Dieses Buch nehme ich mit in meinen Urlaub

Urlaubszeit ist Reisezeit. Und da darf gute Lektüre nicht fehlen. Natürlich nehme ich mir auch etwas zum Lesen mit, das nichts mit Börse oder Finanzen zu tun hat. Ich will ja mal vom Alltag abschalten. Aber ein Buch darf trotzdem nicht fehlen. Ich habe es schon einige Zeit und hatte bisher nur einzelne Kapitel davon quergelesen.

Diesen Beitrag schreibe ich nun im Urlaub, nachdem ich das Buch gelesen habe. Sonst macht eine Vorstellung ja keinen Sinn! Der Buchtitel „Bargeld statt Buchgewinn – mit Hochdividendenwerten zum passiven Monatseinkommen“ hat mich schon mal sehr angesprochen. Autor ist Luis Pazos.

Buch "Bargeld statt Buchgewinn" von Luis Pazos

Sein Ansatz ist durchaus radikaler als meine eigene Anlagestrategie. Ihm geht es im Buch ausschließlich um hohe Ausschüttungen, um dadurch einen monatlichen Zahlungsfluss zu generieren. Genau das macht das Buch auch interessant. Ich sehe es als Anreicherung für jeden Dividendeninvestor. Nach dem Motto: Was gibt es sonst noch in der Welt? Und welche Ausschüttungen sind da möglich?

Das Buch gliedert sich in verschiedene Kapitel nach den einzelnen Anlageinstrumenten. Neben bekannten Instrumenten wie Aktien oder Anleihen werden natürlich REITs (Real Estate Investment Trusts) vorgestellt. Das ist insofern nicht wirklich neu. Richtig informativ sind hingegen die Kapital zu Business Development Companies, Master Limited Partnerships, Income Trusts und Royalty Trusts.

Sie jetzt hier zu erklären, würde für die Buchrezension zu weit gehen. Aber ich werde sie als Anregung nehmen und auch mal einzelne Unternehmen gesondert hier auf dem Blog vorstellen.

Die Kapitel sind einheitlich aufgebaut und das macht sie sehr gut lesbar. Sie starten immer mit einer Zusammenfassung (toll für eilige Leser!), zeigen dann die Entwicklung und Besonderheiten des Anlageinstruments, gehen weiter zu Kosten und Besteuerung, nennen die Chancen und Risiken und schließen nach dem Fazit mit einem konkreten Beispiel.

Bei den Beispielen bin ich teilweise blass geworden. Sind da doch tatsächlich Titel genannt, die satte zweistellige Ausschüttungsrenditen aufweisen, von denen ich noch nie gehört hatte. Aber – das gehört auch zur Wahrheit – einige Beispiele schütten schon nichts mehr aus, weil sie mittlerweile kurz vor der Pleite stehen. Und das, obwohl das Buch erst vor einem Jahr veröffentlicht wurde.

Und das ist auch der wichtigste Aspekt beim Durcharbeiten des Buches: Hochdividendenwerte sind in der Regel auch Hochrisikowerte! Niemand zahlt so hohe Ausschüttungen, wenn der Kapitalmarkt sie nicht auch erwartet. Und die Erwartung steigt mit dem Risiko. Deshalb ist das Buch mit Vorsicht zu genießen. Man sollte auf keinen Fall ohne eigenes Research blind in die genannten Beispiele investieren.

Nimmt man sie aber als Anregungen oder auch nur als mahnende Beispiele für hohe Risiken, dann ist das Buch auf jeden Fall sein Geld wert! Ich fand es sehr ansprechend zu lesen und erschloss mir dadurch eine andere Welt. Und immerhin einen Titel aus dem Buch habe ich bereits seit einiger Zeit in meinem Dividendendepot: Hamborner REIT ist als deutsches Beispiel mit jährlich steigenden Ausschüttungen genannt.

Das Buch kostet 17,99 € und die sind wirklich gut angelegt.

Wenn Ihr das Buch kaufen wollt und über diesen Link zu Amazon geht, dann unterstützt Ihr damit den Divantis-Blog. Natürlich ohne Mehrkosten für Euch!

5 Gedanken zu „Dieses Buch nehme ich mit in meinen Urlaub“

  1. Eines der besten Fachbücher zum Thema Ausschüttungsinvestments die ich kenne. Ich hatte einen „Aha“-Moment nach dem anderen bei der Lektüre. Luis schreibt so schön sachlich. Die meisten Investmentformen sprechen mich an. Ein echter Augenöffner. Danke Luis für das Buch. Und danke Ben für die Rezension.

    Renee

    1. Ob es seine beste Aktie ist, weiß ich nicht. Sie ist mir aber jetzt in einem anderen Zusammenhang über den Weg gelaufen und ich analysiere sie gerade. Bisher bin ich sehr angetan von dem Unternehmen, das an Stromnetzbetreibern in Australien beteiligt ist. Vielleicht schafft es Spark Infrastructure sogar in mein Dividendendepot. ;-)

      Viele Grüße Ben

        1. Über Umwege als ich mich über Hutchison Whampoa informiert habe. Da habe ich gelesen, dass die u.a. am australischen Stromnetz beteiligt sind. Und von dort aus habe ich weiterrecherchiert und bin dann bei Spark Infrastructure gelandet.

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