Bestens positioniert für die US-Präsidentenwahl

US Election 2020
4.6
(52)

Joe Biden oder Donald Trump. Einer von den älteren Herren wird die Wahl im November gewinnen. Und entweder müssen wir dann weitere vier Jahre Donald Trump und seine Tweets ertragen oder dieses Kapitel ist beendet. Ob es mit dem Demokraten Joe Biden besser wird, steht allerdings noch in den Sternen.

Was bedeuten die beiden Kandidaten aber für mein Aktiendepot? Und wie stelle ich mich am besten auf, um keine böse Überraschung zu erleben?

Meine Gedanken dazu erfährst Du in diesem Beitrag.

Zunächst einmal: Keine Hektik

Bis zum November ist es noch einige Zeit. In jedem Fall genug Zeit, um das Depot an der ein oder anderen Stelle zu optimieren. Und einen Blick auf die Umfragen zu werfen. Denn obwohl Joe Biden derzeit meilenweit führt, heißt das für die Wahlentscheidung noch nichts. Das Wahlsystem hat ja schon beim letzten Mal dazu geführt, dass Donald Trump mit weniger absoluten Stimme als Hillary Clinton zum US-Präsidenten gewählt wurde. Er hatte die wichtigen Swing States gewonnen und das reichte dann für die Mehrheit im Wahlmännergremium.

Die Börse stagniert statistisch gesehen in US-Wahljahren zwischen August und Anfang November. Dann setzt in der Mehrzahl der Wahljahre eine Jahresendrallye ein, in der speziell die Aktien profitieren, die sich vom Wahlausgang einen Schub versprechen.

Wie positionieren sich Profis?

Schätzungen der Schweizer UBS zu Folge, passen 61% der Investoren unabhängig vom Wahlausgang schon vorher ihre Depots an. Da sie aber auch nicht wissen, wie die Wahl ausgeht, erhöhen sie vor allem ihre Liquidität. So können sie dann nach der Wahl bei neuen Branchenfavoriten zugreifen.

Wahlsieger Joe Biden?

Wird Joe Biden der 46. Präsident der USA, dann hat er angekündigt, die Unternehmenssteuern, die Trump von 35 auf 21% gesenkt hat, wieder auf 28% zu erhöhen.

Das würde die Gewinne im S&P 500 nach Schätzungen von Goldman Sachs um rund 12% reduzieren. Und natürlich keine große Freude an der Wall Street auslösen. US-Privatanleger sollen dann auch Steuern auf Kapitaleinkünfte zahlen.

Gewinnerbranchen gibt es aber auch: Denn die 2 Billionen US-Dollar an höheren Steuereinnahmen sollen in Maßnahmen gegen den Klimawandel, die Erneuerung der Energieversorgung und die Elektromobilität gesteckt werden. Gestärkt werden soll auch die marode Infrastruktur (Straßen- und Brückenbau, öffentliches Transportwesen).

Zugleich soll der Mindestlohn auf 15 US$ pro Stunde erhöht und die vorhandenen privaten Krankenversicherungen um eine staatliche Option ergänzt werden.

Gewinner-Aktien

Die Erhöhung des Mindestlohns dürfte sich positiv auf die Verbraucherausgaben auswirken. Profitieren sollten Konsumgüteraktien wie Procter & Gamble oder Nike. Die Gesundheitsthemen sollten Aktien von Johnson & Johnson oder CVS Health begünstigen. Die UBS sieht in ihrer Studie zudem Medtronic und Thermo Fisher als Gewinner. Ebenso sollten Industrieaktien wie Honeywell und Stanley Black & Decker im Fokus stehen.

Verlierer-Aktien

Zu den Verlierern eines Wahlsieges von Joe Biden gehören vermutlich Unternehmen, die unter stärkeren Umweltauflagen zu leiden hätten. Insbesondere die Frackingindustrie, aber auch die Sektoren Rüstung und Tabak gelten als potentielle Wahlverlierer.

Mein Depot mit seinem nachhaltigen Ansatz und Ausschlusskriterien gegenüber einigen Branchen dürfte deshalb bereits jetzt gut aufgestellt sein, wenn es tatsächlich zu einem Wahlsieg von Joe Biden kommt.

Wahlsieger Donald Trump?

Trotz der Umfragen ist ja ein Wahlsieg von Donald Trump keineswegs ausgeschlossen. Ich glaube aber nicht, dass es im Anschluss erneut zu einem Börsenhausse wie nach seiner ersten Wahl kommen wird. Denn noch weitere Steuersenkungen kann er sich nicht leisten.

Es wird trotzdem Wahlgewinner an der Börse geben. Vermutlich werden es genau die Branchen sein, die unter Joe Biden zu leiden hätten: Fracking, Rüstung und Tabak.

Was will die Wall Street?

Traditionell gelten die Demokraten als Gift für die Börse und die Republikaner als die Lieblinge. Diesmal scheint es aber so zu sein, dass die Mehrheit an der Wall Street einfach keine Lust mehr auf Donald Trump hat. Seine ständigen Unruheherde, der Handelskonflikt mit China und sein katastrophales Corona-Krisenmanagement haben dafür gesorgt, dass interessanterweise mehr Wahlkampfspenden aus der Finanzbranche zu Joe Biden als zu Donald Trump gehen.

Dieser Branche ist der Sieger egal

Da beide Kandidaten in ihren Wahlprogrammen einen Fokus auf die Verbesserung der Infrastruktur legen, sollten Aktien aus dieser Branche unter beiden Kandidaten profitieren. Staatliche Aufträge sollen zudem die Konjunktur beflügeln. Wenn Du Dich also neutral zum Wahlausgang positionieren willst, dann sind Infrastrukturaktien vermutlich die beste Wahl.

Meine Strategie für die nächsten Monate

Ich bin mit meinem Depot breit diversifiziert und habe einige potentielle Gewinner eines neuen US-Präsidenten an Bord. Mein Depot ist aber auch unter Donald Trump nicht so schlecht gelaufen. Deshalb sehe ich erst mal keinen akuten Handlungsbedarf. Die Idee der Profis, die Liquidität zu erhöhen, finde ich hingegen nachvollziehbar.

Der Wahlkampf wird sicher noch hart und dreckig werden. Und da können auch populistische Themen schnell für Kursschwankungen sorgen. Wenn es Trump hilft, wird er sicher noch einmal an den verschiedenen Konfliktherden zündeln. Da muss ich nicht voll investiert sein. Jedenfalls sehe ich keinen Grund, vor November verstärkt in Aktien zu investieren. Ich werde weiter selektiv zugreifen und – wenn die Dollar-Schwäche anhält – erstmal auch Unternehmen außerhalb der USA anschauen.

In jedem Fall wird es spannend und keine langweilige Zeit. Und dann wissen wir am 3. November endlich, ob wir vier weitere Jahre lang auf Tweets aus dem Weißen Haus achten müssen oder endlich wieder eine verlässlichere und diplomatischere Politik erleben.

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22 Gedanken zu „Bestens positioniert für die US-Präsidentenwahl“

  1. Hallo,

    super zusammengefasst.

    Ich habe ja keinen Pharmawert als Einzelaktie im Depot und konnte mich die letzten Wochen immer noch nicht zu einem Kauf entscheiden, z.B. JNJ oder AMGN, obwohl ich gerne weiter diversifizieren möchte.
    Die Branche könnte durch Trump noch ganz schön weiter unter Druck kommen, Preisregulierung bei Medikamenten…, man kann dazu derzeit relativ viel lesen. Reine Förderungen bzgl. Corona-Impfstoffentwicklung sind natürlich auch dem Geschäft zuträglich, aber die Wahrscheinlichkeit, dass Trump im Erfolgsfalle dann bestimmt wie dieses und ähnliche Medikamente produziert und verkauft werden müssen, erscheint mir hoch. Also unabhängig von der gesamtgesellschaftlichen Notwendigkeit, und auch unabhängig von Corona, sehe ich hier mittlerweile deutliche Risiken für die zukünftige Entwicklung / Gewinne.

    Habt Ihr da einen anderen Eindruck? Seht ihr im Pharmabereich bei den aktuellen Kursen Kaufgelegenheiten bei Schwergewichten?

    VG
    1Steven1

    1. … mit Kaufgelegenheiten meine ich hier entsprechende Unternehmen, die ausgehend vom aktuellen Kurs die nächsten Jahre sich wie der S&P500 oder besser entwickeln könnten, d.h. seht ihr hier auch Chancen?

      VG
      1Steven1

  2. Bei CVS wäre ich vorsichtiger. Ich hab das Gefühl, dass das Management nicht so ganz vom feinsten ist. Aber auch möglich, dass ich mich teusche. Ich beziehe mich hier vor allem auf den riesig grossen Goodwill, und auch auf die Verschuldung. Grosser Goodwill bedeutet, dass Firmen zu teuer übernommen werden. Hat die Medikamente- Vertriebs-Branche das nötig ? Es gibt jede Menge MegaGoodwillAktien, die in Probleme rutschten, mit einem schlechten .Management : ATT, Kraft Heinz, Teva, General Electric und vielleicht erinnert sich jemand noch an die Enron..

    Ben, dass die Demokraten von der Boerse gemieden werden, das würde ich so nicht unterschreiben. Die längste Börsenhausse aller Zeiten war unter Obama. Und Obama machte einen sehr guten Job , um das geerbte Bush Desaster wieder zu reparieren. Auch unter Clinton hatten wir eine längere Hausse. Ganz allgemein würde ich sagen : Republikaner oder Demokraten, egal ! Beides sind Kapitalisten.
    Diesmal könnte es allerdings etwas verhaltener werden, wegen des Einflusses des linken Flügels der Demokraten. Wird sich ggf zeigen, in wieweit Biden sich gegen diesen Flügel behaupten kann.

    Insgesamt befürchte ich aber leider, dass dieser Trump die Wahlen wieder gewinnt. Bei uns wäre dies eine klare Sache , aber jenseits vom Teich ? . . . Die ticken einfach ganz anders, die Amerikaner. Irgendwo hab ich Mal gelesen, dass ein Drittel der Amerikaner nicht richtig lesen und schreiben kann, und das würde mir von ein paar bekannten Amerikanern auch bestätigt. Für Politik interessiert sich da eh kaum jemand, und Wahlen sind in besonders in USA nicht vom Verstand geleitet, sondern von den Emotionen. Und darin ist der Trump ein Meister. Allerdings denke ich, dass sich im Kongress was ändern wird : ich glaube im Senat werden die Republikaner die Mehrheit verlieren . Der Congress wird dann komplett demokratisch. Und damit wird der Trump zur “lame Duck”. Er würde dann mit Sicherheit ein zweites Amtsenthebungs Verfahren nicht überstehen.

    Noch was : die Anhebung der Steuern von 21 auf 28% waere kein Beinbruch. Denn Ronald Reagan hat damals die Steuer von 38% auf 28% gesenkt. Und ist mit den 28% nicht schlecht gefahren.

    Noch was : das damals von den Reps u Trump geschaffene Steuergesetz bevorzugt das Mieten von Immobilien gegen über Erwerb von Immobilien ( Ist für Trump ja nicht so ganz uneigennützig ) . Deshalb gab es diesen riesigen Boom bei den REITs.

    Politisch halte ich eine Wiederwahl Trumps für ein Desaster. Der wird versuchen, auch noch das letzte Broeckelchen an Demokratie zu zerstören, das den Amerikanern noch geblieben ist. Weltpolitische Konsequenzen ganz zu schweigen.

  3. Guten Morgen,

    zum Alter des jetzigen und des rivalisierenden Kandidaten fällt mir sowieso nichts mehr ein. Nichts gegen sleepy Joe ( bin deswegen nicht für El Cid Trump ), aber der kann trotz der vielen Therapieversuche seiner ihn jahrzehntelang betreuenden Sprachtherapeuten einfach sein Stottersyndrom nicht so ganz ablegen, obwohl eine weitgehende Besserung eingetreten ist – das wird noch „lustig“ werden, wenn der in den großen Reden als vermeintlicher Präsident sprechen wird. Zumal er vor Agilität nur so sprudelt. Du liebe Güte, aus einem Fundus von 350 Mio Menschen wird so einer aus dem Altersheim rekrutiert ??
    Ja, ich weiß, man sollte sich über Handikapleute nicht lustig machen, aber der will ja nun nicht Fahrkartenkontrolleur oder Bademeister mit einem dafür benötigten Sprechrepertoire von maximal 1 – 3 Sätzen werden. Diese Bemerkung sei mal erlaubt.
    Zumindestens kann er in seinem hohen Alter sein Nickerchen in den Sitzungen machen, so wie damals Reagan oder der gute alte Boris J. Na gut, der war im Dienst sehr gerne dem russischen Wässerchen zugetan. Ist ja auch verständlich bei dem Stress.
    Zu El Cid Trump‘s Politik dazu nur einen Satz :
    Man nehme 2 Dutzend gekochte Spaghetti, werfe sie auf einen Teller mit lauter Sprüngen und schmeiße das Ganze aus dem Fenster, und ein nachfolgender Blick daraus offenbart das heillose politische Durcheinander..

    Ich habe viele US Aktien und mache mir eigentlich nur wegen der Dollarschwäche Gedanken, die Präsidentenwahl ist mir schnuppe. Grundsätzlich ist der Bericht von Ben richtig, denn es wird diverse Branchen ganz sicherlich bei der Biden Wahl treffen.
    Aber wenn man „neutrale“ Aktien hat, wohl eher weniger. Ich habe z.B. Aktien aus dem Satellitenbau im All und der Übertragung auf die Erde, der Datensicherung, einen in 220 Ländern agierenden Fernsehsender, eine sehr große Lebensmitteleinzelhandelskette mit täglich 11 Mio Kunden, Tech Unternehmen, Lebensmittelhersteller, Ölproduzenten, Pharmaunternehmen u.a.m. Alles USA Aktien.
    Ist doch ganz egal, wer da Präsident ist, oder ? Bei politischen Aktien ( Umweltverschmutzer ( Öl , Tabak und Konsorten, Kohleenergie….) könnte das natürlich anders aussehen.
    Könnte.
    Biden würde vielleicht gegen die Fracking Unternehmen vorgehen, aber Exxon / Chevron würden unbehelligt davonkommen.
    Außerdem : dieses ganze Gelaber vor den Wahlen, die Versprechen und das Erwecken von Hoffnungen / Begierden / Befürchtungen bei den Bürgern. Und was ist nach 1 Jahr ? Was wird gehalten ?
    Da gibt es übrigens Analysen zwischen Soll und Ist nach 1 Jahr ( ich meine nicht die „100 Tage“ ). Die fallen de facto nicht zugunsten der Politiker aus. Ich halte von diesen Versprechungen nicht viel. Die Zeit ändert sehr viel in den Abläufen und hat nachher nur noch wenig mit den Versprechungen / Androhungen gemein. Der Mensch vergißt schnell, vielen ist es auch völlig egal, Hauptsache ihm selber geht‘s gut. Was vorher gesagt wurde, ist egal. Und das wissen die Politiker.
    Also, Biden sagt am Anfang Hü und am Ende passiert Hott und keiner redet mehr danach über das Hü.
    Also warum soll ich mir über das Marketinggehabe eines machtbeflissenen alt P. – Anwärters einen Kopf machen ? Ich bin da völlig entspannt.

    Pharmaaktien, wie Pfizer, J&J, Bristol-Myer Sqibb etc. sind alle weltweit aufgestellt. Sollten die ( massiv ) durch politisches Störfeuer in ihren Abläufen gestört / gehemmt werden, ist ein Ausweichen auf andere Märkte immer möglich. Und warum sollten denn jetzt auf einmal Preise politisch fix gesetzt werden. Da gibt es seit Jahren viele Artikel darüber ( auch der ach so arme USA Bürger dürfte nicht leiden u.s.w.….), dass das ein politischer Wunsch ist. Nichts ist passiert, Obama Care wieder abgeschafft. Weil das Gesundheitssystem in den USA krankt ist, nicht die Pharmaindustrie. Außerdem sollte man die Pharmalobby in den USA nicht unterschätzen. Es geht um Hunderte Milliarden, da knickt auch der härteste Politiker irgendwann ein.

    1Steven1
    Mit Verlaub gesagt, ich verstehe die Besorgnis gegenüber den Pharmatiteln nicht.
    Die sind wie aktiennotierte Beerdigungsunternehmen. Ein todsicheres Geschäft.
    Krankheiten gibt es immer mehr, die Leute werden zwar älter, aber immer kranker. Egal welche Altersklasse. Das einzig wirklich große Risiko sind Generika und eine auslaufende Pipeline. Was ist im Bestand, was läuft demnächst aus ? Das sind die wichtigen Fragen.
    Da ist Roche mit vielen neuen Medikamenten entweder in der Pipeline oder in der klinischen 2. oder 3. Testphase schon lange gut aufgestellt. Gilt ähnlich für Novartis, siehe aber auch Ben‘s Berichte darüber.
    Warum also Zögern und Zaudern ?
    Eine J & J, Pfizer, BMS ( KGV 7 – 19 ) u.a. sind bestimmt immer einen Kauf wert. Rechne mal die 5 speziellen Aktien aus dem
    S & P 500 raus, dann laufen die bestimmt gleichlautend mit dem Index ( der war dann aber nach diesem Abzug der 5 dieses Jahr leicht im Minus ).
    Aber 1. auch nur dann ( nach Abzug ) und 2. wahrscheinlich nicht besser.
    Rechnest du die 5 besagten Unternehmen mit in den S&P 500 rein und untersuchst die Formel :
    Pharma = defensiv = Performer = > größer als S&P 500, dann solltest du den Fehler suchen.
    Ist nur meine Meinung, wer keinen Fehler in der Gleichung sieht, ist ja auch OK.
    Vielleicht mal mit Robotik, Tech oder chinesischen Aktien versuchen, wenn du Performance suchst ?
    Empfehlenswert wären auch Beerdigungsunternehmen. Peter Lynch hatte mal 2 Highflyer von denen Mitte der 80 ziger in seinem Depot. Die Namen habe ich leider vergessen, stehen aber in seinem Buch „ Der Börse einen Schritt voraus“.
    Da brauchst du dir auch keine Gedanken mehr über politische Unwägbarkeiten, Preisdiktat, El Cid oder sleepy Joe und dergleichen zu machen. Den Tod kann man nun mal nicht reglementieren.
    Und wenn mal über El Cid Trump die erste Schaufel Erde fällt, dann gibt‘s bei dem daran beteiligten Unternehmen ein Kursfeuerwerk par excellence.
    Und du bist dabei ! Wer hätte es gedacht ?

    1. Hallo Michael I,

      schön geschrieben, die gehörige Portion Humor und Sarkasmus in Deinen Beiträgen gefällt mir :-)))

      Bezüglich meiner Frage: Ich bin leider im Pharmabereich gar nicht zu Hause und bin da deshalb sehr vorsichtig. Die teils sehr unterschiedlichen Geschäfte (z.B. Diversifikation / Sparten…) der “Pharmaunternehmen” sind mir mittlerweile bewusst, und auch die unterschiedliche Entwicklung. Ich möchte mir keinen Low-Performer anschaffen. Naja, ich muss mich sicher selbst noch etwas weiter mit dem Bereich beschäftigen. (Weitere Diversifikation des Depots “koste es was es wolle” halte ich auch nicht für sinnvoll, deshalb fällt mir bisher wohl der Einstieg selbst mit einem kleinen Betrag noch schwer. Ich bleibe dran ;-)

      VG und einen schönen Sonntag
      1Steven1

  4. Mensch Manfred, Dude, wieder dabei ? Bei dir früh am Tag auf der Corona Insel, bei mir spät in der Nacht oder sehr früh, wie man‘s nimmt.
    Stimme mit deinem Text sehr überein. Das politische Geplänkel mal außer acht lassend ( linker Flügel etc. ) kann ich das mit dem Bildungsdefizit / schlechteren Ausbildung gerade der ärmeren aber auch mittleren Schichten, der Amerikaner nach meinen Erfahrungen bestätigen.
    Gerade im Mittelwesten und in den Slums oder Underdog Vierteln von Großstädten ist ein geringes Bildungsniveau zu verzeichnen – in Europa ja nicht viel anders. Überspitzt ausgedrückt, wissen nicht wenige Amerikaner nicht einmal, wo Italien oder Deutschland liegt. Vielleicht gibt‘s da auch nur 5 Geografie Lehrer auf 10.000 Schüler ? Natürlich nicht, aber Geografie u.v.m. steht wohl eher nicht auf dem Stundenplan. Goethe ? Hat der nicht mal bei Mc D. im Drive in gearbeitet ?
    In den USA gilt das Prinzip der Aura, des starken Machers/in, des eloquenten Agitators, des medienerfahrenen Beinflussers :
    Gerade da ist Trump m.E. ein Profi und beherrscht die Klaviatur der medialen Beeinflußung meisterlich. Das ist auch die große Gefahr, dass er dadurch doch noch gute Chancen auf eine Wiederwahl hat. Zumindestens emotional, und das ist sicherlich sehr entscheidend. ( Fragt man in Deutschland Bürger nach dem Grund für ihre Wahlentscheidung, kommen nicht wenige Antworten wie „ Der sieht ganz gut aus“, „der hat so schön gesprochen“, „hat Ausstrahlung und geht ans Herz“ und dergleichen Oberflächlichkeiten ). Die schlichteren Gemüter unter uns sind da nicht viel anders !!
    Wer wie John Wayne acht Indianer aus dem fliehenden Galopp mit 6 Revolverkugeln niederstrecken kann, der ist ein echter Kerl, ein richtig guter Amerikaner eben.
    Warum eigentlich tritt Arnold S. nicht mit bloßem Oberkörper als Kandidat auf ? Ach ja, der kommt ja aus Österreich, was in den USA viele nicht kennen dürften. Der darf als nicht waschechter Amerikaner nicht kandidieren.
    Also, Trump würde ich nicht vollends abschreiben.

    1. Michael, hab viel schmunzeln müssen ! A po pro Geographie : ein Freund von mir war vor einem Jahr in den USA. Die fragten ihn : ” where are you from ” . ” jGermany .” ” Ah ! There ist a bridge between USA and Germany
      ! ”
      Was den linken Flügel angeht : fuer die Amis ist man ja schon ein Kommunist, wenn man einen etwas gerechteren Ausgleich schaffen will. Unsere SPD ist für die Amis rotester Sozialismus.
      Michael, dieser Typ im weissen haus macht eben mal schnell die gesamte Weltwirtschaft kaputt. Und das noch auf eine sehr masochistische Art ! Die Amis leiden da ja auch drunter, wenn zb das Spielzeug, das sonst aus China kommt, plötzlich doppelt so teuer wird. Und der kann nur kaputten, mal was so richtig aufbauen, da fehlen im die Kapazitäten dazu ! Der weiss nicht, was in Pearl Harbour passiert ist, kann keine amerikanische Flagge bemalen, von “Tightland” hat er auch keine Ahnung, und inzwischen weiss er sogar, dass Lincoln die Sklaven befreit hat ( nachdem es ihm eine Journalistin gesagt hat. )
      Was den ganzen Globus betrifft, halte ich den Biden für den weit besseren. Dann steigen auch hier in Deutschland die Aktien mal wieder. Und dann der Dollar ? Ich nix wiss !

  5. M&M wunderbare Kommentare! Ihr rettet meinen Sonntag!

    Ich als Europäer und deutscher Staatsbürger im gesetzten Alter, bin auch sprachlos darüber, dass eine Nation, oder sagen wir DIE Nation schlechthin, keinen anderen Kandidaten für ein solches Amt findet! Selbst in good old Germany findet man noch den ein oder anderen fähigen Politiker der die beiden locker ersetzen könnte!

  6. Ja, mit dem das Blut gerinnnen lassenden Geistesgaben kann Trump sicherlich nicht aufwarten.
    Das ist nicht gerade der Trumpf von Trump.
    Eher könnte man ihn vielleicht mit einem durchschnittlich begabten Collegeabsolventen aus Pittsburgh oder Idaho vergleichen, der fühzeitig das College abbrechen mußte, weil der Vater gesagt hat „Mensch Junge, lern was anständiges anstatt Zeit in der Schule zu verplempern, mach lieber den Rinderstall sauber.“
    Ich finde es daher durchaus bemerkenswert, dass er schon mal was von Lincoln gehört hat, von diesem beliebten Pfeifentabak. Und das obwohl er gar keine Pfeife raucht, aber dafür eine ist.
    Ich meine, irgendwie bemüht er sich ja seine wenigen Kenntnisse über seine Berater aufpolieren zu lassen und neulichst bemerkte er, erfahren zu haben, dass China bevölkerungstechnisch mehr als die von ihm angenommenen 300 Mio Menschen haben und somit größer als die USA sind ( das hat er natürlich nicht gesagt, aber falls er es hätte, würde es niemanden verwundern ).
    Das läßt doch hoffen, lernfähig ist er ja, es braucht eben noch ein wenig Zeit, bis er sein Allgemeinwissen weiter ausbauen kann. Eine zweite Amtszeit wäre für die Erweiterung dieses Wissens wahrscheinlich so nützlich wie für einen Hauptschüler in den 80 zigern der Besuch der 8. und letzten Klasse.
    Und klar ist, das Volk ist eben noch nicht reif für seine Ideen. Da muß das Volk noch daran arbeiten, ihn zu verstehen.

    1Steven1

    Schau dir mal J&J ( 3 Säulen Geschäftsmodell ), Roche, Novaris oder BMS an. Da kann man glaube ich nicht viel falsch machen.

  7. Dafür das wir Amerikaner so dumm sind treiben wir euch aber ganz schön um…
    Macht doch mal ein echtes Statement und lasst die Finger ganz von US Aktien, das wäre doch was.
    Schön das ihr euch hier so auskotzen könnt, habt ihr ein paar dummen Amis zu verdanken..

    Meine Hoffnung ist, das Donald Trump eine weitere Amtszeit bekommt und den USA ein Joe Biden erspart bleibt.

    Gruß
    Joe

    1. Joe, für das “echte Statement” braucht man gar nicht lange suchen. Gerade lese ich, dass der A+ Präsident in den letzten 24 Stunden folgenden Satz vom Stapel gelassen hat :
      ” Hat die grosse Pandemie von 1917 den 2.Weltkrieg beendet ?” Hehe, ein paar Nachhilfestunden in Geschichte : Die Pandemie begann 1918, und der 2. Weltkrieg, naja, der war ein paar Jahrzehnte später . .

  8. @Joe… das denke ich mir auch jedes mal, wenn Leute (auch Freunde) über die böse USA und deren dummen Einwohner meckern… dann wird aber der Milchshake bei McDonald’s geholt, mit dem Iphone Google gefragt u.s.w.
    Naja wie auch immer… ich bin und bleibe investiert.
    Glück auf ;)

  9. Die USA bleiben auch nach November der wichtigste Aktienmarkt der Welt, egal, wer am roten Knopf resp. im Weißen Haus sitzt. Es wäre fahrlässig, die USA außen vor zu lassen.

    1. Sebastian, die Frage ist nur, wie lange noch ?
      Wie lange bleiben die USA noch der wichtigste Aktienmarkt der Welt? Die Chinesen holen mit 7-Meilenstiefeln auf ! Ein paar Positionen in China können nicht schaden. Ausserdem sind dort wirklich gute Werte mit guten Dividenden teilweise sehr billig bewertet

          1. Möglicherweise auch Guangdong Investment. Da untersuch ich momentan die Cashflow Verhältnisse.
            Die ist allerdings vom Staat dominiert.

      1. Bin froh das die dummen Amis dabei stehenbleiben…

        In China sind 99,987% der Firmen vom Staat dominiert, die Handvoll reinen privaten Firmen krebsen so vor sich hin.
        Das ist ja wohl nichts neues! Alle Firmen arbeiten nach staatlichen Vorgaben und staatlichen Regeln zugunsten der Regierung, dafür bekommen die auch die massive Unterstützung!

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