Diese Dividendenerhöhung löst keine Euphorie aus – trotzdem bleibe ich an Bord

4.7
(44)

Als größter Vermögensverwalter der Welt korreliert die Aktie stark mit dem allgemeinen Aktienmarkt. Das ist seit jeher so gewesen und nicht weiter verwunderlich.

Die Aktionäre sind in den Boomjahren mit erheblichen Rückflüssen verwöhnt worden. Es gab zweistellige Dividendenerhöhungen und umfangreiche Aktienrückkaufprogramme.

Nun haben wir alle das letzte schwache Börsenjahr miterlebt. Die Aktie machte – wie viele andere Titel auch – ein zweistelliges prozentuales Minus.

Ich verrate sicher kein Geheimnis, dass ich trotzdem mit einer Fortführung der Dividendenerhöhungshistorie gerechnet habe. Denn die Payout-Ratio ließ dazu noch Luft und es gab wenig Gründe, nach nur einem schwachen Jahr die Flinte ins Korn zu werfen.

Das Management hat meine Erwartung auch erfüllt. Allerdings – vielleicht bin ich da auch etwas zu anspruchsvoll – war die Erhöhung dann doch nur moderat. Angesichts der hohen Inflation bedeutet das faktisch einen Realdividendenrückgang.

Warum ich trotzdem in der Aktie investiert bleibe und mittelfristig von einer Rückkehr zu zweistelligen Erhöhungen ausgehe, erfährst Du in diesem Beitrag.

Die BlackRock-Aktie hat nach dem schwachen Börsenjahr 2022 in meinem Dividendendepot etwas an Gewicht verloren. Sie ist mittlerweile „nur noch“ die zehntgrößte Position, ihr Depotanteil liegt bei 3,6%. Damit ist sie aber immer noch hoch gewichtet und entsprechend wichtig ist mir die weitere Entwicklung. Den größten Vermögensverwalter der Welt habe ich hier ausführlich vorgestellt.

Der Langfristchart zeigt, dass ich – im Nachhinein – günstige Einstiegskurse erwischt habe und immer noch auf hohen Buchgewinnen sitze:

BlackRock 10-Jahres-Chart in USD
BlackRock 10-Jahres-Chart in USD

Dividendenzahlung

BlackRock zahlt erstmals eine Quartalsdividende von 5,00 US$ je Aktie (zuvor: 4,88 US$). Das ist eine Erhöhung um 2,5% oder 0,12 US$. Für die 25 Aktien in meinem Depot ergibt das eine Brutto-Dividende von 125 US$. Die onvista bank rechnete zum Kurs von 1,07726 in Euro um. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 86,39 €. Sie wurde mit Wertstellung 23.03.2023 überwiesen.

Dividendengutschrift BlackRock im März 2023

Perspektiven

Der Blick in den Rückspiegel ist bei BlackRock ernüchternd. Das Geschäftsjahr 2022 zeigte unterm Strich Rückgänge in allen maßgeblichen Bereichen.

Die Assets under Management gingen um 14% zurück. Ende 2021 war die 10 Billionen-Dollar-Marke geknackt worden, ein Jahr später sind es nur noch 8,5 Billionen US$. Das ist aber natürlich trotzdem eine unvorstellbare Summe…

Die durchschnittlich verwalteten Gelder gingen im Jahresvergleich übrigens nur 4% zurück und das erklärt dann auch den geringeren Umsatzrückgang von 8% im Jahresvergleich.

Der Gewinn je Aktie sank um 11%. Verdient wurden aber immer noch 33,97 US$ je Aktie. Die vier Quartalsdividenden summierten sich auf 19,52 US$, so dass die Ausschüttungsquote bei 57% lag.

Die moderate Steigerung auf nun 20 US$ würde – bezogen auf den Gewinn von 2022 – eine Ausschüttungsquote von 59% bedeuten. Das ist weiterhin im gesunden Rahmen.

Die nackten Zahlen führen nicht zu Freudensprüngen. Dagegen stehen jedoch stetige Nettozuflüsse in die Fondsprodukte. Insgesamt konnte BlackRock 2022 neue Gelder in Höhe von netto 306 Mrd. US$ gewinnen, davon allein 113 Mrd. US$ im vierten Quartal. Beides ist zwar auch weniger als in 2021, aber immer noch beeindruckend.

Und das ist auch der Aspekt, der mir als Aktionär immer wieder deutlich macht, auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. BlackRock ist der unbestrittene Marktführer, hat die meisten Fondsprodukte und für institutionelle Anleger offenbar auch die attraktivsten Angebote. Denn allein die Nettozuflüsse in einem Quartal sind größer als viele kleinere Vermögensverwaltungen insgesamt verwalten. Und mit dieser schieren Größe sind dann eben auch Synergieeffekte verbunden, die es BlackRock ermöglichen, mit einer geringeren prozentualen Vergütung zurechtzukommen und immer noch gutes Geld zu verdienen.

2023 scheint aktuell ein deutlich besseres Börsenjahr als 2022 zu werden. Wir sind zwar erst am Ende des 1. Quartals und es kann noch viel passieren. Aber der Auftakt ist zumindest gelungen. Und das bedeutet dann voraussichtlich auch, dass die Ergebnisse von BlackRock in diesem Jahr wieder wachsen werden. Und das ist auch der Punkt, der mich zuversichtlich macht!

Der Aktienkurs ist seit Jahresbeginn zurückgegangen und liegt auf Euro-Basis bei -9%. Die Assets under Management und damit auch die prozentualen Vergütungen für BlackRock sollten allerdings leicht zugelegt haben.

Die Quartalsergebnisse für das 1. Quartal 2023 werden bereits Mitte April veröffentlicht. Und ich gehe hier von einer positiven Überraschung aus, die dem Aktienkurs wieder Auftrieb geben dürfte.

Aufgrund der starken Korrelation mit dem Gesamtmarkt habe ich für mich jedoch beschlossen, die Position nicht auszubauen. Mit 25 Aktien bin ich schon gut investiert und der Depotanteil wächst hoffentlich in den nächsten Wochen und Monaten wieder von selbst.

Genauso erwarte ich, dass – wenn dieses Börsenjahr wirklich einigermaßen ordentlich verläuft – die Dividende im nächsten Jahr wieder zweistellig erhöht werden kann. Denn die Gewinnbasis ist ja vergleichsweise niedrig und somit könnte die Payout-Ratio sogar wieder sinken. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Reise in diese Richtung geht!

Auf einen Blick:

Unternehmen:BlackRock
ISIN:US09247X1019
Im Divantis-Depot seit:04.04.2017
Letzter Nachkauf am:15.01.2020
Stückzahl im Divantis-Depot:25
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:395,74 €
Gesamtkaufpreis:9.893,58 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:1.652,35 €
Aktuelle Strategie:Halten und Dividende kassieren

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?

Dann bewerte ihn mit einem Klick!

Durchschnittliche Bewertung: 4.7 / 5. Anzahl der Stimmen: 44

Gib die erste Bewertung für diesen Beitrag ab!

Schade, dass Dir der Beitrag nicht gefallen hat!

Unterstütze die Qualitätsverbesserung!

Möchtest Du mir einen Hinweis geben, was ich besser machen kann?

Kommentar verfassen