Auf geht’s in die 20er Jahre – Rückblick und Ausblick!

Kalenderblatt Januar 2020
3.8
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Die 20er Jahre haben begonnen. Ob es “Goldene Zwanziger” werden, wird sich zeigen. Ich wünsche Dir in jedem Fall ein Frohes Neues Jahr!

Die traditionelle Zusammenfassung des abgelaufenen Monats fällt diesmal etwas kürzer aus. Für alle Jahreszahlen kann ich nämlich auf den bereits erschienenen großen Jahresrückblick 2019 verweisen!

Deshalb nimmt der Ausblick auf den neuen Monat einen breiteren Raum ein. Ich wünsche Dir viele Inspirationen für Deinen Börsenmonat!

Aktienkäufe

Im Dezember 2019 investierte ich 1.209,50 € in einen Aktienkauf:

500 Taylor Wimpey zu 1.209,50 €

Aktienverkäufe

Ich habe im Dezember 2019 keine Aktien verkauft. Der vierte Monat in Folge ohne Verkauf!

Dividendenerträge

353,16 € netto an Dividendenzahlungen erhielt ich im Dezember 2019. Das ist ein Plus von 9,7% gegenüber dem Dezember 2018. Zahlungen erhielt ich von:

Unilever: 30,56 €

IBM: 27,02 €

Johnson & Johnson: 95,10 €

3M: 57,63 €

Microsoft: 33,96 €

Coca-Cola: 33,38 €

McDonald’s: 12,52 €

Kellogg: 19,02 €

BlackRock: 43,97 €

Dividendenerhöhungen

Im Dezember gab es drei Ankündigungen von Dividendenerhöhungen meiner Depotwerte:

Transurban Group: Halbjahresdividende von 0,29 AUD auf 0,31 AUD (+6,9%)

Sydney Airport: Halbjahresdividende von 0,19 AUD auf 0,195 AUD (+2,6%)

AT&T: Quartalsdividende von 0,51 US$ auf 0,52 US$ (+2%)

P2P-Kredite

Ich investierte im Dezember insgesamt 666,13 € in P2P-Kredite und schraubte mein Gesamtinvestment damit auf 10.600,70 €. Als Zinsen erhielt ich 65,39 € brutto.

Schwerpunkt meiner Neuanlage war mit klarem Abstand Bondora Go&Grow. Hier flossen 579,51 € hin. Zu Mintos gingen 190 € und zu Grupeer 56,62 €. Bei Viainvest stellte ich fest, dass es sehr wenig Neugeschäft gibt und ich ständig ein Guthaben auf meinem Konto hatte. Deshalb zog ich 160 € ab. Mein Viainvest-Investment liegt aber immer noch etwas über 1.000 €.

 Hier habe ich meine P2P-Investments ausführlich beschrieben. Mein Ziel für 2020 ist, die Investments auf 20.000 € zu steigern.

Bondora Dezember 2019
Mein Kontostand bei Bondora Go&Grow zum Jahresende 2019

Meine P2P-Investments teilen sich nun wie folgt auf:

PlattformZins durchschnittlichInvestitionaktueller Standinvestierte P2P-Krediteeröffnet
Mintos10,61%800 €1.183 €9408/2018
Estateguru11,43%700 €887 €1809/2018
viainvest11,61%600 €725 €7211/2018
PeerBerry11,23%0 €148 €1211/2018
Debitum9,80%69 €75 €209/2019

Depotperformance

Auch der Dezember war ein positiver Monat. Mein Depot legte um weitere 0,9% auf nun 400.644 € zu. Wie erwartet, waren die Umsätze an der Börse nicht besonders groß. Die Volatilität des Depots sank dadurch auf 2,4%.

Top-Titel im Dezember waren die beiden britischen Titel Pennon Group (+10,3%) und Taylor Wimpey (+8,3%), die deutlich vom Wahlsieg der Tories profitierten. Drittbester Titel war Kellogg mit +4,5%.

Am schwächsten entwickelten sich Welltower (-6,0%), die Deutsche Beteiligungs AG (-5,0%) und Siemens Healthineers (-3,7%).

Immobilie

Die Sanierung der Wohnung in Leipzig befindet sich weiter auf der Zielgeraden. Im Dezember zahlte ich deshalb weiterhin Zinsen ohne Mieteinkünfte – exakt 267,33 €. Unterschrieben haben ich den Vertrag zur Sondereigentumsverwaltung. Für 25 € zzgl. MwSt. monatlich brauche ich mich nach Beginn der Vermietung um nichts zu kümmern. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zunächst 2 Jahren, in denen ich damit meine Erfahrungen sammeln werde. Der Mieter soll dann nur mit der Verwaltung kommunizieren und auch dorthin die Miete überweisen. Sie wird mir dann weitergeleitet. Mahnungen, Reparaturen, Nebenkostenabrechnungen usw. – das macht alles die Verwaltung für das überschaubare Entgelt.

Ausblick auf den Januar 2020

Der Januar startet mit einem Börsenfeiertag! Der Neujahrstag ist traditionell börsenfrei. Nicht nur bei uns, sondern auch in den großen Märkten USA, Großbritannien und Japan. Die Japaner starten sogar erst am 6. Januar wieder mit dem Börsenhandel. Am 23. Januar kommt die EZB zu ihrer ersten Sitzung des Jahres zusammen, die amerikanische Fed tagt am 28. Januar. Im letzten Jahr gab es bei der Januar-Sitzung die große Überraschung, dass die Fed von Zinssteigerungen auf einen Zinssenkungskurs umschwenkte. Ob sie uns diesmal zum Auftakt des US-Wahljahres wieder überrascht?

Der Januar ist der traditionelle Monat der Umschichtungen. Viele Investoren haben sich Vorsätze für das neue Jahr gemacht, kommen nun gut erholt aus dem Weihnachtsurlaub zurück und beginnen mit der Umsetzung der Vorsätze. Manch eine Strategie setzt auf die Verlierer des Vorjahres und prophezeit ihnen eine Outperformance im neuen Jahr.

Für viele Marktteilnehmer ist der Januar auch ein Börsenbarometer für den Rest des Jahres: ” As goes January, so goes the year” lautet eine Börsenweisheit. Und tatsächlich hat der S&P 500 bei einem positiven Januar in 86% aller Jahre seit 1950 auch das Jahr positiv abgeschlossen.

Ich werde in den ersten Januartagen nicht handeln. Meiner Erfahrung nach steigen die Kurse in der ersten Handelswoche. Nach dieser Euphorie setzt dann erst mal Ernüchterung ein. Das ist dann der Zeitpunkt, wo ich meinen ersten Kauf des Jahres tätigen möchte. Und zum Ende des Januars hin bekommen wir dann ein klareres Bild, wohin sich das Börsenjahr entwickeln könnte.

In meiner Anlagestrategie für 2020 habe ich mir Aktienkäufe für 1.500 € im Monat vorgenommen. Ich möchte wieder mehr außerhalb des US$-Raumes investieren. Damit werde ich im Januar starten. Aber natürlich haben auch US-Aktien eine Chance, während des Jahres gekauft zu werden.

Von den Aktien auf meiner Watchlist für 2020 schaue ich mir bereits im Januar drei Titel genauer an:

Auf meiner Watchlist steht Unilever nach dem Kursrückgang im Dezember. Für den 30. Januar hat das Unternehmen seine Jahresergebnisse angekündigt. Gut möglich, dass der Kurs im Vorfeld noch mal nachgibt. Sehen wir Kurse unter 50 €, dann wird das mein Aktienkauf im Januar.

Ebenfalls Ende Januar, genauer gesagt am 29. Januar, präsentiert Novartis seine Jahresergebnisse und gibt den Dividendenvorschlag bekannt. Auch um diesen Termin herum könnte es die oder andere Kaufgelegenheit geben.

Den Anfang macht aber Givaudan, die bereits am 24. Januar Jahresergebnisse und Dividendenvorschlag präsentieren. Im letzten Jahr wäre das ein sehr guter Kauftag gewesen. Denn das Ergebnis war ohne Überraschungen und die Aktie gehörte zu den Tagesverlierern. Und den Rest des Jahres war die Aktie mit einem Plus von mehr als 40% ein Highflyer.

Mein Plan für Januar lautet also: erst mal zurücklehnen, die ersten Dividendenzahlungen von Kimberly-Clark, PepsiCo und Red Electrica einsammeln und dann in der letzten Januar-Woche auf die drei Jahresergebnisse achten und Kursverluste ausnutzen!

Ich bin sehr gespannt, ob der Plan so aufgeht oder vorher etwas Ungewöhnliches passiert. Ich werde in jedem Fall ausführlich über alles berichten!

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12 Gedanken zu „Auf geht’s in die 20er Jahre – Rückblick und Ausblick!“

  1. Hallo Ben,

    super Performance in 2019 – Glückwunsch! Das Jahr war wirklich herausragend an der Börse, mein Depotgesamtwert konnte inklusive der Kapitalzuflüsse um ca. 50% zulegen. Das wird sich wahrscheinlich in 2020 nicht wiederholen, aber eine Korrektur wäre wirklich nicht schlecht.
    Givaudan muss ich mir mal näher ansehen, sehr interessanter Wert.

    Bei mir stehen unter anderem High Yielder wie Ares Capital, Brookfield Property Partners, High Growth Werte wie VISA und Starbucks sowie blue chips wie E.ON, BASF, AT&T, Shell und AbbVie im Fokus für den Beginn des Jahres…mal sehen wo sich Gelegenheiten ergeben.

    Viele Grüße,
    Susanne

  2. Hallo Ben,

    ich hätte eine Frage zu Novartis. Wenn du dich entschließt die Aktie nach zu kaufen, wo würdest du sie kaufen? An den deutschen Börsen werden sie ja, meine ich, nicht gehandelt. Kaufst du sie dann direkt an der Schweizer Börse? Und wenn ja, mit welchem Depotkonto würdest du die Aktie kaufen?

    Viele Grüße
    Bepo

    1. Hallo Bepo,

      ich habe meine Schweizer Aktien bei der ING im Depot. Vorteil ist dort, dass ich automatisch und gratis zur Dividendenabrechnung den Tax-Voucher bekomme. Damit kann ich dann relativ einfach die nicht angerechnete Quellensteuer erstattet bekommen. Nachkäufe will auch der Einfachheit halber direkt dort ins Depot vornehmen. Ein Handel von Schweizer Aktien ist über Tradegate möglich. Das bietet die ING auch an.
      Bei Trade Republic lassen sich Schweizer Aktien auch über Lang & Schwarz handeln, aber ich habe da keine Informationen über den Tax Voucher.

      Viele Grüße Ben

        1. Dem heutigen Kursabschlag zu Folge, wird die Aktie offenbar heute exDividende gehandelt. Also bist Du bei einem Kauf heute erst im Juli bei der Dividende dabei.

  3. Hi Ben ,

    Du hattest uns mal gebeten, dividenden aktien zu finden, die im oktober ausschuetten, um die saure gurkenzeit zu ueberbruecken . Hier ist eine : champion reit . Schuettet 2 mal im Jahr aus. Hongkong, auch die properties liegen in hk, nicht im diktatorischen china ;-) , kaum verschuldet, schnell wachsender buchwert, und div. und etwa 5.5% dividenden rendite

  4. Hi Ben,

    super Forum, gefällt mir. Was hälst du von folgenden Unternehmen…
    GlaxoSmithKline, Korian Medica und Descartes Systems Group?

    Würde mich über dein Feedback freuen.

  5. Descartes System Group ist mit Sicherheit ein interessantes Unternehmen. Man fragt sich nur, ob da die Bewertung nicht etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Nachfolgend mal die Umsätze in Millionen US$

    2019 $275
    2018 $237
    2017 $204
    2016 $185
    2015 $171
    2014 $151
    2013 $127
    2012 $114
    2011 $99
    2010 $74
    2009 $66
    2008 $59
    2007 $52
    2006 $46
    2005 $46

    Somit hat sich der Umsatz seit 2005 in etwas verfünfacht. Der Kurs hat sich aber 25fach erhöht.

    Descartes Systems Group Annual EPS
    2019 $0.40
    2018 $0.35
    2017 $0.31
    2016 $0.27
    2015 $0.21
    2014 $0.15
    2013 $0.25
    2012 $0.19
    2011 $0.18
    2010 $0.25
    2009 $0.38
    2008 $0.43
    2007 $0.09
    2006 $0.07
    2005 $-1.36

    Tja, was soll man hier sagen bei dem EPS? Nichts für mich? Aber selbst wenn die Bewertung anders wäre, würde ich nicht investieren. Ist ein sehr kleiner Wert (ich meine damit die Firma und nicht die Marktkapitalisierung). Fern der Heimat. Das ist immer schwierig mit der Nachrichtenbeschaffung.

    Korian Medica = wenn ich keine Firmen in Europa oder USA finde, welche ich für aussichtsreich erachte, dann schaue ich mir Korian Medica an. Ich verstehe nicht, warum man immer in so ferne und exotische Märkte investieren möchte. Gibt es wirklich nichts aussichtsreiches in Deutschland, Europa oder USA?

    GlaxoSmithKline habe ich selbst ein paar wenige im Depot (von Papa geerbt) Die Dividendenrendite ist o.k. Aber in puncto Gesamtrendite hinkt die Aktie schon etwas hinterher. Seit Februar 2018 ist die Entwicklung mit Sicherheit nicht schlecht. Aber es gibt spannendere Aktien als Glaxo. Ich habe mein Investment nicht mehr aufgestockt. Ist also für mich kein “Muß”. Und überhaupt, buchstabiere mal das Wort Dividendenerhöhung in Zusammenhang mit Glaxo.

    1. Hallo star,

      stimme Dir voll und ganz zu. Nur ein Hinweis: Korian Medica hört sich zwar koreanisch an, ist aber ein französisches Unternehmen mit großem Deutschlandanteil. Kannte ich bisher auch nicht. ;)

      Viele Grüße Ben

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