrund der Marktenge aufgeteilt in mehrere Orders) ist das Depotgewicht nun auf 4,8% gestiegen.
Die einzelne Aktie von Canadian National Railway ergänzt meine bisherige Position von 102 Aktien. Erneut habe ich einfach den Bestand in kanadischen Dollar auf dem Währungskonto investiert, um damit die Dividendenerträge für 2026 ein bißchen zu erhöhen. Die erste Quartalsdividende des Jahres wird nun Ende März bezahlt.
Aktienverkäufe
Im Februar habe ich Verkäufe im Dividendendepot in Höhe von 5.267,52 € durchgeführt:
50 Aktien VINCI für 5.267,52 €
Hintergrund des Verkaufs war ein Umschichten in die DFV Deutsche Familienversicherung. Ich wollte dort einfach mehr investieren und habe geschaut, ob ich sinnvollerweise etwas reduzieren kann. Auf VINCI kam ich aufgrund der politischen Unsicherheit in Frankreich. Mein Timing war allerdings sehr schlecht, denn die Geschäftsergebnisse kamen sehr gut an und die Aktie stieg nach dem Verkauf deutlich an. Aber ich bin weiterhin mit 100 Aktien in VINCI investiert und freue mich deshalb auch mehr über den Kursanstieg als dass ich mich über meinen schlechten Verkaufszeitpunkt ärgere.
Dividendenerträge
Im Februar erhielt ich insgesamt 1.161,69 € als Netto-Dividenden. Gegenüber dem Februar 2025 ist das eine Veränderung von +20,25 € (+1,8%).
Dividenden erhielt ich im Februar von:
Siemens Healthineers: 0,74 €
Protector Forsikring: 129,10 €
Realty Income: 37,46 €
Procter & Gamble: 66,36 €
Omega Healthcare Investors: 126,13 €
MSCI Inc.: 38,76 €
Oxford Lane Capital Corp: 25,23 €
Mein neues Dividendenziel für 2026 habe ich hier veröffentlicht und auch alle Dividenden des Jahres 2025 analysiert.
Crowdinvesting
Über meine bisherigen Erfahrungen mit Crowdinvesting hatte ich 2020 ausführlich berichtet. Im Februar erhielt ich 31,49 € Zinsen aus meinem Crowd-Portfolio. Die Zahlungen stammten von ecoligo und zusätzlich wurden noch 74,81 € getilgt.
Mein Portfolio ist aktuell noch 2.122,48 € groß: Ich habe ursprünglich 500 € bei Bergfürst, 1.100 € bei Engel & Völkers Digital Invest und 4.600 € bei ecoligo investiert. Davon wurden seit 2022 1.000 € bei Engel & Völkers Digital Invest (davon 45 € Ausfall), 2.777,52 € seitens ecoligo und 300 € bei Bergfürst (davon 10 € Ausfall) getilgt.
Ich bin hier nur noch auf Rückzahlungen aus und tätige schon seit längerer Zeit keine Neuinvestments mehr.
Depotperformance
Mein Dividendendepot hat sich im Februar mit +3,4% sehr positiv entwickelt und den guten Start ins Jahr bestätigt. Der Depotwert per Ende Februar beträgt 578.168 €.
Die Top-Werte im Dividendendepot im Februar kamen geschlossen aus Japan: Nippon Sanso (+27,5%), Sompo Holdings (+17,1%) und Marubeni (+17,1%).
Schwächste Werte im Februar waren Novo Nordisk (-37,5%), Oxford Lane Capital (-26,8%) und FS KKR Capital (-20,9%).
Die Volatilität meines Dividendendepots lag im Februar bei 2,5%.
Anti-Depot
Mit dem Anti-Depot verfolge ich mit Echtgeld eine abweichende Anlagestrategie. Nach starken Schwankungen (2021: +40,8%, 2022: -58,8%, 2023: +16,4%) habe ich das Depot in den letzten beiden Jahren stabilisiert (2024: +8,3%, 2025: +5,2%).
Im Februar habe ich mich von den Aktien von Bauer und tick Trading Software getrennt. Es gab jeweils keine unternehmensspezifischen Gründe dafür, ich war einfach auf der Suche nach Kapital für meine Käufe im Dividendendepot.
Im Februar erzielte das Anti-Depot ein Plus von 1,4%.
Die Volatilität des Anti-Depots lag im Februar bei 2,8%.
Zitronen-Depot
Das Zitronen-Depot und seine besondere Strategie habe ich hier ausführlich vorgestellt. Dort findest Du auch die aktuelle Zusammensetzung. Ich baue mir langfristig ein Portfolio von Nachbesserungsrechten auf und erhoffe mir durch die Spruchverfahren eine risikoarme Zusatzrendite in einigen Jahren.
Im Februar wurden die Aktien von artnet ausgebucht und auch bei OTRS ist die Handelsregistereintragung inzwischen erfolgt. Ein neues Squeeze-Out-Verlangen gab es im Februar bei capsensixx.
Das Volumen meiner Nachbesserungsrechte liegt nun bei 230.851,73 €.
Die Entwicklung des Nachbesserungsvolumens dokumentiere ich auf einer eigenen Seite.
Das Depot erzielte im Februar eine Monatsperformance von -4,0%.
Divantis-Community-Depot
Mit dem Preisgeld des finanzblog awards 2024 haben wir das Divantis-Community-Depot aufgesetzt. Über die Entwicklung des ersten Jahres hatte ich hier ausführlich berichtet. Das Depot schloss den Februar mit +5,5% ab und liegt damit seit Jahresbeginn nun bei +7,8%. Der Cash-Anteil liegt bei 0,3% (=9,32 €).
Im Februar habt Ihr hier entschieden, dass der iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE) – EUR DIS neu in das Depot gekauft werden soll. Das habe ich natürlich prompt umgesetzt und der Kauf hat seitdem schon einen positiven Wertbeitrag geliefert. Zur Dokumentation hier noch die Kaufabrechnung:

Das Divantis-Community-Depot kannst Du direkt über diesen Link aufrufen und Dir alle Details anschauen. Es ist in die Depotverwaltungs-Software Parqet eingepflegt. Auch Du kannst Deine Wertpapierpositionen dort tracken und hast dann einen Überblick über Deine individuelle Performance.
Parqet kannst Du mit vielen Grundfunktionen kostenlos nutzen. Für Premium-Funktionen gibt es die Möglichkeit, ein kostenpflichtiges Abo abzuschließen. Wenn das für Dich interessant ist, dann erhältst Du mit dem Code BENWARJE einen Rabatt von 10% für die ersten 12 Monate.
Die komplette Vermittlungsprovision für einen solchen Abschluss fließt in das Divantis-Community-Depot.
Immobilie
Über meine Wohnung in Leipzig habe ich zuletzt mit einem Update berichtet. Nach Abzug der Gebühr für die Sondereigentumsverwaltung erzielte ich im Februar Mieteinnahmen von 940,17 €. Ich hatte Grundsteuer in Höhe von 61,88 € zu zahlen. Das Hausgeld beträgt 284,00 €. Für den Immobilienkredit zahlte ich Zinsen in Höhe von 227,82 €. Ich hatte damit in diesem Monat einen Nettoerlös von 366,47 €.
Aufgrund der hohen vereinbarten Tilgung des Kredits habe ich jedoch einen negativen monatlichen Cash-Flow. Die monatliche Annuität liegt bei 1.216,80 € (Zins & Tilgung) und ist bis 30.09.2028 fest vereinbart (Zinssatz: 1,24%).
Dafür sinkt die Verschuldung der Wohnung stetig, sie liegt zum Ende Februar bei 214.343,12 € (bei einer Wohnungsgröße von 77,3 qm und zusätzlich einem Stellplatz). Das entspricht einer Verschuldung je qm-Wohnfläche von 2.772,87 €.
Um mich auf die voraussichtlich deutlich höheren Zinsen gegenüber meiner bisherigen Finanzierung ab 2028 vorzubereiten, habe ich einen Sparplan in das iBonds-Produkt mit Fälligkeit im Dezember 2027 angelegt, den ich mit monatlich 100 € bespare. Darüber habe ich hier ausführlich berichtet. Bei bisher eingezahlten 2.900 € liegt der Depotwert dieses Sparplans zu Ende Februar bei 3.025,33 €.
Im Februar hat zudem der bisherige Mieter das Mietverhältnis gekündigt. Ein neuer Mieter konnte direkt gefunden werden und die Miete bei der Neuvermietung auch angepasst werden (von 9,25 € auf 10,25 € / qm). Leider muss ich aber nach 4 Jahren nun wieder eine Maklerprovision von 2,38 Monatsmieten bezahlen. Das wird den März entsprechend belasten.
Dividendenveränderungen
Im Februar wurden bei meinen Depottiteln folgende Dividendenveränderungen verkündet:
Sandoz: Erhöhung der Dividende von 0,60 CHF auf 0,80 CHF (+33,3%)
Fortescue: Erhöhung der Zwischendividende von 0,50 AUD auf 0,62 AUD (+24,0%)
Unicharm: Erhöhung der Halbjahresdividende von 9 JPY auf 11 JPY (+22,2%)
Munich Re: Erhöhung der Dividende von 20,00 € auf 24,00 € (+20,0%)
Marubeni: Erhöhung der Schlussdividende von 50 JPY auf 57,50 JPY (+15,0%)
Allianz: Erhöhung der Dividende von 15,40 € auf 17,10 € (+11,0%)
Veolia: Erhöhung der Dividende von 1,40 € auf 1,50 € (+7,1%)
VINCI: Erhöhung der Schlussdividende von 3,70 € auf 3,95 € (+6,8%)
Novartis: Erhöhung der Dividende von 3,50 CHF auf 3,70 CHF (+5,7%)
DEFAMA: Erhöhung der Dividende von 0,60 € auf 0,63 € (+5,0%)
Deutsche Börse: Erhöhung der Dividende von 4,00 € auf 4,20 € (+5,0%)
PepsiCo: Erhöhung der Quartalsdividende von 1,4225 US$ auf 1,48 US$ (+4,0%)
Coca-Cola: Erhöhung der Quartalsdividende von 0,51 US$ auf 0,53 US$ (+3,9%)
Canadian National Railway: Erhöhung der Quartalsdividende von 0,8875 CA$ auf 0,915 CA$ (+3,1%)
L’Oréal: Erhöhung der Dividende von 7,00 € auf 7,20 € (+2,9%)
Cisco: Erhöhung der Quartalsdividende von 0,41 US$ auf 0,42 US$ (+2,4%)
Novo Nordisk: Erhöhung der Schlussdividende von 7,90 DKK auf 7,95 DKK (+0,6%)
FS KKR Capital: Senkung der Quartalsdividende von 0,70 US$ auf 0,48 US$ (-31,4%)
Kurzer Ausblick auf den März 2026
Natürlich werden alle Augen erstmal auf den Nahen Osten gerichtet sein. Wie massiv wird der Angriff von Israel und den USA auf den Iran diesmal sein? Wird es „nur“ zu einer Zerstörung strategischer Anlagen kommen oder tatsächlich zu einem Regimewechsel? Und zu welchen Gegenschläge ist der Iran in der Lage? Und wie positionieren sich Russland und China, wenn es zu einer nachhaltigen Veränderung der Kräfteverhältnisse kommt? Und nutzt China womöglich die Vorlage und greift nach Taiwan?
Fragen über Fragen, die wir noch nicht beantworten können und die deshalb für eine erhöhte Volatilität sorgen können. Mein persönliches Szenario sieht aber eher einen begrenzten Einfluss auf die Märkte an. Zu groß ist die militärische Überlegenheit der USA an der Seite Israels. Und zu klar waren die Truppenverstärkungen in den letzten Wochen sichtbar. Der Angriff ist nun keine Überraschung gewesen und wenn es sich nicht zu einem Flächenbrand ausweitet, wird sich alles innerhalb der ersten Handelswoche wieder beruhigen.
Innenpolitisch werden wir im März mit den Landtagswahlen in Baden-Württemberg (8. März) und Rheinland-Pfalz (22. März) möglicherweise Signale für die künftige Wirtschafts- und Energiepolitik erhalten. Dies kann zu einer Volatilität bei inländischen Werten, besonders bei Versorgern und Infrastruktur, führen.
Ansonsten stehen wieder Zinsentscheidungen der Fed, der EZB und der Schweizer Nationalbank an. Allgemein sind hier aber keine Erwartungen an Zinssenkungen eingepreist.
Größere Transaktionen plane ich für den März nicht. Ich freue mich auf einige größere Dividendenzahlungen meiner Medizintitel Johnson & Johnson und Novartis. Mit 50% bzw. 33% Kursgewinn in den letzten 12 Monaten haben sie glücklicherweise den Kursverlust bei Novo Nordisk (-63%) egalisiert. Und genau die Aktie könnte bei einem weiteren Kursrückgang für mich auch wieder interessant werden. Im Januar hatte ich meine Position bei einem Kurs von 54,50 € um 100 Aktien reduziert. Jetzt könnte ich mit dem Verkaufserlös schon 170 Aktien „zurückkaufen“. Aber ehrlicherweise fehlt mir im Moment die Phantasie, dass sich der Aktienkurs schnell wieder erholt. Und ohne solche kurzfristigen Perspektiven bleibe ich lieber „nur“ mit meinen 300 Langfrist-Bestand-Aktien investiert. Aber es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, dass meine Depotposition erstmals seit 5 Jahren nur noch einen vierstelligen Depotwert aufweist. Schließlich war sie noch vor 2 Jahren (bei ebenfalls 300 Aktien) meine zweitgrößte Depotposition.
Aber das bestätigt wieder einmal die Notwendigkeit von Diversifikation: eine Aktie im Depot fällt deutlich zurück, dafür steigen andere Titel deutlich an. Und unterm Strich steigt der Depotwert.
Wie hast Du den Februar erlebt? Und welche Pläne hast Du für den März? Lass uns in den Kommentaren miteinander diskutieren!


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