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Auf geht’s in ein weiteres fantastisches Börsenjahr?

Grafik zur Finanzprognose 2026 mit gelber Jahreszahl „2026“ im Vordergrund vor dunkelblauem Rasterhintergrund. Ein grüner, nach oben zeigender Zickzack-Pfeil symbolisiert Wachstum. Dahinter sind blaue Candlestick-Elemente und Liniencharts zu sehen, die typische Kursverläufe aus Finanzmärkten darstellen.
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3 positive Börsenjahre in Folge – das hebt die Stimmung. Der Dezember schloss ein wirklich gutes Börsenjahr 2025 im grünen Bereich ab und sorgt auch bei mir für zweistellige Jahresrenditen.

Schließt der Januar nun nahtlos an die Entwicklung an und legt die Grundlage für ein viertes positives Börsenjahr in Folge? Oder ist die Party kurz vor dem Ende und wir müssen uns auf Verluste einstellen?

Die Antwort darauf werden wir erleben – ernsthaft vorhersagen kann sie niemand. Aber es gibt natürlich Erfahrungen aus der Vergangenheit und Anzeichen, die sowohl für das Eine als auch das Andere sprechen.

Wie ich den Dezember mit meinen Geldanlagen erlebt habe und mich jetzt zumindest für den Januar aufstelle, erfährst Du in diesem Beitrag.

Zweistellige Zuwachsraten im DAX 3 Jahre in Folge – das gab es zuletzt in den Jahren 2005 bis 2007. 2008 kam dann mit der Finanzkrise der große Einbruch (-40% im DAX). Das ist also ein schlechtes Vorzeichen für 2026. Es muss ja keine Finanzkrise sein, aber das Platzen der KI-Blase könnte ähnliche Auswirkungen haben.

Etwas optimistischer ist dann allerdings der Blick auf die Positiv-Serie davor. Die lief in den Jahren 1996 bis 1998. Und mit 1999 folgte dann ein weiteres Rallyejahr (+39%).

Nimmt man diese Vergangenheit, dann geht es 2026 also entweder 40% hoch oder runter mit dem DAX. Das ist natürlich keine ernsthafte Prognose. Aber es zeigt, dass auch große Ausschläge nach so einer Gewinnserie möglich sind.

Und generell macht es Sinn, sich auch auf verlustreichere Zeiten einzustellen. Denn auch wenn mit 1999 ein viertes Rekordjahr folgte, kam es dann im Anschluss zu drei Negativjahren mit dem Platzen der Dotcom-Bubble.

Kurzum: Auch wenn 2026 noch positiv werden sollte, werden auch wieder negative Börsenjahre kommen!

Doch zunächst der Rückblick auf den Dezember 2025:

Stand Wertpapierdepots

Details zu den einzelnen Depots gibt es – wie immer – ausführlich in diesem Bericht. Hier ist der schnelle Überblick:

Dividendendepot: 560.433 € (+1,1% im Dezember, +10,3% YTD)

Optionsdepot: 0 € (+1,6% im Dezember, +26,5% YTD)

Anti-Depot: 17.771 € (+2,6% im Dezember, +5,2% YTD)

Zitronen-Depot: 16.794 € (-2,0% im Dezember, +21,1% YTD)

Summe: 594.998 € (+1,1% im Dezember, +10,3% YTD)

Veränderung 2025: +28.778 €

zzgl. Entnahmen: +29.685 €

Nettoveränderung 2025: +58.463 €

Damit schließe ich das Jahr 2025 mit einem Plus von 58.000 € ab. Das liegt über meinen eigenen Erwartungen und entspricht in etwa den Zuwächsen der Jahre 2024 (+59.821 €) und 2023 (+62.071 €). 2022 verlor ich hingegen ungefähr diesen Betrag (-58.085 €).

Benchmark

Im Juli 2023 hatte ich einen monatlichen Sparplan über 25 € beim Robo-Advisor von quirion aufgelegt, den ich als Benchmark für meine eigene Depotperformance nehme. Seit April 2025 habe ich die Sparrate nun auf 50 € verdoppelt, um dann nach einem Jahr eine 13. Sparrate geschenkt zu bekommen. Insgesamt habe ich jetzt 1.200 € auf mein quirion-Konto einbezahlt und zusätzlich 100 € Aktionsprämie erhalten. Zum Monatsende beträgt die zeitgewichtete Performance +34,24% (Stand: 1.502,65 €). Zum Vergleich dazu: Die Performance meines Dividendendepots vom 05.07.2023 (Start des quirion-Benchmarks) bis zum 31.12.2025 liegt bei +34,67%.

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quirion ist regelmäßig Testsieger in Robo-Advisor-Vergleichen. Und wenn ich die Performance miteinander vergleiche, dann könnte ich mir theoretisch den ganzen Aufwand mit dem Dividendendepot sparen und würde – nach Kosten! – die nahezu identische Rendite erhalten. Das überzeugt mich durchaus und ist auch der Grund, warum ich den Sparplan fortsetze und quirion auch Neukunden empfehle. Ich selbst sehe das als sinnvolle Ergänzung zu meinen Investments in Einzelaktien. Und für das Alter bietet quirion dann auf Wunsch auch eine automatisierte und gestaffelte Veränderung der Asset Klassen mit einer Verschiebung von Aktien zu Anleihen an, um die Schwankungsbreite zu reduzieren. Über diesen Link kannst Du Dich informieren und ebenfalls ein Depot eröffnen.

Aktienkäufe

Im Dezember habe ich (kalkulatorische) Käufe in Höhe von 10.989,54 € im Dividendendepot durchgeführt:

McDonald’s-Sparplan für 18,00 €

Coca-Cola-Sparplan für 10,00 €

100 Aktien Canadian National Railway für 8.450,70 €

200 Aktien FS KKR Capital für 2.510,84 €

Bei den beiden letztgenannten Käufen handelt es sich um „interne“ Transaktionen vom Optionsdepot ins Dividendendepot. Zukünftig werden die beiden Titel im Dividendendepot geführt. Zur Performancemessung habe ich sie am 30.12.2025 zu den Schlusskursen überführt (Canadian National Railway zu 136,09 CAD je Aktie, FS KKR Capital zu 14,76 US$).

Aktienverkäufe

Im Dezember habe ich Verkäufe in Höhe von 2.989,87 € im Dividendendepot durchgeführt:

200 Aktien von Kenvue für 2.989,87 €

Aufgrund der angekündigten Übernahme von Kenvue durch Kimberly-Clark sind die Aussichten aus meiner Sicht überschaubar geworden. Deshalb habe ich mich vom Gesamtbestand getrennt.

Dividendenerträge

Im Dezember erhielt ich insgesamt 566,28 € als Netto-Dividenden. Gegenüber dem Dezember 2024 ist das eine Veränderung von +10,52 € (+1,9%).

Dividenden erhielt ich im Dezember von:

Marubeni: 23,48 €

Nippon Sanso: 11,88 €

Itochu: 87,54 €

JFE Systems: 11,46 €

Badger Meter: 1,17 €

Sompo Holdings: 30,80 €

Prestige International: 12,15 €

Johnson & Johnson: 124,56 €

Microsoft: 57,59 €

Coca-Cola: 32,37 €

McDonald’s: 17,70 €

Realty Income: 37,66 €

BlackRock: 92,59 €

Oxford Lane Capital Corp: 25,34 €

Im Dividendendepot sind damit in diesem Jahr 30.902,06 € Netto-Dividenden zusammengekommen. Rechne ich den USU-Sonderfall heraus, sind es immerhin 11.920,36 €. Mein neues Dividendenziel für 2026 habe ich hier veröffentlicht und auch alle Dividenden des Jahres 2025 analysiert.

Crowdinvesting

Über meine bisherigen Erfahrungen mit Crowdinvesting hatte ich 2020 ausführlich berichtet. Im Dezember erhielt ich 4,47 € Zinsen aus meinem Crowd-Portfolio. Dabei handelte es sich um Nachzahlungen der Projekte NEOS Bremen (Bergfürst) und Hielo Cristal Divisa I (ecoligo). Dort wurden auch 9,19 € getilgt.

Mein Portfolio ist aktuell noch 2.197,29 € groß: Ich habe ursprünglich 500 € bei Bergfürst, 1.100 € bei Engel & Völkers Digital Invest und 4.600 € bei ecoligo investiert. Davon wurden seit 2022 1.000 € bei Engel & Völkers Digital Invest (davon 45 € Ausfall), 2.702,71 € seitens ecoligo und 300 € bei Bergfürst (davon 10 € Ausfall) getilgt.

Ich bin hier nur noch auf Rückzahlungen aus und tätige schon seit längerer Zeit keine Neuinvestments mehr.

Depotperformance

Mein Dividendendepot hat sich im Dezember mit +1,1% erneut positiv entwickelt. Das Jahr endet damit mit bei einem Plus von 10,3%. Der Depotwert per Ende Dezember beträgt 560.433 €.

Top-Werte im Dividendendepot im Dezember waren JFE Systems (+14,9%), Conduit Holdings (+14,8%) und Protector Forsikring (+8,4%).

Schwächste Werte im Dezember waren Nippon Sanso (-9,1%), USU Ventures (-6,4%) und Coca-Cola (-5,2%).

Die Volatilität meines Dividendendepots lag im Dezember bei 2,0%.

Anti-Depot

Mit dem Anti-Depot verfolge ich mit Echtgeld eine abweichende Anlagestrategie. Nach starken Schwankungen (2021: +40,8%, 2022: -58,8%, 2023: +16,4%) hatte ich es vor allem mit Anleihen bestückt und 2024 entspannte +8,3% erzielt.

Im Dezember habe ich 100 Anteile des Nuveen Preferred & Income Opportunities Fund (JPC) in das Depot gekauft. Er gesellt sich zu den beiden anderen monatlich ausschüttenden Fonds (Global X Nasdaq 100 Covered Call ETF und BMO Laddered Preferred Shares Index ETF).

Die Volatilität des Anti-Depots lag im Dezember bei 1,6%. In 2025 erzielte das Anti-Depot eine Rendite von +5,2%. Eine bessere Entwicklung wurde durch die 100-jährigen Anleihen verhindert, weshalb ich insgesamt mit der Performance auch zufrieden bin.

Optionsdepot

Das Konzept hinter dem Optionsdepot habe ich in meiner Serie zum Optionshandel ausführlich beschrieben.

Im Dezember hatte ich Erträge von 252,83 € brutto.

Die Monats-Performance des Optionsdepots lag bei +1,6%. In 2025 hat das Depot damit eine Performance von 26,5% erzielt.

Die zuletzt noch enthaltenen Aktien Canadian National Railway (100 Stück) und FS KKR Capital (200 Stück) habe ich zum Jahreswechsel in das Dividendendepot überführt. Der Depotbestand liegt damit bei 0,00 € und es sind keine Optionen mehr offen.

Alle Transaktionen im Optionsdepot habe ich mit Screenshots auf einer eigenen Seite dokumentiert.

Damit schließe ich das Kapitel „Optionsdepot“ nach 5 Jahren ab. Ich habe dabei sehr viel gelernt und unterm Strich nichts verdient. 2025 war für mich bewusst das Jahr der Entscheidung und ich bin froh, in diesem Jahr eine solch gute Performance erzielt zu haben. Das macht es mir leichter, ohne Groll auf den Optionshandel als eigene Einkunftsquelle zu verzichten. Denn ich habe festgestellt, dass dafür sehr viel Zeitaufwand erforderlich ist und ich nur dann erfolgreich agieren kann, wenn ich die Entwicklung der offenen Optionen täglich verfolge. Dafür ist wiederum mein Kapital zu klein, um das sinnvoll durchzuführen. Im Ergebnis stehen Aufwand und Ertrag für mich in keinem sinnvollen Verhältnis.

Das Depot bei Interactive Brokers / Estably behalte ich trotzdem, da ich dort international zu günstigen Konditionen handeln kann. Und eben auch einige Titel dort habe, die nur an Auslandsbörsen handelbar sind. Und vereinzelt werde ich auch noch Optionen verkaufen. Aber nicht mehr als Einkunftsquelle, sondern lediglich in Sondersituationen oder als Absicherung. Jedenfalls macht es keinen Sinn mehr, das gesondert zu dokumentieren und eine Performance zu berechnen.

Zitronen-Depot

Das Zitronen-Depot und seine besondere Strategie habe ich hier ausführlich vorgestellt. Dort findest Du auch die aktuelle Zusammensetzung. Ich baue mir langfristig ein Portfolio von Nachbesserungsrechten auf und erhoffe mir durch die Spruchverfahren eine risikoarme Zusatzrendite in einigen Jahren.

Im Dezember wurden die Aktien von pharmaSGP und NanoFocus ausgebucht.

Neue Squeeze-Out-Verlangen gab es bei centrotherm international.

Das Volumen meiner Nachbesserungsrechte liegt nun bei 230.807,09 €.

Die Entwicklung des Nachbesserungsvolumens dokumentiere ich auf einer eigenen Seite.

Das Depot erzielte im Dezember eine Monatsperformance von -2,1%. 2025 schloss es mit +21,1% ab. Das war vor allem der Kursentwicklung bei größeren Positionen zu verdanken (alstria und pharmaSGP), die zwischen dem Kauf und der Ausbuchung noch deutlich zulegen konnten. Anders als ursprünglich konzipiert, habe ich diese Gewinne überwiegend vorab realisiert, um die Gesamtkosten des Zitronen-Depots zu mindern.

Das Jahr 2025 war deshalb das erste Gewinn-Jahr des Zitronen-Depots.

Divantis-Community-Depot

Mit dem Preisgeld des finanzblog awards 2024 haben wir das Divantis-Community-Depot aufgesetzt. Über die Entwicklung seitdem habe ich gerade hier ausführlich berichtet. Das Depot schloss den Dezember insgesamt mit -0,6% ab und erzielte in 2025 eine Performance von -6,2%. Der Cash-Anteil liegt bei 3,1% (=83,89 €).

Zum Jahreswechsel sind weitere 425,70 € auf das Konto gewandert, die quasi als „Zustiftung“ gelten. Damit stehen im Januar 509,59 € zur Neuanlage zur Verfügung. Die Abstimmung, wie es angelegt werden soll, startet dann auch in Kürze. Dann gibt es auch noch mal ein paar Worte zur grundsätzlich Ausrichtung des Depots.

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Das Divantis-Community-Depot kannst Du direkt über diesen Link aufrufen und Dir alle Details anschauen. Es ist in die Depotverwaltungs-Software Parqet eingepflegt. Auch Du kannst Deine Wertpapierpositionen dort tracken und hast dann einen Überblick über Deine individuelle Performance.

Parqet kannst Du mit vielen Grundfunktionen kostenlos nutzen. Für Premium-Funktionen gibt es die Möglichkeit, ein kostenpflichtiges Abo abzuschließen. Wenn das für Dich interessant ist, dann erhältst Du mit dem Code BENWARJE einen Rabatt von 10% für die ersten 12 Monate.

Die komplette Vermittlungsprovision für einen solchen Abschluss fließt in das Divantis-Community-Depot.

Immobilie

Über meine Wohnung in Leipzig habe ich zuletzt mit einem Update berichtet. Nach Abzug der Gebühr für die Sondereigentumsverwaltung erzielte ich im Dezember Mieteinnahmen von 903,07 €. Außerdem erhielt ich eine Nachzahlung aus der Nebenkostenabrechnung für 2024 in Höhe von 580,26 €. Das Hausgeld beträgt 281,00 €. Für den Immobilienkredit zahlte ich Zinsen in Höhe von 229,64 €. Ich hatte damit in diesem Monat einen Nettoerlös von 972,69 €.

Aufgrund der hohen vereinbarten Tilgung des Kredits habe ich jedoch einen negativen monatlichen Cash-Flow. Die monatliche Annuität liegt bei 1.216,80 € (Zins & Tilgung) und ist bis 30.09.2028 fest vereinbart (Zinssatz: 1,24%).

Dafür sinkt die Verschuldung der Wohnung stetig, sie liegt zum Ende Dezember bei 216.320,17 € (bei einer Wohnungsgröße von 77,3 qm und zusätzlich einem Stellplatz). Das entspricht einer Verschuldung je qm-Wohnfläche von 2.798,45 €.

Um mich auf die voraussichtlich deutlich höheren Zinsen gegenüber meiner bisherigen Finanzierung ab 2028 vorzubereiten, habe ich einen Sparplan in das iBonds-Produkt mit Fälligkeit im Dezember 2027 angelegt, den ich mit monatlich 100 € bespare. Darüber habe ich hier ausführlich berichtet. Bei bisher eingezahlten 2.700 € liegt der Depotwert dieses Sparplans zu Ende Dezember bei 2.817,99 €.

Dividendenveränderungen

Im Dezember wurden bei meinen Depottiteln keine Dividendenveränderungen verkündet.

Kurzer Ausblick auf den Januar 2026

Das Spannende ist ja immer, dass am 2. Januar börsentechnisch die Uhren auf Null gestellt werden. Es startet ein neues Jahr und Erträge müssen erst mal verdient werden. Dabei ist es in diesem Jahr auch ein Freitag und man könnte auch die Wochenperformance berechnen. Aber danach fragt niemand und es interessiert auch nicht wirklich.

Ein kompletter Kaltstart ist es aber auch nicht. Denn die positive Stimmung des Dezember und des gesamten hinter uns liegenden Börsenjahres nehmen die Marktteilnehmer ja trotzdem mit. Und die großen Themen sprechen weiterhin für Sachanlagen. Sie bieten den besten Inflationsschutz und machen unabhängig von Staatsfinanzen.

Ich habe für 2026 noch keine wirkliche Meinung, sondern schaue eher kurzfristig auf die Börse und bleibe langfristig investiert. Für den Januar sehe ich die große Chance, dass es ein guter Börsenmonat wird und damit zumindest mal der Start ins Jahr grün wird.

Generell wird die Währungsentwicklung im neuen Jahr spannend werden. In den USA werden weitere Zinssenkungen erwartet, während es in Europa voraussichtlich im 2. Halbjahr wieder zu Zinserhöhungen kommen wird. Das spricht in der Kombination für einen schwächeren US-Dollar gegenüber dem Euro und ist auch politisch so von der Trump-Administration gewollt.

Für US-Dividendentitel könnte es deshalb sinnvoll sein, mit Käufen zu warten. Wird der US-Dollar tatsächlich noch schwächer, werden die Aktienkurse entsprechend günstiger.

Ich selbst werde den Januar börsentechnisch ruhig angehen lassen. Ich schaue mir die Entwicklung erst einmal in Ruhe an. Meine Depots sind gut aufgestellt und ich sehe aktuell keinen Handlungsbedarf. Erst recht habe ich nicht das Gefühl, dass man jetzt vehement kaufen sollte. Dafür ist das Kursniveau bei den großen Titeln schon zu ambitioniert.

Ändern könnte sich das allerdings, wenn ab Ende Januar die Jahresergebnisse der Unternehmen verkündet werden. Besonders interessant dürften dann die Prognosen für 2026 werden, die sicherlich die ein oder andere Überraschung bereit halten. Dann können sich auch attraktive Bewertungen ergeben.

Von BlackRock und MSCI Inc. erhoffe ich mir da etwas und würde mich auch über ordentliche Dividendenerhöhungen freuen, die dann den schwachen US-Dollar kompensieren.

Zum Abschluss wünsche ich Dir ein frohes neues Jahr 2026 und alles Gute für Dich persönlich und Deine Geldanlagen im neuen Jahr. Ich freue mich auf viele anregende Diskussionen und gemeinsame Erfolge!

Wie war Dein Dezember und mit welchen Vorsätzen oder Plänen gehst Du das Jahr 2026 an?

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Kommentare

23 Antworten zu „Auf geht’s in ein weiteres fantastisches Börsenjahr?“

  1. Avatar von Thomas
    Thomas

    Also, was gibt es von mir zu berichten Stand exakt Ende 2025?

    Depot auf absolutem ATH.
    Monat Dezember nochmal +1,15% exklusive Einzahlungen.
    Monat Dezember 2025 all inklusive +3,20%
    Das Jahr 2025 gesamt exklusive Einzahlungen +13,34%
    Das Jahr 2025 all inklusive +29,38%
    alltime IZF +10,25%

    bißchen stolz bin ich schon drauf. Man muss kein Experte sein, sondern lesen, selbständig denken, lernen, beobachten, investieren. Mut mit Vorsicht gepaart.

    Das Hinzuziehen zusätzlicher Einzahlungen durch Erträge aus eigener Erwerbsarbeit gehört ja auch irgendwie zu meinem Hirnschmalz dazu und dem nicht anderweitigen ausgeben von Finanzmitteln.

    dieses ist fast logisch nur möglich, weil mein Depot deutlich kleiner ist als das von Ben. Ich arbeite aber nur noch, weil ich will und nicht mehr, weil ich muß. FIRE ist de facto erreicht.

    Die Anzahl der Titel schwankt zwischen Min 100 und Max 130 Titeln immer mal hin und her, langfristig würden mich 150 Titel aber auch nicht stören.

    Die Struktur ist wie folgt sortiert

    nach Region Nordamerika 45,68%
    Europa 42,76%
    Asien 9,56%
    Ozeanien 1,68%

    Nach Land USA 42,87%
    Schweiz 15,79%
    UK 9,77%
    Deutschland 6,88%
    Singapore 3,00%
    Hongkong 2,82%
    Kanada 2,8%
    Italien 2,46%
    Frankreich 2,31%
    Australien 1,68%
    Norwegen 1,68%
    China 1,40%
    Irland 1,24%
    Dänemark 1,18%
    Japan 0,76%
    und kleineres

    und nach Sektor
    Finanzdienstleistungen 34,41%
    Gesundheitswesen 19,84%
    Defensive Konsumgüter 10,45%
    Energie 10,25%
    Industriegüter 9,19%
    Rohstoffe 4,78%
    Versorgungsunternehmen 4,38%
    Informationstechnologie 3,35%
    Kommunikationsdienstleist. 1,48%
    Immobilien Aktien 1,03%
    zyklische Konsumgüter 0,67%
    sonstiges 0,16%

    Wünsche Ben im Besonderen und allen anderen stillen und aktiv schreibenden Lesern natürlich nur das beste für ein erfolgreiches Jahr 2026 privat/beruflich/börsentechnisch/gesundheitlich

    Rückblick und Ausblick 2026 möchte ich klar auch wieder gerne ungefragt :) meinen Senf dazu geben, schreibe aber später vlt noch einen neuen Kommentar.

    Grüße Thomas .

  2. Avatar von Thomas
    Thomas

    letzter Trade vor Toresschluss war nochmal Aufstocken von Old Republic pünktlich vor Ex der Sonderdividende. Da Zahltag noch im Januar, macht es
    wegen des noch nicht ausgeschöpften Freibetrages der Kapitalertragssteuer besonders viel Spaß und reicht dann für das Kaufen wieder einer neuen (oder alten Position) :)
    Erster Trade des Jahres 2026 wird wohl Kauf Galenica AG. sein.

    best 5 des Jahres bei mir waren wenig überraschend 5 Titel aus Asien mit Harbin Electric, SK Hynix, China Molybdenum, China Hongqiao Group und Fujikura, auch wenn sie leider erst spät im Jahr ins Depot gekommen sind, aber immerhin.
    mit Jahreszuwächsen zwischen 500% und 150%

    worst 5 des Jahres waren klar Novo Nordisk, Kraft Heinz, Church&Dwight, Air Products&Chemicals und Beiersdorf, mit zwischen 50% und 25% temporärem Verlust.

    was sich für mich als produktives Muster erweist, ist das Momentumaktien direkt gekauft werden und quasi als Contrarian-Methode gefallene Sternchen per Sparplan rangezogen werden, weil es bei gefallenen Titeln nicht auf Zeit ankommt, bei Momentumtiteln dagegen schon.

    Ich werde mich auch 2026 wie schon zurückliegend auf Aktien pur konzentrieren Long only ohne Hebel. Das sind Unternehmensbeteiligungen.

    Keine Anleihen oder andere geldähnliche Papiere. Geld wird zunehmend weniger wert und der Trend hält auch 2026 ganz klar an. Fertig.
    Dollar denke ich seitwärts nicht so stark fallend wie 2025 aber langfristig weiter fallend. Trump will ihn auch drücken.
    China rückt weiter vor.

    Der Konflikt Ukraine wird uns auch 2026 vollständig weiter begleiten. Trump ist Selbstdarsteller und in der Welt des großen Kapitals zu Hause, Putin ist gebürtig nicht aus der Welt des Kapitals zu Hause und durch und durch Geheimdienstoffizier, Machtmensch und wird die Demütigung des Abzugs der Russen aus Deutschland nie vergessen und das ist sein größter Stachel, der ihn antreibt. Er benutzt sein Wissen zur Durchsetzung seiner Ziele. Den ganz großen Zoff sucht er nicht, weil er sich da auch verhebt, aber in der Ukraine wird er weiter stetig unaufhörlich an seinen Zielen arbeiten.
    Er nutzt alle Tricks die es so im Geheimdienstbereich gibt und hat jetzt auch KI und wird sich informativ schon mit Trumps Nachfolger beschäftigen.
    Das Elend geht also weiter.

    was mir in dem Zusammenhang übrigens auch gefällt, ist das Investor A/B Sweden der größte Einzelaktionär von Saab ist, was bekanntermaßen ein Rüstungskonzern ist. Habe ich auch ein paar Stücke und einen Europäischen RüstungsETF.

    Der Trend zur Aufrüstung in Europa wird weiter anhalten.

    Ansonsten wird ich mich 2026 wohl prioritär informativ und auch investmentmäßig weiter mit Asien beschäftigen. Hier ist das größte Upsidepotential glaube ich.

    Übrigens auch durchaus lesenswert diese lesenwerte Jahresreflexion.

    https://www.intelligent-investieren.net/2025/12/2025-wurde-erst-niedergetrumpelt-dann.html#more

    Solong

    1. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Guten Morgen Thomas,

      Investor AB ist die europäische Warren Buffet Aktie der Familie Wallenberg des kleinen Mannes (weil pro Aktie günstiger). Ich mag den Titel. Unscheinbar aber stark.
      Investor ist weit mehr als Saab. Wer genau hinschaut bemerkt, dass Sie in vielen Ihrer Beteiligungen mehr Stimmrechte haben als Aktienbesitz. Sie (die Wallenbergs) wissen, was Sie tun!

      Keine Anlageempfehlung!!! nur meine Meinung

  3. Avatar von Tobs
    Tobs

    Hi Ben,

    vielen Dank für die Anlagestrategie, die natürlich auch nach dem Fondue immer noch most welcome ist. :-)

    Ich finde die Transparenz echt toll, die Dein Blog bietet, wenn man ihn lange liest und umfassend anschaut. Das muss man immer wieder betonen, weil man es irgendwann als gegeben nimmt, aber es ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit in der lustigen Welt der Internet-Figuren…

    #Optionsgeschäft: Ich muss ehrlich auf mich bezogen sagen, dass ich ohnehin ein eher primitives Pantoffeltierchen bin und mit solchen Engineering-Ansätzen vermutlich eher kein Geld verdienen würde. Dir wiederum unterstelle ich hier viel mehr Smartheit, und insofern finde ich Dein persönliches Fazit sehr interessant, dass Aufwand und Ertrag (den man ja auch noch risikoadjustieren müsste, wenn man sehr genau ist) in einem eher schwierigen Verhältnis zueinander stehen. Das ist eben wieder der Unterschied Deines Blogs versus Mainstream: Es gibt so viele (lustige) Figuren im Internet, die mit Milchbärtchen was von finanzieller Freiheit erzählen und den Leuten weismachen wollen, Optionshandel das sei alles easy und safe (und sollten doch Rückfragen bestehen, bieten sie natürlich freimütig Coaching-Unterricht für einen kleinen Obolus an :-)). Bei Dir sieht man 1:1 empirisch und evidenzbasiert, wie es wirklcih abläuft, verbunden mit einer ehrlichen Bewertung, aus der jeder etwas für sich ziehen kann, weil er gewiss sein darf, dass Dein Blog keine (verdeckten) Absichten verfolgt!!!

    #Nachbesserungsrechte: Ich habe Deine Anlagestrategie zum Anlass genommen, mir auch nochmal Dein Nachbesserungsvolumen anzuschauen. Frage (kein Anwurf!): Bist Du nach wie vor confident in Bezug auf diese Strategie? Du hast ja im Moment (naturgemäß natürlich) mehr Zu- als Abgänge und verbunden damit eben im Moment einen gewissen Aufwand unter’m Strich. Das ist freilich zeitpunktbezogen auf heute, das mag sich in Zukunft ja mit weiterem Ergebnis verbessern, so dass eine erste Einschätzung vielleicht verfrüht erscheint. Trotzdem mal: Jetzt gab es bereits zwei Abgänge, einer hat etwas gebracht, der andere nichts. Ich vermag nicht zu beurteilen, wie repräsentativ diese Stichprobe für die weiteren anstehenden Spruchverfahren sind. Aber selbst wenn die anderen Spruchverfahren günstiger ausfallen sollten als die ersten beiden, dann dauert jedes Spruchverfahren ja doch ein paar Jährchen, oder? Und hiermit wiederum verbunden denke ich unweigerlich an die Kapitalbindungsdauer, die leider negativ auf den internen Zinsfuß drückt. Gedacht war Dein Ansatz, wenn ich es richtig aufgefasst habe, als risikoarme Strategie, bei der die Stochastik (es werden mehr Spruchverfahren mit Erfolg geführt) Dir – im statistischen Durchschnitt – eine gewisse Rendite vermitteln soll. Siehst Du diese Investment-These weiterhin als intakt an und ziehst das weiter durch?

    #Wünsch Dir was (es tut mir leid, hier sind wir wieder bei den fordernden, schrulligen Stammgästen :-)):
    Du hast immer wieder mal – unbemerkt – einige interessante Titel angeschafft, sie aber nicht vorgestellt. Meine Meinung: Selbst wenn in einen neuen Titel nur vergleichsweise wenig Mittel reingehen, würde ich mich jedenfalls über eine Vorstellung immer freuen!! Ich weiß natürlich, dass das Arbeit macht, und daher möchte ich meinen Kommentar nicht als übergriffige Forderung missverstanden wissen, sondern anders als positives Feedback, dass das ich das (und vielleicht andere ja auch) jedenfalls prima fände.

    1. Avatar von Andreas
      Andreas

      Hi Tobs,

      eine Ergänzung und eine Unterstreichung:

      #Optionshandel
      Die Wahrheit liegt für mich in der Mitte. Natürlich gibt es jede Menge der von dir genannten „Coaches“ gerade da man mit Optionen Probleme gut verstecken kann und eine pseudokomplexität erzeugen kann.
      Man kann aber wenn man möchte grade kleinere Depots mit Fokus auf Cashflow statt Renditemaximierung schon gut nebenher laufen lassen und maximal einmal pro Tag für 5 Minuten rein schauen. Leider sind diese Blogs in der Mitte rar gesät.

      #Zusatzwunsch: kann ich nur unterstreichen! Und wenn’s nur ne kurzvorstellung ist. Wäre mir persönlich wichtiger wie detaillierte Dividendenzahlungsberichte.

  4. Avatar von Medicus
    Medicus

    Hallo Ben,
    wie immer ein guter Tip von dir- erstmal Füße stillhalten.
    Das vergangene Jahr hat mein Depot mit Home bias stark belohnt- auch wenn das natürlich auf lange Sicht unrentabel ist. Erstmals lag der Zugewinn durch Kurssteigerung über dem von mir eingezahlten Kapital. Und mit ein wenig Glück nähere ich mich 2025 der. fünfstelligen Netto Dividenden. Die Hälfte meiner Sparrate geht auch 2026 passiv in ETF, die andere in bluechip Dividenden Zahler. Mein Depot hat ungefähr die Dimension deines Depots, Sparquote um 50%, Fire eigentlich schon möglich, max noch 5 Jahre weiter voll werkeln weils überwiegend Spaß macht und die Kids mich nicht als Frührentner erleben sollen. Die zu erwartende weitere Abwertung des USD stört mich nicht- da kann ich günstig nachkaufen….
    Dir alles Gute im neuen Jahr und Dank für deinen Blog!!!

  5. Avatar von Hansi
    Hansi

    Hallo zusammen,
    schon wieder ein Jahr um.
    Geht einfach alles zu schnell.
    Vielen Dank Ben für diesen interessanten Blog. Hier lernt man immer etwas neues oder eine neue Aktien kennen, die man nicht auf dem Schirm hatte.
    Auch danke für das detaillierte Darstellen des Optionsdepot. So habe ich es erst gar nicht versucht. Stand in den Startlöchern für Optionsgeschäfte und war entsprechende Literatur am Lesen.
    2025 war mein mit Abstand bestes Börsenjahr und mein Depot befindet sich auch auf Höchstand. Diese Jahr ist die Anzahl der Titel von 107 auf 177 angewachsen. Wirtschaftlich ist das nicht und es spielt auch keine nennenswerte Rolle in diesem Jahr. Dieses Jahr liefen meine Schwergewichte wie BAT, Holcim, Bayer, Alphabet, andere einfach gut.
    Auch in der 2. Reihe haben Kion, Samsung und SK Hynx mit 100% + performt.
    Einfach nur Glück gehabt und Schmerzensgeld kassiert.
    Bin auch sehr europalastig mit mehr als 60% unterwegs, so das USA gerade mal auf 20% kommt. Irgendwann kommt der Crash.

  6. Avatar von BörsenHai
    BörsenHai

    Hallo Ben,

    Du vergleichst die heutige Situation mit 1999 und 2008.
    Gibt es einen Grund (außer dem DAX), warum Du die heutige Situation mit diesen Jahren vergleichst?
    1999 waren es deutlich mehr Schwergewichte aus der IT, die die Kurse bestimmten und 2008 war ein Bankendesaster (insb. für D). Das war Bankenrettung auf „amerikanisch“.
    Oberflächlich mag der Vergleich zu 1999 passen, die Bewertungen der IT-Unternehmen sprechen aber dagegen und damals hat jedes Unternehmen mit „Internet“ ohne Bonität von der Bank Geld erhalten. Dass die Banken knabbern werden (insb. in der EU) ist klar es ist aber kein weltweites Thema; das war in 2008 anders, das Problem wurde importiert.

    Aus meiner Sicht sind die Situationen nicht vergleichbar. Womit ich nicht sage, dass es keine Rücksetzer geben wird.

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo BörsenHai,

      jede Phase hat ihre eigenen Gründe. Deshalb kann man sie auch nicht vergleichen. Mir ging es darum, auf die außergewöhnliche Situation hinzuweisen, dass der DAX das dritte Jahr in Folge zweistellig prozentual zulegen konnte. Und das ist tatsächlich etwas Besonderes und sollte nicht zu der Annahme verleiten, dass das jetzt jedes Jahr so sein wird. Das muss ich Dir als altem Hasen natürlich nicht sagen. Aber für viele nicht so erfahrene Anleger ist es wichtig. Und dafür dienten dann auch die beiden Beispiele aus der Vergangenheit als wir jeweils solche Phasen hatten. Die Message soll sein: Es gibt keinen Grund, nur wegen der erfolgreichen 3 Jahre jetzt zu verkaufen. Und genauso gibt es auch keinen Grund, nur wegen der erfolgreichen 3 Jahre jetzt all-in zu gehen und fest mit einem 4. erfolgreichen Jahr zu rechnen.

      Viele Grüße Ben

    2. Avatar von BörsenHai
      BörsenHai

      Danke Ben für die schnelle Antwort.

      Ich habe verstanden, was Du mit dem „Anstubser“ ausdrücken wolltest.
      Mögen die „alten Hasen“ und die „Neulinge“ Ihre Lehren daraus ziehen. ;)

      Sagte ich schon: Danke für Deinen Blog und Deine Arbeit, die Du reinsteckst! Ich hoffe es gibt ihn noch lange Jahre. Jeder kann hier etwas von Dir und den anderen Mitforisten lernen. Der Blog ist einmalig im Web! Congratulation!

  7. Avatar von Pary
    Pary

    Als Vielleser und Wenig-Schreiber möchte ich mich bei Bene für die klasse Plattform mit den Artikeln bedanken.

    Bedanken möchte ich mich aber auch bei den fleißigen Schreibern, da ihr Input auch sehr schön zum Nachvollziehen von Gedankengängen und eures Mindsets ist !

    Gerne möchte ich meine Daten auch mal ergänzen

    ATH mit +11,1% in 2025

    29% Finanzsektor
    22% Konsum

    Damit wundert es auch nicht, dass meine 2 Tops Wells Fargo und BAT sind

    Meine größten Flops sind Coty (super Einstieg aber Ausstieg viel zu spät gemacht) und Kaspi sind

    @Ben: Ähnlich wie Tobs würde ich gerne mehr zu deinen sonstigen Unternehmen kennen lernen, mir ist auch aufgefallen, dass da Neulinge dabei sind.

    VG Pary

  8. Avatar von Andreas P.
    Andreas P.

    Mein persönliches Motto für die Börse im Jahr 2026 lautet:
    „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.“

    Bereits sei längerer Zeit stehe ich börsentechnisch etwas auf der Bremse. Auch mein Anlageverhalten ist aus meiner Sicht inzwischen sehr konservativ geworden. Für (Nach-)Käufe wähle ich bevorzugt „Langweiler-Aktien“ aus meinem Depot aus: z.B. Talanx, Airbus, Coca-Cola, Realty Income, Markel Group.
    Nicht infrage kommen Gold, Silber, Bitcoin und Optionshandel.

    Wie ich bereits geschrieben habe, werden dafür nur noch die Dividenden und Zinsen verwendet. Neues Kapitel geht auf das Tagesgeldkonto.

    Für meine Entscheidungen zum Kauf bzw. Nichtkauf versuche ich stärker als bisher wirtschaftliche Folgen aktueller politischer Entwicklungen zu berücksichtigen. Natürlich weiß ich, dass politische Börsen an sich „kurze Beine“ haben. Aber eine zumindest mittelfristige politische Agenda z.B. des amerikanischen Präsidenten, der EU, der chinesischen Regierung oder der Bundesregierung schätze ich da persönlich anders ein.

    Ich freue mich auf das neue Börsenjahr und bin davon überzeugt, dass ich weiß, dass ich nichts weiß. Prognosen zwecklos.

    Viele Grüße

    Andreas P.

  9. Avatar von Florian
    Florian

    Salvete!

    Bin zumeist ja stiller Mitleser, aber nun gibts ja ein aktuelles Ereignis.

    Ob man Trump nun gern hat oder nicht – er hat soeben Venezuela befreit, praktisch ohne Kollateralschäden. Jeder Putin-Vergleich verbietet sich. Respekt. Ich glaube an die zeitnahe Entfesselung der dortigen Wirtschaft.

    Nun – wie daran teilhaben? Meine Ideen sind „Nu“ und „Schlumberger“, ggf noch „BP“ oder amerikanische Ölwerte. Was meint ihr? Direkt in das Land kann man nämlich nicht investieren. Bitte nix Moralinsaures, iat ja ein Börsenblog hier.

    Danke an Betreiber Benjamin – auch fürs Annehmen meiner seinerzeit konstruktiven Kritik, welche ja offenbar Früchte trägt, die Nebenschauplätze werden weniger. Endlich fokussieren die Berichte (zumindest häufiger) sich wieder auf langfristige Dividendenstärke.

    Herzlichst

    Florian

  10. Avatar von RealDocBenters
    RealDocBenters

    Hallo Florian,
    wenn ein demokratiefeindlicher US-Präsident einen Despoten wie Maduro verhaftet, ist es sicher eine positive Entwicklung. Dann landet zumindest schonmal einer auf der Anklagebank…
    Zu Deiner Frage, wer profitieren könnte: Die venezolanische Ölindustrie wurde von Maduro komplett runtergewirtschaftet. Zunächst muss der Laden also wieder zum Laufen gebracht werden, natürlich durch Trump-affine US-Firmen. Profiteure vllt Halliburton, Schlumberger? Von der Förderung profitieren werden ebenfalls nur die US-Majors Exxon, Chevron, Occidental, etc. Aber der Impact wird vermutlich überschaubar sein. Das benannte Firmen von der Trump-Administration profitieren werden, war vor Amtsantritt bereits klar und insofern ist das vermutlich alles bereits eingepreist.
    Werden die europäischen Ölmulties BP, Shell, Total ebenfalls profitieren? Eher nicht. BP war bis 2011 über ein Jointventure mit den Venezolanern PDVSA an der Förderung beteiligt. Dieses Jointventure wurde dann mit Rosneft weitergeführt, aber auch das ist inzwischen Vergangenheit. BP fokussiert sich wieder zunehmend auf das Upstream-Geschäft, also der Förderung von Rohöl aus BP-eigenen Quellen. Wenn in 1-2 Jahren wieder zuverlässig (!) Öl aus der Maracaibo-Region auf den Weltmarkt kommt, wird das eher zu einem fallenden Rohölpreis und damit zu geringerer Marge im Upstream führen.
    BP eher interessant da Elliott eingestiegen ist und den Fokus wieder mehr auf Shareholder-Value ausrichten wird. Aber auch das vermutlich längst eingepreist.

    Viele Grüße!
    Rüdiger

  11. Avatar von Thomas
    Thomas

    nun ja Venezuela, erster Eindruck
    Weekend Oil – US Crude Chart +2%, normale Vola glaube ich.
    an den sonstigen Aktienmärkten keine messbaren Reaktionen.

    Hat natürlich in zweierlei Hinsicht auch etwas Gschmäckle,
    die Gesamtexporte Öl aus Venezuela gingen wohl zu etwa 70-85% nach China,
    China bezieht aber nur etwa 4% seines Bedarfes aus Venezuela.
    Immerhin wurde die Aktion wie üblich am Wochenende durchgeführt, um die Märkte nicht zu stören, aber wenige Stunden nach Maduros Treffen mit Qiu Xiaoqi, Chinas Sonderbeauftragtem für Lateinamerika, in Caracas.
    wohl eher schlecht für Sinopec und CNPC(CNPCF). Ich denke aber Verträge werden vorläufig sicher weiter eingehalten.
    Die South China Morningpost ist not amused.
    Wer eine dicken Fuß in Venezuela hat, ist Chevron.
    Conoco und Exxon wurden durch noch von Hugo Chavez enteignet und haben sicher alte Rechnungen offen, Chevron, Total Energies, ENI, BP und Equinor wurden in schlechtere Konditionen bzw Kontrollverlust gezwungen und habe jetzt möglicherweise wieder mehr Einfluß/Ertrag zu erwarten.

    Mir egal, bin bei etwa der Hälfte der genannten Firmen drin.

    Öl kommt hoch und geht wieder runter.
    Hier sind keine Kurse zu erwarten, aber gute Dividenden.

  12. Avatar von Florian
    Florian

    Hallo zusammen,

    angesichts der riesigen Ölreserven Venezuelas und einer zu erwartenden Aufbruchsstimmung im ganzen Land nebst Region fand ich die bisherigen Kommentare zu pessimistisch – was auch an vor mir stehenden Rotweinflaschen mit abnehmendem Füllstand liegen mag. Dennoch wird es ja nicht beim bloßen Zucken der regionalen und internationalen Märkte bleiben. Trump hat aller Welt – auch Xi – gezeigt, dass der Westen handlungsfähig ist, und zwar mit dem Florett, nicht mit der Haubitze. Xhinas Regime mag erfolgreich sein, basiert aber auf Angst. Irgendwann emanzipieren sich alle Gesellschaften. Somit sehe ich Sternstunden für clevere Visionäre. Chevron ist bestimmt super – aber übersehen wir ggf etwas gerade? Nur – was? Da gibts doch auch Gründergeist…

    Mit unverändert herzlichem Gruß und Bitte um lautes Denken

    Florian

  13. Avatar von Thomas
    Thomas

    Halliburton (24 Hours) +4,99 %
    Schlumberger (24 Hours) +4,96 %

    keine Lust die anderen durchzutickern, wen es interessiert, findet es selber heraus.
    Wir kleinen hier kommen/kämen am Montag sowie zu spät. Das geschieht alles übers Wochenende.

  14. Avatar von Manfred
    Manfred

    Wer das ganze prozedere mit clear stream etc, etc mal verstehen moechte der sollte sich mal dieses YT video anschauen.
    ( dann wird zb auch klar, dass die russische klage gegen eurostream ( ?) fuer einen ganz normalen aktien aktioaer uu ganz schoen gefaehrlich werden kann)

  15. Avatar von Funky Berni
    Funky Berni

    Hallo Ben,
    wünsche Dir noch ein frohes neues Jahr und möchte mich noch einmal persönlich für deinen Blog bedanken!
    Habe eine kurze Frage zum Benchmark bei Quirion. Welchen Sparplan besparst du denn dort monatlich?
    Vielen Dank und weiter so…..

    1. Avatar von Ben Warje

      Hallo Funky Berni,

      ich bespare bei quirion das „Nachhaltige Portfolio“ mit 100% Aktien und 0% Anleihen. Ich nehme Deine Frage als Idee, da einen eigenen Artikel mit ein paar Auszügen aus dem Fact-Sheet zu machen.

      Viele Grüße Ben

  16. Avatar von Thomas
    Thomas

    paar Gedanken allgemein,
    gerade gesehen, das Lam Research am 02.01.2026 etwas über 8% angezogen hat.
    Lam Research scheint insbesondere für Speicherhersteller wie Micron Technology, SK Hynix und Samsung Electronics von herausragender Bedeutung zu sein.
    Was wäre KI bzw IT ohne Speicher-Chips, wo die Daten abgelegt, verändert und rasend schnell bei Bedarf wieder abgerufen werden können. Hier scheint auch der Bedarf exponentiell zu wachsen. Bei modernen Serverracks von Hyperscalern wie Google, Meta usw scheinen Kapazitätsmäßig noch Festplatten(HDD) zu dominieren, während in Puncto Performance eindeutig NAND-SSD`s vorne zu liegen. Es gibt viele Hybridanwendungen, aber wichtig für die Börse :) :
    Es gibt einen klaren starken Shift hin zu NAND-SSD

    Dieser Gruppe Micron Technology, LAM Research , SK Hynix und Samsung Eletcronics scheint es damit auch gerade ganz gut zu gehen und Ben freut sich…

    Venezuela :

    Der naheliegende Gedanke, jetzt holt sich Trump Venezuela und damit die weltgrößten Ölreserven der Welt, dann hat China bei Taiwan freie Hand und Putin in der Ukraine
    scheint sich bei Taiwan zumindest vorerst nicht zu bestätigen. TSMC zieht übers WE auch stark an. Ansonsten ist wohl die Message des Wochenendes in Kurzform, das sich China aus Lateinamerika und Südamerika rauszuhalten hat und die USA jetzt Zugriff auf die größten Ölreserven der Welt hat (Venezuela hat mehr als Saudi-Arabien) und damit die Energiepreise zugunsten der Wirtschaft/Konjunktur eher günstiger werden könnten. Fossile Energien könnten lange billiger als Renewables bleiben.

    1. Avatar von Hansi
      Hansi

      Hallo Thomas,
      nochmal Glückwunsch zu deiner Depotperformance 2025. Das hat auch nix mit deiner Depotgröße zu tun. Ob 100k, 500k 5000k , wenn bei allen Größen das jetzige System verwenden würdest, wäre das Ergebnis prozentual gleich.

      Venezuela’s Ölreserven bestehen zu einen sehr großen Anteil aus schwerem Öl und Ölsand. Da werden die Konzerne bei diesen Ölkursen nicht vor Freude ausrasten. Die aktuellen Kurse sind unrentabel für Ölsandförderung. Bei 100 USD/ Barrel wird es vermutlich erst ne sichere Bank sein.
      Außerdem ist nur Maduro weg. Die Idee lässt sich nicht durch Gewalt auslöschen. Lesen und Ärztliche Versorgung für alle, finanziert auch durch Ölgeschäfte sind kein Verbrechen. So unfrei wie unsere Medien daherschwätzen ist Venezuela sicher nicht. Chavez war nur das Produkt 60 jähriger Vergewaltigung Venezuelas durch die USA.
      Statt das sich die Idee bis zur Unkenntlichkeit selbst zu Grabe trägt, erlangt sie abermals Unsterblichkeit. Chavez wird in den Gedanken der Mehrheit als JesusChrist-Superstar weitergeistern.

    2. Avatar von UrsprungsFrank
      UrsprungsFrank

      Hansi, ich kann Deinem statement nur zustimmen. Zudem der Schuss auch ins eigene Knie geht. Hätte der Coup tatsächlich den Öl-Preis sinken lassen werden die heimischen Fracker nur noch grüner im Gesicht. Auch die Alaska-Explorer sind irritiert. Nein, Master Trump will es zackig – Reality-Show wie er es gewohnt ist, mehr ist da nicht dahinter. Meine Vermutung: 2026 fliegt ihm sein Geschwurbel um die Ohren. Ob es einen amüsiert ist allerdings eine andere Frage.

      Gruß Frank

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