Die Shoppingtour geht weiter

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Manch einer hält mich vermutlich für wahnsinnig, andere für mutig. Und tatsächlich liegen Mut und Wahnsinn ja auch dicht beieinander. Für mich ist beides aber nicht mein Maßstab.

Ich ziehe konsequent meinen Investitionsplan durch. Ich verfüge seit Jahren über eine laufend gepflegte Watchlist, nach der ich meine Aktienkäufe auswähle. Und auf dieser Watchlist sind derzeit viele Aktien als kaufenswert verzeichnet. Kein Wunder, denn sie sind ja in den letzten Börsenwochen deutlich günstiger geworden.

Für welchen Aktienkauf ich mich entschieden habe, erfährst Du in diesem Beitrag. Außerdem gibt es noch alle Details zur Dividendenzahlung von Kellogg.

Veolia Environnement

Die Aktie des französischen Wasser-, Müll- und Energieversorgers Veolia Environnement habe ich letztes Jahr neu in mein Depot aufgenommen und hier ausführlich beschrieben.

Der weltweit tätige Konzern hat auch für 2019 wieder hervorragende Geschäftszahlen veröffentlicht (Umsatz: +4,3%, EBIT: +5,0%) und wird seine Dividende auf 1,00 € (+8,7%) erhöhen. Das Geschäftsmodell sehe ich als krisenfest an. Weder ein Coronavirus noch eine Wirtschaftsrezession sollte ernsthaft den Wasserbedarf oder die Müllproduktion verändern.

Mit dem allgemeinem Kursrutsch ist auch die Veolia-Aktie unter die Räder gekommen und generierte bei mir mit einer Dividendenrendite von mehr als 5% ein Kaufsignal.

Kursdiagramm Veolia Aktie im März 2020

Der Aktienkauf

Ich kaufte 90 Aktien von Veolia Environnement zum Kurs von 19,40 €. Den Kauf führte ich in mein Depot bei der DKB über Tradegate durch. Ich zahlte dafür eine Kaufprovision von 10,00 € und französische Finanztransaktionssteuer von 5,24 €. Insgesamt zahlte ich für den Aktienkauf 1.761,24 €.

Wertpapier Abrechnung Kauf von Veolia Environnement Aktien im März 2020

Mit diesem Kauf habe ich nun 200 Aktien von Veolia in meinem Depot. Und erhalte im Mai eine Dividende von 200 € brutto (Ex-Dividende: 12. Mai 2020, Zahltag: 14. Mai 2020). Die Dividende soll in den nächsten Jahren weiter steigen: Als Zielwert hat das Management für das Jahr 2023 eine Dividende von 1,30 € – also 30% mehr als für 2019 – ausgegeben.

Da sich an meiner Einstellung zu der Aktie und den Aussichten gegenüber dem Erstkauf im letzten Jahr nichts geändert hat, verweise ich ansonsten auf den damaligen Beitrag.

Und zum Schluss noch der Hinweis: Da es sich um eine französische Aktie handelt, empfiehlt sich für die Dividendenzahlung unbedingt ein Depot bei der DKB *. Aber das steht auch in dem Beitrag.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Veolia Environnement S.A.
ISIN:FR0000124141
Im Divantis-Depot seit:14.08.2019
Letzter Nachkauf am:12.03.2020
Stückzahl im Divantis-Depot:200
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:20,73 €
Gesamtkaufpreis:4.145,54 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:0,00 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

Kellogg

Kellogg habe ich hier ausführlich vorgestellt.

Dividendenzahlung

Kellogg zahlt erneut eine Quartalsdividende von 0,57 US$. Für meine 50 Aktien ergibt das eine Brutto-Dividende von 28,50 US$. Sie wird von der onvista bank zum Kurs von 1,1352 in Euro umgerechnet. Nach Abzug der Steuern verbleibt eine Netto-Dividende von 18,69 €. Sie wird mit Wertstellung 16.03.2020 überwiesen.

Dividendengutschrift Kellogg im März 2020

Perspektiven

Kellogg hat sich in der aktuellen Börsenkorrektur vergleichsweise gut gehalten. Die Aktie ist seit Jahresbeginn „lediglich“ 6,8% im Minus. Damit ist sie auf Platz 10 meiner 50 Depottitel. Sie erfüllt damit meine Ansprüche an einen defensiven Titel, zu dem ein Nahrungsmittelhersteller traditionell gehört. Denn gegessen wird immer und gerade in einer Corona-Krise hat Kellogg Potenzial von Hamsterkäufen zu profitieren.

Aufgrund des doch eher geringen Rückgangs ist die Aktie derzeit für mich kein Kauf. Das hört sich zwar paradox an, weil es ja für die Aktie spricht. Aber ich sehe so viel Kaufgelegenheiten bei anderen größeren Verlierern, dass ich meine Barmittel lieber für solche Gelegenheiten einsetze.

Auf einen Blick:

Unternehmen:Kellogg
ISIN:US4878361082
Im Divantis-Depot seit:26.11.2015
Letzter Nachkauf am:08.12.2015
Stückzahl im Divantis-Depot:50
Durchschnittskaufkurs inkl. Gebühren:65,74 €
Gesamtkaufpreis:3.286,85 €
Bisher erhaltene Netto-Dividenden:305,34 €
Aktuelle Strategie:Bei Kursschwäche nachkaufen

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13 Gedanken zu „Die Shoppingtour geht weiter“

  1. Super Unternehmen! Hatte Veolia letztes Jahr aufgrund seiner Zukunftschancen gekauft und werde vielleicht auch nachkaufen. Leider habe ich die französische Quellensteuer noch nicht so gut gelöst wie du und die Watchlist ist noch lang :-) Grüße

  2. Hallo Ben ich halte das nicht für mutig oder wahnsinnig. Das ist beides auf einmal. Ich weiß nicht wo wir stoppen, aber es würde mich nicht wundern, wenn Dir irgendwann das Geld ausgeht und wenn der Kursrutsch stoppt ist vielleicht alles Pulver sinnlos verschossen.

    Swiss Re gab es heute schon für EUR 53,62

    BASF für unter EUR 40,-

    Allianz für unter EUR 125,-

    Veolia für EUR 16,-

    Wie werden die Kurse morgen sein? Warum wartest Du nicht bis es aussieht als ob es eine Stabilisierung gibt? Macht es nicht mehr Sinn eine Veolia zwar vielleicht bei EUR 19,40 zu kaufen, aber dann wenn der Kurs von Süd nach Nord gedreht hat. Und nicht wenn der Kurs fällt wie ein Stein. Wenn der Kurs aber vielleicht auf EUR 10,- fällt kann man in der Trendwende bei EUR 13,- kaufen.
    Kurse von EUR 10,- unglaublich? Ja aus heutiger Sicht schon.

    Aber letzte Woche habe ich bei Kursen von 10.400 DAX Pinkten auch geschrieben, dass wir die 8.000 Punkte schneller sehen werden als die 12.000 Punkte. Nachbörslich liegen wir momentan bei etwas unter 8.700 DAX Punkten. I

    Woher nimmst Du die Gewissheit, dass Kurse welche seit Tagen dramatisch rutschen, exakt an dem Tag der Kursrutsch beendet sein soll, an welchem Du investierst?

    Die Antwort heißt vermutlich verbilligen.

    Woher nimmst Du die Gewissheit, dass wir nicht auf 8.000 / 7.000 / 6.000 / 5.000 oder weniger DAX Punkte fallen? Unvorstellbar? Ja aus heutiger Sicht sogar für mich.

    Glaube mir, dass habe ich jetzt schon zig mal geschrieben, die Börse kann länger irrational sein als wir Geld haben. Ansonsten wäre das unbegrenzte Nachkaufen schon eine ideale Lösung. Wir sind aber nicht die Bundesbank und können nicht unbegrenzt Geld generieren.

    Mir hat früher immer imponiert wenn die Bundesbank in konzentrierten Aktionen mit der japanischen, englischen und der FED Dollar gekauft oder verkauft hat um die DM bzw. die europäischen Währungen entsprechend in die Richtung zu bewegen, welche gewünscht war. Bei weiter fallenden Kursen wurde einfach weiter gekauft. Ein paar Jahre warten und dann bei Gelegenheit wieder rückwärts. Am Ende blieb immer ein gigantischer Gewinn, welchen die deutsche Bundesbank an den Staat überwiesen hat. Die hatten aber damals fast unbegrenzte Feuerkraft. Die fehlt uns.
    Nur George Soros hat einmal die Bank of England in die Knie gezwungen. Ansonsten sage ich, wette nie gegen den Markt. Man zieht den kürzeren.
    Das ist momentan wie Fahrstuhlfahren vom 180 Stock nach unten nur ohne Etagenanzeige. Und man steigt zu und möchte eigentlich nach oben. Und man wartet nicht ab bis der Fahrstuhl hält oder langsamer wird sondern steigt bei voller Fahrt abwärts zu, da man denkt es geht schon lange nach unten, irgendwann geht es auch wieder nach oben.

    Das „verbilligen“ hat noch einen anderen Nachteil. Man kauft immer die Looser Aktien. Die wirklich starken Aktien wird man selten kaufen, weil diese im Kurs nicht so stark gestürzt sind. Und manchmal gibt es bei den Looser Aktein ja auch einen Grund und manche erholen sich vielelicht auf Jahre nicht mehr. Siehe die viel diskutierte TUI oder Lufthansa. Oder die Banken usw.

    Also die Handlungsweise in so fallende Kurse nachzukaufen ist nicht zur Nachahmung zu empfehlen.Auch wenn ich der Meinung bis, dass das Coronavirus irgendwann der Vergangenheit angehören wird und die Kurse wieder steigen werden. Die Frage ist nur von welchem Niveau. Letztendlich sehe ich tatsächlich die Krise als Jahrhundertchance um in Aktien zu investieren. Das Ereignis wird vermutlich (hoffentlich) für lange Zeit einzigartig sein. Aber es gilt auch, nicht zu früh alles Pulver verschießen. Ansonsten kann das eine sehr teuere Erfahrung werden.
    Niemand weiß wie es weitergeht. Besser ein bißchen später in den Markt einsteigen als viel zu früh.

    Ich warte auf eine V Formation und nicht auf eine eintägige Erholung und am nächsten Tag geht es schon wieder runter. Klar bei dem Kurssturz geht es nicht langsam nach oben, das wird schlagartig passieren. Das optimalste wäre, wenn die Kurse an einem Tag noch richtig runtergehen und dann im Tagesverlauf drehen und deutlich im Plus schließen. Mal abwarten wie es weitergeht.

    Mutig, mutig und wahnsinnig.

    1. Naja, er kauft ja nicht Unmengen, so wie ich das sehe. Und man weis ja auc nicht wieviel Cash er zurückhält, zum anderen kommen auch gut Dividenden rein. Falls ab Herbst ein Impfstoff verfügbar wäre – Thema Curevac, dann kann es auch ganz schnell wieder in die andere Richtung gehen. Sonst haben wir das immer sehr langsam erlebt. Ist das eine Situation die wir schonmal „so“ erlebt haben – ich finde nein, dahher kann es gut möglich sein, dass es auc anders rum geht.
      Ich investiere auch kleine Tranchen an gewissen Marken.

      Für mich zählt die Frage. Wie ist das Unternehmen aufgestellt? Was macht es? Welche Stellung nimmt es in der Branche ein? Wie schaut die Bilanz aus usw. Klar dann auch eine Divirendite. Aber nur weil die dann aktuell Ü10% eventuell liegt ist es eben für mich trotzdem kein Kauf.

      Ich finde Ben macht es richtig. Er kauft in für ihn „kleineren“ Beträgen nach. Obwohl ich „star“ auch verstehe. Da wir irgendwann so Gott will eh die „alten“ Höchststände erreichen, die Frage ist nur wann und wenn man weis das man einen Anlagehorizont Ü10 Jahren hat und daher auch Geduld, kann man auch ruig, wenn der Markt 20 / 40 / 60% fällt dazukaufen. Wenn man nix mehr hat und das wird früher oder später jedem passieren, es sei denn man investiert nur via Sparplan, sitzt man es eben aus.

      Wenn ich nur noch 5 Jahre hätte, würde ich es genau wie „star“ machen – erst dann kaufen wenn man genau den „Turnaround vermuten kann und wo es mehrere Tage durch Nachrichten oder eben Kurse postives zu vermelden gibt. Dann scheisst man auf ggf 10-20% und geht halt dann mit mehr rein.

  3. Ben macht das schon gut. Wie soll man denn bei solchen Marktbewegungen erkennen was eine nachhaltige Erholung und was nur ein weiterer Dead Cat Bounce ist. Etappenweises einsteigen wird wahrscheinlich für die Menge der Anleger nicht schlechter sein, als über einen Boden zu spekulieren und evtl. Zu verpassen. Ich würde eher sagen, man hat aufjedenfall schon mal nicht die schlechtesten Kurse erwicht.

  4. Ich befuerchte nur, dass viele dividenden gekuerzt oder auch ganz eigestellt werden, wenn all diese virus vorsichtsmassnahmen weltweit die wirtschaft abwuergt. All diese massnahmen stehen doch in keinem verhaelltniss gegen den schaden, den der virus anrichtet. Und die regierungen brauchen doch auch steuereinnahmen. Gerade jetzt, wo sie stuetzend eingreifen mussen.
    China ist da schon einen schritt weiter. Arbeit wird wieder forzgesetzt, maerkte geoffnet, ….. Und die boersen dort schneiden wesentlich besser ab als hier.
    Und dann noch der euro, der mal wieder unter den labilen suedlaendern zu leiden hat. Wird der ueberleben, wo der koste-was-es-wolle-dragi in ruhestand ging.

  5. Noch was :
    Frueher wurden mal etwa 70% aller anlagen an den boersen von fonds verwaltet. Fonds duerfen aber maximal 30% cash halten. Die MUESSEN also immer schoen nachkaufen, wenn der markt faellt. Das wirkt natuerlich etwas stuetzend.

    Und wie ist das heute ? Leute legen ihr geld in etf s an. Hier gilt diese 30% regel natuerlich nicht mehr ! Etf anteile werdenin der panik auf den markt geworfen, und dann wird anteilmaessig alles abverkauft, gute und schlechte enthaltene werte im gleichen masse. Deswegen sind momentan auch gute werte so billig

    1. Ich denke auch, dass die aktuellen Kursbewegungen unseren „neuen Allzweckwaffen“, den ETFs geschuldet sind. Fondsmanager können auch „Absicherungen“ in Form von Futures kaufen bzw. aktuell eher verkaufen, ohne den Aktien-Bestand anzugreifen und auf den Markt zu werfen.

  6. Und …… Ich kann den ben gut verstehn, ich mach es aehnlich. Ich hab mir abgewoehnt, mein depot nach dem depotwert und den kursen zu beurteilen, sondern nach den dividenden einnahmen. Einmal gekaufte papiere will ich i.a. nicht wieder verkaufen, also isses doch eigentlich egal, wo der kurs steht, solange die dividenden kommen. (Wie gesagt : solange ! ) Und dann freut es mich jedesmal, wenn ich bei einem fallenden kurs durch einen kleinen einkauf meinen zu erwartenden dividenden betrag ein wenig vergroessern kann. Gibt mir ein gutes gefuehl ! (So ertaegt sich der crash recht gut, emotional gesehen) Und so gott will ist es in 5 jahren eh egal, ob ich 10 oder 20% ueber dem tiefstkurs gekauft habe

    1. Genau, dann kann man das Depot ganz anders bewerten vor allem wenn die Hälfte die Werte keine Dividende mehr zahlt, oder aber die Divi stark einkürtzt. Tolle Strategie.

      Ich habe mir heute erstmal Alteryx gegönt zu 74€ Dividende ist bei mir kein muss.

      VG Hans

  7. Veolia hat leider gerade die Dividende gekürzt. Hab auch in zwei Tranchen nachgekauft und warte jetzt erstmal ab. Kurzfristig nachtürlich sehr schade, langfristig wird es hoffentlich keine Auswirkungen haben. Wenn der Kurs deutlich unter 16€ fällt, überleg ich, ob ich nochmal nachkaufe.

  8. Ich bin erst seit letztem Jahr unter die Dividendensammler gegangen und noch nicht so lange dabei, aber ist schon auffallend, dass gerade die europäischen Unternehmen als erstes die Dividenden kürzen. Gerade Frankreich tut ja einiges um Aktien-Investoren zu „behindern“.

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